Indiana Tribüne, Volume 18, Number 96, Indianapolis, Marion County, 23 December 1894 — Page 4
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Jndiana Tribiwe. Erscheint Täglich und Sonntags.
f Die tlzliche Tribüne- kostet durch den Träger ( 13 Cent? per Woche, die eonntagS.Tribüne' 8 , Cent? per Woche. Beide ,usammeu 15 EentS oder ' tt EentS per ZNonat. Per Post eußerhalb der Gtabt ,ugelchickt in Vorausbezahlung $5 per ' Jahr.
Vfftr, 18 Süd Lllabama Straße. 3nttan2pottk, Ind., 23 Dezember '24 Näuberltben in Italien. Von Tr. Hanl Barth. Rom, Ende November. N2uberleben Ideal aller fantasti scheu Köpfe, aller jugendlich schwärme rischen Seelen von Sexta bis Unter sckunda! Traum aller Mägdekammem und Küchen! Wer von uns hätte nicht einmal Karl Moor, Rinaldo Rinaldini oder Schinderhannes gespielt und das smöne Lied oemnaen. das oa an 17 V t r hebt: 3n des Waldes tiefsten Gründen, Zwischen Felsen tief versteckt, Schaft der kühnste aller Räuber Bis ihn seine Rosa weckt...." Ja. noch tönen mir die sentimentalen Strovbcn des feidien .Riekele- in's Obr. die zum Telleraufwaschen in 23ri ganiaggio und in Rinaldo Rinaldini schwärmte, während der Stuttgarter (kmnasiast der bolden Märe lauichte. . Seitdem ist viel Waiser den Rescnbach. die schwäbische Spree, hinabgelaufen. und ick würde die Räuberromane und Räuberspiele wohl längst vergessen ha den. hatten irna Nickt vom ökonak in Smyrna aar manchmal Briganten kövfe anaearinst. die auf dem Gitter gar zierlich aufgespießt waren, zur Lehre und Warnung. Und die eigenthümliche, etwas türli sche Methode scheint auch von Erfolg begleitet gewesen, denn seit Jahr und Tag hört man in der Provinz Smyrna nichts mehr von Räuberbanden da sur desto mehr tm culturbesle.ten. rn lisirten Europa. Taß Italien wieder einmal zum Eldorado des scheinbar längst abgethanen Brigantenthums ge worden, weiß heute jedes Kind; vergeh doch, leider! leider! fast kein Tag. wo nicht von lraend woher, am aller meisten aus Sizilien und Sardinien, dann aber auckz aus Ealabrien und der Vrovin, Rom die Nachricht von einem geglückten oder nur versuchten Ueber falle, vom Erscheinen einer vermummten Bande, von der Entsührung reicher Gutsbenher, von der Brandzchatzung von Gehöften oder Weilern und derglei ! chen kommt. Ueber die sozialen Gründe dieser zwar unter dem poetischen Ge sichtspunkte sehr anregenden und inte resianten, sonst aber höchst unerfreuli chen uad bedauerlichen Tinge ist schon so viel geschrieben worden, daß wir auf ane weitere Erörterung verzichten.' Tie Thatsache, daß das Hauptagens des Räuderwesens die in vielen Landesthei len herrschende Noth, daß umgekehrt der Brigantaggio der Thermometer der wirthschastlichen Zustände der Insel ist diese Thatsache steht unbedingt fest, und gilt obendrein nicht blos für Sar dinien. Trotz dieser bitteren Wahrheit kommt nun einer, der, wenn irgend Jemand, berufen ist, aufzuklären : ein Sarde, Stanislaus Manca, langjährig bewährter Mitarbeiter der Tribuna", und gerade, als wäre er selbst einmal einjährig'sr:iwilliger Bandit gewesen, enthüllt er uns über den Brigantaggio auf seiner Heimathinsel ganz neue Ho rizonte. Bor Allem behauptet Manca der einen als Räuberhauptmann sehr berüchtigten Namensvetter besifct steif und. fest, das sardinische Räuberthum im großen Ganzen sei weniger die elcmen tare Aeußerung sozialer Unzufrieden heit, als dielmehr eine Art von traditionellem Sport" ! ! Allerdings ein Sport", der besonders in Wirthschaftlich kritischen Zeiten am meisten blüht. Und nun hören wir, was Manca, der seine Sarden kennt, vom Wesen des dortigen Buschklepperthums zu erzählen weiß. Tie Eroberung von Tortoli" durch hundert wohlbe waffnete Räuber war durchaus kein ver einzeltes, überraschendes Faktum, nur das verblüffte dabei, daß, statt wie ge wohnlich 40 bis 50, diesmal 100 Mann an dem Raubzug theilnahmen und daß die 'Expedition so vorzüglich klappte ! Uebrigens handelt es sich' in Sardinien keineswegs um fest organistrte, auf den Bergen hausende Freicorps, wie zu den Zeiten Fra Tiavolos und später des ' Brigantenkrieges, sondern um Organi' sationen des Augenblicks. Friedfer tig, fleißig und gottergeben, ein Muster von Ehemann und Familienvater, geht der Bauer oder Arbeiter seiner Beschäf tigung nacb, bis die Mobilmachungerfolgt. Geheime Sendboten der, wie im großen Generalstab, von allen Bor gängen weit und breit unterrichteten -. Führer, rufen ihn zu den Waffen und ; dringen ihm die Weisung, zu einer be ' stimmten Zeit an einem bestimmten Orte sich einzusinken und zwar mit al ; lem Nöthigen (Gewehr, Art, Tolch und '' . . . ." Medizinalien und Verbandstoff) '. versehen. TieS geschieht! Tie Bande versammelt sich pünktlich in der Nähe . des OrteS, wo geplündert werden -soll .und wo sie ihre ortS und personalkuneigen Helfershelfer und Agenten (oft Leuten in hervorragender Stellung) be sitzt. Tann nummerirt der oberste Ehef seine Mannschaften, die während der ganzen' Expedition nur bei der Num mer gerufen werden, - und planmäßig und lautlos nimmt das Unternehmen ' seinen Anfang. Doch darf schieben wir ein ein solche', niemals an einem, Freitag stattfinden, eben so wenig als irr der Zeit nach Mitternacht, da so fort riach' - vollbrachter That sich die Bande auflöst, sich nach allen Himmels richtungen zerstreut uud jeder vor Son
päüäiäwbds
tcnciiraanq wieder in seine:'.! Torf und in seinem Bett befinden irnin, um a keinen Verdacht der dellhaderschaft aufkommen zu lassen. Wi? rapide diese . . .- i ... t. ... v .. ...i.. Mprovlsiricn aoer piuum iiiajimu: der qcfährii5en-Mur.er, diese srie tiilL ,.s E-1 SCV. Als gewandte unaänger und Berg stciger legen sie sich Abends schcmbar ruhig zu Bette, vcrlasicn dann c , wenn alles WM mmuca oa; Dorf, eilen an den Ort des stratezi scken Aufmarsckes . nehmen an dem ' ' , . r i.f 'C - Unternehmen Theil, schleppen ihre Beute nach Hause und liegen bereits , (Yl ii t C V cTN C I wieder zu Bette, ehe die anderen Dorf. ler erwachen, und ohne daß zene von ihrer Abwesenheit die geringste Ahnung haben. Solcher Fälle führt Manca mehrere auf und der bezeichnendste darunter ist wohl der, daß ein wohlst tuirter. aeaHteter Bürger noch um 6 Uhr Nachmittags als. Geschworenes!) im Sckwurzerichtssaale von uor? sitzen und fünf Stunden später, um 11 Uhr. in dem entfernten Orte San Vero Milis als Brigant und mit erbeuteten 3000 Lire rn der Tasche von den ara bini?ri erschossen werden' konnte! Z?ehlt keiner von den Einberufenen isonst wird die Unternehmung vertagt). r . . C 1 v Y1 k . ,0C C.u.C.I. - I 0 gkil VIZ -CUJUX llüuf uzivaijuiii tui tischen Regeln und in militärischer Ordnuna ldie meisten und ia gediente Soldaten) zum Angriffe über. Handelt es sich um Bagatellen", z. B. die Beraubuna von Postkutschen u. s. w., f? wnoen Die HiiCioc tr aoi cn, oic -pa i c i rnr.i.. .ry.-fr. c.!. cr faaic aber falls sie sich Nicht mx Wehre sehen geschont. Beim Angriffe auf eine Ortschaft, beziehungZ. ' . mm we se aus das zur Plünderung auser- ' . . . , . . r.t. . -.-.. !M nimr itni in icucuc au ui uut iwiujiii iivifc . fW 7 X . . M I Ir lAfk orwil), wlro oic ganze uciuc vöiuwt . .... mm . i I ccrnui, ccwtaiaoiuictifüjicH uuiu, Abtheilung im Schach gehalten und die Straße mit fortwährendem Gewehr- . . . K. m . & m.Mtm n fmx a,a seuer bestrichen, so daß kem Einwohner Thür des bestlmmtenHauses eingeschla sen und die Plünderung nimmt ihren Anfang. Natürlich läuft die Sache nickt immer alatt ab. denn die Kara binieri sind auch wenn in kleiner Minderzahl nicht die Leute, die Scherz verstehen. Dann giebt es hau fto ff'nua auf beiden Seiten Todte und verwundete, wobei die Räuber lektere ans htm Rück,uae stets mit fick scklep . , a i i i pen. die Todten aber entkleiden und entbauvten. Bei der Bertbeiluna der Beute geht der Führer mit der peinlich' sten Gerechtigkeit vor, ja selbst die Wittwen und Waisen der auf dem Felde der EhreGefallenen- bleiben nicht jcivc vci vigvi uunuii vi.ivfc V'-tJZ1 1? die Bande der ihres Ernährers Beü -::c ov-ir:x.:i raubten mit rührender Zärtlichkeit an und die Hinterlassenen tragen Trauer um den .morto murtire" den todten Märtyrer!' Daß den sardinischen Banden ihr Handwerk nicht schon längst energisch gelegt worden ist,' liegt daran, daß sie Hehler, Helsersyelser und Prolectoren ,n allen reisen der Bevölkerung bestttn, ganz wie die Mafia" m Steü'.en! rw m C. OT ? L viele vurcy ueoersaue uno Piunoerungen reich g.?wordene Ex-Briganten haben sich nicht in kleinen Landstädten zur Ruhe aesekt". und leben als Gemeinderätbe. 5onoratioren und der Regierung werthe Wahlagenten, wohl crnch als Eavaliere" (die Ritter des öcronenordenZ), scheinbar recht und schlecht von ihren Ersparnissen, wäh. rend sie insgebeim ihre einstigen Ge .'s. rMnr irnS tinrMfe.n I II r ZJ " ' I A.J Lft.k. il L L-J AI.'.LLlAU&lL.lftK . die vtälle des Geschworenen von Nuoro und des Friedensrichters zeigen soaar, dan die zum Bourgeois Avan cirten nicht einmal immer die Hände in den Schon leaen. dak sich vielmehr ab Vl WUVp llltl, VMQ MV und zu bei ihnen noch das alte Räuber, blut regt, daß Nichter dann im Tun icl der Nacht sich das Gesicht vermum men und zur Flinte greifen, wie in der schönen, lustigen Räubeneit. . , . Taß unter solchen Umständen und wenn so kostbare Eristenzen wie die von Stü t'en der Gesellschaft" auf dem Spiele stehen, die Regierung den Brigantaggio eigentlich mit Glaceehandschuhen anfas sen mügte, lst für jeden aufrichtig parla lnentarisch Gesinnten doch selbstver pändlichl Gin Verhängnis. Von Francis Magnard. Ein junger Mann, eine Waise mit siuter Bildung, wird mit warmen Em bfohlunnm an e!n?n rtxfoen Nn?ie? nach Paris gesandt. Tieser empfängt mit ttN,nen Armpn nifit ihm sofort eine Stellung in feinem Ge schüft. Mitten in der Unterhaltung tritt ein aommis ein. der den Bankier abruft, Ich stehe sofort wieder zu Ihrer Beifügung," sagt er zu seinem Protege vn !üt henUihm in Hnftinf allein. cPtT ;n. n?rnn Rf itntntsf. lürlich im Zimmer um und erblickt aus dem Tisch, vor dem er sieht, zwei Packete mit Banknoten, die unter einem Brief. befchmerer liegen. Aus jedem der Packete ist ein Zettel, chen mit einer Nadel befestigt, und auf demselben stehen die magischen Worte : .Hunderttausend Francs !" Ten iunaen Mann durcöfäbrt eS wie ein Blitzschlag, und ein toller Gedanke sährt ihm durch den Kopf. Man wird eS wohl nicht merken. sagt er sich, wenn ich wenigstens aus eine Minute meines Lebens 200,000 Francs bel mir habe. Tabei packt er in fieberhafter Auf regung die Banknoten; aber m demfel den Augenblick, da sie in der Tasche seines Paletots verschwinden, tritt der Bankier wieder in'S Zimmer. .Also, mem lieber freund." saat
sich am Fenjter ode? oer yur zu ze: yt vor ihm und grinst ihn höhnisch gen wagt. Mittlerweile wird vom pn. Sckmell schließt er die Thür und Elite-Korps mit Piken und Aexten die ährt ihn an:
?r, vie Sache ist adgemacht. on morgen cd sind Sie in meinen Diensten; Ihr Anfangsgehalt beträgt 1500 Kranes, aber ich hoffe, daß Sie nicht
Dabei stehen bleiben werden." "' l " Haare zu Berge steigen, e ist ihm, al Ter junge Mann fiih!t wie ihm tue blC 2.Sran au, ver Brust. Aber was soll er thun? Sie wieder unter den Briefbeschwerer legen? ' Sein Protektor wurde es bemerken. Ihm seine Kinderei gestehen? Wahrscheinlich wird er den Scherz sehr w'Ulil I UJl Ull IWJ llliv (i wujti,l in; geWmatfIo8 finden und sich herzlich .:' srOTnm:a üitr "ri m sch Thorheiten hinreißen im y,,s wz tkn? Eine Bewegung des Bankiers deutet ihm an, daß die Audienz beendet ist. Ter Unglückliche erhebt sich, stottert ttmge anlesworle und verladt das Zimmer. . . .mit den zweimalhundert usend Franc 1. . a uerst bat er die Absiebt, sieb in's JZaner zu stürzen, dann, sick eine Ku zel in den Kopf zu jagen, dann willer nach Belgleil entfliehen, und endlich nach einer Stunde voll Angst und Ge winensbliie, entichllezzt er sich zu dem. coas er gleich hätte thun sollen. Er geht nach Hause, macht ein Packet NZ ort SÜnrttnnian siwaiii Uan lituv ui vurnuutiii, uvi(ui vujiivvu on Herrn Bankier X . . . . in der V . . . . totrane, und legt einen Aries bei, rn dem er seine Thorheit gesteht und um Verzeihung bittet. Dann geht er Mit eiligen Schritten Ihni irt Hiah tntnai it t. iv wi , us, wag! roeu vor nv inicr y zu blicken und übergibt das Packet dem ersten besten Tlenjtmann, der ihm in 'liZüA Trtltlltlr . . . . . Xst.., Kaum ist er wieder m sem'Dachstub . .. I - . ' . ' ifM - n rxc?U Urf ö 3 mein Itnrr slit -mmm " T . . rne Thür klopst. jm. M m m . m Xsls-Hcrz ichlägt ihm yestig, der hantier weiß alles, man wird ihn der. f asten er öffnet Ter Dienst. mann, dem er das Packet übergeben. Pu hast aljo Ecwillensbil'e? Tu bist also ein feiger Lump? Erst führst Tu den Streich aus und dann bekommst Lu Furcht? Aber ich, ich bin nicyt so. Fch könnte alles behalten, aber ich wollte nicht und habe mir gesagt: Halbpart! hier ist Tein Theil, und das meine be jalte ich!" Tamit reicht er dem jungen Mann .n Päckchen Banknoten. Ter Unglückliche bleibt betroffen iehen; er will nicht, er wagt es nicht u verstehen. Er fühlt sich vom Ber dönguiß zu Boden geschmettert. Plötz lich aber springt er auf und ruft: Das wirst Du nicht thun, Elender! , X'-tx ..t :x,i Ä -Ä8 Tamit fcmi tx tCm . . lr"w v Vl"1 Ich will Ticnstmann an die Kehle. Wie! Wa5l" versetzte der kräftige Auvergnat, der sich mit einem Faust schlag von dem jungen Manne losge macht bat. macd' nickt solche Geschick ten oder ich nehme alles." Ja oder nein! willst 'Du mir diese Banknoten zurückgeben, elender Tieb? Ne:n, gewin nicht! I Wahnsinnig, außer sich vor Wuth I Y tf . uno Verzweiflung ersaht ver zunge :Aann em Messer, das auf dem Kamm lag. und stokt ohne Besinnung zu Ter Auvergnat füllt todt zur Erde, und als die Polizelbeamten, die der Bankier, welcher das Verschwinden der weimaiyunoerttauieno ranlö seyr dald bemerkt, auf die richtige Fährte s,esen in daS Tachstübchcn treten, '"den sie den Unglücklichen auf dem deN V0? dkM LklchnaM llkgeN UNd m . neben ihm die Banknoten. Er wud verlostet, vor Bericht ae. stellt und als schuldig Vs Tiebstahls und des Mordes, den er un seinem Hel r o f . ä. i ' - sersyelser, vem .lenumann. begangen. I y .f , , . i'am Tode verurteilt Tiefe Geschichte ist buchstäblich wahr. T mnge Mtn ch wurde unschuldm von der Justiz der Menschen zum Tode rerdammt. Und sie mußte ihn ver. dämmen! .Wie viel unbekannte Tragödien gibt es, zu denen Niemand den Schlüssel besitzt. Seine oanzige Freud'. Jetzt bin i halt scho' wieder da, Herr Präsident. In oaner Woch'n zwoa. mal, dös iS a bisl z'viel! Wissen'S ueulings in Thalkircha drommct, da war i a derbei. Wo sich halt waZ rührt, da limm i per Zuafall hin, und wenn 's wo a Hetz gibt, bin i mitt'n d'runter drinn. I hab' a ganz a apartes Glück mit meine AusgSna'! Kriaat Oaner Schläg' im Wirthshaus, na', sagt er. 1 Sepp war Schuld! Lakt Oan's adl fahrn 'n oder wird a Frau eifer süchtig, dann sagt's, i wär d' Ursach. leitete Bäckermeister Teighuber vor dem Gericht m München seinen Ein wuch gegen em Strafmandat zu 20 r! ein. well er am 10. Oktober m d.r Brauerei durch Raufen und Strei. t.'n die Ruhe gestört hatte. Zu dieser Sslcfcc selbst erklärte er: Wenn i aus. Seh . Herr Präsident, dann mueß si' m rühren, d'rum gehn i nur zu Sauger oder zur Musik, und auögeh'n hu 1 alle Täg. Jetz'n lS halt manch mal gar nix loS und dann mueß sich Feder unterhalt n. wm s eben geht. J sttz also damals lmBrä'uhaus und ltÜ !"ne bekannte Person, da kimmt a Mger Mensch mtt an Madl an mem Tisch, koanS sagt a Wort, alle zwoa schaugen's recht damisch, a Maß wird bracht und' net ang 'rührt. Ueber a Weil faßt er'n Krueg und trinkt die ganz Maß aus. Hm, moan i, Herr Nachbar, Sie hab'n die best'n Züg im Hals. Ter sagt: Töö ist unser Sach! und laßt a neue Maß bring?. Tie trinkt er wieder über die Hälft aus oan Schluck aus und 's Madl sagt no nixn. Säh Schätzer!! fang i an, da trinka 's a mal von mir. sonix kemma 'S
rt - i v r Haber is , na gratulir x zu dera neuen Schwcmmkanalisirung, wia san'dcnn zu jo an öierl lemma? .a muc.,cn s Eahna doch schaar verlobt g habt hab'n, daß a so a Gnad g'fund'u haben. Wos moans. Herr Präsident, daß dös Madl thuat? 'n Maßkrueg nimmt's, trinkt a Halbe putzweg aus und sagt: Wir trinka so viel als leid'n thuet, weil mer mög'n uud auf Ncambt aufpass'n! Misch 'n 's Eahna net unter Liabsleut. Sie g'schmocher alter Kniabeiß. Na! denk i mir, döS gibt a zünftigts Paarl. Er nimmt auf jed'n Trunk a guete Halbe, sie auf zwoa Schlückerl a Maß. Kurz und guet, durch meine Ansprach jan die zwoa Leutl'n schnell versöhnt g'wes'n und der Zorn von eahm is über mich kemma. So möchten sie haben, die Großköpf überanand, hat er g'sagt, der Arbeiter sollt' von Wasser und Brod leben. Jahr aus Jahr ein schinaleln, a jeder Schluck Bier wird aehm in's Maul zählt, b'stellt dir was Kloans, a Haxn oder an, Niernbrat n. na' hoaßt s a Kalbskopf oder a Schwel nernö wär für uns aa guet gnua, wenn i am, döS fette G fraan net moa. .und der Äcin is' a so net für uns aaf der rw i fW . i 'ell. Mariens nur, mir lemma eni schon noch, d' Morgenröth lcucht't ch)'. ?ie lag l, bei Eahnern Zug da wcro'n'ö lane oreiS'g Jayrln alt. na kimmt d' Morg'nröth aber scharf außa. der Zink n hat jetz n schon a so a An siugerl. ')enn S mlttyuan woll'n, i hab' q schön'S unterwachsen'S Ripperl lm Sack, hat vierz'g Pfenning kost. Aber, halt stad, Sie mög'n 's Fette net. d'rum schaug'n's so speer aus. Wia'ö halt nachhergeht, dös dabläcka iZ meine oanzige Freud, und a halbe Stund später san mer z'sammg'wachs'n, er paar micy z er azr uno na' an mer mitanand zur Thür außa. I hab' eahm flieg'n lassen und mein Krawattl Mit 'n Hemdkrag n ls a mitganga und g'jehg n hab x nix mehrer. 's Madl timmt dahinter d'rein und loahnt mir mit 'n Sonnenschirm Oane aus 's Dach cufi, dann hab' ich 'S beim Frack packt und auf'S Trottoar g'schtellt, wia man halt mit die Damen umgeh'n mueß, a Vüldung hat Unseroaner doch allerweil. Ulso recht ! A Bierlelstund später timmt a Schandarm und schreibt den großen Fall aus, l erzähl eahm Alles recht aus' jährlich, daß mir ja der Kerl mit seiner Morgenröth n richtig emataucht wird. Jetzt fragt er mich um an Namen, den i net woaß. Was, sagt er, Sie sitzen an ganz'n Abend bei dem Herrn und rausa damit und wissen net a mal, wer der is ? Jetzt wird die Sach' kritischer. Vierzehn Tag' später kimmt der ettl mit zwanz'g Mark. Ich bean trag', daß der Mensch polizeilich -t. ..4.1 v. a. jc:.rc j. . r.f -i . v g ucmi vuet ncauiiciuiy v?lsvigi roiro. in sein Turscht kennt ma' eahm sofort. ie zwanz'g Mark sür meine Person lvlll i auf's Aerar g'schrieb'n hab'n lls ma' den Kamerad n - nnd n thuat. Tie bereits verhängte Strafe wurde bestätigt, woraus Herr Telghuber be . gr w rr r m iucrite: teoer a Mal, wenn o a Unterhaltung hah', pack i so 'n Kerl nd trag eahm auf d' Polizei und venn mir die ganze Stadt nachlauft! 's Bläcka is a Untugend, aber meine kanzige Freud. Werth tti TüderkiilliiZ, Der jüngst ischiensne A.'iicht kr rdZUB!rsuch!itZtmn in , Untier--1 er i n , 0s nszrmsni rn iniingion, eni hält recht iateressaute Angaben über die Äerwnrduna des Dr. och'fchen Tu, terkulinZ als Mittel zur Feststellung . ef .4 ' .r r 1 r-. . ron uoerruioze vti OTnoieq. Der Th'.erarzt der VeisuchSstatioa vrachte in dem BerrchtZlahre 1000 Gin prltzungen von Tubcrkulln, hauptiach ich rn Vermont, mih zwar m den ver-chiedenste-n Gcaenden deS Staates. Zvn den 1000 Thieren, milche mit Tu, b:rku!in bernidelt i')ursen, traten bei L22 Stück nach der Eiasprikun? die llrjchemungen zu Tage, die auf Tu verruwje !a)lle!)M lalsen; ö:r Thiere wurden geschlachtet, und ma fand thatsächlich bei allen Beweise der Fuderkel-Erkrankung. Etwa 52 Pro I C I m mt . ?enr oer unieriua;ttn ylere ict:en an Lunzentuberkulose. 24 Prozent zeigte Tuderielerrvanikung des Euters unÄ bei 22 Prozent erstreckt: sich'die Tuber. kulose auf die Drusen und - andere Theile. Zur Erklärung des Zohen Prozent satzeS kranker Thiere muß erwähnt werden, daß alle jene mit Tuberkulin behandelten Thiere Heerden angehörten,' knter denen man schon Tuberkelkrank heit vermuthete, immerhin aber über tischte die große Zahl der Erkrenkun kkn. Prof. Hills, der Vorstand der Versuchsstation, und der StatiosZthierarzt enachen darauf aufmerksam, daß eS Lnßevst schwierig ist. durch andere kNittel. als durch Tuberkulin-Emspri. tzung die Tuberkulose bei Rindern fest, zustellen. Sie halten auch die Tuberku. lin-Probe nicht für absolut unfehlbar, eber doch für äußerst werthvoll und theilen zur Erhärtun? ihrer Ansicht tie Erfahrungen mit. die sie mit ihrer eigenen Viehheerde d. h. mit der sehr werthvollen Heerde der Versuchs, station machten. Um die Brauchbar keit deS TuberkulinZ zur Erlangung einer ricbtigen D':agN!)slz festzustellen, beschloß man, sämmtlichen Thieren Einspritzungen zu machen, und obgleich ur Zeit sich nur bei zweien der Thiere tlnzeichn von Unwohlsein erkennen faßen, traten nach der Einsprißunz doch hei 24 Thieren die Symptome ein, die cuf Tuberkulose schließen lassen. Man todtete alle diese Thiere und fatö sie sammt urod sonderö tuberkelkrcmk. Die. Krankheit vertheilte sich in diesem Yalle wie folgt: Bei 90 Prozent der Thiere waren die Lungen erkrankt, be! 73 Prozent der Euter und die Drüsen, bei 50 Prozent die Eingeweide und ottdere Weichtheile. . , Die Ergewisse erArbeiten der Ver. kuchSÜgtisJ lu Btruwn.Vt lass
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?wet vunüe als feststehend erscheinen: Erstens, daß ein großer Theil deS enscheinendgesunde n Milchund Schlachtviehs tuberkelkrank ist, uitd zweitens, daß sich durch Tuberku !in die Anwesenheit der Tuberkelkrank, heit feststellen läßt n?enn nicht mit cösoluter Sicherheit, so dxch in einem genügend hoheuProzentsatz von Fallen', um den praktischen Werth der Tube? kulin-D'!agnose festzustellen. Die Tuberkulose kann auf den Men. schen übertraaen werden durch den, Ge. naß des Fleisches oder der- Milch tu. berkelkranker Thiere; und fca der Laie weder im Fleisch, noch in derMilch oder der, auZ jener hergestellten 'Butte? den terderbenbrmzenden TuberkelöazilluZ erkennen kann, so wäre eS die Pflicht deS Staates, die Bevölkerung vor der Gefabr zu schützen, dadurch, daß alle ktinderheerden periodisch mit Tuberku. lin behamdelt werden müßten. Daran ist vorläufig nicht zu denken. Die gro. fall Ninderheerden deS fernen Westens, tie zum weitaus größten Theil unser Schlachtvieh liefern, entziehen sich sol ther sanitären Ueberwachunz, und da ter Tuberkelbazillus durch eine, längere Zeit anhaltende Hitze von 120 bis 170 Orad Fahrenheit getödtet wird, kamr ein Jeder sich durch Kochen oder Bra. ten vor der möglichen Tuberkelanste c?unz durch Nindfleisckgenuß schützere. Anders hinsichtlich unserer Milcherei. Produkte. Die Milch kann, rmm freilich auch kochen, in der Butter und im Ka. se kann aber der VazilluS .fortleben, und deshalb ist eine strenge .Ueberwa. chung deS ViehstandeS der Milchereien drinzeiü) geboten. Hier ist rine geregelte sanitäre Ueberwachunz auch Durchfuhr, bar un,d eine periodische Bchandlunz mit Tuberkulin möglich.' Diese' emufahren, wäre eine lohnende Aufgabe der St2atZ-SesundheitZöeh?den. ., ' MalitiöZ. A.: Alfa. Sie. führen cuf Ihren Spaziergängen als Mitte! gegen Insektenstiche stets ein Fläsch. chen Salmizkgttst bei sich? B.: Ja. A.: DaS ist schlau von Ihnen! V.: Wieso? A.: Da kann man Jb. nen wenigstens 'uicht jeden Geist- ab. frcheu! Sein Einwand. Gattin: Sieh' aur einmal Seinrick. wie eZntrZcktk taS Storchenpaar da - oben' auf - dem Dachfirst bei - einander- wohnt, - daran könntest Du Dir ein Beispiel, nehmen.! Gatte: Ja, Kind; die ' Störchin braucht auch nicht alle Monat eine neue' iobe! mn ,, m Wle lst dies: -Wir bieten einhundert Dollars Be. lohnung für jeden Fall von Katarrh, der nicht durch Einnehmen von Hall'ö Katarrh 'Kur geheilt werden kann. F. 3. kheney öe S o., Eigenth., Toledo, O. Wir, die Unterzeichneten, haben F. 3. Eheney seit den letzten 15 Jahren gekannt und halten ihn sür vollkommen ehrenhaft in allen GeschäftkvelHandlungen und finanziell befähigt, al?e von seiner Firma eingegangenen Verbindlichkeiten zu erfüllen. W e st T r a u r, Großhandel. Dro. guisten, Toledo, O. Walding, Kinnanä:Marviv, Großhandelö-Droguiften, Toledo, O. Hall'S Katarrh -Kur wird innerlich genommen und wirkt direkt auf daö Blut und die schleimigen Oberflächen deS Systems. Zeugnisse' frei versandt. Preis 75c. sür die Flasche. Verkauft von allen Apothekern. Nudy'spile Suppository wird garantirt für die Heilung von Hamorrhoiden und Verstopfung, oder das Geld wird zurückgegeben. 50 Etö. die' Bor. Schicke zwei Postmarken sür Zirkulare und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker, Läneaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu der. kaufen in allen guten 'Apotheken' Ward BroS., A. Kiefer ä: Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, Indianapolis, 3nd.
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