Indiana Tribüne, Volume 18, Number 106, Indianapolis, Marion County, 4 January 1895 — Page 3

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EIN AHGENEHAES .KRÄFTIGENDES APPETITERZEUGENDES HEIL-KÄHR-HiTTEL DANN KAUFEN SIE DEN ECHTEN C5';;; mm - " Vv3V.-r1 ryss&fjssjtfAXixA-srr sav. KEIN ANDERES 131 ECHT. f csge 7iZW. mim USED. i Z . - ITtV L1 wen R Ccck:hq. CL&ANsmaiBa Potmrnslr BAR FIXTÜRES, DRAIN BOARDS L AN O ALL P f. i rt- I fi IU rin. Zlnc. Brass, Connor. lx MtnfAl nnfl II 1 t o r onH fV j taikinui oiiu an nuvuuii u Platcd Utensils. fjCteSQ.Vood, ? sz colain. IVlarblc, Per Etc. V n'nrn uoi iinrrJ.UM fÜ , rj v.bwnw.te vvii. ui j( ol iav-fictar anl Troprlstor. ß j .3 cbbt numiSTBn st., mamniipoui. S TUC nin yccpcD? cpiCMn ja ' ;i-u j -t &.. ta . . Mit? xt gST Zum Verkauf in Apotheken ?.r entS der Pfund. i?$cn 126?-Unteiftützt du UNIOS C O - O PERAT1VB L st n d r y, feii-wScn d?n iJötca ZtsdsZdche. 0. 140 ui i:2 Virzini? rvenue. T Snmrrill. Manftper. Brille Tnmpf - Farberei. i&taMitt 1571.) C'tr?nf'?iCr st '.!.;,t, cfii;' '.'?!? rro icir. 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Dr. Zheel t Itt m,,ze ?rz: d Qelt der aii drei medizinischen Schulen , !,e. die eue und ne Auserwaviie) vuetru und in seiner Lebandlurz verbindet, tr heilt SyVhiliZ. Geschwüre. Mund ,,ns Salsleiden. flechten und ff re'p! ter eldftdkflkckung üb folgen t4 21 w schmeifkni bei verbeirotbeten eder unvkr, helr,ien. Auflüss. Vrengerun?c eic . die nock so denweifelt smd. Krmmt okt7 sreibt. Cprech st imden Morgens 9 lii 3 Uhr. 5lben5 dii Uhr. Wittwochi und LamstagZ e ii uu,c bendS. Sonntags biZ 12 Uhr. in total Nuinirter. Ich. Ollliam Lurnesio',, ein VNrqer vsn Wilm-ng. ton. bed hiermit, daj ich jchrecttich cn Lttutvergif ungli:t. wem Munvund Hals waitnem &lAit von Geschwüren. I, ich war ,ia totales LSrark heich Dr. G. S- Tbe'l. 121? Arch Str. Pb!:. consulttrt, icher mich kunverveU lviedcr ime rast und Gesukheit zurügab. Ich kenne thun Ol) W k,Hia V.w Ol I . 11 mna viv nii ni wmn v unheilbar entlassen wurde und sein Arankkeit war k'.r.esel,? schlimme. dieDr. ?! ßru'.id, lich kurrtrte.E:'neerkr,re'.ii!d von mir würd von '.nr fflr schlimmen losen und dkiere rangelt den Dr. THeel aetiit. ZüacHsem tx f 0 Herunter fefonnun war und zwei der lci:enden erzt ron Wilmingen g ngcn Hl. Tr. Tl)kki turnte itm Em reun? don ri:r )t ;it inner feiner Bevandlunh. v.xt welcher rseh? zmrieken in. ?4 p'.aude st 111 isl ItT CXCK'.t ' hu '? Ösr:ttt ur.fi rfcne Lei neLaleichen. Er lZat mein und das eben ren anteren Hj.Hlii. v '.. fc.-v. im .-h streitet, irtitD jur unv"a iiu umB. in vetß. da wenn er nich : Helfen kann hin entern jUf " WiNiam Anrnf!cn. Geschivören nb beeidigt i Wiiminzton. Tel. vor m,r. evi A Sertolettr, ?,riedenSrtcht,r. m iU rwWinS V-lA wA Ll U, I IIAUL UlrtAsVö COPYRIGHTS. CAS I O ETA IN A PATENT ? 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Der Amerikaner. i Roman von Adolf Streckfuß. (Fortsetzung.) Du verlangst, ich soll noch ein Mal mit Dir zusanir.i?ntresf:n. ehe Du Deine Neie nach Amerika antrittst. Du bietest mir G:ld für Anna's Arief?, eine jämmerliche. nich!swürdige Oumme, die kaum g.'nügt, meine drin czendsten Schulden zu bezahlen. Ich a:r!eth. als ich Deinen schändlichen Lrief erhielt, in ein: wahnsinnig; Wuth. Mit meinen Händen hätt: ich Dich erwürqt, wenn ich Dich hätte erreichen können. Mit Geld und mit einer solchen jammervollen Summe willst Du mir Anna's Briefe, meinen theuersten Schal?, als Ändenlen cn meine gemordete Liebe abkaufen! Ich haffe Dich, Kurt, so glühend. wie ein Mensch nur zu hassen vermag. Eine Wonne wäre es für mich, Dich todt zu sehen, Anna zu befreien von dem Unhold, der lvr Leben veraistet, an den sie gefesselt ist durch Bande, die nur der Tod zu lösen vermag. Ich würde Dich mit Freuden ermorden. aber Anna würde dann noch Unglücklicher, wenn Du durch meine Hand endest, sie wäre mir dann dennoch für elle Zeit verloren. Deshalb, nur deshalb schone ich Dich, ich hätte Dich sonst längst d':rch die schimpflichsten Beleidigungen gezwungen, mir mit der Pistole in der Hand gegenüber zu tret:n. EineHerzenswonne war es für mich, als ich hörte, day die Nemesis Dich erreicht hat, da& Du gezwungen worden bist. Deinen Abschied zu nehmen und daß Du nun trotz Deines Gdes ausgestoßen worden bist aus der Gesellschaft, daß Du deshalb nach Amerika auswandern mußt und daß Anna sich geweigert hak. Dir dorthin mit lhrem Kinde zu folgen. Es ist ein süßer Triumph für mich, daß Du Dir ihre Liebe nicht zu erringen vermocht hast. Ich weiß es. noch heute gehört mir ihr Herz, wenn sie auch von dem harten Later gezwungen worden ist, Dir ihre Hand zu reichen. Du w.'ißt dies. Du zitterst in ohnmächtiger Wuth bei dem Gedanken, daß ich Anna's süße Liebesbriefe besitze. Und diese Briefe verlangst Du von mir! Für fünfhundert Thaler soll ich sie Dir verkaufen. Nein, so thöricht bin ich nicht. Wenn mich Geld derführen könnte, müßte es eine Summe sein, welche mir es möglich machte, mich vollständig frei zu machen von allen meinen Schulden, die mich endlich zu vernichten drohen. Dreitausend Thaler aber nein, auch dafür möchte ich meine Nache an Dir nicht verkaufen! Verlangst Du nach dem, was ich Dir geschrieben, noch immer, daß ich mit Dir in Herrenbura zusammentreffe? Wenn Du es verlangst, werde. ich an dem bestimmten Tage kommen. Aber ich warne Dich, 'reize mich nicht durch das Anerbieten einer schmachvollen Geldsumme. Mein Haß könnte noch wilder emporlodern! Wenn Dir Dein Leben lieb ist, hüte Dich, mich zu reizen. Karl von Dyssern." Dieser seltsame Brief gab einigen Aufschluß Über die Ursachen deZ Streiies, als dessen Opfer der Lieutenant Kurt von Dyssern gefallen war; vielleicht befanden sich in den im Gasthof zum Kronprinzen zurückgebliebenen kleinen Handkoffern der beiden Reisenden noch andere Papiere, welche diesen Aufschluß ergänzten. Die Koffer wurden von dem Kreisrichter reau'rirt, in den? einen derselben fand sich nichts Bemerkenswerthes, nur Wasche und Kleidungsstücke. der andere dagegen enthielt außer der für eine Ruhe von wenigen Tagen berechneten Wäsche eine elegante Briefmappe mit einer nicht unbeträchtlichen Anzahl von Briefen, die sämmtlich des Lieutenants Karl von Dyssern Adresse trugen. Sie waren von Frauenhand zierlich und fein geschrieben, nur einer zeigte die Schriftzeichen einer kräftigen Mannerhano; dieser eine Brief lautete: Du willst mit Deinen Drohungen eine möglichst hohe Geldsumme von mir erpressen. Mich ekelt ein so schmach voller Handel an, mein Ekel wird nur durch die Verachtung, welche Du mir einflößest, übertrosfen. Wenn ich trotzdem bereit bin. die Briefe mit einer für meine Verhältnisse sehr erheblichen Summe abzukaufen, so geschieht dies nur, um Anna durch die Rückgabe Derselben den Beweis zu liefern,' wie unwürdig der Mensch ist.' an den sie . . , c.i t. i uire ijuaenoilcoe oergeuoe: iu. u11 diesen Zweck ist mir selbst das von 2000 Thalern nicht zu schwer. e;i höheres Geldopfer aber kann und w'.ü ich mcht bringen, auch Dieses Hingt ich nur dann, wenn ich durch dasselbe die Sicherheit erhalte,- daß Du nicht. wahrend ich in Amerika vm. den Ber such machst. Dich meiner Frau zu na Hern. Du sollst die verlangten 3000 Tbaler erhalten, ich werde das Geld mit nach Herrenburg bringen und Dir übergeben, aber nur dann, wenn Du mir eine schriftliche Erklärung aus stellst, daß Du mir die Briefe für 3000 Thaler verkauft hast und daß Du Dich auf Dein Ehrenwort verpflichtest, nie den aerlnasten Versuch zu machen Dich meiner Frau jemals wieder zu nahern. Ich werde Dir den Wortlau dieser Erklärung und der Quittung der Art vorschreiben, daß Deine ganze Erbärmlichkeit und Ehrlosigkeit sich in derselbe wiederspiegelt." j Willst Du hierauf eingehen, dann komm: am 20. d. M. nach Herrenbürg, ich werde Dich dort im Gasthof zum Kronprinzen tressen und Dir. 3000 Thaler baar auszahlen; aber ich I warne Dich, daraus, daß ich Deine : unverschämte Geldforderung bewillige. r f 4 . r ?jrL den Schluß zu ziehen, daß ich auch zu noch höheren Opfern mich bereit finden lassen würde: jeder Versuch, mich dazu zu bewegen, würde vergeblich sein. . l Kurt von Wvttern.

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In emem eigenthümlichen Gegensatz Briefe. Die Schreiberin, die sich stets Dei.ie Anna" darin gezeichnet, versicherte in diesen Briefen dem theuren Karl ihre durch kein Machtwort des strengen,' harten Vaters zu erschütternde Liebe. W:n.r auch der Vater versuche, ihr Herz dadurch von ihrem Karl abzuwenden, daß er ihn als einen leichtsinnigen Verschwender, als leidenschaftlichen Spiel.'?, ja sogar als gewissenlosen, mit den Mädchenherzen spielenden Wüstling schildere, so glaube sie doch solch: Verleumdungen nicht. Niemals werde si: dem Wort, Kur! zu sein, sie wisse sehr wohl, daß er wünsche, sie soll: Kurt ihre Hand reichen; aber dies wrde niemals, niemals geschehen, sie blüöe ihrem Karl treu bis z?m Tode. Der letzt: Brief in der Mappe war eins verzweiflungsooller Abschiedsörief. Ihre Kraft erlösche so schrieb Anna , sie vermöge dem immer erneuten Andrangen des Vairs nicht mhr zu widerstehen, er habe ihr mit' Enteroung, ja mit Verstoßuna und seinem Fluche gedroht, w:nn si: sich länger seinem Willen widrsek?. Sie habe nachgeben müssen mit blutendem Herzcn. Sie habe sich mit Kurt verlobt; aber ihr Herz bleib: dem Geliebten reu b:s zum Tode, wenn sie auch den verhaßten Mann ihre 'Hand reichen müsse. Durch diese Briefe erhielt der Kreisrichter eine ganz neue Anschauung über den inneren Zusammenhang des Zusammentreffens der beiden Herren von Dyssern. Hatt: er vorher schon nicht mehr an einen Selbstmord geglaubt, so trat ihm jetzt sogar die Wahrscheinlichkeit entgegen, daß ein Raubmord verübt worden sei oder wenigstens ein Mord, an den sich unmittelbar der Raub angeschlossen habe. Es ging aus den Briefen unzweifelhaft hervor, daß der ermordete Kurt von Dyssern nach Herrenburg gekommen war. um für die Summe von 3000 Thalern die Bliese seiner Frau von Karl von Dyssern zu kaufen. Dieser Kauf war noch nicht abgeschlossen. denn die Briefe lagen noch in dem Handkoffer Karls verschlossen, das Geld mußte dah:r noch in dem Besitze Kurts von Dyssern geblieben sein, aber weder bei dem Ermordeten noch in dessen Handkoffer war eine solche Summ: gefunden worden: hieraus ergab sich die Wahrscheinlichkeit, daß der Mörder sie geraubt habe. Entweder hatte er den Mord begangen, um sich des Geldes nach wahrscheinlich fruchtlosen Unterhandlungen zu bemächtigen, oder er hatte wenigstens, nachdem vielleicht in einem Streite Kurt von ihm erschossen worden war, dem Todten das Geld abgenommen, welches derselbe. wie er wußte, bei sich trug. Die Mög.'s ri v . iinjuii eines yelMilazen ueus erschien nach dem Ton in den letzten Brief Kurts von Dyssern ausgeschlossen, denn es erschien undenkbar,' daß dieser sich mit einem Menschen duellirt haben sollte, den er geradezu einen Ehrlosen nannte. edenfalls erschien jetzt der Verdacht, daß der Lieutenant Karl von Dyssern ein Mörder, ja sogar ein Raubmörder ser, so dringend, daß eine Verfolgung desselben durch Simones: geboten war. Der Steckbrief wurde erlassen, aber er hatte keinen Erfolg. Der Mörder hatte den Vorsprung eines Tages gut benutzt, er war geflohen, ohne eine Spur zu hinterlassen. Vergeblich wurde in allen Zeitungen seine genaue Personalbeschreibung veröffentlicht, vergeblich bemühte sich die Polizei in allen Hafenorten nach ihm zu forschen. Er war und blieb verschwunden. Die Nachforschungen, welcke . inzwischen nach seiner Vergangenheit und seinem Verhältniß zu beM Ermordeten angestellt wurden, gaben dem Verdacbt. v.'..i er ctnen mijo .... ... t'.och fiiinjcre .U;:f ' C: : :. :.i. Der ie?l!c A.'a.-l cy.: war ei'.l Wüstlin.'., ei.: lii: :;cha::.;.; Spieler, der in 'Übelsten Lluse .stad. Er würde, auch wivm cr nicht gcsiol)cr. isäre, in kürzester Zeit einen schimpflichen Abschied' erhalten haben, da sich nach seiner Fluckt herausstellte, daß ei Wechsel gefälscht hatte, die jetzt uneingelöst blieben. Er war' bekannt als außerordentlich jähzornig, und alle seine früheren Kameraden trauten ihm zu, daß er in der Wuth zu jedem Verbrechen fähig sei. Mit seinem ihm körperlich sehr ähnlichen Vetter, Kurt von Dyssern, hatte er von frühester Kindheit an in einem durchaus nicht freundschaftlichen Verhältniß gelebt, welches in erbitterte Feindschaft ausgeartet war. als Beide sich um die Hand der schonen Anna Werthhenn, der einzigen Tochter eines wohlhabenden Fabnkan ten. bewarben. Karl von Dyssern sah in der Heirath mit einem wohlhaden den Mädchen die einzige Hoffnung, sich vor feinen Gläubigern zu retten, er glaubte des Erfolges sicher zu sein, denn die schöne Arna liebte ihn, und auch ihr Vater, der sich durch die Ver belratbuna seiner 'Tochter an einen Edelmann aus alter Familie geschmei chelt' fühlte, hatte sich zuvorkommend gegen den junaen Onicier gezagt und irni freundlich in sein Haus eingeladen. Als aber Karl von Dyssern durch einen sehr bedenklichen Streit am Spieltisch gezwungen wurde, sich m ein Vinienregiment versetzen zu lassen, und kaum einer schimpsllchen Verad,ch:edung nt ging, als der alte Herr Wezthhetm erfuhr, daß Karl sein, ganzes Vermo gen in wüsi?n. Ausschweifungen verju b:lt babi und jekt von Schulden üöer -. . l rw a. lastet sei, vraaz er leoe eromoung mit dem übel berüchtigten Menschen ab und verbot seiner Tochter auf ; das Strengste, noch ferner an diesen nur zu denken; dagegen begünstigte er . fekt einen andern Ofncier. Lieute.l nant Kurt von Dyssern, den Vetter , Karls.

zu diesem sur den Empfänger so be- Officier, dem allgemein eme sehr giern leidi-enden Schreiben standen die von zende Zukunft prophezeit wurde. Er zarter Mädchenhand geschriebenen -zeichnete sich aus durch ein ernstes, wis-

rocie sie iyrem g:;ieo:en Ziari gege- melier jtan gemeinsam qauz, ein rou mit Karspuelen" (Spülwasser) und den. untreu werden. Sie beklagte sich der, schnell auflodernder Jähzorn, in wohlbestobener Mehlsack" wurde darüber, daß dcr Vater si: zwing?, kannte der alte Herr entweder nicht m Zimmer umhergeworfen. Die freundlich gezen den abscheulichen" i oder er verzieh ihn. daid Munck warfen auck umb s f und

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Kurt von Dyssern war ein junger

senschaftliches Streben, durch Tüchtigkeit in seinem Beruf, und durch ein: sast bis zum -Philisterthum gehende Solidität. Sein Ruf war untadelhaft, auch besaß er ein zwar nicht bedeutendes, aber für sein: Lebensbedürf nisse vollständig hinreichendes Vermöge.-'. Da er außerdem außer seinem Vetter Karl der letzt: Repräsentant einer alten vornehmen Adelsfamilie war, r -r l i r rm Eharaktersehler. den Kurt mit seinem v ii P f . ' . . Anna Werthheim war zu schwach, um dem Willen ihres Vaters zu widerstehen, sie reichte dem ungeliebten Kurt ihre Hand. Die Ehe des jungen Paarcs war höchst unglücklich. Kurt, der seine junge Frau innig liebte, erfuhr, daß diese noch immer das Bild des von ihm verachteten und verhaßten Vetters im Herzen trug; Anna sagte dies dem ungeliebten Gatten mit freimüthiger Offenheit, sie erklärte ihm. daß sie im Herzen ihrem Geliebten bis zum Tode treu bleiben werde und daß sie dies kurz vor ihrer Hochzeit Karl geschrieber, habe. Ihre Pflicht als Gattin werde sie Nicht verletzen, sie habe deshalb Karls Versuch, auch nach ihrer Hochzeit mit ihm in einem Briefwechsel zu bleiben, zurückgewiesen, indem sie 'W mehrere Briefe unerossnet zurückgeschickt habe, aber ihren Gefühlen könne sie nicht gebieten, ihre Liebe zu aau ti uno oieioe unoeranoeri. ie estanonisse seiner zungen Frau erzeugten in Kurt eine wilde, erbitterte Eifersucht gegen seinen unwllrdigen Vetter, die ohnehin unglückliche Ehe ward hierdurch noch unglücklicher und auch die Geburt eines kleinen sm8 niu ij,?Sm,tta.u,ri gen Verhältniß. Vergeblich bemühte sich Kurts einzige, in seinem Hause bei ihm lebende Schwester, Fräulein Susänne von Dyssern. die er zärtlich liebte und die seine Herzensvertraute war, zwischen den beiden zungen Ehegatten zu vermitteln und sie zu versöhnen, der zwischen ihnen bestehende Zwiespalt wurde nur iim so tiefer und klaffender. Es kam ost zu heftigen Scenen, bet tnT(Tin irrr tn stnrn. rit Fmnrnn Ä .mJK f m 9 3 iyn empsano. Der Jähzorn Kurts wurde für ihn d:e Ursache eines neuen Unglücks. Auf Zorn den Degen, aber ehe er ihn geuiuuuu lumuc, iduiu vun tuwn halben Dutzend nerviger Zauste gepackt. der Degen wurde ihm von den ihn umringenden Arbeitern brochen, er selbst wurde ge chlagen und .Tl t C C fft t I fieMen, nur durch die Fluch, m im ?Ä.S-M wettttm M,bhnd' W nujit. .r Straßenskandal erregte ein peinliches Aufsehen, alle Zeitungen berichteten über denselben und meistens nicht zu Gunsten des Osficiers, der in den Augen seiner Kameraden durch die erlittenen MiNyanviungen, welche er nicht hatte rächen können, entehrt war. v. nVmTl .'eo neymen aus der Gesellschaft, in welcher er bisher n- ri r rwv r . -lcbt hatte, war er ausgeschlossen für ; iX Leben (rrt Vaterlande wurde von der öffentlichen Meinung Ge. achtet! unerträglich. Er beschloß, r.ach Amerika auszuwandern, und obgleich s:me Frau sich weigerte, ihn zu vealelten. blieb er doch bei diesem Beschluß. den seine Schwester Susanne vluigie; jic t)QiC, odB ouia) eine tangere Trennung der beiden Ehegatten l r r t i i r'fti.i.. r . f ci . u r -Y- tt oer an Annas gegen urr siaz mu dern werde, besonders wenn e Kurt ae inae. sie davon ru überzeuaen. daß Karl von Dyssern. an dem noch immer ihr Herz hing, ihre? Liebe unwürdig sei. 5lm vollen Einverständnis mit seiner Schwester schrieb deshalb Kurt an seinen unwürdigen Vetter und aus-

er,ca:en er oem anen yerrn eriyqeim der Freiherr Johann Werner von Zimals ein sehr wünsch:nsw:rther Schwie- 1 gab, waren die Aebte von Alaersohn. D:n einz'a:n hervorragenden virsback und St. .öraen im Salwar?-

vr . " 'C , jm er mir ociocn nenoen in oic incicn Jähzorn dtc junge Frau so empfindlich m Unb arfs gras Joachimen ins Irantte, oag ne nicht mehr Glelchgil- nn,rr ?z, sz.r, ar

ols-ner toirace flii? er xn einen ward ein gelechter ußer (aus) der sach Streit mit einem rohen Burschen, der d alleZ in ain schimpf (Scherz) geihn brutal gestoßen hatte. Er zog im ,, - Z nbrmar flri .si timr

gerüstet mit der zu dessen Bestechung gleichgiltig sei, so ist es ihnen gewöhnnothwendigen Geldsumme, er nahm so- lich ein Mann. nicht.

aar fünftausend Thaler mit. um des Erfolges sicher zu sein, reiste er nach Herrenbura. Seine Reise sollte nicht nur für ibn. Indern auch für seine unglückliche Fu veryangnißvoll werden. . Als sie die Nachricht erhielt, dag Kurt ermordet und daß Karl von Dyssern der Mörder sei, brach sie in jähem Schreck ohnmächtig zusammen. Sie erwachte aus der Ohnmacht nur, um m wilder Fieberphantasie sich anzuklagen, sie sei tfiiuuiuiic ia) uu4uuugcn, jic ici d Mörderin ihres Gatten, ihr Haß hab: ihn getödtet. Sie -trage die GAiiih n nn.m iinnTürf is,y,tw,,n mr-wmfww- mrmwmf WtMVIt irre jetzt ihr geliebter Karl als Mörder - " . ' " verfolgt in der Welt umher und nun . . önne ne n ema s w edrr m bm vereint werden. Wahrheit und Phantasie mischten sick, so innia in ihren lieber- . ' . r

träum, daß ihre Selbstanschuldigung, ben. um ihnen das Leben zu retten, sie habe Karl gebeten, sie von dem ver- und es gelang ihr damals, die Aufhaßten Gatten befreien, fast den An- merksamkeit von den größten Scheuß-

schein der Wahrheit erhielt und daß ihre treue Pflegerin, die Schwester des tr. ..... i. .i ... rt . " urmorccien, ot von vrnijenen uoer diese schrecklick'en Geständnisse erfüllt war. . Nach weniaen Wochen erlaa die unglückliche junge Frau der schweren f.o em Mal zu sehen verlangt, hatte ihn mit in-iger mütterlicher Zärtlich!?lt gekUZj! und dann in die Arme ihrer chwarln Susanne gelegt.dlese hatte s:e ang-sleht und von ihr das ersprechen erhalten, daß der verwaiste Knabe in ihr eine zweite Mutier finden oUt (Fortsetzung folgt.) -M.lchümx.is.n. lang. deutsch. seifen, Cigarrenspite b.i Wm. Wuch, 199 Of Washington ytr.

ttranlyeit. vor lyrem Tode hatten den Eongostaat übernommen hätte., sich die Nebel zerstreut, welche ihren Wenn-der Transport alücklich aögelie Verstand umnachtzle. sie . hatte .ihren fett sei, versprächen sie, dem Eapitän Keinen, kaum ein Jahr alten Knaben und ibm '1000 M. Gratisication.' In

Derbe Späge.

Zu den beliebtesten Gesellschaftsspielen der Reformationszeit gehörte das Maislen", d. h. die Sitte, bei Gastereien allen Hausrath umherzuwerfen. Becher und Teller durch's Fensier zu werfen und sich gegenseitig mit Speiseresten? zu beweisen, kurz, den gröbsten Unfug zu treiben. So thaten z. I. auch st.js die infolge des Bau:rnzrieges zahlreich nach Rottweil geflotzenen schwäbischen Edelleute und Präsäten. Bei einem Gastmahle, das dort . ' ' ' virsoackz und St. 5!oraen im STwar?x " -V- . I , J t?:Ib geladen. Sie öegossen einander V - II Münck warfen auch umb sich waren viel abentheur::r, dann andere, Jr: kutten wurden : 'stoben und also zugericht. daß die i.'.. viel mehr werth, und mußten dieselb nacht ohne lichte? .heim weichen, dann sie in den melbigen bcstobenen kutten sich öffentlich nit sehen dörfen lassen." Noch besser trieben das Maislen" Graf Joachim von Zollern und Herr Gangolf von Geroldseck. als sie, zu einem Adelstag nach Ulm gekommen, in der Herberge mit zahlreichen Standesgenossen eine Kriesensuppen" (Kirschensuppe) aßen. .Sie schnellten ainander mit den KriesenstaiIndeß giengen die Stadtknecht in den Saal und truegen die Verehrung des Raths (Wein), dardurch ob disch stillschweigen entstuende. Nichts destoweniger aber ließ gras Joachim M Zollern nit nach, sondern schnellt von Geroltzeck immerdar. Der hm das zu etwas Verdruß-an. Als imn bje Stadtknecht ir sach ußgericht und die red vollendet, ward Herr Gangolg von inen allen geordnet und erfcetten, den stadtknhten die Antwurt von iren wegen zu geben und dem rath umb die Verehrung zu danken. Darzu wollt er sich kümmerlichen erbitten lassen; jedoch kunnt der von Zoller das schnen mit den kriesenstainen nit lass.. Fügte sich aber obne alle geferde, der von Geroltzeck mitten in der Danksagung, so schnellt Zoller abermals daher und trifft den Geroltzeck in das in nasloch, daß er den stain nit glttch h-rauß konnt bringen, derhalben Geroltzeck erzürnt, flucht dem von ZolUlll w oßer ungedult, sahe doch die stadtknecht stettigs an; hainlbtn (aUt) ... , r.. thür hinauß, zeigten ihren Herren an, bic grarcn ewstails nit bei sinntxti unb was sie für ein selckam tveis mit ainandern-hetten getrieben. Also Graf Friedrich von Fürstenberg bfm ihm gegenüber sitzenden Grasen mxo m Lupsen den Pfeffer (einWildpret) mit beiden Hänb. in's Gesicht.. Lacht menigltch Wr(t wir. m;.? .st 3 lUlfcfc. ÜUl VtV i, JUlllU. JUI 11 uns be zwmn'fche Chronik, wie fit auZ. drllcklich Bcrnnlt, nur deswegen, da. ffl K . TtaAfnmmn ahnthmtn kün,,s, bQTtnrtn f0 hmnu chen und so vertrawlichen mit ainandern gehandelt haben Gedankensplitter. l?in neueS flsrih ist ffSV nrr I " " - - Panzer gegen die Nadelstiche der Frau . Der Verstand ist die Balancirstange aus dem uohen Tyurmscile der Liebe. Stirbst Tu, so wird Dem Ordensstern ffur emen Andern ruaerbctcn; Doch Teine guten thaten brauchst Tu keinem Andern abzutreten: . Mancher klagt am Rand des Lebens' I Kaiiam ?:f.. iiV.7C!(. iti utni uiuwy "u Der die längste .Zeit des Lebens I miY. . ..'..Xi i O . ivwu) iieiua;i vor ungewcne. . 'ort hatten :,t o t am schwersten. wenn man versprochen hat. den Mund zu hatten. Wenn die Frauen versichern, daß ihnen das ganze männliche Geschlecht w Ein kurzes Rohr macht den Kindern vsi lange -lleme. Der Zufall ist zumeist mächtiger als ou seivzi. Teutsche als Sklavenhändler. Im Anfang Februar d. I., bei Ge leaenheit- französischer Beschwerden ..r mslrrnli.fünn circr deutsckeN ub asf.a.f. ungen qm yulii lU4V T :S tage die Hamburger Firma Wolbtt . P , , , C.4 m Ä und Brohm beschuldigt, m Afrika eiI W . 1 1 t1 u.hU...! n gmzn vuawy flu I t r . . X . a oelreioen. amais oeyaupirie s - I ff fw f. gegrissene-. irma, aus uuianu gründen die Sklaven gekauft zu cha lichkerten. die dabn vorgefallen waren. einigermaßen abzulenken. . jVI. Qtxi I .. i m t. . o C T. C. . niac erzamr nun mageres nruori Von der Wörmann-R .oerei zu je ner Firma aewiesen. er' .ezr er. er solle für die Firma e'e Anzahl Arbeiter untersuchen, deren esorauna sie . für Whydah fand dann die Aufnabme der Schwanen statt. In einem.''. Junten Platz la.ien 201 Männer und Weiber fast ganz nackt auf den ftnttn. .Jeder der Unglücklichen, die vm zusetzen UM die Lenden bekleidet waren, war mit seinem Nachbar zusammenaeketlei und zwar auf folgende Art und Weise: Ein. ''A.W M'. Rmg. der vom 6,ntcn m" B!l avS tm'

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der - passenden Oesen verselzen war. j Ueber die Oesen war ein ovaler, eiserner Ring so gesteckt, daß er. das Ausweichen der beiden Hälften des Halsril.ges hinderte, und dann war durch die Oesen hindurch eine starke, eiserne Kette gezogen. Diese Kette, vor den Oesen des Halbringes des ersten Arbeitcrs" durch einen angeschmiedeten Schlußring, der größer war, als die Oesen, mithin das Durchrutschen der Kette verhinderte, geschlossen, war durch die Oesen einer großen Anzahl Halsringe hindurch gezogen, so daß allemal eine große Zahl Leute (nicht unter 6 und nicht über 50) zusammengefesselt war. Bei zwei KettenFrauen, bei denen jedenfalls auch die Eisenketken nicht gelangt hatten, waren dieselben durch zwei Baststricke ersetzt, die vor und hinter dem Halse durch feste Knoten verbunden waren. Es bedurste erst meiner strikten Weigerung, gefesselte Menschen zu untersuchen, um die schwarzen Henker zu bestimmen, ihren Opfern die Ketten aber erst nach langem Hin- und Her-, nicht -reden, sondern -schreien abzunehmen. Jedenfalls fürchteten sie, daß ihnen Einer entrinnen konnte, obgleich daran bei der Menge der bewaffne! umherstehenden Wächter gar nicht zu denken war. Die Entfesselung geschah wieder in der denkbar rohesten Weise. Diese Sklaven wurden nun nach dem Eongostaat transportirt, um dort als Arbeiter verwandt zu werden. An Lord waren die Arbeiter auf dem Großdeck untergebracht, vollständig unter freiem Himmel. Wo hatten sie auch anders hm kommen können? Es war ja der ganze Schiffsraum voll Ladung und die besseren und geschützteren Plätze auf Deck von unseren Kruboys besetzt .... Daß übrigens, unter solchen Verhältnissen auch die Sittlichkeit leiden mußte, ist wohl selbstverständlich. Die widerwartigsten Scenen aber spielten sich ab bei der Abfütterung" der Leute. Die tägliche Mahlzeit bestand aus gekochtem Reis, zu dem ab und zu ' ein paar Fingerspitzen voll Salz vertheilt wurden. Die Männer halten sich bald über die Vertheilung geeinigt, hatten einen angestellt, der die Rationen austheilte, und so ging Alles, seinen geregelten Gang. Aber die Werber! Da konnte man wirklich sagen: Da werden Weiber zu Hyänen!" Jhnen die Austheilung selbst zu überlassen, daran war nicht zu denken. Stets mußte der dritte Offizier. Herr Koppelstettcr. unterstützt durch eine Anzahl Kruboys und bewaffnet mit Nilpferdpeitschen u.'s. w. den Reis vertheilen. Die Weiber traten dann heran. den einen Zipfel ihres Lendentuches geschürzt, um sich in diesen ihre Ration verabfolgen zu lasscn. In Aoma wurde die Waare" abgeliefert. Die Arbeiter wurden bei der Uebernabme Stück für Stück-abgezählt, als wenn Vieh verladen würde". Jeder Arbeiter war für eine bestimmte Summe vom König von Dahome gekauft und für einen böhercn Preis dem Eongostaat überlassen. . Die Wirthe zu MinneapoliS in Minnesota sind zu der Ueberzeugung gelangt, daß ihre Ausgaben für den freien Lunchs größer sind, als die Mehreinnahmen, die sie aus Getränken beziehen, welche sie in Folge der unentgeltlich verabreichten Speisen verkaufen. Es. scheint aber, daß die Herren kein unerschütterliches Vertrauen zu einan der haben, und daß Viele. fürchten. Eir.ztfae möchten einen gemeinschaftlichen Beschluß auf Abschaffung d:s Freilunches nicht beachten, vielmehr nach -Ab-schaffung des Lunches - tn anderen Wirthschaften Kunden dadurch anlo cken, daß sie selbst ihn weiter liefern. Deshalb haben sie sich an den Stadt rath mit der Bitte gewendet, die Liefe rung von Freilunch zu verbieten. Und varob große Aufregung in Mhnwa vollS. Zur Erinnerung l Reinen Freunden und dem VubiÄlm bier. mit zur Anzeige, daß ich die Wirthschaft, Ecke Gbio und Noble Straße, übernommen dabe. und iS bemüben tod dieselbe zu eine anaenehmen Ssmneiplah der Deutschen zu gestalten. Vefle etränke vnd igarreu ,c. L iahlreichnn Besuche lüdet ein Sotttttb LeKklZttM Scke Ohio und Neble Straße. Als Klavierlehrer mpftehlt sich JEugen Sjpeyer, YWÜ Pari HM SndianapsliS.

Keine andere Seife kiird die Arbeit auch nur halb so verrichten wie die

Überall ju haben.

BcdeukknÄie, daß die WiScönson ?ntll Bahn unbedingt bat Zuthuen de5 Publikum? besiht, da sie be: Weitem die populärste Linie zwischen Cchicago, Milwaukee, Et. Paul, Äinneapoliö und dem Nordrcsten ist und fernerhin als die Pullman Linie zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plänen am Superior See angesehen wird. Bedenken Sie ferner daß die Wis consin Central die bedeutendsten Punkte ln Wisconsin berührt, mehr Geschäfts platze erreicht als irgend eine andere Linie un ?'.ordwesten, daß der Speisewagen feine? ausgestattet ist als irgend einer der anderen Lmien. Für weitere Auskunft als, Raten, Routen, wenden Sie sich an den nachften Ticket Agenten oder an 3aö. C. Pond, Gen. Paff. Agent, Milwaukee WiS ThsodSVS Ste'm, Naäifviser von W. E. iladerso. Abstrakte von Besitztiteln und Grund. eigenthum werden in prompter und zuverlässiger Weise ausgeführt. Ko. 8 Sst Market Straffe. JndinavoliS. Ind. Wf!sFcaS&:' M.VLßtzzL.WkZsssnN ;luPlknPiy üt fe M.r.?-j.?-w SQTstÄSZFSM ÄrvM'ÄÄnZ? Umzug der Ticket-Ofsice. ?; 'ie Monte hat ihre Ticket-Ofsice den Ecke Zllinoit und Kentucky Ade., nach No. 2 Weg WasblugtouSr. verlegt, der alten "Bce Hive," Scke Meridian Straft. Die Mono ist die beste Linie nach Chicago und dem Nord weften. BorzugS Raten nach Denver und aller Punkten deS NordwestenS. I. D. Baldwin. D. V. 0. -KKIW m rlWr!INIS!ATI iINDIANAPOLIS.qO .pH ir0o k-;;C- Uf TODTROIT iZ die bclieilefle Balzn nach CmClNNATTII, mit - Cafe und SpeiseEar Dienst zwischen i Cincinnaii, Indift&apolia & unieaero. i die beste Linie nach Dahten. L'ma, Toledo, kkv! , ?rs. ÄT??!'?,? Wfrt4S UIVH 4.HV tlVV.VYVI iWt)Ult -V4.V. Dirrkte B'rbldnq in Sincinneti ohne ksazen Wasbinaton. Baltimore. Philadelphia und New Aork und allen Punkten südlich. errb'etlt In btx . ö. D. TtckktOfce. o. 1 We Wasdtligtan Str.. dem aiten Bee Hive. . . . t. . c . - . i csn,-'ttn ksii4 5ft??r. fflm' yr' nlrh Vjsre uficnctan jir.f ino in orr uninn rniion. Mflae rerlaksen Jndi'navoliS 3 40 Morgens, a . m rm k . mm . . M a AACn - A CM - V lu.löin, in. w jtiii, oi civen. Züge mit dem Stern siartiri g:h!u lööiich. I. D. Baldwin, Dist. Pass. Agt. 0. !l.dara, Stadt Ticket-Agt. The Twentletli Century; eine auSgneichnete Wochenschrift, welche fortschrittlich gesinnten Lesern fthr ,u empfeh len ist. In der Tende? zwar sozialiftisch. werden doch andere forrschrMliche Theorien darin unparteiisch besprochen. Man beftelle direkt bei der Humboldt Publishing Co. 19 ft Plan, Skeir

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mmm i i-1 9 t 'J, Vi ist das einzige Blatt in Sndiana, weltheS die Interessen des Volles gegenüber der Macht der Plntokrakit vertritt. Al, Organ des Volkes und nicht einer Paei oder Parteiintneffen kämpft sie unentwegt st? Freiheit tt. Recht auf allen Gebiet det Leben. Die Arbeit ht ist d!e Schöpfer! alleß Wohlst5.-es und darum wirken rsir für sslchr soziale. Nef?rtn?n, welche die Arbcii zur freudebkingende Luft, statt aieterdrüekenden Last machen. Jeder ' fortschrittlich Gesinnte, ssllte eS als moralische Pflicht empfind' Leser d Snbiana rriiüse zu se.n DaS reichhaltige sonntags - Blali bietet eine Fülle unterhaUenbe LeseSoffeZ. Der Abonnements Preis der täglichen Tribüne ist 12 c, deö SonntagSblattö Sc, beider zusarmnenIS Ltö., Per oder 69 C. Per Monat. Durch die Poft versandt, kostet Tageblatt 03 daS SonntagSolatt ,-'-'; - 02 Per Jahr, beide zusaxuiien $qu Vorautiezahluvz. rniMMchen aller Art werden rasch und billig ausgefuhrt. Eintrittskarten, Quittungen, (oustirntionen, Nechnnngeu, Oefchäfttkarten, Oriesköpfe, Zirkulare, Vrogramrse . s. w. für Geschäftsleute und verein gefchmsckdoö ausgeführt. WW -ilil WU ' LÄrslU. Sr.

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