Indiana Tribüne, Volume 18, Number 81, Indianapolis, Marion County, 8 December 1894 — Page 3
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Dr. Tbeel war der in ,lg r,t d,r micb gründlich , utersucht undlsgt: Ja, Si, sinderbärmlich gerichtet, da Schlimmste daß ich in Wo ' eben gesehen hat, aber desöli 2!, w Si weinen ath und ich rd4 A I St mit ?te Hilf, kurriren". ySj'tJ Ich faat, Dr. Tb,!, ich bi &.rJ2' ' tmt hltchcrJung. 4)Pf- sagte, Kosten find dieselben be mlttelt Leu: bttihlen baar. ! welche ihr Armuth vewtisen, bezahlen fthjahlmtgl es fühlt Mlch toi, Vkeugedor nach dem rfte Mont der Behandwna. In ine Jadrwar ich aanzkutut und hau Sa ipsund zugenommen, et ,n;ie Gebet ist, Sott möcht all reich und arme Leirend dem Dr. Tdeel zufahren. ikr ist. der großartigste, best und gti,er,Igst Doktor undZpeciallst und treu lusemem erus. et hldäter der Menschheit, cher für Jeden thu wurde, a er für ich that. ffrnrnet Henrn, beeret bei H. (5. DeernlnA, H. P. HarriSdurg, ?a. ,z ....... t . ... THEiinnn rvTniPTe Illll 1,111 L LA I II11ÜI0 Trtptxti ccortUu to ths Xonnal of . , Dr.Wm.'A. BLA3E&IOOT), In LIi ubontory AtTT Mhlatjton, J. C CIREBBIÜS. frorn tfaa hrla. for dls-. um oi ui uruo ua urrou iTiteu. ' l .S.B'V V .fcj.i . J . Ol jricwn. (LCOmOWISAXUIrIC.) 1 CABDIXE, Irm rt, toi dUeuci i irornuaipuiti cora , ror , i ox nn ' ' TCSTlüs E. from ttc tett, for dlaeuM of I tb Um. (Atroptij oX tti orgu, Impofencr. , c.) r - .-TABnnr, from . rftrtei.for dIM , I tL (HTrk"i.t . ... I ' BLIC L 1.1 U E. IHTTXI1D. t. 1 Dom, Fhft firops. Prlc (2 drachrn, f 2.50. , I ji'hi rtrioo1cit ffect produced tf A . itai'. 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i t b e. Roman ben 2t. von Klinckostroem: (Fortsetzung.) Ein Wespennest, in das eine unvorsichtige Hand gestochen, kann nicht in größere Aufregung versetzt werden, als
oie gesammte Herrenwelt nach diesem Beweise Nicht verurtheilt wurde i Ver Schlage, den Fritz doch nicht erwarte! Amoralischen Ueberzeugung der I Gesellhat und der ihn völlig außer Fassung schaft gemäß ist Fritz ein Betrüger, und bringt, denn derselbe ' zeigt, daß der Alles, was geschehen mag. um. die Berichterstatter genauer unterrichtet ; Sachs zu vertuschen, wird ihn von die sein muß, als anzunehmen war. Die fern Verdacht nicht weiß brennen. Ein
Betheiligien sind außer sich, und Rein hardt muß mit lhnen mt unerqmallch ften Erörterungen durchmachen, weil ein Jeder überzeugt ist, daß die Jndiskretion nur von ihm ausgegangen sein taun, und es seiner wiederholten ehrenörtlichen Versicherung bedarf, um sie von seiner Unschuld zu überzeugen. Die angeknüpften Verhandlungen mit dem Neuen Kourier" bleiben ohne Er folg, denn das Blatt verlangt, - Fritz solle.den .Strosantrag zurückziehen, und der. Letztere verweigert d!eö. ebenso ent .schieden,-denn- tm Zurückweichenn' diesem Augenblick bed'eüie't soviel w!e- ein Eingeständniß, und er rechnet mit Be stimmtheit darauf, daß alle Betheiligten, ihrem Wort getreu, wenn eö zum Prozeß kommt, ' die Zeugenaussage verweigern werden. Diese hingegen setzen Alles daran, ihn zu einemi Ver zieht zu bringen, denn sie wollen! nicht in einen derartigen Prozeß verwickelt werden. Altenau ist seit. acht. Tagen in der Schweiz, um den Bau j einer neuen Bahn zu leiten, aber als'man ihn schriftlich von den Vorfällen .'in Kenntniß setzt, telegraphirt auch er sofort, man möge Fritz zum Verzicht zu bringen suchen. : , ' Er Hort indeß nicht darauf, sondern hält mit hartnäckigem Eigensinn an seinem Entschluß fest, obgleich keinMensch den Grund begreift, denn in den Augen der Gesellschaft ist er bereits verurteilt und Niemand zweifelt mehr an seiner Schuld, mag dieselbe erwiesen sein oder nichtsda ein Jeder. sia) sagt, ' daß d:r i,Neue Kourier" zu reuze 'kriechen -würde,' wenn er nicht vollgiltigi Beweise in Handen hätte. Seine Bekannten wenden den Kopf zur Seite, um ihn nicht zu sehen, wenn er auf der Straße an ihnen vorüber geht, und 'im Klub hält Offersheim lange Reden'. in denen er Alles, was irgend gegen Aritz zu 'sägen ist, und der Himmel weiß, 'wo er' alle diese unerquicklichen Dmge aufgespürt hat vorbringt und leibenschaftlich dessen Ausschließung beantragt. Man zögert indessen 'doch, diesen Entschluß zu fassen, denn es handelt sich immerhin um einen iMajoratserben, den' zukünftigen Besitzer eines bedeutenden Vermögens, - den man gern mit weichen Handschuhen an fassen möchte. Solche Ding: gerathen ja, wo von einem reichen Manne die Rede ist, so schnell in Vergessenheit, nach einigen' Jahren, sprach sicher! kein Mensch mehr davon und man konnte ganz ruhig späterhin die guten Diners besuohen nelche der Besitzer von 'Trieberg seinen alten Bekannten ohneZweifel geben würde, wenn man ; jetzt glimpflich . mit ihm verfuhr. Diese Erwägungen bewirken, daß Offersheim des Vergnügens verlustig geht, einem gefallenen Freunde den letzten Fußstoß 'zu geben, der Ihn-vMg :zu Grunde richtet. , ES fehlt jedoch picht, an Stimmen, welche den Wunsch vus sprechen, Fritz selbst möge freiwillig ohne Aufsehen aus treten, und da .er. hierzu nicht Lust zu haben scheint, , so schreibt Baron Elden dem alten Herrn von Erlingen, ihm die Sachlage offen mittheilend, und bittet ihn, . seinen Sohn unter den obwaltenden Umstanden für einige Zeit auS Berlin zu ent ferne.n. Der alte Herr, welcher in tiefster ländlicher Einsamkeit der Bewirthschaftung seiner Güter lebt und in'den Zeitungen nur den politischen und landwirthschastlichen Theil liest, ist-wie vom Donner gerührt, als er diesen Brief erhält. Gerade inletzter Zeit hat er sich der Hoffnung hingegeben, daß sein Sohn sich vielleicht doch, noch besser entwickeln könne, als er 'bisher geglaubt, denn eö sind ihm lange keine Wechsel mehr präsentirt worden, und lange keine schlimmen Gerüchte zji Ohren gekommen, wie wohl sonst riur zu oft. Für . ihij, der daS ) ganze Leben hindurch sein ; Wappenschild fleckenlos hoch gehalten hat, ist dieser Schlag! der härteste, der ihn treffen 'konnte. Die Nachricht, daß Fritz, gestorben sei, hatte ihn nicht tiefer erschüttern können ja im vergleich zu jener anderen Kare sie ihm wie. ein Glück erschienen., und ohne Besinnen 'reist ' er' nach ' Berlin ,db und fährt geradewegs' vom ' Bahnhof , nach Reinhardts Wohnung, um mit feinem Neffen Rücksprache zu nehmen, 'ehe ex den Dohn aufsucht, .MMyardt'yatnnicht erwartet und ..erschrickt,, als der alte Herr über raschend eintritt. .Kommst Du 'wegen wegen Fritz?" fragt er zögernd. ' .Ich komme, um von Dir die-Wahr-heit zu erfahren!- fagte - der. Aeltere fest. .Und bedaure, daß Fremde mir mittheilen mußten,- was. ich wohl berechtigt gewesen wäre, , von meinen nächsten Anaehörigen zu hören..Verzeih, Onkel, aber.eS war nicht CY 1.9 l"TS 1, .9 fT ...l!t..3 meines ÄMies, juu eiwas junamo zu schreiben. Ich bin völlig entschlos-. j sen. mich in keiner Weise da hinein 'zu 1 mischen." I .öältst Du eS für möglich, daß et. waS Wahres an der Sache ist? Ich j bitte Dich, sei ehrlich mir gegenüber.. i 'Und ich' bi:te Dich, mir jedes Ur- ... 1 '? theil zu erlaben, az weis nicyis avon und' will nichts davon wissen. Un.sere , nahe Verwandt. chall ?yar oie Leut verbindert. in meiner Gegenwart darüber zu sprechen, und daS war mir , lieb. ! ,Du bist unvorsichtig. Ich kenne, , Dick. Wärest Du nickt leider in Dei? nem innern von ffrikenZ Schuld über? . zeugt, so wärest .Du sofort entschlossen ' vorgegans.eq, denn Du besitzest, in ho -
Dtrn-üJfaBe daS, was meinem Jungen fehlt, den Sinn für Familienehre. Wie war es nur möglich, datz Fritz sich so weit vergessen konnte! Oh. meinGott! wie war es möglich !" -Beruhige Dich doch. Onkel! Es ist ja nichts erwiesen und wird wohl auch nie erwiesen werden."
Ist ein Verbrecher deshalb, weniger schuldig, weil er wegen, mangelnder Sohn unseres Hauses! Ein Erlin gen! Und was kann denn überhaupt jetzt noch geschehen? . Die Schande, die über uns hereingebrochen ist, bleibt doch unabwendbar, und ich weiß, daß Du sie eben , so tief empfindest wie ich, denn Du denkst und fühlst wie ich. Wärest Du mein Sohn, ich könnte die Augen ruhig zumachen. 'Herr, mein Gott! was habe ich denn gethan, daß ich mit einem solchen 'Kinde gestraft wurde?- v Und der. stattliche alte , Herr .sinkt schluchzend auf einen Stuhl und schlägt d!eHände vor das Gesicht. Reinhardt ist in. der köstlichsten Verlegenheit, denn er-kann und.mag inicht gegen . seine Ueberzeugung tröstende Worte sprechen welche nothwendig jedes reellen Hintergrundes : entbehren müssen, aber in - diesem Augenblickkommt ihm Mira zu Hilfe, die sich bisher im Nebenzimmer gehalten hat,' und neben dem älteren Verwandten Platz nehmend, faßt sie seine Hände mit sanftem Druck und zwingt ihn., in ihr reizendes,' vonTheilnahme erfülltes Gesicht zuflicken. ..''', . .Glauben Sie mir, lieber Onkel, wir fühlen diese Prüfung auf das Lebhafteste mit Ihnen, denn da mein Mann keine Geheimnisse vor mir hat .und die Sache ' ja leider in aller Leute Mund ist, .so weiß. ich auch,' welchertraurigen Veranlassung wir Ihren Besuch i derdanken, und kann ganz offen mil JHnen. sprechen. Meine Theilnahme gehört. Ihnen in demselben Maße, wie dem armen .Fritz. . Ich wollte nur all: Leute sähen die ganze Angelegenheit mit "denselben Augen' an wie ich, dann würden sie -das, was sie' jetzt für' ein Vergehen halten, auch nur als ein'Ungluck betrachten. Aber. wie kann man denn Jemanden zum Verbrecher stempeln, der nicht im Stände ist die Verantwortung für sein Thun 'in trägen? Ich kenne " Ihren Sohn besser, als die meisten Menschen,, und 'habe, gelernt,- die.' Erklärung für. seine oft so unbegreifliche Händlungs-' weise in feinem körperlich und geistig krankhaften Zustände zu suchen. ! Einem Kranken darf man nicht die Verantwortung für sich selbst aufbürden." .Wollte Gott, daß dem so wäre! Dies Bewußtsein, so .traurig- es ist, würde meinem Herzen das ja so gern eine Entschuldigung finden möchte we-' nigstens den Sohn wiedergeben. 1 Aber leider habe ich mcht diese Ueberzeugung. - - . - ; .DaS begreife ich nicht, denn dem unbefangensten Menschen muß Fritzens hochgradige Nervosität und eine: qewisse .Zusammenhanglosigkeit seiner. Ideen und Handlungen auffallend Ha' den , Sie 'me daran gedacht, ihn j von einem Psychiater , beobachten zu lassen......Neui, der Gedanke ist mir noch nie gekommen.- . .Und er liegt ' doch so nahe. . Man braucht ja nur! einen' Blick auf. ihn zu werfen Wäre er .vöMg normal, :so würde i der Sohn eines solchen VaterS sich doch körperlich ganz anders entwickelt. haben. . Die Erlingens' sind I stets, soweit ich nach den in Reinhardts Besitz befindlichen Familienbildern ?ur theilen kann, ein Hünengeschlecht gewesen." ' .Ja. eS ist wahr. Er ist auö der Art gefchlagen.- . .Ganz ohne Ursache entartet ein gesundes Geschlecht nicht..Die Ursache ist leider nackluweisen In der Pflicht, hie unS moralisch gufliegt, , unsere Frauen auS den ältesten und besten Familien deS Landes zu. wählen, hat es nur zu oft vorkommen müssen, , daß Verbindungen geschlossen wurden, welche der verwandtschaftlichen Beziehungen wegen eigentlich hätten unterbleiben sollen. .'. Der Kreis, i innerhalb dessen die Wahl zu entscheiden hatte, war eben zu klein und wurde 'mit jede? Generation enger. Ich bin mir sehr wohl bewußt, daß daS nachfolgende Geschlecht die Kosten dieser Verwandtenehen zu tragen hat, aber -trotzdem war ich dafür, an den alten Traditionen festzuhalten, wozu sich in meinem Fall noch Herzensneigung gesellig Ich heirathete meine Kousine, wie mein Grokdater es auch schon gethan hatte Doppelte Verwandtschaft verband mich schon, vor meiner Heirath mit meiner seligen Frau. . Dies ist woh der Grund, weshalb unser Sohn ein körperlich verkümmertes Menschenexemplar' geworden lst. .Und ein durch Erbschaft deS Bi tes ' körperlich ; verkümmerter Mensch sollte, geistig ganz normal sein? Glauben Sie .'nicht., daß das Gehirn eines solchen. Menschen ebenso verkü.nmert und in - seiner Thätigkeit beschränkt sein wird, wie 'der. ganze übrige Nervenapparat? Es 'klingt grausam, was ich da sage, aber wenn man Klarheit sucht, darf, man' die Wahrheit nicht scheuen.--.Sie mögen Recht haben. Ich habe mir das noch .nie so klar gemacht, dachte imyier. nur, .meines Nachgiebigkeit und Verwöhnung gegenüber dem ; (inzigen Kinde einer geliebten. Frau sei Schuld an Allem, und , bemühte mich.- in späteren. Jahren, durch Strenge, und Härte gut zu machen, was ich in der ersten Jugend versäumt hatte. Mein arine; Junge!.)Der.aste Herr springt auf und'geht erregt' mit großen" Schritten im Zim rner auf und niede. , . '. ' ' '.'.NeZn nein! jassen Sie mich e nen Äugenblick, sprechen Sie nicht mij ; 1 41 i -. cm . - . riii. kveyrl er, i aytiro noaj tiroas huizusugenwill, ab. . -.Die -Perspzk- ! tire. 'die. sich .'mir bei dem Gedanken an
viele Möglich kell eröffnet, ist zu entsetzlich, würde Alles, was ich mein ganzes Leben hindurch geplant und gewünscht, auf einmal zusammenstürzen lassen." .Aber sie würde der Welt gegenüber eine Rechtfertigung sein, und darauf scheint es mir in diesem Moment hauptsächlich anzukommen.-
.Mira!" ruft Reinhardt. . .Was sprichst Du da! Wie kannst Du das verantworten?" Herr von Erlingen bleibt mitten in seiner. Wanderung vor dem Neffen stesten und sieht ihn unter den zusammengezogenen buschigen - Brauen hervor mit durchdringenden Blicken an. .Du glaubst nicht . an eine geistige Störung bei meinem Jungen? nach Deiner Ansicht ist er also ganz einfach ein Hallunke, der genau wußte, was er that?.Onkel. Du thust, als wäre seine Schuld erwiesen!" .Ich werde mit ihm sprechen, und so bewandert er auch in.Verstellunqskünsten sein mag. werde ich auf seinem Gesicht doch die Wahrheit lesen. Ich kenne ihn ja. Ist er aber schuldig, so bleibt :mir-nur- übrig, 'ihm entweder selbst die Pistole in die Hand zu' geben. denn ein , Erlingzn .lebt .nicht weiter. wenn er sich entehrt hat, oder er ist eben geistig nicht mehr zürechnungsfähig, und das wäre die einzige Rechtfertigung. welche in den Augen allerMenfchen stichhaltig wäre, und die ihn auch vor. mir entschuldigen würde; ich selbst müßte dann einen Theil der Verantwortung auf 'mich nehmen." .und vielleicht wurde es ihm gut tjun, eir.e kurze Zeit hindurch in einer Ner zenheilanstalt untergebracht zu werde.i. T:e Welt wurde sich dann rasch zufriedkn geben und ihn beklagen, und kommt er dann spater heraus, so U:M lein. Mensch mehr an diese Episoe od:r hochitens q:schieht es mit. JV&:o, denn w:r würde das Herz hav.'n, einen Zinnien zu ,v:rurth::len? wird nicht srelwilllz in eine solt n'iaii aeen wollin.'' lffortsetzung folgt.) Pit nd Pet. Humoreökvoil Marie talzl. .Du bist wohl so gut und mmmst meine beiden kleinen Hunde in Pension, während ich verreise. Ich kann sie nicht mitnehmen, und meiner HausWirthin mochte ich sie nicht gern anvertrauen, sie ist so barsch mit. ineu. .Außerdem 'gönne ich Niemand als Dir das.! Vergnügen. Du wirst. . deinen Svak'mlt den lieben Thierchen Habens so hatte die verwittwete Frau Bankvrasident Lohlern, zu ihrer Z?reuiiom. dem -nicht mehr ganz jugendl'.chen Fräulein Armida Senkwitz. aesagi. und diese ging, freudestrahlend auf den Vorschlag em, denn Pet und Pit waren :. ihre erklärten, vielbewunderten Lieblinge. . . . . ' - - .Du wirst keine Last .von ihnen hab:n. Du mukt mir nur versvrecken. sie jede. Woche zwei Mal zu baden. siebenundzwanzig Grad Reaumur. .und sie daraus, mindestens eine Stunde in ihre decken, gewmttt :tm warmen Zimmer zu halten. .'Und zur Nacht nimmst Du sie wohl in Dein Schlafzimmer, sie sind'das von mir. gewohnt und fürchten sich! allein. 5kbre' Näbruna ist sekr einfach, sie fressen Alles, - was gut tjc i , cti. ä ir jt . ; n ' i. ' r. . r: . itycau.. j;c jyaupiaic iji, oag ic täglich genügend Bewegung haben und an die frische Luft kommen, sonst, werden sie mir krank. Ich gehe täglich mindestens' zwei Stunden- mit ihnen spazieren. ' Aber 'gib 'um Gottes willen Acht, daß 'sie nicht überfahren oder von' fremden Hunden gebissen werden, Ich wäre unglücklich, wenn ihnen etwas pasjirt. ... 7. . . . 'Freudig verssrvch Armida, auf alle Vorschriften zu achten,' und' konnte die Stunde kaum erwarten.- wo Bit' und Pet bei ihr einziehen würden. ' : Endlich tm Lause des ! Nachmittags 'erfchn Lertha. -.Frau ' Löhleins Dienstmädchen die Hunde' an- der Leine, unter jedem Arm einen großen -Korb mit Bettchen und Decken ausgestattet. : Het war 'ein schneeweißer Seidenpudel. - bildbübsck.' 'dazu von - liebenswür digem,- anschmiegendem - Temperament. ftll ". ' " . Vi.JirwiArttv VI, Kitt lUlJlUUUll, tujU.VUgi. Rattler von nicht - ganz echter Rasse, stand ' an Schönheit und gewinnendem Wesen - Pet . bedeutend -'nach.-Er ' war fvröde' - sehr 'erklusiv-und neigte zur Bissigkeit wie zum ' Mißtrauen. - ' An wen er sich jedoch attachtrt . hatte, . vcinj iii-- . ... j -r... . . -. war er treu ohne Wanken wayreno oer. schöne-flatterhafte Pet für em Stückchen , Zucker oder Kuchen für Jeden zu baben.war.'' . . - Mit offenen ' Armen -. kam Armida ihren Schützlingen entgegen, die. zevoq heute durchaus n,tchts von '. w Wmi en wollten, Pit zoss stch.fofort unker das Sopha .'zurück - und 'verharrte 'dort in stummem Trotz während Pet auf'das Fensterbrett "sprang, in 'ein sanftes Klagegeheul' ausbrach, vom 'Fensterbrett zur - Thür lief ' und ' von der Thür, wieder 'auf .'das Fensterbrett spränge unaufhörlich winselnd und klagend. Mit . unerschöpflicher Geduld lag Armida' wohl eine halbe Stunde auf den Knieen, den Kopf unter das Sopha gesteckt, um Pit mit den süßesten Schmeicheltönen, die ihr zur Verfügung "standen,-an ihr 'Herz zu locken. Das , Thier zog sich in die äußerste' Eckezürück.rührte sich nicht und sah sie mit stummem" Vorwurf an. Pet suchte ste mit Bisquiis und' mit Zucker zu'befchwichtigen. er verspeiste Alles mit Wohlgefallen und heulte weiter. . Dann kroch sie in ganzer Person unter das Sopha, um Pit au trösten. Es war zwar unbequem) aber das Thierchen thatlhr zu leid. ; ' .Um Gottes willen,- hörte sie die Stimme ihrer Mtte hinter sich rusen .waS ist denn los? Armida, wo steckst Du denn? Herr Pastor Klinge hiel will Dir einen Besuch machen." Aus diesen Besuch hatte sie lange mit -Sehnsucht gewartet, doch kaum war der erste Rus erschollen, als Pit wie ein Rasender aus seiner Ecke bervorstürzie
und dem Eingetretenen zähnefletschend an die Beine fuhr. Sie hörte einen Schmerzenslaut, ein: .infamer Köter!- wiederholtes Knurren, Beißen, Fletschen, Füßestani
pfen. Schlagen und Hundegeheul, während Pet bellte, daß Einem die Ohren gellten. Sie wollte schnell zur Hilfe unter dem Sopha hervor, aber rückwärts ging es schwerer als vorwärts. Sie blieb mit ihrem Haarpfeiler und mit einem Haken ihres Gürtels an den unteren Eingeweiden des Sophas han gen, und als-die Köchin versuchte, sie an den. Füßen . hervorzuziehen, riß sie ihr einen ihrer, zierlichen - Hausschuhe ab und fiel rückwärts gegen einen Blu menständer mit Armidas LieblingsPalme, die klirrend zu Boden stürzte. Als Armida, endlich befreit, wieder auf ihre Füße zu stehen kam, sah sie, wie Pastor. Klingebiel dem Pit eine Decke über den Kopf warf und versuchte, sein Gekläff unter ihren Falten zu ersticken. .Aber Herr Pastor, Sie bringen ihn ja um!" rief Armida entsetzt. - .Mein gnadiges Fraulem,- wenn Sie das : Thiers nicht : N2 die . Kette -legen, kann; kem:.Menschmehr ohne Gefahr Ihr .Zimmer betreten!- : ' Melch elne Ldee! "An die Äeite! Pit ist nur mit Liebe zu bändigen!- - .Man kann Alles übertreiben. Und Liebe zu einem Hund, die -bis unter das, Sopha geht, so daß nur die Stiefelabsätze sichtbar bleiben. ' nenne ich eine .starke . Uebertreibung, nicht nahr, Herr Pastor?- siel Armidas Mutter aufgeregt ein. ' ; : Der Streit war fertig. -'Und Pastor Klingebiel, der .ganz. anderer-Absicht gekommen,' verließ .empört ' das ; Hzus, als Armida ihm kaltblütig erklärte, er müsse sich . an die 'Hunde gewöhnen sie dürfe ihnen nichts thun. .Aber Kind." - rief Frau Sentwitz händeringend,.- nachdem er .sich gereizt entfernt hatte, .er . kam, um Dich an zuhalten!- . Armida war. bestürzt. - -Seit einigen Wochen, war sie entschlossen, Pastor Klingebiel dessen An trag sie erwartete, zu erhören. ' Er war Wittwer und eine sehr -passende Partie für sie. Sie schwärmte für seine Predigten und unterstutzte -lyn.tn der Sonntagsschule und bei Wohlthätigkeitsvereinen. Beim Abendessen zeigte es sich,' daß die lieben Thierchen nicht von Küchentellern, sondern nur von echtem Porzellan fraßen, was ihnen die Todtfiindschaft der, Köchin zuzog, die höhnisch fragte, ob sie nicht die vergoldeten Des sertteller wünschten. - Pit fraß an dicsem ersten Abend, trotz allen Zuredens, nicht einmal Braten, und Pet nur mit Sauce. Dann kam die erste Nacht. Am nächsten -Morgen war Armida um ejne Erfahrung reicher. Nämlich daß eine ungestörte Nachtruhe zu den größten Segnungen des Lebens . gehört. Sie hatte die Hunde weich und warm in ihre 'Körbchen -gebettet und ihnen liebevoll .'.'gute ' Nacht gejagt. Aber kaum war das Licht ausgelöscht, und sie streckte sich behaglich zur Ruhe, als etwas zu rascheln und umherzutappen anfing. ' Sie steckte Licht an.. " Pit war seinem Bett entstiegen und ging spazieren. . . Liebkosend brachte sie ihn wieder zur Ruhe und löscht das Licht. Einen Augenblick tiefe Ruhe. . . .. Aber mit einem Schrei-des. Entsetzens fuhr, sie auf.' denn ein Hund war gerade auf ihr Bett , gesprungen. Sie wußte später nicht, wie ost sie in dieser Nacht noch Licht angesteckt und die Hunde . hinter Kommoden, Schränken und unter Stühlen hervorgeholt hatten Endlich wurde sie mürbe, und als einer nach dem andern auf ihr Bett sprang, ließ sie sie liegen, jedoch mit der Ueberzeugung daß S nicht 'zu den Annehmlichkeiten des . Lebens gehört, mit zwei Kötern zusammen u schlafen. .. : ; : Am nächsten Morgen kam das Bad. Als die Prozedur zu Ende war, befand sich Armida in Schweiß gebadet und jodtmüde von der ungewohnten Arbeit. Es hatte drei Menfchen erfordert, um die Thiere in der Wanne festzuhalten und abzuseifen. Das Hausmädchen war wüthend und weinte. j ' - Noch-angreifender ; erwies sich jder erste Spaziergang. Ein Mal mußte Armida mit eigner 'Lebensgefahr Pet den Radern einer daherrollenden Equipage entreißen und' dem .entfliehenden Pit .straßenweit nachlausen. ,7 'Dann nahm .sie beide Thiere '-''dir Leine. Abe.r auch das hatte seine Schwierig sehen.- Wenn der ! einr nach'echlö wollte, , strebte ,der andere -nach 'Zinks, und wenn der eine rasend 'i?ouvarts, stürzte, blieb der' andere wie ängewurzelt, stehen. V " - ':; .. ;. : ;" ' Als die vierzehn Reisetage der Frau Präsident Löhlein ihrem Ende ' earge-' en gingen, war sie ' um 'einige Pfund seichte? 'geworden, 'und ihre Nerven t fanden sich in bedenklich gereiztem Zustand. Sie' stand mit sämmtlichen Hausgenossen '.auf ' gespanntem'. Fuß und ' wurde 'von allen . guten.' Freunden gemieden. Köchin und ' HäuSmadchen erklärten, sie würdigen 'kündigen, nxnn die Köter 'im 'Hause 'blieben, und mit ihrer -Mutter, hatte 'sie. taglich. Kämpfe wegen des Zerwürfnisses -mit Pastor Klingebiel.. , " Aber das Schlimmste stand ihr noch zum i'Schluß bevor. $pxi Tage vor der Rückkehr der Frau Präsident ging sie über die Stadtpromenade, Pit und Vet an der Leine. . , ,. .'. Sie' war ohne' erheblichen .Unfall. tis an einen 'der-'-belebtesten KÄuzünZs dunkt von Straße und Prontenade' gekommen, . als ' Pastor Klingebie! ' in '. der Menge auftauchte, - j Q5r ; grüßte t pnd kam mit versöhnlicher Miene auf sii zu Sie hatte ihm . Tags 'zuvor eine näm' hafte Summe 'für "einen Wohlthätig-' Zeitszweck zukommen lassen . ' 7 - Erfreut ' und leicht erröthend nahm sie die dargebotene, Hand, und als er ihr in warmen Worten dankte, schmolz ihr'Herz. und sie äußerte lebiftesHedauern über den knliebsa'enEmpfäng, den er neulich bei ihr gefunden. -
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. .Sie übertreiben, bestes Fräulnn,sprach er im ; Kanzelton, - .Sie sollten der : Thorheit Ihrer -.Freundin nicht Vorschub leisten, indem Sie dieseThiere zu Götzen machen, denen höhere und edlere Gefühle geopfert werden, sondern - .Guten Morgen, Herr Pastor,- war die ; gereizte. Antwort, Armida wollte sich hastig zum Gehen wenden, da brach das Verhängniß über sie herein. '. Pit und Pet stürzten vorwärts und zögen die Leinen an. Fest zusammen geschnürt mit Pastor Klingebiel, mutzte sie. .sich an diesen klammern, um nicht zu Boden zu stürzen. Tableau 'für die Vorübergehenden! Am folgenden Morgen kam eine ruiige' Schachtel mit einem großen Blumenstrauß und-ein Brief von Pastor Klingebiel an Armida. .Er.warbumihtt Hand. ' Sie fand das selbstverständlich nach dem Ereigniß des gestrigen Tages. Er konnte nicht selbst kommen, da er den Tag über in Amtsges chästen verreisen mußte, wollte sich jedoch noch amAö'end die Antwort persönlich holen. Im Laufe des Tages , hatte Armida einen ' nothwendigen Weg zu machen, auf dem sie die 'Hunde nicht mitnehmen konnte. , Sie empfahl sie dringend der Obhut ihrer Familie, und man versprach, auf ste Acht zu haben. Als sie heimkam warPit verschwun Den. ' - - AlleHaüsgenossen schworen, er müsse sich' durch das Schlüsselloch entfernt ha ben, denn die Thür ihres Zimmers war verschlossen geblieben. -. Nach einer vergeblichen HauSsuijung, bei der selbst der Papierkorb md die Nähmaschine nicht verschont blieben, lief Armida auf die Polizei. Zntsetzliche Geschichten von Hundefä.igern und Vivisektionen fielen ihr ein, und sie lief fogar auf die Thieraczneischule, um dem Verhängniß vorzubeupen.' Die Lust zu Speise und Trank verging ihr an diesem Tage, und der Fedanke an die bevorstehende Ankunft der. Frau Präsident erfüllte sie mit Schauder. Selbst Pastor Klingebiel und sein Blumenstrauß waren . in Vergessenheit gerathen, und Armida schrak empor, ils sie am Abend tief erschöpft in ihrem Zimmer saß und es plötzlich an 'die Thüre pochte. ' - 1 Kaum betrat der Pastor die Schwelle and ließ den ersten Ton seiner Stimme laut werden, als es in einer Eckeraschelte, und wie aus dem Boden gewachsen stürzte Pit mit wüthendem Fekläff dem Eintretenden entgegen.. Armida stand starr, sprachlos, um dann jubelnd über den Wiedergefundeyen herzufallen. Jetzt war der Pastor sprachlos, du aichts von dem Vorgefallenen ahnte und einen anderen Empfang erwartete. Es hatte nicht viel gefehlt, so wäre er kluf der Schwelle wieder umgekehrt. Doch Armida erklärte Alles mit ha stigen Worten. : 1 Ja, aber wo kam . der - Verlorene plötzlich her? Man forschte nach, und es zeigte sich, daß er in Pastor Klinge öiels Schachtel, ganz in das Moos einzegraben. in dem der Strauß verpackt zewesen war, gelegen hatte. -Armida hatte ihm. 'unter dem Ein sluß ' von Pastor Klingebiels Ermahliungen, einen kleinen Klaps gegeben, ' veil er Milch nicht ohne Zucke? trinken ' vollte.' .Gott sei Dank, daß Frau Prastdent morgen wiederkommt, ich .Hab's satt!- seufzte Armida aus -tiefstem herzen. . Ihr Bräutigam schloß sie . in die, Zlrme. ' .Gott sei Dank. Du bist gründlich Wirt!- : Darum. ; Nun, Sie haben oe schäftliches Unglück gehabt? Ja mein Geschäft war so. wechselvoll, daß bei .- dem Wechsel, der sich - täglich ' ein.stellte, bei meinen . Gläubigern ein Wechsel' ihrer Gesinnungen gegen, mich eintrat und so wechselte ich in -den Bankerott hinein! . In Oggersheim erstach der Arbeiter Hammelmann im Streit seinen bisherigen Freund den erst vor kurzer Zeit' angestellten Bahnbedienste ten Peter Steger. Hämmelmann war wüthend auf Steger, weil letztere? in folge seiner guten. Zeugnisse bei bet: Anstellung ihm vorgezogen worden, war, - : I n dem Orte Oole'n bei Herenthalö.' vergiftete 'ein Trunkenbold. Namens - - Rofenbacker ; seine ' beiden' Stiefkinder 'durch' Alkohol. .'Nachdem, er' selbst zwei Liter Branntwein genos' sen, goß er den Kleinen mit Gewalt soviel von dem ' Getränk ein, daß'däS eine 'Kind, ' ein : fünfjähriges Mädchen, aach' etwa 'zwölf Stunden starb wäh tend . das ändeke.eZn siebeniahnger stnabe. w größter Gefahr schwebt. Der. Unmensch i hnWeta
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. Marktbericht. ZL?"!esale.Preile. SrocerikS. Zucker: Harter 5.2G. Guter gelber $3.76. Gewöhnl. gclber $3-45.-Kaffee: geröst. Banner, Lion und Java 21. L5c (in bJPsd Säcken) Capital 21e Pilot iOC Takota 19 V Brazil 19 Setr. ATpfcl 6c . Pfirsiche 14c . Corinthen 5c Pflaumen 7)c . Aprikosen lle Früchte und Gemüse. epselperFaßt2.00 . Citronen per Kiste $4 25 Orangen per Kiste $3 00 Kraut per Faß 8Zc. Zwiebeln per Jak l .25 Rüben per Faß 51.50 Bohnen per Bushel$2.50 Kartoffeln per Bushel roc. Süb.Kartoffeln per Faß $2.75 Mehl. Winter-Weizen pat. tz4.w FrühjahrkWeizen pat. $4.00 -Winter extra 52.50 Gewöhnliches 51.75 Roggenmehl 53 10 Hafergrütze 55.75 Butter, Eier und Geflügel. Butter, frische SountrY 10c. Eier, srisck. v u. 2tK Geflügel: Hühner 6c per Pfuntk Spring ChickenS 5c; tzäbne4c; Turkcd Hennen 5zc; Enten ßc; Gänse 55.40 per Dutz. The Twentieth Century, eine ausgezeichnete Wochenschrift, welche f 1s t r- r? , r ' m 3 Itiiiut9 gennnren eern tyt u empsey Im ist. In der Tendenz zwar sozialistisch, werden doch andere fortschrittliche Theorien darin unparteiisch besprochen. Man bestelle direkt bei der Humboldt Publishing Co.. 19 fto? Place, fls ori. LL'kr-jttS Umzug der Ticket-Ofsice Die ifflOIttOBIl HßOIllltC hat ihre Ticket-Ofsice von Ecke Illinois und Kentucky Ave., nach STo. 2 Wett Washingtonttr. verlegt, der , alten "Bee Hive," Vcke Meridian Ctratze. Die Mono ist die beste Linie nach Chicago und dem Nordweften. Vorzugs , Raten nach Denv und allen Puxktm des NordvestenS. 1. 0. Bald wln. D. V. B. tft die belik!.lefte ah ach '. (DER! CD MM ATI, mit Safe ud Speise'Car Dienst zwischen Cincinnati, Indianapolis & Cnlcago die beste Linie ach Dahten. Lima, Toledo, . Detroit und nörtlchm Mchigan Skesort. Direkte Verbindung in Cincinnati ohne Wagen weqzetnacy Washington. Baltimore, . Philadelphia und New'Sork . . und allen Punkten südlich. Information belüalich Ritt. äoic ic. lr ertheilt in d:r . H. ck D. Ttcket.Office. 0.2 Le Sashtuaton Sc.tr en alten ee te", liefe Meridian Ctr ) und in der Union etatton. Züge t erlassen Jndi'napolik 3A0 Morgenl, IV. Vm, -t.a in, vuum, 01 uocno. Züge mit dem Stern marktrt geh? täglich. ' I. v. Lvill, Dist. Pass. Vgt. C. H. Adam, Stadt Ticket-Agr. !
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ndiana ls tT ist daS einzige Slatt in 3 ndiana, trel Heb di Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Pwtokratie verkitt. "tO Organ des Volkes und nicht einer Partei oier Parteiwteressen kSrapft sie unentwegt für G, Meiheitu. Recht auf allen Sebieten det S?.bent. Die UrbeU det ZAUi ist die SchSpfni alles WshlftadeS und darum dirken vir für fslche soziale Reformen, rselche die Vrdett zur freudebringenden Luft, ftatt z niederdrvckenden Last machen. Jeder forrschrittl'ch Gesinnte, ssllte es als moralische Pflicht ensinder Seser d Jndiana Tribür.e zu fc'n Das reichhaMge Sonntags Vlatt bietet eine Fülle unterhaltenden Leseftoffes. Der MonnementS Preis der täglichen Tribüne ist 1 2c, des Sormtagsblatts Ic, beider zusarmnen (7tS., per Woche ober (ZI (ItS. per Monat. Durch die ?sft versandt, kostet da Xafttllatt 0öf das Sonntag Sblatt ' 03 per Jahr, beide zusammen C0 in 5Zorttb:sahku:z. FVNlMftchrtt aller Art kerben rasch und billig ausgeführt. (ZintriUSkarten, Quittungen. GouQltatlczzzif Nennungen. OtsSSfttksrtes, OriesZSpse, Zirkuläre, XtäQia&zit n ( für vesch5ftsleute und Vereine den SeschrnaÄÄ'entZtstpt. WZ?WÄ"WM m. S'
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