Indiana Tribüne, Volume 18, Number 79, Indianapolis, Marion County, 6 December 1894 — Page 2
Indiana Tribüne.
Erscheint Taglich und Sonntag?. Die tägliche .Tribüne- kostet durch den Trllger li Cents per Woche, die EonntagS-.Tribüne-ö Cent? per Woche. Seide zusammen 15 llentS der eZEentS per Monat. -Per Post außerhalb der Stadt zueeschiSt in Vorausbezahlung $5 per Jahr. Office: is Süd Alabama Straße. JManapoliS, 3nd., 6 Dezember '94 krrtzwal-Corresxonvknz.) Sreifiichtcr von der Gartenstadt. Chicago, Anfangs December. Aller Warnungen fcon der Stadt der Winde ungeachtet, in welcher sich Noth und Zl:nd wahrlich nicht sanfter bitten kön?r?n. als anderwärts (trotzdem das !hicagr Pflaster meistens nicht von Stein ist), hat auch Heuer-wieder der Andrang schiffbrüchigtrExlstenzen hierhe? offenbar sehr bedeutende Dimensioihr erreicht, und-' der- Stratzenbettel 'in der Üinzegend aller Bahnhöfe und im ganzen Herzen der -Stadt ist durchaus uicht geringer, als 'nach dem Schluß der vorjahrigeil Weltausstellung. Dazu tcmrni die noij immer bedeutende 93c schä'ftigungZwzigkeit Ansässiger. freilich ist Chicago ein wenig besser cuf diese Verhältnisse gerüstet, als im Vorjahre. Es herrscht hier nicht mehr anz die Systemlostgkeit im Wohllhäiikeitswesen, welche damals Scenen hervorrief, die d-as Entsetzen ausländi$tx Beobachter wurden, und die voll kommenere Organisation, welche man sezen Ende vorigen Winters, schuf, dürfte jetzt ihre Fruchte tragen. Die Wohlhabenden wissen meistens recht gut, daß sie im Interesse ihrer eigenen Sicherheit Wohlthätigkeitswesen thätig unterstützen müssen. Huh, das sind kalte Zeilen, die ich da auf das Papier werfe, und Sie fraetn mich, ob es denn keinen höheren Msichtsplnkt'für die-Chiurzoer Liebliüs.eFortunas ; g:bealS denjenigen ; des Zzenen 'Schutzes. , Offen geständen, trotz vieldutzendfältizerAusnahmen. im Allgemeinen nicht! Der Osten ist immer noch barmherziger, bti aller dortigen Opposition gegen die Einkommensteuer. In den leitenden Zeitungen -der Gartenstadt wird allerdings auch in dieser Hinsicht nur geprahlt. Aber in bcn eigenen NedacUonslocalen dieser Zeilungcn werden vom Publikum, das doch euch noch eine Stimme- haben sollte, ganz andere Geschichten erzählt. Nur periodisch geht' so etwas wie ein ollgemeiner Wohlthätigkeitswind über die Stadt. Das zeigte sich auch am verflossenen Danksagungstage und wird sich sicherlich auch zu Weihnachten wieder zeigen. Die Puter, welche bei ersterer Gelegenheit für die Hungerndem ihr Leben lassen mußten - selbst wenn man v?n den behördlichen und den re gulären Instituts Speisungen absehen will sind zwar ' von keinem Sterblichen gezählt worden, ' aber es sieht ftst, daß sie alles bisher in dieser Art Dagewesene .geboten" haben. Und fcie tl.'se egyptische' Finsterniß, welche den größten Theil "des. nächstfolgenden Tages über der Stadt lagerte," konnte, wahrhaftig an ein Trauerfest der Trut l;äfne gemahnen, gegen die ebenso, wie gege'i die Martinsgänse, der Mensch, wenn er nicht für den Vegetarianismus schwärmt, ein Barbar von Natur" ist, und die Stadt der glotzäugigen .Barbar." ecsi recht. Schade nur, daß die Kunst noch nicht erfunden ist, von flicei Wohlthätigkeits Schmausen m ganzes Jahr zu leben. Uebriiens dürfte auch in anderer Beziehunz die' Philanthropie dahier bald wieder einen Triumph feiern,, obgleich cs sich vorläufig nur um ein unsicheres Erperiinent handelt. Im nächsten nrühjahr soll nämlich im Weichbilde Chicagos eine Bellamy sche Cooperatw GoloniVba Licht der Welt erblicken. Die finanziellen Forderer dieses PlaneZ sin) meist Chicagoer, und im sa shionablen Grand Pacific Hotel" ha ln si-: sich von Reformern aus verschledenen Theilen des Landes Langes und Äleites darüber vortragen lassen, wie man dieses Unternehmen am besten Kimcen könne. Gelingt es, die stark geistige Damenwelt Chicagos genü gend dafür zu interessiren. so wird es boljl a ii einem ernstlichen Anlauf nicht schien. Jedenfalls bietet die Gartenstadt auf ihren b:inahe 200 Quadratmeilen noch Platz g.'nug hierfür. Und wenn man schon die Vellamy'schen Ideen ohne Weiter-Z praktisch erproben will, so ist (5 fuc e:nen fair trnr sicherlich ae rathencr, dabei in engster Fühlung mit einer großen industriellen Welt, ja. im Herzen derselben zu bleiben, wenn dieszs H:rz noch groß genug ist statt' bis nzch Topalobampo oder' noch weiter fortzugehen. Wenn überhaupt,., sollte in de? ersteren Sphäre eine solche Gründung ausstchtsvoll . sein. Wird wirklich etwas Rechtes aus Iljrsu kann sie vielleicht späterhin dieWinterWohl thätizkeitsvorkehrungen' inChicago zum Thiil überflüssig machen. Im Uebrl gen heißt es abwarten! Ein: Zit lang hatte, ich gelaubt dau Chicago, Iti allen seinen westlichen rauhen Seiten, bei ..seine? noch stark pratr::maß:gen Ungefchlachtheit. wenig stens auch noch ein entsprechendes Maß westlicher Reinheit und Gesundheit be wahrt habe, natürlich mit Ausnahme seines Aldermenrathes. Aber nach und nach kam ich von dieser schönen Jllu sion, die für manche kulturelle Mängel ljatte en-tfckadiqen können, leider ab. Weshalb, dafür habe ich Ihnen schon bei früherer Velegenhttt einige Beleg angkführt. 'Ich füge. heute. die betrüb sam: Mittheilung hinzu, daß dieGar kenstadt die unheimliche Aussicht hat. das blühendste' Opiumsklsden . Pa radies Amerikas-zu werden.'. So, stark auch - New 'For? in' dieser- Beziehung schon orientalisch angekränkelt ist, hat man es dort doch noch nicht so weit ce Usfit, wie man es nächstdem-hier zu bringen scheint: zu einer ganz offenen lrcrrponutn Cultur des -Opium I:?.ei3! - Es hanlelt -sich nämZich' um einen
Club" von Tausend und eine Räch!, toelcher zur Zeit in der Bildung degriffen ist und ausgesprochenermaßen nur den obigen Zweck, natürlich innerhalb der Club-Grenzen (die ja bewegli-' che sind), verfolgt. Wie öfters, sind ;
auch in diesem Fall die Geschäftsführer prominente Schlitzaugen, aber daZ ranze übrige Element bilden mehr oder . . f.rt! tf. C;.!t. . - V" weniger jajgionauic vciij? nun Geschlechter. An die 510.000 sollen bereits für die edlen Zwecke dieses Clubs aufgebracht sein. Das Schönste ist aber, daß, wie ckon anaedeutet. dieser: soaenannte Club, der nur zu einem ungesetzlichen Zweck in's Dasein tritt, die seltene Unverfrorenheit hat, nach siaatlicher I norvoratron zu geizen. Damit :ai es. aber folgende Bewandniß. Nur durch Stadtgesetz ist es verboten, offen Um Oplumlaster zu - huldigen: der Staat Illinois aber hat unter feinen vielen todten,' halbtodten und ledendigen Gesetzen denn doch ein solches noch nicht'. -Darum gilt es,' ehe eZ etwu zu dergleichen kommen konnte, die Sltuaion bübsch auszudeuten und ncy Dann hinter den KörperfchastS.Freibrief zu verschanzen, so' man einen solchen er . . . t l ft c . c . flattert, erelis ti oer oiesoezugiiaze Entwurf fertiggestellt, und verschiedene Advokaten, welche auch die Constiiutionalität des besagten StadtgesetzeS anechten sollen, reiben sich, vergnügt die Hände; sieckt doch Geld genug dahin, ter, für diese und auch andere Leute. Bei dieser lZeleaenhei! ist es bekannt geworden, daß ohnehin der OpiumCultus schon ganz verblüffende Dimen sionen m Neu-ParlS angenommen hat. Nach verläßlicher Schätzung zählen zu seinen. Sklaven' .zwel Drittel der. ae. sammten Bevölkerung ' der Levee. welche ' den New Forker Tenderloin District an Umfang und "Bedeutung erheblich übersteigt. ...'Aber so etwaö, wie der vorliegende Club, das hat ge rade noch., fehlt! ZttankeS Chicago. daS doch-seine gesunden Nerven und gezogen das ' kann 'nocheine schöne Combination werden. Vielleicht greift 'die Civic Federation" mit Allem, was drum und dran hängt, rettend .. ein; leider ist diese vtelbelobte i nicht-politische ReformPartei" jüngst ebenfalls entpuppt worden älZ die nicht-osficielle Gehilfin einer ganz gewöhnlichen politischen Parteimaschine! ' Kaum gedacht- kaum -gedacht" aber vielleicht reißen die' Frühjahrs' stürme sie wieder au diesem Sumpfloch. Mir einer großartigen Reform-Jdee kreist übrigens die derzeitige Vermaliung der Gartenstadt, denken Sie nur: die Pollzer soll künftighin ebenso vollständig, wie die Feuerwehr,' von' dem politischen Getriebe geschieden sein! Ich bin sehr zur Hoffnung veranlagt; aber so etwas hoffe ich nicht eher, als bis ich eZ nicht - mehr zu hoffen brauche, weil eS da ist. Dann aber will ich. statt blos das Briefschre! be-S!üh!chen, den Pegasus besteigen und Ihnen 'einen, feurigen Hymnus aus d:e amerna-erleuchtende Metropole am Mkchigansee zuschmettern! I. R. Oelm Kahlkopf Doctor. i Manche können unmöglich über die sen Gegenstand ernsthaft reden, obwohl, dies für viele ihrer Mitmenschen vom ' höchsten" Werth sein könnte. cachsteyend seien einmal einige ernsthaste 'und ziemlich . freimüthige Auslassungen, eines unserer erfolgreichsten westlichen- Mondscheinler"-Speciali-ften zum Besten aeaeben: - Mein Geschäft hat in unserer 'Zeit einen guten Boden. Von. zehn Mannern, die man im-Zuschauerraum ,irsicnd: eineZ großstädtischen Theaters beisammen finden kann, verlieren gewiß sieben anhaltend ihren Hauptschmuck, und durchschnittlich der vierte Theil eines männlichen. TbeatervublikumS ist mehr oder weniger kahl.' von dem Publikum in Gerichtssälen und anderwärts gar nicht zu reden. Auf WO kahlköpfige Manner kommt lndeß nur eine kahlköpfige Frauensperson. Es fällt mir nickt ein. zu bebauvten, daß ich aus jedem kahlen Kopf Haare erzeugen könnte. Machen Sie sich nur frischweg damit vertraut, daß dies eine Unmöglichkeit lst. Zwei Hauptursachen ich spreche von natürlichen Ursachen gibt eS für die Kahlköpfigkeit. Die eine wird von der Wissenschaft Alopecia" genannt und beruht auf einem unter de: Kopfhaut wuchernden Keim, welcher die Haarwurzeln verzehrt; Kinder können ihn schon ebensoaut baben. wie Erwachsene. (DaS deckt sich wohl mit dem Haarschwund-Bacillus. ) Wer. die Alopecia hat. kann nickt davon befreit werden; wenigstens ist noch nie ' ein Heilmittel, dafür entdeckt worden. Ich kann -mit gutem -Gewissen saaendan ich jedem zu mir Kommenden, dessen Kops so glänzend , lst, wie eine Billard, kugel, ohne Weiteres säge: ' Männeken hier -ist nichts zu wollen." ' Die andere' Hauptursache besteht in mangelhafter Ernährung deS Haares, die. von ' übermaßiger' Erhitzung deS KopfeS, z. B. durch heiße Kopfbedeckuna. kommen kann. Voluisien. Zreuerwebrleute. Maschinisten und Bäcker. stellen ein großes Contingent zu dieser Klasse. In solchen Fallen kann ick noch . Haarwuchs . berborbrinaen. wenn meine Weisungen genau befolgt . v c'-.f.r'' c ' merocn. rönnen oaruoer oxti Dia neun, Monate veraeben.' Auck kann LsterS bei Haarverlust infolge gewisser Nranttzeiten nur schwer geholfen wer den.' Ebenso bei Kahlköpfigkeit in solae zu starken Nauckens. Das Sen gen des Haares schadet nichts und nützt nichts..' : Obwohl ick mein'Za?n?A' NnZ,Z Haupthaar neu erzeugt 'habe,, war .ich nicht der Erste,' an welchem ich mein Mittel anwendete. Ick batte'kem"so großes Vertrauen' zu demselben, wie mancve untoecttr und urnnoer zu tb
Muskeln so nothwendlg.brcmchen kann: Einestheils 'in - Träume' 'gelullt, und anderntheilZ -daS Fell ' über die Ohren
rem Crzeugntß haben. Mein erstes Versuchs-Object war ein Mann in Michigan, welcher 100.000 im Be?. mögen hatte . und erklärte, er werde mir $50 geben, weH ich einen neuen Haarwuchs auf seinem Scalp hervorbringen könne. Ich ging darauf ein, und nach einem halben Jahr hatte er
einen so reichlichen Haarschmuck, wie nur je. Der Spitzbube hat mir aller-dings-keinen rothen Heller bezahlt; doch habe ich ihn mit großem Erfolg als Reclame-Gegenstand benutzt und will ihm daher nichts nachtragen. Gegenwärtig . mache ich es bei eine? regulären Behandlung folgendermaßen, soweit das Geschäftliche in Betracht kommt, nd kann es mir dabei leisten, anzukündigen: Ohne Kur keine Bezahlung": . Wenn ich den Scalp Jemandes untcrsucht und ihm gesagt habe, daß wieder Haar darauf wachsen kann, ersuche ich ihn, seine Photographie abnehmen zu lassen, und behalte dieselbe. Dann verlange ich, daß er die Geldsumme die ich ihm berechnen ,will, in einer Bank hinterlegt, - zahlbar auf 'mein: Ordre, wenn daZ Haar gewachsen ist. Die Entscheidung über letztere Frage ist dem Bankier zu überlassen. ' Ist daS Haar des Kunden darnach gewachsen, so erlange ich wieder eine Pho tographie von ihm. Will er dann sein Wort nicht halten, so klage ich, nehme die beiden Photographien in's Gericht und lasse, wenn es geht, auch denMann berbeibringen. Noch immer habe ich in r,fj&... ? ofcrtit4&.tr .. lUlUytU UU4fc1 ttil v)aVtU,lüS Wl4Vtl 54 Wirkt. . Der Roman emer Veauty. Am Ende der Achtzigerjahre Mark sich in Budapest die Welt, in der man sich amusirt, um eure gluthaugige junge Dame, eine blendende Schönheit, d:e m Begleitung einer nicht Minder hübschen Schwester aus dem Lande, wo die Citronen blühen, nach der Hauptstadt Ungarns gekommen war. Die schöne Südländerin .ihr Name war Irma Della Vedella fand in der hauptstädtischen . . Gesellschaft freundliche Aufnahme, zumal sie Distinction besaß und in dem rasch erlernten ungarischen Idiom geistvoll zu plaudern verstand. Auch ohne die Künste -der Coquetterie, die sie in hohem Maße innehatte, gefiel die reizende Italienerin, und überall, wo sie erschien, im Ballsaale, in der Oper, am Turf und auf dem Eise, umschwärmte sie die 'goldene Jugend". Aber als' praktische Dame wählte die Italienerin den Lebenögefährten nicht auS den Reihen der gol denen Jugend", sondern sie reichte daS reizende Händchen zum ewigen.Lebensbunde einem bejahrten Fabrikanten, Csik. der alle Launen semeS : hübschen Weibchens -zu befriedigen' vermochte, ihr ein kleines Palais kaufte und einen zierlichen. Phaeton spendirte, auf dessen Kutschbock, so oft die Herrin ausfuhr, ein livrirter Kutscher und ein kleiner Groom sitzen mußten. " Aber in dem goldenen Käfig war eS der jung'mFrau bald zu eng. Sie fand die Gesellschaft ihres Gatten zu. langweilig und suchte Zerstreuung. ' Ihr liebcglühendeS Herz fand bald Anregung in Hülle' und Fülle, eine Menge aristokratischer Hof macher lag ihr zu Füßen und die vergnügungssüchtige ... Fabrikantensgattin machte sich nichts daraus, als man .sie zur Heldin deS pikanten StadtklatscheS machte.-'Dem Gatten wurde daS etwaS freie Gehaben seiner Gattin hinZerbracht, er glaubte' sich - durch ewen Hausfreund betrogen:. alS-er. aber seiner schöneren Hälfte wegen ihreS Verhaltens Vorwürfe machte' ' wurde er von dieser 'vnd ihren Angehörigen jämmerlich durchgeprugelt.'und hinaus geworfen.. Einige Wochen 'spater mußte seine Gattin die gemeinschaftliche Wohnung verlassen und der Gatte strengte beim Audapester: königlichen' Gerichtshose wegen . Ehebruchs einen - SchridungsProzeß an. Dieser dauerte-mehre Jahre und ehe die letzte Instanz daS entscheidende Wort' gesprochen, segnete der Fabrikant daS Zeitliche. -' Da eine rechtsgiltige Ehescheidung' nicht erfolgt war., blieb die schöne Frau die -Erbt der. Hinterlassenschaft .und.' sie. nahm unter Anderem auch von einem schonen, drei Stock hohen Hause-in der -Trom-'rnelgasse Besitz.' . Obgleich' sie sich zahlreicher. Freunde erfreute, war die Heldin unserer Geschichte, die an'S'Wohlleben gewohnt. 'war, während, ihrer Strohwittwmschaft" in Schulden, ge rathen, und nun- stand - zu- befürchten, daß die Gläubiger auf thr'HauZ iund auf jene 30.000 Gulden, in-Werthpa Pieren, welche, sie von einem' generöfen hocharistokrat'lschen Gönner als Geschenk bekommen hatte, die Hand legen würden. Unter solchen Umständen erZnnerte sie sich dankbaren HerzenS eineS Besitzers einer. Freiherrnkroue,..Karl Ritter von Stöll, der ihr daS'Versprechen'' gegeben hatte,., sie nach Abschluß deS' Scheidungsprozesses zu .. hei'rathen und sie veranlaßte hatte, nach .Paris' zu gehen, um in einem dortigen Pensionat den' gesellschaftlichen Schliff zu erhalten, den der in dürftiaen Verhältnissen lebende Freiherr voa seiner Zukünftigen .Lebensgefährtin forderte. -Der Ritter machte einer Verlobten den Vorschlag, sie solle ihr HauZ und. ihr. Vermögen auf' seinen Namen umschreiben -lassen, damit aw dieö den gierigen' Handen der Gerichtsvollstrecker entzogen' verde.- Die schöne Erbin-willigte ein; .'mit -Hilfe des' schlauen. NechtZanwalteS Dr. Franz Halasz wurde .die . formelle, Seite. der Vereinbarung- durch einen Scheinver-trag-geregelt- und die kleine 'Jtallenerrn begab sich nach'PariZ umFranzosisch zu erlernen und sich den femen' Ton" anzueignend Jüngst kam. sie nach.Budapest zurück. Sie . flog in die Arme ihres Bräutigams, der sieäbe?" sehr kühl, empfinge von 'der-Ehe-' und' auch von- der Zurückgabe- deS i Vermögens nichts wissen, wollte . AlleS war im Grundbuche, auf seinen' Namen über trägen und die Beau'ty" ist jetzt gegen den edeln Ritter gerichtlich vorgegangen. . . ' -'In ..die ' Strafanzeige wtlched'ie schöne ,Fraü . eegen'.ihre.oMsenen'
Vraungam wegen ÄermögenZyeräuZlockung erstattete,, wurde der Rechtsanwalt desselben Dr. Franz Halasz miteinbezogen.' Herr v. Stoll erklärte in dem Verhör vor dem Untersuchungrichte? die' Anzeig? seiner gewesenen Braut für. unbegründet und die von
ihr gegebene Darstellung des Thatbestandes für gänzlich unrichtig. Seine Braut habe ihm den Auftrag gegeben, für sie auf der Börfe zu spielen, auf diesem Wege sei ein großer Theil des Vermögens verloren gegangen und den Rest habe Frau Csik durch ihre kostspieligen Passionen und auf Reisen durch England, Frankreich. Spanien und Italien die er allerdings mitgemacht habe verbraucht. Beispielsweise habe Frau Csik in Monaco in einer Stunde über 15.000 Francs am Roulettetisch verloren. Demzu folge müsse er die Anzeige seiner gewesenen Braut, die jetzt übrigens die Verlobte eines französischen DragonerRittmeisters sei, als einen Erpressungsversuch bezeichnen, gegen sie hiemit die criminelle Anzeige zu erstatten. ,Nach der Vernehmung. 'des Bräutigäms erfolgte die Confrontirung der beiden gewesenen Verlobten. Frau Csik erklärte unter heftigem Schluchzen Stoll's Aussagen für erlogen. ', Herr v. Stoll verblieb bei seinerAussage und versicherte, aus dem Vermögen der Anzergerin gar nichts mehr in der Hand zu haben, als einen Pfandschein über ein Diamantenkollier, welches mit 4000 Gulden belehnt wurde. Zver.' Untersuchungsrichter ließ den Pfandschein sofort an Frau Csik auöfolgen. Welchen Ausgang die pikante Affaire nehmen wird, ist vorläufig noch nicht abzusehen. Mehr Soldaten. Kriegssecretär Lamont hat in seinem Jahresberichte, welchen er soeben dem Präsidenten unterbreitet hat, die Forderung auf eine Vermehrung der Armee gesellt, trotzdem, seinen eigenen Ausführungen zufolge, die Zeit der Jndianerknege vorüber ist und die Armee zur Ueoerwachung ver 'lo:yhäute von Jahr zu Jahr weniger in Anspruch genommen wird. ' Die nominelle Stärke der Armee ist 25,772 Mann. Unter' Abrechnung der Kranken. Beurlaubten. Abkommandirten etc. betrug die Esfectivstärke am 31. October d. I. dagegen aur zu,ii Mann, Der Secretär empfiehlt, die Batail-lons-Eintheilung, wie sie alle modernen Armeen haben, einzuführen. Zu diesem Zwecke würde eine Verstärkung der Armee nothwendig sein und diese ließe sich dadurch erreichen, daß man zu der durch das Gesetz vom 1ö. JuU festaesedten Stärke zurückkehre. . Da durch würde die. Armee um ca. 4000 Mann vermehrt werden. Jedes In-fantene-Regiment soll zwei neue uom vaanien erbalten und auZ drei Batail lon zu vier Compagnien bestehen, jed'eZ Fuß - Artillerie - Regiment zwei neue Batterien. - Eine Bermehrung ver Ca vällerie ist nicht beabsichtigt.- Bei Ent Wickelung- der- Gründe,' welche für die .BataillonS-Eintheilung sprechen, betont Secretär. Lamont besonders, .daß schon General Sherman dieselbe vesurwortet habe. 'Die Mehrkosten würden cd: 1 $1,000,000 betragen und durch Ersparnisse to' den Berwaltungszweigen deS Departements theilweise gedeckt werden können. ' ..WaS die Verwendung der. Truppen während deS letzten Flskalmhres . be trifft, so. weist Herr. Lamont darauf .hin daß von März blS Jul: m verc rst F c. r i... - icyieoenen yeiien oes anoes im gro ßer Theil der Truppen behufs Ausfüh rung der Anordnungen der Bundesgesichte zusammengezogen waren. ; Die , Einrichtung neuer militärischer Posts, wie sie vielfach von lokalen Interessen gewünscht werde, empsiehlt sich mcht und die Aufhebung der drei Re krutirungs-BureauS hat sick Gewährt. Die Bewaffnung der Armee .mit dem L0kalibrZgen Magazingewehr werde am 1.. Mai vollendet sein. ; Die Gesammtstarke der Miliz ist 117,533 Officiere und Mannschaften, eine 'Zunahme von 5000 gegen daS Vorzahr. SeuZsiye LoealNayrlü)ttn. .. . . . H?rtns Brandenburg. Berlin. 'Ein schreckliches ' Fami liendrama hat sich am Tegelersee abge--spielt. Die, Wittwe, des BierfahrerS .Länglich. auS Berlin hat ihre beiden 'vier und sechs Jahre ulten Knaben in den See geworfen und lst ihnen dann nachgesprungen. Ein 'zufällig bc3 WegeS kommender Eisenbahnbeamter 'rettete : mit - eigener Lebensgefahr die Mutter und ein Kind, daS. andere Kind ertrank. ' Frelwillig den Tod gesuch hat in Folge deS Rückgangs seines Ge schäftS der Kaufmann Winter, der In Haber deS an der Ecke der Bernburzerund Dessauerstraße beleqenen ColonialTvaaren'GefchäftS von Zilling. Die l ickwerwieaendste- Perfönlickkeit - Ber ZinS. die' in der 'Koppenstraße 51. , als Gastwirthin insasstg gewesene. Frau "r . fn.:i: ." v!. ,azaser, cetroiiiiccic jtiugcc, uic ww Gewicht von dler 'Centnern' hatte, lsj gestorben. - - - ' i ' ' Lauben.,. Eine . gewaltige cFeuerZ brunst zerstörte die' Walkerei-' und Ap vretur.Gebaude ' der' Tüchfabrik von Rttßner,' Wohl und Co.' Der Schaden beträgt: 200.000 Mark. . , . provlns Vo,rnrn.. Poseni DaZ , 105. Lebensjahr vollendete die in . Wilda, .Bachstraße 18 wohnhafte Wittwe 'Katharina' Ka täsinSka.' Sie wurde am 9.' November 17L9 zu Zlelmec geboren. Sie wohnt bei - ihrer . - als " Waschfrau . thätigen Tochter,- der Wittwe. Waligoröka, wel. cber sie bei der Arbeit noch getreulich hilft. V . " Bitribcium. Im ' benachbarten Orte ' Waize ging .Abends der Dominialforster . auf . den . .Anstand. - Im Dunkel-sah er vor sich etwas sich 10 w'eaen. "iinö ' in, der Annahme, .daß. eZ ew ' Hirsch sei. ' gab -er Feuer. Da ' eZ
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schon zu dunkel war, 'ging er 'nach Hause, um am nächsten Morgen die Spur zu verfolgen. Als er auf den Platz kam, fand er zu seinem Erfchre ckcn die Leiche eines Mannes mit einem Gewehr in der Hand. Ein ; Rehposten mm i t s i v i f" 1 ! . war dem JüJtlDDicoe ourcy oic nrn gc gangen. Vvovlm Meflpreuize. E l b i n a. Der wegen Betruges steckbrieflich verfolgte Kaufmann Johann Albert Haushammer aus Ham bürg wurde in einem hiesigen Geschäfte lrhaftet. Deutsck-Erilau. In Raudnitz feierte der frühere Lehrer und Organist Stryck. jetzt als Emeritus ledend, seine eiserne Hochzeit. Er ist 90. seine Gattin 86 Jahre alt. , . Vrovinz aciisen. Erfurt. Der Lokomotiv-Hilfs Heizer Rudolph Förster, der am 23. Juli 1894 den Klempner Geinitz durch einen Stich mit dem Messer derartig verwundet hatte, daß bald der Tod des Verletzten eingetreten war, ist wegen Korperverletzung mlt.todtllchem Erfolg zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt worden. Mühlhausen. Der Kassirer vom Vorschußverein.Eisenhardt, wurde im Walde erhängt aufgefunden. Ueber daö Vermögen deS BuchdruckereibesiderS Andres, dessen Aufenthaltsort .'j. unbekannt lst, lst daS ConcurSverfahren eröffnet worden. Die Druckerei bleibt jedoch ebenso wie die Buchbandluna lm Betrieb und die MüblHäuser Zeltung" erscheint ohne Unterbrechung wie bisher weiter. Weißenfels. Hier werden jährlich von etwa 20 Fabriken mit Dampfbetrieb und von mehr als 30 kleineren Produktionsstätten für , etwa acht Millionen Mark Schuhwaaren verfertigt. Vvovini La??. E f e n s. Ein noch nicht 0 Iah. re alter Landwlrty aus Moorweg, Jobann RimtZ mit Namen, hat feine Braut, nachdem er mit derselben, einem aus Burhave gebürtigen und hier beim Gastwirth Peters in der Turnhalle in Dienst stehenden Mädchen, Namens Anna Janßen, in verschiedenen Lokalen getanzt hatte, ermordet. Göttinnen. Der den Hainberg krönende Bismarckthurm ist nunmehr im Rohbau vollendet. Verben. Der Arbeitsmann Franz Witting -auS Lehe war wegen Nothzucht, begangen, an einem , 14jährigen Mädchen, angeklagt. , DaS. Urtheil lautete auf sechs Jahre Zuchthaus und Verlust der Ehrenrechte auf gleiche Zeit. Vrovln? Stztestn. Brieg.. Direktor Petersen von der hiesigen Irrenanstalt ist von einem Geistesgestörten, welcher in dessen Bureau beschäftigt war, überfallen und durch Messerstiche in den Rücken gefährlich verletzt worden. ' HermannSdorf. Der wegen Veruntreuung amtlicher, Gelder entflohene Postbote Henfel,. wurde in einer Scheune in halbverhungertem Zustande 'aufgefunden. . '' ; Nüsse. Aus der Jagd bei Köppernig wurde der Gutsbesitzer Emanuel Rieger durch, einen' Schuß, eines Bauerngutsbesitzerö tödtlich verletzt. ' UnVorsichtigkeit trägt die Schuld an dem Unglücksfall. ' ' O p p e l n. Durch Genuß von Phosphor vergiftete sich die Blumenmacherin Hedwig Schwitalla. provlnl Scllleswkg.Jolstcln. . A l t o n a. In Gegenwart deS StaatS-SekretärS v. Stephan hat letzthin die Einweihung des neuerbauten Postgeb'äudes stattgefunden. .Launenburg.. Die - 600jährige Gedenkfeier der Stadt Lauenburg. ist auf den 23. April nächsten' Jahres fest, gesedt. Nach' den ältesten Urkunden wird die Stadt unter dem 13. April 1295 zuerst .erwähnt. . Jtzehoe. Der Arbeiter. Schwarz aus Beek, mehr als zwanzigmal.vorbestraft, wurde wegen eines an einem .fünfjährigen Kinde in Meldorf beganaenen Sittenverbrechens - unter AuZ. schluß der Oeffentlichkeit von der perstärkten Strafkammer zu drei Jahren Zuchthausstrafe verurtheilt. W a n d ö b e ck. Ein Cigarrenarbeiter, der- drei Krankenkassen vermaltete,! ist nach .Unterschlagung fremden Geldes. , spurlos., verschwunden. .Die eine Kranken-Kasse büßt über 1000 Mark ein; bei den beiden anderen ist die Höhe des veruntreuten Gelhes noch nicht fcstaestellt. Der-Kassirer war ein . leidenschaftlicher Hazardspieler. , . . .... . ' tllljrolnf. C o b l e N z'. In dem Dorfe Kaimt bei Zell an der Mosel brach Feuer auS, roelcheZ'in kurzer Zeit neun Häuser ein Lscherte. . - . . . i Düsseldorf. Aufsehen . erregt h:er- die ' Verhaftung ' deS Eisenbahn ÜetriebS - Secretärs Armin T., welche neulich im Bureau erfolgte. Er hat in Gemeinschaft , mit einem Lieferanten zum . Nachtheile der Eisenbahn, große Unterschltlfe getrieben. ' Die' Verhaftun des Lieferanten steht bevor. ': N"ö l n. Im" Streite", brächte in Ehimann seiner Frau mehrere Messerstiche bei worauf diese - sich auS -dem Fenster der. zweiten ?Etaze hinabstürzte und sofort verstarb. Hierauf derslichte der Mann sich'.selbst zu entleiben; er verletzte ' sich ' iedoch nur unerheblich. Er wurde verhaftet. '' v '" . A5 l KuP ferdr.eh. Der Lote, der. Eisenhütte ..Phöniz", Anton. Vien. Wald, ist mit 17,000 M.' flüchtig geworden. )''' ' - ' ' '. '.Saarbrücken. Zahlreiche - Arbeiterfamilien aus .derihiestgew Gegend sind in der jüngsten Zeit. auS? NordAmerika, wohin sie. .in .den letzten Iahren ausgewandert waren,. mit getäuscht:n Hoffnungen undarm an Hab und Gut in, die Heimathzurückgekehrt. " ' - .. prsVin? Vakal ' ; ; c - .Aielefe l d? Der Kaiser 'hat der hlesigenIreimaurerloge'zumFeste ihres 50jährigen .Bestehens. Um Bildniß mit eigenhändiger' Unterschrift übersandt. ' -He r deck. ' 43 Jahre lang Stadtverordneter zu sein, ist dem Fabrikanten Herm . Habig Hierselbst - (aewählt , von; der. ' 3., Abtheilung), . .befchieden.' Durch seine in diesen Zton erfolgte
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Rheumatismus. . VuSner, Texas. Jahre litt ich an rheumatischen Schmerzen, und war häufig bettlägerig; durch die Äniren tung ron St. Jakoiö Ocl wurde ich dauernd geheilt. Amanda Merken. c?as Mlut ist das ft
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t. Augnst Köttigs Hamburger Tropfcno Das beste Mittel dagegen.
Wiederwähl ist die Möglichkeit geschässen. daß Herr Habig in zwei Jahren das LOjährige Jubiläum als Stadlverordnete? begeht, eine. Feier, .die 'roohl mit zu den Seltenheiten gehört. . Vvotrlni n;n-l aTau. Kassel. In einem .Processe wes gen im. Mai bei Befreiung eines Trainsoldaten ' vorgekommener Straßenkraalle wurde dieser Tage das Urtheil gesprochen. Ein Angeklagter wurde des dlusruhrs, zwei der Gefangenen Befreiung und des Widerstandes gegen die Staatsgewalt schuldig befunden und alle Drei zu je einem Jahre Gesängnib verurtheilt. Die Uebrigen wurden freigesprochen. Frankfurt. Ein Schaffner der Taunusbahn blieb beim Abspringen vom Zuge mit dem Trauring an der Coupethür hängen, wobei der Ring in Stücke ging und eine erhebliche Ber letzung der linken Hand die Folge war. Der Anarchist Ferdinand Bender, der bereits in Halle wegen aufreizender Reden zu einem Jahre Gefängniß derurtheilt wurde, erhielt 9 Monate Gefängniß als Zusatzstrafe, weil er in einer Versammlung erklärt hatte, die Lösung müsse durch's Schwert erfolgen. F r i l a r. Hier grassirt in beden kenerregender Weise die Diphtheriuö. In den letzten Tagen sind zwei biö drei Kinder, täglich gestorben, und eine große Anzahl ist erkrankt. Die Schulen wurden geschlossen. Höchst.' Einige rohe Burschen au5 Sossenheim verübten auf dem dortigen 'Friedhof zur Nachtzeit eine unerhörte Rohhelt. Sie demollrten . Graber, Grabsteine, Krucifixe u. s. w. in .fre dentlichem : Uebermuthe. ' Den ' Bemühungen der Gendarmen ist es gelungen, die Namen der Hauptschuldigen festzustellen. . . - Wiesbaden. Der GeneralLieutenant a. D. Herr Julius Rudolf Herzbruch Exc., zuletzt Commandeur von Stra-jburg, ist im 64.' Lebensjahre hier gestorben. - vl iaM. . m t H a m b'u r g. DaS Schwurgericht verurtheilte die Ehesrau des, Bleichers Thesen, welche ihr voreheliches 2jähr ges Kind derartig mißhandelt hatte, daß der Tod eintrat,' zu 8 Jahren Zuchthaus. Bremen. Daö .Schwurgericht verurtheilte den. Steuermann vom Bremer Schisse Paul Jserburg", welcher den norwegischen' Matrosen Petersen qualvoll zu Tode gemartert hatte, zu 3 Jahren Zuchthaus und 8 Jahren Ehrverlust. Lübeck. . Die. Kaufmannschaft bewilligte 50.000 M. Beitrag für den Garantiefonds der 1893' dahier stattfindenden deutsch nordischen Handelsund Industrie - Ausstellung. Meklenburg. - W o l d e g k. ' Eine im Stalle des Sattlermeisters W. Nebe Abends ausgebrochene Feuersbrunst hat sämmtliche Gebäude des Sattlermeisters Nebe des Tischlermeisters Eilmann und des Seilermeisters Bäcker, sowie die'Hinter'gebäude des Tischlermeisters Buse eingeäschert.. 10 Familien; sind obdachlos geworden. . .- S t a.r g a r d. Der 75jahrige DachWecker Tiedt auZ Ballwitz war mit seinem Enkel ?auf Burg Stargard'i beim Ausbessern der Dächer , beschäftigt. Dabei stürzte er infolge des Bruches. ewer Leitersprosse' auZ beträchtlicher Hohe herab und erlitt so schwere Berletzungen,' daß er am nächsten Morgen' verstarb.' ' i Brüel. ..Stadtsecretär Karl Krüger von hier .ist wegenUnterschlägüng im Amt zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. i Rostocks In der ' Rathswittwen-' kasse zu Bruel sind große Unterschleife entdeckt worden: - Der Bürgermeister Kahle wurde verhaftet. ..Ueber sein Vermögen ist Concurs ausgebrochen. Geruchtweise sikd'weltere Verhaftungen erfolgte .-fr: : . . Gküvinge. ... !'AItenburg. -Als . duser Tage auf. dem hiesigen Friedhofe etin.' .ün Landkrankenhause verstorbene?. Schlolser beerdigt werden sollte,' sprachen, die von auswärts zum Begräbniß gekommene.n Leidtragenden den Wunsch aus, ihren Entschlafenen ' noch einmal ' zu sehen. Wie .erstaunten sie-aber,' als ein fremder Todter, ; in : die Kleider ; : ihreS Angehörigen, gehüllt,, im Sarge.. lag. Sofort wurdf derSarg mit dem Tod, tenn das eme'halbe' Stunde entfernte LandkrankenhauZ - zurückgeschickt ! und traf mit der. zur Beerdigung bestimmten Leiche- erst .'auf. dem -Friedhose. wieder ein,, nachdem die Angehörigen , übereine Stunde ort gewartet hatten. r m f m ... 5!ndy'S Vtle Supposltory wird ' garantirt , für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder daö Geld wird zurückgegeben... b0Ctö. die Box. Schicke zwei Poftmarken für Zirkulare und Probe an Martin Äudy, registrirten Apotheker, Lancaster,?Pa. Postkarten nickt beantwortet. ' Zu derkaufen in allen guten- Apotheken: Ward Bros., 5l. Kiefer Sc Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, Indianapolis, 3nd. Kaufe Mucho'ö ,Oeft HadaLRa l Cigart." '
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