Indiana Tribüne, Volume 18, Number 95, Indianapolis, Marion County, 22 December 1894 — Page 2
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Zttdiattü Tribttne. Erscheint Täglich und EonntagS. ie tZzttche .Tribüne" kostet durch den Träger 12 CetS per Woche, die SonntLsSTribüne' 5 QtntS per Woche. Beide zusammen 15 Cents oder 63 CentS Per rZonat. Per Post außerhalb der et&dt ußef4Ht in Vorausbezahlung $5 per Jahr. " Offtc -18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 22 Dezember 4 yolizeiwillkür. Seit cimger Z:Zt bildet -der-Fall Schwanke" für die Bevölkerung der deutschen Reichshauptstadt das Thema erregter Discussionen, und nun hat die Cache eine Wendung genommen, durch !?e!che si: fast den Rang einer causa celfcbre erhält. In Breslau war das Fräulein ElseGrob. eine Vertreterin d:? ttganten Demimonhe,, ermordet und beraubt' worden' und' der 'Mörder rA$m nach Erbrechung von Kasten und schatullen nicht nur Baargeld, sonlim eine ganze Menge kostbarer Echmucksachen .aus der Wohnung der Ermordeten mit. Die Breslauer Staatsanwaltschaft ließ nun einen in Lerlin als Gastwirth wohnhaften Mann, Namens Schwanke, unter dem Verdachte der Thäterschaft in Hast nehnieir, und zwar weil constatirt wurde, 1., daß er mit der Ermordeten bekannt gewesen war und . sie zu - besuchen pflegte; 2., weil er sich !n Geldnöthen b:sand und 3., weil die sogenannte .Wirthschafterin" der Groß, eine alte Frauensperson, fest behauptet hatte, daß kein Anderer als Schwanke der Mörder sein könn?. Nun geschah aber holzendes: Nach bet Verhaftung Schwanke's meldeten sich nicht weniger als 60 für ehrlich und anständig geltende Zeugen aus allen V: ruf klaffen, darunter selbst Mitzlieder der Polizei, zur Bestätigung, daß Schwanke 'der Mörder nicht ist und auch nicht sein könne, und zwar aus dem Grunde, weil sie an dem Taae. an welchem der Mord in Vreslau begangen wurde, mit dem Beschuldlttten weitab vom Tbatorte. nämlich in Berlin, zusammen gewesen loaren also ein geradezu klassisch zu nennender Alibibeweis! Damit war also der Irrthum aufgeklärt und man konnte nickt zweifeln, dan der Beschuldigte sofort der Freiheit wiedergegeben rourde. Allein statt dessen geschay das Unglaubliche, dan man Schwanke werter in Haft behielt und daß sich die ÄreZlauer Staatsanwaltschaft um die Qualität der Zeugen und ihre imposante Zahl einfach nicht kümmerte: -sie dielt sich an die Aussage der einen alten Wirthschasterin, widersetzte sich der Fttilassung des Unschuldigen, während die Schaar der angemeldeten Entlaf!unas,;euaen aeduldia Taa um Tag. Woche um Woche warten mußte, bis es beliebte, auch sie zu vernebmen. Endlich entschloß man sich in Berlin, mit ihrer Vernehmung zu beginnen, und' E:ner nach dem Anderen bewies nun im dem reauirirten Gerichte die Haltlosig keit des Verdachtes worauf schließ lich der Unschuldige denn dock freiste lassen ward! Ein Mann dessen Un schuld also am ersten Tage seiner VerHaftung von durchaus glaudwurd:g:n Personen klar erwiesen werden konnte. war trotz alledem dem schrecklichsten Loose mehrwochentllcher (esangenschaf ausaesetzt! Was Schwanke beute vaf sirte. kann Schulden oder Müllern moraen zustoken. DaK ein Unschuld! ger v:rhast:t wurde, geschah durch einen trauriaen. aber menschlichen Irrthum, daß aber dieser Unschuldige trotz der sichersten Beweise für seine Unschuld nicht sofort der Freiheit wiedergegeben wurde,. das yat m der Bevölkerung von Berlin 'eine nackbaltiae Erreauna und Empörung hervorgerufen. Der Fall r je . rri. rr:r. Mainz i't uzm anet uuiciuicuci worden und wird auch im Reichstage aitr sfrnrTirnrt Inmmpn 0 t. VttbiUdV VMIUhll 2i TelepyonEntscheiduna. Die Entscheidung des Vundeskreisaerichts zu Boston in dem Prozeß über die Glltlgkeit des Berliner'schen Mi krophon-Patents ist für das ganze Land von Wichtigkeit. Nachdem die wichtigsten Patente, welche der .Bell Telephone Comp.'ay"' ein Monopol gaben, am Anfang d. I. abgelaufen waren, -stand der ausgedehnten Verwendung des Telephons immer noch das Berliner'sche Paten! im Wege. Dieses war von der BdTschezi Gesellschaft angekauft worden wurde indessen nicht , benutzt und diente nur dazu, etwaige Concurrenten- aus dem ftelde m halten. Das Gericht erklärt das. Patent aus zwei Gründen ' für ungvltig ' einmal weil es zum Theil dasselbe - schützt, waS bereits durch frühere Patente b? schützt war und also nicht noch einmal vatentirt werden konnte, und serner. weil die 3ewährunz deS Patents ungebührlich hinausgezogen worden.. ist. Letzteres ist eine, bekannte Thatsache. Die Bell Telephone Co.-, wollte sich das Monopol möglichst lange sichern und zu diesem Zwecke die Giltigkeit deS Berliner'schen Patents' so weit wie ihunlich hinausschieben. Trotzdem das Vatent ihr gehörte, erhob edo ch selbst Einwände gegen die GeWahrung, und es gelang ihr, die letztere bis "im Novemöer 1891. die Giltigkeit des Patents also bis zum Jahre 1903 hinauszuschieben, wahrend - das Patent bereits 1877, also 14 Jahre früher, angemeldet worden war; bei sofortiger Gewährung alfo .schon in diesem?kahre, beinahe gleichzeitig mit den Bell'schen Patenten, erloschen wäre. Wenn daS Oberbundesgericht sich der 'in Boston aefällten Entscheidung anschlösse, wäre 'der Bel7schen Gesellschaft wieder eine bedeutende Stütze ihres -Monopols geraubt. Damit -ist allerdings noch nicht gefazt, daß die Concurrenten wie Pilze aus dem Boden schießen werden. Wir baliN früher bereits darauf ufmerksam gemacht, daß die BeÜ Company" mit ihrer Ozgznisation einen unaebeu-
ttn M??p?unz vor alfcn Nivaleu hat, der vielleicht wichtiger ist, als die schü tzenden Patente es sind oder warn. Nicht nur würden enorme Summen nothwendig sein, um ein auch nur -annähernd ebenso System einzu
richten, es Ware auch unumgänglich ge boten, sofort eine arone Anzahl von Abonnenten zu erhalten. . Eine Tele-phon-Verbindung hat nur dann einen Werih. wenn man damit all: die Leute erreichen- kann.- mit denen-man 'in geschäftlichem Verkehr steht. Daher kann selbst bei größerer Wohlfeilheit der Dienst einer neuen Gesellschaft dem Geschäftsmann keine Vortheile brin gen, wenn Nicht wenigstens ein großer Theil seiner Geschäftsfreunde ihn auch . rc- -n - -xi - cenugi. V2 öutic jia; nitqi ccipag i ren. mehrere Instrumente, die derschiedenen Gesellschaften gehören, zu i v . v je : I
oenuBcn. uuo c wiro oayer auaj im i zwei 2)llNUlen eine ele. eine zerInteresse der GeschäftSw:lt"se!n, nx.nn l wandten lcate'n dieselbe in einen bereit
der , Teledhondienst in jeder Stadt, 'in gehaltenen Sarg woraus der Hingeiner Hand bleibt. : Durchd'zS' Erlö- -richtete mit den üblichen Ehrenbezeuschen der Patente- wirdabet inrmerhin 'gungen zur letzten Ruhe gebettet wurde.
die Concuirenzv.e.rlkMert und dzö dürfte die Bell Company' Mingen ibre ied'taen exorbitanten Preise zu tx mäßigen, was allen Geschäftsleuten aroße Vortheile bringen wurde. Jndianer.Hinrlchtungen Für den rothhäutigen Krieger hat V.rTnK .?n. SX.n Hnn T mit. Vk rvv vr .7". "1 . tels Kugel oder Bajonnet in die Jagdpründ: des großen Geistes befördert Wird: desto größer aber ist sein Grauen vor dem Strick. Aus die cm Grunde haben die Choctaws und einige andere Stämme des Jndianerterritoriums in iS Gesetze die Bestimmung aufgenom. men, daß die Hinrichtungen von MörUta mittels Erschiebens zu llzi.hen ihr Unwesen Ireiwdkn Banditen je. ftnh mnTr hr in hrn rrttnriitm malS von dnn Arme der Frau Justilia ... I erreicht werden sollten, so werden sie hm J foriiin 3 von Fort Smith entgehen und, nach dem Jndianergesed. mit Pulver und Bier m das Jenseits befordert werden. Jener Henker bat einen unverglelchllchen Record, denn er kann sich rühmen. bei der Hochzeit von nahezu emem vol len Hundert von Schachern mit des Seilers ' .ochittltm nIZ Qber-lereino nienmeister fungirt zu haben, ohne daß die mracnr iemaU sin fömnff er. litt.' Seit 20 Jahren ist der Mann
WLord Uigh Executioner" des Sun onöictjriiicn. mogna, e?desaerits für den wesslicken Diitrict glichen mit den übrigen Handschriften
von Arkansas, das dieJurisdiciion über ' I einen großen Theil des Jndianer-Ter-r-toriums hat lind in dieser Eigenschaft lat er mehr als. ausreichend Gelegen beit gehabt, sozusagen ein Künstle? in seinem unbermllchen Berufe zu werden. . Nur wenige Verbrecher, welche mit dem 'Bundesgericht in Fort Smith in Berührung kommen, entgehen der Ver urtheilung und deshalb ziehen die wil den Gesellen meistens ,den Tod mit der Waffe in der Hand der Verhaftung vor. Wenn, alle Mitglieder der Cook'schen ande den Haschern m d:e Hände sal len sollten, so werden die Kerle wahr scheinlrch dem Gerichte der Choctaws zur Aburtheilung überwiesen werden. denn ,m Gebiete dleses..Stammes ha ken sie zahlreiche Morde verübt, wäh rend daö Bundesgericht sie nur. wegen NaubeZ ) verurthellen konnte. ' Ihre Ueberweisung an das Gericht der Choctaws wäre für sienit einer Kugel in ras Herz gleichoedeutend. Zur Zeit befinden sich sieben Ehoc taws, die! zum Tode . verurtheilt sind, im Gewahrsam. Im verflossenen Jahre wurde gegen neun Nothhäute das Todesurtheil ausgesprochen; allein, da ihren Verbrechen em politischer Bei ceschmack gegeben wurde, legte sich die yiM..w.v ububwi. vutvw, iiu iiu vib Sunde! . Regierung in'Z Mittel, die bekanntlich rebellirenden Indianern daZ tor I W i . . , rceazr - irlegsuyrender ' 'cattonen einräumt, und die Ausführung der Ur theile wurde sistirt. Zwei der'Verurtheilten sind mittlerweile aber als ge wöhnliche Halsabschneider mittels Pulverund Bleibn die Jagdgründe ihrer Vorfahren spedirt worden. ' Es gehört nicht zu den Seltenheiten. hub tnm 3:nd b?r,irfirn. nM.nn zx... k.....?. uvt . tuiiujiumi . vmnuuui den. um ib' AnaeleaenbeZte in MM, -vvMteMwwi Ordnung zu bringen. In einem solchen Falle gibt der Verurtheilte sein Wort, sich an dem für die Hinrichtung festgesetzten Tage, pünktlich zu stellen. worauf sich. das. Gefängnißthor M ihn ofsnet. Es soll im Jndianer-Ter titorium noch nicht ein einziger Fall vorgekommen. Ma, in welckem ein ?kndianer sein Wort gebrochen und sich Nicht gestellt hatte, um sofort nach sei nem Eintreffen erschossen zu werden. VemerkenSwerth ' in dieser' Hinsicht war die in jüngster Zeit vorgekommene Äerurtheuung, Paroluung und Hinrichtung eines, ca. 20 Jahre alten Indianers Namens Folsom. Er war ein ungewöhnlich hübscher und strammer Bursche, weshalb sein Schicksal große lte Wegen. -eines Theilnahme erregte, Mordes zum Tode verurtheilt. 'wurde er parolirt und ihm der für die Hin richtung festgesetzte Tag bekannt gege ben. AlS wäre nichts Besonderes vor gefallen, erledigte der junge Folsom seine AngelegenhelM und seitf Gebah ren verrieth nicht ins Geringsten ' das i5m KrabenKe ffraufioe Gesckick. Seine Hinricktuna war auf -ÄormittaaS' 10 Uhr festgesetzt und alS-Ort derselben eine Llchwng Dickicht auöersehen O'senten. Swnde batten sick Cboctaws in arokn abl einaesunden: an. We!. ßen,. welche die ungewöhnliche - Execution'zu sehen wünschten, fehlte es ebenfalls rncht.' allein die Hauptperson ' in der Tragöde war' nicht da. Als ein. Weiber äukerte. dak der iunae folsom sein Wort gebrochen und sein Heil in . J . .. . der Flucht gesucht hatte. - horte ein Verwandter des Verurteilten diese Bemerkung und mit vor Zorn blitzen- . rt ' r ' oen Augen r:es er: Kein Folsom bricht sein Wort, auch i-'irn ibm der Tod in's Auge Narrt, Er wird gewiß kommen!" - Kaum hatte der rothhäutige Kriege? . tri.-f- ' :t..i " ''-si v vi. .' cicic uxionz geaurn,' ata-cer KiZTUT theilte in vollM Galopp daher &
in einem abgelegenen ungenon ocmergeoraazien
,iw.KTcgM.t,JJy.iLagcai
Iprengt kanur fpranz 'vom Pferde, band dasselbe an einen , Baum und trat auf dcn Sheriff zu. dem er. kurz erklärte daß er' zum Sterben bereit wäre. Als letzte Vergünstigung wurde dem nmaen Todescandidaten qestatttt, feinen eigenen Henker'zu wählen.' und Folsom ersuchte einen seiner anwesenden Vettern, dieses Amt zu Lberneh men. Der Mann erklärt: sich sofort bereit, worauf die Beiden bci Seite traten." Derjunge Folfom nahm-einen' Brief aus der Tasche. ri& ein Stück Papier von dem Couvert und befestigte dasselve mittels einer Stecknadel über seinem Herzen auf dem Rock, den er vorher zugeknöpft hatte. Alsdann schlug er die Arme auf den Rücken und l. 'vi ' r r ? m "c? Vk? . r y.tült a) in .pottlllr. zin xyun krachte: Folsom stürzte. ' durch das Herz geschossen, zu Boden und war in ' I o.ijt. oo ) ' . i,...,,.-.,.. Eine syrische Ueversehung der Evangelien. Die moderne Vibelforfchung hat einen neuen Gewinn zu verzeichnen. Die ni,f?r?k htt llntbriifsli . von Kam l !üyS! rwww mm 9 1 w w PailM? t IkK ClNCl QiKU U U UJCIi M I,f,.rr.,,.r. f5v,.i;.r f.Z,.. be. d d tsricn uorfcuna mue Aufgaben stellt. Die Handschrift tti?, 'Z-. t V 1ÖÖ0 Zmüh Lewls im Jahre. 1892 m dem i janna aur Sml ntdeö, Jm vorigen Jahre - 7 . ' ' lZ L ÄÄ. vt.iitiicii jtiH 5.:t"n urtltt um Rendel g" , oogtintitotn. tau 4 A W ? 4y tM1tl bw j r.VlA'T Blattern her Hzndschrlst Phoioraphien an. Sie ist es auch, die zu VerSsfentlkchung bis ehileitüng ßc schrieben bat. Von dem ursprünglichen Manuscript sind einzelne Blätter verloren gegangen, einzelne Stellen wa ren trotz aller ausaewandten Muhe nicht mehr zu entziffern. Die entzifferten Theile umfassen indessen mehr a?s drei Viertel des Ganzen, so daß hier eint Verg.e:chuna die, er syrischen Wfr en bisher bttannten weist nun dies? syrische Handschrift . . f i r . -i Sreiaze oAeiazungen. JUsase. Aus lassungen und Ergänzungen auf. Am nächsten steht die neue Uebersetzung einer syrischen Handschrift, die 1853 von Cureton herausgegeben wurde. .Jakob zeugete Joseph, Joseph, mit dem die Jungfrau Maria verlobt war, zeugete Jesus.... und er that, wie , hm der Engel des .Herrn geboten hatte. und nahm .sein Weib und sie aebar ihm einen Sohn und er nannte ihn Jesus": so lautet in der allerZünct erst aufgefundenen lEvangelienübersetzunz der Bericht über die Geburt Jesu im Evang. Matthäi K. 1 V. 16 und 25. Kein Wunder, daß diese Uebersetzung in England, wo sie vor wenigen Wochen herausgegeben wurde, sofort groes Aufsehen erregte. Daß der syrische Ueberseker von der Absicht ausging, Jesus als den Sohn Joseph's erscheinen zu lassen, erglebt sich noch aus weiteren Stellen. . Für Matth. ,1,21: .Sie wird aber erncn Sohn gebaren. dem sollst du den Namen Jesus aeben". schreibt er: Sie wird dir einen Sohn gebären Ebenso heißt es Matth. 1,25: Und sie gebar ihm einen Sohn." , . Unter den Auslassungen ist bemerkenswerth die Erzählung von der Ehe I r . c" r i. .3L8' hJH ".5 vielen; griechischen 'Handschriften nicht enthalten , ist. Weiter . : schlicht das Evangelium Markus mit , dem achten Verse des sechzehnten. Kapitels. . Daß es sich bei dieser bedeutsamen' Auslas-, sung nicht etwa um eine Lücke im Tezt ndelt. bezeugen die unmittelbar auf "rilc" ;ütll il8sL Kchnfk Das Evangelium des Markus 'ist zu Ende." In unseren heutigen Terten heißt es Luk. 23. 10 -0 r f n . .f "Die Hohenpriester und dieSchrisk r t -e rt c , , , Kehrten aber standen dabei und versagten thn fcharf. . Herodes aber, " ?4lt f"1jn "l"1 tc.r' nii"nt,CT.it allcül.el cin vaayiiiciu ujiticiin uuu juiuic lyu u zu Pllatus. Es wurden aber Herodes und Pilatus gute Freunde an diesem U3C- "V" naimiu) fanden sie mlndschast gegen eman der." Diese Verse sind in der neuen syrischen Handschrift gleichfalls nicht enthalten. In Job. 3. 6 ist hinter die. Worte: Was aus dem Geiste geboren, ist. ist Geist, eingefügt: .Denn Gott' ist ein lebendiger Geist.- Hinter Luk. 23. 43 findet sich der Zusak: Wehe über uns! lst uns geschehen! 2Behe übet n, se Sunden! Äemerkenswerth ist es vuü iu uicict oulJö.öua IN otm ciji vor einigen Jahren' ' aufgefundenen Evangelium deS PetruS findete In dem Verse Matth.'27,'16 heißt der berüchtigte Gefangene.'d mit JefuS dem Volke zurMuswahl gestellt, wird nicht Barrabas - sondern JefuS . Aarrabas. so daß die Gegenüberstellung zu Jesus, dem Christ, hier noch schlagender wirkt. Z ergiebt sich auS. diesen bedeutsanien !N. lst, d Zwar an Jesus als den Christ glaubten, '.aber an seiner- natürlchen Abstammung don Joseph und der Maria festhielten-. Unter dem Nader Ebioniten, der Elkesaiten, der Nazarencr. waren - sie in - den ersten Jahrhundttte tz - chnfinahtri . Kirche I .ii : i. 's' 'gri.- t :u Bcrorcucu , u (giauoien an oen Wttfia aliz fo: forderten lüglcich' die Beobachtung 'deS rnosaischen Gesetzes in l fym mW. - mi.Vi. fl ' ' Nlt, liteugen. . formen. Ueber den Ort wo. und . die Zeit, in der die -Handschrift, entstanden ist, lassen sich., bestimmte Angaoernnlch! machend '
worden. Zur fest- exte. datz die -syrische Uebersetzung aus
udenüzrlltlichen,. retsen: hervorgegan-
Die ; letzte-. eitediewohlAusfchlu I bättSkkis- kann' M k'nMn- nuUUr
I n"ww,ji '1 3 1 li. ' -Ticbe fit ' eber da -die Sand-
schrift ftt va'.t tkr.,-.qr,clNl:cy stammt sie aus.'der'Mitte -des zweiten Jahrhunderts. ' . -
Die Vaumwoll'Fabrikatlott deö Südens. Während der letzten - Censusdekade hat -die Vaumwoll-Fabrication des Südens im Vergleich mit derselben Industrie inl anderen Landestheilen, desonders in den Neu-England-Staa-t:n. einn bedeutenden Aufschwung genommen. Während im Jahre 1880 in der BaumwollFabrikakion der Ver. Staaten insgesammt ein Capital von 5208.000.000 angelegt war. hatte sich dasselbe bis zum Jahre 1890 auf 4.000.000 erhöht, und zwar wiesen die Mittelstaaten eine Zunahme von 36 Procent, die Neu-England-Staaten von 55 Procent, die westlichen Staaten MM s- l c r' l n t
von yi Procenr uno o:e uo,razien schädlich wirkt. Vors.: Da haben wir eine solche von nicht weniger als 209. also eins der Geheimnisse seit Karls Procent auf. indem innerhalb der ge des Großen Zeit! Nr. 8: Lebensölr.annten. Jahre 'das. in 'dortigen (gegen' Drüsen .bei Kindern) besteht Vaunrwolle-Jndustrie angelegte' CapiV aus : Mtroaere' und Fenchelsamen in
tal von $17,397,897 aus $o3,827oq Weingeist: A.: ES wirkt inwendig und stieg. - Im Jahre -1880 gewahrte dke auswendig ausgezeichnet. Nr. 9: J:Industrie 171.000 Arbeitern Beschaftl- rusalembalsam"-. .Ast: Dieses Mittel
zzung; :m Jayre ,'yaile oe Zahl aus 221.000 erhöht, und zwar betrug die Zunahme :n Neu-England 16.95 Vrocent. m den Mlttel-Staatett' 14.05 Procent, im Westen 41.83 Pro-' cent. im Süden hingegen 122 Procent. Die Gesammtsumme der an die Arbeiter zur Auszahlung gelangten Löhne belief sich in 1880 aus $42,000,000 n 1890 bereits auM.OW.'M: diese Zunahme vertheilt sich mit 55.14 Procent auf die Neu-Englan-, mit 62..i) Procent auf die mittleren, 97.81 Pro. cenr aus oic roeiui uiw mu Procent auf die fudllchen Staaten. Gegen 7üU,uuu,wu P,uno aumwolle in 1830 wurden 1890 msge sammt in der heimischen Industrie 1 117.000.000 Pfund Baumwolle ver arvettet, und . zwar-. M .'eu-iLngiano mm um 6Z Procenl..m oen cttttlstaaten um 17L0 Procent' den 'West- - rs. . - f ' nn in. staaten um Q0J25 Procent, wahrend die n" t : rm.i suOnaaien oas . enorme - 'uuqv . von W7.50 ausweisen. , et !erty. des 9 ' r m i t t 1 VroouctS .der Baumwou-.znou,lrle cer mix. vöiaaicir, vcz icj in uoqj au $192.000,000 beziffert?. 'stellte sich in 1890 aus 5263.000.009. v : , Für die hohe Entwickelung der Industne in den Neu-England-, w:e m den Südstaaten spricht-die Thatsache, vag oer Proouclwnsweriy per am er. I M l , i." 7 . . ? t Bevölkerung in 1890 -sich im erstge i nannten .,'FabricationsDistrikt., auf XLZLi.xz. atam -siiib.uz im .bil den stellt. In Georgia und Süd-Ca rolina gelangten in 1890 ohne :m Gesammtbetrage von $5,660,000 zur Auszahlung.' gkgen nur 91.900.000 in ' lböU. v: . Der ' gewaltige Aufschwung ..der. Baumwoll-Fabricatwn, des. Südens.wie er sich in obigen Ziffern darstellt, ist während der. letzten vier Jahre nicht nur aufreckt erhalten worden, fondern er hat weitere bemerkenswerthe. Fort-' schritte gemacht' In der That läßt sich mit-'ziemlicher Bestimmtheit voraus- - . V - ' m. - I , ' sehen, dan in den nach nen Jayren' vie Zunahme in der Zahl der,Baumwoll Svindeln des. Landes hauptsächlich im Süden' stattfinden wild. ' Die Spinriereien des' Nordens werden sich immer mehr auf die! Herstellung nur feinerer Waare "beschranken und in geringen Waaren dem Süden das Feld überlas, sen müssen. -da diese dort viel billiger . . ' . , ... .. " mm m hergestellt werden können.' Auch dürfte es nicht überra schen, wenn 'es dem Suden gelingen' sollte, d:e Herstellung von bedruckten Zeugen, wie sie gegenwärtig in ' den Spinnereien des Nordens ' erzeugt werden, imm;r mehr an sich zu reißen. j Nicht nur, daß der Süden den Vortheu billrgerer 'Baumwolle und niedri aerer" Arbeitslöhne hat. die neuen Spinnereien. daselbst sind mich' sammt lich mit den neuesten und vollkommen sten' Maschinen ausgestattet. Ganz ab gesehen von. billigerer Baumwolle und Arbeit, können die Fabrikanten des Nordens,' trotz besser:? und erfahrener Arbeitskräfte, nur dann bezüglich der Fabrlcatrons kosten erfolgreich mit dem Süden'. concurriren, wenn sie in der Vollkommenheit und Leistungsfähigkeit ihrer Maschinen nicht hinter demselben zurückbleiben. Ein Wunderdoktor vor Gericht. Unter ungeheuerem Andrang seitens dk Publikums fand dieser Tage vor dem Schöffengericht zu Winsen a. d. uye die eryandiung gegen den azaier uno unoervocior xi)t aus Aasr w rm l l i rv wt t bruch wegen unbefugten Verkaufs von Ärzneien statt. Ueber die Verhand lung gegen den ' Schwindler, der 46 Jahre alt ist und dessen intelligentem 1 mtt . Borfttzender: Sind Si: wohlhabend? Angeklagter: Ich hab: mein Auskom men. Vors.: Das glaube ich woül! Sie sind beschuldigt. , in letzter Zeit wieder Arzneimittel unerlaubt vertrieben zu haben. A.: Seit 1136 wahren curiren meine Vorfahren Menschen und Vieh, das Geheimniß der Heilung ist in meiner Familie erblich. .' In Braunfr&Vn.t fi4 M. ff)f . iivtin hu. cui ouijut, mu er einem dortigen Herzog das Leben rettete, die lP . ' P mf .. . . rmuonis zur Ausübung unserer' Heilkunde erhalten. Vors.: Wie siel len Sie die Krankheit fest? - A.: Am Nackenhaar mein Geheimniß natürlich. Vorf.: Mit welche Mitteln heilen- Sie? A.: Mit Sympathie und Medicin! Vor.: Haben Sie das alles von den .Vorfahren"? A.: Vieles. iÄ machte aber auch s:lbst Erfindungen! Lors.: Lassen Sie sich bezahlen? A.: Die böse Welt sagt, Sie lassen sich vezayien, weiikn a.ucv ltttllos uruck.
Bäuernge,! liuge vieugiein m Aus- Frankfurt am Main, wo cr durch Zudruck der Berschm'chheit leihen, wird fall mit einemDienstmädchen des mehraus Winsen das Folgende mitaetheilt: fachen Millionärs Kan. No. 76 Men-
-.'H'.Uit -Munti geoe im iotcna)3 und die nolysgen ?cyrll:e zur AuZuezu:n Wohle der Menschheit. Doch ma- ferung teS Gefangenen eingeleitet hachen die Patienten freiwillig Geschenke, ben wird.- Der Werth der angeblich Ein bis drei Mark, auch mehr. Vors.: gestohlenen Schmucksgchen beträgt etwa Wie groß ist Ihr: tägliche Einnahme? Z.Y.000 Mark. Die Pretiosen wurden A.: Ich weiß nicht, ich habe nicht Zeit von Inlandsteuer-Collektor Healy mit gehabt, das Geld zu . zahlen. . Vors.: Bescblaa ' belegt. dr dieselben scbmna
Nein, ich gbe Armen selöff daZ Reisegeld! Vors.: Woher sind die Heilmittel? A.: Aus der Apotheke des Dr. Meineke in Winsen. Auf dem Tie stehen 15. Geheimmittel, die ein Sendarm am 9j November beschlagnahmt
hat. Dr. Meineke als Sachverständlaer bekundet dann: 5kck verkaufe Ast seit 1 1-4 Jahr Arzneien, mein Voränaer that es seit 10 Jahren. In den letzten Vonaten bezieht Ast die Mittel in gr'ößerm Umfange. Die Mittel sind wohl nachVorschriften der Arzncivrdnung, aber nach Ast's Angaben oder nack meiner Corrcctur aemackü. sind aber harmlos, meist nicht mehr im Gebrauch, denn die Wissenschaft . hat besseres. Dann wurden d'e Geh:immittel" durchaenommen. Meineke er. klärt die Zusammensetzung. Nr. 5: Rhabarber. Nr. 6: Flußtinctur" (gegen Gicht). Meineke: Dieses Mittel habe ich umgeändert, damit es un- ' ' ' Mn' meine Vorfahren aus Jerusalem mitgebracht. Vors.-: Wohl zur Zeit der Kreuzzüge! Nr. 12, ein Mittel gegen Werrenkung-, enthält Kampferspiritus, Salmiak und svanischen Vfeffer.- Nr. 14: Müssiaes Pflaster". Meineke: Ast beauftragte! mich.schnellklebendes Rheumatlsmuspflaster zu machen, tch habe rnriTT rnA mein? eiin?TT Rrf.ifiTitnrrTt handelt. Ast (herausfordernd, unverfroren): Das Mittel ist mein Geimniß! Der Amtsänwalt, Bürgermtl Sonnin beantragt dzs höchste Strafmaß lerder könne keine härtere Strafe inAnwendung kommen von Mark Geldstrafe. 5ln Radbruü spiele sich täglich unter wachsendem Zustrom selbst Gebildeter ein Schaustück ab, bei dem leider auch Arme und ranke ibre lekte ftiht odksrten. Da I f f r i Gericht erkannte gemäß dem Antrag: ,,a : yrmtZanwzltZ. Vieder, nasfalle werde aufGcfangniß erkannt i n i tden. Trotz Ast's Verurtheilung dauert der I v ' nfug in Radbruch fort. . Die .Farmers Insurance Company-, die angeblich- über, ein Kapital von 5200.000 verfügt, hat in Seattle. Wash.. Bankerott gemacht. I - . . - . Die Verdindlichkelten , vetragm ca. 5140.000. Die Geschäfte der Gesell schaft waren kürzlich an die State Insurance Company- von Salem, Ore.. übertragen worden. Wie nahe anJevlich hypnotkscher Einfluß und Hysterie in dem I v .i nrr i r itauc oer oeioen 'caoa)en von savi -Claire.' Wiö., zusammenliegen, 'mögen lacyverjtandlge Aerzte festzustellen su chen. .Die sensationellen Aeußerun aen . und ' .daS . Gebahren der Mabel Bnggs geben unzweifelhafte Ringer 'zeige. So viele Leute darüber auch aus dem Hauschen gerathen fein möa'en, bis auf. die Richterbank hat sich f , . 1!. - . - . wmotx es . Pypnoi:smus nocy nicht erstreckt., , In Serben Worten hat der Richter Baileyvom Gerichts sprenael von Eau Claire.sich darüber ausge--sprachen.- Dieser Proceß gegen .Dr. .Plckln, sagt er,' tst die verdammen wertheste 'Vergewaltigung von Geseß und Recht, die mir . j5, zur Kenntniß gekommen ist. Daß solch' eine TäuK it wa.. mrmm .' m,mm - - - 1.1 1 ZT1 L -Ytt schung m einem civilisirten Gemein Wesen ;'nd'- Zn unserm : Zeitalter vorkommen kann,' rst erstaunlich. Ich hab: Dr. Pickin'S Angaben über das hypnotische -Verfahren gelesen. Daraus allein ist schon ' ersichtlich, daß das Mädchen ' zuerst eine andere Geschichte erzählt hat.'alS zuletzt. Ich werde keine Hypnotismus-Mbsurdität als BeweisMaterial für die Anklage zulassen. Ich habe die Sache jetzt in die Hand g:nommen und Mrde handeln, wie ich es für recht' halte,--und so sicher wie ein Gott in Israel ist, muß diese Art von Prozessirung .ein ' Ende nehmen.' ' Die Anklage.' sagt. 'sie Habenichts als Verveisr aus 3rund deS Hypnotismus, und don: solchen kann ich keine Notiz nehmen." : E i n Z u n g'e r. D e u t s ch e r. NaenS Joseph von- Rottky. wurde dieser Tage in Brooklyn dingfest gemacht,' da er: aus.' dem- Juwelen-Kasten eines Frankfurtern Millionärs eine Handvoll glitzernder Steine gestohlen haben und damit nach' dem Landender Freiheit geflohen 'seiir-soll. -Herr von Rottky's Abenteuer. daS ihn jetzt im Gefängniß landete, ist zum mindesten sehr romantisch. Der junge Edelmann er ist .. . erst W Jahre' alt studirte in Mitt weida (Sachsen)! auf:dem Polytechnikum, wandte' sich dann, der Elektricität ju und' kam schließlich auf seinen Stu dienretfen' nach der schönen Stadt ' ' ' delssohn Straße, bekannt wurde. Aus Zuneigung zu der dienstbaren Fee, oder vielleicht aus anderen - Gründen, heirathete er angeblich, däs Mädchen und verschaffte sich dadurch Zutritt in das FauL deö Millionärs. - Son werthe Tage nach :bei Trauung soll Rottky den verhängnißvollen Griff in die Pri, vatscbatulle de? Millionärs gethan haJ pjrf.c.i. r . c r i oen; er oeraoiajieoeie jicy weoer von iei ner Gattin, noch sonstigen Bekannten. I . . sondern versetzte schleunigst eine gol dene Uhr und reiste mit dem Erlös der selben aus dem Dampfer Traoe" nach Amerika, wo er anfing die Juwelen zu versetzen, waö zu seiner Verhaftung führte. Rottky legte ein Gesiändniß seiner Schuld ab und wurde einstweilen M r t m 9 m n'fi viaymono Vtr.-)etangn:n ae schickte bis General-Consul tzeigel in New York bey Fall weiter untersucht htli orden sind.
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Vom Lrusran??. Ein betrunkener Lo komotcvführer bestieg neulich Morgens in Sz:gedin eine geheizte Maschine und fuhr in rasender Geschwindigkeit einem vor einer halben Stunde abz:lassenen Personenzuge nach, mit wel&m die Lokomotive bei Vasarhely zusammenstieß. Die Letztere, sowie mehrere Waggons wurden total zertrümwert. Der Lokomotivführer des Personenzuges und ein Reisend:? wurden schwer- verletzt, mehrere andere Passagiere leicht verwundet. EineportugiesischeBe-stechungs-Affaire, die diel Ähnlichkeit mit dem großen Panamaskandal in Frankreich und der in Italien gelegentlich des Vanca Romana-Prozesses auf-, g:dz-Z!:n Korruptionen hat. ist von einem Bankier in Oporto, -Herrn Kondall, an's Licht gezogen- worden. Kondall hat eine Flugschrift veröffentlicht, worin er behauptet, daß das Syndikat, das sich seiner Zeit für di: Gründung einer Dock-Gesellschaft in Oporto und für die Eisenbahnlinie Oporto-Sala-manca gebildet hatte, einer politischen Persönlichkeit im Jahre 1850 80 Kontos Reis übergeben hätte, damit diese in der Kamm-:? für das Unternehmen eintrete. Die portugiesische Kammer hat in Folge dieser Veröffentlichung einen Ausschuß mit der Aufgabe betraut, dieser Sache auf den Grund zu g:hen. Außerdem hat die Regierung eine gerichtliche Untersuchung der Angelegenheit angeordnet. Der Redacteur der Zeitschrift La scena illustrata" in Florenz, Herr Polazzi, hat vor einigen Taan seinen M bürgern ein seltsames Schauspiel geboten; er hat sich in Frack und mit weißer Cravatte in einen Löwenkäsig begkben, in tem sich vier jung: Wüstenprinz:n befanden, und hat in deren Gesellschaft ein Ritornell gedichtet. zu dem ihm aus der Zahl seiner durchweg den höheren Gesellschaftschichten angehorigen Zuschauer das Thema aeqeben wurde. Das Ritornell ist kein Meisterstück italienischer Poesie, aber es läßt sich hören, und ist jedenfalls ein Beweis der großen Kaltblütigkeit seines Autors. Erst tanzte die Löwenbändigerin im Käsig den Serpentinen!anz,'dann erschien der unerschrocken: Mann der Feder im Käfig und kündigte dem Publikum an. daß der einzige Zweck feines kühnen Unter nehmens darin besteh;, in seinem Iournal die Eindrücke zu schildern, die man in einem Löwenkäfig hat. Nachdem er das Thema 'für sein Gedicht erhalten hatte, setzte er sich an einem Tischchen nieder, auf dem sich alle Schreibmaterialen befanden, und derfaßte, ohne auf die Anwesenheit der Lew:n zu achten, sein Ritornell. Nach fünfMinuien hatte er dies beendet, trat heraus und las seine Poesi: unter lebhaftem Beifall der Zuschauer vor. I n Przemsl'fand neulich Ab:nds ei.".-: von Sokolisten v:ranstaltete Amateurvorstellung statt be! welcher die Tragödie Kordyan' von Slowacki zur Ausführung , gelangte. Eine der Scenen, in' welcher eine der handelnden Personen von einer and: ren erdolcht wird, nahm nun einen ent sedlichen Verlauf. Ob durch Zufall od:r mit Berechnung das ist noch nicht , festgestellt stieß der Magi stratsbeamte Solski, der in der Tra aödie den Mörder darstellte, seinem Opfer, dem Bäcker Ezynski. den Dolch in's Sm und lzynstl Narv naa? e:nlgen Zuckungen vor den Augen des'b:stürzten Publikums. Das Benehmen des Morders und die regungslos da liegende Leiche ließen sofort das Entsetzliche erkennen, das sich zugetragen. Es brach em panikartiger Sturm un ter d:n Zuschauern aus, der Vorhang fiel, die Vorstellung wurde unteroro chen und der Magistratöbeamte Solski wurde verhastet. In der Zeitzer Erzie bunas-iAnstalt Schloß Moritzburg fand man in einem Schlafsaale einen 16iährig:n Lehrling todt vor. In der sofort eingzleiteten Untersuchung stellte es sich heraus, daß derselbe von zwei anderen, ebenfalls in der ErziehungsAnstalt untergebrachten Lehrlingen mittelst eines Hosenträgers erdrosselt war. Als man die jugendlichen Mor d:r fragte, weshalb sie die unselige That begangen, erwiderten sie ganz glelchgiltig, sie hatten aus der Correk-tions-und Erziehungsanstalt fort gewollt. Die Bösewichte wurden in's Gefängniß abgeführt.- Es ist dies fei! etwa Jahresfrist der zweite m der Anstalt vorgefallene Mord. i , Nudy'S Ptle Suvposktory wird garantirt für die Heilung voi Hämorrhoiden und Verstopfung, ode, daö Geld wird zurückgegeben. 60 Ctö die Bor. Schicke zwei Postmarken fü' Zirkulare und Probe an Martin Rudy. rkgistrirten Apotheker, Lancftcr, Postkarten nicht beantwortet. Zu've? kaufen in allen guten ApothekenWerd Bros., A. Kiefer Co. uni Daniel Stewart, Wholesale Agenten. Indianapolis. Ins. Schon und rein . ' Soll daö HauS stets fein ! Die besten Bürsten kauft man bei l ' ts. Schmede l, '420. Oft MrCarty) Vtraßk.
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Zweiten 2 Schläge, dritter Alarm Dritten 2 Schläge, vierter Alarur. 1-2-1 Fcucr aus und Schlauch aufg?!5z 3 Schlag?, weniger WasserdruZ. . 3-3 mebr Wafferdruck. 12 Schläge, 12 Uhr Mittag. n t Die ersten 12 Signale erden vr.!!. ständig ausgeschlagen, bei den sclcend werden die Hundert', 8fc tsi Zzw Liffera getrennt gcgtirn.
