Indiana Tribüne, Volume 18, Number 83, Indianapolis, Marion County, 10 December 1894 — Page 2

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Erscheint Täglich und Sonntags. Die tägliche .TridSae' kostet durch den Träger 11 Cents per Woche, die SonntagZTribüne"L Senf per Woche. Leide usamse IS Cent oder K Cent) per Monat. Per Post außerhalb der Stadt zugeschickt in Vorausbezahlung $5 per Jahr. Csfux 18 Süd Vllabama Straße. SkUanspsik, 3nd., 10 Dezember '94 Fremdes Blut. Den Nativisten, welchen daS fremd p.-borene Element des Landes ein Gräuel ist, wird der soeben verösfent lichte Specialbericht des CensusamteS einen Stich in das Herz gegeben haben. Nach Ausweis dieses Berichtes faxten- im Jahre 1890 nämlich nicht weniger als 20.676.046 Bewohner der Bereinigten Staaten fremdes Blutin ihren Adern, mit anderen Worten 33.02 Procent der Gesammtbevölke rung. stammten von Eltern ab, die im Auslande geboren waren. Dieser Procentsatz bedeutet eine Zunahme gegen die frühere ; Censusaufnahmen denn im Jahre 1880 war der betreffende Vrocentsatz 29.75 und im Jahre 1870 ar nur 28.25. Den. verhältnißmaßig größten Procentsatz fremden Blutes weist NordDakota mit 73.93 auf, dann kommt Minn:so!a mit 75.42 und Wisconsin mit 73.69. Am wenigsten ist die Bedölkerung von Nord-Carolina mit fremdem Blut gemischt, denn der dortige Procentsatz belauft sich nur auf sieben Zehntel eines Procent, nicht viel besser sieht es in Süd-Carolina mit 1.53 und in Georgia mit 1.73 Procent aus. Ueberhaupt ist in allen Südstaaten das fremde Element sehr wenig vertreten und dieser Umstand tragt nicht zum kleinsten Theile die Schuld an der mangelhaften Entwickelung des sonnigen Südens, der von der Natur so reich gesegnet ist. Die Natwisten, welche bekanntlich mit großer .Vorliebe alle Errungenschasten für sich in Anspruch nehmen und den Foreignei3" die Verantwortung -für jedes Unbeil in die Schuhe schieben, mögen daraus eine Lehre ziehen! Den großten Procentfatz fremdenBlutes in allen Südstaaten weist Texas mit 15.13 Vrocent auf. dann folgt Louisiana mit 13.34 Procent. In Mississippi, Alabama und Virginia stellt sich der Proc?ntsatz auf weniger als 3, ja, mit Ausnahme von .Texas, Alabama' und Tennessee ist der Procentsatz der sremdoeborenen Bevölkerung feit dem ?lahre 1870 zurückgegangen. Das Bestreben einsichtsvoller Südländer, den Strom der Einwanderung nach ibren Staaten zu lenken, ist unter diesen Umständen Wohl erklärlick . Von allen Städten hatte Milwaükee. Wis.. den größten Procentsatz fremden Blutes, nämlich 83.36; dann folgten Holyoke und Fall Rive?,Mass., mit 82.93 bezw. 82.71. Hoboken, N. X. wihm mit 81.46 Procent den vier ten und Long Island City. N. Y., mit 80.62 den fünften Platz cm; die feiaDi New Aork folgt mit 80.46 Procent erst binter Long Island CUy. Sonstige Städte, deren Bevölkerung mindestens 75 Procent fremden Blutes hatte, waren: San 'Francisco mit 78.15. Chiccgo mit '77.9, Detroit. Mich.' mit 77.17, . Buffalo. N. Y... mit . 77.11, "Bad City, Mich., mit 76.20, Sc'ranton. Pa.. mit 75.23, Duluth. Minn.. mit 75.21 und St. Paul mit 75.14. Unter 75 stellte sich der Procentsatz in den folgenden Großstädten, und zwar Cleveland, O., mit 74.93. St. Louis mit 71.04. Boston mit 67.96, Brooklvn mit 67.46. Philadelphia mit 56.58 und Baltimore mit 41.67. Unter dem fremdgeborenen. Element waren' die- Deutschen - numerisch am stärksten. Bon allen Weißen unseres Landes hatten 5.776.186 oder 23.15 Vrocent der gesammten weißen Bevölkcrung rein germanisches Blut in ihren Adern, d. h. ihre beiden Eltern waren in Deutschland geboren.und von 1.075.337 oder 5.24 yrocent hatte entweder der Vater oder die Mutter dort das Licht der Welt erblickt, zusammen belief sich also daS deutsche Element auf 33.39 Procent. Vergleicht man -die Zahl der .DeutschAmerikaner . mit der Gesammtbeö'ölkerung unseres Landes,' so ergab sich ein Vrocentsatz von 10.49. Am zahlreichsten waren die Deutschen in Ohio, Indiana, Wisconsin und Missouri anfähig. Nächst den Deutschen kam das irische Element. Die Eltern von 4.142.199 Personen oder 20.13 Procent der weißen Bevölkerung waren auf der arünen 'Insel geboren und auf 771.039 oder 3.76 Procent stellte sich die Zahl derjenigen, von denen Vater oder Mutter aus Irland stammte. Beide Kategorien zusammeirbeliefen sich auf 4.913.238 oder 23.94 Procent. Die arößtcZahl der Jrländer war in Massachusetts. Rhode Island, Connecticut. New York.Nev Jersey und Pennsylvania - ansässig. Zusammen -bildete das deutsche -unddas irische. Element mehr alS 'die Hälfte' aller Weißen mit fremdem Blute in den Adern. Von' englischen- -Eltern ; waren 1, 922.63S Personen oder 9.37 Procent der gesammten .weißen Bewohner fremde? . Ab stammunci geboren. - Utah wies den größten Procentsatz dieser Bevolkerungskategone aus. Auf die .übrigen .Nationalitäten entfallen, die., folgenden .Procentsätze: Britisch-Amerikaner," d. h. englisch . und französische Canadier zusammen, 7.03. Scandinavier incl. Dänen 7.49. Böhmen, Franzosen, Italiener und Russen etwas über 1 und Ungarn etwas unter 1; auf alle anderen, nicht svecificirten Lander entfielen 5.43 Vrocent. - . .j. m Dampf als Vkutstillungsmittel. Ts verstorbenen Zaren Alexander des Dritte Lekbarzt, Professor Sacharjin. hat, wie '.Professor Suegireff mitteilt, ein neues blutstillendes Mit::l in die Zheravie timlW

Dämpft -ZäS MHtr leiste, besonders in der gynäkologischen Therapie. Vortreffliches. Ein an seinem Ende siebartig durchbrochener Katheter der durch eine ihm angefügte Metallröhre mit einem Dampfapparat verbunden ist, wird in die betreffende wunde Stelle eingeführt. Den circa 100 Grad Celsius warmen Dampf läßt man eine halbe bis eine Minute einwirken. Der Moment des AufHörens ist gegeben, sobald aus der Röhre eine dunkle bouillonartige Flüssigkeit ,pb fließt. .Der chloroformirte Kranke-em pfindet weder Schmerz noch eine andere Einwirkung des Dampfes. Experimentell wurde an Thieren u. A. Fol gendes festgestellt: Man kann aus der Leber beliebige Stücke ohne jeglichen Blutverlust entfernen) die Thiere bleiben am Leben. Desgleichen lassen sich aus der Milz beliebige Stücke, aus der Lunge ganze Lappen und ebenso aus den Nieren und bis zu einem gewissen Grade aus dem Großhirn in allen Fällen ohne Blutung entfernen. Noch mehr: Man kann Blutungen aus den Knochen und aus deren Spongiosa stillen, x Haut- und Muskelblujungen stehen momentan" still. ' Wunden heilen, nachs Anwendung des Dampfes. Wenn diese Mittheilungen sich alle bewahrheiten,' so hat man es hier ohne Frage mit. einer .Entdeckung von großartiger Tragweite zu thun.

Italienische Kasernen-Morde. Fast gleichzeitige haben italienische Kriegsgerichte.zwei Soldaten zum Tode verurtheilt die nch dem Beispiele des berüchtigten? Neapolitaners Misdea die Mordwaffe auf. ihre Kameraden und Vorgesetzten gerichtet. ein Verbrechen, . das in . der itälienischen '. Armee keineswegs zu den Ausnahmen zählt, ja beinahe einen epidemischen. Charakter angenommen hat. Der in Jschia stehende Mailänder Soldat Radice ein wegen Drebstahls vorbestraftes, zudem epileptisches Individuum der ohne jeden besonderen Anlaß seinen Sergeanten niederschoß und seinen Lieutenant, ferner einem anderen Sergeanten und seinen Kameraden dasselbe Schicksal zudachte; und der tölpelhafte, gutmüthige, durch fortgesetzte Kränkungen und Spott zum Aeußersten getriebene Artillerist Ranando, der während des Manövers in Bracciano (Rom) seinen Corporal, den Haupturheber seiner Leiden, tödtete und, von Reue erfaßt, das Gewehr gegen sich selbst kehrte das sind nur einzelne in der Reihe von des Königs Rock- tragenden Mördern. Ja selbst in diesem Jahre und vor den obigen zwei Tragödien fanden schon andere Blutthaten statt, nämlich im Lager von Busto Arsicio und in einer Mailänder Kaserne, wo die Kugel eines Soldaten einem Lieutenant den Arm zerschmetterte. Und schon drei oder vier Tage nach der letzten Militär-Tra-gödie (der von Jschia) begab es sich, daß, vermuthlich unter dem Eindrucke der aufregenden Nachricht, ein Soldat der Garnison Favignana auf seine nichts ahnenden Kamcraden das Repetirgewehr abfeuerte, glücklicher Weise. ohne Jemanden zu verletzen, und sich daraus selbst erschoß. Ueber die Gründe dieser KasernenMorde ist fchon Vieles geschrieben worden, ohne daß die Meinungen sich geeinigt hätten. Und doch scheint jede einzelne davon etwas für sich zu baben. Während nämlich von clerikaler und konservative? Seite mt gänzliche und absichtliche Verleugnung und Vernachlässiaung des religiösen Moments be! der Soldatenerziehung 'hervorgehoben wird, weisen andere aus die in der Aera des neuen Strafcoder au constatirend Zunahme der Morde und Blutthaten :m Volke überhaupt hin, die natürlich auch einen Rückschlag auf die Kaserne äukern rnuft. ' Endlich und diese Einwürfe sind zweifellos die triftigsten endlich wird festgestellt, daß die große Mebrzabl der einen Mord beaehenden Soldaten bereits vorbestraft oder Epileptiker oder aber sonst zum Berdrechen veranlagt sind, wie der So! dat von Jschia, Radice, dies in hervor ragendem Grade war. Dak solcke Ele m:nte überhaupt dem Heere einverleibt werden' konnten und noch können, schon das ist ein sehr bedenkliches Ding. Kommt bieu noch wie sich beim Fall des Artilleristen Ranando zeigte eine sortgesetzte Mißhandlung des jiin aen Soldaten durch seine älteren Käme raden und durch die Sergeanten, CorPorale ii.' f. w.. und ist es dem svsiematisch Mißhandelten und Verhöhnten thatsächlich unmöglich gemacht, den Be schwerdewea zu betreten und seine Kla gen bei den Öfficieren anzubringen, so wird hierdurch das Milieu des zun aen Rekruten noch weiterbin in bedenk lichster Weise beeinflußt. So konnte sich bei dem von Vorgesetzten wie Ka meraden mißhandelten Ranando Vcr folgungswahnsinn entwickeln. Der vorerwähnte Radice bat übn aens sein Verbrechen bereits mit dem Tode gebüßt und zwar wurde er durch Pulver und Bier hingerichtet. Bei den Vorbereitungen zu? Hinrichtung war er absolut ruhig und gelassen und wurde erst während der Formalitäten der Degradation erregt. Als man ihm den Soldatenrock abriß und einen grauen Rock umhängte, weinte er und wehrte pcy yestig. u?r oeruylgte sich jedoch' bald wieder und bat den Obersten seines Re'aiments unter Tbränen um Vergebung. Die Füsilirung wurde von acht ausgewählten Schützen vorge nommen. Man setzte den Delinauen ten mit verbundenen Augen auf einen Stuhl ohne Lehrte, wahrend die Schützen hinter, ihm; aufgestellt wurden. Dieselben näherten jicy .aus den Fußspitzen bis auf drei Schritte Entfernllna. Auf das lautlose Qeben deö Säbels seitens eines : Officiers wurden die Gewehre auf Radice gerichtet, dann erfolgte auf das Senken des Säbels die Salve. Radice sank lautlos zu-, sammen. Die Kugeln hatten den Rücken, Nacken und den Hals durchbohrt iirid die Kinnlade. zersprengt. mi Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitz'en bei Lö. ZRuty, 199 Ost Oashington 01.

Beim Nekruten-Zlpell.

n . . .Und NUN, zum Casus Reforendarius! Ein lautes Orjan is 'ne (Ziienschaft. die nicht mit Jold usszuwiejen iS- aber wenn man als so'n kleenet ! Lumen wie Sie olok vor ne funsman nige Front steht, denn jeniigt's ooch, wenn man det Eommando in Molldur flüstern dhut, mein werthester Herr Neferendar. Hat Ihnen denn der Feldwebel von de neunte Compagnie nicht jesagt, det der Herr Lieutenant sein eij' nes Kommando nicht versteht, weil Sie so unbändig jebrüllt haben?" ..Nein, er meinte nur: aber Einjähriger, man nicht zu schneidig." Na, daraus konnten Se doch ersehen, det es uss'n Dämpfer jemünzt war. ' For de Zu kunft merken Sie eS sich, det Se selbst als Sommerlieutcnant nich in die Jefahr kommen, 'ne janze Brijade zu kommandiren." Michel Treichel, wenn Stilljestanoen commandirt is, verbitt ick mir jede Rührung Ihrerseits, oder Schock Bomben und Jranaten, der Kerl wackelt schon wieder! Wat is det nur mit Sie?!" Mich is was in die Rase gekrochen." Halten Sie den Mund, bis Sie jefragt sind! Wenn hier jedes Heupferd schwatzen wollte, hätten wir den scheensten Kaffeeklatsch." Psi, psi!" Immer feste! Exmittiren Se den Trockenwohner auö Ihren Jesichtserkern. Prost! Wer hat denn da wieder jeulkst?" Ick. Herr Uitruffzier. Ick hebbe Ml verklllt bl dett kolle Wetter." .So! Na. denn werd' ick nächstens beantragen, det for de Herren Rekruten Warmpullen mit Jroak injeführt werden. Rührt Euch! " Die einzelnen Rekrutenabtheilunqen werden zusammengezogen, der älteste Sergeant erstattet dem aus der Kaserne kommenden Feldwebel die Meldung. Die Compagniemutter schreitet dleFront der neuen Vatcrlandsvertheidiger ab. und vor einem derselben stehen bleibend. fragt sie: Sind Sie der Barsch?" Nee, ick bin der Pakke. Wo steckt denn der Barsch, der jroße Joldfisch, den die klotzige Jeldsendung jehört?" Hier, Herr Feldwebel," ließ sich vom linken Flügel eine Stimme vernehmen. Für Sie sind 30 Mark anjelangt. Sie haben doch etwa Ih rem Alten Nicht jeschrieben, det Sie sich det Jewehr alleene anschaffen müssen?" Nee, Herr Feldwebel." Hier lst ooch noch'n Brief für Sie." Hurrah, mein Oller soll ach Herreh, das janze Jeld is ja jar nich meine. Fünf Märker derf ick davon bloß behalten, und for det Uebrije soll ick for meinen Vater Stoff zum Anzug koofen." Sehen Se woll, da haben Se wieder mal zu früh jekräht. Mit der CZ A t ff A ff4 V A AM fl' . MA A j A wmmiiuii ii vua iiiuii u nc wuuc. Cijentlich dürfen Sie noch nicht auZ der Kaserne heraus, aber ich will in diesem Fall mal Fünfe jrade jehen lassen und Ihnen' 'ne Ehrendame in Jestatt eines Jefreiten uff Ihrem Jeschäftöjange mitjeben. Möller, Sie sind ja wohl Schneider von Profes sion?" Zu Befehl, Herr Feldwebcl." Wollen sie den Barsch bejleiten?" Ja wohl, recht jerne7 Vater Barschen soll an det. Jewebe seine Freide haben. For 23 Marker schreibt er, for 20 meent er, und for 13 koofen wir." Na, weh Ihnen!" drohte lachend der Spieß. Ols Iro:.siScS' t:t;te '.irt. 'Binnen Kurzem wird die alte Fre c.atle Constitution", welche an der. glorreichsten Kämpfen unserer Marin: höchst rühmlichen. Antheil genommen yat und die ehrwürdigste Reliquie auZ jenen längst verflossenen Tagen bildet, ron Portsmouth. il. H., nach Boston überführt werden, um in dem letztgenannten Hafen als Caftmattschifj für die Marinereserve zu dienen. Die Constitution" gehört zu den ersten Kriegsschiffen, welche die junge Repudlik nach Abschüttelung des britischen Joches bauen ließ; zugleich mit fünf anderen Fregatten President", United States", Conareß". Cheasapeake und Constellation" in Bestellung gegeben, fand ihr Stapellauf am 20. September 1797 , in Boston statt, doch wurde st- erst im Juli 'des nächsten Jahres unter Capt. Samuel Nicholson in Commission gestellt und mit dem Geschwader des Commodore Barry für den Kreuzerdienst in den westindischer. Gewässern verwendet. Als im Jahre 1801 der Präsident zum Verkauf der meisten Schiffe autorisirt wurde, be fand sich die Constitution- unter den toenigen Fahrzeugen, welche den Rest unserer Marine bildeten. Im Jahre 1803 diente die Constitution", welcher die Theerjacken den Spitznamen Old Jronsides" beigelegt hatten, unter Commodore Preble als Flaggschiff jenes Geschwaders, das den Piraten von Tripolis Raison beibrinken sollte. Aus welchem Holze der genannte Seebär geschnitzt war, beweist ein Rencontre, welches er in einer dunkeln Nacht unweit von Gibraltar mit einem englischen Kriegsschiffe, hatte. Die Fahrzeuge waren so nahe bei einander, daß Commodore Preble den Fremden anrief. Als er keine Antwoct erhielt, gerieth er in Zorn und schrie: Zum letzten Male frage ich. wer Ihr seid; bekomme ich keine Antwort, so gibt es Kugeln!" Wenn Ihr feuert, werden wir mit einer Breitseite antworten. , .Dies ist das englische Schiff Donegal". 84 Kanonen. Sir Richard StrachanCommodore. Schicket ein Boot an Bord!" lautete deö Engländers Entgegnung. -Dies ist. das Ver. Staaten Schiff Constitution". 44 Kanonen. Edward Preble, Commodore. Der Teufel soll I mich holen, wenn ich ein Boot an Bord irgend , eines Schiffes sende. Fertig zum Feuern. Boys!" rief der alte Preble zurück. Nun gab der Engländer klein bei und ließ durch einen Officier um Entschuldigung bitten. ' Nach einer ruhmvollen Campagne kehrte die Constitution" in- die - Heimath zurück, um nöthigen Reparaturen unterzogen zu werden. Im Jahre 1811 nschte die Freaatte unter ?apt. Jsaac

fjuü eine sfayrl nach Holland, um die cuf eine Vundesanleihe fälligen Zinsen zu überbringen. Unter großen Schwierigkeiten schaffte Capt. Hull bei Terel He große Summe an die blockirteKüste. klls der Krieg mit England im Jahre

J812 ausbrach, gehörte die Constltution" unter dem genannten Capitän zu den wenigen Fahrzeugen, welche der feindlichen Flotte, die 1060 Segel xählte, gegenübergestellt werden konnte. Capt. Hull focht mit den Engländern manchen Strauß aus. Von allen Seeschlachten jener Zeit machte damals das meiste Aufsehen Capt. Hull's Sieg über tie Fregatte Guerriere". Capt.Dacres. Am 17. Juli 1812 hatte er mehrere Segel zu Gesicht bekommen und in der folgenden Nacht, welche ziemlich windstill, aber sehr dunkel war, gerieth er zwischen die Feinde. Um denselben zu entgehen, ließ Capt. Hull die Boote bemannen und bei der herrschenden Windstille sein gefährdetes Schiff shleppen. In der folgenden Nacht eryob sich ein gewaltiger Sturm und die Konstitution" vermochte sich durch die Flucht zu. retten. Am 19. August ge rieth die Fregatte abermals mit der .Guerriere" zusammen und letztere lnurde in einem fürchterlichen Kampfe fo entsetzlich mitgenommen, daß ihr Commandeur sich ergab. Officiere und Mannschaften wurden als Kriegsgefansene an Bord der Constitution" gebracht. und die Guerriere" selbst' in Brand gesteckt. Ungeheueren Jubel erregte Capt. Hull's Ankunft mit den Kriegsgefangenen in Boston. Später wurde die Constitution" unt?r Befehl des Capt. Bainbridge gestellt, der sie ebenfalls zu manchem Siege führte; besonders war sein Sieg über die englische Fregatte Java" bemerkenswerth. Unter Capt. Swart, der nach Capt. Bainbridge den Befehl über die Constitution übernahm, wurden weitere Siege erfochten, so im Februar 1814 an der spanischen Küste über die britischen Kriegsschiffe Levant" und Cyane", welche beide gekapert wurden. Erst nach dem Friedensschluß lenkte Capt. Stewart Mit dem guten Schiffe den Curs heimwärts und traf im Mai 1315 mit Old Jronsidcs", wie die Seeleute es nannten, im 5afen von New Vork ein. In einem Jn.hr neun Monaten hatte die Constitution" drei Gefechte mitgemacht und fünf Kriegsschiffe erobert; zweimal war sie selbst nur durch geschicktes Ma-, nöoriren Feinden, die sich in der Uebermacht befunden hatten, entgangen. Be merkenöwerth ist es. daß die Fregatte niemals einen Mast verloren hat, niemals auf den Strand gerathen ist. ja daß ihr überhaupt keiner jener Unfälle, zugestoßen ist, welche auf der hohen See alltäglicher Natur sind. Mit dem Bau der modernen, stahlgepanzerten Meeresungethüme und der Construction der gewaltigen Riesengeschütze verschwanden die alten hölzernen Fregatten, welche einst die Meere beherrscht hatten, von der hohen See. Sie transit gloria rnuntli! : Oom Jnlanve. A l d e r m a n JohnLongvon New Aork hatte neulich daö Zweifelhafte Vergnügen, eine ebenso zweisel hafte deutsche Reichsgräfin in die goldenen Ehefesseln zu schmkden. Grä sin Frieda von Rudolph bat dem VW linspieler Professor Luigr Dellaro die Hand zum ewigen Bunde gereicht, und sodann das qemeinsame Heim in No. 133 dritte Ävenue bezogen. - Gräfin Frieda gehörte offenbar zu den, drüben schon ausgestorbenen . Adelsfamilien und scheint auch hier die einzige Repräsentantin der amerikanischenLinie" zu sein. An dem Professor dagegen ist nichts Zweifelhaftes, denn er spielt allabendlich in tadellosem Frack in ei nem hiesigen Theater-Orchester die Primgeige. 'In Texas sind zwei Männer, welche, wahrscheinlich als Unschuldige, se achtzehn Jahre 'im Zuchthause-ver brachten, Benjamin Krebs und JameS Preston, von Gouverneur Hogg begnad diät worden. Die Beiden waren im Jahre 1867 in.Montague County in z,exas ' der rmodung einer ganzen Familie schuldig befunden und zum Tode verurtbeilt worden. Der ftail war an dasAppellationsgericht gebracht worden und dieses hatte das Urtheil bestätigt, doch hatte der damalige Gou verneur Roberts die Todesstrafe in lebenslängliche Zuchthausstrafe verwan delt. Die Freunde der Verurtheilten waren stets von ihrer Unschuld über zeugt, und in Folge ihrer Bemühungen unterzog Gouverneur 6oaa vor Kur zem die Akten des Falles einer genauen Prüfung und kam, wie er m dem Begnadigungsschreiben ' angiebt, zu . dem Schlüsse, daß die bei 'dem Processe er brachten Beweise .keineswegs-die Verurtheilung rechtfertigen, sondern ' eher zu Gunsten der Verurtheilten lauteten. Beide sind bereits in Freiheit gesetzt. Aber wer bietet Ihnen Ersatz für die langjährigen Leiden und Verluste?! DieLittle G e r m a n Bands", deren sogenannte Concerte den Kindern so viel Vergnügen und Musikverssändigen so viel Aerger bereiten, lassen jetzt ihre Instrumente noch lauter als je ertönen und selbst böse Jungen mit den üblichen Citronen können die . gute Laune derBrokklyner Straßenmusikanten nicht stören, denn. Mayor Schieren ist ihnen in der Stunde der Noth bei gestanden und hat den vom Stadtrathe kürzlich gefaßten Beschluß, , betreffend die Abschaffung jener fahrenden Kapellen, wie ja auch allgemein, erwartet wurde, vetirt. Der Herr Bürgermeister stützt jedoch sein Veto nicht auf eine Vision pausbäckiger,' ungewaschener Kinder, welche ; nach den Tönen der Little Bands" auf den Straßenpflastern ihre Reigen aufführen oder, das frohe Gefühl, welches die, . wenn ' auch schlecht gespielten Volkslieder und heimischen Weisen in der Brust esnes müden Arbeiters oder einer mit Sorgen überbürdeten, Hausfrau heorrufen ; der Mayor stutzt sich vielmehr .darauf,daß . die Stadtväter, zwar die ' Befug niß' hätten, das Concertiren auf den Straßen zu mWen. daß e? fo

nicht In ihrer Macht stehe, das Musiciren in öffentlichen Plätzen als ein Vergehe" hinzustellen und durch Ge-fängniß-Haft strasbar zu machen. Ein in Pittsburg von einer Jury abgegebener Wahrspruch hat un-

ter den dortigen Aerzten einen wahren Sturm des Unwillens erregt und wird wahrscheinlich zur Folge haben, daß die meisten Hospitalärzte (dieselben erhalten für ihre Dienste keine Vergütung) als solche resigniren werden und daß die Hospitaler hinfort so leicht keine hervorragende Aerzte willens finden werden, ihnen ihre Dienste unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und dabei Gefahr zu laufen, jedem Patienten, dessen Heilung ihnen nicht gelingt, Schadenersatz zahlen zu müssen. In dem von John Richards gegen Dr. L. Willard geführten Proceß, in welchem Letzterer wegen angeblicher falscher BeHandlung eines Beinbruches auf $10, 000 Schadenersatz verklagt war, gaben die Geschworenen den Wahrspruch ab, daß Dr. W illard, dem . Kläger $12.000, $2000 mehr wie, Ledterer überhaupt verlangt hatte, zu 'zahlen habe. Ri chardS war von Dr. Willard im Homöopathischen Hospitale als mittellose? Patient gratis behandelt worden und hatte das Hospital, ehe es ihm vom Arzte gestattet war, verlassen. Als die Verletzung sich infolge dessen verschlimmerte. und schließlich eine Amputation nothwendig wurde, verklagte Richards den Dr.' Willard auf Schadenersatz, in dem er behauptete, daß Letzterer ihn falsch behandelt und er sich infolge des sen gezwungen gesehen hätte, das Hospital vor der Zeit zu verlassen. Die Aerzte ohne Unterschied sind über den Wahrspruch der Geschworenen entrüstet und viele derselben haben ihrer Ansicht über denselben in nicht mißzuverstehender Weise öffentlich in der Presse Ausdruck gegeben. Der einst sehr bedeutende Import von Wiener Meerschaumfabrikaten ist in den letzten Jahren ganz gewaltig . zurückgegangen . und selbst die bedeutende' Ermäßigung deö Zolles, wie sie in Folge der. Annahme des neuen Tarifes eingetreten ist, dürfte den Imdort nicht fördern. Bei freier Einfuhr der Rohmaterialien,. Meerschaum sowohl wie Bernstein, hat sich hier eine ganz bedeutende , Industrie entwickelt, deren Produkt das ausländische Fabrikat immer mehr aus dem hiesigen Markte drängt. Zur Zeit werden hier fast sämmtliche Artikel der Branche hergestellt, selbst die feingeschnitzten und modellirten .Meerschaumspitzen werden mindestens ebenso gut geliefert, doch ist die Nachfrage nach solchen keine bedeutende. Was gegenwärtg noch importirt wird, sind hauptsächlich ganz billige Waaren, bei welchen der Arbeitslohn eine Rolle , spielt und die zu einem so niedrigen Preise hier nicht geliefert , werde können. Für solche Waaren jedoch, bei welchen das Mate rial den Arbeitslohn an Werth überwiegt, besteht für die Wiener Industrie hier keine Aussicht mehr. Dazu kommt, daß die hiesige Waare? solider und besser gearbeitet ist. als, die dortige. Die Ursache, davon ist, daß. in Wien bei dem Kostenpunkt das Rohmaterial den Hauptbestandtheil bildet und die dortigen Fabrikanten an Rohmaterial sparen und nur die billigen Qualitäten von Rohmeerschaum verabeiten. Die hiesigen. Fabrikanten sind dagegen bei der Höherer Spesen und dem großen Lohnunterschiede, der zwischen hier und drüben .besteht, gezwungen, nur daS beste Material zu verarbeiten. Auch die Ausstattung der. Etuis ist hierzulande eine, bessere , alS drüben. Der Käufer, der in. früheren Jahren nach lmportirten Waare fragte, hat sich daran gewöhnt, die hiesige als die bessere anzusehen, und auch die Detaillisten fübren nur noch wenige ausländische Artikel. Oom Vnslanve. ' Jneinem Garten zu FranzenSbad wurde dieser Tage ein Todter aufgefunden,, welcher später als Sohn, des , Fabrikanten Dietrich in Glauchau . erkannt, wurde. Bei der Leiche, fand .man einen Brief, in wel chem der junge Mann erklärte, daß er daö Opfer eines Duells mit einem Grafen geworden -sei, wobei weder ein Arzt noch .Secundanten zugelassen worden wären. .Der herbeigerufene Vater deö , Unglücklichen, ; welch' Letzterer augenscheinlich noch stundenlang nach Erhalt seiner Wunde lebte, schwor an der, Leiche, den Tod seines Sohnes zu rächen. Ein sensationelles Ge, ständniß - hat vor einigen Tagen ein, Eigenkäthner in Uözbundözen bei In sierburg. abgelegt, der sich dem Tode nahe, fühlte.. i.Auf .dem ,rankenlager hat der Greis, gestanden, daß er vor etwa 36 Jahren den herzoglich AnhaltDessauischen Oberförster Paul v. Reichenthal hinterrücks erschossen ' habe. Der .Mörder, .der übrigens seiner Gevesung .entgegengeht, war. damals als verdächtig -in Untersuchungshaft ge nommen worden, mußte - aber wegen mangelnder Beweise wieder auf freien Fuß gesetzt werden. E i n K a s s e n b o t e. d e S Credit LyonnaiS.zu Roubai?. Mayot .mit Namen, war mit der Summe von 130,000 Francs , entflohen, ohne daß man von ihm eine Spur entdecken konnte. Nach einigen Tagen 'stellte er sich dem Gerichte in Lille freiwillig mit der Erklärung, er wäre in Paris von Dirnen .und. Zuhältern in einen Hinterhalt ge Zockt, betäubt.und seines Geldes beraubt worden. -Der .Gefangene wurde darauf hin unter. Bedeckung nach der französi eschen Hauptstadt gebracht, um dort das Hcrn& anzugeben,: wo seine Plünderung .erfolgt, sein sollte.' Dies, war ihm un möglich, und schließlich gestand er ein. daß er daö , unterschlagene Geld xra Walde von Chantilly vergraben habe. Die Polizei begab sich mit ihm dorthin und fand neben, einem von ihm bezeich neten Baum in der Erde eine alte Kiste mit -, der ganzen - Summe.. : Bei 'dem Gelde '.lagen eine . goldene Repetiruhr 'im Werthe von 700 und ine goldene Ubrkettt jm Werthe m M Francs.

Viele ahnZiche Fälle.

Lrzctdett Jabre litt icy an einem Magenleiden, iö gebrauchte tb"V""? mehrere Aerzte, aber ohne Erfolg, wurde jedoch durch den Gebrauch von Tr. August König's Hamburger Tropfen rsieder rellständia berge. ßellt.-Bertha Woolfe. Stockton, Cal.

Blutkrankbeiten Meine jüngst! Tochter Elfe litt an Hsutausschlsq. die vMumiUUzjUH. clrc m&t scst Blutunrewiqkeiten waren, ich xrobirte Verschiedene? ohne Erfolg. Als das erfolgreichste Heilmittel erwies sich Dr. August Kcnig's Hamburger Tropfen. G. F. Engelhardt, JcfferscnVille, Ind. Unk erd llttlilslkeit Seit längerer Zeit litt ich an Unrerdaulichleit, keines VHUW4iuuuu;iui. bfr gewandten Mittel wollte mir belfenbis ich Dr. August Konig's Hamburger Trovfen nabm. Diese Tropfen stellten mich in lurzn Zeit wieder her. Christian Leyhe, 2016 Orleanö-Straße, Baltimore, Md. öeberleijZeN Längere Zeit litt ich an einem Leberleiden und qebrauchtevie , lvv,l les ohne Erfolg, bis mir schließlich Dr. August König'S Ham burger Tropfen vollständige Heilung brachten. Frau Caroline Weise, 127 Lake. Straße, Cleveland, Ohio.

Äas Zuchtpolizeige richt in Rodez, Departement Aveyron. verurtheilte .eine Hebamme aus Be zierS die Wittwe Bousquet, .welche ei nen schwunghasten Säuglingshandel" betrieben hat, zu 100 Frams Geldbuße, Die würdige Frau hatte eine ganz be deutende Einnahme. Sie übernahm gegen eine bestimmte Summe. in einzelnen Fällen bis 'zu 1600 Francsneugeborene Kinder mit der Bervflich tung, dieselben bis zur Großjährigkeit zu erziehen, ohne daß sie aus Lffentli chen Mitteln unterstützt würden. Daß es sich hierbei hauptsächlich um Kinder handelte, die ihren Eltern" im Wege standen, ist selbstverständlich. Frau Bousquet behielt den größeren Theil der erhaltenen Pflegegelder-, für sich und überließ die Kleinen für den Rest an andere Frauen, welche sie dann wieder immer billiger- in dritte und vierte Hände übergehen ließen. Die Folge war. daß die unglücklichen Wesen wegen Mangels an Nahrung und Pflege frühzeitig zu Grunde gingen. Leider konnte nach dem französischen Gesetze eine schärfere Strafe über die Engelmacherin nicht verhängt werden. Was gegenwärtig i m Königreich Sachsen anBersammlungsverboten geleistet wird, übertrifft bei Weitem das, was zur Zeit des Socialistengesekes nach dieser Richtung hin zu verzeichnen wär. So wurden beispielsweise vor Kurzem in Wilkau bei Zwickau zwei Versammlungen ver boten, in denen über die bevorstehende Gemeinderathswahl gesprochen werden sollte. In Frohburg wurde ein Vor trag über Neue Ausnahmegesetze und neue Steuern" untersagt und in dem erzgebirgischen Städtchen Eibenstock durfte der Reichstagsabgevrdnete Hof-mann-Chemnitz nicht einmal über das Alters- , und Jnvallditäts - Versicherungsgesetz sprechen. Das Alles aus Grund deö Paragraphen 5 des sä'chsi schen Vereingesetzes, wonach Ver sammlungen von vornherein untersagt werden können, wenn sie den Zweck ver folgen, Gesetzesübertretungen oder unsittliche Handlungen zu begehen, dazu aufzufordern oder dazu geneigt zu machen. In Düsfeldorf ist bei der jüngst stattgehabten Verhandlung gegen die Raubmörder Gebrüder Wirtz aus Anrath ein Zwischenfall vorg! kommen, der, solange die Schwurge richte in Preußen bestehen, wohl noch nicht dagewesen ist. Als nach Schluß der Beweisaufnahme die .Geschworenen ihren Spruch fällen sollten, zogen sie sich anstatt in ihr Berathungszimmer in eine dem Gerichtsgebäude gegenLberliegende Wirthschaft zurück, um sich zunächst für ihre schwere Arbeit zu stärken, und mußten erst durch einen Gerichtsdiener im Auftrage des Gerichtshofes zurückgeholt werden.. Die beiden Raubmörder, Gebrüder Wirtz, wurden dann für schuldig erklärt und zum Tode verurtheilt, ihr Vertheidiger aber gab sofort zu Protokoll, daß er die Revision einlegen würde, weil sich die Geschworenen aus. dem Gerichtshof entfernt hätten. Die ganze VerHandlung ist in Folge dieses geradezu un begreiflichen Vorstoßes , der Geschworenen ungiltig und wird vom Reichsge richt cassirt werden, der Staat aber hat das Vergnügen, die durch den Gerichtsdiener noch dazu vereitelte Stärkung der Geschworenen mit der Wie derholung der Verhandlung, wozu sämmtliche Zeugen wieder geladen wer den müssen, und den sich daraus ergebenden bedeutenden Kosten bezahlen zu müssen. Ein.eigenartZgeSLiebesdrama hat' sich in dem Hause Kleine Markusstraße 4 in Berlin abgespielt. Der 18jährige Bursche Richard Ringel iauöe, der in der Fruchtstraße 24 bei den Eltern wohnte, war vor längerer Zeit mit der um. ein Jahr jüngeren unverehelichten Emma Iahn ein Lie besverhältniß eingegangen. Die Iahn gab sich nach und nach einem leichtsin nigen Lebenswandel hin und kam auch mit der Polizei in Berührung. Aus dieser Veranlassung entstanden Zwistigkeiten zwischen Beiden, in , deren Verlauf Ringeltaube die Iahn auf der Straße überfiel und mißhandelte. Später erschien er vor der Wohnung des Mädchens, bat vor der verschlössenen Thür umVerzeihung und verlangte Einlaß. Da sich aber die Iahn fllrch tete, weil Ringeltaube fchon vor einigen Tagen gedroht hatte, daß er erst'sie und dann sich erschießen werde, so. versagte sie-ihm den : Eintritt. Gleich darauf fiel auf dem Treppenflur ein Schuß: der jugendliche Liebhaber hatte sich eine Revolverkugel in die rechte Schläfe ge jagt und war gleich todt liegen geblieben. . - Nudy'S Vile Snppository wird - garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder das Geld wird zurückgegeben. 60 CtS. die Box. Schicke zwei Postmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen, , guten Apotheken' Ward . VroS., U. Kiefer & Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, 3ndiaapolik, 3nd.

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As 69 Madison Ave. und Dunlap Str. 512 West und Nockwood Str. 313 Kentucky Ave. und Merrill Str. 614 Union und Morris Str. 616 Illinois und Kansas Str. 517 Morris und Dakota Str. 513 Morris und Church Str. 619 Tennessee und McCarty Str. 621 Meridian und Palmer Str. 523 Morris Str. und Gürtelbahn. 524 Madison Ave. und Minnesota Str. .61 No. 2 Haken u. Leiter,Haus. Southstr. 62 Pennsylvania Str. und Madison Ave. " rr . r . c w . oj delaware uno McCarty ktr. 64 East und McCarty Str. 65 New Jersey und Merrill Str. 67 Virginia Ave. und Bradlhaw Str. 63 East und Coburn Str. 69 Pennsylvania Str. und Madison Ave. 312 McKernan und Douaherty Str. 613 East Str. und Lincoln Lane. 614 East und Beecher Str. 615 Noble und South Str. 71 No. 3 Spr'nhaus, Birg. Ave. u.Hu. 72 East und Georgia Straße. 73 Cedar und Elm Str. 74 Benton und Georgia Str. 73 English Ave. und Pine Str. 76 Dillon und BatcS Str. Io. 13 SphauS, Prospekt u. 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Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1 Feuer aus und Schlauch aufgesii?eö 3 Schlage, weniger Wasserdruck. 3-3 mehr Wasserdruck. 12 Schläge, 12 Uhr Mittag. XS Die ersten 12 Signale werden voll ständig ausgeschlagen, bei den folgend, werden die Hundert. Ze., iRd Cinsi Ziffern getrennt gegeben.

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