Indiana Tribüne, Volume 18, Number 116, Indianapolis, Marion County, 14 January 1895 — Page 2

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Jndiana Tribüne. -

Erscheint Täglich und Sonntag?. Die täzl'.che Tribüne kostet durch den TrSger 23 der.iS per Woche, die Eonntag5.Trib2ne" 6 Cent? per Woche. Beide aifecnneu IS Cent? oder eS CentZ perZTkonat. Per Post auberhalb der Etadt zugeschickt in Vorausbezahlung V per Jahr. Office : 13 Süd Zttabama Strafe. Indianapolis, Znd 14 Januar 1895 Tas Mikadothum in Japan. Der Mikado führt seinen Ursprung auf die Sonnengöttin .Llnnatwasu zurück.' Nachdem deren Nachkommen endlose Zeiten im Himmel gelebt hatten. wurde einer von ihnen. Jimma Tenno, Mensch und bestieg im Jahre 60 vor Christus den Thron als erster Kaiser von Japan. Auch die ganze folqende Geschichte Japans und der Mikados ist in den Schleier der Sage ehüllt, der sich erst im 6. Jahrhundert nach Christus zu lichten beginnt. Der Mikado war unumschränkter Fürst, und die alte .Geschichte weiß von grof.en Kriegsthaten mächtiger Herrscher ZU erzählen. Bald aber sollte der Mikado einem traurigen Loose versallen. Während im alten Frankenreiche die entnervten Merovinger durch ihre Hausmeier nach und nach verdrängt wurden, .bereitete sich in dem Antipodenreiche der aufgehenden Sonne dasselbe Drama vor. Die Einführung des Buddhismus und der damit verbundenen chinesischen Cultur wirkte entnervend auf den kaiserlichen Hof. Kräftige Generäle bemächtigten sich der Züael der Regierung und .verstanden es. den Mikado immer mehr von den weltlichen Geschäften fern zu halten. So war es denn schließlich nur eine amtliche Besiegelung seit .Jahrhunderten bestehender Verhältnisse, als Faritomo. der eigentliche Begründer des Schogunats, im 13. Jahrhundert die Trennung der weltlichen und der eistlichen Macht, die erstere unter dem Schogun, die letztere, nur nominelle, unter dem Kaiser zur Thatsache machte. Während nun die Jahrhun derte dahinzogen und die Schogune der Ashikaga und Tokugawa das Scepter schwangen, hauste der Kaiser hinter den Mauern seines Schlosses .von Kvoto, vom Volk als Gott verehrt und angebetet, aber in Wirklichkeit nichts als ein armer Gefangener. Mit der Restauration von 1868 fiel das Schogunat. Der Mikado wurde wieder der Herrscher seines Reiches. Aber in die Öffentlichkeit trat er auch iefct nicht; sichereKunde über ihn drlng selten hindurch zum Volk. So ist es denn erklärlich, daß der Mittelpunkt des monarchischen Bewußtseins nicht die Persönlichkeit des Kaisers ist. sondern vielmehr die Idee des Mikadothums. Man kann es begreifen, daß die Japaner stolz sind auf ihren Mikado. dessen Familie, freilich durch Adoptionen ergänzt, seit undenklichen Zeiten auf Japans Thron saß und thatsächlich die älteste unter den gegenwärtig regierenden Dynastien der Erde ist. Man wird aber anderseits auch verstehen, daß eine auf mythologische Märchen aufgebaute göttliche Verehrung in unserer rationalistischen Zeit bedenklich ist und daß die bloße Idee des Mikadothums ihre Wirkung verlieren mußte, wenn ihr nicht eine Persönlichkeit zur Seite trat, die ebenso sehr die Idee zu tragen versteht wie die Idee die Persönlichkeit. Mit einem Wort.die moderne Anschauungweise, die auch Japan durchdringt, verlanate an Stelle des Gattes einen Menschen und an Stelle der Tibtt eine Persönlichkeit. Der Wechsel mußte vollzogen werden, denn schon begann der Abfall vom Mikadothum bedenkliche Ausdehnung zu gewinnen. Die von der Fortschrittspartei ausgesäten demokratisirenden Gedanken und Schlasswörter, die in dem Streben nach einer Parlamentsregierung na englischem Muster gipfelten, wucherten üvpig, Adressen des Parlaments waren mitunter in solchen Formen abgefaßt, daß sie unter ven in Japan wohnhaften Deutschen von ihrem monarchischen Standpunkt aus geradezu als Maiestätsbeleidigungen bezeichnet wurden, und unter der gebildeten und halbgebildeten Jugend gab es viele, deren Lippen ein eigenthümliches Lackeln umspielte, wenn von. dem Kaiser die Rede war. Wenn somit eine Hebung des monarchischen Bewußtseins durch eine Umgestaltung des bisherigen Verhältnisses der Regierung durchaus nothwendig erscheinen mußte, so konnte ihr eine bessere Gelegenheit nicht werden.' als die Kriegszeit. Es liegt ja doch zweifellss eine gewisse Gefahr darin, den göttlichen Nimbus des Mikado zu zerstören und den Unnahbaren, nur von ferne Angebeteten, als Mens von Fleisch und Blut zu zeigen. Mit Erfolg vollziehen konnte man den Wechsel nur. wenn man den Herrscher als grofcen Menschen zeigen konnte, wenn er so unmittelbar als fürsorglicher Vater seines Volkes erschien, daß sich die Herzen freudig ihm öffneten. Ob es gealückt wäre, wenn man seine Lebensweise in Friedenszeiten im Schloß von Tokio, ausgestattet mit Prunk und aller möglichen Behaglichkeit, vor den Augen des Volkes klargelegt hätte, ist mehr als fraglich. Nun aber, wo er sich von Tokio nach Hiroschima in die Nähe des Kriegsschauplatzes begeben, erscheint er als der Held, der selbst und versönlich diesen so volkstümlichen und glorreichen Krieg führt, als der zu Opfern bereite Vater seiner Unterthanen. der um seines Volkes willen aller Veguemlichkeit entsagt, der weint mit den Weinenden und sich freut mit den fröhlichen, der die Geschicke des Heeres und deS Landes als seine eigenen Geschicke betrachtet. Die Lebensweise des Kaisers in Hiroschima wird in folgender Weise geschildert: D Kaiser steht um 6 Uhr auf und geh! sofort an die Arbeit die ihn, mit kurzen Unterbrejungen für die Mahlzeiten, bis, 11

ff cnö3 o5nt nur em einziges Zimmer, das

ualeich Schlaf-. Etz-, Empfangs- uns ' Arbeitszimmer ist. Er bedient sich nur I ,in?5 WKles. kein Sofa ist in dem Zimmer. Er gönnt sich, trotz alles Zuredens, keine Zeit zum Spazierenaeben oder zu sonstiger Erholung. Jeden Taa um 4 Uhr nimmt er ein Bad. Er enthält sich aller geistigen Getränke, ausgenommen zwei Gläser Nothwein zum Abendessen. Trotz aller Entbehmnq.cn läßt seine Gesundheit nichts zu wünschen übrig." Ein muthkger Pfarrer. Don Jos6 Calleja, der Pfarrer de, Ortschaft Herencia in der spanischen Provinz Ciudad Real, ist nicht nur ein wackerer Seelenhirt, sondern ein muthiger Mann, dem selbst vor einem yalben Dutzend Banditen nicht bange ist. Dies hat er neulich bewiesen, als er in seinem Hause von einer Bande von j Halsabschneidern überfallen wurde. Wie Kerle erwarteten zeoensall mu leichter Mühe gute Beute zu machen, denn .Don Jos6 verwaltet nicht nur die Kirchenkasse, sondern er ist selbst ein begüterter Mann. Er saß gegen 9 Uhr Abends in der Küche, und sein: achtzigjährige Haushälterin hatte eben das Nachtessen aus einem Tischchen neben dem flammenden Küchenherd aufgetragen, als an die Hausthür geklopft wurde. Die Alte öffnete und erblickte einige unbekannte Männer, welche sagten. sie wollten den Pfarrer sprechen, um ihm den Betrag für einige zu lcsende Seelenmessen einzuhändigen. Der Haushälterin kam die Sache verdächtig vor und sie wollte die- Thüre wieder schließen; in demselben Augenblick aber wurde dieselbe gewaltsam aufgerissen und sechs mit Dolchen und Pistolen bewaffnete Männer stürzten hinein. Als der Pfarre? die Banditen hereinstürmen sah, verlor er seine Kaltblütigkeit nicht, sondern bat zunächst, sie möchten der Alten nichts zu Leide thun. Die Banditen zogen ihre Dolche hervor und forderten den Pfarrer auf. schleunigst Geld hervorzulangen. Don Jos6 ergriff nun blitzschnell die unter dem Rauchfang hängende kupserne Oellampe. schleuderte sie mit aller Kraft dem ihm zunächststehenden Räuber in's Gesicht und goß den Inhalt eines am Herde stehenden Wasserkessels über das Feuer aus. Sofort blieb die Küche in tiefes Dunkel gehüllt. Die Räuber tasteten, wilde Flüche ausstoßend, nach dem Pfarrer herum, wagten es aber nicht. UM sich nicht gegenseitig zu verwunden, in der Dunkelheit von ihren Waffen Gebrauch zu machen. Nach einigen Augenblicken furchtbarer Verwirrung, während welcher die Alte ohnmächtig wurde, fühlte sich der Pfarrer von zwei kräftigen Fäusten ergrifsen. Jnstinktmäßig legte er die Hand an die Brust und sofort erhielt er einen Dolchstoß in erstere. Trotz seiner Wunde gelang es ihm, seinem Angreiser den Dolch zu entreißen und Jenen mit einem wuchtigen Faustschlag in's Gesicht zu Boden zu schlagen. Nun lief der Pfarrer behend zur Thür hinaus. und während die Räuber in der Dunkelheit herumtappten und rasten, schloß er von außen die Hausthür mit dem Schlüssel.eilte auf die Straße und schrie aus Leibeskräften: Räuber! Einbrecher bei mir! Hülfe! Leute herbei!" Als die Banditen die Hülferuse vernahmen, bekamen sie Angst und machten sich, zum Fenster hinausspringend, eiligst aus dem Staube. Die herbeigelaufenen Nachbarn begleiteten ihren Psarrherrn nach seiner Wohnung. Die alte Haushälterin ist mit dem bloßen Schrecken davon gekommen. Die Wunde, die der wackere, vierundsechzigsährige Pfarrer in die Hand bekonimen. ist erheblich, aber nicht lebenZgefährlich. Die Sternwarte in Heidelberg. Wie seiner Zeit mitgetheilt, hatte sich die badische Regierung auf Anregung deÄ naturwissenschaftlich-mathemati-schen Facultäi der Heidelberger Hochschule entschlossen, die Sternwarte von Karlsruhe nach Heidelberg zu verlegen und mit der Universität zu verbinden. Man zog dabei in gerechte Erwägung, daß der Heidelberger Universität der unvergängliche Ruhm zukomme, durch die großen Entdeckungen Bunsen's und K'rrchhoff's der Astronomie eine neue Grundlage und Richtung gegeben zu haben, und daß an ihr in der jüngsten Zeit Professor Max Wolf eine Reihe von erfolgreichen Entdeckungen auf dem Gebiete der Astrophysik gelungen sind, die in der ganzen wissenschaftlichen Welt hohe Anerkennung gesunden haben. Demgemäß forderte die Regierung auf dem letzten Landtage die Summe von 80,000 Mark als erste Rate für den Bau der Heidelberger Sternwarte, deren Gesammtaufwand auf 229.000 Mark berechnet ist. Das neue Institut soll auf der Höhe des Gaisberges errichtet werden, die erforderliche Anzahl von Beobachtungs- und Arbeitsräumen, sowie die Wohnungen der Direktoren umfassen und in eine astrometrische und astrophysische Abtheilung zerfallen. Die Abgeordnetenkammer war anfangs dem Plane durchaus abgeneigt. Desto eifriger suchte der Stadtrath, an seiner Spitze der unermüdliche Oberburgermeister Dr. Wilckens, dasselbe zu fördern. Der Stadtrath erklärte sich bereit, das zu dem Neubau erforderliche Gelände unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, einen entsprechenden Zufahrtsweg zu erbauen und zu unterhalten sowie auch was von einschneidender Bedeutung war dem Institut das nöthige Wasser zuzuführen. Diese Liberalität blieb denn auch bei den Landständen nicht ohne Eindruck und ebensowenig die Mittheilung, daß eine Amerik.inerin. Miß Katharine Wolfe-Bruce in New Aork, für den Fall der Gutheifcung des Plans den Betrag von 40,000 Mark zur Anschaffung eines astrophysikalischen Instrumentes ,fü? die Sternwarte ..hochherziger Weise

zugesagt habe, welche Summ: auch in zwischen abgeliefert worden ist. Einstimmig haben nunmehr die Stadtverordneten big Vorlage des Stadtraths gutgeheißen und damit auf's Neue den Beweis geliefert, daß die Bürgerschaft bereit ist. für ideale Zwecke großeOpfer zu bringen. Denn um die Sternwarte auf dem gänzlich wasserarmen Gaisberg mit Wasser zu versehen, muß eine Leitung zum Gipfel gelegt werden, die einen Aufwand von nicht weniger als 110.000 Mark erfordert. Behufs Aufbringung dieser Summe sollen 40.000 Mark dem Reservefonds des städtisen Wasserwerkes entnommener Rest von 70.000 Mark aber durch die Aufnahme eines mit 4 Procent zu verzinsenden und in vier Jahren abzutragenden Copitals gedeckt werden. Mit dem Van der Sternwarte soll nun im kommenden Frühjahr begonnen werden. Und so wird sich in Bälde auf den grünen Hügeln, von denen aus der geistig; Blick des Menschen zum ersten Mal in die unermeßlichen Weltträume gedrungen ist mit der Einsicht, wie die chemische Natur der Weltkörper zu entziffern sei. eine neue, wissenschaftlicher Forschung gewidmete Stätte erheben, die die Erkenntniß des Weltraums fördern und der altehrwürdigen Nuperto-Ca-rola zu neuem Ruhme gereichen wird. Oer Fortschritt in der Türkei. Es ist lohnend, den Aufschwung, welchen Industrie und Handel, Kunjt und Wissenschaft im Innern der Tür. kei seit Jahren genommen haben, mit regem und sympathischem Interesse zu verfolgen. Ueberall werden Bahnen gebaut. Telegraphen eingeführt, neue Straßen angelegt, Quais, Häfen und Kanäle und Fabriken aller Art geschaffen. Vor Allem schreiten die Eisenbahnbauten rüstig vorwärts. Die Linie Saloniki - Konstantinopel geht ihrer Vollendung entgegen. Die Zweiglinie der anatolischen Eisenbahn von Eskischehir nach Koniah gedeiht nicht minder. Die Strecke von Eskischehir bis Kutahia ist vollendet. Diese Bahn darf ein besonderes Interesse' beanspruchen. Gegenden, die bisher nur ein gutes Feld für Räuberbanden geboten haben, werden nun dem Verkehr der Civilisation erschlossen, kommen in directe Berührung mit Cultur und europäischem Leben. Die Salzsteppe von Koniah ist eine Oedniß ohnegleichen. Dreißig Stunden weit." klagte schon Moltke. erblickt der Wanderer keinen Baum, keinen Strauch, und meilenweit kein Dorf, kein Haus, kein Ackerfeld...." Nun wird das anders. Die Steppe auf welcher zahllose Karawanen durch die Unwirthlichkeit der Natur oder durch menschliche Raubgier zu Grunde gegangen, ist kein Hinderniß mehr des freien Verkehrs, sondern ein Bindemittel desselben. In der Oedniß erwacht ein unerhörtes Leben. Da kommen' Truppen von Arbeitern, riesige Eisenlasten, da erscheinen kundige Ingenieure und Architekten und ein wunderbares Bild geschäftigen Treibens, menschlichen Könnens entfaltet sich in der Wüste. Und nicht lange wird es dauern, und quer durch die Salzsteppe von Koniah braust die siegreiche Locomotive . . . : Wer vermag es zu sagen, mit welchen Schwierikeiten hier zu kämpfen war und noch zu rechnen sein wird? Dort können kühne Räuberbanden ganze Eisenbahnziige überfallen, große Stationen angreifen und plündern. Die Baugesellschaft rechnet mit solchen Möglichkeiten und die Regierung fürchtet sie. Deshalb werden der ganzen Strecke entlang Kasernen errichtet, und während die Eisenbahncompagnie die Kosten hierfür trägt, stellt die Regierung dieTrupden bei. Große Eisenbahnbauten finden ge genwärtig in Syrien statt. Der Vollendunz entgegen geht die Strecke Da-maskus-Hauran. Das Stück von Damaskus bis El Zerib wird bereits bcfahren in knapp drei Stunden; noch vor wenigen Monaten aber brauchte man drei Tage, um vom einen Ort zum anderen zu gelangen. Ferner wird Beyrut mit Damaskus verbunden. Es sind welthistorische Gegenden, umflossen vom Schimmer großer, erhabener Ereignisse sie werden aus ihrem jahrhundertlangen Schlaf aufgeweckt durch den Pfiff des Dampfrosses. Welche Wandlung, welche Wunder. Die Wunderstädte haben bisher kaum noch solche Wunder erlebi. Mit welchen Gefühlen wird man aus dem Eisenbahnwaggon hinausschauen auf die hier durchbrausten Gebiete, auf die Ebene von 'Hauran, auf die Häuserzinnen von Damaskus, auf den Quai von Beyrut. Da sieht man Hunderte von verlassenen Städten und Dörfern liegen, zertrümmert und mit Schutt bedeckt. Wird es möglich werden. Dank der Eisenbahn und der mit ihr einherziehenden Cultur, eine neue Blüthe zu erwecken?... Von Projecten. die erst der Genehmigung harren, sind zwei hervorzuheben: Eine Gesellschaft will eine Bahn von Panderma nach Balikesser. eine andere wieder eine Bahn von Samsun nach Siwas bauen. Beiden Projecten steht die Reg-ierung freundlich gegenüber; die Unternehmer sind Franzosen, Belgier und Engländer. Groß ist die Zahl der Häfen und Quais, welche theils vervollkommnet. Heils ganz neu geschaffen werden. Eine bedeutende Blüthe scheint in dieser Hinsicht Beyrut bevorzustehen. Dort wird energisch nach allen Richtungen gearbeitet. Beyrut mit seinen hunderttausend Einwohnern ist schon heute die wichtigste Handelsstadt von Syrien. Der Hafen ist vorzüglich, die Bucht bietet auch bei wildem Wetter Schutz und Ruhe. Die Stadt ist noch beinahe ganz unberührt von europäischer Cultur. Es ist ein echtes Stück

bunten Orients, malerisch im Innern und malerisch gelegen zwischen dem dunkelblauen, Meer und dem Libanon. Die Häfen von-Bartin, Jneboli und

Kos werden beinahe völlig neu geschafsen. Der letztgenannte Jnselhafen' hatte im Alterthum eine weite Berühmtheit. besitzt aber heute kaum einigc Bedeutung. Nun hofft man. diese durch moderne Vergrößerung und Vervollkommnung wieder zu gewinnen, lind das gesunkene Kos zu neuerBlüthe W bringen, zum Handelscentrum des ganzen Archipels zu gestalten. Kos war einst berühmt durch seine köstlichen Weine, seine wohlriechenden Salben. seine zarten Gewänderstoffe und zuletzt, aber nicht in letzter Reih?, durch seine berühmten Männer: Ptolemäos Apelles. Hippokrates. Selbst im fernen Arabien ruht die i:tz! erwachte rastlose Thätigkeitslust nicht. Der Pilgerhafen Dscheddah, der Vorort des heiligen Mekka, selbst dieser strebt nach den Segnungen mokerne? Reformen. Unter großen Feierlichkeiten fand vor Kurzem die 'Jnaugurirunz der dortigen Quaiarbeiten statt und daß die profane Locomotive den frommen Moslim nach dem heiligen Mekka trägt, ist nur eine Frage der Zeit. Merkwürdige Projekte. Seit einiger Zeit findet man in gewissen Tagesblättern Mittheilungen sogenannter Patentbureaus iir neue Erfindungen, die sich zum großen Theil durch sachliche Unkenntnik ihrer Ein-

l sende? auszeichnen und geeignet sind, bei dem nichtfachmanmschen Publikum völlig i??ige Anschauungen jhervorzurusen. Mit welchen plumpen Projecten solche Patentbureaus das Publikum an der Nase herumführen, möge hier an zwei Beispielen gezeigt werden, die sich beide auf Schiffe beziehen. Nach dem einen Project sollen Kriegsschiffe auf hoher See dadurch unsichtbar gemacht werden, dafe man auf ihnen Reflectoren anbringt, welche die Meeresoberfläche, d. h. deren Farbe zurückwerfen und so aus großer Entfernung den Schein einer freien See erwecken. Die Beschreibung ist so unklar gegeben, daß Nieman); daraus klug werden kann, ob der geniale Erfinder" dieser Idee meint, es genügten einige Reflectoren" an Bo?d eines Schiffes, ode? ob e? glaubt, diese Reflecto?en müßten den ganzen Rumpf desselben bedecken. Im ersten Falle würde, wie Jeder sogleich einsieht, die Hauptsache, nämlich der große Schiffsrumpf, ungedeckt bleiben; wenn aber de? wacke?e Mann meinen sollte, daß man den ganzen Rumpf eines modernen Panzers rings herum mit Spiegeln behängen möge, so hat er von der Ausdehnung und Dauer einer solchen Verglasung doch nur eine höchst naive Vorstellung. Außerdem würde bei sonnigem Wetter ein derart spiegelgepanzertes Schiff durch den Reflex des Sonnenbildes in den Spiegeln sich gerade sehr weit und deutlich sichtbar machen. Die Geodäten und Astronomen bedienen sich seit langer Zeit eines Instruments (des Heliotrops), welches im Wesentlichen darauf beruht, daß ein Spiegelchei; von ein paar Zoll DurchMesser durch den Reflex der Sonne meilenweit als Signalpunkt gesehen wird (in einem Falle bis auf ca. 95 Meilen). Vielleicht kennt nun der scharfsinnige Erfinder der Schiffsbespiegelung ein Mittel, diesem fatalen Umstände 'zuHilfen; indessen wird dies wen!, helfen, wenn er nicht auch den Dampf aus den Schornsteinen unsichtbar zu machen versteht, denn gerade diese Dampfsäul:n sind die größten Verräther der K?iegsschiffe. Das wissen die malayischen Seeräuber sehr gut, denn wenn sie den Rauch der verfolgenden Dampfer am Horizont sehen, lange bevor infolge der Kugelgestalt der Erde der Rumpf dieser Schiffe sichtbar wird, so steuern sie mit ihren niedrigen Prauen rechtwinklig zu? Richtung des Dampfercurses und verbergen sich hinter der Wölbung des Oceans. Ein Zweites, ebenfalls von einem UNternehmenden Patentbureau in die Blätter geb?achies P?oject bezieht sich auf ein neues Dampfschiff - System, daS angeblich von einem französischen Schiffsbauer Bazin vorgeschlagen und idom Contre - Admiral Coulombaud für beachtenswerth erklärt worden sein soll. Nach diesem Project soll ein Schiff gebaut werden, das aus vier Paar großen, hohlen, linsenförmigen Vlechrädern besteht, die paarweise, wie die Räder eines Eisenbahnwagens, miteinander verbunden werden. Die Achsen sind an einem kastenförmigen, höhlen Blechrahmen befestigt, dessen Oberfläche das Verdeck bildet und die Maschine trägt, welche die Räder in Umdrehung versetzt. Man kann sich im Rohen eine Vorstellung des neuen Dampfschiff - Systems" machen, wenn man sich einen Eisenbahngüterwagen vorstellt, dessen Räder drei- bis viermal größer als gewöhnlich und dabei hohl sind. Der Schiffsbaumeister Bazin ist aber offenbar ein großer Spaßdogel. wenn er Jemandem aufbinden will, daß solche Räder durch ihre Umdrehung im Wasser ein Schiff fortöewegen könnten. Der PatentbureauMann, der natürlich keine Ahnung davon hat, daß glatte, linsenförmige Rader im Masse? du?ch ihre Rotation praktisch keine Fortbewegung hervorrufen können, meint: theoretisch müßte bei einer Umdrehung der Räder das Schiff sich um die Größe des Weges gleich der Abwicklung des Umfangs fortbewegen. Das ist richtig, abe? leide? nu? dann, wenn das Schiff auf Schienen läuft, d. h. wenn daö Schiff eine Locomotive ist. Vühnenschminke-Künstler. Mit unseren meisten Theatcrn ersten Ranges stehen mindestens zwei Verso".eil. ein Herr und eine Dame, in 2Zcrbindung, deren osficielle Pflicht darin i besteht. Schauspieler und Schauspiel:j r'.en. welche in den betreffenden Stücken auftreten sollen, zu schminken und zu pudern und auch di. Frisur u:!"- ?oi!e!!e derselben zu ordnen. Dabei ist nicht zu vergessen, daß in der Regel jeder Star" seinen eigen;n , Gesichts-.Kovf- und Costüm-Aufputze?

mannllcksen oder welblilffen Geschlechis lal. welcher überallhin mitreist und namentlich das Schminken sowie das Ordnen der Perücken je nach den besonderen Erfordernissen besorgt. Indeß finde! man auch häufig, daß erfahrene, zumal ältere Scha;iü)'ei:? beider Geschlechter, sich in diesem hochwichtigen Theil ihrer Berufs AusÜbung auf Niemanden anders, als auf sich selbst, verlassen wollen. Ga.-z besonders gilt dies von franzöiischen Schauspielern und Schauspielerinnen. welche gerade im Schminken und Frisiren, wie auch im Costümiren, wohl an der Spitze ihrer Profession stehen lversönliche Ausnahmen natürlich mit in Betracht gezogen). Auch mir.che englische und amerikanische ?.'.'imen iind hierin sehr lr'.tisch. uns kein Schminke- und Aufpuh.Künstlkr scü'int ihnen gut genug zu sein, wenn sie auch hin und wieder Rath von Anderen annehmen mögen. Dion Bouci:ault und Joh:i Brouaham gehören zu den hervorrag?ndst:i'. Beispielen diese? Slrt. auch Charles Mathews, de.. das amerikanische Publikum vor einem Vieiteljahrhundert (als er im 05. Lebensjahre stand) in jugendlichen Nollcn bewundern konnte. Das Schminken, wie der ganz.Aufoutz für die weltbedeutenden Bretter, ist eine Kunst für sich, geradeso wie die öühnenmalerei. und erfordert nicht nur lange Erfahrung, sondern auch von Hause aus ein sehr künstler'sches Äuge. Die Zahl der Specialisten wie oer Mimen, welche in dieser Kunst wirklich Bemerkenswerthes leisten, ist verhältnißmäßig sehr gering!

Deutsche Lokal-Nachrichtcn. prsvitt, Sci,lezlg.SclNein. A l t o n a. Der Magistrat und die Stadtverordneten haben, um der Arbeitslosigkeit dahier zu steuern, 100.000 Mark für Ausführung von Erdarbeiten bewilligt. Der nach Unterschlagung bon 200.000 Mk. Depositengeldern entslohene Kaufmann Schildknecht, TheilHaber derFirma Lübeck & Schildknecht, ist zurückgekehrt und hat sich freiwillig ver Staatsanwaltschaft gestellt. Heiligenhausen. Das Gut ffatharinenhof,362 Hektar groß, wurde in den österreichischen Baron M. v. ffünzberg-Langenstatt für 600,000 Nark verkauft. Se g e b e r g. Das Bürgerliche Brauhaus Segeberg wurde von dem Besider Reimer an Bödeker-Hamburg verkauft. Frl. Gerlach verkaufte ihr Haus für 18.000 Mark an Kaufmann Varuch. Lauenburg. Das Haus des Kaufmanns Hagen an de? neuen Stecknitzstraße ist bis auf den Grund niedergebrannt. Das Feuer hat sich in dem lnit Stroh gedeckten Gebäude so rasch verbreitet, dak die Insassen nur Zeit hatten, sich in'S Freie zu retten. Man vermuthet Brandstiftung. &bttnraolttr. "Ul Bonn. Die Verhandlung vor der hiesigen Strafkammer wegen des Einsturzes des Neubaus am Hotel Zum Drachen" in Königswinter, durch den seiner Zeit fünf Arbeiter das Leben einbüßten, endigte mit Verurtheilung des Bauherrn Wagner aus Königswinter zu einem Jahr und des Architekten Sachs aus Köln zu vier Monaten Gefänaniß. Elberfeld. Gegen die in Unte?suchungshast befindliche Maria V., die Inhaberin des Cigarrenladens in der Kipdorfst?aße, in dem de? ve?hängnißvolle Brand zum Ausbruch kam. und deren Freundin, Franciska P., ist die Anklage wegen Vrandstiftung erhoben worden. Koblenz. De? Taglöhne? Nikolaus Wölwe?scheidt. de? am 13. Feb?uarv. I. seine Ehefrau, mit der er erst ein Jahr verheirathet war, im Wald mit einem Knüppel erschlug, wurde vom Scharfrichter ReindelMagdeburg durch die Guillotine hingerichtet. Vrovinz Mestkaln. Dortmund. Sämmtliche 15 hiesige Schnappscasinos" wurden dieser Tage Nachmittags, mit einem Schlage auf G?und polizeiliche? Ano?dnung wegen unbefugten Schankbetriebs geschlossen und die Schankgefäße und Bierdruckapparate confiscirt. Salzusten. Der Inhaber der Hofmann'schen Stärkefabriken ist gestorben. Meklenburg. Brüel. Außer dem Bürgermeister Kahle ist jetzt auch dessen Bruder, der Amtsanwalt Kahle, v?haftit worden. Güstrow. Hier starb d:r Gymnasialprofeffor Dr. Otto. Cri v i tz. Eröpächteraltentheiler Joh. Niemann und Frau zu Tamm feierten ihre.gold.'ne Hochzeit. D a r g u n. OekonomierathSchmidtWarrenz'in hat das Rittergut Wasdow bei Gnoien für 523,000 Mark gekauft. Goldberg. Das von 5 Familien bewohnte Lange'sche Haus in der Kirchpraße ist abgebrannt. P a ? ch i m. In der Langixhn'schen Sägerei wurde der Zimmerpolier Klebenow von dem Räderwerk der Lokomobile erfaßt und in schrecklicher Weise verstümmelt. Als die Maschine zum Stillstand gebracht werden konnte, war der Unglückliche bereits eine Leiche. Wittenburg. De? 24 Jahre alte Rittergutsbesitzer Brunst auf Körchow, welcher auf die Jagd gegangen war und Abends nicht wieder heimkehrte, wurde spater entseelt in einem Graben auf seiner Feldmark gefunden. Ein Schuß war ihm in die linke Brust gedrungen. Wahrscheinlich hat sich, während er den Graben überstieg, sein Jagdgewehr entladen. provtn, Sellen-Naslau. Frankfu?t a. M. , Bor der Strafkammer des Landgerichts wurde nun der zwei Mal vertagte Fall des Wechselfälschers S. Eiche! zu Ende geführt und der Angeklagte zu 0 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte nur drei Jahre Zuchthaus beantragt, das Urtheil. pel .aber .des-

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Nheumstiötttttö. Buckncr, Tera?. Jabre litt ich an rheumatischen Echmcrzcn, und war häusig bettlägerig; durch die Anwendung von St. Jakebö Oel wurde ich dauernd geheilt. Amsnda dorren. Sas Mut ist das

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halb so hoch aus, weil der Angeklagte fälschlich behauptet hatte, die Gebrüder Gottscho, von denen er seine Waaren bezog und die etwa 70.000 Mk. an ihm verloren, hätten um die Fäschungen gewußt. ' H a n a u.. Der Direktor destadttheaters, Kommissionsrath Greh, der 20 Jahre das hiesige Stadttheater verwaltete, ist im Alter von 11 Jahren gestorben. Wiesbaden. Die Stadtverordneten bewilligten 20.000 Mk. zur Ausführung von Nothstandsarbeiten. vU Städte. Hamburg. In der Untersuchungssache, betreffend den mysteriösen Mord des Knaben Raczka in Langenfelde, sind außer dem Gasthossbesitzer Breitrück noch drei der Mitthäterschaft verdächtige Personen verhaftet worden. Lübeck. Der Ausschuß der hanseatischen Jnvaliditäts- und AltersVersicherung dahier hat 207,000 Mark für den Ankauf eines Platzes zur Erbauung einer Heilstätte für Lungenkranke mit 50 Betten bewilligt. Vldebrg. Oldenburg. Vom Schwurgericht wurde der Buchhalter P. Schiebenhöfer, gebürtig aus der Provinz Brandenburg, wegen falscher Buchführung zu 3 1-2 Jahren Zuchthaus verurtheilt. I e v e r. Bei dem Landmann Joh. Gerken zu Kopperstede wurden die Bewohner aus dem Schlafe aufgeschreckt durch das Brüllen des Viehes. Das Wohn- und Wirthschaftsgebäude stand bereits zu einem großen Theil inFlammen. Außer einigen Sachen wurden noch drei Kühe in Sicherheit gebracht, während achtzehn Stück Vieh, drei Pferde und einige Schweine verbrannten. V a n t. In FolgeVergiftung durch Ammoniak ist im 41. Lebensjahre der Maschinenbauer D. gestorben. Derselbe wollte aus einer Bierflasche tnnken, that aber einen Fehlgriff und erfaßte eine dabeistehende, ähnlich aussehende Flasckie, die Ammoniak enthielt. Der Verstorbene hinterläßt eine Frau und vier Kinder. Sraunsizn?ekg. Braun schweig. GroßesAufsehen erregt hier das Verschwinden eines höheren Beamten des herzoglichen Finanzcollegiums, des ' Regierungsraths W. Derselbe wird eines Sitt- : lichkeitsverbrechens beschuldigt und ...!. I F l'ane ein gerlazliiazes lnicyrenen zu gewärtigen. Man bringt hier die Sache in Zusammenhang mit der VerHaftung des Kaufmanns Paul Niemann, der gleicher Vergehen beschuldigt wird. Das hiesige Schwurgericht verurtheilte nach zweitägiger VerHandlung den 63 Jahre alten Schlachtmeister und langjähriges Magistrats-Mit-glied Stadtrath Thomas in Hasselfelde im Harz wegcnVrandstiftunz und Versicherungsbetruges zu sechs Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. O!urlna?n. Jena. Auf Antrag der Staats anwaltschaft ist der Rechtsanwalt Heinrich Zeise unter dem Verdacht, Unterschlagungen begangen zu haben, in Untersuchungshaft genommen worden. Gotha. Der Landwirth Anders aus Aufleben, der sich von Gotha aus dem Heimwege befand, wurde Lberfallen und derartig auf den Kopf geschla gen, daß er besinnungslos niederstürzte. Der Unbekannte, der es jedenfalls eus eine Beraubung des Anders, der kn Gotha Geld gewechselt hatte, abgesehen hatte, verschwand, als ereiicn Waaen herannahen hörte. eilerre?. Wien. Zehn Personen sind neulich Nachts im Quaiviertel verhaftet worden. Es sind durchwegs Waaren diebe und ihre Hehler, die seit geraumer Zeit den Waarendiebstahl in großem Maße betrieben haben. Wagenweise wurden die gestohlenen Objekte aus den Magazinen namhafter GeschäftsHäuser entfernt und in die Lokale der Hehler überführt. Die Verhafteten bildeten eine wohlorganisirte Diebesgenossenschaft, an deren Spitz: die Chefs einer Wiener Firma standen. Die Gründung des Geschäfts scheint eigens zu dem Ztoecke erfolgt zu sein, um mit sehr billigen Waaren gegenüber den unfreiwilligen Lieferanten concurriren zu können. L i ch t e n w ö r t h. Der diesjährige Winter hat bereits ein Menschenleben gefordert. Der auf dem hiesigen Friedhofe als Knecht bedienstete Thomas Nivraß aus Stinkenbrunn, Vater eon sechs Kindern, ging von hier weg, um sich zu seiner Familie zu begeben. Er kam jedoch nicht nach Haufe und wurde zwischen Pöttsching und Stinkenbrunn neben dem Wege erfroren aufgefunden. Nttdy'S Pile Suppvfltorh wird garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder daö Geld wird zurückgegeben. ö0 Ctö. die Box. Schicke zwei Postma?ken für Zirkulare und Probe an Martin Nudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken Ward Broö., A. ieser S? Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, Indianapolis, 3nd. '

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