Indiana Tribüne, Volume 18, Number 96, Indianapolis, Marion County, 23 December 1894 — Page 7
JJic alle Kate.
dn Zve!hnachtnrsc!ilkl:te ans den? Vanilijalzr. Von Wilhelm Kaufmann. Es war am Christabend deZ Nothund Hungersjahres 1893. Schon seit Stunden waren die großen RäumlichZeiten des Geschäfts von CharlesBauer verödet.nur in der Privatoffice des Inkzabers brannten noch einige lasflammen. Herr Bauer hatte feiVe Angestellten heute einige Stunden früher nach Hause aehen lassen, anged .ch um denselben mehr Zeit zur Vorbereitung der Weihnachtsfreuden zu geben, in Wirklichkeit aber, um nochmals ganz ungestört den Stand seines Geschäftes berechnen zu können. Seine Wangen waren fieberhaft geröthet,' seine Augen ylühten, seine Hände zitterten, als er den vor ihm liegenden, mit vielen Zisfern bedeckten Bogen abschloß und das Soll mit dem Haben genau verglich. Zwar es ergab sich, trotz der furchtbaren Verluste der letzten Monate, noch immer eine nicht unbedeutende Summe au seinen Gunsten, jedoch bestand dieselbe zum größeren Theile aus Guthaben. deren genauen Werther nicht zu ttmihrilin vermochte, sowie aus dem übermäßig großen Bestände seines J rr f , r 3 S2 i Vnrtnfr dtf I UUU ItJllUliV-, VU-r, Jfc . v... 3 - - schlechten Zeiten andauerten, immer mehr im Werthe fallen mußte. Seine Lage war immerhin noch eine günstige. Wenn er vorsichtig operirte, die Fabrikation stark beschränkte und sein Waarenlager durch, wenn auch noch so unvortbeilhafte Barverkäufe reduciren. die Geschäftsunkosten bedeuicnd herabsetzen und der schweren Geschäftslage gegenüber eine abwartende Stellung einnehmen würde, so konnte n dem Sturm widerstehen, sosern es ibm nur gelingen würde, die eine Schwierigkeit, die sich erst am Morgen desselben Tages herausgestellt hatte, zu tewältizen. Aber so sehr er auch nachdachte, rechnete, seine Hilfsmittel in Erwägung zog, er fand keinen Ausweg zur UeberWindung diese rSchwierigkeit. Ueber dem Sinnen und Rechnen hatte der sonst so zärtliche und sürsorgendeGatte und Vater vollständig vergessen, daß in seinem behaglich und freundlich eingerichteten Heim die Gattin und eine Schaar blühender Kinder des Vaters harrten, ohne welchen es ja keine W:ihnachtsfreude für sie gab. Gegen 11 Uhr an diesem Morgen batte er die Hiobskunde vom Bankerott der Firma Brown & Co. in Chicago erhalten, und zwar durch seine Bank, welche Herrn Bauer t?l:phonisch mittheilte, daß ein von Brown & Co. zu Gunsten Bauers ausqestellter Wechsel über 11.000 unter Protest zurückaekommen sei und daß die Bank, welche jenen Wechsel discontirt hatte, nun von Baue: Deckung in jenem Betrage .der.lange. Der Schlag hatte ihn ganz unvorbereitet getroffen. Brown & Co. in Chicago gehörten zu seinen besten und treuesten Kunden, welch: in langjährigem Geschäftsbetriebe jeden Wechsei prompt eingelöst hatten. Daß eine solche Firma in's Wanken hätte geraifjen können, hatte er nie vermuthet, konnte er auch gar nicht ahnen, denn die Firma hatte ihm noch vor einigen Tagen geschrieben, daß sie trotz der schweren Zeiten in der Lage sei, den Wechsel am Fälligkeitstage zu honoriren. Wenn solche Häuser krachen, wie viel ist mir dann noch von meinen übrigen Außenständen sicher," hatte er sich gefragt, und wie sieht es mit mir selbst, wenn die Bank sich weigern sollte, mir eine Frist zur Abzahlung jener elftausend Dollars zu gewäh..Itritt, ta tt5rc eichcil! icn?" Mit solchen Gedanken Hatte er das Geschäftslokal der Bank betreten. Schon aus den Mienen des ihm befreundeten Kassirers glaubte Bauer zu lesen, daß ihm Schlimmes bevorstand. Sein Gesuch um weitere Frist wurde allerdings unter höflichem Bedauern, aber ganz b:stimmt abgelehnt, die Zeiitn würden täglich schlechter, das Geld . immer knapper, die Bank sei es ihren Aktionären und ihren Depositengläubigern schuldig, nur gegen Sicherheiten erster Klasse Gelder in kleinen Betragen auszuleihen. Vergebens wendete sich der bedrohte Geschäftsmann an das . ?i?inanzcomite des Bankdirektoriums. Er gab den Herren eine wahrheitsgetreue Darlegung seiner Verhältnisse, bewies ihnen, daß es sich nur um eine temporäre Schwierigkeit, hervorgegangen aus dem Bankerott von Brown & Co., handle, ja er bat und flehte sogar um Stundung, machte jedoch mit diesem Gebahren die Bankdirektoren nur noch mißtrauischer. Schließlich gewährte man ihm aus besonderer Gefälligkeit und in Anbetracht der langjährigen Geschäftsverbindung einen Aufschub von 43 Stunden. Wenn er bis Mittag 12 Uhr cm 26. Dezember nicht die g:nügende Deckung für 511.000 herbeischaffe, so müsse der Sheriff Besitz von seinem Laden nehrnen. Er hatte dann mehrere reicheFre'inde besucht, welchen er bei früheren Gelegenheiten Gefälligkeiten erwiesen hatte, war aber von Allen abgewiesen wort:n. man konnte oder wollte ihm nicht
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einmal so viele Hunderte leihen, als er Tausende gebrauchte. Es war' ihm, als könne er die Schande , einer Schließung des Gechäfts nicht überleben. Ohne sich selbst Rechenschaft darüber zu geben, was er that, hatte er eine Schublade seines Schreibtisches aufgerissen, in welcher ein Revolver lag. Er ergriff dieWaffe. Er ertappte sich bei dem Gedanken, daß fein Leben hoch versichert sei. daß sein Selbstmord als durch die schrecklichen Aufregungen dieser Stunden herbeigeführte Geistesgestörtheit ausgelegt werden würde, daß Aber nur eine Sekunde plagte ihn der höllische Gedanke. Dann warf er die Waffe in die Schublade zurück und schloß letztere hastig ab. Nein, das wäre Feigheit, knabenhafte, erbärmliche Feigheit. Und wenn es auch zum Aeußersten kommt, ich werde Weib und Kind nicht verlassen, sondern dem Schicksal muthig die Stirne bieten." In diesem Äugenblicke ertönte die Telcphonglocke. Mürrisch trat er an das Instrument heran und mit tiefer Beschämung starrte er vor sich hin, als e: die Stimme erkannt hatte. Papa, bist Du das? Wo bleibst Du denn heute so lange? Wir warten auf Dich schon seit halb" sechs und haben fo viel schöne Sachen für Dich. Die Mama ist mit Edmund zur Stadt
gefahren, um Dich abzuholen, und ich soll Dir sagen, daß sie bald nach der Office kommen wird." Es war die Stimme seines ältesten Töchtörleins.welches ihm von der seiner Wohnung benachbarten Apotheke aus dies zurief. Also die Frau, die ahnungslose, kommt hierher! Nun. einmal muß sie es ja doch erfahren, und ich l.ätte wahrhastig nicht das Herz gehabt, es ihr unter dem Tannenbaume mitzutheilen." Bald darauf wurde an die Thür gepocht und Frau Bauer trat ein '.n Begleitung des Knaben. Auf ihre stürmischen Fragen nach dem langen Ausbleiben, erwiderte Bauer, mit einem Winke: Ich habe für Edmund ein hübsches Spie! gekauft, mit dem er sich in der Hauptoffice eine Zeitlang beschäftigen kann." Dann führte er die Gattin in die Privatofsice und theilte ihr seufzend den Stand der Angelegenheit mit. - papa. bist ?n das?" Die junge Frau traf die Nachritt wie ein Donnerschlag. Sie halte niemals einen näheren Einblick in die Verhältnisse ihres Mannes bekommen, denn wenn sie danach gefragt hatte.war ihr stets die Antwort zu Theil geworden: Liebes Kind, ich lasse meine Geschäftssorgen in der Office; wenn ich daheim bin, will ich nicht mehr von Geschäften reden." Zwar hatte ihr Mann ihr wohl mitgetheilt, daß er in der letzten Zeit, in Folge der furchtbaren Geldklemme, beträchtliche Verluste erlitten habe, da aber oie Fabrik im vollen Betriebe geblieben war, so hatte sie nicht vermuthet, daß das geschäftliche Ungewitter auch seine Firma so schwer bedrohen könne. Schon wollte sie ihm Vorwürfe machen, daß er 'sie auf den Schlag nicht vorbereitet habe, da fiel ihr Blick auf des Gatten gramdurchfurchtes Antlitz, und sie fühlte, das ihr Amt dasjenige der Trösterin und Helferin sei, nicht aber der Anklägerin. Du siehst wohl zu schwarz, lieber Karl. Wenn auch Brown & Co. bankerott sind, so ist doch sicher nicht die ganze Summe von $11,000 verloren. Ich glaube. Du kannst immer noch auf die Hälfte rechnen." Das thue ich auch, ich hofft sogar, daß ich 00 bis 70 Proccnt meines GutHabens erhalten werde. Ich habe schon nach genauen Berichten darüber geschrieben. Aber das hilft mir Alles nichts. Das Geld, oder der Geldeswerth in guten Deeds oder Hypotheken muß d:r Bank überliefert werden, oder der Sheriff schließt uns übermorgen das Geschäft. Und das ertrage ich nicht." Aber mein lieber Mann, wie viele Geschäfte haben in Folge der Ungunst der Zeitverhältnisse ein Assignment machen müssen, und nachher alle Gläubiger ehrenvoll befriedigt." Jawohl, das weiß ich Alles. Aber ich fürchte, daß ich die Schmach nicht überlebe, wenn mein Geschäft, das ich, wie Du weißt, aus kleinen Anfangen emporgebracht habe, plötzlich von den Gerichten geschlossen wird. Ich bin ein Deutscher, liebes Weib, und wir Deutschen denken über solche Sachen ganz anders, wie es die Amerikaner zu thun pflegen. Wir Deutsche halten auf kaufmännische Ehre und die ist hin, wenn der Sheriff die Bude schließt." So verpfände unser Wohnhaus. Es ist in meinem Namen eingetragen, aber es gehört Dir, gern gebe ich meine Einwilligung dazu." Gerührt schloß Bauer die treue Gattin in die Arme. Ich wußte, daß Du aus freien Stücken dies Opfer bringen würdest. Aber Du vergißt, daß eine Hypothek von $6000 darauf noch haftet. ich brauchte das Geld zu nothwendig im Geschäfte, sonst wäre ja jene Hypothek längst gelöscht. Und das Grundeigenthum ist jetzt so furxchtbar
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entwerthe!, daß wir das Haus heute kaum für $7500 verkaufen könnten, obschon es über $12,000 gekostet hat
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ucrpfanbc Nttser Moltttl,." Rathlos stand die wackere Frau da. Sie sah wohl ein. daß ihr Mann Recht hatte. Sie drückte ihm die Hand und versicherte ihm. daß er auch in schlimmen Tagen aus sie rechnen könne. Sie machte Pläne,. wie sie sich einschränken wollten, sie suchte ihren Gatten auszuheitern.indem sie immer wieder betonte, daß er zu schwarz sähe, daß vielleicht doch noch Hilfe gebracht werden könne und daß man jedenfalls den armen Kindern zu Hause die Weihnachtsfreude nicht verderben solle. So schmeichelte sie ihren Mann zur Thür hinaus. Auf dem Wege zu? elektrischen Bahn setzte Bauer das Gespräch fort: Ja, wenn ich nur nicht so lange den Betrieb fortgeseöt hätte! Ich habe jetzt eine Unmasse Waaren auf Lager, darin eben steckt mein Betriebskapital! Aber ich mochte die vielen Arbeiter, vie so lange Jahre bei mir beschäftigt Tiaren, nicht auf die Straß: setzen. Und so haben wir schon seit Monaten sabricirt, ohne Waaren absetzen zu können. Aber daran ist nur die verd deutsche Gutmüthigkeit Schuld. Jetzt müssen ja doch die Arbeiter alle entlassen werden und ich werde m i t entlassen vom Sheriff!Laß nur gut sein. Alterchen, weißt Du noch wie es uns ging, als wir uns verheirateten? Da hatten wir Aeide nichts, als Dein: Arbeitskraft und meine Genügsamkeit. Und das waren unsere schlechtesten Jahre gewiß nicht. Es wird schon alles wieder gut werden, h:nn wir Beide nur treu zusammenHalten, und das wollen wir. komme, was da kommen mag. nicht wahr, Altcrchen?" Wenn ich Dich nicht hätte, so würde ich verzweifeln," erwiderte Bau:r gerührt und gedachte dabei mit Schaud:rn an die Schublade, in welcher der Revolver lag. Und wenn der Sheriff euch den letzten Fetzen in Beschlag nimmt. Dich muß cr mir lassen, Dich kann er nicht pfänden, Dich, den b-:ttn unter meinen Schätzen!" Sie bestiegen den Wagen und fuhren ihrem Heim zu. Plötzlich lehnte ich di; Frau dicht an ihren Mann an unö flüsterte: Du mußt nicht böse sein, liedes Männchen, wenn ich nicht bei unserm Hause mit Dir aussteige. Ich muß noch einige Blocks weiter fahren, ich hatte eine Ueberraschung sür Dich lache nicht, mein Schatz, etwas, was Du Dir wirklich wünschest und was Du sehr gut brauchen kannst, aber ich weiß noch nicht, ob es fertig geworden ist. Nicht wahr. Du frägst nicht , weiter. steialt mit Edmund aus und baust den Kindern die Gaben auf. In einer Stunde bm ich ganz gewiß bei Dir. vielleicht noch früher, wenn " Sie hatte immer leiser gesprochen und das Rasseln der Ear hatte die letzten Worte erstickt. Aber der durch den Muth und die Opferfreudigkeit seiner Gattm gestärkte Mann war schon m einer besseren Stimmung. Er dachte zurück an die Weihnachtsabende seine? Jugend :m fernen Deutschland. Stets war Schmalhans Küchenmeister gewesen in der armen Lehrerfamilie, weleher er entstammte. Da gab es keine kostbaren Geschenke, aber das Weihnacytsfest war dort trotzdem ein viel schöneres Fest, als in unseren reichen Häusern in Amerika. Eswar ein ech tes Fest der Liebe. Kleine Gaben.aber sie kamen aus dem Herzen. Und die Kinder dieser armen Lehrerfamilie, seine Brüder und Schwestern, waren sie nicht trotz der Armuth der Eltern auf gewachsen zu tüchtigen Menschen? Hai ten sie nicht alle aus dem Elternhause mitbekommen das beste und schönste aller Erbtheile, den Fleiß, die Bildung und die Genügsamkeit. Und wenn er auch seinen Kindern am nächste.iWeihnachtsfeste vielleicht nicht die Geschenke geben könnte, an welche sie aus den üppigen Tagen des Glanzes seiner Firma gewohnt waren, so konnte er ihnen doch vielleicht nein ganz gewiß etwas Besseres schenken, die sorgsame Baterpflege; die ernste Arbeit konnte er sie lehren, alles das konnte er ihnen geben. was der vielbeschäftigte Fabrikant seinen Kindern in den letzten fahren vorenthalten mußte. Und bei diesen Erörterungen kam er dahin, daß die Geschichte mit dem Bankerott' von Brown & Co. und mit der Bezahlung der von jenen nicht bezahlten elftausend Dollars doch kein so großes Un glück sei, wenn es dazu beitragen würde. den Vater wieder dem Schooße seiner Familie zurückzuführen, in seine Kinder den Inhalt des GLthe'schen Wortes zu verpflanzen: Was Du ererbt von Deinen Vätern hast. Erwirb es, um es zu besitzen." Und zur Seite stand ihm ja ein wackeres Weib, das er an dem heutigen Abende erst so recht kennen gelernt hatte, ein Weib das treu zu ihm dalten würde, selbst wenn das Schlimmste käme. Er war ja so reich, was konnte der Sheriff ihm eigentlich anhaben? Plötzlich hielt die Car. Mußt aussteigen, Männchen, nimm den Edmund mit und geht beide schön nach Hause j und baut den Kindern die Geschenke
auf. Ich komm: fccld und bringe Dir vielleicht etwas mit. was Du gut brauchen kannst."
Wenn er nur gewunt hatte, mit welch' schwerem Herzen sie ihm nachsah, als er mit dem Knaben dem Hause zuschritt.
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w&jpaL- fc , i i ii. S, .- ":-.. i u.;vv ynfc wo fehlt' denn?" Nach zehn Minuten stand Frau Bauer vor einem bescheidenen Hause in der Vorstadt. An dem hellerleuchteten Vorbau, in welchem sich ein Schuhladen befand, ging sie vorüber und trat m den dunklen Hausflur ein, von wo eine Treppe nach oben führte. Sie wurde von der Herrin des Hauses, einer corpulenten lebhaften Frau in der Mitte der Sechziger stürmisch begrüßt. Was ach Du meine Güte! Sie sind's, Misses Bauer, und noch so spät und am Weihnachtsbe-lizen Abend! Und es ist doch mit den Kindern nix passirt, Misses Bauer. Aber kommend nur rasch rein, Sie wissen ja. die alte Kate ist imnier noch die alte Kate und wenn Sie mich fr&u chen. dann bin ich da. Äber Jesses, Jesses, Misses Bauer, was ist's deun? Gewiß, ich geh' gleich mit, natürlich thu' ich das. Muß dem Fränkie blos noch Bescheid sagen. Und wo fehlts denn? Das lieb: kleine Mariechin hat doch nicht wieder den Croup Jesscs, Jesses, was man doch alles durchmachen muß mit die Kinners." Frau Vau:r wa: unter diesem Nedestrom. den sie sich vergebens bcmübte, zu unterbrechen, in eine Sof.l?cke genöthigt worden und war nun. übermannt von den Aufregungen des Abends in ein krampfhaftes Sckluchzen verfallen. Das ab:r steckt bekanntlich an und die Frau Kate, welche ein gar weiches Herz hatte, weinte getreulich mit. obschon sie gar nicht wüßte warum. Nach einer Weile brach derNedeström wieder los. Aber mein: liebste, beste Misses Bauers, was :s:'Z denn eigentlich? Sagen's nur. sagen's mir rasch und was ich thun kann, das thu ich." Und da die zunge Frau noch immer nicht ihrer Stimmung .)'.r: werden konnte, fuhr die Aeltere fort: Ich hab' Sie ja schon als ganz kleines K:ndel gekannt und gepslegt. mir lonn.en's Alles sagen. Alles. Ist's was mit den Kindern?" Nein, mit meinem Mann." Mit Ihrem Mann? Mit dem Mister Bauer? Jesses, mit Ihrem Mann " Das ehrliche Gesicht der Frau Kate hatte einen so entsetzten Ausdruck ai'.aenommen, daß die junge Frau unter Thränen lächeln mußte und nun auch endlich das rechte Wort fand. Meine liebste Kate, was Sie jcht wohl, vermuthen, das ist es &o';i sei Dank nicht. Mein Mann ist treu wie Gold.". Und nun erzählte sie die Geschichte vom Bankerott des Ehicaaoer Hauses und daß ihr Mann übermorgen elftausend Dollars wegen dieses Vankerotts bezahlen oder den Sheriff erwarten müsse. Sprachlos, mit offenem Munde batte die kleine dicke Frau ihr zugehört, dann nahm sie das Wort: Was Sie mir da von der Note ur.d den Protest und von dem El.icagoer Bankerott erzählen, das rerste!i'"ich nicht, aber ich weiß, daß Ihr Mann kein schlechter Mensch ist U7.d auch Niemand betrügen wird. Ich ienn' ihn ja viel zu gut. er war immer so nett zu der alten Kate, ".nd wis der Meier ist, der in meinem Renthaus da hinter, wohnt, der arbeitet l.::m Mister Bauer und der hat heut' Abend ncch dem Frankie erzählt, daß kei:'.:r von Bauers Leuten abgelegt 'st. lind was sagen Si:. der Sheriff soll kommen. um das Geschäft zu schloßen und Sie und die lieben Kinderchens " Und die kleine Frau lief fortwährend redend im Zimmer umher und weinte und lamentirte, als ob sie selbst ein schwerer Verlust getroffen iabe. Plötzlich blieb sie vor der jurain Frau stehen, welche, den Kopf auf die Tischplatte gesenkt, bitterlich w:in!e. - Und wie viel Geld braucht Ihr Mann übermorgen?" Elftausend Dollars." Elftausend Ja, das ist furchtbar viel Geld, aber es braucht doch nicht alles Eash zu sein? Gute Deeds und erste Mortgages kann er doch auch brauchen?" Ja gewiß, aber Sie wollt:n doch nicht etwa den ganzen Betrag " Natürlich will ich, wegen Ihnen will ich's. liebe Misses Bauer, und wegen der lieben Kinderchens und auch wegen dem Mister Bauer. Ich schaff: Jbnen das Geld." Aber liebste Kate! O mein Gott, das kann ich ja gar nicht annehmen, das ist zu viel, zu viel. Ich kam, um Sie zu bitten, ob Sie uns nicht di: Hälfte der Summe geben ko'nnten,dann wollte ich eine Hypothek auf das Haus nehmen und so di: Bank zufrieden stellen." Das lassen Sie man, liebste Misses Bauer. Das Haus behalten Sie sür sich. Eine Frau soll Ihr Eigenthum behalten. Das hab' ich auch immer gethan. obwohl wir keine Kinder baben." Aber Kate. Sie wollten wirklick?" und sie siel der alten treuen Freundin
in die Arm:. Aber Ihr Mann, was wird denn Frank dazu sagen?" O, von wegen dem Fränkie? Das lassen Sie man meine Sorge sein. Wenn ich was thun will, dann thu' ich's auch, und das weiß der Fränkie. Und das Land und die Mortgages steben alle auf meinen Namen. Und dann, wem verdanken wir unsern Wohlstand denn anders, als Ihrem Herrn Vater selig? Kate," hat er gesagt, als ich den Fränkie heirathete, kaufen Sie einen Theil der HitchcockFarm, das Land wird bald sehr theuer werden. Die Stadt dehnt sich riesig cus und da werden Baulots draus!" Und er hat mir noch selbst Geld dazu c.eliehen, Ihr Herr Vater selig. Weil ich so lange Jahre bei Ihren Eltern gedient hab', hat er mir das Geld gegeben. Und es ist genau so gekommen, wie Ihr Herr Vater selig damals gesagt hat. O, ich hab's dem Fränkie oft erzählt, wenn der alte Herr Beekler ntt gewesen wär', so wären wir heut' noch arme Arbeitsleut. Und jetzt will ich mal rasch wieder in den Store und will dem Fränkie von dem Gelde sür Sie sagen. Warten's nur, meine liebe Misses Bauer, es wird schon alles
all right und in zehn Minuten bin ich wieder da." Und so war's auch. Nach kurzer trift kamen beide Gatten in's Zimmer und erklärten der Frank '--ilich recht zaghaft daß sie der Bank für die Summe von elftausend Dollars Sicherheit geben wollten und die Kate batte gleich einen ganzen kaufen Werthpapiere zum doppelten. Betrage der erforderlichen Summe herbeige schleppt. ICnfc ste hufttc auch ttt Fränkie. ftrau Bauer war kaum im Stande, ihren Wohlthätern gebührend zu danken. Sie küßte die alte Kate und sie küßte sogar den alten Fränkie, der gar nicht wußte, was ihm geschah und derlegen bei Seite trat. Dann rüstete sie sich, um ihrem Gatten die schönste aller Weihnachtsgaben zu bringen. Wartens ein klein bissel, Misses Bauer. Ich. geh' mit Ihnen, ich will Ihrem Mann gleich die Papiere mitbringen, sonst glaubt er's am Ende nicht, daß wir ihm helfen wollen." Ja, aber auch der Frank der Mister Matten wollte ich sagen muß mitkommen, und so wollen wir noch etwas spät ein schönes Freudenfest feiern." Als der Frankie einige Stunden später mit der Nachtcar wieder nach Hause fuhr, sagte er zu seiner Kate: Du, das war recht von Dir. Ich habe lange mit dem Mister Bauer über Geschäfte gesprochen. Der Mann ist all right. Er wird uns jeden Cent von dem Gelde zurückbezahlen." Und die alte Kate war selig über das gute Werk, das sie gethan. Das Bauer'sche Ehepaar aber saß noch lange nachdem die Gäste sie verlassen hatten in trautem Gespräch beisammen. Ich habe heute eine Lection erhalten. welche ich nie vergessen werde. Weil ich etwas mehr gelernt habe, als andere Leute, hielt ich mich für berechtigt, auf jene Anderen herabzusehen. Nicht die Schulbildung macht den Menschen aus, sondern der Charakter. Ich habe die alte Kate immer respektvoll keh:ndelt, weil Du sie liebst und weil sie so lange bei Deinen Eltern gedient hat. Aber ich habe ihr ungebildetes Wesen und ihr' ewiges Schwatzen schwer ertragen können. Und ihren Mann, den Frank, habe ich stets für einen Kaffern und für einen faden Pantoffelhelden gehalten. Mein Gott, wer eine Frau hat, wie die Kate, de m u ß ja ein Pantoffelheld werden. Jetzt kenne ich diese Leute st. Sie sind Gold. Echtes, unverfälschtes Gold. Und nun mache ich Dir zwei Gelöbnisse, liebes Kind. Zuerst, daß die elftausendDollars der Kate in spätestens drei Wochen zurückbezablt werden. Ich Hab's überrechnet und kann das Geld in drei Wochen flüssig machen. Und zweitens, daß Kate und Frank von heute ab zu unserer Familie gehören, daß sie nicht mehr bebandelt werden wie alte treue Dienstboten das heißt von m i r nicht mehr so behandelt werden, denn Du hast die Kate immer als zweite Mutter angesehen sondern, wie gesagt, daß sie zu? Familie gehören. Bessere Freunde finden wir nie wieder." Vin dritte ielödniff. . Und machst Du nicht noch ein drittes Gelöbniß heute Abend, liebei Mann?" Noch ein Drittes?" Jawohl, noch ein drittes und
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zwar, daß auch Du ein Pantoffelheld werden willst nicht im gewöhnlichen Sinne des Worts,, auch nicht so. wie ??rank einer geworden ist aber daß Du Deine kleine Frau ein wenig mit theilnehmen läßt an Deinen Geschäftssorgen, damit sie nicht wieder in später Nacht allein ausgehen muß, um Sheriffs abzuwenden und was sagtest Du doch von Kate? um Gold zu entdecken." Bauer schloß sein Weib in die Arme. Von heute an bist Du Partner der neuen Firma Charles Bauer und Compagnie."
ZU e i h tt a ch t c n. Das fröhliche, selige Weihnachisfest ist gekommen. Wie. viel ist geplant, geschafft, gemüht worden, um Freude zu bereiten an diesem Feste der allgemeinen Freude. Aber trotz der Fülle außergewöhnlicher Arbeiten, trotz der großen Anzahl von allerlei Anforderungen, welche das Christfest an die Kräfte der liebenden Mutter stellt.trotzdem vielleicht im Stillen mancher Seuf?.er über die Lippen der überbürdeten Frauen gleitet, so ist doch ihr ganzes Streben von reinem, edlen Geiste beseelt. Dies Flüstern und Geheimthun, Wünschen und Hoffen, Wählen und Prüfen, Regen und Schaffen, Hasten und Jagen, selbst das Rechnei? und Zahlen. Lausen und Nennen, und erst das emsige Arbeiten und Aufbleiben bis in die späten Nachtstunden, hat seinen ganz eigenthümlichen Reiz, einen weihevollen Zauber, wenn wir daran denken, warum dies Alles geschieht. Fragen wir uns, weshalb wir dies fröhliche, selige Weihnachtsfest eigentlich feiern, so werden wir kaum antworten. daß wir das Andenken an die Wintersonnenwende der alten Germanen und Kelten festlich begehen, und selbst nicht der symbolischen - Bedeutung, welche man diesem Tage des wiederkehrenden Lichtes beilegte, da der Heiland aller Welt das Licht des Geistes und der erbarmenden Liebe brachte, werden wir gleich gedenken, sondern wir haben die Empfindung, als ob es sich mehr um ein freudiges Familienfest, als um ei nen kirchlichen Feiertag, eher um den Geburtstag der ganzen Menschheit, als den ihres christlichen Erlösers handeln würde. Und weil wir eben ein großes allgemeines Wiegenfest feiern, deshalb werden auch alle Geburtstagskinder ausnahmslos mit schonen Gaben bt dacht, und so herrscht denn das allumfassende Bescheeren. Es muß aber ein ganz eigenartig wonnig.befriedigendes Gefühl fein um dies Schenken, sonst würde der weihnachtliche Geburtstag nicht in der ganzen civilisirten Welt von Alt und Jung, von Hoch und Niedrig als solch' herrliches Freudenfest begrüßt werden, und Sitte oder Gewohnheit hätten niemals vermocht, den schönen Brauch zu heiligen, wenn er nicht in dem Geiste der menschlichen Liebe wurzeln würde. Wir schenken also heute weil unser Herz uns dazu drängt, in den Herzen Anderer Freude zu erwecken. wir schenken, weil wir gerne geben, well es uns em inneres Bedurf niß ist, mit Anderen zu theilen, was wir besitzen. Wir sagen nicht: ich kann schenken, denn ich hab' es ja dazu", sondern wir sprechen bescheiden: ich will versuchen soweit es in meinen Kräften steht, Freude zu bereiten! Dadurch wird unsere Gabe geheiligt, sie erhält eine Weihe, und wird nicht ohne Einfluß auf das Gemüth des Gebers und des Empfängers sein. Und darin liegt die wahre Ethik des großen weihnachtlichen .Familienfestes, es vermag reine, tiefe Empfindungen zu er wecken, und mit dem zarten Hauch eines beseligenden Glückgefühls unzählige Menschen zu veredeln. Wo die Weihnachtsgaben durch den Zauber der Liebe, die sie bescheert, ver schönt werden, wo der Glanz des Christbaumes fröhliche Geber bestrahlt, wo beglückender Friede und dankbare Genügsamkeit sich vereinen, da wird der Christabend zu einer wahrhaft erhebenden, erfreuenden, herzbezwingenden Feier. Und ganz besonders die Kindheit steht erst recht im Banne dieses Segens. Gewoben aus Tannenduft und Glockenhall, Kerzenlicht und Feierklang. Festesglanz und Weih nachtsqaben. verschmolzen mit dem Ge fühl aufrichtiger Dankbarkeit und Verehrunq für ihre Eltern, bildet sich in den kleinen Herzen das Empfinden der wahren Familienliebe.welche ihnen später Halt und Stutze gewahrt durchs ganze Leben, und die sie als unsichtbarer Schutzgeist selbst in die ferne Welt begleitet. So wird die gabenbreingnde Weihnachtszeit zur wahren Gnadenspenderln der Menschheit. Xlod; der Seskyeerung. BündigerBeweis. Ist Ihr Herr Graf zu Hause?" Ja. freilich, ick trag' ja g'rad' die Stiesel ium Schuster. Abfertigung. Herr: .Fräulein, mein Herz würde ich Ihnen zu Füßen legen!" Dame: Wenn Sie perade beim Legen sind, bitte, legen Sie sich selbst noch dazu, aber machen Ett sich Nicht schmutzig.
Der Christbaum.
Ohne Tannenduft und Lichterglanz vermögen wir uns das Weihnacktsfcst gar nicht mehr recht vorzustellen, und es gibt Leute genug, denen ein Christfest ohne Christbaum wie ein Messer ohne Klinge erscheint, wenn nicht etwa aa? wie eine Versündigung. Daß der geputzte, lichtergeschmückte Baum nicht in allen Ländern Attribut des Festes ist. weiß man ja nachgerade; in Deutschland aber möchte man ihn für verbunden halten mit dem Weihnachtsfest seit den Urtagen der Bekehrung zum Christenthum. Oft konnte man auch verkünden hören, die ersten Prediger des Christenthums hätten den Weihnachtsbaum in Deutschland vorgefunden und im Interesse ihrer Propaganda klug einen altheidnischen Brauch verchristlicht. Demgegenüber ist es interessant, an der Hand der Culturgeschichte wie der Literatur btm ersten Vorkommen des Christbaums nachzuspüren. Nicht ohne Erstaunen und Ueberraschung wird man da gewahr, wie zung die jetzt so festgewurzelte, so allgemein mit unserer VolksPoesie so eng verflochtene Sitte ist! Als Beweis dafür konnte imGrunde schon das Fehlen des Weihnachtsbaumes in de? älteren Literatur gelten. Welcher Lyriker läßt sich heutzutage die Fülle von Empfindung und Poesie entgehen,die sich unter dem Christbaum zusammenfindet. Welcher Romandichter verzichtet völlig auf die Schildexuw des Christfestes, der großen Rolle. die es im Gemuthsleben, m wirth schaftlichen Leben, in der Physiognomie des Jahres spielt. Ein Volks- und Sittenschilderer, der das Weihnachtsfest und den kerzentragenden Baum in seinem Mittelpunkte vergäße, wurde ja auch einen sehr wesentlichen Zug unterschlagen. Vermag man sich nun vorzustellen, daß der geputzte Baum in früheren Jahrhunderten bei uns bekannt war, daß er seine heutige Verbreitung, seine heilige Bedeutung hatte, und daß dennoch keiner der alten Autoren ihn erwähnt? In die Literatur hat nuu erst Gothe den Weihnachtsbaum eingeführt. Im eigenen Vaterhause kannte er ihn nicht, in Frankfurt war in Gothe s Jugendtaaen der Weihnachtsbaum überhaupt noch nicht verbreitet. In Leipzig erst begegnete ihm Gothe. In Kunst und Leben, aus Friedrich Förster's Nachlaß" erzählte Frau Ober-Appella-tionsgerichtsraty Korner von einer Weihnachtsfeier, die Göthe im Hause des Kupferstechers Stock in Leipzig mitmachte. Göthe und der Vater trieben ihren Muthwillcn so weit, daß sie an dem Weihnachtsabend ein Christbäumchen für Joli (das Windspiel des Hausherrn, das Göthe sehr liebte) mit allerhand Süßigkeiten behangen, aufstellten, ihm ein rothwollenes Camisol anzogen und ihn auf zwei Beinen zu dem Tischchen, das sür ihn reichlich besetzt war, führten, während wir mit einem Päckchen brauner Psesferkuchen, welche mein Pathe aus Nürnberg geschickt hatte, uns begnügen mußten. Joli war ein so unverständiaes unchristliches Geschöpf, daß er für die von uns unter unserem Bäumchen aufgeputzte Krippe nicht den geringsten Respekt hatte, alles bkschnoperte und mit einem Haps das zuckerne Christkindchen aus der Krippe riß und aufknabberte, worüber Herr Gothe und der Vater laut auflachten.während wir in Thränen zerflossen. Ein Glück nur, daß Mutter Maria, der heilige Joseph und Ochs und Eselein von Holz waren, so blieben sie verschont." Hier erscheint der Christbaum gleichzeitig mit der Krippe, ja es kommen sogar mehrere Christbäume vor, einer für die Kinder und der andere sür den Hund. In den Leiden des jungen Werther" führt Göthe dann den Christbäum, in die Literatur ein, indem er Werther mit Lotten von dem Vergnügen reden läßt, das die Kleinen haben würden, wenn sie vor den n'vutzten, lickglänzenden Weihnachtsbaum geführt würden. Auch bei Schiller begegnen wir dem Weihnachtsbaum freilich nicht in den Dichtungen, sondern in der Correspondenz. Kurz vor Weihnachten 1789 schrieb er seiner Braut, die bei ihrer Schwester Carollne in Weimar weilte, und die Schiller, der bereits in einer Familie Griesbach in Jena zug:sagt hatte, zum Weihnachtsabend lud: Auf den Donnerstag komme ich nach Weimar. Daß Ihr Euch ja nicht von irgend einem heiligen Christ enga-airen-laßt! Ihr werdet mir hoffentlich einen grünen Baum im Zimmer aufrichten, weil ich Euretwegen um den Griesbach'schen komme." Die eigentliche Verbreitung des Weihnachtsbaumes beginnt erst mit dem Ende des vorigen und mit dem Anfang unseres Jahrhunderts, wi: neuere Forschungen ergeben haben; so recht allaemein eingebürgert ist er in vielen Theilen Deutschlands erst seit wenigen Jahrzehnten. Seine heutig: so sehr bedeutsame Rolle als wichtig:? Factor im wirthschaftlichen Leben als Förderer von L'teratur und Kunst, als der große Zeitpunkt für Versöhnungen und Vereinigungen hat das Weihnachtssest so vielfach erst in unseren Zeiten gewonnen, die denn auch Verbreitung und symbolische Geltung des Weihnachtsbaumes sehr gehoben haben. Die Literatur spiegelt die Bedeutung des Christbaumes im deutschen Volksleben allzeit getreu wieder, und eben darum spielte der Lich!erbaum ebedem eine bescheidene, eben darum spielt er setzt eine so bedeutsame Rolle in den Schilderungen des Volkslebens. Deßhalb. Das muß ich allerdings eingestehen: Deine Braut hat ein ganz hübsches Aeußeres; aber im Umgang ist sie so kalt und frostig, sie bat reines Fischblut. Kein Wunder! Sie ist ja auch ein Goldfisch! ..
