Indiana Tribüne, Volume 18, Number 111, Indianapolis, Marion County, 9 January 1895 — Page 2
Zndiana Tribüne.
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Am Weihnachtstzo.z allein acht Menschen ganz oder drnvintels getödtet. unmittelbar vorhix und nachher noch mehrere Wirths-haus-Mordschlcht!N. und einige der scheußlichsten complicirteren CriminalProcesse als Erbschaft sür daZ neue 3atj freilich hat dies Alles, außerKalb der unmittelbar betheiligten Krei,se. ber wilden Sylvesterlust keinerlei Eintrag gethan. In einer solchen Stadt kümmert das die Anderen" ebenso wenig, wie es die Fliegen kümmert. wenn sie über die Leiber todter Mitfliegen hinwegzukrabbeln haben, und schnell vertrocknet ist eine etlvzige slücbtiae Thräne des Beileids. Als ick vor etwa einem Jahre die Streiflrchrer auf dem Briefpapier aufzufangen begann, da sah ich mich veranlaßt, in das Wappen Gartenstadt einen Schweins köpf und einen Nevolverqriff zu malen. Letzterer nimmt aber jetzt fast einen noch großeien Theil des WappenfeldeZ ein, als früher. Schon vor der Weltausstellungszeit hatte einmal ein gartenstädtischer Detectiv das große Wort gelassen ausgesprochen: .Wenn alle Schüsse, die schon auf der Westseite abgefeuert worden sind. aetroffen hätten, so wäre dieser dichtestbevölkerte Stadttheil längst entvölkert." Seitdem ist es wahrlich -nicht besser geworden, vielmehr hat sich die Revolverseuche auch über die Südseite und die Nordseite hin immer weite? verbreitet, im Allgemeinen der Ausbreituna des Eckenbummler-Elementes folaend. Verschiedene Chicagoer Blätter haben denn auch zum Jahreswechsel die Parole ausgegeben: Der Revolver muß fort aus unserem Wappenschild!" Hohe Zeit wäre es freilich dafür. Die während der jüngsten Feiertage abgefeuerten Schüsse haben Kider meist nur allzu gut getroffen, und unter den Familien, über welche sie das tiefste Weh gebracht haben, befinden sich auch mehrere brave deutsch - amerikanische. Aber ich fürchte, mit der thatsächlichen Verbannung des Schießeisens wird es noch gute Wege haben, mindestens noch ebenso gute", wie mit der Reform!rung" der Chicagoer Polizei, von welcher jetzt so viel die Rede ist, und gegen welche ja sogar g:g:n alle Unterf u ch u n g sich die Herren StadtRabenväter bezeichnenderweise noch vor Jahresschluß ausdrücklich zu erklären Veranlassung genommen haben! HohnGelächter von Manhattan Island her, aber wenn es auf den New Jorker Stadtrath angekommen wäre, so wäre dort wohl auch niemals der Blaurock gelüftet worden. Fast möchte ich in meinen alten Tagen noch gewisse muckerische" Anwandlungen bekommen, wenn ich bedenke, daß jene Feiertags-Mordgeschichten sich meistens in der interessanten Zeit um 3 Uhr Morgens herum in unmittelbarer Verbindung mit KümmelblättchenSviel und Streit in irgend einer Eckkneive entwickelten! Alle Achtu ng vor der persönlichen Freiheit, welche in der Er-Weltausst:llungsstadt in dieser ein e n Beziehung einen weiten Spielräum hat und noch stets behauptete; aber es will mich stark bedünken, daß man dem Muckerthum nur Waffen in die Hände drückt, wenn die halbwüchsig: amerikanische Großstadt-Juoend, die' erst Selbstbeherrschung genug zu lernen hat, eh: überhaupt vom Gebrauch der Freiheit die Rede sein kann, um 3 Uhr Morgens Gelegenheit und Anreiz zu solchen selbstmörderischen Orgien von hundert Seiten erhält! Es ist auch eine auffällige Thatsache, daß in der neuesten Zeit allen gemeinnützigen Reformbewegungen in der Gartenstadt mehr, als je. sich sofort da.3 Fanatikerthum an die Fersen heftet. Wenn es in Chicago so weit kommen sollte, wie z. V. in der Vorstadt Evanston. wessen Schuld wird es sein? Wo solche Dinge, wie die obgenann!en, zu 'den Alltäglichkeiten gehören, ohne daß eZ möglich erscheint, die Masse der Bevölkerung besonders darüber aufzurütteln, da ist es selbstverständlich, daß die Armenier und Syrier, welche in Chicago ziemlich zahlreich und rührig sind, mit ihren Versuchen, einen heiligen Eifer über die Schandthaten zu entfachen, die weit da hinten in Armenien vorkommen, erst recht wenig Erfolg haben! Die Chicaaper Knüppelzarde von der SmaragdInsel kann Einem ohnehin wie Stam-m:-verwand!e der räuberischen Kurden vorkommen. Doch fort mit diesem Staub des alten Jahres, hinuntergespült diese Erinnerungen mit dem Lethetrank der Syloester-Bowle! Das neue Jahr wird ohnedies neue Lasten genug brinaen. darunter auch für die Gartenstadt eh sittliches Deficit, das bereits wie e!..e lrübe Morgenwolke am Himmel fsdv.i und ohne ehrlichere Durchführung der Steuergesetze sich nicht so leicht wird beseitigen lassen. Was taut's?
Die Sonne lacht doch zwisch'enhinburch, und wenn das Schweinefleisch zu theuer geworden ist, so sind dafür die Hasen desto billiger geworden. In einer Metropole, wie diese, lebt man um so glücklicher, je weniger Sorge man sich um die Zukunft macht. Nach uns die Sintfluth." Und schließlich ist Chicago noch viel zu jung, als daß es nicht alle feine inneren Gebresten doch noch überwinden könnte. Mit dem alten Jahr hat auch eine wichtige Arbeit, welche noch mit der Weltausstellung in Verbindung steht, endlich ihren Abschluß gefunden, nämlich die Thätigkeit des. ' F r a u e n -D i r e c t o r i u m s, welches erst in den nächsten Tagen offiziellen Thorschluß machen wird. Während der ganzen letzten Monate hindurch ist dieses Ausstellungs-Departement ebenso still, wie bieneneifrig an der Arbeit ge-
wesen. um die Preise und Diplome der in sein Ressort fallenden Aussteller und Anderer zu erledigen. Und das war wahrlich keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, daß es sich um die Zuerkennung von mehr als 20,000 EhrenDiplomen handelte! Manche dürfte diese Zahl in Erstaunen setzen, aber 3 hat damit seine besondere, interessante Bewandtniß. . Dieses Ausstellung? - Departement brachte' nämlich, zum e r st e n Male in der Geschichte der Weltausstellungen. einen Gedanken zur Geltung der für viele spätere Ausstellungen mustergiltiz werden dürfte oder es wenigstens zu werden verdient: den Gedanken, daß dem Fabrikanten und Unternehmer die Ehre für prämiirte Ausstellungsgegenstände nicht allein zufallen, sondern er dieselbe mit dem Erfinder, Handwerker und Künstler theilen solle, ohne die das bewunderte Product nicht das Dasein erblickt hätte! , ' Dementsprechend wurde der Congres; der Ver. Staaten angefangen, die Verleihung solcher Ehrendiplome ofsiciell gutzuheißen,und schon bald nachSchluß der Weltausstellung wurde ohne viele Debatten ein derartiger Beschluß in beiden Häusern des Congresses durchzesetzt. Da, vom Frauen-Directorium .diese Idee ausgegangen war, so wurde ihm auch die Ehre übertragen, solche Anerkennungsdiplome allen denen zu ertheilen, welche an den vom Gene raldirectorium ausgezeichneten oder ehrenvoll erwähnten Ausstellungsgegen ständen als hervorragende VttthelZer, oder; vielmehr Haupthelfer, betheiligt waren. Daher kam es. daß das Frauen-Directorium noch so lange Zeit -ff . c . . v if : , r.v aue anoe oou zu igun yane. eoenfalls war dieser Gedanke ein recht glücklicher und demokratischer im schönsten Sinne dK Wortes. Am Ende gar erreichen diese Anerkennungsdiplome ihre Bestimmung schneller, als die Ausstel-ler-Diplome selbst, mit denen es ja so schrecklich langsam geht, als ob die Co-lumbische-Ausstellung in Krähwinkel abaehalten worden wäre! Vielleicht kriegt 'Chicago nn neuen Jahr auch besser ventilirte öffentliche SchulebäUde. Die Gartenstadt hat mit vielen anderen amerikanischen Großstädten das gemein, daß sie mit ihren Schulgebäuden, oder vielen derselben, stets irgendwelches Pech zu haben scheint. Da macht man sich hierzulande so groß mit den fürstlichen Ausgaben, die man sich für die öffentlichen Schulen leiste. Dabei sind in der einen Stadt die Budel"-Schulskandale eine chronische Erscheinung, in einer anderen leiden sehr diele öffentliche Schulgebäude, wie leider erst nachträglich entdeckt worden, an der Buttensickneß", d. h. sind sehr einswrzgefährlich. in einer dritten Stadt sind die Ventilatronsverh'ältnisse und damit die Gesundheitsbedingungen schauderhafte, u. s. w. Das Letztere ist zur Zeit Ver Fall Chicagos, wie ein: kurz vor Jahresschluß stattzefundene. übrigens un-officielle Untersuchung einem unangenehm überraschten Publikum enthüllt hat. Das ist eine noch viel bedenklichere Erscheinung, als die schlechte Luft in den Backstuben, von der ich Ihnen neulich erzählte. Aber nur immer frisch mit der Laterne nach allen Seiten herumgeleuchtet, wo etwas faul ist! Die rücksichtslose Selbstkritik.zu der sich die Chicagoer in so vielen Dingen neigen (wenn sie auch dieselbe Kritik von außen he? nicht gut vertragen) kann mit ihrem einseitigen patriotischen Stolz wieder versöhnen, und wie ich schon früher einmal bemerkte.rechne ich dieselbe zu den ermuthigendsten Zeichen für die Zukunft dieser mitten in ihren Flegeljahren stehenden Metropole! I. R. Tcr geistig Urheber des Suez Eanals. Der österreick'ische General-Major Negrelli nimmt für seinen verstorbenen Vater die Ehre, der geistige Vater des Suez-Canals zu sein, in Anspruch. In Wiener Blättern veröffentlicht er eine Zuschrift, in der es heißt: Ich will Lesseps, dem großen Franzosen", nichts wegnehmen. Er war, um cs kurz auszudrücken, das Oberhaupt der Unternehmung, jedoch den Plan der Kanalisirung der Landenge von Suez hat ganz allein ein Oesterreicher, und zwar mein Vater, der Ingenieur Alois Ritter Regrelli .v. Moldelbe, ausgearbeitet. Er war im Jahre 1840 schon damit beschäftigt und hatte die Ver wirklichung dieser hochwichtigen Unternehmunz sich zur Lebensaufgabe gestellt. Im Jahre 1847 hat er seine erste technische Inspektion in Egypten unternommen. Im Jahre 1855 56 hat er bei seiner zweiten ich glaube, fünfmonatlichen - Anwesenheit im NilLande seinen Plan endgiltig festgesetzt. In der Wochenschrift Austria", Jabrgang 1856, Heft 17, entwickelte er seine Ansicht über die Art und Weise, in welcher das Projekt durchgeführt werden solle. Im Juni 1856 tagte in Paris eine Commission, von welcher der Plan Regrelli's nach wiederholten Debatten einstimmig angenommen wurde. Im Jahre' 1853 wurde Negrell! vom Vice-KLnig Said Pascha zum Generalinspector der Suez-Arbei-
ien ernannt; leioer konnte er dieFrüchle seines Fleißes und Talentes nicht mehr pflücken, denn der Tod ereilte ihn am 1. October desselben Jahres. Im Jahre 1859 brachte Lesseps sämmtliche Pläne und Schriften meines Vaters käuflich an sich, und dadurch hat sich Lesseps allein auf die Höhe der Sih:a tion gehoben. Im April desselben Iahres wurden die Arbeiten begonnen, und zwar von dem ersten bis zum letzten Spatenstich nach den Plänen meines Vaters. Zehn Jahre später wurde der Suez-Kanal mit großem Pomp eröffnet, Lesseps und seine Ingenieure wurden gefeiert, der Oefterreicher Negrelli war bereits vergessen. Diese meine Zuschrift hat nur den Zweck, die Pflicht des Sohnes gegen den Vater zu erfüllen, die Ehre zu geben, dem Ehre gebührt." Eine zweite Zuschrift rn dieser Angelegenheit lautet: Es wird interessiren, daß Negrelli nach seiner ersten Recognoscirung in Egypten sich an den k. k. Hofkriegsrath um die Zutheilung einiger Officiere des Generalund des Geniestabes wendete, welche ihm bei der Ausnahme und Nivellirung des Terrains an die Hand gehen sollten. Von Seite des Generalstabes wurde ich zu dieser Mission bestimmt. wahrscheinlich deshalb, weil ich das Jahr vorher behufs der Anlage eines verschanzten Lagers die Schichtenausnähme der Umgebung von Zaleijschik am Dniester zur Zufriedenheit bewirkt hatte. Ritter v. Negrelli entwickelte mir umständlich seinen großartigen Plan, sowie auch die gemachten Borstudien, was mich von der Durchführbarkeit desselben überzeugte und mir Bewunderung für diesen Mann abnöthigte. Im letzten Tlugenblick mußte jedoch Ritte? v. Negrelli auf die MitWirkung von k. k. Officieren verzichten, weil die damalige Hofkammer nicht e!nen Kreuzer dazu hergeben wollte und andererseits der Hofkriegsrath es nicht bewilligen konnte, daß k. k. Officiere von einem Privatmanne bezahlt werden. Diese Zeilen sollen nur bestätigen, daß es ein Oesterreicher war, welcher den Plan zu dem größten Werke der N-.uzeit zuerst ernstlich gefaßt und ausgearbeitet hat. S c u d i t x, l. u. k Feldzeugmeister a. D. Vom russische Hofe. Ob Kaiser Nikolaus in der innern und äußern Staatsleitung nach und nach eine andere Richtung als sein ter einschlagen wird, läßt sich vorläufig noch nicht übersehen. Sicher ist jedoch, daß er in Personalsragen sich nicht an die bisherigen Grundsatze hält. Einige Ernennungen in höhern militärischen Stellungen wiesen bereits hierauf hin. Ganz auffallend ist aber die wohlwollende Stellung, die der junge Kaiser einem von seinem Vater arg vernachlässigten Familienmitgliede gegenüber einnimmt. Kaiser Alexan der III. war gegen Großfürst Nikolai Nikolajewitsch voreingenommen und zeigte dies seinem Vetter bei jeder Gelegenheit. Bekanntlich war er gleich beim .Regierungsantritt gegen dessen Vater, den Großfürsten Feldmarschall Nikolaus, äußerst schroff aufgetreten und hatte ihm sein Mißfallen wegen der Haltung als Oberbefehlshaber im türkischen Kriege derart ausgedrückt, daß der Großfürst Rußland für längere Zeit verließ. Großfürst Nikolaus Sohn, eine ohnehin wenig liebenswürbig angelegte Natur, empfand bitter diese Behandlung seines Vaters und ließ das den Kaiser merken; außerdem gab sein Privatleben manche Veran lassung zur kaiserlichen Unzufrieden heit. Kaiser Alexander schätzte ihn wohl als pflichttreuen Soldaten und guten Reiterführer, was er zweifellos ist. übersah ihn aber bei jeder Gelegenheit. Er galt gewissermaßen als ein Familienmitglied zweiter Ordnung. Ganz anders gestalteten sich die BeZiehungen, sobald Kaiser Nikolaus die Regierung angetreten. Eine seiner ersten Handlungen war. den Großfürsten zum General-Adjutanten zu ernennen, was ihm nach den in der Kaiserfamilie herrschenden Grundsätzen längst gebührte, und jetzt eben ist er anläßlich einer. Jubiläumsfeier zum Ehrenmitgliede der Nikolai-Jnzenieur-Akade-mie ernannt, was als eine ganz besondere Auszeichnung anzusehen ist, die dem Großfürsten unter Kaiser Alexander III. sicherlich niemals zutheil geworden wäre. Großfürst Nikolaus, 33 Jahre alt, befehligte die 2. GardeCavalleriedivision und war der Borgesetzte seines kaiserlichen Neffen, als dieser beim Garde-Husaren-Regiment stand. Dieser gewann damals einen äußerst günstigen Eindruck über die kriegerische Tüchtigkeit des Großfür sten. Noch eine andere Personalfrage wird in Petersburg mit Aufmerksamkeit oerfolgt, weil sie gewissermaßen ein Kenrzeichen für die Stellung des Zaren zur evangelischen Kirche bietet. GeneralAdjutant Für Barclay de Tolly-Wei-marn befehligte 1887 das 1. Armeecorps. Sein Sohn, wie er evangelischen Glaubens, an den auch das Besitzrecht des Familienmajorats geknüpft war. hatte eine Russin geheirathet und seinen aus dieser Ehe hervorgegange nen Sohn evangelisch taufen lassen'. Er stützte sich bierbei auf eine geheime Verfügung Kaiser Alexander's II.. die lutherischen Predigern in den baltischen Provinzen gestattete, unter Umständen Kinder aus Mischehen evangelisch zu ianfen. Der General-Adjutant als Großvater begünstigte diese Handlungsweise seines Sohnes. Die russi sche Geistlichkeit, an ihrer Spitze der bekannte Glaubenseiferer Pobedonoszew, hatte gerade damals die Russificirung in den baltischen Provinzen eingeleitet und verlangte strenge Bestrafung des Großvaters und Vaters, sowie eine Umtaufung des Kindes. Alezander III. ging nicht so weit, sprach jedoch dem Fürsten Barclay seine Mißbilligung aus und befahl im Uebrigen, die Geschichte auf sich beruhen zu lassen. Das vorerwähnte Kind starb und ein nächstgeborener Knabe wurde abermals evangelisch- oetaüft.
Da ertheilte der Kaiser dem GeneralAdjutanten Fürst Barclay am 1. Januar 1888 einen strengen Verweis, der im Rußki Invalid" veröffentlicht wurde und damals das Neujahrsgespräch von ganz Petersburg :Ibeie. Fürst Barclay mußte von seiner S!ellung als Corpsbefehlshaber zurücktreten, verblieb aber General-Adjutant. Doch erklärte der Kaiser, daß er ihn niemals wieder zur Dienstleistung bei seiner Person sehen wolle. Seit dieser Zeit lebt der Fürst in Dresden. Er ist kürzlich in Petersburg angekommen, und man ist sehr gespannt, ob ihn der Kaiser vollständig rehabilitiren wird, da ihn der Vater doch gewissermaßen von seiner Person verstoßen hatte. Daß dies über kurz oder lang erfolgen wiro. nimmt man vielfach an. denn Zar Nikolaus II. hat den Fürsten zum Träger von Ehrenmissionen gemacht, indem er mehrere Höfe durch ihn in formeller Weise von seiner Thronbesteigung in Kenntniß setzen ließ. OemelnttühlgcS.
Mit Leder überzogenen Sophas, Stühlen u. s. w. kann man ein neues Aussehen geben, wenn man sie mit gut geschlagenem Eiweiß Obreibt, ebenso werden Ledereinbände von Büchern behandelt. Hellerbrennen des Pet r o l e u m s erzielt man durch Zusatz von wenig Kampfer. Ein Stückchen von der Größe einer Haselnuß reicht für zwei Wochen. Man stößt den Kampfer fein und thut ihn in den Ballon. Dies bewirkt, daß dieFlamme heller, nicht zuckend und ihren Rauch verzehrend gleichmäßig fortbrennt. ' Billige Desinfektion von großer Wirkung erzielt man in Krankenzimmern, die rasch von üblem Geruch und schlechten Stoffen befreit werden müssen, dadurch, daß man einen Theelöffel voll Terpentin in einen offenen Eimer voll Wasser giebt. Mittelst eben solchen Wassers kann man auch schnell schlechte Gerüche aus Gegenständen aller Art und aus schmutziger Wäsche entfernen, wenn man sie hineintaucht und rasch an einem warmen Orte wieder trocknen läßt. Der Schlucken oder daLSchlucksen scheint seine Ursache im Magen zu haben. Als Mittel dagegen werden angewendet: Möglichst langes Anhalten des Athems, willkürliches Aufstoßen, was manche Menschen durch Verschlucken von Luft nach Belieben hervorzubringen vermögen. Erzeugen von Niesen durch Kitzeln in der Nase oder Sehen in die Sonne. Weiter wird empfählen in kleinen Schlucken zu nehmen: kaltes Wasser, warmen Wein, Citronenfaft oder pulverisirten Anis. Tuchkleider zu reinigen. Es werden etwa 1 3-4 Unze nicht ganz gewöhnlicher Rauchtabak i 2 1-2 bis 3 Quart Regenwasser abzekocht. In den heißen Absud taucht man dann eine etwas harte Kleiderbürste und bürstet das vorher gut ausgeklopfte Kleidungsstück nach allen Seiten durch. Nachdem es durch und durch feucht geworden, bürstet man das Tuch regelrecht nach dem Faden und hängt das Kleidungsstück dann in den Schatten, bis es vollkommen trocken ist. Das Tuch wird rein und glänzend und nimmt nichts vom Tabakgeruch an. Geräucherten Schinken aufzubewahren. Man macht so viele baumwolleneSäckchen, als man Schinken hat, jedoch ein wenig größer als diese, steckt die gut geräucherten Schinken hinein, schneidet gutes, wohl riechendes, trockenes Heu fingerlang und preßt dieses mit der Hand sehr fest in die Säcke rings um die Schinken, so daß diese von allen Seiten damit umgeben sind; dann knüpft man sie mit einer starken Schnur gut zu und hängt sie an einem trockenen Ort auf. Durch diese Aufbewahrungsart sind die Schinken nicht nur haltbarer, sondern sie bekommen auch einen ausgezeichneten Wohlgeschmack und Geruch, den ihnen das Heu beibringt. Bei welchen Krankheiten darf man rauchen? In erster Linie ist das Rauchen bei den meisten chirurgischen Krankheiten erlaubt, mit Ausnahme von dem Reconvale? cntenzustande nach Blasen- oder Bchope rationen. Augen-, Nasen-, Hals- und Nachenkranke sollten niemals rauchen. Innere Krankheiten, welche das Nauchen ausschließen, sind: Peritonitis, Typhus und ähnliche. Bei Magenaffektionen kann das Rauchen gestattet werden, wenn der Rauch filtrirt wird. Bei Lungenkrankheiten halten viele Aerzte das Rauchen unter Umständen für angezeigt. Bei Nervenkrankheiten läßt sich die Handhabung" des Rauchens nicht allgemein feststellen;, plöhliches Entziehen schadet sehr oft, 'während bei Herzneurosen andererseits nur sehr leichter Tabak unter Filtration des Rauches benutzt werden darf. In Krankenzimmern zu rauchen ist unzulässig. Die. beste Zeit sür das Rauchen ist mehrere Stunden nach der Mahlzeit. Rährwerth des GrahamBrotes. Das ebensogut als Spar oder Armenbrot zu bezeichnende rebäck besitzt einen hohen Gehalt an stickstoffreichen Körpern und vermag daher die Fleischkost ziemlich zu ersetzen. Es enthält alle nahrhaften Stoffe d:S Korne und ist demzufolge dem gewöhnlichen Roggenbrot vorzuziehen. Roggenbrot enthält 25 Procent Kleber, beziehungsweise Leimstoff, während im Grahambrot 40 Procent nachzuweisen sind. Außerdem zeigt letzteres. die doppelte Menge aa assimilirbaren Phosphaten und es bildet, auch der ölige Theil des Malzks einen bedingten Vortheil durch seine abführcnde Wirkung. , , Graham verlangt eine specielle mechanische Bearbeitung des ganzen Kornes, bei welcher besonders die Kleie der feineren. Zerkleine, rung Widerstand leistet. Derartig er zeugtes Mahlproduct heischt weniger Sauerteig und mehr Hitze als gewöhnliches Brot. Seine Masse ist schwar,-
ö:aun, zähe und gleichmäßig, ohne daß man größere Kleientheilchen wahrzunehmen vermag. Es zeigt anzenehmen getreideartigen Geruch und man kann es in größerer Portion genießen, ohne davon sonderliche Beschwerden zu erleiden. Gegen Brandwunden ist das einfachste Mittel, daß man robe Kartoffeln schabt und diese Masse auf die verbrannten Stellen bindet. Diese Schabmasse verhindert das Bilden von Brandblasen und Hautablösungen; sie zieht die entstehende Hitze ein, daß sie dampft und muß daher von Zeit zu Zeit durch neue ersetzt werden, welche wieder kühlend wirkt. 'Feuchter Lehm thut ungefähr dasselbe; in weiterer Folge kann man. wenn nöthig, Froschlaich oder Froschlaichsalbe anwenden. Sehr wirksam ist Creosotwasser, womit man Compressen anfeuchtet, die man alle 10 Minuten auflegt. Auf offene oder tiefe Brandwunden legt man Morgens und Abends ein Pflaster, das gemischt ist zu gleichen Theilen aus frischem Schweinefett, ungelöschtem Kalk, gestoßenem weißen Zucker. Olivenöl und Franzoranntwein. CinGemisch von Kalkwasser und Leinöl ist ebenfalls zu empfehlen. Auch schon eine Mischung von Schweinefett, Gelbci und Franzbranntwein leistet vortreffliche Dienste.
Fürchterlich ! Welche gruseligen Vorstellungen man vor 70 Jahren in Teutschland von amerikanischen Kriegsschiffen hatte, erhellt aus folgendem Artikel, den das Morgenblatt für gebildete Stände" vom 14. April 1821 enthält. Ta heißt es : Man hat oft von den DampfFregatten gesprochen, die zur KüstenVertheidigung der amerikanischen Staaten bestimmt sind. Folgende Beschrei bung derjenigen, welche in den letzten Monaten 1820 zu Boston fertig ward. mag einen Begriff davon geben. Dieses Fahrzeug hat in seinen Dimensionen, die einer amerikanischen Fregatte von erstcmRange gleichen, nicht; bemerkenwerthes. Sein großer Mast ist mit eisernen Reifen und Pflöcken versehen. weil man ihm alle mögliche Festigkeit geben wollte,. indem er allen den Ber-theidigungs-Anstalten dieser so fürchterlichcn Fregatte zur Stütze dient. Sie führt drey Dampfmaschinen, von denen zwey sie bey schwachem und WindWindstille fort bewegen, die dritte, welche die Kraft von sechzig Pferden hat, dient allein die an dem großen Mast befestigten Vertheidigungs-Zurü-stungen in Bewegung zu setzen. Diese Zurüstuug besteht in einer Reihe eisernen Keulen, die sich, vermittels in dem Mittelpunkt dc Schiffes von beyden Seiten des MasteS befestigter Zapfen, auf einer vertikalen Fläche bewegen. Wenn diese Maschine in Thätigkeit lst, heben und senken sich diese Keulen wechselweise. ' . Bord an Bord gefochten, würden sie AlleS niederschmettern, Menschen, Takelwerk, ja selbst den Bord eines feindlichen Schiffes zertrümmern. Ein an derer eiserner Balken, länger wie jene, ist . längs ' des 'Besanmasts befestigt; allein dieser bewegt sich horizontal, und würde eine -fürchterliche - Verwüstung unter der feindlichen Mannschaft her-vorbringen,-denn er. ist seiner ganzen Länge -nach mit-eisernen Haken und schneidenden Klingen besetzt. Die Ein richtung ist so getroffen, daß, wenn ein feindlicher Mast diesem Balken in den Weg kommt, er sich von seinem Zapfen abhebt, so daß die Fregatte sich dadurch nicht an: das feindliche Fahrzeug angehakt findet. Eine der Katapulte der Alten ähnliche Maschine ist am Steuerbord, auf dem Vordcrtheil der Fregatte angebracht.' . Ihre Kraft ist so groß, daß sie mit ihrer höchsten Anstrengung zwey Zentner schwere Steine zwey, drey hundert Ruthen -weit zu schleudern vermag. Eben diese Maschine kann kochendcs Wasser, - siedende? - Pech, geschmolzenes Bley schleudern. . Der alte Gebrauch glühenden Sandes zu gleicher Absicht soll .hier auch in Anwendung gebrächt werden. Während alles die feS geschieht, .sind nur etwa zwölf Mann auf dieser Bostoner Fregatte. Zwey an dem Steuerrad sind durch gute Schanzen gesichert ; zwey andere leiten die Bewegungen derKatapulte,und zwey oder drey andere sind auf verschiedenen Punkten der Fregatte beschäftigt. Die übrige Mann schaft bedient die Kanonen der ersten und, zweiten Batterie und besorgt die Dampfmaschine. Tie Seiten der FregaUe bestehen in einer dicken Holzwand mit Stahlplatten belegt ; die Verdecke sind von keiner Bombe durchzuschlagen. Allem diesem zu Folge ist cs erwiesen, daß dieses Fahrzeug durch , kein Entern zu erobern ist. Um aber den. Feind noch wirksamer zurück zu schlagen, hat es an jeder Seite hundert eiserne Haken und ebenso viele Klingen, die alle durch den Tampf in Bewegung gesetzt werden und in weniger Zeit die Mannschast mehrerer Schiffe zerstören würden. Sollte dieses letzte IK'ükl, nebst dcm siedenden Pech, kochendem Wasser und heißem Sande nicht hinreichen, so würde man ein Rad in Bewegung seen, das mit Schneiden und Spitzen bewaffnet, sich in jeder .Richtung dewegen kann und die Angreifenden niedermetzeln würde." Eine uf fallend hohe Strafe erhielt , ein Sportsman, der Kaufmann . JuliuZ .. Vesthorn aus Frankfurt, am Main, der im Septem bergauf 'einem zweiräderigen Wagen über .. die- Efchersheimer Niddabrücke fuh. und nur.- einmal . Brückengeld zahlte, weil' er, der Ortsgesetze unkund:g, ' nicht 'wußte, daß -er außer in Eschersheim, auch in Heddernheim den Zoll zu entrichten hatte. Er. fuhr in raschem Tempz vorüber, der Sohn der Airthin, d'.e den Zoll erhebt, lief ihm nach und versuchte, den Wagen feftzuhalten. Herr und Kutscher sprangen ab. und' der Erstere traktirte . den Wirthssohn mit der Peitsche, da er sich oon dem Manne angefallen glaubte, da auch der Gaul scheute und. das FuhrT3til beinahe einen Abhang- hinabgestürzt wäre. -Das Gericht erkannte geen den bisher unbescholtenen Sportsman auf 1000 M. Geldstrafe.''
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ANgUst . . König's . . Hamburger Brustthee . 5!ur iu Original Packeten. Nnr in Original Packeten. Nur iu Origiual Packeten. Preis Q Cents. Preis Cents. Preis Cents. Oom Auslande. 2) i : Tür:en sind in gewisser Beziehung besser daran, wie wir in dem gelobten Lande der Freiheit", denn dort wird mit Polizisten, die ihre Amtsgewalt mißbrauchen, kurzer Proceß gemacht. Ein Gendarm, welcher auf offener Straße gegen einen widersätzlichen Arrestanten von dem Revo!ber Gebrauch machte und dadurch auch unschuldige Passanten in Gefahr brachte, wurde vom Kriegsministerium mit 30 Stockschlägen, mit einem Monat Haft und mit Dienstentlassung bestraft. Ein anderer Gendarm, welcher, seine Dienstgewalt mißbrauchend, in das Haus einer Frau drang und sie mit seinen frechen Anträgen bedrohte. wurde zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurtheilt. Auf der großen Brücke zwischen Galata und Stambul hat sich wieder ein schweres Unglück ereignet. Die Brücke wird jede Nacht für einig: Stunden geöffnet, um die Schiffe nach dem inneren Hafen und den Docks gelangen zu lassen. Da die Brücke sehr lang und fast gar nicht beleuchtet ist, kann man von den Ufern aus nicht erkennen, ob der mittlere Theil offen oder geschlossen ist. Neulich Nachts nun fuhr eine gescklossene Equipage mit zwei Insassen von Galata nach Stambul; man behob den Brückenzoll, ohne in der herrschendenFinsterniß den Kutscher daraus aufmerksam zu machen. daß die Brücke geöffnet sei. Der Kutscher bemerkte das zu spät, die Pferde stürzten hinab und zogen den Wagen mit dessen Insassen auf Nimmerwiedersehen in die Tiefe des goldenen Horns. Das beständige Fallen des Wassers des Rheins hatte verschiedene Schiffsunfälle zur Folge. Das mit Kohlen beladene eiserne Schiff Agnes Maria" gerieth beim Anlandgehen oberhalb des Salzthores zu Bingen auf den Grund. Bei Kempten fuhr ein im Anhange des Schleppers Waldemar" bergwärts fahrendes Schiff auf und konnte nur nach längeren Anstrengungen flottgemacht werden. Bei Rüdesheim fuhr der Schleppkahn Eingärtner" auf und wurde mit Hülfe des Schleppers Rhenus I- losgebracht. Ferner setzten sich bei Rüdesheim im Anhange von Mülheim II" ein De Gruiter- und ein Wllnscher-mann-Schiff fest, wurden aber alsbald wieder flott. Ferner gerieth der Eilaüterdampfer William Egan IV." unterhalb der Holländer Landebrücke mit Vorder- und Hintertheil auf Grund, wurde aber nach kurzer Zeit mit Hülfe von Schraube und Dampfspill wieder flott. Seit der Anwesenheit der Sikh-Soldaten in Fort Lister hat sich eine neue Sprache herausgebildet. Wo die indischen Soldaten sind, da stößt man auf eine besondere Sprache, welche eine Mischung aus Hindustani. Suaheli, Iao und Ehinyanja ist. Es ist dies wohl die jüngste Sprache, da sie nicht älter als ein Jahr ist, aber von dem Volke verstanden wird. Die Anzabl der Worte ist beschränkt, und die Grammatik ist noch formlos, aber man ist der Ansicht, daß. sollten die Jndier noch weitere fünf Jahre im Lande bleiben. die Philologen das Jndo-Afrika-nische der Zukunft zu studiren und für die wunderbare Wortbildung auf diese Quellen zurückzugehen haben werden. Einen unerwarteten Besuch erhielt vor Kurzem das Dorf Launsdorf bei Diedenhofen. . Von einigen Jagdhunden verfolgt, stürmte plötzlich um die Mittagszeit ein Rudel Wildschweine in's Dorf. Es waren im Ganzen 33 Stück. Während 22 im Dorfe herumtobten, wühlten 13 aus dem Kirchhofe herum. Eines der Bor stenthiere stürzte sich auf einen der Hunde, welchem es mit feinen Hauern den Leib aufschlitzte. Die Bauern waren aber, nachdem sie sich äin ersten Schrecken erholt hatten, auch nicht faul. Mit Aexten und Mistgabeln bewaffnet, stürzten sie sich auf die Thiere, ein furchtbares Blutbad anrichtend. Zwei Schweine lagen bald todt am Boden. Am tapfersten hieb der 19jähr!geKnecht des Eigenthümers Gerardry drein. Endlich war der Sieg erfochten, neun Schweine netzten mit ihrem Blute den Boden. Der Bürgermeister ließ nun sofort ausschellen, die erbeuteten neun Thiere sollten auf das Bürgermeisteramt gebracht werden. Doch davon wollten die Bauern nichts wissen. Sie behielten und vertheilten die Schweine unter sich, so daß, als der telegraphisch benachrichtigte Jagdpächter eintraf, nichts mehr da war. Die ffolge davon ist, daß die Angelegenheit nun nöch ein gerichtliches Nachspiel haben wird. m- ' - Nudh'S Pi!e Suppositoiy wird garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder daS Geld wird zurückgegeben. 50 CtS. die Box. Schicke zwei Postmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu derkaufen in allen guten Apotheken' Syard Broö., A. Kiefer & Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten,) Indianapolis, Ind.
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cvru$cu ii ojviijt vuif iiiui un'iiu jciiu iui Xr. August König's Hamburger Brustthee aus,
der vaj.nm iojte stcö uns nacs cvraucy rcn cln pacr Packeten rerscbrcand der Husten gänzlich. Fred. Cchultz, ColurabuZ, Ohio.
) fl&titßsnhfMi Etliche Monate litt mlUUUEtt. ick an heftigen Brust.
Beklemmungen und lein Eintel wollte reisen. Scbließlich'gebrauchte ich Dr. August König'S Hamburger 'Brustthee und ick ar bald eheilt. Charles H. Arrce, 323 S. Prince.Ttraße, Lancaster, Pa. 4f (SrfttltUttßCH. haNeick Dr. August König'S Hamburger Brustthee stets in meine, Familie rorräthig und habe immer gefunden, daß dieser Tbee ein ausgezeickneteö Mittel ge gen alle Erkältungen ist. FraneiS M. Bar rett. 205 N. Ann-Straße. Baltimore. Md.
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