Indiana Tribüne, Volume 18, Number 82, Indianapolis, Marion County, 9 December 1894 — Page 12

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sx r in ji i U srr-ir-a ?- -.'- c,'- -r cDcr löilbsdiiucinmolcr. Von Robert Misch. Bei einem befreundeten Kunsthänd ler traf ich ihn das erste Mal. (5r hatte schneeweißes Haar und mußte an die Siebzig fein; im Uebrizen war er noch rüstig. Sie handelten um ein Bild, oder vielmehr der Alte bemühte sich, e5 meinem Freunde aufzuschwatzen, wäh rend der Geschäftsmann mit einem halb ironischen, halb mitleidigen Lächeln, die beiden Hände in den Hosentaschen, zuhörte. Ich trat näher und sah mir das Bild an; es war von mittleren Umfang, wie man es für die Salons liebt und tauft, und stellte Wildschweine dar, die durch tiefen Schnee waten. In der That, kein Kunstwerk! Und doch enthielt es ein gewiffes Etwas, das mich beim ersten Blick stutzig machte. Die Zeichnung war unkorrekt, aber über den schwebe deckten Tannen der Walddichtung, die den Hintergrund bildete, lag eine ganz eigenartige Stimmung. Es kam mir vor, wie das Bild eines ungelenken Schülers, das ein großer Meister stel lenweile übermalt und verbessert hat. Als ich nach dem Preise fragte, nannte der Alte eine so bescheidene Summe, daß ich trotz des Augenzwinkern meines I Freundes das Bild zu kaufen erklärte. ! rr orti . i r w 2i5te ein nx zuaie es sreuoig in oen Augen des Alten. Er faßte sich aber gleich wieder uno sagte mit einer leich ten, würdigen Berbeugung gegen mich: . Das Bild gehört Ihnen, mein Herr!" Ich gab ihm das Geld, und er ging eilends, mit einem flüchtigen Gruß und Tank davon, blieb aber vor der Thür stehen: Vielleicht machen Sie mir einmal ' das Vergnügen in meinem Atelier? Hier , ist meine Karte!" I Damit war er verschwunden. Mein i Freund lachte kurz auf und sagte mit unverkennbarer Ironie: Das hättest Du billiger haben kön. nen!" Noch billiger?" Ja freilich für die Hälfte! Und als er mein erstauntes Gesicht sah, fügte er hinzu: Die Leute können doch nicht immer Wildschweine kaufen, noch dazu Wild jchweine, die im Schnee oder im Wasser waten! Und die dergleichen lieben, wol len eS von einem großen Meister haben, von Kröner, Meyerheim oder Friese. Der Alte giebt seine Bilder auf die MS belauktionen, wo sie für ein Butterbrod zu haben sind, wenn man sie ihm über. l,aupt abtaust. Also ein armer Teufel?" Sehr arm!" Um so mehr hättest Tu als ehrli c?er zZunstmcikler die Pflicht daS : Bild ist ja nicht gut; aber ich wette, der ! V1) rt äinii V a f ms s a i-vvt - 4 ittt iU.lil .a Uilfi VIU Ulteyl tlUllll UUU bessere Tage gesehen." Jawohl Tu hast einen scharfen Blick! Und was Teine Vorwürfe be tnrtt, ich bm doch in erster Reihe Ge

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sältsmann .und kann mir doch keine

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j- i i ! u. i iw- n. 4 - 17 c .TML. -M. J , I m : t G)pyright, ,84. ty The New York Musical Record Miene von Wildschweinen anlögen. Außerdem da ist gar nicht zu helfen' Seine Fähigkeiten haben sich verloren, sein Geschmack an den guten Dingen dieser Welt uud besonders an der edlen Bacchusgabe ist ihm geblieben. Der Mann hat nur einen Anzug und viel acht nur zwel Hemden, aber Dein Geld wird er in Rüdesheimer Auslese anlc gen. In irgend einem Winkel kneipt er sich fest und ißt Caviar und Austern dazu." Er ist ein Kunstler," erwiderte ich achend, und hat daher von Haus aus mehr Anrecht auf die Genüsse der Welt als der erste beste Geldprotz, dem man das freilich nicht übel nimmt. Uebri gens wittere ich eine Geschlchte'dalimter. Heraus damit!" Eme alte Geschlchte, die sich immer wiederholt in der Tragikomödie des KZnstlerdaseins! Dieser ann hat einst n Paris studirt und zu den Fünen groher Meister gesessen; seine Studienge nassen und Freunde waren ein Meis sonnier und ein Eourbet, mit denen er auf Du und Du stand. Er galt für ein Talent ersten Ranges, und er hat auch, kaum dem Meisterateller ent chlüpft, die grone goldene Medaille des Salon" bekommen." Ich machte wohl cm erstauntes und ungläubiges Gesicht, indem mein Blick uiwilltürlich über die Wildschweine" glitt; denn mein Freund fügte bekrästi gcnd hinzu: r, n t f t Ja, ja es tu 10; ioj erzayie ir ew Märchen! Das Bild, das ihm die Medaille verschaffte, und noch zwti oder drei andere, die er später schuf, gingen m den Besitz reicher Kunstfreunde ln England über, wo sie sich noch jetzt aus om Schlöffern ihrer glücklichen Besitzer bennden. Waren Ue in Museen und Galerien gekommen, so wäre sein Name heute wenigstens den engeren Kreisen beginnt.JXa, hat er denn plötzlich zu malen zugehört?" Ja! Er war luna. sehr hübsch und sehr gefeiert, er hatte Geld; er stürzte sich in den Strudel der großen Welt; er spielte, er trank, er gewöhnte sich an den Müßiggang. Natürlich war auch em LledcZroman dabei; man spnchtvon einer vornehmen englischen Dame, die ihn einige Jahre durch die ganze Wett geschleppt und dann verlassen hab soll. Kurz, eines TageS war er ein Abenteurer, der von und mit den La. stern der großen Welt lebte, ein Trin ker und Spieler, der sich noch eine Weile oben hielt. Dann wurde er, um nicht ganz aus der gewohnten Atmo sphäre der Sport und Lebewelt ver schwinden zu muffen, Stallmeister eineZ großen Herrn, da er mit Pferden mei, ftcrlich umzugehen verstand. Er konnte aber daS Trinken nicht laffen eS war wohl nicht immer Champagner , und so jagte man ihn schließlich weg. Ei zigeunerte dann noch eine Weile durch die Welt. Die Lust zur Arbeit hatte er längst verloren. Zuletzt griff er doch wieder nach der rettenden Planke oe Kunst. Zu spät; Während Urne, ebeinaliaen Kameraden Ecbntt iü

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i I Lfll- I I & I 0--r'i PML.nv&4 M'rxsfaj I IA I I i uj ? a a äizA lsjL rz:l 'jftzi -P ' -r--j U-TrrrgErr: Cq. Schritt den steilen Gipfel erklommen, hatte er sein Können, seine Anlagen vergeudet und vertrunken. Sein Namt war verweht, vergessen. Als ein gebro chener Mann lehrte er in sein Bater and zurück." Und die Schweine? Wie kam er aus die Schweine?Von Haus aus war er Landschasts und Thiermaler. Anfangs, nach seiner Rückkehr, malte er auch Pferde. Aber ein Pferd will in den verschiedenartig sten Stellungen studirt sem, und das kann man nicht ohne Modell. Anders bei dem kurzfüßigen, schwarzen Gesel len, der leichter zu malen ist, und au ßerdem findest Tu die Erklärung in sei nem sogenannten Atelier, das Tu doch natürlich besuchen wirst!" Ich war nun wirklich neugierig ge worden, und nach drei Tagen, die ich anstandshalber verstreichen ließ, um nicht neugierig zu erscheinen, suchte ich ihn unter der angegebenen Adresse auf. Ich ging über einen engen, echten Berli ner Hos, erklomm vier steile, dunkle Hintertreppen und stand endlich vor r. aw et cr r r i oer .yur, oie eine lazmuyige Linien karte als die seine bezeichnete. Aus sein donnerndes Herein" ön nete ich und stand in einem ziemlich großen, kahlen Raum, der sein Licht durch zwei Fenster empfing. Armer Teufel! Hier also hauste der ehemalige Genosse und Freund eines Eourbet? Ta5 Zimmer war grau ge tüncht und ohne Tapete. In einer Ecke stand ein zersetzter Schlafdlvan, davor ein Tisch, auf dem sich ein buntes Ehaos von alten Zeitungen, Weinfla schen, zerbrochenen Gläsern und Tassen befand. Auf einem Holzstuhl stand eine irdene braune Schüssel, daneben ein Krug mit Wasser; das war sein Waschtisch. Darüber hatte er eme Ei garrenkiste an die Wand genagelt, in der friedlich vereint eine Wichs und eine Haarbrüste lagen. An einigen Nägeln hingen eme alte Hcse und der Rock und Ueberzieher, in denen ich ihn neulich getroffen. Er selbst war mit emer Bluse bekleidet, die in allen Far ben der Malerpalette schimmerte und. wie eS schien, gleichzeitig zum Pinselab wischen diente Außer einigen Stühlen war dies das ganze Mobilar. Doch halt, ich vergesse das Wichtigste, waS dem Zimmer erst das Gepräge gab! In einer Ecke stand ein alter WeinachtStannenbaum, dessen Nadeln zum Theil bereits den Boden bedeckten. Ueber daS Ende eines AsteS waren ein paar schmutzige Gummi Manschetten gestülpt, ein gleichartiger Kragen lag friedlich über 'zwei kleinere Zweige gebrütet. Sein Wäschespind! n den Wänden hingen einige ver itaul t; 3üjjen ohne besonderen Kunst l'ei!h. In dec Nähc des Fensters stand ein klappriges Treiben, jene billigste !it do.i StrTe'ei, Jini) aus einem Brett in der Wand, bell beleuchtet von der .?onne. ein großes. Wildschwein aus :pö. daü Urbild all der vielen gemal ien Wildschweine, die er auf die Lein wand warf. Und nun bearin ich erst, warum üe

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3- .' rg t- r f . r ZpZ-i-5Hgfe- I o Cl' Ä bt rt u I fuiU of Dew. Z tmmer im Schnee oder im Wasser wate ten. Das gipserne Modell besaß näm lieh nur noch die oberen Stümpfe seiner Beine, die im Uebrigen längst den Weg alles Gipses gegangen waren. Da der Alte sie nicht aus dem Gedächtniß malen konnte, half er sich durch den Schnee, m den sie versanken, und den er an den gegenüberliegenden Dächern tudlren konnte. Poor Yorick!" Ick wußte nicht. ollte ich lachen oder weinen. Er trat mir mir emer unoeschrelviicyen Würde und Grandezza entgegen, als empfinge er mich inmitten einer Fülle . . t i r r f ' f der kostbarsten Kunstwerke, Möbel und Teppiche. Er lud mich höflich zum Sitzen und Mittrinken em. Ein zersprungenes Weißbierglas, das gewöhnlich als Aufbewahrungsort für emen Tabak und seme Pseise zu die nen schien, spülte er unter der Wassereltung aus, um es mit Weißbier zu üllen. Vorsorglich hatte ich aber zwei Flaschen Rauenthaler mitgebracht, da ch um seme Schwäche wußte. Sem Gesicht leuchtete anch verklärt auf, als ch daS edle Natz in em Wem- und em Wasserglas goß. Er schlürfte es wie ein Kenner, kostete langsam Tropfen ür Tropfen, schnalzte mit der Zunge und sagte endlich: Gute Marke aus ven sechziger Jahren! Früher habe ich o was oft getrunken, jetzt dagegen " Es bedürfte nur noch eines leisen Anstoßes, um ihn zum Reden zu brin vi v w n f f rt gen. cacyoem er oie erne iajcye sau ganz allein geleerr, erzaylle er uner müdlich von der großen Welt, in der er gelebt, von den guten Dingen, die er aeseyen und genossen, von oen zcyonen Frauen und den großen Künstlern, mU ?enen er auf Du und Du gestanden. und von den Bildern, die er einst ge nalt. Dabei leuchteten seine Augen l erklärt, leuchteten in einem fast über irdischen Glänze. Er sah sie vor sich, , r . ... c?w r?! m:rv . er vecyrieo nc mir, iöuo iur -ouo, in allen Einzelheiten. Plötzlich verstummte er, sah sich wehmüthig und enttäuscht in dem öden, kahlen Raume um und sagte leise: .Sie sind alle todt Eourbet uno Meissonnier und Lady M.! Nur ich lebe noch, ich lebe!" Zwei große Thränen liefen ihm langsam über die Wangen, die er schamhaft in seinem Weinglas zu ver stecken suchte. Der Schmerz übermannte ibn. und ein dumpfes, verhaltenes Schluchzen drohte ihn zu ersticken. Er varf sich in die Sophaecke, verbarg den Kopf m seinen Armen und weinte vu tetlich wie ein Kind. Auch mir stiegen die Thränen auf. LZ erschien mir unzart, diesem elemen taren Ausdruck eines tiefen Schmerzes sls Zeuge beizuwohnen. Leise legte ich emen Geldschein unter das ia, leise stand ich auf und entfernte mich. M 1 W . I Jt tm vcocy yinier oer yur qou? im ii hoffnunsloseS Schluchzen. Hier half kein Trost. Zu spät - ,orbei. hoffnungslos vorbei für diesen Invaliden der Kunst! Ein versehltetz Leben!

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!s- : Jägerglaube in Lithauen. In jenem kleinen Bezrrk Ostpreu ßcns, welcher durch den 'dunklen Fich ienwald der Nominier Haide und durch öen unwirtlicheren russischen Grenz zraben vollständig ein und abgeschlos en ist, blüht die bunte Blume des Iiannichfaltigsten Aberglaubens noch tn gar vielen seltsamen Exemplaren, freilich haben die letzten zwanzig Jahre uch m dieser Weltabgeschiedenheit Wunder gewirkt, ohne daß es dort durch etwas mehr Aufklärung gerade emüthlicher geworden wäre. Rings um die ausgedehnte Rominter Haide gab es und giebt es noch eine wahre Besatzung" von zenen durchtriebenen und wenig gewissenhaften bäuerlichen Besitzern und Eigenkäthnern oder deren Löhnen, welche theils mit, öfter noch ohne Berechtigung, mit einer vorur zeitlichen Donnerbüchse zu Felde zie hen, um am Waldesrande und, wenn die Lft rein zu sein scheint, im Walde elbst auf Raub zu lauern. Ihr Hos cn und Harren gilt vornehmlich Rehen und Hirschen, wobei das Alter. Ge chlecht usw. natürlich keine Rolle Hielt". Einer der schlimmsten von al en war seinerzeit ein kleiner Besitzer, der aus lm französischen Feldzuge eine unbesiegbare Leidenschaft für em freies Umherstreifen mit dein Gewehre heim gebracht hatte. Er war aus allen Dorfjagden wie zu Hause, unternahm jedoch vielleicht noch häufiger minder' harmlose Abstecher in den nahen Forst. Es war haarsträubend, was man sich von seinen Erfolgen erzählte. Niemand aber konnte oder wollte ihm et tvaS beweisen. Es gelang jedenfalls nicht, ihn abzufassen. Ihm zu begegnen, wäre unter Um ständen auch nicht so unbedenklich ge pesen, da er als Lithauer wohl sofort aus 's Ganze" gegangen wäre. War ooch auch seine Schießfertigkeit bekannt genug. Eines Tages mochte ihn nun, kils echten Lithauer, vielleicht der Kor liuS" besonders redselig gestimmt haben, denn er erzählte ausführlich den eigent lichen Grund semes sicheren Schießens. Seine Flinte habe anfangs nichts Rechtcs treffen wollen, bis ihm der für solche källe Mitgetheilte Rath emes besonders aeriebenen Waldanwohners eingefallen sei: die Flinte einige Zeit unter der Schwelle des Stalles zu vergraben. Er habe tos gethan, und wirklich sei eS dann mit dem Schießen schon besser ge gangen, aber immer noch nicht gut ge oug. Da? Nächste war daher, daß er sich eine Blindschleiche im Walde fing and sie lebendig aus der Flinte schoß. LaS war dann gleich eine ganz andere Seschichte. Nun schoß sie schon wie .Eist." Ein guter Freund von ihm bestä sigte sie als etwas durchaus SelbstverLändliches und Gewöhnliches und fügte hinzu, daß jener Biedermann das Beste noch gar nicht erzählt hätte. Da sein freund manchmal ein wemg über den ßorstgrenzgraben sprmge, so yaoe er lein Gewehr , so sicher machen wollen. daö iedes Stück auch im liniiern

V D 5.64 -JSrcr H"au viwiiüd cözci: unter dem Feuer bleibe. Als er deshalb einmal (um Abendmahl gegangen sei, habe er Die Oblate, die der Pastor ihm in den Z)!und gesteckt, nicht hinuntergeschluckt, sondern die ganze Zeit über im 'Munde behalten. Nach der Kirche hätte er sie unbemerkt herausgenommen und, zu Lause angekommen, sie noch an demsel ben Tage in die Flinte geladen und susgeschossen. Seitdem treffe er mit jedem Schuß. Aber er selbst möchte Doch eine so große Sünde um keinen Zreis begehen. Solche und ähnliche Zlnsichten finden sich dort und wohl auch sonst noch immer ziemlich zahlreich ver breitet. Sie sind Jahrhunderte alt und werden noch manches Jahrzehnt überdauern. Die alten Lithauer stecken och tief im heidnischen HokuSpokuS. md was sie nicht wußten, lehrten sie sie Salzburqer. die eine Menge von Gebräuchen und abergläubischen An sichten, sür sie Ueberzeugungen, auö hren Gebirgen mitbrachten. , Splitter. Individuelle Menschen spiegln sich in ihrer Umgebung wieder. Früher rechnete man unbedinzt mit dem Charakter des Menschen, heute kann man es im Allgemeinen nur mehr mit deren Charakterrnanzel wa Zen. . . .. Eben werden im unmel ge 'chlossen und auf Erden ausgekämpft. Der Klatsch ist die Scheidemünze auf dem Jahrmarkt des Lebens. y " ra in .:t ;$cd, illge Nie. as ii öa ich der Wortlaut der größten Luge. Es gibt Lebenskünstler und Le bensakrobaten. Das Geschwätz der Gegenwirt toird die Sage der Zukunft. MäMgkelt ist die Weisheit r,er Weisen. Das unfehlbarste Dogma ist der Glauben an den Unglauben. Die brauen leben in Erinncru.:zen, die Männer in der Gegenwart. Die Liebe ist göttlich, die lh: menschlich. So Mancher geht fort, zn in's Wasser zu springen, kehrt ab oieder um, weil es regnet. Meerscbaurnr feilen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen :e., bei W. Mucko. 1 Oit Waskinotlin Str kVekmet nur die echten. y. Brandt's mmU7i Pillen. Blutroinigond. Befördern die Verdauuno. Bettel Mittel Leber u. Gallenleiden. zu tibea in allen ipothetaa.

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