Indiana Tribüne, Volume 18, Number 96, Indianapolis, Marion County, 23 December 1894 — Page 2
Kaiserin Augusta Zlictoria als Zausfrau. Wenn der Kaiser Wilhelm sich auf Steifen befindet, was bekanntlich sehr häufig der Fall ist, unterläßt er es nikinals, jeden Tag seiner Gemahlin und den 5cindern Briefe und Geschenke zu ;den, und wenn er sich selbst auf hoher See befindet, läßt er semer Familie täglich briefliche oder nach Umständen telegraphische Berichte zukommen. Kaiserin Auzusta Viktoria ist das Muster einer guten Hausfrau. Sie versteht alle Hausarbeiten, wie Kochen, Backen, Flicken, die sie aber, seit sie verheirathet ist, nicht mehr übt. Bei Hofe erzählt man sich, daß die Kaiserin dennoch auch jetzt die Wäsche ihres Gemahls persönlich in Ordnung hält und sogar Knöpfe annäht und Strümpfe stopft... Am deutschen Kaiserhofe sind englische Strümpfe beliebt. Als dem Bruder des Kaisers, Prinzen Heinrich, seine Gemahlin halb im Scherze die Bemerkung mach!?, seine Vorliebe für englische Strümpfe se! wenig patriotisch, antwortete dieser: Patriotismus ist gut und schön, meine Liebe, aber er darf nicht derartig sein, daß er die Beine beschmiert." Die Kaiserin versammelt jeden Montag Abends die jungen Hofdamen um sich und läßt sie für die Armen arbeiten. Interessant ist folgende Aeußerung der deutschen Kaiserin über die Dienstbotcnfrage: Meiner Ansicht nach trägt an der wenig zufriedenstellenden Lage der dienenden Klasse der Umstand Schuld, daß ihre Herrinnen wenig Int:resse an deren Wohlergehen nehmen. Die hauptsächlichste Beschwerde der Dienstmädchen ist, daß sie viel Arbeitstunden und wenig persönliche Freiheit hätten. Aber wenn wir ihnen mehr Freiheit gewähren wollten, so würden wir sie schweren Versuchungen aussetzen. Es ist unsere Aufgabe, nach Möglichkeit den Dienstmädchen wähx:nb ihrer freien Stunden das Haus anheimelnd zu machen, indem wir ihuen freundliche Wohnräume anweisen, welche leider häufig fehlen. Ich hoffe, daß die Architekten bei ihren Entwürfen für Neubauten auf dieses Bedürfiriß Rücksicht nehmen werden. Ferner müssen wir in verschiedenen Stadttbeilen Dienstbotenhäuser errichten, in w:!en sie auf einen Posten warten, wo sie unter sich an Sonntagen zusammentreffen können, um über ihre gemeinsamen Interessen zu berathen und sich in ihren Hciuspflichten gegenseitig zu unterrichten. Das Wichtigste aber ist, fcic Dienstboten unseres Geschlechtes aufmerksam ?u beobachten, deren momalischen Charakter zu studiren, weil dieser einen sehr großen Einfluß auf unsere Kinder, welche den ganzen Tag mit ihnen zusammen sind, ausüben können." Die Kaiserin schreibt jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Stunde lang die Eindrücke und Erfahrungen des Tages in ihr Tagebuch ein. Sie geht um halb 11 Uhr zu Bette und steht um G Uhr auf. Ihr Tagewerk beginnt sie damit, daß sie ihrem Gemahl den Kaffee zubereitet. Die Kaiserin überwacht die Arbeiten rnd Spiele ihrer sieben Kinder. Die Knaben zeigen eine große Vorliebe für schöne Pferde ... Sie lieben auch den Radfahrsport. Eine Miniaturfestung, welche im Garten des kaiserlichen Palais errichtet wurde, bereitet ihnen besonders großes Vergnügen. Die Kinder sind große Thierfreunde und besitzen verschiedene Species von HausThieren. Nächst den Ponies erfreuen sich die kleinen Hunde der größten VeZiebtheit unter der Kinderschaar. Eir.es Tages schlichen sich einige dieser Hunde in das Arbeitskabinet des Kaisers, wo sie das Original eines Vorirages sowie ein kaiserliches Rescrivt zerrissen. Der älteste Sohn, der ErbPrinz, hat etwas von einem enfant terriblt." Als ihm der Hofkaplan einmal beim Religionsunterricht sagte, alle Menschen seien Sünder, erwiderte er: Gut! Mein Vater mag ein Sunder sein, aber ich glaube nicht, daß meine Mutter eine Sünderin ist." Tas ist es.
Es war in der Jnstruciionssiunde. Unterofficier Müller erklärt seine? andächtig lauschenden Hörerschaft die Ausrüstung des Soldaten. Also. Rekrut Freßki." fragte der Corporal. woraus besteht die Bewaffuung des .Infanteristen?" Hat sich Infanterist Gewehr." -schallte es als prompte Antwort. Na ja aber ist das Alles, Freßki? Denke einmal nach." Tiefes Schweigen. Na, Freßki. was hat denn der Fusilier -auch nicht blos zum Spaße an der Seite baumeln?" Ueber das Gesicht des Rekruten sxrcßki flog's wie heller Sonnen. schein. Weiß ich jetzt Brotbeutel, Herr Unterofficier!" Schon wahr. Nun, auf dem Wege zunf Bahnhofe?" Allerdings, gehe nach Neapel, will mir mal ttn Vesuv ansehen." Was, solche theuere Reisen angesichts Ihrer Sie verzeihen beständigen Geldcalamiiäten?" Warum nicht? Es bleibt sich docb gleich, ob ich hier oder dort auf einem Vulkan tanze!" Romantisch. Herr: Sie fühlen also gar kein Interesse für ich? Dame: O doch, seit Papa erklärt hat, Sie w'än ein Abenteuerer, gefallen Sie mir außerordentlich! Ein t r ! f : ig e r Grund. In eine? New Forker Zeitung stand dieser Tage folgende Anzeige: Adolf, Zehre zurück zu Deiner untröstlichen Mathilde. Das. Piano ist verkauft."
S . V C ( ) V- -s&y iss t&friL&Z &u
zv c i lj n a dj t. Von D. Saul. Weihnachtsfestzeii. liebliche du und traute, Die den gabenspendenden Baum uns baute, Ob im Lebensstrome wir flüchtig treiben. Wirst du uns bleiben. Lieber Baum mit Flitter und bunten Lichtern, Angestaunt von kindlichen Frohgesichtcrn. Gold'ne Zeiten bringest du hold uns wieder Himmelhernicder. Aus den starren Aesten des Tannenbaumes Kommt es wie ein Wehen des Jugendtraumes, Und uns wird beckieert im Glück der Kleinen, Was wir beweinen. Mag der Schnee auf unsere Scheitel drücken, Mag die Zeit uns beugen die morschen Rücken So ist uns noch einmal vergönnt auf Erden Kinder zu werden. ?cr Capitän als Zveihnachtscngcl. Es war am Abend vor dem Christfeste. Alle meine Freunde hatten Washington verlassen und waren zu den Ihrigen gereist und meine Angehörigen wohnten in Californien, Tausende von Meilen entfernt. Sollte ich das Fest ganz einsam und trostlos verbringen? Oder sollte ich ? Vor mir stieg das Bildniß eines schönen, stolzen Mädchens auf aber das Original war weit entfernt. Ich berech nete die Fahrt. Wenn ich sofort abreisen würde, so konnte ich noch einen Theil des Festes mit ihr verleben. Eine halbe Stunde später stand ich auf dem Bahnhofe bei einem Rudel ungeduldiger Passagiere, welche den Condukteur des Schlafwagens umdrängten. Ich kam gerade hinzu, als einer der Passagiere mit heftigen Scheltworten auf den Condukteur ein drang und darauf bestano, ein soeben durch eine Depesche freigewordenes Unterbett ihm anzuweisen. Und ich sage Ihnen, mein werther Herr, daß Sie das Unterbett nicht bekommen werden, obschon Sie sich zuerst dafür gemeldet hatten. Eine Dame ersucht mich darum." Was geht das mich an? Ich habe das erste Anrecht an das Bett. Und wenn Sie es mir nicht geben, so werde ich bei der Pullman-Compagnie Be schwerde sühren." In diesem Augenblicke trat eine Dame auf die Platform des Wagens hinaus und fragte den Condukteur nach ihrem Bette. Gehen Sie nur rasch wieder hinein. Madame. Die kalte Nachtluft schadet Ihnen. 'Ich sagt: Ihnen, daß Sie ein Unterbett erhalten werden, und wenn ich selbst einen Herrn, der es zuerst gemiethet hatte, hinauswerfen müßte." rief ihr der Condukteur zu und fuhr dann, zu dem schimpfenden Passagier gewendet, begütigend fort: Mein lieber Herr, was Sie da soeben sagten, meinten Sie gewiß nicht so. Denn Sie werden doch sichtlich der Erste sein, der dieser armen kranken Dame, welche im Süden ihre Gesundheit wieder herzustellen fasst, den Platz abtritt", und als der Grobe sich nicht sofort dazu bereit erklärte, fuhr der Condukteur fort: Und wenn Sie selbst dcr Mister Pullman wären, so würden Sie dieser armen Kranken das Feld räumen müsDer Grobe trat beschämt zurück und die übrigen Passagiere verkniffen sich nur mit Mühe das Lachen. Der ritterliche Condukteur hatte uns Allen imponirt. Er hatte auch ein ganz anderes Aussehen, als die übrigen Machthaber der Pullman-Cars. Das war nicht der gelockte und geschniegelte Jüngling, der in seinem Aeußern den Marine-Officie? zu copiren sucht, son dern ein stattlicher alter Her? mit martialischem schneeweißem Schnurbart und dem Auftreten des welterfahrenen Manne!. Ich sah ihm an, daß er Pulver gerochen haben mußte und redete ihn deshalb mit Capitän an. Ist es möglich, Capitän, daß ich noch ein Oberbett nach New Orleans bekomme? Ich muß zum Feste nach loxt." Der Capitän musterte mich eine
sen.". . , .-y-
Sekunde und sag!e dann In sreundli
chem Tone: Gehen Sie nur hinein l in die Car, ich werde schon für Sie sorgen. Ich erhielt auch richtig em Oberbett, das letzte, welches noch frei war und begab mich bald zur Ruhe. Als ich am nächsten Morgen erwachte, stand der Zug still. Wir hat ten während der Nacht nur 150 Meilen zurückgelegt in Folge eines Unfalles, der dem uns entgegenkommenden Passagierzuge zugestoßen war. Die Stimmung der Reisenden, welche, mit Ausnahme der kranken Dame, sämmtlich das Fest bei den Ihrigen zubringen wollten, kann man sich denken. Da kam der alte Schlaflvagen-Condukteur herbei. Well, guten Morgen, meine Herren, es ist ein prachtvoller Wintermorgen, und Sie sollten hinausgehen in die schöne Luft. Wir werden noch mehrere Stunden hier stilllieaen müssen und Sie haben vollauf Zeit, um das Schlachtfeld zu besichtigen. Kommen Sie nur, meine Herren, in nächster Nähe hat eine der schrecklichstenSchlachten des Bürgerkrieges stattgefunden." Als Antwort auf eine Frage erklärte er. daß er selbst hier mitgekämpft hatte, als Virginier natürlich auf Seiten der Südstaaten. Nach dem Frühstück machte sich die ganze Gesellschaft unter Führung des Capitäns auf den Weg. Er erklärte uns die Stellung beider Heere, zeigte uns die Plätze, um welche am heftigsten gekämpf worden war und entwickelte ein anschauliches Bild der ganzenCampagne. Auf dem Rückwege ging der Capitän in ein kleines Haus, und holte sich dort ein niedliches Bouquet. welches er späte: der kranken Dame überreichte. Als sich der Zug endlich wieder in Bewegung setzte, galt der Capitän bei uns Reisenden ungefähr so viel, als wenn er der Besitzer deö Waggons ge Wesen wäre. Er fungirte nicht allein als Beamter, sondern man hatte das Gefühl, als ob man bei ihm zu Gaste sei. Er bemühte sich beständig um uns. Den Lesenden richtete er die Fenstervorhänge so ein, daß das Licht vortheilhaft auf das. Buch fiel, den Rauchern verschaffte er gute Ventilation, für die kranke Dame schleppte er Kissen und Decken herbei und richtete sie so behaglich ein, wie möglich. Denjenigen. welche hinaus in die wunderschöne Landschaft blickten, erklärt: er dieselbe. Das alles geschah ohne all: Aufdringlichkeit und mit so vollendeter LiebensWürdigkeit und so feinem Takt, daß Wir Passagiere gar nicht aus dem Staunen herauskamen. Auch sein Porter Nickolas war das Ideal eines solchen, nicht der mürrische, häufig genug flegelhafte Trinkgeldsvekulant, wie man sie in der Regel auf den Zügen antrifft, sondern ein wirklicher Leibdiener, prompt, ruhig, ehrerbietig und stets zur Hand. Es stellte sich heraus, daß Nick in des Capitäns glänzenderen Jugendjahren (vor dem Kriege) dessen eigener Diener geWesen war. Ich sprach Lbcr Nick zum Capitän. Jawohl, mein Herr, Nick ist ein vortrefflicher Junge. Als ich bei der Bahn angestellt wurde, gab mir die Compagnie einen Mulatten als Porter, einen von diesen jungen free issue" Bengeln. Der konnte lesen und ein wenig schreiben und bildete sich nun ein, daß er ein Gentleman sei. Er war aber nur ein Gentleman-Loafer, ein Lümmel, weiter nichts, er war grob' und flegelhaft, kaute beständig auf einem Zahnstocher herum und ich mußte ihn wegen seiner Faulheit und Jmpertinenz vom Zuge jagen. Ich erklärte dann dem Eisenbahndirektor, daß ich mir meinen eigenen Porter erziehen, oder 'den Dienst verlassen müsse. So bekam ich Nick. Er ist ein prächtiger Boy geworden (Nick war ungefähr 55 Jahre alt). Yes Sir, der Schwarze ist ein vorzüglicher Diener, wenn man ihn richtig behandelt, hundertmal besser als der Mulatte." Ich war in ein paar Stunden mit dem alten Capitän ganz intim geworden. Ich konnte es gar nicht ändern. Ehe ich mich dessen versah, sprach ich mit ihm über meine persönlichen Angelegenheiten, sagte ihm. daß ich in New Orleans Freunde besuchen wollte. Natürlich eine Freundin?" meinte der Alte. Ich mußte das bejahen und der Capitän sagte, er habe das schon gewußt, als ich in Washing ton ihn um 'den Platz ersuchte. Er fragte mich dann, wer sie sei und ich nannte ihm ihren Namen. O, Sie Glücklicher." rief der Capitän und schlug mich herzhaft auf die Schulter. Er kannte sie wohl, sie reiste oft mit ihm nach dem Norden. Ich erwiderte, daß ich durchaus nicht so glücklich sei, denn wir hätten uns noch nicht ausgesprachen und ich fürchte fast, daß ich einen Korb bekommen würde. O, nur keine Ar.ast, mein lieber junger Freund," erwiderte der Capitän. Sie sind all right". Sagen Sie ihr nur, ich hätte das g:sagt." Ich sah den Capitän groß an, aber sein Zuspruch töat mir gut. Ich war ja so zaghaft und so ungwviß betreffs meine Aussichten, daß die Zuversicht, welche der alte Mann- aussprach, gerad? 'dasjige war, was ich am nothwendigsten damals brauchie. Ehe ich es recht wußte, hatte der alte Capitän erfahren, wer ich war, was ich für eine Stellung bekleidete, wer meir Anverwandte waren, wie und wo ich meine Angebetete zuerst getroffen und wie sehr ich mich in sie verliebt hatte. Und nun
rzMe mir der Capttän seinen eigenen Herzensroman. Es war vor dem Kriege und der Capitän, welcher aus einer alten bekannten Familie stammte, hatte sich in daj schönste Mädchen der Gegend verliebt. Aber es war ihm gar nicht möglich, auf sie Eindruck zu machen, sie behandelte ihn genau so, wie sie eine größere Anzahl anderer Verehrer behandelte. Der Capitän konnte sich nicht dazu entschließen. sie um ihre Hand zu bitten. auZ Furcht, daß er abgewiesen werden würde. Da brach der Krieg aus. ich trat sofort ein und nach sechs Monaten brachten sie mich nach Haus mit einer schweren Schußwunde rn der Brust. Da kam meine Angebetete und pflegt: mich und sprach zu "mir so lieb und so freundlich und da sagte ich ihr eines Abends, daß ich sie liebe. Und sie antwcrlete mir, daß sie mich auch immer geliebt und nur auf meinen Antrag gewartet habe. Ich wurde wieder gefund und zog wieder in. den Krieg und brachte es zum Capitän ich hätte sogar Oberst werden können, aber ich zog es vor, bei meiner Compagnie zu bleiben, die aus lauter guten Freunden bestand und nach dem Kriege heiratheten wir uns. Wir waren Beide arm, der Krieg hatte uns Alles geraubt, aber wir sind doch so unendlich glücklich geworden. Sehen Sie, mein junger Freund, man muß den Frauen gegenüber nicht zaghaft sein. Ich war zuerst viel zu zaghaft und ich wette, daß das auch Ihr Trubel ist!" Ich konnte das nicht leugnen, hatte aber durch des alten Capitäns Zureden jetzt so viel Courage bekommen, daß ich sofort und auf der Stelle meiner Angebeteten einen Heirathsantrag gemach! haben würde, wenn sie nur anwesend gewesen wäre. Der Zug hielt an einer kleinen Station in Virginien. Auf dem Bahnhofe standen die Menschen in dichten Haufen. Als sie des Capitäns ansichtig wurden, brachen sie in großen Jubel aus, sie umringten ihn, drückten ihm die Hände, ja sie umarmten ihn. Es stellte sich heraus, daß dies des Capitäns Heim.'th war. Ein Gerücht hatte sich verbreitet, daß des Capitäns Zug derjenige gewesen sei, welcher verunglück! war, und daß der alte Capitän schwer verletzt worden sei. So waren die alten Freunde und Nachbarn aus Theilnahme herbeigeströmt. Der alte Conducteur war tief gerührt. Er hielt den Freunden eine nette kleine Rede und stellte dann uns Reisende der Versammlung vor. Er sagte, meine Herren, das sind meine Boys", meine Nachbarn, ja das ist meine Familie," und dann: Boys, das hier sind meine Freunde; ich kenne zwar nicht Clt Namen der Herren, aber sie sind alle meine Freunde." Und so war's auch. Der Capitän aber schickte ein Tekgramm an seine Frau, denn es konnte ja sein, daß das falsche Gerücht auch ihr zu Ohren käme. Als das Mittagessen im Speisewagen servirt wurde, war der Capitän von jedem einzelnen Passagiere zu Gaste geladen worden. Aber er lehnte alle Einladungen ab. Er sagte, daß er ewas zu besorgen habe. Schließlich vertraute er mir an, daß er an einen Freund telegraphirt habe, die Materialien zu einem guten Eggnogg an einer folgenden Station bereit zu halten. Weihnachten ohne jede Feier sei doch gar zu trübselig. Und als nun der Abend herangekommen war, da erschien plötzlich Nick mit einer dampfenden Punschbowle, welche mit Tannenreis und Holly bekränzt war und nun brachen die überraschten Passagiere in ein donnerndes Hoch auf den alten Capitän aus.
Im Rauchzimmer ging es an dem Abende lustig und gemüthlich zu. Es wurde ein recht fröhliches Weihnachtsfest gefeiert und der alte Capitän hielt eine prächtige Rede, in welcher er von dem Feste der Liebe in herzerquickenden und aus dem Herzen kommenden Worten sprach und seine Freunde ermähnte, nicht nur der Ihrigen zu gedenken, sondern der eigentlichen Grundlage des Christenthums treu zu bleiben: Liebet Euch unter einander, seid gerecht und edel gegen Eure Mitmenschen!" Ich erinnere mich nicht, jemals eine so ein fache und zugleich so eindrucksvolle Rede gehört zu haben. ' Und nun wurden noch viele Reden gehalten, jeder einzelne der Mitreisen den hielt mindestens eine Rede; es wurden Lieder gesungen Toaste ausge bracht auf den Capitän, auf alle fernen Freunde der Reisenden, auf des Capi täns Gattin u. s. w. Und die Bowle wurde ausgetrunlen, ohne daß irgend einer der Theilnehmer sich übernommen und so die prächtige Stimmung gestört hätte. Nur der Capitän trank keinen Tropsen, so sehr ihm auch zugeredet wurde. Meine Freunde," sagte er, ich bin gewiß kein Temperenzler, ich hasse diese heuchlerische Gesellschaft sogar, aber ich bin im Dienste. Eine d'.r Vorschriften der Eisenbahngcsellschaft geht dahin, daß kein Angestellter in den Dienststunden geistige Getränke zu sich nehmen darf. Das ist eine ganz gute Regel, denn es gibt ja leider Menschen, welche sich nicht mäßigen können. Aber Nick, der kann meinen Antheil trinken, der Porte? hat die strengen Rcgulationen nicht zu unterschreiben." Und Nick wurde herbeigeschleppt und mußte des Capitäns Glas austrinken und mußte dann sogar eine Red: halten, welche ihm eine Hand voll QuarifirS einbr-te. ' Jlnd vo dem redseli
ger gewordenen Nick erfuhren wir dann auch, daß der Capitän in der ersten Nacht Nicks Lager getheilt habe. Sein eigenes Bett im Rauchzimmer hatte der Capitän dem Herrn abgetreten, welcher in Washington ihm mit Beschwerde gedroht hatte, und mir hatt? er dann das Oberbett gegeben, welches der Grobe" haben sollte. Kurz vor unserer Ankunft in New Orleans flüsterte mir der Capitän heimlich in's Ohr. daß er heute dienstfrei sei und mich bitte, das WeihnachtsDiner in seinem Hause einzunehmen. Ich protestirte zuerst und meinte, ich wolle doch sofort meiner Angebeteten einen Besuch machen und von ihr eine Einladung abwarten, aber der Capitän machte ein geheimnißvolles Gesicht und meinte, es sei vielleicht doch besser, wenn ich erst zu ihm käme. Und ich betrat gegen Abend ein kleines, einfaches Häuschen, wo mich der alte Capitän freundlich begrüßte und mich dann seiner Gattin vorstellte, die den Freund ihres Mannes in der herzlichstcn Weise bewillkommte. Und als wir uns zu Tische setzen wollten, da
tl; ll ' - ) pjj ji yLJuiu rfrÜJ
that sich eine Seitenthüre auf und es erschien Diejenige, welcher mein Besuch in New Orleans galt! War das eine Ueberraschung! Der Capitän hatte die junge Dame, welche häufig im Hause verkehrte, ebenfalls zum Mittagessen eingeladen und sie schon auf eine Ueberraschung vorbereitet. Und als dann nach einem fröhlichen einfachen Mahle der Capitän bei einem Nachbar eingetreten war und die Frau in der Küche mit Abräumen sich beschäftigte, da kam es zwischen uns beiden Gästen zur gegenseitigen Aussprache und zum gegenseitigen Geständniß unserer Liebe. Der Capitän sährt wohl heute noch zwischen Washington und New Orleans. Er hat ein: Offerte der Pullman Compagnie in Chicago abgelehnt, obschon man ihm das dreifache Gehalt geboten hatte. Er meinte, seine zarte Frau würde das nördliche Klima nichj vertragen können. Derjenige aber, der ihm die gute Stelle verschaffen wollte, war derselbe Herr, der in Washington so barsch auf seinen Rechten bestand und dem guten alten Capitän sogar mit Beschwerde bei der Pullman Compagnie gedroht hatte. G e f u n d c n. Von Emil Roland. Sie hatte einst an einem kühlen Tage ihre Hand in die seine gelegt, die sich ihr ruhig, ohne .Hast und Erregung, entgegenstreckte. Ein Nein" von ihr würde ihn nicht zerschmettert haben er hätte sich dann eine andere Frau gesucht, da er heirathen wollte, weil ihm der Junggesellenstand' überdrüssig und eine eigene Häuslichkeit Wunsch geworden war. Sie liebte ihn nicht und folgte nur dem Zureden ihrer Verwandten und einem eigenen, leisen Gefühl, das eine Heirath in ihren Verhältnissen wünschenswerth erscheinen ließ. So gingen Beide dem Loos einer Ehe entgegen, in der Frieden eine verdienstlose Tochter der Gleichgiltigkeit und scheinbare Harmonie ein äußeres Gewand des inneren Nichtverstehens ist. Sie standen, schweigend vor dem brennenden Christbaum. Die Tanne vom Berge hatte in sommerlichen Tagen schon fröhlichere Menschen an sich vorbeiziehen, sehen. Sie feierten ihr erstes, gemeinsames Weihnachten, aber in ihren Herzen wohnte ein noch kälterer Winter, als der, welcher draußen das weite Hügelland mit blitzendem Schnee überdeckte. Er blätterte in dem schön gebundenen, wissenschaftlichen Werk, das ihr feiner Geschmack ihm ausgesucht. Schnell glitten die Seiten durch seine Finger. Woran er denken mochte? An die genußreichen Stunden, welche ihm die Lektüre des Buches gewähren würde? Dachte er an Weihnachten, an die Poesie des heiligen Abends? Oder an den aschblonden Kopf, den seine Frau gar so ruhig und gleickgiltia über den zarten Schulkrn bewegte? Nein, an sie dachte er gewiß nicht, und sie nicht an ihn. Sie hatte den Vorhang zurückgezogen und sah durch die angefrorenen Fenster auf das schlafende Wiaterbild der kleinen Stadt, die seit Kurzem ihre Heimath war. Ein klarer Mond beleuchtete die fernsten Züge des Gebirges und umflimmerte den schlanken Kirchthurm und die nahen, stillen Dächer. Es träumt sich so gut, wenn dem Auge keine störende Farbe entgegentritt und ZedeS Ding sich unbeweglich in den Schleier der Nacht schmiegt. Aber ihre Gedanken lebten an einem anderen Orte als in dem verschneiten Thal Wenn Du groß bist. Blondinchen, werde ich Dich heirathen, und dann tanzen wir den ganzen Tag. und ick schaukle Dich aus meinen Knieen äd
fclV"T.'' nj.- X :rlt J iM8$&ß
Abends spielen wir Domino und ich schenke Dir so viele Chocolade, als Du magst." Es war ein blühender, junger Ossicier. der dies scherzend zu dem kleinen Mädchen sagte, das er auf dem Schoße hielt. Du wirst Eva noch den Kopf verdrehen," rief seine Mutter mit einem Gemisch von Stolz und Vorwurf dazwiscben. Die Leute haben recht, die Dich den Mädchenfänger" nennen." Die Leute hätten ihn ebenso gut Blaubart" oder Schmetterling" nennen können, er war beides, gefährlich und flatterhaft. Die kleine Base sollte es erfahren. Noch manches Jahr kam er zum Christfest, streichelte seine Mutter, küßte das Blondinchen und sagte, daß er sie heirathen' wolle. Dann eilte er wieder in die große Garnison zurück, die ihn als Liebling auf den 'Wogen ihrer Geselligkeit trug. Endlich war ein Weihnachten, an dem er die kleine Base nicht mehr zu küssen wagte, weil sie als erwachsenes Mädchen vor ihm stand. Aber er sagte auch nicht mehr, daß er sie heirathen wolle, denn die Welt hatte Gift in sein Herz gegossen und aus dem heiteren Glückskind einen blasirten, verwöhnten Menschen gemacht. Er liebte die Frauen entgegenkommend, südlich, kokett nicht so kühl und blond wie die Base Eva. Du solltest es mir zuliebe thun." bat seine Mutter. Sie liebt Dich. Du darfst sie nicht unglücklich machen!" Sie wäre nicht die erste und einzige," entgegnete er hart und warf seine Cigarette fort. Ich kann keine Frau heirathen. die so wenig mein Geschmack ist. Hübsch, das genügt mir nicht. Ich muß Feuer haben. Flammen, um mein Her? daran zu versengen." O, sein Herz war bereits versengt! Gar zu viele Flammen hatten es schon durchlodert. Eva liebte ihn mit jener zähen Treue, die kühle Blondinen vor sanguinischen Sckwestern auszeichnet. Sie dacbte an sein tadelloses Baldurgesicht, als sie dem Anderen ihr Wort gab, sie liebte ihn noch, als sie mit dem Anderen vor den Altar trat, und nahm so das Gespenst eines unerfüllten Jugendtraumes mit hinüber in die Ehe. Das war unrecht nein, das war Sünde. Aber wer verbot ihr diese Sünde, die sie schweigsam durch die Tag: trug? Ihr Mann? Er hatte ja nie ihre Liebe verlangt und sie forderte von ihm nicht mehr, als sie gab. Und doch lag das Bewußtsein einer Schuld beständig über ihr; es lastete auf dem aschblonden Scheitel und beugte das feine Profil tiefer auf die Brust, so daß sie fast, wie jetzt, im Stehen eingeschlummert schien und kaum etwas Bestimmtes von den Dingen um sich und in sich wußte. Da tönte Gesang von der Straße herauf, ein Weihnachtslied von Kinderlippen, wie es arme Knaben in der heiligen Nacht vor den Häusern zu singen Pflegen.
Sie nahm ein Tuch um die Schulte? und ergriff ein Körbchen mit Aepfeln und vergoldeten Nüssen. Ick bin gleich wieder da," rief sie in der Thür und stieg die Treppe hinab. Als sie im Rahmen der Hausthür erschien, verstummte der Gesang und mit vielstimmigem Festgruß streckten sich ihr verlangende Kinderhände entgegen. Fröhliche Weihnacht," sagte auch sie, aber mit demselben gewohnheitsmäßigen Ausdruck, mit dem ma. etwa Guten Tag" oder Danke" sagt. Es war ein Heer kindlicher, vom Frost gerötheter Finger, in das sie die kleinen Herrlichkeiten hineinlegte. Mechanisch vertheilte sie ihre Gaben, bis das Körbchen leer wurde, ohne zu bemerken, wie verklärt die junge Schaar in ihrem lieblichen Gesicht die Züge einer guten Fee zu erkennen glaubte. Da war plötzlich nur noch eine Hand vor ihr, aber eine schlanke, weiße, vornehme Hand. . Starren Blickes, wie verzaubert, sah sie hernieder auf diese schmalen, beringten Finger, als umschwebe sie ein Heer lichter Gedanken. O, sie kannte jene Hand. Fröhliche Weihnacht, Blondinchen," sagte jetzt dcr große Mann, der, in einen dunklen? Militärmantel gehüllt, kaum einen Arm weit von ihr an der Mauer lehnte. Soll ich allein ausgehen von Deiner Thür? Hast Du keine goldene Nuß mehr für mich?" Fabrice!" stammelte sie leise und kälter als Winterwind wehte ein Schauer durch ihre ganze Gestalt. Als sie dann dem Helden ihrer Jugend in's Auge sah, war es ihr, als flöge auf Weihnachtsschwingen alles Schöne zu ihr heran, was sie in langen, verflössenen Jahren genossen. Fabrice!" rief sie noch einmal und reichte ihm zitternd die Hand. Erschrocken von dem innigen Ton ihrer Stimme fügte sie leiser hinzu: Willst Du nicht in's Haus kommen? Die Lichter brennen noch an unserem Baume." Er trat über ihre Schwelle. Seine großen, leichtsinnigen Augen hafteten fragend an dem blonden Haupte, das sich scheinbar ruhig auf die Brust lenkt:. Ich habe seit Jahren das Fest stets mit Dir gefeiert. Eva." sagte er leichthin. Zur Mutter komme ich heute, wegen meines verspäteten Urlaubs wir hatten noch einen großen Rout im Kasino doch nicht mehr zeitig nus.
und "da fiel mir c:n, ler einen Zug za überschlagen und ein Stündchen mit. Dir mit euch zu verplaudern. Man:
läßt so ungern von alten Gewohnbeiten." Seine Stimme hatte, wenn er mit Frauen sprach, etwas Einschmeicheln--des. melodisch an's Herz Klingendes, als ob der Ton eines alten Minnesängerliedes in ihr auflebe. Fabrice war ' ein Meister in der Kunst, zu gefallen. Dcn.noch gefiel er Eva in diesem Augenblick nur halb. Ein Gefühl der Bitterkeit mischte sich ihr allmählich in den. anfänglichen Zauber des Wiedersehens, vielleicht hatte sie unbewußt von ihrem Manne ein Theilchen jenes ironischen. Spottes gelernt, der ein strenaeres Secirmesser an Menschen und Din?e legt. Mt jener vornehmen Freundlichkeit, die ihn im conventionellen Verkehr auszeichnete, begrüßte der Hausherr den sväten Gast. Sie kannten sich flüchtig von einer zufälligen Begegnung und gelangten schnell in's Geleise einer flicßendcn Conversation. Wieder breitete vor Eva und Fabriceein Tannenbaum seine duftendenZweige aus. Sie standen so nahe bei einander und waren dennoch weiter getrennt als je zuvor. Der Theekessel summte und drei, Menschen sprachen über viel gleichqiltige Dinge, über Dinge, die am meisten von denen entfernt waren, die am nächsten lagen. Fabrice hätte nicht einmal selber über die Tollheiten seines Lebens zu spotten, brauchen, sie waren nur zu deutlich eingegraben in das schöne Gesicht, dessen kindliche Weichheit längst einer freudkosen Indolenz Platz gemacht. Die .große Welt" hatte ihr Meisterstück an, ihm vollbracht noch einige Jahre under war körperlich und geistig ruinirt. Eva besaß geringe Menschenkennt. niß; aber in diesem G-sicht las sie mit Sicherheit. Ein Gefühl der Beschä. mung kam über sie. Dies also war der Mann, dem sie Jugendlust und Menschenglaube als abgebrauchten Tond vor die Füße geworfen, den sie willenlos eingreifen ließ in den Verlauf einer Ehe, die ohne ihn wenigstens eine rechtliche sein konnte. Unwillkürlich blickte sie vergleichend zu ihrem Mann hinüber. Sie begegncte seinem Blick, einem fragenden, forschenden Und das große Regimentsfest Fecnauadrillen Elfentänze ich natürlich der Faiseur da war die petite Susanne aus Lyon, Augen wie zwei Schwerter, Toiletten wie Sarah Bernhard aber, hol's der Teufel, euch sie wurde mir mit der Zeit langweilig. Wie fängt man es nur an, sich noch für das Leben zu interessiren? Gib mir das Rezept mit auf den Weg, Cousinchen. Ich hab' es längst verloren!" Müde lehnte er die schlanke Gestalt in das Sofa und seufzte mitten in dem Redestrom, dann aber schwirrten seine Worte weiter, zagten von Festen zu Festen und beschworen in dem stillen Hause die Dämonen einer Existenz deS Genusses und der Oberflächlichkeit. Wie fängt man es nur an, sich für das Leben zu interessiren?" Diese Frage tönte lange in Evas Ohren nach, so daß sie fast geistesabwesend aufstand, als der nächtliche Gast sich zum Gehen anschickte. Er küßte ihre kalte Hand und mochte glauben, daß die Finger aus Abschiedsweh zitterten, denn ein rascher Blitz, seiner unheimlichen Augen flammte forschend über ihre Züge. Gleich darauf war sie allein; ihr Gatte wollte mit dem Gaste noch eine Stunde im Wirthshause verbringen. Tief in Gedanken versunken blickte sie in die Nacht hinaus. Dann warf sie plötzlich den Kopf stolz zurück, als schüttle sie einen bösen Zauber ob. Die ganze Jnhaltlosigkeit ihres bishereigen Lebens wurde ihr in dieser Minute klar und zugleich überkam sie ein kräftiges Bewußtsein, daß sie zwei starke Streiter für sich hatte die Jugend und' den Willen. Ein lange verborgenes Feuer flammte in ihren Augen und die Eva, die nun. auf die Tritte ihres Mannes lauschend, an der Thür wartete, war ein ganz anderes Wesen als jene, welche Fabrice zu kühl und zu blond" zum Lieben gefunden. Die Zeit des Wartens verging z langsam. Endlich hörte sie die Klinge! der' Hausthür, die bekannten Schritt.'. Was sollte sie ihm sagen? Wie den Weg zu dem Herzen des Mannes sin den der ihr vor allen anderen fremd war? Vielleicht halfen ihr die Weihnachtsengel, die unsichtbar in der heiligen Nacht um die Stirnen der Menschen schweben und Gedanken, die alltags kein Leben zu gewinnen wagen, in rechte Worte verwandeln. Denn eins hat j? das Christfest vor allen anderen Festen voraus, daß es tief in die Seelen greift, schlummernde Gefühle aufweckt und plötzlich vereinen kann, was lange gerennt neben einander ging. Als das letzte Licht an dem Tannenbaum verlöschte, gab es in der kleinen, verschneiten Bergstadt zwei selige Mengen mehr. Das Parfüm des schönen Fabrice war in den Zweigen verweht und leise klang es durch die grünen Aeste wie Friede auf Erd: und den Menschen ein Wohlgefallen!" Hinweis. Sergerant (zu den. Rekruten): Mehr Grazie b-i's Beinheben. Kinder. besucht mir häufiger die Balletvorstellungen
(3 zr vMöA ÄZ? X;. &f?&1 x 1 Jr4f Xi ) i Jy-ll I I tjy ' Ii K3 MD i
