Indiana Tribüne, Volume 18, Number 108, Indianapolis, Marion County, 6 January 1895 — Page 2
Unter uns Zraucn. Casclxengeld kür Frauen UNV Kinder.
Zu seiner Zeit des Jahres empfin 'den Frauen iwt Kinder, denn beide gehören ja doch nach der Meinung der -meisten Männer in dieselbe Kategorie, so sehr ihre Abhängigkeit von den gestrengcnEheberren undÄätern.als wenn es sich um den Ankauf von Geschenken handelt. Nicht, tafj ich behaupten wollte, daß Eheverren und gestrengen Väter. 'emItt bereitwillig Gaben austheilen oder tz sie es nicht gerne sehen, wen. ihre Miauen und Kinder desgleichen Ituin, r.tin, die Herren sind oft viel cenerHer als die Damen, und darum 7.ehnien diese auch so gerne ihre männlicher Hälften mit zu den großen Ein'lausen, weil sie wissen, daß dann weit schörere und kostbarere Dinge gewählt werben, als wenn die Frauen allein die Äe?2ntwortung tragen muen. Was ich mit der Unabhängigkeit in Geldsaita sagen will, daß es ein drückendes, oetrübendcs Bewußtsein für jedes den'ke?.re und fühlende Wesen ist. 'nicht 'hingehen zu dürfen, sein eigenen Meinung, seinem eigener Empfinden -nach 'aus eigenen Mitteln kaufen, nicht selbst schenken, zu dürfen, sondern nur ri:c schwache, unselbständige Vermittlern der Gaben zu sein. Die Herren werden mir vielleicht erWidern, daß ihre Jorir.undschaft doch 'nicht im Stande .ist, &e Frauen von 'übergroßen Ausgäbet: abzuhalten. Dies will ich riicht bestreiten, 'denn ge--rade weil den meisten Frauen kein Geld 'anvertraut wird, weil die Ehemänner den Gattinnen leider i.ur zu oft absoTut nicht über den Wex träum, so versuchen die Damen 'es 'zumeist 'auch gar nicht das ihnen conserlent verweigerte vertrauen zu verdien oder 'zu ge"winnen, das Geld ist ihnen fremdes Eigenthum, und 'sie 'geben es auch nur oft wie etwas Fremdes, Geliehenes. "Gl;ne inneres Interesse aus. 'Und och. wie quälend 'ist es 'für Frauen, während des ganzen "Jahres stets diese gütigst verliehenen Gelder wohl in die !&and zu bekommen, dabei aber doch .Nicht einen Cent ihr sigen zu nerrnen, iiicht im Stande 'zu sein aus eigenen Mitteln, ohne dabei :iit ihr für andere ißwecke ausgesetzten Summen anzukeifen, auch nur an eine Ueberraschein Geschenk u:x den Gatten selbst, für kleine stille Wohlthaten an 'verwandte oder MZiize denken zu -.ionnen. 'Die Herren werde?, mir vielleicht .nieder einwenden, die "Frauen sollten 'doch ron ihrem Hushaltungsgelde Ersparnisse zu mache? 'versuchen, und Seit diesen dann ihre persönlichen klei'.tim'Lubhabereien de'ftie'digen. Das wäre aber wieder nichr das Nichtige, driiN c& sind Geldei,d:e einmal für dru' Haushalt bestimiru 'sind und der Hausfraz- nicht rechwiäszig zukommen. Sondern das einzig Befriedigende für cütjlbcltr ist; wenn snjchl die Frau . als die ranwachsende Kinder als Westn verachtet werden.'die imStande sind.'.selbZ ändig Gelde iu verwalten, seivzz nme noch so'tein, aber sie yehör.' ihnr n persönlich -.an zur freien Beifügung. Wie sw! -mild sich jetzt "ra Kleine Mädchen, .m stramme ur6 fuchler, wenn sie ne selbst mühTarn u idsc:, gfältig zusammengelegten hasche, ge1di, durch manche gerne useijefcte kleine Entbebunc nun hin ehen '5?nd ' 5 'lbstzufrieden icntcr den nüglktaunt schönen Gabe ausfuchii:' k?l:-,en, ihnen ctfüßt, und die gewählt: Diziie aus eigen.cn Dollars und Gents bohlen dütrni. 'Und mit wie ip.ie! 4'reud?z :rem Herz?nrd di; Zieb?:,ide7.Ä!utte? und Gawn" Geschenke erstehen. ;-enn : weiß, daß .sie nicht nachr-eschäm. :em lieben Mana die Rechrtng Ciir -d.e ihm zugedachten Ueberzafchlgen .vorlegen :nuß. ?5ondern kiB"j:e diesecius eigen'Mreln Legleichi-nfZq'.zn. :Vit viel L.ngehin?rter to&o Fr, hier und, dort ''m 'Verborzmen '.'nilde ' Gaben outztbeijt i, und dm .Anr:iu Geschenke ir'.Hm.s senden, ?M siewk'ß, daß Z,e?dam;t 7 Nicht da: Haisbudg't belasten muß 'sondern V.tts,seZgcz er Börse estrei' ten kann ittddi'ffo höchstens sich selbst eiim luz.u.'tlöstti THilettengeg.sta7dd vergen airb. 'Aus ethischem -.und 'Päs-.zozisch ünben würde Äsdaberz. Hn Ersten - und Jätern rtJheij, shrei. Frauer und'Kinds:n, wo cfcicci 'Sextetten Ennahnen d VerhäkN'.sse -pestattt.i, Taschengelder auizufötn, it)f o-nn jernc'in ferier Ärt r'ich.lk zu is rwcndkÄ. "3$k viele Mäd-chu deren L:dürfiW &i Kkidung ltte 5aünd 7 ndenn fcwcrjcrr ebrauchsartktekn'jkts wlw.g d 'den ältern bestritn t&f. bai, treten 5n die he, ohne auch .ur.ne albweijs richte Vors!ellu,cz zu habe, wie theuer ie ändere .'uZstatr-zr "chrer v'?rthen 'Person ,aMi,r'isch zu "siehen .mmt. And ach 'Lk- )ungen Herren norden 'Tveniger sorglos ihre Garderobe abrzen od?5 auch luthwiLig rde?U?n, weiiN sie ine Zdee davon erkszl!c.n. fc. -fc am eigenen Gelde erfahren. w? tiel azu eifocdtilich ist. um NeueL anzusaffen. Fa bin ich udereuzt davon. die Ehnänier und Vater weren bestzr dabe; scch'n, indem sie ur.s -'den alter und auch 'fren jüngeren Men-1chtr.kinde-..n gleichzcm mit' der gro, er Friert auch ife größere Ver santrtunJ' in Ge!dfachi übertragen.
' AhsZ Dier.ftmädchen (zu? .Oau-Ifrau): sechs Woch-n möchte ;ich intiatn Dünst quittir:n! Hausfrau: Wa?um Uzu, Jett!? Dienst .manchen: Ick habe mich bei Ierichtsz?aihZ vermikthet, die 'wohnen nLH.'r ,b:! M afcin:i
Ghm Zizy. ?0ll in i . ac?er.
i Wenn man dem Spiel der Wellen zusieht, wie sie gegen deiStrand rollen. eine hinter der anderen, immer, immer, unaufhörlich dann kann man sich des bangen Gefühls nicht erwehren, als arbeiteten sie emsia daran, Linie um Linie das Land fortzuspülen. als drängten sie immer weiter vor langsam wohl, aber sicher, unHeimlich sicher. Unten an der Düne liegt der alte Iiaa Svenson auf dem Würfen und sonnt sich, und der Wind spielt mit der dünnen wcißen Haarsträhne, die sich unter der alten Mütze hervorgestohlen hat; sonst deckt sie spärlich seinen iahlen Scheitel. Er hat dcn Kopf zur Seite geneigt und hält die Hand über üit gekniffenen Augen, damit ihm die Sonne den Ausblick nach dem Kreideseifen nicht verwehre, der draußen einsam und umbrandet aus d:n Wellen .heroorraqt. . Iigg's altes Gesicht ist gelblichbleich, und die Falten darauf sehen wie die Nisse auf dem Felsen aush. Wie viele Jahre über seinem Haupte hinweggezogen sind, weiß Niemand; die Leute behaupten, es müßten an die hundert sein, und lächelnd fügen sie binzu. daß der Tod den alten -Ofim J:ga." wahrscheinlich vergessen habe. Er ist gewi der Aclteste im Dorfe, denn er erinnert sich noch, daß das Stück Sandbank mit dem' Kreidefelsen darauf früher mit dem Lande zusammenhing. Er war der letzte, der den Wea zu Fuß gegangen ist in jener Nacht, als der Sturm und die See die Verbindung mit dem Lande zerrissen hatten. Das ist achtzig Jahre her, und seit diesen achtzig Jahren ist sein Haar schneeweiß. ' Jigg war. wie schon oft. am Nachmittag hinausgegangen, um ?!öoeneier auszunehmen. Was fragte er danach, daß gegen Abend ein Gewittersturm heraufzog. Er war ein kräftiger Bursch: und hatt: den Weg über die Landzunge schon in mancher Slurmnacht zurückgefunden. Damals verspätete er sich ab:r ganz besonders, denn noch vor Eintritt der Dunkelheit hatte er in der Nähe des Felsens, ein Voot bemerkt, das sich offenbar in höchster Noth befand. Es gehörte wohl zu einem fremden Schiffe, denn die Bauart war eine solche, wie Jiag sie noch nie gesehen hatte. Nunwar es vollkommen Nacht geworden, und nur. wenn ein Blitz einmal die theerdicke Finsterniß durchschnitt, erblickte Jigz das Joot wieder, denen Richtung ibm die sich immer wiederholenden Hilferufe wiesen. Hilfe! Wer hätt: hier früh brinaen können, welches Boot hätte sich bei diesem Wetter freiwillig in die gesäh: liche Nähe der Klippe gewagt! Doch dic HilfeiAfe kamen näher, so nahe, daß Jigg den Insassen des Bootes zuzurufes versuchte, vom Felsen abzuhalten vom sicheren Verderben. Ob sie shn härten? Ob sie 'ihn verstehen konnten in dem 5eulen. Brausen und Zischen der Brandung? .a schon wieder die anrollen Rufe, und diesmal uon einer weiblichen Stimme. Dann noch ein markdurck'dringender Aufschrei, ein dumpfes Kragen zu seinen Fucn das Boot war zerschellt. 'Und aerade ietö hin leuchtender tSIife! Jiaa wagte sich .aus die äußerste ."Kante hinaus, die Wellen schlugen um 'tttne Fuße, der Gischt peitschte ihm ins iGesicht, der Sturm -zerrte an seinen Äleidern er merttk .es nicht sein ganzes Fühlen 'lag in seinen Augen. T'a. dicht vor ihm kärnpften 'Menschen in grauenvoller Angst um ihr Leben, dicht vor ihm, und er konnte ihnen pt helfen, konnte nichts sehen! Seine Wicke, geschärft wie Dtlche, gruben sich Zndiie ciqbnende Schwarze der GewitteMcht nichts! IKuz hier und da-.i?n schwaches Leuchten der Schaumkrönen ein Glitzern deö Wasserö, das idnlköl Antlitz spritzte'. Da. 'aüf:kmal securtdenlange 1!5aaeZhttje. ein Feuerbrarrd von den schä'arzzrauen ".Wolken herab bis auf das ".nde' Wisserfeld. Sekunde::lang nur. aber genügend, um dasBilo, das kch :n:Un' ih n zeigte, sin .das üt ben i! sene.'Seel zu graben. An :imtm tobten Vorsvrrma der Klippe chi??g ein.'nschlichkr ?iorpn , ein Wk'zh. Ein weißer Arm schlang sich um -den tfiiVii Hand Wxc sich in den Tttin arabl au wollen. De? .-andere Ärm war 'Vch empttgestieckt, inid Hemmte lich. -im Bünde! ,us die .ippc zu schiÄ'en. Änd dichs Gesichi! Bon gelben laen trn,dcn "Stöhnen um?ahn. Im dienen drr Wurm trotz d;r Rasse !. zaUke und i: lS den. Wasser fcoli. j Äe?.'.kiflungövoU und peinoerzerrj 1 ... z tjLi r f ' i c xznv tuuj u lajuji, ju aon: unö Ht stoßen, ountilö, sr.gstgcwei!kk5 An?a, wie sie sich hilfesuchend in die seinen -Ehrten! 3ic$ stirang hinzn.zzit :ber nöthig Vorsicht, .lber schnell. Erblicken und zuspringen war eins z:we,sm. Er Äollt: zisch ihrem Gew??d, neh ihren Haaren sassen. aber d aufblitzende Helle wir erloschen, und das Bündel dränate sich Km entgegen. Wieder ein Blitz! Das Weib rief tim tintä zu. o& d:r Sturm bellte. ' rjE eine Stk5.rzt,ell: schioß ihr gkr'ch I fm t n t r j - rw den ziiuna. rerjian? n:r-. kli kielt das Bändel. 5? griff nach der Hand, die ihm dass.e entgegengktreckt batte; Qlt, naß, schläfrig, entglitt sie seinen Finaern. Ein neuer Blitz, neu: Helle! Nichts als rascndes, fchäum:nd:s. gierig an Uz Klippe reißendes Wasser. Die Frau war reischwunden! Der Sturm fetzte immer htiger ein. taim Jiag sich aus dem
Felsen halten, da die Wellen zeitweise? beinah: bis zur Spitze hinaufschlugen. Wrb fnTnt .11,? NlZk itnS trh'ftif ws
Xtty vt vM "w y - 1 tosende Wasserfeld keine Spur von der Frau das Meer hatte sie hinabaeschlungen keine Spu? von einem andern Menschen! Was sollte er nun mit dem durchnäßten Bündel beinnen? fortwerfen? Es war ihm ja nur binderlich beim Heimgang über die Sandbank. Ha! Ein Wimmern, ein Regen in dem Bündel! Großer Gott ein Kind! Run heim! heim zur Mutter, sonst stirbt das Kind in den nasse Lappen! Jigg war über sein Erlebniß so aufqeregt, daß er jetzt gar nicht wußte, in welcher Richtung er eigentlich den Strand zu suchen hatte, nicht einmal an der ihm so bekannten Formation der Klippe vermochte er sich zu orientiren. Endlich zeigte ihm ein Blitz die Landzunge, die nach dem Festland hinführte, und. die immer stärker wimmernde Bürde sorgsam im Ar'ae beraend, machte er sich auf den Weg. 'oturm und iba)er, o:e lyn umbrausten, machten den wetterhart.'n und an die Wuth der entfesselten Ele mente gewöhnten Burschen erzittern. Erwußte nicht, ob es Spritzwellen wa ren oder der Gewitterregen, was ihm m s Gestüt schlug, ihn fortzuschwem men drotte. Die sonst ziemlich breite und 'hohe Bank schien niedriger geworden oder das Meer auf einmal gewachsen ZU sein. Wo man sonst trockenen nutzes gehen konnte, 1 pulten letzt die Wogen über, zuweilen so hoch und mit solcher Wucht, daß er in's Wanken kam und sich nur mit äußerster Anstren gung fortbewegen konnle. ' Waren das die Elemente, denen zu trotzen er von Kindesbeinen an gelernt hatte? Wie klein, wie nichtig, wie machtlos kam er sica vor! Und der Bode? unter ihm. Gruben sich 'die Füße nicht bei jedem Zögern seines Schrittes bis über die 5inöchel in den mahlenden and? Und da vor ihm klafst: eine Rinne. und die See schoß hindurch! Die Angst, die ihn packte, iab ihm Muth und Kraft zu dem weiten Sprung. Und als er drüben war. stürmte er vorwärts vorwärts! Ja, vorwärts! Wo ging denn der Weg weiter? Wenn ein Blitz ausleuchtete, suchte er ihn, aber wo war die Bank? Bor ihm ein weniz Sand, den die hochgehende See überspülte, hinter ihm großer Gott! das brausende Meer. D:e Bank war zerrissen! Rings um ihn her die Wogen. Hier und da bäumte sich eine über seinem Haupte und stürzte auf ihn nieder, als wollte sie ihn zerschlagen. Und das Kind im Bünde! wimmerte nicht. rührte sich nicht mehr! Lebte es noch? DaZ nasse Tuch konnte es. erstickt haben. Sollte er es von sich werfen, um nur das eigen: Leben zu retten? Um Gott nicht! Es konnte ja noch leben, und ein ehrlicher Fächer verlaßt keinen Menschen m Todesnot.. Vorwärts! Ja. wo war die Richtung? Ah, dort an der Düne glüht: es auf. erlosch aber gleich wieder. Seine Mutter, seine geängstigt? Mutter hatte die Dorfbewohner alarmirt, man v:rsuchte, ein Feuer zu entzünden. Der Regen verlöschte es. der Sturm blies es aus. Doch hatte das kurze Aus; flackern genügt, ihm Richtung und Entfernung zu zeigen; er war nicht mehr weit entfernt vom rettenden 'Strand! Halb wahnsinnig vor Angst aröeiitit er sich weiter über kreiselnden Sand, durch schäumende Wogen, die Än umspülten und hinter ihm stürmte die gierige See. Gotr, hilf du mir! .eiliger Gott, hilf mir' betete er in seinem Herzen. Seine Kräfte waren erschöpft, seine Wine zitterten, seine Lunge schmerzte, und zögern durfte er nicht; das wäre der sichere Tod gewesen. Herr Gott, hilf mir! Herr Gott, coie -du willst!" Er konnte nicht weiter, seine Kniee braö:?n ein, seine Sinne schwanden. Daß er und das Kind nun verloren seien, 'war sein letzter Gedanke. Äber schon Ihatte ein Blitz ihn den Fischern g:z:igi; sie bärge den Leblosen und auch l-as Bündel, das er selbst beim Entfl'en seiner Lebensgeister nicht von sich. lassen hake. Das sind nun cichtrg Jahre her, und von alln denen, di: in jen:r Sturmnach! am Strande wMN. lebt keine? mehr aufcr Ohm Jigz Er und die Klippe diQ-lllßen. zwei vnwrtrerte Z:istytn aus ctar, alter Zeit. An dem tlitn Jigg nagt jeder Tag. 'ieve Stunde .an dem Felsen jet?e Welle, Woz: Wogen MWs. Wo,en der Zeit And so ruhrlos wie die See da vor ihm 'ind auch sf ine Tage geansen. Erst jetzt, öa er nicht mehr kann, a er ein Wrack ist, hat er .Ruie und kaun draufa :in der Sora liegen un) zurückdenken und sinnen. Ja. zrenn er a:m geblieben wäre, als die Mutter starb! Aber da war das Kind sein Kind! Hatte tt eS doch mit Einsetzung seines Lebens dem gierigen Mrere abgetrotzt, mit schwerer KranlheU undden? Verlust seines Zuaendllchen Frohmuth; bezahlt! Wehe dem. der ihm sein: Shrist:l hätt: streitig machen wollen! Doch es fragte Niemand nch dem Kinde. Erst später, nachdem Ehrte! zur Junc'srau Herangereift war, verfolgten die Burschen sie mit begehrliche!.' Bli4en. denn si: waren d:r Meinung daß kein' Dirn: den Verglich mit ilir a.'lshielt; aber sie trauten sich nicht Hera,.', ocnn m't Jigi war in dieser Beziehung nicht zu spaßen; er bewachte Christel wie ein els.'rsüchtiger Türke, obwohl er selbst nicht wußte. w:slb; h:irathen
muZke sie doch einmal, nd aus einen Prinzen zu warten, hatte si: gar kein:
Ursache. Wenn er sich seinis e.anxm Eigenthums hätte entschlagcn wollen, konnte er ihr doch kein anderes H:irathsqut mitgeben, als seine verfallene Hütte, sein alt.'s Boot und sein bischen Fischereigerath. Und das war alles zusammen nicht viel werth, lange nicht so viel als ihre Schonh.t. ihre sütsamkeit und ihr Fleiß. Es war e:n: Freute, sie y:rumw:rthschaften oder auf der Bank im Hofe Netze flicken zu sehen. O. wie schon war sie dama.s da mals! Jiag saß in der Kammer und wollte einen Taublock schnitzen wollte. Ja. wenn er vom Fei?ste? aus nicht die Bank hatt: sehen tasten! Da sag Christel. Was war aber das? Sie ließ das Netz im Schoße ru::n. ohne die kleinen Hände zu rühren! Sie jchaute unverwandt nacy dem Zaun des Nachbars! Sie errölhete? Da. des Nachbars Aeltester. der braune Als. der vor wenigen Tagen erst von seine? großen Fahrt zurückgekehrt war, warf Kußfinger herüber! Jigg lief alles Blut zum Herzen: eine furchtbare Erkenntniß kam über ihn. Er, er selbst, trotz seiner weißen Haar: er liebte Christel! Fort war das halb brüderliche, halb väterlich: Gefühl, das er für sie gehegt liatte; wilde Eifersucht packte ihn, er hätte Als niederschlagen mögen! Was sollte das aber 'nützen? Sie war für ihn verloren; das sah er aus ihren leuchtenden Augen, aus den liebeglühenden und siegestrunkenen Blicken Alf's! Sie kamen zu ihm, Hand in Hand. Sie strahlte vor Glück und Wonne. Wir lieben uns, Jigg, wir wollen uns heirathen!" Mit halbgebrochenem Herzen gab er seine Einwilligung; wie ein Fieberkranker taumelnd, führte er sie in die kleine Kirche, in die Arme Alf's. Sie war p glücklich, das gab ibm ein gewisses Maß von Befriedigung; aber die Wunde, die ihre H:irath ihm geschlagen hatte, vernarbte nicht blutete, blutete fort sein Leben lang! Sie hatte zwei Knaben, kräftige Rangen, mit denen er spielte, und denen er Boote schnitzte. Er war ihnen der gute Ohm" und dann ihr zweiter Vater, als Alf's Boot bei einem Sturm am Kreidefelsen zerschellte und sie Waisen wurden. : Christels rasender Schmerz um Als schnitt ihm doppelt in die Seele. Da sie nun Wittwe war, dämmerte anfängst ein schwacher Hosinungssttahl in ihm auf gleich, ehe Alf noch unter der Erde war. Zwar hielt er den Gedanken für roh. für verwerflick.aber es gelang ihm nicht, ihn zu ertödten, er kam immer wieder. Doch Christels Leid war grenzenlos, ihre Thränen versiegten wohl, sie fiel jedoch in Melancholie und sväte: in Wahnsinn. Seine Christel wahnsinnig! O, hätte er damals damals das Bündel von sich geworfen, wieviel Kummer wäre ihm erspart geblieben! Wozu hatte er sie gerettet? Zu solchem Loos! Vielleicht zu einem srühen Tode! Doch nein. Ihr Körper widerstand der Krankheit, und viele, viele Jahr: war Jigg ihr Wärter und der Ernährer ihrer Kinder. Wie oft glaubte er unter der Last, unter seinem Seelenschmerz zusammenzubrechen. Er spannte seineKräfte auf's äußerste an bei der harten Arbeil. die sein schweres Gewerbe mit sich brachte. Er erzog die Buben zu tüchtiaen Seeleuten; der eine brachte es bis zum Steuermann, der andere gar bis zum Kapitän. Aber eine Stütze wurden sie ihm nicht, denn auch sie verschlanq die tückische See, die alles zu sich hinabzureißen sucht in ihr brodelndes Getriebe. Christel blieb der Gram um ihre Söhne erspart, sie hatte ja das Bewußtsein ihres Besitzes schon lang: nicht mehr, erinnerte sich an keinen der früheren Vorgänge und lebte ein theilnahmloseZ. Traumleben. Ihre Hände waren immer in Bewegung, aber sie that nichts. spieUe mit ihren Fingern ooer ce:i Schürzenband und lächelte blöde v?r sich hin. Nur wenn Jigg sie ausführte, maßte er die Geaend mit ihr vermeiden, aus der sie den Kreideseifen gewähren konnte. Beim Anblick desselben larn es n?ie ein Erinnern an Alf über sie; des regte sie auf und batte jersma! einen Tobsuchisanfall zur Folge. So ainzen Jigz's Tage hin nter Mühen, Sorn und Schmerzen, ohn: Aufsicht cuf Glück öder Freuo:. täglich das, was er liebte, in farfam Unglück vor Qjn. W're .oft betete er um ar Ruhe k,?.en zu können; er 'war so r " 1 ncaoe. 10 muöe: Endlich war s aus mit Chr'l, rnfr Jigg hitie -nun rüz'es verloren, waZ ihm theuer gewesen. Christel war sechg Jahre alt geworden, als Jigg sie -Grab: atli'dät ein alter, alte? gebrochener Main! Chstel ruhte, doch Jigc? v.nnit immer mch arbeirul znn. dcs täglich? Brot: Ä-ann bätt: -er j etwa sür sich zurücklegen könner.' Es rrcrd ihm schwer, sehr schwer, aber der Verdienst war etirai besser, tzt Wogen 1er Zeit waren in dieser Bcziehz'ng iam günst.'ger gewesen: si: hatten aus dem ur.bekannten Fischerdorf einen vieliesuchten Badeort gemacht, und er führte die Fremden in semcm Boote auf dis See hinaus. Wenn es ihm a'.r N7vl:ch war. fuhr er allein nach der Klivf? hinüber und verlebte do:t einig? stille Stunden andächtigen Erinnerns. Dann wurden seine A'me wach. cr lonnt: kein Ruder mehr halten, lein
urlosu:-.ci für Ehr.stet ganz im willen, im innersten Herzen, ganz ',elöstlos. den tx hoffte, sich dann auch
cger meyr sieuen. Wenn vte SJe meinde ihm nicht ein reichliches Almo sen gewahrt hätte, wäre er gar verbun-aert.
Er von Almosen! Wie nagte das an seinem S:r?.en. wie heiß beachrte er den Tod berbei! Die Leute mochten Recht haben: der Tod hatte ihn vergessen. Seine Glieder begannen den Dienst zu versagen, so dan er ost tagelang in sein:? Hütt: bleiben mußte: wenn er sich aber hinaus chlep' pen konnte, lag er am Strande und blickte nach dem Kreidefelsen hinüber, bis iraendeins der Dorfkinder kam und Obm 5liaa". wie si: all: ihn nannten. und wie Cbristel's Buben ihn genannt hatten, heimaeleitet:. ' Die Sonne war im Niedergehen Jigg lag noch immer an der Dune schon stundenlang in derselben Stellung. Ein Bursche kam und r:ez ihn an: Oam Jiaa. wollt Ihr heim?" Ohm Jigg. der sonst noch immer scharfe Ohrttl hatte, horte nicht. Obm Jiaa. 's ist bald Abend!' Und der Bursche faßt die Hand, die vorhin die Augen beschatten sollte und nun auf sie hinabgesunken ist. Aber schnell läßt er sie wieder fahren; sie ist kalt und steif der Tod hatte den alten Jigg doch nicht vergeben. Jt Entführung. 's Tantche Lisett war schon seit dr:ißig und mehr Jahren Wirthschaften und Hauk-inventar im Halben Mond' zu Tugendheim. Seit etwa zwanzig Jahren hatte sie sich in ihr ehelos Schicksal ergeben seit zehnen trug sie ein Gebiß, aber das letztere nur an Sonn- und Feiertagen, m der Woche schonte sie es. 's Gretche vom Halben Mond" in Tugendheim und der Schofch" vom Deutschen Haus" in Auerstadt sollten emander heuathen. De? chojch mochte schon, 's Gretche nicht. Da war im Halben Mond" ein Malcfizbursch von Oberkellner und Geschäftsführer. der Ludwig, ein schneidiger blonder Darmstädter aus gutem Haus, aber ohne Mittel, Schwadroneur, der hatte im Gretche das Köpfchen verdreht. Tantche, gelt," sagte eines Tages mit zornrothem Gesicht d:e Hausfrau zur Lisett, da, lies das Zettelche, 's ist aus dem Gretche sei Kleidertasch, und rath einmal, r. essen Schrift das ist!" Dem Ludwig sei Schrift," rief das Tantche. El du mein Herrgottche, was für ein Kerlchen, will mit unserm Mädelchen, dem Gretche. auf und davon. daß Vater und Mutter nix davon wissen. Das heißt man eine Entfüh rung, gelt?" Tantche Lisett. Du thust mir den Gefallen," antwortete die Frau des Hauses, ..Du schweigst und sagst kein Wörtche. und ich will Dir angeben, wie wir's machen." Und dann entwickelte das Gretche Mutter ihren Feldzugsplan . . . In Station Tugendheim konnten sie natürlich nicht einsteigen, der Ludwia und seine heimliche Braut, und so ren-fiinn in aller Nacht bis Heppenburg gefahren. All' diese Zeit hatte das tiefvermummte Greichen still in seinem Eck in der dunklen Kutsche gesesseir und in sich hinein geweint, und der Ludwig hatte sie nicht trösten können kaum daß sie seine zärtliche Umarmung duldete. Nun waren sie ja in Sicherheit. Im Gaslichterglanz der großen Station, wo sie Niemand kannte, hielt der Wagen. Ludwig stieg aus und kaufte die Billets. Wie er wieder an den Schlag trat, um seine Braut herauszuheben, da schlug diese den- Schleier, zurück und Ludwig glaubte, der Leibhaftige grinse ihn an so ein Teufelsgesicht machte in ihrer Schadenfreude 's Tantche Lisett, die irr Sn Schleiern gesteckt hatte. Gelt. Ludwig, do guckst De?" sagte sie und hielt sich die Hüften vor Lachen. Und magst mich nimmer? Willst mich net entführe. Du schlechter Kerl? Hast mich ja im Wagen so herzlich an Dich gedruckt, daß ich kaum athmen tonnt'. Gelt, was t Späßche? Noi, 's Gretche sitzt dahoim und die Mutter hält ihr eine Strafpredigt, die sie sich hinter die Ohren schreiben wird. Und Dir laßt sie sagen. Du brauchst nimmer wiederzukommen. Da Du aber allezeit brav gewesen bist in der Wirthschaft, so schickt sie Dir hier ein bischen Geld zur Hochzeitsreis'!" Und die Tante drückte dem Ludwig ein paar blaue Scheine in die Hand, Vit der Viclgctvandie auch verb!äsft hinnahm. Co. Gott befohlen, damit reis' in die Welt. Billets hast ja schon!" Darauf stieg Tantche Lisett wieder in die Kutsche und fuhr nach Tugendheim zurück. Der Ludwig ist dann später Gerant" eines großen Schweizerhotels geworden und hofft eine reiche Engländerin zu heirathen. 's Gretche lzat nämlich 'inzwischen den Schosch" genommen und ist Wirthin zum-,, Ha!ben Mond". Eins aber darf nicht verschwiegen werden: Als sie entführt wurde, da battc Tantche Lisett ihr Gebiß dazu angelegt und weidlich wird sie damit im Hanse geneckt. Gelt. Tantche." heißt es, gew'ch hast Du geglaubt, er wird in den Tausch willigen und Dich nehmen!" Schnell erledigt. Bursche: Herr Lieutenant, der Schneider d7außen möchte gern Geld haben der Schuster ijr" auch da! Lieutenant: ??a. dann sag: dem Schuter, er soll dem Schneider 'was geben! Erklärung. Was ist eine musikalische Soiree? Wenn n.an Andere schreien färi und vor Hung,.? selbst schr.'.ien möchte.
Ein Zcncnabcntcucr. Bernhard Edler Herr von Nagell
war noch halb ein Knabe, als er Bentzer des Rittergutes Hohengerholdscck wurde, und da er zu derselben Zeit regularer Fuchs im ersten Semester war, wird man begreifen, daß er mehrGlück wie Verstand hatte. Uebngens saß er aerade im Carcer, als di: Nachricht b:i dem Universitätsrektorat einlief, und der alte Rector lnagnificus hatteMühe, die Sache so lange bei sich zu behalten. bis Bernhard aus deö Carcers dunklen Gründen wieder an das Licht derSonnen gelangt war. Das erste.was der junge Nitterautsbesitze? vornahm, war eine lange Epistel an den alten Rentmeister auf Hohengerholdseck, in welcher er demselben seine demnächst? Ankunft meldete; das zweite war eine Einladung an ein halbes Dutz:nd Spezialen. Famose Jacn Hochwild, Sauen, Fasanerie! In? kommt mit, ohne Widerrede! Die Herbstferien standen vo.r der Thür. Natürlich! Prosit, Edler Herr von Naaell! Prosit! Prosit!" In dem weiten Parke von Hohenaerholdscck lag ein herrlicher See, der von alten Baumgruppen malerisch umsäumt war und die köstlichste Gelegen heit zu Gondelfahrten bot. Ein paar Nachen und kleine Segler lagen auch im Park zu diesem Zwecke bereit; aber d:r Kuckuck wollte, daß gerade am ersten Tage, als Bernhard seinen Besitz antrat, ein paar junge Leute aus der nahen Kreisstadt sich die Boote gelöst hatten und auf di: See hinausa'kahren waren. Bernhard runzelte die Stirn: Habe gar nichts dagegen, wenn sich die Kerle ein Vergnügen auf meinem See gestat ten. aber können si: doch machen. wahrend ich fort bin. He, Wedcmerzer!" Gnädiger Herr!" Ein alter uniformirter Ööerw'ächter des Gutes kam herbei. Sagen Sie doch den Leuten, si möchten ihre Wasserpartieen vornehmen. wenn ich nicht daheim bin, verstandcn?" ! Zu Befehl, gnädiger Herr!" : Am nächsten Morgen stand ein: große Warnungstafel am See. auf welcher das Befahren desselben für die Dauer der Anwesenheit der gnädigen Herrn untersagt wurde. crr i (r . r . ma i c or mro v:ei yelsen. raoeiie ernhard. Augen aufmachen, ein paar handfeste Kerle herstellen VDer alte Wedemeyer kraute bei diesen Wor ten seinen grauen Kopf. Ich will's haben." Bernhard blickte ihn groß an. sind Leute genug da; w:r sich wider setzt, wird eingesperrt, ohne Widerleve, j Man sieht, der Edle Herr von Naaell wußte sich in scine neueWürde vortrefslich hineinzuleben. Wenige Tag: darauf hatte er auf einer entfernten Försterei des Gutes eine Jagd auf Hochwild abgehalten. In der Nacht kehrten die jungen Herren zu Fuß durch den rauschenden Buchenwald nach dem Schlosse zurück. Will doch mal sehen, ob mein alter Wed!merer bei den Gondeln, i "lachte . ii ; Bernhard unterwegs, j Sein Einfall fand Beifall, in ! schlug die Richtung nach dem Wasser ! ein. Kein Wächter war zu sehen. Da machen wir gleich eine Mondscheinpartie!" ries einer der Herren. Jawohl, famos, hinein in die Boote." jubelten die änderen. Kaum waren sie dabei, die Boote zu lösen, sprangen zwei handfeste Männer aus einem Gebüfch hervor. Halt was machen Sie da?" Aha doch am Platze!" rief Bernhard, na. ist gut, könnt wieder qehen!" Damit fuhr er fort, sein: Gondelkette in das Boot zu ziehen. Er hatte aber die Rechnung ohne die Wächter gemacht. Was? was?" riefen diese laut, raus aus dem Kahn, t.'ier wird nichts aemacht in der Nacht!" Es waren offenbar Polen, fremde Wanderarbeiter, soz. Sachsengänger. Ja. ja. habt Eure Schuldiakeit getban. Leute, nun laßt uns in Ruhe. Da. steckt Euch ein paar Ciaarren an." Der junge Herr Rittergutsbesitzer hatte eine großmüthig: Anwandlung; aber auch damit kam er schlecht an. Raus aus den: Kahn, oder ich kipp ihn um!" schrie einer der Männer, indem er in das Wasser watete und das Boot anhob. Ja zum Teufel !" Bernlard sprang an's Land, kennt Ihr mich denn nicht, ich bin ja Euer Herr!" Schlechter Strolch bist Du!" Marsch in's Kamuska! WirstnÄ gutsherrliche Wächter! Paschollst!" So riefen Beide auf Bernhard's unverstand'.ge Frage durcheinander, indem sie wichtig auf zwei gelbe Schilde deuteten. die sie am Arme trugen. Einen Augenblick rathlose Pause. Die Wächter belehren? Unmöglich! Sie verstanden kaum deutsch. Und dabei hielt der eine den Edlen Herrn von Naqell. der andere Curt Bosse und Max Wehlerhagen bei den Armen. Paschollst!" Ihr seid wohl neu aus dem -Gute?" Bernbard sträubte sich noch immer, dem Manne zu folgen. Schlechter Strolch hat nichts zu fragen!" lautete die Antwort. Paschollst nun, oder ich helf' nach!" Da'mit hob der eine Wächter seinen Knllppel drohend hoch. Schafskopf!" Walter Brinken schluq den Stock zur Seite, wir kommen ja schon! Auf eine Keilerei mit Ihren Arbeitern wollen Sie sich doch nicht etwa einlassen, Nagell!" Verdammt auch!" Bernhard knurrte es halb verlegen, halb inanmmig, indem er sich in Bewegung letzte, da hilft uns wahrhaft kein Mundfpitzen. es muß gepfiffen sein." .Und zwar nach Ihrer eigenen
diel" spöttelte Brinken. denn die
beiden Kerl: sind durchaus im Rechte." Ich lache mich krank, wenn uns diese Pedellen in das hochadlig: Burgverlieb schleppen!" lachte Brockhoff, und der Edle Herr von Nagell kostet in seinem eigenen Gebiet die sukeRuhe des Carcers durch " In der That führten die Wächter ihre Arrestanten" nach einem Vermaltungsgebäude der Herrschaft, in welchem sich das Polizeigefängniß derseloen befand. Und auf dem Gutszofe vom Thurme schlug es eben zwei Uhr es war keine Seele weiter wach. Es ist doch toll. Kerls, so fübrt uns doch nach dem Schlosse, dort wird man Euch lagen, wer wir sind! rief Bernhard ärgerlich. Nichts da!" Der erste Wächter schob bereits den Schlüssel in das Schloß. Paschollst!" Die Thür off-, nete sich. Unerhört!" Bernhard wendete sich um. Ist ganz schön in Kamuska!" tröstete der zweite Wächter, indem er von binten schob, hab' auch schon drei Tag: darin gebrummt!" Na, denn man rin in's Vergällaen. Edler Herr von Nagell!" lachte Max von Bosse. Ihr bleibt uns ja auf alle Fälle zur Gesellschaft." Da fing es plötzlich hinten in dem Dunkel, des Raumes, an zu singen: WaS kommt dort von der Höh? was kommt dort von der Höh ?" Jänicke! Donnerwetter, altes Haus!" Immer herein, meine Herren Confrators. hier ist's gut sein!" Ein Paraffinkerzchen flammte auf und die Studenten sahen in das bierehrliche Gesicht ihres Fuchsmajors, Hans Jänicke. Sie hier Jänicke?" Wie Ihr seht. Edler Herr von Na-' aell, aufgehoben von Euren Knappen dort mitsammt meinem Fräulein Base, der sehr ebr- und tugendsamen Susanna Catharina Jänicke aus Wernenstedt. die ich Eurer Ritterlichkeit hiermit empfehle." Wieder flammte eine kleine Stearinkerze aus Jsnicke's Feuerzeug auf und beleuchtete da liebliche etwas blasse Gesicht einer jungen. Dame, welche an der Wa?.d lehnte. Untröstlich, gnädiges Fräulein " Erzählt was Gescheiteres." fiel -Jänicke den Commilitonen lachend in, das Wort. Wir sitzen schon seit vier Stunden in diesem Rattenneste und "' Seid Ihr auch bei den Gondeln " Natürlich auf Euer Hochedlen eiaenenOrdre abgefaßt und eingesperrt. Na wir haben wenigstens denTrost. daß er mitgefangen ist." Bei diesem Troste kicherte auch Fräulein Susanna auf. Die Wächter waren natürlich schon wieder davon gegangen; indessen, gan aeheuer mußte ihnen die Sache doch nicht vorgekommen sein, denn eine? halbe Stunde später kamen sie mit dem. alten Wedemcyer zurück. Herrjeses, H:rrchristus. gnädige?Herr!" Der schlug die Hände über-dem. Kopf zusammen. Nun machten die Wächter lang: Ge-' sichter. Aber Bernhard schenkte Jedem ein Zwanzigmarkstück. Habt Eure Sache gut gemacht, Leute; immerfeit am Platze sein!" Das war nicht, unverständig. Da der Wagen, mit welchem Jänicke und seine Base von Wernenstedt na5, Gerholdseck gekommen waren, längst zurückgefahren war, ließ Bernhard selbstredend einen Kutscher wecken und das Paar .nach Haus fahren. Wo sich aber in den folgenden Taaen Bernhard und seine Commilitonen auf Hohengerholdseck blicken ließen. da glotzten grinsende Gesichterhinter ihnen her. Um so viel war der junge Gutsherr indessen gescheidter geworden, daß er erst Besitz ergreifen müsse von seinem Erbe, bevor er darauf befehlen könne. . Kleine Reimspicle. 1 Tyll Eulensviegel machte gleich ' An jedem Ort 'nen dummen Streichs . Was Tell erfahren haben soll: Natürlich nannte Tell Tyll toll! rlf'A Virtr 0f fif rf nyMrr i Beinah meine feine 5ilelne Doch ich that es nicht, indessere " " - "V y II Aß ich reine Schweinebeine. . je sjc a)c A u f d e m Olymp. Was Hcrkulus will Heben heben Und will hier nach dem Leben leben?" N:ef Juno, "so'r, Olyp-Lump!" zße He He Die großen reichen Staaten sind Auch mächtig ohne Gleichen, Die kleinen können's Wasser nicht Den reichen Reichen reichen. Herr Kunz holt' auf der Schnepfenjgd Sich einen Schnepfen-Schnupfen. Doch konnt' er mancher Bauermagd An ihren Zöpfen zupfen. I i i Ach h e r j e h. Junger Eh:-; mann (auf dem Bahnhof ankommend und seine Frau nebst Schwiegermuttererblickend, leise): Hatte ich Dir nichr tekegraphirt. daß Du Mama, nichd mitbringen solltest? Junge Frau: Da-' rüder will Mama gerade mit Dir sprechen. Sie hat die Depesche gelesen. Boshaft. Schwiegermutter- -(die Zeitung vorlesend): Wann werden endlich einmal die schlechten Witze über die Schwiegermütter aufhören?!" ' Schwiegersohn: Ab:r. liebste Mama. die sind doch nicht alle a:a:ir Sie gemünzt!" W a s e r d a z u s a g t. B!?ron: Ich werde mich demnäckilt veröira. tben. Müller, was sagen Sie dazu?" Bedienter: . ich bab's immer ae. sazt: von dem Herrn Baron werd' ia mein Ged schon wieder k?iez:n!"
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