Indiana Tribüne, Volume 18, Number 89, Indianapolis, Marion County, 16 December 1894 — Page 3
ESseGGEEESSaZ ein sznö der &Jmi von gvnfl 51min. (3. Fortfetzuncr.) Der Vlaustiftgewaltige sah an, was .Vrcyinz geschrieben, sah, daß es gut war. un) auch ihm kam eine Idee. Teuerster, haben Sie noch eine Sekünde Zeit? Erlauben Sie es ist von nieinein Frühftückswein billige Sorte aber leidlich hier eine Zigarette, wenn ich bitten darf haben Sie schon über Ihren Sommer .disponirt?" ' Bleibe ÄicZmal bis August hier 'wichtige, persönliche Angelegenheiten!" Schön, schön. Sagen Sie, macht Ihnen dies bunte Treiben auf so 'nein Tauöenschlag, will sagen Nedaktion, Span?" Höchst in!ere;iant werde es gelegentliÄ schildern." Möchten Sie es gern mal studieren? Äeizte Sie das, selbjt. so ein paar Wochen T' j Breying stunte. Warum nicht?!" ' Was würden Sie sag?n, wenn ich 'Ihnen Gelegenheit dazu böte?" - ' Also kurz und gut: Ich habe noch Zeinen Vertreter für die Sommerferien. .Wollen Sie die Sache die vier Wochen lang für mich abmachen?" . Habe aber noch nie " ' Das gibt sich. Sie würden mir vier.zehn Tage lang asststiren, ich zeige Jhnen alles, es ist keine Hererei; kurz, loenn Sie wollen, stelle ich Sie meinem Chef vor. Kennt ohnehin Jbre Gedichtsammlung, sprach sich neulich sehr anerkennend darüber aus " Da wurden die Herren unterbrochen, und Lreyinz hatte Zeit zum Ueber'.legen. Ter freie Schriftsteller dünkt sich äiöer den armen Sklaven, den Redakteur, weit erhaben; und doch jeder lege die Hand auf's Herz gute Beziehungen zu den großen Zeiwngen", ' namentlich, wenn man den schönen Tag des durchschlagenden Erfolges noch n'cbt erlebt hat, vielleicht ein Pöstchen -auf einer Redaktion das sind Geschenke der Götter, die wenige verachien haben doch alle Großen desPar,nasies irgendwo und irgendwann mit Sckeere, Blaustift und Kleistertopf ihr Voluntariat abgedient. idem indes dies mus; leise gesagt werden waren Breyings (des Dichters, der dereim'r Wildenbruch ersehen wird) Einnahmen klein, sehr klein, im Grunde keine sein- Ausgaben, sein Debet dagegen von eigenwilliger Nonchalance und obne Rücksicht auf das entzeaenstebende Konto des Kredit ein kleiner Ausgleich, wenigstens auf einenMonat, dürfte also schon ohne Murren angenommen werden. Jbre Notiz hat mir ehrlich gestanden recht sehr gefallen!" wandte der Polytropos von Redakteur sich wieder zu ihm. Sie haben das Zeug zu einem gutenEhronisten. Vielleicht, wenn Sie es einmal versucht baben, und die Sache gefällt Ihnen, bleiben Sie bei uns?" Das war mehr, als Breyina. erwartete und wollte die Vertretung aber während der Ferien nahm er gern und dankend an, wurde dem Chef vorgestellt und sein Name half dabei auch etn?as mit ward acceptirt. Als er wieder draußen war, wußte er nicht, wie ihm geschehen wie er die Sache aber bei Licht betrachtete, gesiel sie ihm nicht übel, und er knipste vergnügt mit den Fingern. Wie sich die Ereignisse verschlingen," dachte er, diese Gute mußte ihrer romantischen Grille folgen und sich wegen verrathener Liebe umbringen. x amit ich Redakteur wurde und endlich in dieser hungrigsten aller Welten zu einem, wenn auch vorerst kleinen, doch festen Posten gelangte! Er besah noch einmal das stattliche Verlagshaus von außen mit langem, sonderbarem Blick, der an allen Verzierungen der Fassade entlang kroch. Wie sagte Archimedcs? (ich meine wenigstens, er war's): Gfr mir, wo ich stehe, und ich werde die Erde bewegen. Asta. Joseph, Franz und Friki saßcn aus der weinumrankten GartenDeranda am Kafreetljch. Asta hatte den peinlichen Eindruck ten heute früh fast vergeben; Franz sah trotz des am Nackmittag nachgeholIen Schlummers sehr blaß aus und Fritzi gab sich Mühe, sich ihm deszegen unausstehlich" zu machen; Jo--seph aber, der einen ermüdendenDienstvormittag gehabt und eben erst ge"kommen war, war heute von einer sonderbar crnsthaft-weichen Liebenswürkgikeit gegen seine Verlobte; und diese seine Stimmung verfehlte nicht, zwi,schcn ihm und dem feinfühligen Mädchen alsbald einen wortlos-innigen Seelenkontakt herzustellen. Sie saß und ließ ihre warmenBlicke uf ihm ruhen, wie er eben mit ungewöhnlick sanfter Stimme zu den streiienden Geschwistern sprach. Ach, wäre er immer wie heute," dachte sie und athmete tief. Ist. mir doch, als flutheten heute die stummen Regungen meiner Seele ungehemmt in die seine hinüber die der seinen in meine, bis wir zwei auf den gleichen, sanften, tiefenGrundton gestimmt sind. Ach, dies gerade ist es, was ich so sehr begehre, was mich so glücklich macht. Es war doch gut. da ich ihm gestern sckrieb. einmal ganz so schrieb, wie ich fühle, ihm unverhüllt mein Herz entgegentrug, auf die Gefahr hin. unverstanden zu bleiben, ihm sentimental zu erscheinen. So ein fchweres, weichmüthiges Empfinden ist. heute in ihm! Ganz anders ist er als sonst so caitt ist die Grundstlmmung seines Ge zuü'.hs an diesem lieben Tage, wie die nir,c " und sie meinte wirklich, nur
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3KSC ihr Zütf 7)aöe "diese Wandlung vollbracht. O, nackbcr, wenn wir allein sein werden wie will ich da die Arme um ihn schlingen wie ihm zeigen " Da kam der Diener mit dem Abendblatt der "-"Z!ung. Asta erstarrte, wie hastig Franz das Blatt an sich nahm. Ach ja, die unglückliche Frau." dachte sie. er wird begierig sein, etwas über sie zu lesen." S:eht etwas von der Acrinsten drm, Franz?" fragte sie, die heute morgen was hast Du, mein lieber Joseph?" Marenholz war zusammengefah--ren, wie von einem Kälteschauer überrieselt. Heiß geworden im Dienst," brachte er heraus, bischen erkältet ängstige Dich nicht, Herz, es hat nichts auf sich!" Fritzi sab. daß Franz mit besonderer Aufmertsamleit eine längere Notiz im lokalen Theil des Blattes las, blickte ihm über die Schulter und las mit. Hört, dies ist ein ganzer Roman!" rief sie plötzlich und begann vorzulesen. Franz griff heftig zu, ihr das Blatt wieder aus den Händen zu nehmen die Kleine aber ließ es nicht fahren. Ich bin sechzehn Jahre alt und darüber," protestirte sie aufspringend, gehöre nicht mehr in die Kleinkinderbewahranstalt, bin der inirsi und der (lry iiiirs entwachsen! Daß ihr's wißt, ich habe jetzt eben heimlich Gyps Autorn du marhijjr" gelesen, kann also auch lesen, wenn sich eine überspannte Närrin wegen getäuschter Liebe in den Kanal stürzt. Und noch dazu drei Schritt von uns!" Franz mußte ihr den Willen lassen warf aber dabei einen raschen, entschuldigcnden Blick auf Marenholz. Asta sah diesen Blick, folgte ihm. imd ihre großen Augen wurden dabei rund und tiefdunkcl. Nun las Fritzi und schenkte denVcrlobten keine Silbe. Hatte Asta recht, daß an diesem Tage die verschwiegenen Regungen in der Seele ihres Verlobten unzehemmt in die ihre hinüberflossen? Es war eine Geschichte, wie sie in der großen Stadt täglich vorfallen, wie Asta sie fast gleichgiltig oft gelesen und doch regte sich auf ihrem Herzensgründe etwas wie ein leises Zittern, eine unklare, dumpfe Furcht, eine unheimliche Ahnung, als wolle der Vorfall plötzlich sie selbst mit einem neuen, versteinernden Antlitz ansehen. Ihre Blicke hingen wie gebannt an den Zügen ihres Verlobten Marenholz hatte die Augen halb geschlossen wer ihn nicht genau betrachtete, hätte ihm nicht angemerkt, daß Besonderes in ihm vorging, während Fritzi las. Asta aber sah schärfer; unter der feinen röthlichen Haut seines Antlitzes sah sie sein Blut erstarren, sich sträuben, den gewohnten, gleichmäßigen Gang zu nehmen sie merkte seiner Brust die gewaltige Anstrengung an, ruhig zu athmen sie fühlte, seine Augen unter den gesenkten Lidern flimmerten vor Erregung, weil ihnen versagt wurde, einen raschen, spähenden Blick auf sie Asta zu werfen. Und diese verschwiegene Qual übertrug sich auf sie. Die feinen Fühlfäden ihrer Seelen bebten und tasteten angstvoll vorwärts, der Verzweiflung, dem stumm drohenden Unheil entgegen, das sie witterten. Man mag den Stab brechen über die Arme," schloß der Artikel wer das Antlitz gesehen hat, das sie im Augenblick vor ihrer That auf der freien Bordschwelle zu der eben imOsten aufgehenden Sonne erhob, ein Antlitz, still überspielt von einem leisen gramvollen Lächeln, voll tiefer Friedenssehnsucht, von wehmüthig-sanfter Vorahnung endlichen, ewigen Friedens fast verklärt der wird ihr ihre That der Verzweiflung nicht hart vorenthalten können, wird dem gequälten Weibe, ihrem gebrochenen Herzen die Ruhe gönnen. So weit der Bericht," fügte die Re daktion hinzu, den uns ein Augenzeuge eingesendet. Wie wir soeben erfahren, haben die Wiederbelebungsversuche, die man sofort angestellt hat, in der That zu keinem Resultate geführt, die unglüliche s?rau von W ist nicht wieder zum Leben erwacht. Ihre Leiche liegt noch m der Portlerwohnuna des Hauses der KoniqmAugustajtraße, wo hin man iz heute morgen verbrachte. und durfte von dort nach dem Obduktionshause überführt werden, da die Todte außer ihrem von ihr geschiedenen Gatten, der augenblicklich zu den großen Rennen in England weilt, keinerlei Angehörige rn Berlin besitzt. Sie wohnte hier in einem Privathotel, und in ihrem Zimmer soll sich von Papieren nichts als ein umfangreiches Briefkouvert mit der Adresse eines hiesigen jungen Offiziers, mit dem sie bisweilen gesehen worden sein soll, vorgefunden haben. Der Schluß besagt viel!" meinte Fritzi keck. Aber ihre Bemerkung wurde von niemand aufgenommen. Eine unbehagliche Pause entstand. Dann wiederholte Asta mit seltsam vibrirender Stimme die Worte: Eines hiesigen jungen Offiziers " Ihr Blick ruhte unverwandt auf Ma renholz, der die Lider hartnäckig gesenkt hielt sie sah, wie er leije zusammenzuckte. Wieder sprach niemand. Dann erklärte Asta mit'dem gleichen Tone verschwiegene: Erregung: Ich will die Todte sehen!" Ums Himmels willen, welcher Em fall!" rief Vixam, heftig aufspringend. denn er bemerkte, wie Joseph erblaßte. Jetzt endlich erhob Marenholz die Lider, blickte Asta in die Augen, die j r t er rn o?en,nener Zvraa? am neu aeria.'- - ....... J"-ii- 1 I wl I
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te! sah, uirt) ein parier, stählerner Schimmer trat in seinen Blick. Warum? fragte er. Ich will sie sehen." gab Asta statt der Antwort zurück. Bitte. Joseph. führe Du mich zu ihr. Marenholz schnellte m die Hohe. Du solltest Dir diesen Anblick ersparen, liebe Asta!" sage er. und seine Stimme war nicht ganz fest, es ii kein erfreulicher Eindruck!" Es einer der tollsten Einfalle, die Du je gehabt hast!" fügte Franz grob hinzu. Die Unglückliche hat einen Mann geliebt, der sie verrathen, der ihr das Herz gebrochen hat," erwiderte Asta, jede Regung in ihres Verlobten Gesicht überwachend. Sie muß ihn sehr geliebt haben nun hat sie niemand in Berlin, der ihr die letzte Liebe thut r.;r Schicksal droh! jedem Weib?, das einen Mann liebt ich will Kränze auf ihr Bett legen ich werde auch forgen, daß sie ihre Ruhe finde ich bitte, Joseph, hilf mir dabei!" Gern, gern! bracht: er muhevoll beraus. Und nun komm!" fuhr Asta fort. Ich mache mich fertig laß uns nun einmal zu ihr hinüberghen!" Marenholz verneigte s.ch stumm er konnte nicht widerr?den und nicht beistimmen. Franz sah ihn starr vor Bestürzung an und Asta verließ den isch, um sich rhren Hut aufsetzen zu lassen. Es war etwa um die gleiche Tageszeit, als in der Heiligengeiststraße vor Herrn Heinrich Graaf Therefe, das Madchen sur alles, trat, eine Karte in der Hand, mit der Meldung derHerr ist draußen. Die Karte trug eine Neunperlenkröne über dem Namen Leonhard Graf Breving, Herr vom Breyingsreuth und dem Bos'sche." Herr HemnchGraaf munzelte und las noch einmal: Herr vsm Breyingsreuth und dem Bos'sche." Nicht zu Hause! bemerkte er dann dem Mädchen. Diese sperrte Mund und Nase auf so lange sie da war, war ihr das roch nie begegnet. Sie isllen lagen, Tberese, ich bm nicht zu Haus!" Therese gestand, daß sie bereits zugegeben, der Herr sei anwesend. Gut im lasse mich m auch sonst nicht verleugnen und man soll weder lugen, noch seine Leute zur Lüge erziehen! Führen Sie also den Herrn herein! Hierher oder vorn?" Graaf sah sie groß an. Hierher! Natürlich!" Man war im Berliner Zimmer. Nun ward der Herr vom Breyingsreuth eingeführt. Er war ein wenig erstaunt der Vater von Annie Graf empfing ihn im Schlafrock, sehr höflich, mit einem etwas verschmitzten Lächeln, und fragte lm Tone eines alten Ladeninhabers: Womit kann ich auswarten? Breying gerieth nicht aus der Fasfang. Mit nichts mein hochverehrter Her? Graaf," sagte er, auch seinerseits schalkhaft lächelnd, im Gegentheil, ich wollte mir die Ehre geben, Ihnen meine Aufwartung zu machen. Ah," dachte Graaf. eine neumodische Art Geschäftsreisende?. Irgend ein großes Haus, das sich d'n Luxus erlauben kann, einen gräflichen Eommis Voyageur zu halten. Jetzt handelt es stch nur darum, den Mann auf eine sehr höfliche Welse hinauszusetzen. Und mit dem verbindlichsten Lächeln fragte er: Für welche Firma, wenn ich mir erlauben darf? Breymg erstaunte, dann verstand er und lachte fröhlich auf: Nein, nein! Für gar keine Firma, mein hochverehrter Herr Graaf, vollkommen für meine eigne Firma! Ah! machte Graaf, reisen selber, junger Herr! Sehr anerkennenswerth! Sparen viel Geld haben Sie Ihre Muster bei sich? Denn ansehen werd' ich si ja wohl müssen, was ? Breying meinte, dem Scherz nunmehr ein Ende machen zu müssen. .Nein, sagte er ernsthast, ich bin wirklich kein Geschastsreilender. O, da bitte ich tausendmal um Ver ft45t,, Ws'fia sviln VrrtfYvt lt wiiuny vivt v isitit, ivvuiu wit iiiuyt Vfltt nehmet? sr frmmprt YiiPUPimt tn 'yrftMy ttvittw wiw w.utuv v v 1 Armem achen? Herr Graaf war Wal senrath. Nein!" In Vormundschaftsangelegenhei ten?" Herr Graaf hatte mehrere ihm vom Gericht überwiesene arme Mündel. Auch dies nicht! Etwa ein: Reklamation wegen der Einkommensteuer?" Herr Graaf war auch Elnschatzungskommlssar. Ebensowenig! Jetzt sah Herr Graaf seinen Besuch sazon m:t ein wenig Mißtrauen an. .Etwa vom Beznlsverem? Ich danke wirklich, ich nehme kein Mandat an will mit politischen Handeln nichts zu thun haben. Oder" er suchte gerade, eine hübsche runde Summe in einem Haus anzulegen wollten Sie mir ein HauZ anstellen? Auch das nicht? Ja, mein Herr, was, wenn ich fragen darf, fuhrt Sie dem, zu mir?" .Ich wollte mir die Ehre geben. Ihnen meine Aufwartung zu maen! wiederholte Breying. der nicht genau wußte, ob der alte Herr nicht ein ganz gefährlicher Schlauberger war. Gewiß, das horte ich bereits. Aber ich bin neugierig, zu erfahren, zu welchem Zwecke. Dabei betrachtete er die perlgrauen. recht hellen Handschuhe den tadellosen schwarzen Rock und feinen Zylinder Breyings nicht ohne ausgesprochenes Mißtrauen, und eine Ahnung der Wahrheit dämmerte in ihm auf. Nur um den Vorzug zu haben, Sie kennen zu lernen, vielmehr, um dieEhn zu erwerben, von Ihnen gekannt zu
r ,Ah, machte Graaf von neuem und sah mit hellen, erstaunten Augen den Besuch von oben bis unten an. Breying war innerlich wüthend. Diese kleine Gans, die Tochter dieses alten Wilden, die nach Frau von Bellevilles weiblichemAdreßkalender dermaleinst eine runde Million erben wurde. hätte ihm, als zz sie um die Erlaubniß fragte, bei ihnen Besuch machen zu dunen, auch irgend eine leise Andeulung geben können, was für ein Mammuth und Deinotherion in gesellschastlicher Beziehung ihr Herr Papa wäre. Der alte Mam.' batte die schnurrig: Ansicht, 'daß man immer etwas von ihm wollen müsse, wenn man ihm auswartete. Ich theile die Menschheit in zwei Klassen," begann er mit einer Art Galgenhumor. Die eine ist an sich Nicht interessant; geht man zu ihnen, so hat man Geschäfte mit ihnen oder bedarf ihrer sonst irgendwie. Die andre umfaßt die nicht allzudicht gesäten Männer, welche eine Persönlichkeit besitzen. die man um ihrer selbst willen aufsucht und bei denen man es sich zur Ehre schätzt, vorgelassen zu werden. Die erst.: Klasse vti für mich nur ein nothwendiges Uebel, in die andre rechne ich Sie hatte er sagen wollen, fuhr aber lieber mit kühn abgebrochenem Satze fort: nun. mein hochverehrter Herr Graaf, ich hatte soeben die Ehre, Ihnen zu erklären, daß mich kein Geschäft zu Ihnen führt!" Dieses hochmüthige Kompliment beantwortete der alt: Kammmacher damit, daß er seine Brille aus der Tasche langte, aufsetzte und dann, über den Rand derselben hinweg, den Besuch mit einem Blick anguckte, der keines Kommentars bedürfte. Ich hatte den Borzua," begann Graf Breying in seiner Verlegenheit auf's neue, durch meinen Freund, Lieutenant von Marenholz, den Verlobten Jbrer Fräulein Nichte, Ihrer Fräulein Tochter vorgestellt zu werden " Wieder kam ein Blick über den Vrillenrand, über den ihm das Wort im Munde stecken blieb. Doch entschloß sich der Pleoeier zetzt zu einer Art Höflichkeit. Ah so, meine Tochter. Ganz recyt, meine Tochter hatte mir auch " Er blickte auf die Karte, die er noch in der Hand hielt. Würde mich Ihres werthen Namens auch erinnert haben. hätten mich die drei Namen da auf Ihrer Karte nicht verwirrt! Breyingsreuth und das Bos'sche sind die Stammgüter meiner Familie!" Herr Graaf machte sogar eine Verbeugung. eine Verbeugung 'vor den Stammgütern. Sie sind Lattdwirth, wenn ich fragen oars! Das nicht, ich lebe in der ReichsHauptstadt als Privatier!" Bewirthschaften also Ihre Güter nicht selbst!" D:es sehr hosllch, aber mit sehr hcllen Augen. Breying lächelte. Breyingsreuth und das Bos'sche sind leider schon im vorigen Jahrhundert an einen Seitenzweig gefallen." Herr Graaf machte eine Bewegung, als wolle er seine Verbeugung vor den Stammgutern wieder zurücknehmen: So, so!" Und anre Güter besitze ich nicht!" fügte Breying plötzlich mit großartiger Offenherzigkeit hinzu. Er sah ein. er mußte vor diesem Selfmademan ein andres Register ziehen. Heinrich Graafs Augen verloren einen Theil ihres mißtrauischen Ausdrucks. Er warf einen raschen Blick auf die Uyr und nahm endlich jetzt auch einen Stuhl, mit der Miene: Schön, diesen Besuch müssen wir ja nun wohl uoer uns ergeyen lassen: Was auf meiner Karte steht, bedcutet keine Anmaßung es sind die alien historischen Titel meinesGeschlechts, an denen ich um so fester halte, als ich selbst noch nie versucht habe, aus ihnen Kapital zu schlagen. Ich habe kein Vermögen, kein Amt, keinen Posten bei der Regierung oder in der Armee ich bin, da wir nun einmal auf meine persönlichen Verhaltniise zu sprechen gekommen sind, ein freier Mann, das heißt, ich lebe vom Ertrage meiner Arbeit!" Jetzt verneigte sich Herr Graaf im Ernst, leicht, aber mit freundlichem Lächeln. Als Kaufmann?" Als Schriftsteller!" Herr Graaf zog nicht die Augenbrauen in die Höhe. Er achtete jede Art Arbeit. In der That, der freicste Beruf! bemerkte er. Und wenn ich fragen darf," fuhr er lächelnd fort, S:e sind mit Ihrem Berufe zufrieden? Man sagt, der deutsche Scoriststeller sei nicht immer auf Rosen gebettet?" Ich bin jung und stehe im Beginne meiner Laufbahn. Heute habe ich einen ersten Erfolg zu verzeichnen. DaHerr Graaf still zuhörte, setzte er hinzu: Auf Grund einer gelegentlichen Arbeit wurde mir eine Stellung als Redakteur angeboten! Und 'daraufhin möchte er heirathen! dachte der alte Herr. Nun, das freut mich. An einer hie sigen Zeitung?" An der ''Zeitung!" Nicht meine Richtung," bemerkte Graaf kühl. Doch eines der'konservativen Blätter, das ich wegen semer korrekten Haltung achte! Es freut mich, Herr Graaf, daßSie das Blatt gelten lassen politische Gegnerfchaft ist in Berlin so leicht mit persönlicher Gehässigkeit versetzt. Das Gespräch war nun in weniger ungewöhnliche Bahnen gekommen es rollte noch einige Minuten leicht hin dann empfahl sich Breymg mit der
werden!" sagte Breying so verbindlich. wie ihm überhaupt möglich war. I
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Empfindung, einen nicht ungünstiger! Eindruck . hinterlassen zu haben. Der alte Herr aber, wie er die Thuk hinter jenem geschlossen, lachte hart auf. Das wa?e ja einmal so em moderner Besuch in aller Form gewesen ei, ei Sie wären mir der Rechte für mein Goldfischchen, lieber Herr. Ein rechter und echter Junker von Habenichis! Therese, merken Sie sich den Namen, da ist d:e Karte. Wenn der Mann wieder kommt, lüTzen sollen Sie nicht, einfach: der Herr ist nicht zu sprechen," oer böflicher: der Herr ist stark beschäftigt!" SeltsamesDing! Warum zahlt dieser junge Mann in der Welt? Warum hat er das Recht, an meine Thür zu klopfen? Einzig, weil er Graf ist un) somit sogenannte gute Formen" besitzt. Ohne diesen lustigen Vorzug würde ihn das moderne Leben einfach unter 'den Tisch fallen lassen. Selbst ich hätte ibn doch geradezu h.nausgesekt, wie er mir so in's Haus schneite. wäre er Herr Müller" gewesen. Siehit Du, Alter, so steckt die ganze Welt noch im Mittelalter und Du obendrein mit. Verschwindet doch, wir haben aufgeklärt!" Und wirklich, der Junge macht daraufhin noch 'seine Karriere. Nur nicht m meinem .auic! Wie gesagt, Tberese, brummte er noch einmal in die Kucoe hinein, kommt der witter: nicht zu precyen! Als Her? Graaf diese Order gegeben hatte, trat er zu seiner Tochter Annie in's Zimmer. Sie saß vor ihrem Nähtisch am Jenster mit einer großer Tischdecke in ihrem Schooße, an die sie eine hübsche selbstgestickte Kante mit modernem heraldischen Muster ansetzte. Doch lag gleichzeitig in ihrem Schooße ein aufgeschlagenes Buch, das sie rasch bedeckte. Der alte Herr sah ihre Bewegung roohl; es widerstrebte ihm, zu fragen. was sie da läse doch machte ihm diese Heimlichkeit einen sehr .'nangenehmen Eindruck. Annie," begann er (zu dieser Namensform hatte er sich auch erst in den letzten Jahren entschlossen, als er gelegcntlich ihrer Einsegnung sah, daß bei allen ihren Freundinnen die Zärtlichteit der Eltern die Vornamen Personlicher und anmuthiger gestaltet hatte), Annie, Onkel Eberhard war heute hier!" Er hatte eine ganz andre Stimme als vorhin mit dem Grafen, weicher, fast etwas furchtsam. Er jagte mir, Du mochtest doch öfter zu ihnen kommen! Annie ph aus, wagte aber n:cht ncht zu antworten. Wurdest Du gern zu ihnen gehen? Gern oft zu ihnen gehen, Kind? Sein Ton klang ihrem Ohre besonders, doch hörte sie nicht die verhaltene leise Angst heraus. Glückselig schlug sie die Augen zu ihm aus. Ach ja! sagte sie strahlend. Er mußte sich den Nagel tiefer in's Herz treiben. Wenn ich nun." begann er auf's neue, ein wenig heiser, wenn ich nun einmal wieder um der neuen Elfen beinmuster willen auf ermge Zeit nach London muß wurdest Du da unter deß gern ern paar Wochen ganz bei ihnen leben, Mit Oukel, Franz, Asta und Fritzi?Der Name Fritzi war ihm am schwersten auszusprechen. Statt aller Antwort stand sie aus und blickte ihn mit so vollentzucktem Gesicht an, daß fein altes Kinn zu be ben begann. Er hat rechr er hat recht," rief es rn chm, sie vergeht hier! Und er klemmte die paar gelben Zähne, die ihm geblieben, fest auf die Unterlippe. Es ist wohl sehr schön bei ihnen?" Sehr schön, ach herrlich, Papa!" Dies sehr schön" so offen, so froh hatte sie zu ihm nie gesprochen, seit ihrer Kinderzeit nie, kaum zu Weihnachten einmal bei Geschenken, die sie besonders freuten! Sehr schon, sagte sie noch einmal mit Emphase. Der Garten, der Herrliche Gartensaall So groß, größer als un re ganze Wohnung, und Marmor faulen, Palmengruppen darin, so herrlie italienischen Landschaften, so wunderschone orientalische Teppich Ja, Marmor, dachte er, Palmen, italienische, orientalische Dinge, allen diesen fremdländischen Plunder wendet diese verfluchte möderne Zelt an, uns Alten das Her.? unsrer Kinder zu ent fremden, es die alte, schlichte, deutsche Art verachten zu lehren. Was unsrer Eltern höchster Prunk war. was wir mit scheuer Liebe lange Jahrzehnte gepflegt und ehrt haben, das ist ihnen einfach unmodern, geschmacklos fort damit in die Rumpelkcunmer, brave. alte Spregelservanten, brave, alte Tugenden! Als ob euer neumodischer Kram nrcht viel schneller sich überleben wird. ju?aes Geschlecht sorgen da für doch schon eure wddria arbeitenden Möbelfabrikanten-. nein, das ist auch schon überlebt Dekorateure"! Es kam em neuer König auf in Aeqypten, der wußte nichts von Joseph. Es wird em neuer Geißlrruger auskommen, der von eurem Renaissance, Barock und Rokoko nichts wissen wird gebe Gott, daß es nicht der große Krieg, die große Revolution oder die Armuth sei!" .Asta ist wohl ein sehr hüöfch:sMädchen geworden? fragte er Wetter. Hübsch, Papa? Schön ist sie. und elegant, und wie sie sich zu kleiden weiß, ich sah fast armselig gegen sie aus " Armselig?" brauste er auf. Ach, ich mein: ja nur ! Gewiß, mein Kleiderstosf war so theuer. wie dcr, den sie trug: aber anders gemacht war der ihre, mit mehr Geschmack, reizend kleidet sie sich!
Hatte er in der Erziehung seines
Kindes etwas versehen? Geschmack? Nach Ausbildung ihres Geschmackes hatte er nie gefragt. Geschmack bnngt man auf die Welt mit, mein Kind!" sagte er bitter. Man hat ihn entweder, oder hat ihn nicht!" Er ward bitter, weil er den ersten leisen Vorwurs sich in seinem alten. selbstgerechten Herzen regen suhlte. Sie sah ihn bestürzt an. Lebte ich jahraus, iahrein in ihrer Umgebung, käme ich wie sie in alle Kunstausstellungen, großen Magazine, diese Ausstellungen des KunsthandWerks, wo man so reizende Sachen sieht, da würde mein Geschmack sich auch entwickelt haben!" Das sprach sie nicht aus aber scharfsinnig, wie er war, las er ihr den Gedanken vom Gesicht und gab ihr mit brennendem Schlunde recht. Etwas kleinlaut suhr Annie fort sie merkte ihm die beginnende Verstimmung an, aber ihr Herz war nun emmal übervoll: Und wie sie sich zu benehmen wußte! Wahrend ich neulich da war, kam der griechische Gesandte zu ihnen. Ich sah von weitem, wie sie ihn empfing und ach, ich war froh," sie sprach plötzlich mit sehr gedämpfter Stimme daß ich nicht mit dabei zu fern brauchte beim Empfange der Exzellenz ich fürchte, ich hätte mich wie ein rechtes Gänschen benommen!" Wie ein rechtes Ganschen! wiederholte er dumpf und ließ den Kopf sinken, den er sonst nicht gerade hoch, aber wahrlich nicht gesenkt zu tragen pflegte. Eine Pause entstand. Annie merkte, daß der Vater mit sonderbar trüben Augen vor sich hin starrte. Sei mir nicht bose, Papa, bat sie. aber Du fragtest mich ja." - Ich bin Dir ja nicht böse, Kind!" Ja, ja, es war nicht zu leugnen wie ein rechtes Ganschen würde sein Kind, sein Stolz, sich da benommen haben. Für den Verkehr mit Excellenzcn war sie nicht erzogen. Und sur den Verkehr mit Excellenzen muß doch nun einmal ein Kind dieser Dezennien erzogen sein, sagte er sich; jeder muß sich in dieser neuen Zeit gegen jeden zu beHäupten wissen, ohne sich etwas zu vergeben. Ihn selbst hatte mehr als einimal der hochselige König Friedrich Wilhelm III., der schlichte, burger'freundliche Herr, im Thiergarten angeredet, auch der alte Wrangel und .der alte Fürst Hohenlohe er hatte wohl Antwort zu geben gewußt, ohne thörichte Scheu, ohne den leutseligen Monarchen zu verletzen; Kaiser WilHelm und gar der Kronprinz, da ginge es wohl auch noch aber das waren andre Manner, Manner aus der alten. aussterbenden Zeit selbst die Excellenzen aus ihrem Gefolge waren bereitsunnayvarer oa wuroe es wom mir ihm selbst schon hapern, käme er jetzt in vornehme Gesellschaft wie viel mehr erst mit dem Kmde! Es bröckelten Steine aus seinem System er wollte ihr antworten: 'Warum brauchst Du zu wissen, wie man sich rn vornehmen Kreisen zu bewegen pflegt? Aber er suhlte, dies Prinzip von der Trennung derStände, sein altes Wort -Feuer oleibe bei Feuer, Wasser bei Wasser" würde sie einfach nicht verstanden haben. Und em Prinzip, das einfach nicht verstanden" wird ist gerichtet, ist todt. Der Hochmuth, diese Tugend desAdels, ist in uns Bürgerpack gefahren, sagte er sich, wrr mochten es gern ihnen gleichthun in Beherrschung gefälliger Umgangssorm können wir ihnen das nicht nachmachen, schämen wir uns. Ja, Annie schämte sich und er konnte es sich nicht verhehlen: er selbst fehnmt itft nrtrh STI" Yn.yr tu vrprhp Vlfc..w 17 fc V Vlfc I ' Und Nicht nur da. Er studierte m grimmig in ferner ocyrer Geflcyr , , sr herum. So vttl schöner ist alles bei ihnen. las er da, so viel freier, so em ganz an derer großer Zug. Es wird nicht aespart, und es braucht nicht gespart zu werden. Sie wollen es in allem den Großen der Welt gleich thun und sie können es auch sie haben in sich selber das Zeug 'dazu. Ja, niemand lacht darüber, sie sind recipirr. Wrr, m wir sind die Eulen, die nun einmal in unfreiwilliger Blindheit dieAugen vor dem neuere Tage nicht au7 thun wollen uns findet, man ein fach schnurrig. Warum? Nun, er ist doch rmleugbar: angebrochen, der neue Tag, mit Prangen und vollem Licht Äugen, zu V v .?jr.i "r!--o TJ. fverren min man ineor. ies neuresckleckt. über dem das Banner von des Reiches Herrllchkelt wehr, daWn ner von Purpur, Seide und Goldnicht von Schlasrockfetzen, dies neu? Geschleckt lebt nrcht in der- Enge aroßväterlicher Verhältnisse, will es- 7?icht und braucht es nicht. Es ist Zeit, daß ich sterbe!- sagte der alte Mann plötzlich in unsäglicher Bitterkeit vor sich hin. Wie?" fragte Annie. tot mcht ver stand. Ich meine, wenn Du- fo gern zu Deinen Verwandten gehen magst, wenn Du Dich dort so viel oyler suhlst, wohlan, so geh hin, geh, so oft Du mast. ich will Dir nicht imWeae sein!" Ehe sie noch antworten konnte, drehte er sich kurz um und war zur Thur hin ous. Altes, trauriges Huhn. dachte er auf dem Gange. Du st.eöit am Ufer und kannst die Entkern nrcht Huten, sie wollen schwimmen. Ihm war, als wankten um ihn die wrasendumpfen Mauern des dklen Korridors. (Forschung folgt.) Eine' praktische Schöne. Der junge Schlucker (Elerk it $10 per Woche): Ob ich Sie liebe? Ich gebe ja jeden Cent, den ich verdiene, für Sie aus! Was denken Sie davon? Die junge Schone: Ich 'den??, Sie sollten Tl.Cf l'oCnflim (tnlitmmlH ClilC VlUUSClUUUlJ w.iUUlli
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ZZaumc v. Nur eine sehr kurze Spanne Zeit trennt uns noch von der fröhlichen, seligen Weihnachtszeit und Jedermann beginnt darauf zu sinnen, wie er seine Lieben am besten erfreuen kann. Für die Kinderwelt ist der in strahlendem Lichterglanz und prunkendem Schmuck prangende Weihnachtsbaum aber stets das beste Geschenk, er ist gewissermaßen das Symbol des schönen Festes. Darum dürften unseren Leserinnen einige Winke für den Schmuck des Baumes willkommen sein. Einen prächtigen Baumschmuck ergeben Schmetterlinge, die sich in den Zweigen des Baumes schaukeln. Man reiht hierzu weiße oder silberschimmernde Glasperlen auf feinen Blumendraht und formt darauf die Flügel des Schmetterlings, deen Leib man aus einem Flöckchen fest zusammengerollter Watte fertigt und querüber dicht mit aufgefädelten Berlen bewickelt. Am Kopfe bringt man an den geeigneten Stellen zwei größere, schwarze Perlen als Augen, sowie zwei lange und zwei kurze Fühler an; erstere stellt man aus glattem Draht her, an dessen Ende je eine Perle befestigt wird, die kurzen Fühler hingegen aus zwei kurzen, auf Draht gereihten Perlreihen. Unten am Leibe des Schmetterlings befestigt man eine Drahtspiralc, die derart an dem Baum befestigt wird, daß der Schmetterling über den Zweigen zu fchweben scheint. Die Spirale stellt man her, indem man den Blumendraht fest und dicht um eine Stricknadel wickelt und dann herunterschiebt. stelzend sind ferner Lamettakorbchen. Aus Blumendraht fertigt man zierliche, kleine Bügelkörbchen, die man dicht mit Lametta bewickelt, indem man letztere hin und zurück durch dasDrahtgestell iiebt. Die Lamettacnden müssen natürlich sorgsam gesichert werden. An ihrem Bügel aufgehängt, dienen dieseKorbchen zur Aufnahm? desChristbaumconfektes oder Candics. Allerliebst sehen auch kleine, mit Elöckchen behangene Tamburins aus. Man nimmt hierzu den Rand eines kleinen) kreisrunden Schachteldeckels, bronzirt denselben innen und außen und bohrt sodann dicht nebeneinander kleme Locher hinein, durch welche man - zuerst der Lange, dann der Quere nach ein feines Goldschnürchen zieht. Außen auf dem Rande des Tamboulins befestigt man, in angemessener Entfernung von einander, winzige. runde Metallglöckchen, oder in Er mangelung derselben kleine Mes-sing-Kugelknopfchen. Eine Schlinge von Goldschnur dient zum Aufhängen. Viel zur Belebung des Baumes tragen kleine, bunte Fähnchen bei, die hier und da an den Zweigen ausgesteckt werden. Einen reizenden Schmuck ergeben ferner kleine, im Strahl der Weihnachtskerzeni prächtig sunkelnde und blitzende Vrillantkronen. Dieselben werden aus ganz dünnrn, abgeschälten Weidenruthen geflochten und dicht mit weißen Wollfäden umwickelt. Hierauf legt man das Krönchn? etwa 24 Stun den in starke Alaunlösung. Setzt - man letzterer einen beliebigen Farostoff zu, so kann man den Krystallüberzug auch farbig herstellen. Schmale bunte Vobvbändchen dienen zum Aufhängen. Sehr hübsch, wenn auch etwas mühfam anzufertigen, sind silberne Schiffchen; man kann dieselben auch als klei ne Nähbehälter für Spulen. Nähnadeln, Fingerhut n. s. w. benutzen. Um das Schifflein berzustellen. schneidet man zuerst aus Pappendeckel die Muster für die einzelnen Theile und dar-, nach den Boden aus Carwn und hellblauem Seidenfutter, die Wände aus Silberkanevas und ebenfalls Seidenfutter. Nachdem alle Theile gefüttert find verbindet man sie durch uberwen'oliche Stiche und begrenzt den Schiffsrand mit einer blau umwirndenenGoldschnür. Der Mastbaum wird aus eiue? nach oben zu spitz auslaufenden Rolle von Silberkaneixis. welche man zusammennäht, gemacht, mit blauer Wolle umwickelt und mit einer kleinen Fahne aus weißem Seidenband abae--schlössen. Von der Spitze des Mastda ums hängt an Gold schnüren da 5 Segel nieder, und auch Sreuer und Anker, welches man mit ner Kettevon Eoldperlen anbringt sollen r.icht fehlen. Die Kiemen werden entzückt sein wenn sie unter all' dm Herrlichkeiten des Baumes auch kleine Moosnestcherr entdecken. Die halbe Schale eine ausgeblasenen Eies schneidet man mark hierzu mit scharst? Stnü'chcere rund ab beklebt sie außen dicht mit Moos-, süt--tert si auch innen mit Moos unk legt kleine Zuckercier hinein. Diese Nestchen. welche nicht ar-ehängt, sondern mittel? Dextrins auf den Zwergen fest geklebt werden. machrn in den Zweigen deI WeihnachtsbaMs einen st.hr hub sctei Effect. Pech. Ich weiß wo tra Mädchm So zierlich und klein. Die lieb ich unbändig. O wär sie dzch mein! Sie reicht ml dem Köpfchen Kaum zur Brust ir, doch - Trotzdem sie so klein Sieht sie über mich weg! w ytuj.i Keine Sorge. Frau: .Du gehst schon wieder in die Kneipe. ' Mann? 'Was soll das nur werden, wenn Du alles Geld verbringst? Nach stes Jahr soll der Junge zur Schule." Mann: .Na ja. bis dahin bin i& ja zurück! I ' . .im
