Indiana Tribüne, Volume 18, Number 87, Indianapolis, Marion County, 14 December 1894 — Page 2
Jndiana Tribüne.
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Die Expedition, die ein Vernichtungszug sein sollte, hat 'also ihren Zweck nicht erreicht. - Eine Erklärung für den geringen Erfolg der Scheleschen Expedition bietet ein Brief aus Daressalam, der freilich vor der Einnahme von SlnU rengz geschrieben ist. In demselben heibt es: Daß die Expedition des Obersten v. Schele unter großen Verpflegungschwierigkeiten zu leiden hatte und nach den Anfangs eingegangenen Meldüngen fast schon als gescheitert betrachtet wurde, ist bekannt. Wie. hier soeben auch an amtlicher . Stelle hct sannt wurde, hat sichdie unter dem Wefehl des Gouverneur ' stehende Hauptmacht der leichteren Verpfl:gung halbe nunmehr , getrennt und :oird versuch,' 'die Wahehe in der Ebene von'Sogoro'zu fassen. ; ;. ; Der Oberst hat aus den am Rusidji und Ulanga errichteten Etappen alle Vorräthe so schnell wie möglich nachgezogen und als Stützpunkt - die neue Station am Ulanga einerseits und Kilossa andererseits angegeben. Die Compagnie Fromm soll von Lan genburg aus aus der alten Thomsonschen Route durch die Landschaft Ubena übe? Kigoma-Mkubwasanje vorrücken, während die verstärkte Besatzung Tabora von Nordwest über Mdaburu Jlangale nach der-gleichen Richtung in Uhehe einfällt. Die Stationöbesetzungen von Kilossa (Podlech). Kisaki (v. Grawert) und -Mpwapwa' (Storch, Fonk, Böhmer) - haben.' abwartende Stellungen einzunehmen und erst dann einzugreifen, wenn ein , Durchbruch der Wahehe in ihren' Gebieten zu befürchten ist. : . ' - Die Trennung de? Expedition- ist auch dadurch bedingt worden, daß. die Wahehe die gleiche Taktik von vorn Herein wählten, um einem gegen sie geführten Hauptschlag aus dem Wege zu gehen. In Horden von 1000 bis 4000 Mann operiren sie nach allen bedroh ten Punkten ihres Gebietes zu und haben auch, wie erwartet, ihre stärksten Streifcorps nach Usagara vorgeworen, um d, deutschen 'Statwnen von einer gemeinsamen Operation, gegen sie ,..?t. w. v. (rnirr.AnruCnt UUUiyUUCll. UU9 UCl Ml UtU9lUWVli Kondoa wurde gemeldet, daß bernts Lluögangs September Wahehe r übe? Ma?ore5m'' dad-''Land eingedrungen seren.' Aus 'Kisaki ;i:ib berichtet, daß Wahehe-Horden den Ruaha uberschrit ten haben, aus Kilossa liegt eine ähnlich Meldung bor.? ' ' :-" - So froher Zuversicht - wir hier nun auch wieder sind, nachdem der Gouver neur v. Schele entgegen der in Ulanga gefaßten Absicht, umzukehren, auf die Wahehe einzuhauen gedenkt, -so . ist doch sehr zu bedauern, daß durch die der Hauptmacht entgegenstehenden Schwierigkeiten eine Verzögerung ein getreten ist, und'somit'in dem concen trischen Vorgehen der anderen Expeditionen die festgesetzten Termine nicht eingehalten werden können. Den Wahehe wird-diese Verzögerung, dank ihres vorzüglichen Spionagesystems, bald bekannt geworden sein, und 7ie Hätten dann genügend Zeit, , um den " von Langenburg bezüglich Tabora ge ' gen sie vorrückenden Truppen mit allen nur verfügbaren Kräften zu Leibe zu gehen. Die Wahehe haben wie alle an deren in unsere? -Interessensphäre le benden Stämme nur zu gut eingeseben, daß aeaen: unsere modernen Was fen auch die stärkste Boma keinen Schutz bietet. Wtfin sie auch versuchen werden, einen vderden anderen ihrer ' Hauptplätze' zir' vertheidigen, so haben sie. wie hie? zu-spat erst bekannt wurde, , ihre ungeheure Menge von Kriegern, in ca. acht große Trupps, getheilt , und sehen mit diesen der' Eröffnung eines Guerillakriegs - mit große? Zuversicht . entgegen. EinZ ist schon, jetzt sicher, die Station Ulanga bleibt mit einer Compagnie und vier Geschützen besetzt, und an die beabsichtigte Aushebung der Station Kilossa ist nicht zu den ken. ' Wie hier übrigens verlautet, soll der von seiner Expedition vom Viktoriasee auf bra: Rückmarsch ,begriffene.Lieute'nant Graf Götzen,, während der AbWesenheit deö StatlonSbesatzung' von Tabora, -die ; Sicherung dieses Ortes - übernommen haben, um den Aufwie- - gelungZgelüsten der dortigen SklavenHändler im Falle der Roth einen Dämpfer aufsetzen zu können." DeLtadt-Häuptmann von Wahl, im Arrest. In de?,Za?enfbdt'.än de? Neva ist etwoZ ga'nz Ungewöhnliches -'passirt: der Allgewaltige von Petersburg, de? lstadthauptinann. Venellieuienaut
V7 Wahl,' dessen Machtvollkommenheit alljährlich die Existenz von Hunde:t?n von Familien vernichten konnte, ist selbst in tragikomischer Weise von der rächenden Nemesis ereilt. Ihn. der so oft und gern aus dem geringfügigste
Anlaß das genuine Volt" einsperrle, hat man jetzt selber auf drei Tage ?!n J - . . , r. im gesperrt? . Aver nem: ..elnge,perrl klingt für einen Generallieutenant zu unschön. Drücken wir uns also anders aus und erklären wir: Der Ctadthauptmann von Petersburg. Geicrallieutenant v. Wahl, ist aus Aller-. höchsten Befehl einem dreitägigen Hausarrest unterworfen worden. Diese Sache hat sich so zugetragen: Ms die Trauerkunde von dem Hinscheiden Alexander's des Dritten in Ir7 . . , i ri.. Petersburg anlangte, woure o:e, Gräfin Stroganow ihr Palais mit Trauerschmuck versehen. . Der . Stadthauptmann ließ ihr' sagen, daß Die Bewohner der Residenz ihren Häusern nickt eber Trauerdekorationen anlegen dürften,' als bis. der Etadthauptmann l r , ' t A Ts:. rtuxz: DICIC gcnViluBc vyiuin, cuic . . w V . P ihr unerchroaene ame tkeg Herrn . Wahl zurückantworten, ': sie nehme iA die 5?rtiöeit.'ibreiTtamr'.um. den geliebten Monarcheri'.auch ohne 1 Polt zeierlaubniß zum Ausdruck zu bringen und werden, deshalb' die -Traueraus-schmückung ihres Palais fortführen lassen.. Ueber. .diesö, Unvotmäßigkeit aerieth He?? v.' Wayl in einen loicven Zorn- daß: er durch seine 'Gorodowols7. . Pollztsten,' den Trauer, cymucr zu Ehren' Alexander's! des Dritten von dcm..Stroganow'schen Palais . herunterrechen. Ueßl . . f i ' Die Grafin-fand' natürlich . Mittel und Wege,: diesen. Akt des Wahl'schen Polizeiregiments -zur , Kenntniß des Zaren zu bringen. Nikolaus der Zweite schwieg zunächst, aber schon der nächste .Wahl-Zwisch-nfall" bewies, daß er nicht vergessen hatte. Es.ist eine Art Naturfehler des Herrn vt Wahl, gegen Leute, die auf der socialen, Stufenleiter unter ihm stehen, zuweilen äußerst schroff zu sein, oder- euphemistisch ausgedrückt schneidig".- Mit diesem .Naturfehler fiel Herr-o. Wahl auch den.ausländischen 'Eorrespondenten' ' sehr lästig, welchezur Beschreibung der Trauerfeierlichkeiten nach. Petersburg gekommen waren. Einige 'derselben waren jedoch so unbescheiden, zu denken, daß zu einem groben Klotz auch ein gro ber Keil-, gehört, und sie wandten sich beschwerdeführend an die diplomatische Vertrewng ihres Landes. ' Diese erbat die Intervention des Herrn v. GierZ, welcher erklärte, daß er keine MachtMittel gegen Herrn v.'.Wahl besitze, indessen die Affaire dem Zaren unterbreiten, werde. . . Dieses - Versprechen wurde von 'Herrn v. GierS prompt erfüllt und ebenso prompt decretirte der Zar an den Ministe? des Innern, den Stadthauptmann v. Wahl auf drei Tage zu arretiren. Herr v. Wahl wurde also auf drei Tage in Hausarrest' gesetzt, nu? daß man davon Abstand nahm, eine Wache vo? seine Thür zu stellen.-. :A; ; Stadt-Hauptmann v. Wahl hat seit Langem in Petersburg eine Willkürregiment - ohne Gleichen geführt. Die Belege hierfür giebt sein eigenes officielles Organ, die Nachrichten der Stadthauptmannschaft und de?.Rest denzpolizei"..in.des Wortes eigentlichster Bedeutung in' Hunderten von Äei-spielen.-. Dasselbe publicirt ganz ungenirt die Ukase". (Befehle) des Gewaltigen,' in welchen in der harmlosesten Weise erzählt wird, daß Herr v. Wahl die und die Person für daö und das Vergehen dem Friedensrichter zur Ab urtheilung - übergeben habe, daß der Friedensrichter 'eine Geldstrafe von einem Rubel verhängt habe, und daß Herr v. Wahl unabhängig von der gerichtlichen Strafe ' für gut befinde", die betreffende Person auf zwei, resp, drei Jahre aus der Residenz auszuweisen und ihr' für immer das Recht zu entziehen, dieses oder jenes Gewerbe zu betreiben. Man denke. Vergehen, die der ordentliche Richter durch eine Geldstrafe von einem Rubel für ge sühnt erachtet, werden von Herrn v. Wahl mit der Vernichtung der ganzen Existenz bestraft! Und dabei ist gegen die Verfügungen des russischen Drako", sofern sie nicht Personen der priveligirten Stände betrafen, keine Appellation zulässig. Daß unter diesen UmständenWahl's Bestrafung in Petersburg allgemeine Befriedigung hervorgerufen hat, bedarf wohl kaum besonderer Bestatigung. Der falsche Graf Tscherniadew. Die Volizeibebörden aller eurodä! schen Großstädte haben sich neuerdings mit einem mksieriösen Krösus, der in verschiedenen' Städten Italiens unter dem-Namen eines Grasen Tschermadew viel' von sich reden-machte, auf das Einaebendste. beschäftigt. Der anaebliche Graf aab aroke Summen kür Wohlthätigkeitözwecke her, um den cn.t"-. n' jf rrt ellvroen uoer einen cigcnuicqcn viqa rakter als Hochstapler Sand . in . die Auaen u' streuen: allein sein'Auftreten erregte Verdacht und er wurde auS Turin ausgewiesen.- Den Spurhun den der Berliner Polizei ist eö nun ge langen, den Schleier von des Bieder manneS Vergangenheit zu lüften. ' Tscherniadersift am 4.' April 1843 als der ?ohn - des Jüdischen - Depornr ten Verkow. KrakowSki in HrZutsk ae boren und hat beim Uebertritt zum Christenthum den Namen seines Taufvatben. deS Kaufmanns Tlcberniadew in Irkutsk, angenommen. : Er hat sich mit eme? - vcustm. . NamenS . Marie Louise DzenaelewSki verbeiratbet. die später in Paris' gestorben sein soll. w . a . m M M A WH vem Strasgesey ist er, soweit ermittelt. das erste Mal-' in Wien in Conflikt gerathen, woselbst er -wegen Crt.l a ... -. kX. r. V.'iruges zu zraei aoren scyweren Kerkers 'derurtheilt wurde. Diese Strafe hat er in - der .'Strafanstalt steln verdutzt. Im Jahre 1834 schä diäte er in Diesen iwci Ootelbesske
um Ä?trage von o700 bizio. 2600 M. durch die Vorspiegelung, daß er der russische Oberst v. Tscherniadew, seine Frau eine geborene Gräfin v. Dzengelewsk i und sein Vater ein reicher Grundbesitzer in Rußland sei. Durch das Dresdener Gericht ward er zu vier Iahren sechs Monaten Gefängniß verurtheilt, welche Strafe er bis zum Jahre 1888 in der Strafanstalt Zwickau verbüßte. Dannhat er sich nach Paris begeben und von dort aus an einen Freund in Zwickau einen gar drolligen Brief geschrieben, in welchem er ihm mittheilte, es gehe ihm sehr gut, da sein Onkel ihm 100.000 Mark geschenkt habe und er selbst eine Stellung einnehme, die ihm jährlich 17,000 Mark einbringe. Selbstverständlich genüge diese Summe nicht, annähernd für feine Bedürfnisse, denn er habe sich, eine hübsche Wohnung von 11 Zimmern gemiethet! und mehrere Pferde gekauft. Die gute Gesellschaft dränge sich um ihn; Tags zuvor habe-er bei dem Sohne des Generals Boulanger dinirt. , Indessen sei er nicht, mehr so leichtsinnig, seinen Freunden die Flasche Champagner zu dreißig Francs vorzusetzen. Im Jähre 1839 schickte er einem Beamten dir Strafanstalt Awickau die Anzeige seiner Verlobung mit seiner Cousine, einer Comtesse Anita Ducas. 1891 tauchte er in Brüssel auf. wo er wegen Betrugs und Fälschung verurtheilt, demnächst aber nack Verbüßuna der Strafe aufGrund
eines Auslieferungsvertrages mit der italienischen Regierung an o:e sranzosische Grenze abgeschoben wurde. Doch wurde er in Neapel von der gegen ihn erhobenen Anklage freigesprochen. 1893 bat er von Air les Vains aus die belgische Regierung um die Erlaubniß, m - 1 A . ? M lernen ÄUfeniyaii rvicoer in eigien nehmen zu dürfen, und wiederholte, nachdem er im Januar 1894 au 5?rankreick ausgewiesen worden, von Turin aus diesen Antrag, jedoch ohne Erfolg, vtaq seiner Ausweisung aus Turin beziehungsweise Italien hat er sich nach Lugano begeben; er hat aber auch diese Stadt, da man ihm eine Ausenthaltskarte n'lcht geben wollte, verlassen, nachdem er übrigens seine Schulden vorher bezahlt hatte. Sein jetzige? Aufenthalt ist nicht bekannt. Umgekehrtes Oretna Green. Ebenso wie man nach, dem Namen lenes geschichtlich berühmten Ortes in Schottland, welcher so lange die Zuslucht heirathslustiger und mit Hm dernissen kämpfenderLiebespärckien bil dete. alle derartigen Ehefesseln-Schmie deplatze. vornehmlich in Amerika, benannt hat, so kann man auch die von Scheldungslustlgen mit Vorliebe aus gesuchten Orte als umgekehrte Greta Greens bezeichnen, so lange bis einer derselben mit seinem Ruhm alle andern verdunkelt und ihnen seinen Namen aufgedrängt haben wird. Verschiedene amerikanische' Stadt: haben starke Anwartschaft auf die letztere Ehre. Einige Monate lang schien auch das Territorium Oklahoma ein gefährlicher Mitbewerber zu sem. bis unlängst ein unpatriotischer" Richter die betreffende Gesetzesbestimmung für ungiltlg erklärte und damit nachtrug lich Hunderte von Entpaarten und wieder Gepaarten in Gefahr brachte. weaen Bigamie verfolgt zu werden. . Vielleicht fällt der Nord-Dakota'er Stadt Fargo dauernd der ' Oberrana als Scheidewasser-Vrunnen zu, zumal die Scheidungsdurstigen, welche dieses umgekehrte Gretna Green aussuchen, allermeistens zur höheren Gesellschaft gehören. Dort haben sie . nebenbei auch gute Gelegenheit, sich mit Glücksspiel die kurze nöthige Zeit zu vertreiben, soweit diese nichts durch dringlichere Geschäfte in Anspruch genommen'.wlrd. , 7 Das Scheidungsgeschäft wird in Fargo als eine der wichtigsten einheimischen; Industrien" bV trachtet, an deren Profiten viele Classen der Bevölkerung theilnehmen, und welche gepflegt werden muß. wie ein' Schoßkind. . . - Eme Zeit lang schien Gefahr vorbanden zu 'sein, daß Fargo in dieser Hinsicht von einer Stadt in Süd-Da-kota überflügelt, daß nämlich Siour Fall? auf : die Dauer' das klassische Mekka für Scheidunasbedürftiac der uten Gesellschaft würde. . Aber die vorige; Staatslegislatur, von SüdDakota beschloß in ihrer schwer ergründlichen Vaterlandsliebe, den zur Erlösung, vom Ehejoch nothwendigen Aufenthalt im Hecht-Staat" auf sechs Monate zu verlangern. Die Solone von Nord-Dakota indeß fielen auf diesen Moralitätsdusel nicht 'rein, und so. hats!ch. der . Hauptstrom deö'so einträglichen , Geschäftes wieder nach Fargo gewendet. . Dort ist zur Entkettung der Ehedaare nur ein. Aufenthalt von 90 Taen für den klägerischen Theil erforder lich. sowie . schriftliche Zeugnisse zur Begründung der Klage, und endlich eine AnwaltZgebühr,: welche .die Concurrenz auf 520 herabgebracht hat. für die meisten der betreffenden Applikanten eine lächerliche Summe, wenn auch für. einen armen . Schlucker noch hoch genug. - Scheidungen für $50 vrompt besorgt," daS ist ine stehende Anzeige .mancher . Rechtsjünger in Fargo. Für' die nächsten paar Monate sind schon wieder an die hundert Fälle gebucht, und fortwährend, kommen'' neue hinzu. -Nur wenige der EntpäarungSbedürftigen wohnen für 'gewöhnlich westlich vom Mississippi. ' Die meisten kommen zu diesem Zweck viele Hundert Meilen nach dem Lande der Blizzards und Coyoten. Die Stadt New York stellt daS - größte - Contingent zur ScheidungLcolonie" von Fargo. Aber das classische Boston steht nicht weit hinter Gotham zurück. Auch einige westliche Städte wie Chicago und St. Vaul sind nicht schwach vertreten. . Aus allen. Schichten der Menschheit setzt .sich diese Colonie zusammen; doch überwiegen, .. .wie gesagt, die ' Sche!-dün'gS-Pilgrime von - hervorragender gesellschaftlicher Stellung' bei' Weitem, und in -diese? . Beziehung - sieht Fargo ur Zeit unbestritten an der ' Spitze, yeide Geschlechte? sind U'i diesen Ver-
emzelungZsuchklgen ungefähr gleichmart . , , - i. . i r c t-f
Big vcnreien; , mn.uno roteoer stno oie Evastöchter edoch in der Mehrheit. Daß sich die Hautevolee des Ostens so gerne nach Fargo zu diesem Behuf zieht oder überhaupt weit westlich liegt zum Theil auch daran, daß sie ihre schmutzige Wasche lieber bei den Grenzern", als daheim, waschen will; denn bei Weitem die Mehrheit der Scheidungsbegierigen ist immerhin nicht notontatssuchng. An Abenteurern und Koketten fehlt es übrigens in dieser buntgemischten weltlichen Ge meinde nicht. Acht bis zehn Scheidungen m emem Tag sind in diesem bescheidenen Großstädtlein nichts Seltenes. In neun unter zehn Fällen unterläßt es, der beklagte Theil, sich ernzufmden oder sich sonstwie zu wehren, und dann geht natürlich die Geschichte kabelmäßig schnell, nachdem der klagende Theil seine Zeit in Fargo abgedient" hat. Ein Anwalt, welcher jüngst eine Schei dung in 14 Minuten erzielte, hat zur Zeit .24 Scheidungs-Avplikationen in seinem Pult liegen, wovon allein. 9 aus der Stadt. New Dork kommen.. ' .Mehrere höchst fashionable Kösthauser in Fargo erhalten ihre Kundschaft beständig fast ausschließlich durch die Entpaarungssüchtigen, welche " auch vielen anderen Geschäftsleuten schweres Geld bringen oder doch wesentlich zur Erhöhung der Einnahmen derselben beitragen. Manche 'Mitglieder der S,heidungscolonie richten sich extra in feinen -Apartements ein und halten sich Dienerschaft u. s. w. Andererseits gehörten von 9 Männern, welche kürzlich eine Abzugsleitung an der Hauptstraße Fargo'S ausbesserten, 4 zu? Scheidungscolonie. Unheimliche Pfandzettel. Außer von den Pfandonkeln, wird nur von .Wenigen die bemerkenswerthe Thatsache beachtet, daß. man fast stejs an den Leichen unserer Selbstmörder Pfandzettel findet; Ausnahmen .sind nur sehr selten. Ein bekannte? Lstlicher Pfandverleiher, einer der unzähligen ursprünglichen Simpsons", sprach sich jüngst folgendermaßen hierüber aus: Ich liebe es so wenig, wie Andere, meine lVeschäftsgeheimnisse auszüplaudern. Wenn aber irgend welche keiner Eollegen behaupten, der Pfandverleiher erleide so große Verluste durch nicht eingelöste Pfänder, daß, wenn man noch die Kosten für das Local hinzu rechnet, von den ihm gesetzlich gestatte ten Procenten ihm nur wenig übrig bleibe, so erlaube ich mir, dies für eine grobe Entstellung der wahren Sachlage u erklären. Diese uneingelösten Pfänder sind unter allen Umständen die Hauptquelle unseres Profits. Kürzlich wurden bei einem Selbst mörder nicht weniger als 13 Pfand Zettel gefunden. Durch diesen Selbst mord wurde der Pfandonkel, der sie ausgestellt hatte, einfach um so .viel reicher. Etwa 15 Procent unserer Einnahmen kommen solcherart von Selbstmordern her. Die Pfandonkel in den Großstädten forschen daher den Selbstmordfallen genau nach, damit sie wissen, von wem die betreffenden Pfandzettel ausgestellt wurden. Daß sich gar keine an einer, solchen ' Leiche c n r.ti f , ii ' l' e n ilnoen, in ein iciicnei au. uno jau nie werden derartige Pfänder eingelöst, wie es überhaupt nur. in einem unter 'zehn Fällen vorkommt., daß Pfänder reclamirt werden, wenn sich die Zettel nicht mehr in der ersten Hand befinden. Unsere 'Klasse ist die einzige, die von Selbstmorden reicher wird. Seutfcht Loeal-NaSrlHten. g99l9 StS,. ' Hambu?g. Die ' St.-Pauli.Cre-ditbank als Hauptgläuberin des Ludwig'schen ConzerthauseS will - das Etablissement öffentlich verkaufen lassen ; ; - ' V. . B? einen. Ein Corporal eines österreichischen ' A?tille?ie - Regiment! wu?de auf teleg?aphische 'Requisition hie? verhaftet. Derselbe ist in K?akaü in de? Regimentskanzlei commandirt a:wesen. dort bekam er vor einigen Ta aen den Auftrag,. 2010 flY nach der Post zu bringen. Er reiste mit dem Gelde hierher, . um 'nach New Vork zu fahren. Der 71 Jahre alte Arbeiter Vollmann, der in einem Packhause an der Großenstraße beim Fortschaffen von g?oßen Kisten aus de?. Luke' deS sechsten Bodens nach unten' gestürzt ist und egen erlittener schwerer Verletz ungen in die Krankenanstalt gebrach! werden ' mußte, ist dort seinen Verletzungen erlegen. . Öraunsdjro-Ia. ' ' ' .-.,; I Brau schweig. Der Kretas sen-Exekutor Lübeck von hier, 'der seit einigen Tagen vermißt worden'war, ist in der Nähe von ;Klein-Stöckheim erschössen aufgefunden: worden. . . ;. ; ßvjfljt'ctoatijxM 0JTtu , . . ' ' t Dar m st a b t OberlandeSgerichtsrath Dr. Gilmer von hie?, ist an Stelle des in den Ruhestand get?etene'n Reichsgerichtsraths 1 Dr. ' Busf zum Reichsgerichtsrath ernannd ' worden. .' ' Arh eiligen. Herr Oherlehrer Adam, der fo-lange Zahre hie? wirkte und sich um dieOrganisatiön derSchüle in hiesiger Gemeinde sy' sehr 'verdient gemacht hat, ist nunmehr nach 56jähriger Berufsthätigkeit-in den. wohlverdienten. Ruhestand getretene - ' - ,B ü dingen. In dem benachbar ten : Dauerheim glitt die erwachsene Tochter des dortigen Straßenmeisters Michell beim Wassenholen ander'.in Folge de? heftigen Regengüsse hochge henden Nidda aus, fiel in'Z . Wasser und ertrank. . - . . . Gießen. Vom VogelZberg kömmt d?e Kunde von einem zwischen Schotten .u::d Laubach verübtcn Raubmord. Eln Briefträger entdeckte im Walde.' an eit.t r " ... war. ' In Rebgenshäln würde '' der muthmaßliche Mörder' durch' die Gendarmen verhaftet. Derselbe trua die
nem - Baume . yngeno, oen. vouig enlkle:d:!5n, aber noch lebenden Körperleines Mannis. dim der' Leib, aüfaesckilikt
geraubte Kleidung und ist ein kürzlich aus dem Zuchthause entlassener Sträflinq. ' Mainz. Steckbrieflich verfolgt wird der hiesige Generalagent Eduard Emil Karl Arthur de Toussaint wegen Ausforderung zum Landesverrath und
Betrug event. Untreue. Der Fluchtige ist geboren am 29. Oktober 1854 zu Nieder-Hnaelheim. desertirte 1876 bei den 118ern- und entfloh nach Frankreich, wo er in o Fremdenlegion eintrat. Nachher diente er.I'ei den Dra aonern in Verdun und erwarb das französische Bürgerrecht. 1881 stellte er sich. der Mainzer eyoroe und sag ein Jahr Festung wegen Desertation ab. Toussomt soll sich gegenwärtig m Paris aufhalten. Sauern. München. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Dieners des Malers Lenbach. Wagner, der wegen Vilderdiebstahls zu 1 1-2 Jahren Gefängniß 'und ' 3jährigem Ehrverlust verurtheilt worden - war. Der 41 jährige Taglohner . Lorenz . Winbauer wurde ' in der Blute'nbürge'rstraße von dem Gendarmen Taver! Steuer 'beim Holzstehlen ertappt. ' Als Winbauer verhaftet werden sollte, zückte er ein! Messer gegen den Gendarmen. Dieser aber zog schnell gefaßt sein Seitengewehr und versetzte dem Angreifer einen Stich, der dessen sofortigen Tod zur Folge hatte.' . K r o n a ch. In dem hier, erscheinenden Fränkischen Wald" findet sich folgendes Inserat: 'Auf die ' Verlobungöanz'eige vom 5. Mai in diesem Blatte ist zu erwidern,' daß die Verlobung nur -im Kopfe des Herrn Schell-born-, .von . Gestungshausen ' spukte. Herrn Schellhorn, empfehle ich viel rnehr, sich eine Frau seines Gleichen zu suchen, damit die Race der Schlappohren nicht' auöstirbt. O Markus, was machst Du für 'nen Quarkus! .Maraarethä Schäfer." Neuötting. Letzthin wurde hinter der Rottmoser'schen Restauratlon am . Bahnhof Mühldorf in einem Ackerfeld der verheirathete Ablösewärler I. Maier von dort, 30 Jahre alt, todt aufgesunden. Der Umstand, daß ibm mit einem Messer der Hals abgeschnitten und seine Uhr geraubt war, läßt schließen, daß er, als er Nachts vermuthlich von seinem Dienst nach Hause gehen wollte, ermordet wurde. Er hinterläßt eine Frau und ein Kind. Nürnberg. Der Wagenschieber Leißing kam im Centralbahnhof zwischen die Puffer eines Rangirwagens und wurde so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit verschied. -' V i e ch t a ch. Der verheirathete Schreiner Andreas Hof von Prünst wurde von .dem 20jährigen Stein'Hauer Michael Lernbecher von Nieder'runding bei Cham in Folge germgfuaiaen "Disputs durch einen Stich in ' die ' linke Seite erstochen. Lernbecher ! wurde verhaftet.' . - : Wkrttn!vers. . Cra UJ5 heim. . . In Soldbach brsnnte die große Scheuer des Äauern Jmmel (Bechtle)'mit allen Bsrräthen viede?. Brandstiftung wird vermuthen - :G ö p pi n g e n. L)ie Erweiterung unseres' Güte'rbahnhoss' hat die Erbauu'ng ' eine? 'neuen.' 'Filöb?Lcke nothwendlg jemacht 'Dieselbe - ist mit ' einem Aufwand vdN' 30.000 :Ma?k .in .eine? Spannweite von 26 Meter durch die Maschinenfabrik Eßlingen geliefert und aufgestellt, der Vollendung nahe. ' Heidenheim. Der Jagdpächter Liebert 'ging mit Lindenwirth Eberhärdt . auf die Jagd. Letzterer glaubte plötzlich, in der Nähe im Wald einen Rehbock . zu . erblicken; . er ergriff das Gewehr ' des ' Liebe?t und d?ückte ab. Da ertönte Hilferuf, und als die beiden Jägdler-. sich dem . Ort, von wo der Ruf ausging' näherten, fanden sie zu ihrem Schrecken ihren 70 Jahre alten Mitbürger Bosch, dem die ganze s Schrotladung in' den Unterleib gedrungen war, am Boden liegend. Bosch ist an seinen Verletzungen gestarben. Der unglückliche Schütze wurd'e - verhaftet' In . Nattheim stürzte der Kutscher Barth deö dorti--x gen Oberförsters in die Scheuer herab 1 und war alsbald eine Leiche.' . t " M öck MÄ tz l.' OA. ' Neckarsulm. s Der ca.' 16jährige Sohn d'es Friedrich l ... . I w - Wois naym ein; in oer Wohnstube hangendes. Gewehr, daö' geladen war. von i der Wand 'herunter, drückte los ünd' traf fein 8jähriges Schwesterchen, welches gerade das Zimmer betreten wollte, so unglücklich in den Hals, daß dasselbe sofort , todt zusammenstürzte. Oberbalbach. In voller Rüstigkeit feierten dn"Bä'r Johann Ha?tmantt" und . dessen Ehef?au ihre aoldene Hochzen. . Oberndorf. .Der Taglöhner Joseph' Sohmer von Aichhalden, der seine Frau, mit ' einem Dreschflegel iodtgeschlagen - und ' dann im Stalle aufgehängt hat hat sich ' im, hiesigen Amtsgenchtsgefangniß khangt. . .Sie in heim. In dem kleinen Orte Gnannenweuer, zur hiesigen Ge meinde gehörig, schlugen zwei Ein wohner dem Bürgermeisters einen Arm ab : und - brachten . ihm noch - sonstige -schwere Verletzungen bei; ein' Mann, '.der 'abwehren wollte, wurde ebenfalls mißhandelt." Einer de? Thäte? ist be ?'eitS''an'S -"Amtsgericht Heidenheim .eingeliefert worden. : - .; , ... ; . vh,inpfali. Landau i. Pf Die Familie deS RentnerS' Wölff' wendete ' dem - städtifchen Spitale den jährlichen Betrag von 10.000 m: zu;. L u d w i g S h a f e nc In dem nahen Dorfe.Altria, wo dieser' Tage die GemeinderathSwahl stattfand, stieg in der darauffölgenden ' Nacht ' ein Unbe kannte? in daS" Gemeindehaus, erbrach die versiegelte Wahlurne, entnahm der selben die Wahlzettel undstrich daraus ine -Namen einiger r.Candldateni auS Die Wahl ist durch diesen verwegenen Streich, selbstverständlich ungiltlg. " C o n t w i g. Frau Bahnwart Oh linger wurde in Vertretung ihre Man neS von einem Vahnzuge Lbersahrm und starb einige Tage, darauf. - Leistadt. Das . Anwesen deS Pflasterers I. H. Hammann ist abgebrannt. - Hanboken. Der 16 Jahre alte
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Rheumatismus. Vuckner, Texas. Jahre litt ich an rheumatischen Schmerzen, und war häusiz tettläzerig; durch die Änwcnbunz von St. Jakobs Oel rvurde ich dauernd geheilt. Amanda Morron.
?as Mlut iß das Leben des Korpers." WewWM Dr. August Köuig's Hamburger Tropfens Das bette Mittel dagegen.
uowlg Ncgenauer wurde von seinem durchgehenden, Pferde überfahren und geiödtet.. P i r m a s e n S. , Die 20jährige Elise Jena aus St. Jnabert wurde tot gen des Verdachtes, ihr neugeborenes Zklnd erwürgt zu haben, verhastet. Waldsischbach. DaS Wohn haus Jakob. Venders brannte total nieder. Schwedelba'ch. Ackerer Dieh7 Wohnhaus ist abgebrannt. Laden Karlsruhe. Ueberfahren wurde neulich zwischen Bruchsal und Untergrombach der 24 Jahre alte Sohn des OberrechnungsrathsTeubner hier. Der Vedauernswerthe, der an VersolgungsWahn leidet, wurde schwer verletzt vom Platze getragen. Altbreisach. Im Keller des Herrn Weingart Herbst fand eine Benzin Erploston statt, wobei der Be sttzer und ein Lehrlmz Brandwunden davontrugen. Berwangen. Der 70 Jahre alte Landwirth und Krämer August Frei gerieth. in Folge Durchgehens seiner Kuh unter den Rübenwagen und erlitt einen Schädelbruch, an dem er anderen Tages starb. Engen. Aus Brauenhof, Ge meinde Bargen, brannten WohnhauZ und Oekonomicgebäude der Ad. Braun Ehefrau ab. ff r e i b u r g. 'In der Eisengießerei Fauler (im Grün) war der Taglöhner Hermann Amann von Wellingen mit Schleifen an einem Schmiergelstein be schäftigt, als der Stein zersprang und ein Theil davon dem Arbeiter an den Kopf flog und ihm die Hirnschale zer schmetterte, so daß der Tod sofort ein trat. Lörrach. Im hiesigen Gefängniß erhängte stch der 49 Jahre alte Gottfried Stober von Teutschneuroth. Er war wegen Sachbeschädigung eingeliefert worden. Mannheim. In der chemischen Fabrik Lindenhof auf dem Waldhof er eignete stch ein schwerer Unglücksfall. Beim Verkorken eineZ Gläschens, das wenige Gramm einer zu Laboratoriumszwecken hergestellten Diazon-Ver bindung enthielt, kam daS Gläschen zum Explodiren, wodurch dem Chemiker Dr. Papendiek die rechte Hand völ lig abgerissen wurde. Außerdem erlitt der Unglückliche so erhebliche Verletzungen des Gesichts, . daß eS zweifelhaft ist, ob ihm das Augenlicht erhalten werden kann. .Die ' rechte Hand lag buchstäblich in Hunderte von Stücken zermalmt am Boden. Auch die linke Hand erhielt Verletzungen. . Säckingen. Graveur . Jofeph Malzacher wollte ein leereö Bierfaß in die Höhe heben, fiel aber nach hinten zu Boden und' blieb bewußtlos liegen. Andern TagS starb er. 5OT?,,. Bern. Der Brückenfrage wegen hat der städtische Baudirektor Jodler seine Demo'ston eingereicht. Glarus. Es sind genau 20 Jahre her, seitdem )m Tiefenwinkel bei Mühleborn (Glarus) ein Mord an einer Frau Vögtin Heußi begangen wurde.' Der That verdächtig wurde damalS ihr Schwagcr Georg Egger in Untersuchung gezogen, ohne daß - Ve weise für seine Schuld erbracht, werden konnten Dieser Tage nun wurde Georg Egger zu Grabe getragen und ein - eigenthümliches Zusammentreffen in's Grab seiner ermordeten Schwägerin gebettet. Ueber jenen Mord maltct heute 'noch daö alte Dunkel. . L u z e r n. . In Luzern wurde zum Nachfolger Vonmatts der radikale Advokat Dr. Weibel, einer der heftigsten Kulturkämper - und Vertheidiger der Tesstner. Revolutionäre am großen Prozeß in Zürich, in den. National rath gewählt; er erhielt 4604 Stim--men. der konservative Oberstl' Koop 3289 . . ' - S't. G alle n.' - Die Stadt S. Gallen erhebt bei der Kantonalbank eia Anleihen von 2 1-2 Millionen zu 3 3-4 Proc.' " - - ' ' Schaffhausen. Die Einwohnergemeinde. Schaffhausen bewilligte 64.000 Fr. für einen Schießplatz. Zürich. DaS eidgenössische Bud aet für 1895 enthält einen Posten für 133.000. Frcs. zur Erstellung einer dirc-li.'n 'Telephonverbindung : Zürich Gen?' Zum Präsidenten des Schulkapitels . Zürich , wurde. Herr Sekundärlehrer Kollbrunner in Enge aewäblt. LIuSy'S Plle Suppository wird garantirt für - die Heilung von Hämvrrhoiden und Verstopfung, oder daS Geld wird zurückgegeben. 60 CtS. die Box. Schicke zwei Poftmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, regiftrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten mcht beantwortet. Zu der kaufen in allen guten Apotheken Ward Broö., A. Kiefer & Eo. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, JnoranapollS, Ind. The Twentieth Century, eine aukäneichnete Wochenschrift, Kelche fortschrittlich gesinnten Lesern sehr zu empfeh len tft. In der Tendenz zwar sszialiftisch, werden doch , andere fortschrittliche Theorien darin nparteiisch besprochen. : : Ran beKelle dirett 6rt d Humboldt Pablisliirig Co.. 19 Lftor Pace. New KziL
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Neuralgie. . St. Louis, Mo. Mit Vergnügen empfehle ich die Anwendung rcn Et. Jakcbö Oel gegen neuralgische Cchmer & zen. Ich wurde dauernd durch den Se brauch desselben geheilt. R.G.Trell. Gedenken Sie, daß die Wiöconson Central Bahn un bedingt daS Zutrauen deS Publikums besitzt, da sie bei Weitem die populärste Linie wisckea' Cbicaao. Milwaukee. St. Paul, Minneapoliö und dem Nordwesten ist und fernerhin als die Pullman Linie zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plätzen am Superior See angesehen wird. Bedenken Sie ferner daß die Wis confin Central die bedeutendsten Punkte in WiSconsin berührt, mehr Geschäfts Plätze erreicht als irgend eine andere L:me tm Nordwesten, daß der Speise wagen seiner ausgestattet ist als irgend einer der anderen Linien. Für weitere Auskunft als, Raten, Routen, wenden Sie sich an den nach sten Ticket Agenten oder an Jaö. C. Pond, Gen. Pass. Agent, Milwaukee WiS BrittS Dampf Färberei. tStsblirt!87I.Z eerrr'ikletder gkVkinist. aefZrdt nb revsvtrt. ! Damenkletder gereinigt und gefärbt ohne diese! ven zu erlrennkn. vlöcnvorvaae u. uveniUk Portieren gereinigt. Glacee HeAdsSuhe geret aiftr. paaren erden abgeyoit urd adgei'.eserr. Z6 38 MaffachusettS Avenue. Zweiggeschäft: . JlltnotA Stre. JermaZmten und ganzen Coke zu haben bei der Iiid'polis Gas Co. Zur Erinnerung ! Meinen Freunden und dem Publikum hier. mit zur Anzeige, daß ich die W i r t h f ch a f t, Ecke vhio und Noble Straße, übernommen habe, und mich bemühen verdl dieselbe zu einem angenehmen Eammelpiah der putschen zu gefiaitcn. este Setränke und Siaarren ,e. Zu zahlreichem Besuche ladet tiz Gottlieb LeVkhsrdt, Scke Ohic und Noble Strahe Dr. Carl G. Winter, Arzt und Chirurg. Spezialift für Argen und Ohren. Sprechstunden von 9-12, 26, 78 Uhr. Office: No. 40 Ost Ohio Straße. Dr. I. A. Snteltsse, tefchssttgt stch sufchließUch mit dLrztttch Fällen und mit eschlecht und Nri5rakietten. rke. 5 Cft CltrfH Strotze. OsKeetde : 9 bi IS Ur Vorm. iHU alt Nach. Sentagk tqtxtzrtt tlt e u. C. E. Gverts. Deutscher Zahn -Arzt o. 8j Nord Penusylvauia Str. , n.ixh f VnnsK BKfiC)st Dr. C. N. Schaefer, fitzt und Shirurg, No. 430 Nadison Avenue, nahe WorrlZ Stt. Eprechftdn : Ü4:ZQ Mr vZeree. ft 4 U)t ?ioiita?4. 7 A Uhr Abend. Televdcm LS. vr. A. WAGNER hat seines fice nach ödo. Nord Delaware Strl verlegt, und wird sich freue seine Patienten und Freunde dort z empfange. Eprechftunde: 9 ia Uhr Vorm.: 2 Uhr Nach.; Sonntag: 1410 HU Uhr orui. EO ZtUflon &48. Dr. BurShard ventscher Arzt. Ossiee und kgohnnng: No. 382 Süd Meridian Str. Offlee-Stunde : S bi 9 V.x orm. 2 bt 3 Nhr Nach. 7di8Uirid. or.teg8 9 Bormittag. Telcvbon S. Dr, I. Btthler, 120 Ost Mcarth Otr. Svrechetud,: 8 Uhr vorm.z 2 Uhr Viachm.: s-gNNLber.dk. Telephon 1446. Sprechstunde: Eonntagl nur Bormittagk. 4 .... i uBHmnwv W ; . . mm m rtVJ ii-vAVs; VliüJ2S Äniektion. t j; Eine permauente Kur l !' der hartnäckigsten ro Sonorrhea und t ölcet, arontirt in von 3 ti 6 Xtatii; !cine ' cttUbc elultat bc EineY,n von a. j ! ! bebe, opaida der eandeivl. J.Ferr & o. fBrou'l Achfolser).Vthe:,r,Ga. er. '! tanfr a truggifte. , i
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Etr. 64 Hast und McCarty Str. 65 Nem Jersey und Merrill Str. 0 ZUlrgilna Ave. und Aradlya Str. ... 63 East und Coburn Str. . 69 Pennsylvania Str. und Madison Aoe, 812 McKernan und Dougherty Str. 613 East Str. und Lincoln Lane. 614 East und Beechcr Str. 815 Noble und South Str. n. 71 No. 3 Spr'nhaus, Wirg. Ave. u. Hu 72 East und Georgia Straß. 73 Cedar und Elm Str. 74 Benton und Eeorgia Str. fu 75 Enalish Ave. und Pin Str. . 76 Dillon und BateS Str. 73 No. 13 Spr'nhaus, Prospekt u. DilU. 79 Fletcher Ave. und Tillon Str. 712 Spruce und Prospekt Str. 713 English Ave. und Laurel St?. 714 Willow und Olive Etr. 715 Shelby und Beecher Str. 716 Deutsches Waisenhaus. 713 Orange und Laurel Str. 721 Lexington Avenue und Linden Straß,, 723 Fletcher Avenue und Spruce Straß. 724 Tucker und Dorseo'ö Fabrik. 61 Market ur.d New Jersey Str. 82 Washington und Delaroare Str. 83 East und Pearl Str. 64 New Nork und Davids. 65 Taubstummen.Anstalt. bg Ver. 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