Indiana Tribüne, Volume 18, Number 117, Indianapolis, Marion County, 15 January 1895 — Page 3

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WaZ Ihnen wahrscheinlich zuerst auffallt, wenn Sie daS Karlsbader Sprildclfalz regelmäßig nehmen, ist eine Abnahme des Körpergewichts. Sie werden alles ungesunde, gedunsene Fleisch und Zellgewebe loö, wenn Sie mit solchem belastet sind. Darum ist daö Salz in Fällen von Fettleibigkeit so wcrthvoll. Dann aber, wenn dies geschehen ist oder Sie schon schlank sind, folgt der feste, gesunde Fleischansatz, dessen Sie bedürfen, in ganz natürlicher Weise. Ihre Ver'dauungsorgane erstarken, Ihr Appetit wird geschärft, eS sindct keine Wergeudunz der aufgenommenen Nähr-' flösse statt; waS Sie genießen, wird m gesunde Nahrnng verwandelt. Ganz eineilei, ob Sie zu stark oder zu chlank sind daS Karlsbader Sprndelalj verschafft Ihnen in beiden Fällen )ie richtige, gesunde Körperfülle. Lassen Sie sich keine alö verbessertes" ("improved") oder künstliches- Karlsbader Salz verkauften Verfälschungen ' des ächten Artikels aufhalsen. 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T TI...I hti c. i..D;uiiTic, ei'.ßiuj in iit n t v llUtit4 .ltt VUU.y k; st rrirrr.:ib beweisen. bcabU:t 3iSjatlur..i9 v I d slie u'ich w'.e kceige!,'''e nch dem ; ;ir c.uiriun. rinr;w zr ivr it uir.3 tiirut u ' ?aae 15. )M'itnd jagen jinnuM. irt;n e irt;i- 5 ßei-tt t't, Gstf mscht all: reicht und : s'r-.rve tevx 3.. !T if Iiu'jfren. Sc ift hf rc3jr:i"i?c. bf fe us ffk!er,kqste Nestor rr.i t?YS treu u feinem tieruf. et KtfjJbii'r ftc ;-uf ! ter iir Jid thu tu : 1 1 e, tt a i r ? ; t .- i-: i" -1. (n,fr! '-.-:uti. l..-.fi 5:i H. t?. cnlrg, Y. P. vat.ii?i w, V IIIIMIL EXTRACTS Frepared accordln to tbe formal of Dß.Wil. A. HAMMOND Ia bis laboratory at Vaublngton. D. C. CEREBRIÜE. from tbe bratn, for als-. eas or tne brain aac nerroos aysteni. 1 ) MEDl'LLlNE, from tbe spinal cord.for. uie a or tne cora. (Locomotor-AXtaia, etc. ) ' 1 t AKUi.i xi. xrom tbe beart, ior UfieaacS I Of the henrt. 1 TESTIXE, from the teitea, for dlseuei of I I tb teatea. (Atrophy of tbe orgaas, Impouacy, ( I OTARIXE, from tb orarles.for dlaeaaas , , oi ine ovariea. 31 1 :s c u LI.XE. thjrofiiii, etc i Dote, Fiv Drops. Prlc (2 drachm), 12.60. , i Tbe pbysloloplcal effects prodoced dy a tingle dose of Certbrlne are acceleratloa 1 . teatlon In tbe bead. exbltaratlon of spült,' 1 of the nalse wlth feellute of fallaess and dia. ' uermea nnnary eicreuon. aafrmeniauon , of tbe exDulslve force of tbe bladder and peristaltlc action of tbe lntestlnes. lncreasel tut mnscalar strength and endorance. In-, creaad power of vlalon tn elderly people,' ane iacreata appetue ana aifresaye power. i , Wbere local drnrelst are not aupplled wlta the Hammond Anlinal Kxtrarts they wKl be nvilled. totrether wlth all exlstine Uteratore . oa tum sabject. oa recetpt of prlc, by I TUE COLUMBIA CHEHICAl- CO WMhlnrt4ai, D. C '

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Der Amerikaner. Noman der. Adolf Strecksuß. (Fortsetzung.) U:D hat!: ich ni:s;t Siet? Hul:n toir niit einen so schönen 2lö:nd und einen so reizenden Morgen verlebt r?Ze ftit Jahren nicht? Sind nicht Z::t höchst interessante, lieöenZniürdie, junge Männer? Unsere beiden Mäd- . chen waren ganz glücklich, daß sie endIich einmal in dein einsamen Jtothen ' Hause eine andere Gesellschaft hatten c!Z oh alten (5'!t!rn und allenfalls d:n j Doktor Setton? oder den Sä'.emüller. ! Sie waren glücklich! Lielleich! aber nein, das wage ich gar nicht zu lassen." Ein feines, schelmisches Lächeln nmschwebte bei diesen Worten ihres Mannes den Mund der Frau. Hast auch Du daran gedacbt? Das hätte ich Dir gar nicht zugetraut!" sagte sie ihm scherzend mit dem Finger drohend. Nun, man kann ja nicht wiljen, was sich entwickelt, wenn die beiden jungen Leute ihr Versprechen halten. Der Doktor Falk ist wirklich ein vortressli cher, geistreicher, liebenswürdigerManu und er hat sich ausfallend mit unserer tleinen Susanne beschäftigt." Falk und Susanne?" erwiderte der Amerikaner. An die Beiden hatte ich gar nicht gedacht, sondern an Elfe und Herrn von Dyssern. Ich habe sie beobacktet. Else fühlt yohes Interesse für ihn, Susanne hat uns ja verrathen, da,, ffe es schon früher in Berlin gefühlt 'at. Und er! Er hat nicht viel mit ihr gesprochen ; aber es lag ein wunderbarerAusdruck in seinen schwärmerlschen, dunklen Augen, als er sie anschaute. Else und Kurt! Ich wag: aum daran zu denken, das wäre doch ein zu übergroßes Glück!" Frau Müller schaute ihren Mann an mit einem Blick, in welchem zugleich Bewunderung und Liebe sich aussprach, sie reichte ihm die Hand. Du bist doch ein zu lieber, edler Mann." sagte sie gerührt. An Else denkst Du, für ihr Lebensglück bist Du so zärtlich besorgt! Nun, wir wollen das Beste Hoffen! Du hast Recht, es wäre wirklich ein fast übergroßes Glück, wenn gestern das fürchterliche Unwetter für die Zukunst und das Lebensglucr unserer be:den Mädchen gesorgt hätte!" Ganz Waldhausen befand sich in fieberhafter Aufregung. Auf der straße standen die Leute in Gruppen zusammen, in denen auf das lebhafteste erzählt und gestritten wurde, vor dem Postamt war sogar die Straße durch die immer größer werdende Menschen masse versperrt und auch auf d?m Marktplatz vor dem Gasthaus zum Greifen stand ein dichtgedrängter Menschenknauel, m welchem sich die angejehensten Manner der Stadt befanden; sie verschmähten es, sich in diesem Augenblick der Aufregung in das ihnen rejervirte Gastzimmer zurückzuziehen, sie blieben mitten unter dem Volke, um w erzählen und Neues zu hören. Es kamen ia fortwährend neue Nachrichten von Nonnenthal . her, die sofort mit Blitzesschnelle durch ganz Waldhausen verbreitet wurden, denn Jeder, der tiwas Neues erfuhr, der zufällig einen Beamten der Post oder des Gerichts oder auch einen Wanderer gesprochen hatte, der aus Nonnenthal kam, hatte nichts Eiligeres zu thun, als durch dh Straßen zu eilen, bei jeder der zablrei' chen Menschengruppen stehen zu bleiben, um zu erzählen, was er wußte und viel leicht auch noch etwas mehr, auch das, was er sich dachte. Die Aufreouna in Wildbausen wir übergroß, und wahrlich, die guten Waldhusener hatten zu derselben vol len Grund. Wer war noch seines Le bens und seines Eigenthums sicher. w:nn immer neue Frevelthaten degan gen wurden, eine immer frecher als die andern, und die Thäter unentdeckt und unbestraft blieben? Jetzt hatten es die nichtswürdigen Frevler sogar gewagt, die von Waldhausen nach Nonnenthal fahrende Post in der Nacht zu üöeifal Ich und ZU berauben. Der Ueberfall war mit bodenlose: vrechheit. aber auch m:t großem Ge schick geplant und zur Ausführung ge bracht worden. Die Post fährt in der Nacht um ein Uhr von Waldhausen f?rt, sie trifft in der Regel nach dreistündiger Fahrt etwa um vier Uhr Morgens in Nonnenthal ein. Der Verkehr zwischen d,.r beiden kleinen Gebirgsstädten ist nicht groß, nur selten benutzen Passagiere die Post, da ihnen deren nächtlich: Abfahrtszeit zu unbequem liegt, der Postwagen fährt daher fast immer leer, er wird auch durch keinen Kondukteur begleitet, der Postillon allem übernimmt den Brief beute! und die übrigen Postsachen, die meistens keinen hohen Werth haben, denn nur selten kommt es vor, daß ein inhaltreicher Geldbrief von Waldhausen nach 'onnenthal yeschickt wird. Auch in der vergangenen Nacht war die Po t pünktlich um 1 Uhr von Wald '. hausen abgefahren, abr sie war nicht zur rechten Zeit in Nonnenthal angekommen. Ein: Versvätuna erschien gerechtfertigt, da das Gewitter des gestrigen Abends jedenfalls dem Wege arg mitgespielt hatte; als aber Stunde nach Stunde verging, ohne daß die Post oder auch nur ehe Nachricht von ihr eintraf, wurden die Beamten in Nonnenthal doch besorgt, sie schickten ihr einen reitenden Postillon entgegen. Dieser fand etwa eine gute Stunde von Nonnnthal entfernt den umgeworfenen Postwagen auf der Chaussee. Das eine Pferd stand zitternd mit verwundeten Füßen vor dem Wagen, das andere ebenfalls verwundete Pferd lag regungslos in das Riemenzeug verwickelt am Boden. Die Deichsel war gebrochen. Der Postillon lag im Shaus scegraben, er war, besinnungslos, sein Gesicht war mit geronnenem, einer tie-

fen Kopfwunde entströmendem Blut überdeckt. Nicht durch einen unglücklichen Zufall konnte der Wagen auf der breiten Chaussee umgeworfen sein, ein Blick in denselben bewies dem NonnenthalerPosiillon, daß hier ein Verbrechen v-rübt worden sei. Der verschlossene Kasten.

in welchem die Briefe und Werthsachen aufbewahrt wurden, war. erbrochen. Der Postillon bemühte sich, seinen schwer verwundeten Kameraden aus dem Chausseegraben zu ziehen, es gelang ihm, aber den Postwagen aufzurichten reichte seine Krft nicht aus. In der Nähe war keine Hlfe zu finden, denn die Chaussee führte durch den menschenarmen Bergwald, der Postillon jagte daher zurück nach Nonnenthal, dem nächsten größeren Ort, er stattete hier seine Meldung ab und von hier aus wurde nun sofort ein Wagen nach dem Thatort geschickt, der Arzt des Ortes und der Postmeister setzten sich in denselben, die beiden berittenenGendarmen begleiteten sie. Die Nonnenthaler fanden alles' noch in demselben Zustand, jedenfalls hatten an diesem Morgen weder Fuhrwerke noch Fußwanderer die immer sehr wenig belebte Chaussee passirt. Der Verwundete lag noch auf derselben Stelle im Grase, auf welche ihn sein Kamerad gebettet hatte. Der Arzt untersuchte die Kopfwunde des bewußtlosen Postillons, er fand sie zum Glück weder tief, noch besonders gefährlich, nur die Erschütterung des Gehirns und der starke Blutverlust hatten die lange Bewußtlosigkeit hervorgerufen. Von Wichtigkeit aber war, daß die Wunde nach der Ansicht des Arztes unmöglich eine Folge des Sturzes, etwa hervorgebracht durch den Anprall an einen Stein, sein konnte, sie rührte unzweifelhaft von einem Schlage her. den derVerwundete mit irgend emem schweren, stumpfen Instrument über den Kopf erhalten hatte. Den sorgsamen Bemühungen des Arztes gelang es schon nach kurzerZeit, das entflohene Bewußtsein des Vermundeten zurückzurufen, dieser schlug die Augen auf, er blickte anfangs wirr um sich, bald aber war er bei voller Vesinnung und konnte die an ihn gerichteten Fragen, wenn auch m:t matter Stimme, klar und deutlich beantworten. Viel vermochte er nicht zu erzählen. Er war, wie gewöhnlich, den Hügel, die Pferde schlank austreten lassend, her abgefahren, ohne zu hemmen, da waren plötzlich, gerade als man beim Steinernen Kreuz unten angekommen war. beide Pferde auf einmal gestürzt, sie hatten dabei den Wagen zur Seite geschleudert und umgeworfen. Der Postillon war vom Bock gestürzt. er hatte sich schnell wieder aufgerichtet, da habe er zwei dunkle Männergestalten vor sich gesehen, im nächsten Augenblick aber schon habe er ein fürchterliches Krachen gehört, es sei ihm gewesen, als breche ihm der Kopf zusammen; was dann weiter geschehen, wisse er nicht, er könne sich auf nichts weiter besinnen. Zwei Männer hatten den Postraub verübt, sie hatten den Postillon niedergeschlagen, als dieser sich aufrichtete. Wie es den Verbrechern möglich geworden war, das Umwerfen des Wagens zu bewirken, zeigte sich sofort bei der genaueren Untersuchung des Tbatortes. Es fanden sich die Ueberreste eines dkcken zerrissenen Drahtes vor. die an zwei zu den Seiten der Chaussee stehenden Bäumen in Kniehohe befestigt waren. Da, wo das alte Steinerne Kreuz, welches einst zum Andenken an einen Verunglückten errichtet worden Ist, an der Chaussee steht, war der Draht quer über dieselbe gespannt worden der Postillon hatte ihn in der Nacht nicht wahrnehmen können. Die schnell den Hügel abwärts trabenden Pferde waren. durch den schneidenden Draht verwurdet, gestürzt und hatten den Wagen umgeworfen. Ein schlau ausgedachtes. aber sicheren Erfolg verbürgendes Manöver! Die Posträuber hatten, nachdem sie den Postillon niedergeschlagen, den im Wagen befindlicher'. Kasten erbrochen und beraubt; sie hatten sich auf der einsamen Chaussee so sicher vor einer Ueberraschung gefühlt, daß sie an Ort und Stelle ihre Beute untersucht hatten. CZ fanden sich theils ganz '.labe dem Wagen auf der Böschung der Löschung der Chaussee, theils im Graben unter dieser zerstreut der Vriefbeutel und die aus demselben entnommenen Briefe vor. die meisten hatten die Räuber uneröffnet fortgeworfen, von wenigen, in denen sie wohl eine Geldeinlage vermuthet hatten, waren die Kuverts zerrissen; aus einigen Geldbriefen war das Geld herausgenommen, die Briefe selbst waren fortgeworfen worden. Außer dem zerrissenen Draht hatten die Räuber nichts zurückgelassen; sie hatten sich nach vollbrachter That entfernt. Wohin? In welcher Richtung? Darüber fehlte jede Spur; aus dem steinigen Waldboden war eine solche nicht zu verfolgen. Die Gendarmen gaben sich vergebliche Mühe, auf der Chaussee und ring um im Walde nach Fußspuren, die ihnen die weitere Verfolgung ermöglicht hätten, zu suchen. Erst am frühen Nachmittag kam die Nachricht von dem Postraube nach Waldhausen. Der Postmeister von Nonne.?thal brachte sie selbst, er theilte fernem Kollegen in Waldhausen alle Details mit, welche die vorläufige Untersuchung am Thatorte ergeben hatte. t 5om PostHause aus verbreitete sich das - Gerücht über das Städtchen, es flog vcn Mund zu Munde, rn unglaublich kurzer Zeit wußte jedes Kind in WaldHausen von dem frechen Raube beim Steinernen Kreuz. Wo hatte man die Verbrecher zu su- ? chen? Auf die Frage gab es in Wald. Hausen säst nur eine Antwort. Der Amerikaner war der Räuber, Er hatt: das Verbrechen geplant, und er hatte es mit einem seiner nichtswürdigen Genossen ausgeführt! Schon ehe noch irgend ein Grund vorlag, gerade auf den Amerikaner einen Verdacht zu - werfen, war dieser i schon in Aller Munde. Er würde

1 laut ausgesprochen in allen den kleineren und größeren Menschengruppen, die sich auf derStraße und auf dem Marktplatz, vor dem Postamt und vor dem Gasthaus zum Greisen gesammelt hatten. Bald genug wurden auch Um-

stände bekannt, welch: nur dazu dienen konnten, den allgemeinen Verdacht zu verstärken. Man erzählte von dem Draht, der über die Chaussee fortgespannt worden war, um die Pferde zum Sturz zu bringen, da theilte Kaufmann Saönberg mit, daß vor wenigen Tagen erst der Amerikaner von ihm eine größere Quantität eines sehr starken Drapes erhalten habe, den er verwenden wolle zur Einfassung und zum Schutze einer kleinen Schonung, welche er auf einer Waldllöße nicht weit vom Rothen Hause angelegt habe. Solchen Draht besaßen wohl nur wenige, er gab einen . deutlichen Fingerzeig, wo man denVer ! breche? zu suchen habe. Von der Post aus verbreitete sich j gleich durch die Stadt eine zweite Nachricht, die fast noch schwerwiegender war. Eine große Beute hatten die Räuber nicht gewonnen, die Post hatte heute nur wenige, ganz aeringe Sumnin enthaltende Geldbriefe befördert, aber es war nur einem glücklichen Zufall zuzuschreiben, daß der Raub nicht ein viel größerer geworden war. Gestern hatte der Sägemüller Schmitz einen mit 1000 Thalern beschwerten Geldbrief an den Kaufmann Ulrich in Nonnenthal der Post übergeben, auf diesen Brief hatten die Räuber es offenbar abgesehen; aber durch eine glückliche Unachtsamkeit des jungen Postexpedienten war der Brief liegen geblieben, er sollte erst mit der nächsten Post nach Nonnenthal entsend:i werden. Daß der Brief nicht abgesendet war. konnte außer dem Postezpedienten selbst Niemand wissen, aber auch daß er abgesendet werden sollte, wußte außer den Postbeamten Niemand als' der Absender selbst, der Sägemüller Schmitz, und dessen treuer Freund, der Amerikaner. Der Sägemüller hatte gestern, als er den Brief zur Post gegeben hatte, dem Postmeister freudestrahlend erzählt. a L. P sW t oag er ourcy oiese Avsenoung einer schweren Sorge ledig werde. Er habe vor zwei Jahren sich von dem Kaufmann Ulrich in Nonnenthal tausend Thaler borgen müssen, um einen U:n bau in seiner Sägemühle bewirken zu können; der Ulrich aber sei ein abscheulicher Wucherer, dem er kaum zu erschwingende Zinsen habe zahlen müs fen. Da habe er sich in feiner Noth an feinen Freund, den Amerikaner, aewenoet und oer voriresfiicye, eoelyerzigi Mann habe ihm auch sofort geholfen. a s t i fp t thm gegen einen einfachen Schuldschein und ganz billige Zinsen das Kapital gegeben. Der Amerikaner wußte also, daß das Geld nach Nonnenthal abgehen sollte, er konnte es wohl ohne Gefahr geben, da er sicher war. es durch einen kühnen Handstreich in der Nacht wieder zu haben. Die Post hätte es ersetzen müssen, nur ein glücklicher Zusall hatte dies verhindert. Ja. der Amerikaner war der Näuber, dessen war man sicher in Waldhausen und ein zweites Verbrechen hatte er fast zu gleicher Zeit auf sein Geniis?:n geladen. (Foriskhtmg soll t. lH Berliner Briefe. To W lh l:n Kaufmann. (Fortsetzung und Schluß.) Und so etwas schreib! nicht etwa ein Karlchen Mlßinck, der von teurer Fa milie nach Amerika begnadigt" worden ist und sich nun redlich vom Freilunch in den Kneifen der Bowery ernährt, sondern der in Amerika gewesene" und sur das amenlanlsche Departement an gestellte Redacteur eines der vornehm sten und gediegensten Blätter Deutsch landA. Die vier oder fünf Millionen Deutsche, welche wahrend der letzten dierzig Jabre nach Amerika aezoaeä sind, und von der die überwältigend: Mehrheit drüben erst - kennen gelernt hat, was eine Heimath ist. könnten der Nationalzeituna" ganz andere Geschichten austischen. Ich brauche auf den ob'.aen Quatsch nicht naher elnzu aehen u?:d habe nur ein paar Ausru fungeichen in die Schilderung einge streut. Nun kommt der Horwitz'sche Haupttrumpf. Was unterscheidet das deutsche Weib hauptsächlich von dem ame !rji nu c.r..i. i s. rni nianija;cn& vuinuun. yjzz Wäscheschrank." In Amerika bat l man kein Verstai:dnlß für dt: Lc:n?n. i itEruarincrei urt ücui ojcii trau, zu r ji r w i r je ' rti l lenfalls kommt man mit dem aus. roas man aeradetraat. und zur Noth hat man eine zweite Garni tur". Wenn das vielleicht auch nicht geschrieben wurde, um zu insinuiren. daß die amerikanische Hausfrau eine schlampiae. unordentliche Wirthschafte rin ist. so werden doch die Leserinnen der Nationalzeltung" schwerlich 'einen anderen als zenen Eindruck davon erhalten. Weiß denn Herr Horwitz nicht, daß Amerika das Land der Baumwolle isi und daß schon in Folge dessen das drüben so tbeuere importirte Leinen . weniger im Gebrauch sein muß? Weiß er auch nicht, daß die Amerikanerin die 'Hände über dem Kopfe zusammenschlägt, wenn sie erfahrt, daß , man m deutschen Häusern alle Vierteljahr einmal große Wäsche hätt? Was würde die Amerikanerin erst sagen' wenn sie wüßte, daß nlan in vielen besseren deutschen. Häusern die Bettwäsche alle drei oder gar alle vier Wochen wechselt, dak man' in Bezug auf schmutzige Hand- und Tischtücher in Deutschland ton einer geradezu kindlichen Vorur toeilslosiakeit beiüelt ist? Die Wa cke welche so selten kommt, wird ja so rie seiiaroß. da muß man sparen! Es würde aar nicht so schwer werden. wollte man nachweisen, daß der so viel besungene deutsche Wäscheschrank und das damit ena zusammenhangende In siitut der Quartalswäsche dem Sinne für Reinlikeit eber' nnchtbeilia. als

forderlich ist. Je öfter der Wäschtag kommt, in Amerika alle Woche., desto schmucker wird es auf dem Tise und jn der Kammer aussehen. Kennt Herr Horwitz übrigens die blitzblanken, hellen, freundlichen Schlafgemächer des amerikanischen Mittelstandes? 'Er vergleiche sie mit Berliner Schlafstuben. Die entsetzlichen Dinqer, welche man in Vcrlin Dienstboten - Schlafstellen nennt, und! welche im Miethscontract als Zubehör der Wohnung aufgeführt werden, meine ich nicht, sondern die Zimmer, in denen die Mitglieder der besser situirten Berliner Familien ihr Nachtquartier aufzuschlagen - pflegen. Uebriaens hat Herr Horwitz die Frage ausgeworfen, was das amerikanische Weib besonders von dcm, deutschen unterscheidet. Er hat den Wäscheschrank genannt und ich glaube nachgewiesen zu haben, daß dieser Vergleich' nicht zu Ungunsten der Ameri1xnr'n LknNr ?nn nifif 5 sin

äUHVlll MM WM I ? r w w w w j weit wichtigeres Ding im Haushalte, i c r p . i. . i r.r. ! weicyes oen egeniaiz wen oer icnuzeichnet. Das Ding heißt Badezimmer. Die amerikanische Hausfrau kann ohne ern solches nicht leben, die deutsche Hausfrau die oberen Zehntausend ausgeschlossen!. kennt das Badezimmer nur vom Hörensagen. Zwar, es ist wahr, es hat noch kein Dichter das Badezimmer besungen, während der Wäscheschrank zahllose Barden in die Schranken gerufen hat ich citire mit Horwitz nur einen: Geblüht; im Frühlingswinde, Gebleicht aus grüner Au, So liegt es nun im Spinde, Der Stolz der deutschen Frau.Aöer das amerikanische Badezimmer wird trotzdem die Welt erobern, wenn auch leider langsamer, als die auch noch von keinem Dichter besungene, aber ungezählte Millionen von Frauen aus der Sklaverei erlöst habende amerikanische Nähmaschine es .gethan hat. Und den poesieumwobenen Wäscheschrank wird man stellen zu dem poetischen Spinnrocken und zu dem von Seufzern gesättigten Handweoestuyl, und die Welt wird immer besser und schöner und fröhlicher werden, weil sie immer praktischer, vernünftiger, bald hätte ich geschrieben amerikanischer wird! Aber auch die amerikanischen Manner kriegen von Horwitz einen Mückenklappenschlag. Er ertheilt ihnen in der ernsthaften Nationalzeltung" folgenden Klaps: Bei uns wird es als ein schlechter Witz colportirt, daß em Stu dent seiner Waschfrau jede Woche das Verzeichniß gegeben, auf welchem nach Aufführung einer Anzahl kleinerer Stücke als letzter Schatz des Jnventariums, immer aufgeführt war:. da 3 Hemde". Man erzähle einmal diesen Witz in rein amerikanischer Gesellschaft und es wird Viele geben, die darude. nicht lachen. Sie würden kaum entdecken. worin denn der Witz liegen soll, und ihn überdies dann wirklich für einen schlechten halten." Herr H. sollte doch wissen, daß die Männer im Badezimmerlande" sehr viel auf sich halten, ferner daß es in Amerika im Sommer ganz unerläßlich ist, das Oberhemd wenigstens einmal im Tage zu wechseln, daß die sonst so praktischen und bewährten Jäaerhemden deshalb in Amerika keinen Emaana finden konnten, weil sich der Re'ilichkeitsbegrisf deö Amerikaners nicht damit abfinden konnte. Vielleicht weiß er da? Alles, aber sein Amt ist ja, wenigstens nach seiner Auffassung, die Amerikaner als halbwilde Menschen zu schildern. Zu verwundern ist nur, daß er diesen amerikanischen Männern nicht den Familiensinn abspricht, daß er nicht seineMißbllligunq darüber äußert, daß der amerikanische Familienvater den Stammtisch mit seinen stundenlangen Abhandlungen nicht kennt, daß der bis weit über die Mittagszeit hinaus ver länaerte Frühschoppen lerne Reize sur diesen Barbaren hat. daß der Amerikaner philiströs den Abend im Kreise der Seinigen hocken bleibt und nicht, wie es ein'im deutschen Gentleman geziemt, von 8 bis 12 regelmäßig in der nach sten Kneipe verbringt, während die fleißige, entsagungsvolle deutscheHauS frau bei der denkbar sparsamsten Be leuchtung beim Strümpfestopfen,' und bei der Ergänzung des vielgeruhmten Wäscheschranks sich die Augen verdirbt. Ach. wie schon hatte sich das deutschge färbte Bild des amerikanischen Haus Philisters noch im Rahmen , bii Hör witz'schen Schilderung ausgenommen! Und nun gar den amerikanischen Haus vater. der, mit dem Korbe am Arm, auf den Markt geh! und dort einkauft! Auch diesen, nach deutschen Begriffen exemplarischsten, aller Pantoffelhelden hat Serr Horwitz -zu schildern vergessen. Hoffentlich holt er das Versäumte noch nach. Das Bild der Schmähung des amerikanischen Familienlebens muß doch vollständig werden. Aber wenn auch das Alles weggelas sen ist, das dicke Ende kommt noch nach in dem Horwltz'schen Artikel. Natürlich muß er ja einen effektvollen Schlutz finden und wer böte ihn besser dar als der amerikanische lrisendahn Desperado und der amerikanische Le: chenräuber? Man denke sich daS.Grufeln des Nationalzeitungs' - Lesers, wenn ihm nach all' dieser merikanischen Pietätlosigkeit, , dem Wäscht schrank - Mangel, Ein-H:msbei mi angedeuteter Schlamperei, Unreinlich feit und Unwirthschastlichkeit, nun noch der amerikanische Roauagent . mi sechs Revolvern, Dolch, Blendlaterne und Schlapphut, sowie dann sogar noch der der st i cf e n r n u fr r vor ritten wird. Wenn der arme e ser noch nicht, in' die. Verabscheuuna 2Uts Amerikanischen hineingehulldosimorden ist, der Leichenräuber , und der Eisenbahnmordskerl, wird ihn seit len" man verzeihe diese beiden Ame rikanismen. aber ich finde in der iurfprache der Wäscheschrank Poeten kaum den richtigen Ausdruck, obschon ich - das wissen meine Leser aus sru heren Artikeln trotz der forigesetzten deutsch.andischen Schmähungen memeZ ildoptivvaterlandes ein guter Deutscher zevlieven bin. Herr H. schreibt: . Bet vielen Dingen, die uns in Amerika -fcblechterdinaZ . . unbeärelklicb er-

scheinen, isi es immer die Pietäilosigkeit, aus welche man als letzt: Ursache und als Erklärung stößt. Sie macht nicht vor den Lebenden Halt' und verschont die Todten erst recht nicht. Jn Sizilien und Albanien bemächtigen sich die Räuber der Reisenden, schleppen sie in ihre Verstecke und liefern sie innerhalb einer, bestimmten Frist gegen ein Lösegeld wieder aus. Jn Amerika ist man civilisirter. Da ceht der Eisenbahnräuber mit dem vorwärts gerichtet:n Revolver durch den Z'??. befiehlt den Reisenden, die Hände hoch zu halten. durchsucht ihre Taschen und nimmt den Inhalt der Geldvost. Aber die Reisenden selbst rübrt er nicht an. Die könnten unter Umständen doch Lärm schlagen. Wenn er für die Auslieferung von Angehörigen Geld verlan?.t, dann wirft er sich auf den Leichenraub." Und ich gebe Herrn Horwitz die Versicheruna, daß der Eisenbahn-

räuber auch in Deutschland sein Handwerk betreiben würde (an der nöthigen Brutalität fehlt es leider nicht) nenn es daselbst unbewachte und unbewohnte Fahrstrecken gäbe, wie sie es m amerikanischen Westen, geben muß. Aber, weshalb wundert sich Herr Hörwitz nicht darüber, daß in Amerika derartige Fahrstrecken existiren, daß drüben die Eisenbahn erst den Bau der Städte und Ansiedlungen hervorzauberte, daß die Schienen der Pacificbahn gelegt wurden, als noch der Büffel Herr der Prairie war, daß die Inge nreure, welche in Kansas und Colorado die Bahnen ausmaßen, beständig im ttampse mit den Sioux und Apaches agen und trotzdem ihre Aufgabe lösten, weshalb kann er von dem doch gewiß staunenswerthen amerikanischen Eisenbahnsystem nichts anderes entdecken, als im fernsten Westen dessen unlebsame Beigabe, den gelegentlichen Räuber? Einfach, weil es Horwitz's Geschäft ist, nur die schw'ärzestenSchaten des amerikanischen Lebens mit den allerschwärzesten Strichen Wiederzugeden. sur die unermeßliche Füllendes Lichts, da der amerikanische Unterhmungsgeist und die amerikanische Thatkraft ausstrahlen, aber vollständig blind ist. Und nun die Leichenräuher! Weil die Leiche des New Yorker Mlllwnars A. T. Stewart gestohlen wurde und weil die Wittwe für diei falsch: Leiche (ihres Gatten) das Bluteld von $100,00) nicht an die Räuber zahlen wollte, deshalb gilt Herrn Horwitz die Wittwe pietätlos und nach dem Vorbilde jenes von einem rothhaarigen Kellner bedienten, Engländers, der in sein Tagebuch schrieb: Alle Deutschen sind Kellner und' alle haben rothe Haare," gilt ihm die ganze amerikanisch: Nation für Pietätlos. Hat Herr Horwitz niemals einen amerikanischen Friedhof gesehen? Hat er nie bemerkt, welche Pietät dort aus den Anlagen, aus den Denkmälern spricht und aus den Familiengrabstätten, welche in Amerika die Regel und nicht, wie in Deutschland, die AuSnähme sind? Ich lege gern die Feder aus der Hand. Ich furchte fast, daß ich .das armselige Geschreibsel eines, wer weiß, aus was für Gründen von Amerika zuruckgewanderten Schreibefaxen viel zu ernst genommen habe aber die Thaisache, daß derartige Schmähungen tn einem durchaus ernst zu nehmenden, vornehmen und einflußreichen Blatte erscheinen, wird diese Excursion rechtfertigen. Der olle ehrliche Seeman n , ver im annoversuzen !-pie-krprocek wegen gewerbsmäßigen Hazardsspiels und Betruges beim Rouleite' zu zwei Jahren Gefängniß und 2000 M. Geldstrafe verurtheilt worden war. ist im Bezirksgifängniß zu Hameln gestorben. 2) 3 lebendige Koursblast. Bankier (von der Börse kom. mend, zu seiner jungen rau): Wa rum blickst Tu mir denn so aufmcrk sam in das Gesicht, Mcta? ?Junge Frau: Ich studirc die Courfe! 21 ii ch ein Berühmtheit. Hrau Müller: Meinen herzlichsten lückn!unscb, liebe Frau Meier, also haben Sie wirtlich dcn Haupttreffer in öer P.crd.lticrie c;e.nc.cht. Tii gclne Sta5t spricht von Ihnen. .näu Zitier: Nicht wahr, schau 'n c , cc2 lab l.u nur schon immer ge iiui.cht, tinu'al recht Lciuhtnt ZU uiet Öt'U ? Bedenken Sie, daß die Wiöcnson Central Bahn un bedingt daö Zutrauen .deö Publikums befitzt, da sie bei Weitem die populärste &nie zwischen Chicago, Milwaukee, st. Paul, MinneapoliS. und dem Nordwesten ift und fernerhin als die Pullman Linie zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plätzen am Superior See angesehen wird. Bedenken Sie ferner daß die Wiö confin Central die bedeutendsten Punkte in Wiöcoufin berührt, mehr Geschäfts plätze erreicht alö irgend eine andere Linie im Norowesten, daß der Speise agen feiner ausgestattet ift als irgend einer ber anderen Linien. . Für weitere Auskunft alö, Raten, Routen, wenden Sie sich an ben nach ften Ticket Agenten oder an Saö. C. Pond, Gen. Pass. Agent, Milwaukee Wit elephon 1269-Unttrstüt die 10 CO - OPERATIVE S a u n d r y, betriebe v Noion AasdS. o. 158, 140 und 14 Virginia verue. T. E Somerville, Manager. Brlll'S Dampf - Färberei. tadlirt1371.) tTTtn!Ictfeer gereinigt, gefärbt uafc ttftartTt. Damenttkider gereinin und efSrbt ohne dtefel be zu zertrenne. Evtvenvorhäns u. Ehenilie vorttere gereinigt. (Llaeee Handschuhegerei, uigt. Waare erde dgehiit d aigtlikfert 3 23 Massachusetts venue. - Ztveiggeschiift : JlluuU Strato

Feuer

Alarm SigMe. 4 Pennsylvania und Markst. 6 Enc;lish5 Opernhaus. 6 (ras: und New Fork. 7 Noble und Michigan. 3 Siem Jerfeystr. und MaffaSusetS Av. 9 Pine und Norlh. 10 Äarkct und Pme. 11 Hauptquartier des Feuer'Devart'mtS. 12 St. ölair und 6ist Str. 12 No. 2 Spr'nhS. Mass. Are. nahe Nokle 13 Delaware Str. und 7ort Waune Ave. Warane Ave Ave. m 17 P;rk Ave. und Auüer Et?. 18 Columbia und Ttalott Äre. 19 Ärchcr und John Str. 23 No. !, Schlauchhaus. Ash und 7. Sw 24 Alabama und Siebente Str. 25 Central und Lincoln Avenue. 26 Sandes Str. und Lincoln Ave. 27 Columbia und Hill Ave. 25 Central Ave. und Achte Str. 29 8lu5steUungs-Cebäude. 31 Alabama und Morrison Ctr. 132 Rohampton und Achte Str. 34 College Ave. und Zehnte Str. 35 Home Ave. und De!arvare Str. 133 Alabama und North Str. im ytewmann und Achte Str. 163 College Avenue und Jrm. zi JllmolS und St. Joseph Str. 23 Pennsnlvannia und Prall Str. 24 Meridzan und Zweite Str. 25 No. S Evr'nhauS, 6. nahe JlllnoiSstr 26 Mississiopi und St. Elair Str. 27 JllmoiS und Michigan Str. 23 Pennsylvania und Künste Str. 29 Missis.ivvi und Vierte Str. 212 Tennesiee und William Str. 213 Pennsolvo nia und Micbian Ctr. 214 JllinoiS und Herbert Str. 215 Waisenheimath für Farbige. 216 Tennessee und Erste Str. 217 Meridian und Siebente. 213 Clissord und Jefferson Avenue. öl Vto. 1 Spr'nhs.. Ind. Aoe. u. 32 Meridian und Walnut Ett. 3-4 California und Vermont Str. 33 Vlake und New York Str. 36 Jndiana Ave. und St. Clair Str. 37 Ctadt.Hospital. SS Blake und North Str. 39 Michiaan und Aaneö Str. 312 West und Walnut Str. 313 West und Dritte. 314 Siebente und Horoard Str. 315 Tovbet und Paca Str. SIS Tennessee und 1. Straße. 41 No. 6 Spr'nhauS. Wash. nahe West Sfr 42 Geißendors und Washington Str. 43 Missouri und Nero York Str. 45 Meridian und Washington Str. 4g JllinoiS und Ohio Str. 47 Tennessee und Washington Str. 43 Kingan's Schlachthaus. 49 Jndianola, 3 Souares vom ftlufc. 412 Missouri und Maryland Str. j t rtvi rr r.r . -?- -r . u Attlininp?! UNO Waoaiy rr. is Morris und Clzurch Err. 421 0. 2. u. W. RundbauS. estl. vom Flui 123 Irren'Asyi. 124 Miley Aoe. und National Stoad. 51 No. 4 Spritzenhaus, JllinoiS u. Merrill 52 Illinois und Louisiana Str. 53 West und McCarty Str. 64 West und South Str. 56 Mississippi und Henry Str. 57 Meridian und Ray Str. 53 No. 10 SchlauchhZ, MorriS u. Mad. 8fc 59 Madison Ave. und Dunlav Str. 512 West und Rockmood Str. 513 Kentucky Ave. und Merrill Str. 514 Union und Morris Str. 516 Illinois und Kansas Str. .17 Morris und Takota Str. 513 MorriS und Church Str. 319 Tennessee und McCarty Str. 521 Meridmn und Palmer Str. ;23 MorriS Ctr. und Gürtelbahn. 524 Madison Ave. und Minnesota Str. bi vio. 2 Haken u. LelterHaus, Southstr. 62 Pennsylvania Str. und Madison Ave. 63 Delaware und McCarty Str. 64 (rast und McCarty Str. 65 New Jersey und Merrill Str. 67 Virginia Ave. und Bradlha Str. 63 East und Coburn Str. 69 Pennsylvania Str. und Madison Ave ZI 2 McKernan und Douaherty Str. 813 East Ctr. und Lincoln Lane. 314 East und Bsechcr Str. fi f m.tr. i. r ,r i oio :looie uno ouiy rr. 71 No. 3 Spr'nhaus, Wirg. ve. u. Hweoa 72 East und Georgia Straßs. 73 Ccdar und Elm Str. 74 Benton und Georgia Str. 75 Enalish Ave. und Pine Str. 76 Dillon und BateS Str. 73 No. 13 Spr'nhauS, Prospekt u. DilloT 79 letcher Ave. und Dillon Str. 712 Epruce und Prospekt Str. 713 Cnglish Ave. und Laurel Str. 714 Willow und Olive Str. 715 Shelby und Beecher Str. 716 Deutsches Waisenhaus. 713 Orange und Laurel Str. 721 Lexington Avenue und Linden Straß 7,23 Metcher Avenue und Spruce Straße. 724 Tucker und Dorsey's Fabrik. SI Market ur.d Neu, Jersey Str. 32 Washington und Delaware Str. 83 East und Pearl Str. 34 New Nork und Davids. 35 Taubstummen Anstalt. 86 Ver. Staaten Arsenal. 37 Oricntal und Washington Str. 89 Frauen'Reformatorium. 312 No. 8 Schlauchhaus, Ost Ossi. Sfc. 813 Market und Noble Str. 914 Ohio und Harvey Str. 315 Arsenal Avenue und Ohio Straße. 321 Pan Handle Eisend ahn. ShopZ. 323 Walcott und Harter Str. 91 No.7 Spr'nhauS, Mary land ncche Merid 92 Meridian und Georaia Str. 3 Meridian und Süd Str. 94 Pennsylvania und Louisiana Str. 95 Alabama Ctr. und Virginia oe. Spe, ial, Signale. Ersten 2 SchlZae, zweiter Man. Zweiten 2 Schläge, dritter Alar. Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1 Feuer aus und Schlauch aufaewiikd o rr r. r t . m.. t . m 1 o u,lugc, weniger Zwaizerorucr. 8-3 mehr Wasserdruck. 12 Schläge. 12 Uhr Mittag. ST Die ersten 12 Signale werden voll ständig auSgeschlagen, bei den folgend werden die Hundert, Zehner und uine LMcrn getrennt gegeben. CARL PINGPANITS Deutsche Buch - Handlung 7 Eüd.Alabanls Ctraße. Bestellungen und MonnnnentS aus all im In und Auslande erschewenden Vücher und Zeitschristen werden angenommen und prompt abgeliefert. An und Verkauf alter Bäch. Sozialistische Liters.

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