Indiana Tribüne, Volume 18, Number 82, Indianapolis, Marion County, 9 December 1894 — Page 5
Hiesiges.
VergnügungSkalendcr. Der Männerchor giebt am Donnerstg, den 13. Dezember, eines seiner beliebten Konzerte. Wir lassen daS Programm folgen : Erster Theil. 1. Ouvertüre Jphigenie in Tauris". Gluck. Orchester. 2. Lorelei, (Ied. von Müller v. flönignrin ter für Solostimmen, Chor u. Orckester. Hiller. a) Chor der öftren und Rebengeister. b) Lorelei, Sop.Solo, Lasset mich in Frieden." c) Chor der Nixen, Tie Woge ist hell." d) Lorelei und die Nixen, Ach, sie for ,.dern meine Lieder." e) Fischerknabe Tenor Solo und Chor, x ,',Es strahlt dieMlt. v j f) Ree. und zene, Lorelei und Fischer ; -.knaöe. f ; '. g) Finale, Solo und Chor," Jetzt sinket . der Kahn." Lorelei Fr. I. P. Frenzel, Fischerknabe .Herr B. Jose. 3) 'Äännerchor, ä) Die Kapelle. . . .Kreutzer. t b) Abendfeier Kreutzer. Zweiter Theil. 4. Ouvertüre Zampa Herold.
X Orchester. , ,-, .w . : 5. Quartett auS Seemanns Abschied Barus. Herren V. Jose, R. Müller, Ch. Adam und E. Steinhilber. Piano'Solo, Jmpromtu op. 40"...... Schubert. Herr Ant. Scherrer. . .. 7. Der Lethetrank vom Rhein". Beschnitt. Männerchor. S. Duett, QuiS est Homo".. .... .Rossini. Frl. Olga Paulini und Hattie flopp... 9. Trio auS Belisar Donizetti. Frl. Mam. Schulmeyer, Herr 23. Jose und E. Steinhilber. ... 10. Finale deZ 2. AkteZ auZ Rienzi, Solo und Chor Wagner. Fr. I. P. Frenzel, Chor und Orchester. Sonntag, den 23. Dezember, Weihnachtöfeier deö Harugari LängerchorS in der Mozart Halle. Ebenfalls Weihnachtsfeier der freifinnigen Sonntagsschule deS Sozialen Turnvereins, Nachmittags um 3 Uhr. Sonntag, den 30. Dezember, Konzert des Sozialistischen Sängerbundes in der Columbia Halle. Montag, den 31. Dezember, Sylvesterfeier und Christbaumverloosung deS Preußen - Gesangvereins in der Columbia Halle. Sylvesterball deö Deutschen Segenseitigen Unterstüh lngSvereinS in der Mozart Halle. Ebenfalls Bankett und Ball deö Sozialen Turnvereins. Szlvesterfeier des Mannerchor. 10. Januar 1895 Maskenball deS Sermania Zirkel No. 1 V. A. O. D. in der Mozart Halle. Am Freitag, den 26. Februar, wird der Männerchor in der Tomlinfon Halle einen große Maskenball resp. Kostümfest abhalten. Schon seit geraumer Zeit wurde die Frage eine? Festes im großen Style projektirt und an dem Plane eifrig ge arbeitet. Daö mit der Arbeit betraute Comite hat verschiedene Pläne eingehend geprüft, ist aber in Betreff icx Ausführung noch zu keinem difinitivcn Schlüsse gekommen. Söllie irgend eines der vorgelegten Projekte zur Auefübrunz kommen, so würde der Berrii AkhnlicheS wie etwa die Düsseldorfer ota Münchener öünsllerfeste astttben und bannt den Theilneizmern einen ganz hervorragenden Genuß bereiten. -
Wüchertisch.
Speba Qopfa ! Wenn die Stöpsel munter knallen, Alles tanzt v'or Freude schier, Unb wenn Heitere Lieder schallen. Dann schmeckt mir 's Columbia Bier"; DaS muß Jedem gut gefallen, 's ist daS beste Bier von allen. Home Are w in g Co. Telephon 1050.
Der kleine Stadtherold.
Frau Rekecka Unverzagt, die Gattin deS MehgermeisterS Andreas Unverzagt, starb gestern Morgen nach viermonatlichem Leiden an Darmentzündung. Sie entschlief sanft in Anve-
senheit ihreS Mannes und ihrer Kinder.
-
Aufruf an alle QozialiSen und . fortfcbrlttlicb gesinntenArbeiter, flrfj 1 einer Versammlung,
zwecks Befprecbüng und DkSkufsion, am nacksten Sonntag asfctif ä 11 br in der Cos
lumbka Halle, (SckeMcEarty
und Delaware Str , einzunn-
d,n. Kommt alle. -
v DaS AgttatlonS-(?omlte. m in Rückfällige Trinker kurirt. , Ga-
tantiz daß AlkoholiSmuS. Opium- und Tahdl - Krankheit'' kuriit werden. Behandlung anb Siot und iZogiS $75. Behandlung.' zu Hause zu red uzirte, 'Katen. Das Conway- Institute,
5)s!ght,3ll.
Funk & WagnallS' n eu e S D i k t i o n ä r. Ein besonderes und prächtiges Werk liegt vor UNS, das neue "Standard Dictioxary" der Funk & WagnallS Co., New Sork und London. Alle Vorzüge dieses seltenen Werkes auszuzählen wäre ein vergeblicher Versuch, nichtsdestoweniger wollen wir aber einige berühren. Einfachheit, Genauigkeit und Verständlichkeit sind bemerkenswerthe Eigenschaften dieses zweibändigen Wer5eS. Sein Wortreichthum übertrifft, wie aus folgenden Angaben hervorgeht, alle bis jetzt erschienenen Diktlonäre. Stormouth enthält 50.000 Worte ; Worcester 105,000; Webster (International) 125,000 ; Century (sechs Bände) 225,000 ; und Ctändard 280,000. , : . Man pflegte gewöh?li'chein DiktionäralS Nachschlagebuch, nicht aber als Lesebuch zu betrachten und daS ist nicht ganz richtig. ES giebt nur wenig Werke, welche so unterhaltend wie ein großes Diktionär sind. Wie diel mehr weiß daS große dicke Buch, als man
selbst, und. wie interessant ist eö, dem Ursprung der Worte nachzugehen. Dr. Johnson sagte einmal, ein Dit-
tionär sei ihm daS anregendste und zu-
gleich amüsanteste Buch in seiner Bi-
bliothek. Wenn er durch Arbeit ,der Studium ermüdet sei, so setze er sich
hin und fände Erholung in dem großen
Buch.
Wir wollen unsere Leser nicht mit
weiteren Angaben auS dem Statement der Vorlage plagen, sondern wollen eS einmal versuchen, ihre Aufmerksamkeit
auf einige Momente der Herstellung ei-
neS so umfangreichen Werkes zu lenken.
Man kann sich leicht einen Begriff
davon machen, daß die Herstellung eineS so bedeutenden Werkes große Ko-
sten macht.
Vor vier Zähren wurde die Arbeit
in Angriff genommen und bis zu sei-
ner Fertigstellung wird daS Werk etwa $1,000,000 gekostet haben. Eine
Million Dollar?, ehe ein einzige Exemplar verkauft, werden kann.
An der Herstellung arbeiteten 247
Redakteure und Spezialisten. Außer-
dem 500 Leser sürTer,tstellen und viele
Hunderte von Damen und Herren für andere Arbeit.
Die unsinnige Schreibweise dieler
englischer Worte war ein lang erkann-
ter Mißstand und auf dem Gebiete hat
sich da? neue Dlktionär besonderen Dank erworben. Mit Hülfe der Ame-
rican Philological Association ist man
an die Ausarbeitung einer mehr sinn-
gemäßen Schreibweise gegangen.
Bei aller Gestaltung des inneren Werthes ist aber auch auf die äußere
Form Werth. gelegt. worden.
Zwischen Beiden stehen die. Kunstbeilagen. DaS Werk enthält mehrere
Tafeln in Farbendruck, die ihres Glei-
chen suchen. Die Farben der einzelnen Objekte
sind ebenso genau wie die Desinitionen der Begriffe.
3n dem Ku7.st Departement von
Tissany k Co. in 5?ew Jork sind die
Zeichnungen für Edelsteine, Wappen,
Blumen u. a. m. entstanden. Prang
& Eo. in Boston haben die AuSführung in Farben der Spektral'Analyse
übernommen. Die Herstellung dieses
BlatteZ allein erfordert 48 separate
Drucke.
Wir wüßten kein besseres Lob für
daS ausgezeichnete Werk, als jenes deö Historiker'S Justin McCarthy, Mit-
glieds deS englischen Unterhauses, welcher sich' folgendermaßen ausdrückt:
Ich nehme eS jeden Tag in An-
sprach, immer mit dem Gefühl, daß eS mich in meinen Arbeiten thatkräftig
unterstützt. Ich halte eS für eine
Monumental - Arbeit- für ein Werk, daS soweit vollendet dasteht,
um einen absolut sicheren Anhalt in
der englischen Sprache zu gewähren."
Flusternanekdoken.'
Um da5 schmackhafte Schalth'.er hat sich ein eigener Krcis mehr oder minder guter Wikc gebildet. In bcr jüngsten
lino wicoeryoil le:H!e odcr auch schn?cre Erkrankungen durch Un Hcnich nicht ganz frischer Austern hervLrgcru seit. Sagen Sie mir aufrichtig, licder Toktor," fragte deshalb eine üngst ! Ifia Xit. tflvisrt ii .3 4W
uiin iyit,n yuuvuiji, wlUl Austern gesund?" Hm", meinte der alte Austernfreund bedenklich, bei mir hat sich wenigstens noch keine wegen UnWohlsein beklagt." Anspruchsvollen Austern - Liebhabern möge die kleine Zwiesprache zwischen einem Gast und dem Oberkellner zur Warnung dienen. Gast: .Kellner, die Austern sind
doch frisch ?" Kellner : Sehr wohl,
mein sotTT. Heute Nachmittag angekommen." Gast : Schön, dann bringen Sie mir ein Dutzend. Aber recht große verstehen Sie ? Kellner: Sehr wohl!" Gast: Ausgesucht schön, direki vom Eis!" Kellner: Sehr- wohl !" Sast : Aber , sauber geöffnet.- Kellner: O gewiß." Gast: Und vkm SdNtter !" Kellner? 'Wie
SiebeMn"..Gch: Gut! Nun,, auf w'aS warten Sie denn noch ?" Kellner : Pardon, ich wollte mir die Frage erlauben , ob Sie die Austern mit oder ohne Perlen wünschen i" Einen klassischen AusternScherz verdankt die Welt dem englischen Dichter Bulwer. Dieser wurde auf einem Spazierritte von einem Unwetter überrascht und suchte in einem Gasthof an der Heerstraße Zuflucht. Als der durchnäßte Dichte? in die Schänkstube trat, fand er den Platz um den Ofen schon von Gästen belagert, die' keine Miene machten. Ziusammeazurücken.
Aber der Dichter wußte sich zu helfen.
Gebt meinem Pferde sofort zwei Dutzend Austern!" befahl er dem Wirth. Der Wirth machte ein vcrdutzteZ Gesicht. Zwei Dutzend Austern meinem Pferde !" wiederholte Bulwer. .Beeilt Euck !" Ter Mann ttür,te bin.
aus, um dem Befehle nachzukommen ;
lammtllche löajte folgten ihm. um das austernfrcssende Pferd zu sehen. Als sie mit langen Gesichtern wieder herein kamen, hatte Bulwer den besten Platz an der Ofenbank eingenommen.
Herr", stotterte der verblüffte Wirth. -( so cvX frnSsr flsi.ri.. c.rr tu
rOt '14V IUIU UIU auiciu ICCU 1
Dann aebt sie mir !" erwiderte Bul
wer rubiä. .Dem Gaul aber ein
Bund Heu V um Sckluk nock eine
kleine,, , Scharfsinnsprobe" für die
breunoe' oes, leckeren Meeroewohners : eine jweisilhige Charade, wie sie der be. rühmte Herr Mikoscb dem nickt minder
schlauen Herrn. Janos zum Nachtisch
cusgleot le erste schreit man, wird man auf.Fuß getreten, die zweite schaut man. wenn man Nachts tbut beten, das
Ganze ißt man, wenn man hat V!one
lM l ' -r:
Der Freier. (Sine alte Ballade.)
CS war ein Ritter, der reitet durch?
: r. r.,.. Land ' lind sucht ein Weib sich zum Ehestand.
Er kam vor einer Wirthin Thür,
Zwet schöne Töchter treten hersür.
T Ritter auckte bin und ber. -
Zu wühlen wurde ihm gar schwer.
.Die Antwort mir auf drei Fragen ' - aiebt. '
Die sei als Weib von mir geliebt.-
Guter Verdienst. Teutsche Mänuer verlangt Welche Willens sind sich ein rentables Geschäft zu gründen. Wir wünschen,' daß Jeder, der ohne Beschäftigung ist, oder keine zufriedenstellende Arbeit hat und die Vertretung für unsere Firma .'gegen gute.Bezahlung zu übernehmen- wünscht, dertrauenöooll an unS schreibt, und wir werden . demselben unsers. Anerbieten nebst Proben kostenfrei übersenden. Wir wünschen nur neu Vertreter für jeden Distrikt, welcher noch nicht besetzt ist. Man wende sich sofort - an Dr. . 3. Schoop, No. 3S State Vtr. Racine, Wis. : V ' " ' Schön und rein iFxa k ft.fftf;Wt -
vu nu vil''f(M! l" f , Die besten, Sürst.en.aust,MlZ,ei a.':;.- Y-
y.l üqatPti, V tup cw.au 9 Straße.
i. :- V
mm
Sag an unS, o Ritter, der Fragen , .. . .. . ... .drei.
Zu sehen7 welchdle Deine sei!"
Was ist höher, als der Himmel ist.
!as t tiefer, als daö Weltmeer mißt? Was ist geschwinder, als Blitz und Sturm, Was nagt wehleidiger, als Gift und
Wurm'i
Wa? lächelt holder, als die Sonne im
fitfd.
Und was ist süßer, als alle? in der
Welt?"
Die erste sann den. Worten nach, Die zweite lachte keck und sprach:
..Der Glaube ist höher, als der Him. . u v - -Aiel ist. . -
Und tieser die Treu, als das Weltmeer
Mißt.
Der Gedanke ist schneller, als Blitz und . . ,. . , ,: Sturm,,Und dle Neue nagt heftiger, .als Gift
und Wurm.
Ein Weib lächelt'hölder, als die Sonne
im Feld, Und die Liebe'ist süßer, als alles in der Welt!-" Der Ritter sann nicht länae nack.
Ch' er zum schlauen Mägdlein sprach:
. .Wohl bist Tu klug, o Jungfrau . - mein. Doch kannst Tu nicht mein Eigen sein. Lie Ehe nähm' wohl schlimmen Lauf, Löstest Tu alle Räthsel mir auf. tt Schwester nahm er bei der weißen - Hand: .Dich will ich wählen zum Ehestand.
Dich kann ich bilden nach meinem Sinn, Lei Du meines Hauses Herrscherin!" ; ' . fcrum, liebe Mägdlein, habt deß gut ' , , ., acht. Luf FreierS Fragen antwortet bedacht.
Der Bavaria Unterstützungö
verein hält heute Nachmittag eine wich tige- Ertra-Bersammlung,:.im.,Bairi
scheu Hof ab. Da. Erscheinen ' aller
Mitglieder wird sehr gewünscht.
Ein Ausruf, den wir so ost hörclk, ist Ach, ich bin so nervös und gerade dieser Klasse von Leidenden :?ird es fast niemals klar, was ihueu eigentlich fehlt und was die Ursache ihrer Leiden ist. Dr. Schoop fand nach einem langjährigen Studium von chronischen Krankheiten, daß gewisse Nerven dem Körper Starke und Kraft verleihen. Diese Nerven kontrolliren vollständig den Magen, die Leber und Nieren. Wenn diese Nerven geschwächt sind, werden die Speisen nicht verdaut und als eine natürliche Folge entstehen dadurch Dyspepsia und Nervosität, denn zur Herstellung von Blut, Knochen und Muskeln ist eine vollständige Verdauung der Speisen absolut nothwendig. Dr. Schoop'ö Wiederhersteller heilt Magen-, Leber- und Nieren-Krank-heilen durch Kräftigung und Stärkung dieser Nerven. Diese Arznei ist kein Nervine oder giftiges Nervenreizmittel, sondern dient zur Ernährung des geschwächten Nerven-Systems. Diese Medizin reiniat . das Geblüt und stellt die
Kräfte wieder her. Es ist eine Ärznei,
roelcye vie uyacye oes Leidens entfernt.
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Der dentscke .Weg. weiser zur Gesundheit", welcher die Behandlung mit dieser Arznei genau bestreikt, rtphit TCrnfiMt
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