Indiana Tribüne, Volume 18, Number 72, Indianapolis, Marion County, 29 November 1894 — Page 2
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Erschcmt Täglich mid-SonntagS. Die tägliche. Tribüne- kostet durch den Tröger 13 Cents per Woche, die GonntO-.,!Eribüne" 8 Cent per Woche. Beide zusammen 15 Cent der 65 Cent per Monat. Per Post außerhalb der Stadt zugeschickt in Vorausbezahlung $5 per Jahr. fft 1 Süd Sllabama Straße. Snöiaaapolib, 3n&., 29 November '94 OaS Durcheinander im Indianer Territorium. JmHZnblick auS das Räuberunwesm, ton welchem da Indianer-Territorium heimgesucht wird, gewinnt der Bericht, welchen die aus dem Ex-Senator Henry L. Dawes von Massachusetts, Meredith H. Kidd von Jndiana und Llrchibald S. McKennon von Arkansas bestehende Commission dem Secrex3t deZ Innern über die dortigen .Zustände unterbreitet hat, sowie - -die in demselben enthaltenen Vorschlags - zur Beseitigung des. Chaos und Schassung von Ordnung besonder? Bedeutung. Diese Commission, welche vom Cöngreß mit der Untersuchung der Verhaltnisse der sogenannten fünf cioilisirten Stamme beauftragt war, begann ihre Arbei ten im Jndianer-Terntorium zu An fang dieses Jahres. Im Februar tJurde eine Convention aller cioilisirten Stämme, mit Ausnahme der SeminoI;n, abgehalten und in dleser wurde jeite.is der Commission den Rothhäuten die Plane der Negierung auseinandergesetzt unter Angabe der Gründe für iie beabsichtigte Aenderung. Anfang llch schienen die Indianer zur Ank.iüpfung von Verhandlungen geneigt zu sein; als aber aus Washington gemeldet wurde, daß die Regierung die bestehenden Verträge beobachten und keine Aenderungen herbeiführen würde, falls solche nicht gewünscht würden, lehnten sie alle Negotiatiomn ab. Der Einladung der einzelnenStämme Folge leistend, suchten die Mitglieder der Commission darauf diese selbst auf und gaben den Leuten Aufsck,luß über ihre Mission; doch hatten sie t'.inen Crfolg und die Councils allerStäime, die Cherokees ausgenommen, beschloss s:n in besonderen' Resolutionen die Zurückweisung aller Verhandlungen..' Trotzdem machte die Commission im Laufe desSomme'rs'den Vorschlag, mit Ausnahme der Plätze in den Städten, sowie der Kohlen-, und Mineralländereien, alles Land zu verkaufen und den Erlös unter die Mitglieder derStämme zu vertheilen. Jeder sollte Land für eine gute Heimstätte erhalten und alle Eindringlinge soll.ten entfernt werden. Ferner wurde kie. endgiltZge VefriedZAung aller sonstigen Ansprüche verhei ßen und nach Ausführung aller VeriragsbestimmungeN' sollte der Cöngreß eine Territörial-Regierung bilden.' Auf diese Vorschläge wurde bis zum 1. Ociober eineAntwort verlangt, allein keine ist ersolgt und nur die Cherokees ersuchten um weitere Zeit zur Erörterung. Wie die Commission berichtet, weigern sich die Indianer, .irgend einen Theil des Landes zu verkaufen, Jhrem Dafürhalten nach sind die Voll-tlut-Jndianer heute weniger, als vor 20 Jahren, des Bürgerrechts würdig. Cia jeder Fortschritt wird von ihnen aufzehalten und ihr Verlangen, daß die meisten Ansiedler aus dem Territorium vertrieben werdensollten, verdient. wenig Beachtung, denn diese wären auf Aeranlassuna der Rothhäute selbst dorthin gekommen und erfüllten die ms ihnen abgeschlossenen Vertrage. AIs einen Krebsschaden bezeichnet die ComMission dagegen jene Weißen, welche sich mit Squaws verheirathen und dadurch alle Rechte der Indianer- erlangen.' Diese Squaw-Manner sind geriebene Burschen, welche, den Verträgen der Indianer . mit . der Bundes-Regierunz zum Trotz, sich rn den Besitz ausgedehn ter Weide- und Farmländereien' gesetzt haben: a manche von ihnen haben sich S0,000 bis 60.000 Acres anzueignen verstanden. Dadurch rrnr der Win liche Indianer von der Theilnahme an dem aemeinsamen' Eigenthum ausge schlössen. In einem Stamme, dessen gesammter Landbesitz 3.040.000 Acres umfaßt, haben 61 Bürger 1.237.000 Acrcs in Besitz, d. h. mehr als em Dritiel der Gesammtdomäne, die 14.632 Bürgern gehört. 'Dies ist eine' offene Verletzung der Vertragsbestimmungen, unttt denen das Territorium? den Jnm:.a; ' " v'.anern uoerlanen rouroc. Der Andrang - der .Weißen, die Un f'zhtgZeit der. Stammes-Regierungen, die ;um Schutze ihrer Bürger stipulirten Verträge 'durchzuführen, -und die klägliche Corruption dieser Regierungen !?ab:n die, Commission überzeugt, daß die Ausführung -be Vertragsbesttm l::un?en unmoalich ist. . Die, Stam k.lez-Reaierunäen sind -außer Stande, ' Leben und Eigenthum zu schützen." Die Thätigkeit der Gerichte ist lahm gelegt; Gewaltthaten aller Art, Raub und Mord, sind an der Tagesordnung. ; In der Nähe bevölkerter.. Städte werden Eisenbahnzüge aufgehalten 'und die Passagiere geplündert.. -Eine Schreckensherrschast erlstirt und me varba riscbsten Gewaltthaten werden verübt; yji Banditen scheuen sich kaum, iyrrn Verkehr Mit ihren Opfern. zu unter brechen. Im September, und Qdober: f k. ' ':' ir uno in einem einzigen flamme dö Morde verübt, allein nicht ein einziger ist geahndet worden.' 'Die- Regierunc?n der. Stamme werden von argllstlpen Politikern controlirt.und die wirk llchen Indianer-Haben mit dererwal tung der 'Stammeangflegenhetew we. nig 'zu thurr. ' ' Angesichts dieser , grauenhaften - Zu stände empfiehlt die -Commission die Anwendung radikaler Mittel und sie schließt ihren-Bericht "mit folgenden fc , , . . . . . . dorten: Die .Ver. .Staaten, haben , den Besitztltel ner Domäne, von unermeßll chcm Reichthum und unendlichen Hilfs auellen den verschiedenen Stämmen ucertragen. allein die Ueberirägung ge fchz, für specificirte Zwecke, wiein hen fr.i " r ' -'rTc n Ji1 in - " rK
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selbe gelchay zur gemeinsamen Ausnutzung eines jeden Theiles des Territoriums und zum Besten eines jeden Bürgers, so zwar, daß ein jedes Stammesmitglied einen gleichmäßigen, ungeteilten Antheil an dem Ganzen izaben sollte. Die Stämme können da von keinen anderen Gebrauch macren. Sie haben kein Recht, irgend einenTheil zur ausschließlichen Benutzung einem inzelnen Individuum zu ubertraaen. Diese Stammes-Regierungen haben den ihnen übertragenen Trust durchaus gemißbraucht und es ist die offenbare Pflicht der Vereinigten, Staaten, den von ihnen geschaffenen Trust in Kraft zu setzen und die Domäne behufs ihrer ursvrünalicken Verwendung wieder in Besitz zu nehmen. Die Vereinigten Staaten haben diesen Stämmen das Recht der Selbst-Regierung zugestanden, doch darf dieselbe mit der Honrn tution nicht in Conflict gerathen. Sie baben ibre Unfähigkeit, sich selbst zu regieren, bewiesen, und die Vundes-Rk-gierung, welche diese Vollmacht er theilte, hat keine höhere Pflicht, als dieselbe zu widerrufen, da der Fehlschlag so kläglich ist S,000 LTkärk Honorar. Staunen und auch wohl stillen Neid rreat es gewöhnlich, wenn die Tages presse hin und wieder meldet, datz oer. oder jener berühmte Arzt, Professor. oder Geheime Medicinalrath in der Re-, .. .-Pivianwi c:i W! I noenz- ooer unioerillalsnaoi ui un ärztliche Behandlung eines hohenKranken, eines Millionärs oder reichen Bankiers etc. ein Honorar von mehreren Tausend Mark erhalten hat. So etwaZ kann in anderen Städten und in der Provinz nicht vorkommen, Hort man dann häufig äußem, obwohl es auch dort sehr tüchtige Aerzte gibt, die an Wissen und Können vm Berühmt heiten, nicht selten erreich? Und dennoch äehört es nicht zur Unmöglichkeit, dennoch ist es ganz kürzlich vorgekommen, schreibt die Pos. Ztg. daß in Ausübung der ärztlichen Praxis ein in einer kleinen Stadt wohnender Arzt ein Honorar berechne! und gezahlt erhalten hat, um das ihn manche Collegen beneiden' können. Etwa vierJahre hindurch hat dieser Arzt (er ist polnischer Nationalität) in dem bei Posen belegenen Städtchen St. die hochbetagte polnische Rittergutsbesitzerin, verw. Frau, von Ch., behandelt. Die alte Dame, war sehr kränklich und ließ bei jedem sie. beängstigenden Anlasse den Arzt aus dem nahegelegenen Stadtchen St. holen. 'Oft brachte der Aw! ganze Nächte am Krankenbette auf dem Gute zu. Kurze Zeit vor ihrem Tode b:händigte Frau v. Ch. dem Arzte als vorläufige.' Abschlagszahlung für seine arztlichen Bemühungen den Betrag von 59,000 Mk.. und bemerkte dabei, daß ihm der Rest seines. Honorars nach ihrem Tode zu Theil werden würde. Mit Hinterlassung eineZ Vermögens von 2 Mill. Mk. ist die alte Dame bald nachher verstorben und der Arzt wurde nunmehr von den Erben ersucht, seine Rechnung für die geleistete ärztliche Hilfe und Bemühung aufzustellen. Diese belief sich für 1013 meist Nachtbesuche, deren jeder mit 73 Mk. angesetzt war, zusammen auf rund 76.000 Mk. Da der Arzt auf dieses Honorar von der Erblasserin bereits 59.000 Mk. empfangen hatte, so brauchten die Erben zur Tilgung der Rechnung nur noch 17,000 M k. . nachzuzahlen. Außerdem halte die dankbare Patientin ihrem Arzte An dem von ihr errichteten Testamente ein Legat von 6000-Mk. ausgesetzt. Ein solches Arzthonorar von 82,000 Ms. ist sicherlich ein außergewöhnliches. Nur um einen Betrag ist der Arzt gekürzt worden und zwar von der Steuerbehörde, welche für das Legat der 6000 Mk. die Erbschaftsfieuer von ihm gefordert und auch trotz der Reklamation des Arztes, der das Legat auch als Honorar angesehen und steuerfrei gelassen haben wollte, nicht erlassen hat. ' Dkr falsche Baron. Eine Riesenskandal-Geschichte bildet gegenwärtig den ausschließlichen Gesprächsstofs der - höheren - Gesellschaft von Konstantinopel. ' Vor einigen Tagen traf namllch aus Smyrna die verblüffende Nachricht ein, daß ein in den streifen der Peroter Aristokratie und hohen Finanz seit einigen Jahren wohlbekannter, sehr fashionabler Lebemann, Baron Maurice de Torrös, in einem-der elegantesten Smyrnaer Caf6 verhastet worden sei. Im Jahre 1892 tauchte..der .liebenswürdige Baron zuerst in Pera auf, und machte sich infolge'.seweS bestrickenden Wesens, seiner feinen .Umqangsformen und seiner noblen Lebensweise' zum) Mittelpunkt des dortigen Gesellschaftslebens. Der Baron besaß im.Sommerorte Buyukdera eine mit allem modernen Comfort ausgestattete, fürstlich eingerichtete Villa,' woselbst er manche Feste arran girte,'die noch lange im Gedächtniß der damaligen 'Theünehmer fortleben wer den, kurz, er erfreute sich bald de? größten Beliebtheit. So lernte er auch unter Anderen die Familie eines sehr reichen, in Pera ansässigen Financiers keynen. dessen einzige, hochgebildete und . außerdem auch durch ihre 'seltene Schonhelt'wohlbekannte' Tochter sich in den Baron verliebte. ' Da letzterer den Besitz eines, nicht unbeträchtlichen Ver mögen's nachwies, 'zögerte der Bankier nicht, ' m - eine Verbindung ' semer Toch ter mit Baron :de 'Torrs einzuwilli gen. 'Am 19. Juli 1892 wurde in Buyukdera, - dem Sommeraufenthalt der vornehmen Welt von Konstantins.pel, unter glänzender Betheiligung der gesammten hohen Gesellschaft, dieHoch zeit gefeiert, die, nebenbei bemerkt, ca. 46.000 Frs. gekostet hatte, worauf sich das junge Paar auf die Hochzeitsreise o?gab. Die. Flttterwochen nahmen aber plötzlichem unerwartetes Ende, denn der Baron verschwand eines scho nen Tages aus einem Schweizer Hotel, woselbst er mit sein Gattin Au enthalt genommen hatte. "Die junge Frau kehrte, in Heller Verzweiflung zu ihren trostlosen Eltern zurück, und rn v . cv t " -i . r i Büm aron cc uziet uouz man ic i-
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her nichts. Nun ist der Baron nach zweijährigen Irrfahrten in Smyrna wegen zahlreicher Prellereien und Schwindeleien in einem dortigen Cafö verhaftet worden. Die polizeilichen Nachforschungen und Recherchen ergaben, daß der saubere Herr Baronseines Zeichens Kammerdiener ist und einem seinerHerren, einem c.lleinstehen den. älteren Financier, der gegenwärtig in Livorno lebt, vor mehreren Jahren das nette Sümmchen von' 600.000 Frs. entwendet hatte. Schon in Griechenland, also ehe er nach Konstantinopel gegangen war. hatte er unter ähnlichen Umständen .in Patras ein sehr reiches Mädchen geheirathet und war gleichfalls nach mehrwöchentlicher Ehe spurlos verschwunden. Der Baron" wird demnäöst dem Gerichte von Stambul eingeliefert und wird dem Prozesse mit großer Spannung entgegengesehen. Nikolaus der Zweite in Japan. In seiner Neisebeschreibung .Um dk Erde", dir du berühmte ' Augenorrzt Professor Dr. Hirschberg, vor Kurzem hat erscheinen lassen, erzählt der- Verfasser mit besonderer Ausführlichkeit, was er in Japan gesehen, und gehört. Eine dleser Erzählungen hat durch den Tod des Aaren Alexander des Dritten und durch die Thronbesteigung des Zavt - c. f. 1 tvfti ren ynioiaus oes Zwenen neue uuua Iität gewonnen. Im Oktober des Iah S 1892, war Professor Hifchberg nach . dem Tempel Mi-i-dera im Notden der Stadt Utfu gekommen. In dem zu diesem Tempel gehörigen Kloster, in dem namentlich zahlreiche Bilder sehenswerth waren,, befindet sich unter Anderem ein zu Anfang dieses JahrHunderts gemaltes allegorijazes aueit bild, nach dem die Erde nurdrei Reiche umfaßt: Japan,. China und' Indien. Vor dem Kloster erhebt 'sich ein Obelisk aus Granit, zum Gedächtniß an diejenigen Kriege? des Bezirks, die m dem Kampf' gegen die Empörung von Satluma 1877 gefallen sind. ' An dem Gitter des Denkmals ist eine Sammelbüchse für Beiträge zur Erhaltung der umgebenden Gartenanlage angeoracyt. Hier war es, wo der Angriff auf den russischen Thronfolger am 11. Mai 1891 seinen Ausgang nahm. Professor Hirschberg erzählt hierüber: Die Sache verlief nach den Mittheilungen meiner Begleiter und der Augenzeugen, die ich in der engen Gasse von Otsu persönlich oesragte, in der folgenden Weise: Der Sohn des Zaren stand in bürgerlicher Kleidung aus dem Vlak neben dem Obelisken, begleitet von dem Sohne des Königs von GrieÄenland. emem ' japanischen Prinzen und Anderen.' Der dienstthuende Polizieisoldat Tsuda Sanzo. der in sich in dem Feldzug gegen die Satsuma-Em-porer ausgezeichnet, ein ordentlicher, aber etwas verrückter Mensch, grüßte militärisch durch Präsentiren des Säbels. Der Cäsarewitsch dankte nicht, vielleicht sah er den Soldaten nicht, sondern kritzelte mit seinem Spazierstock eine Figur .in den Sand, die dem Polizisten die Hauptinsel ; des japanischen Reiches zu sein schien. Nun muß man bedenken, daß bei den Japanern großes Mißbehagen gegen ihre russischen Nachbarn herrscht, welche ihnen halb mit Gewalt .'die Insel Sachalin gegen die unbrauchbaren Kurilen abgetrotzt und durch , die schon begonnene sibirische Eisenbahn ihnen unangenehm auf den Leib rücken. Viele der' gewöhnlichen 'Japaner glaubten, daß die Reise des Cäsarewitsch einen politischen Zweck verfolge. JenerPolizeisoldat aber wurde von der Wahnidee befallen, daß der Sohn des, russischen Kaisers bereits das theure Vaterland gekauft und erworden habe und ihn wie einen Sklaven mißachte und getöotet werden müsse. Aber Ostasiaten denken und , handeln nicht so schnell, wie die Europäer. Eine Viertelstunde später holte er den Großfürsten ein, der in einer Jinrikisha saß (vorn einen Mann, .hinten einen zweiten), in einer , schmalen Gasse von Otsu vor einem Schneiderladen, und verwundete ihn von hinten mit seinem Schwert in der Schläfengegend.' 'Der japanische Prinz, der griechische Prinz,' als sie den Lärm vernahmen, eilten zunächst vorwärts, um einen . Ort . zur Vertheidigung zu. suchen, da sie an eine allgemeine Meuterei glaubten. Der. hin-, tere Jinrikisha-Mann aber hatte augenbllcklich, ehe der ' Polizeisoldat zum zweiten, vielleicht , verh'änznißvollen, Schlage ausholen konnte, sich niedergeworfen, den Angreifer bei den Beinen gepackt und ihn zu Boden geschleudert. Sein Vormann half ihm bei der Ueberwältigung und Entwaffnung. - Jetzt kam auch der griechische Prinz zurück und grisf thätig ein. Die Wunde des Großfürsten war zum Glück eine leichte. ' sie wurde von dem russischen Arzt verbunden, der ' Großfürst wurde auf sein Kriegsschiff gebracht. Die gesetzestreuen Einwohner von .Otsu waren, tief betrübt und beantragten bei der Regierung. daß der durch die schnöde That verunglimpfte Name ihres Städtchens u'ma'eändert werde. Der Polizist, defsen Geisteskrankheit festgestellt worden, wurde auf Lebenszeit eingesperrt, ist aber bald darnach gestorben. Der wirkliche Retter des Großfürsten, der Jin-rikiöha-Mann, erhielt vom Mikado, ein Jahresgehalt von etwa 90 Den womit er.. sehr, gut ohne Arbeit auskommen konnte, vom Zaren, nebst einem Orden, n Jahnsgehalt von 1000 Yen, wodurch er bald in ein lüderliches Leben und in's Gefängniß gerieth.' ' Die Julien dti Nassala. Seit die Italiener in Kassala einzogen, sind sie rastlos thätig gewesen, sich dort eine günstige Stellung gegen einen etwaigen Angriff durch mahdiftische Truppen' zu. schaffen. Etwa 1000 Nardö östlich von ven sich südlich der Stadt unmittelbar an den Gäsch'leh,nenden, gänzlich verfallenen alten egyptischen Befestigungen ist ein Fort ent standen, kleiner, als. jene, aber um vie leZ vertiidigungs fähiger. Die Haupt-
rront richte: sich seldstverjtandttcy gegen Westen, d. i. gegen den Fluß. Das Fort wird durch . einen tiefen Graben sturmfrei gemacht und ist mit einigen 9'Centimeter-Geschlltzen und Norden-feld-Mitrailleusen armirt, deren Heransaffung von Kere aus keine besondern Sw:erigkeiten gemacht hat. Starke Munitwns- und Verpflegungsdorräthe lagern im Fort. Um zünstiges Schußfeld zu erhalten, werden die nächstgelegenen Häuser und Tukul (Hütten nach Art der Eingeborenen) beseitigt. ' An Besatzung verblieben in Kassala unter dem Major Turitto vier Compagnieen eingeborener Infanterie und ein Zug Festungsartillerie, zusammen etwa 900 Mann regulärer Truppen, neben denen gegen 300Mann Irregulärer zur unmittelbaren Verfügung standen. - Auch an der Sicherung der rückwartigen Verbindung Kassalas, die bei einer Länge von 210 Meilen, in der Lustlinie gemessen bis 2)!assauah und bei dem Mangel an jeglicher Flankendeckuna bis Keren ca. 175 Meilen äußerst', empfindlich . ist, wurde .nd wird fleißig 'gearbeitet. . Ferner' nahm man zwei' kleine Forts an der -Haupt siraße in Angriff das eine mit -b Front nach Kassala an dem Engpaß dei'Sabderat,' ,.daS .andere mit ..der Front nach Agordat-Keren ' nt der Enge bei der Niederlassung der Alghe-
den gelegen. Die Telegraphenleitung war Mitte September bis Kassala geführt. Die wichtigste der von KerenAgordat nach Kassalasuhrenden Straßen wurde ausgebessert und mit neuen Brunne'n-Anlagen versehen.' " 'Wichtiger aber als diese Vorkehrungen ist die von Major Turitto mit Geschick in'sWerk gesetzte Organisation der Eingeborenen. Hierin zeiqen sich die Italiener in Erythräa als Meister, und nur ihr Einverständnis mit der eingeborenen Bevölkerung ermöglichte den gelungenen' Ueöerfall Kassalas. Major Turitto,' dem vom Gouverneur der Colonie weitgehende administrative Vollmachten eingeräumt sind, hat eZ verstanden, den nächst der Stadt sitzenden Stämmen volles Vertrauen . auf den Bestand der italienischen Herrfchaft einzuflößen. Allerorten istder vordem vernachlässigte Ackerbau -wieder mit Eifer aufgenommen worden. Major Turitto hat die herrenlosen Ländereien vertheilt, wie er denn überhaupt der Schiedsrichter bei allen Streitigkeiten der Eingeborenen ist; er hat in'Kassala einen Markt eröffnet und mit Erfolg für Zuzug aus dem benachbarten : Gebiet gesorgt. Neue Häuser wachsen auf sein Geheiß auö dem Boden, kurz, überall gedeihliches Leben, das von ver dumpfen Resignation, die zu mahdistischer Zeit schwer auf der Stadt lastete, leuchtend absticht. Von besonderer Wichtigkeit erscheint die Verbindung, in die Varatieri . mit den Vaza-'oder .Kunama" getreten ist: ein noch barbarischer, aber tapferer Stamm, den trotz seiner unvollkommenen Vertheidigungsmittel und Mangelhasten Organisation weder die Derwische noch die Abessinier jemals haben, bezwingen können. ' Er sitzt in einem schwer zugänglichen Verglande zwischen der italienischen Landschaft DembelaZ und der mahdistischen Provinz Ghedaref. und Munzinger gibt seine Stärke auf .. etwa 200,000 Köpfe an.- Auch wenn diese Schätzung übertrieben sein sollte, könnte der Stamm, . mit dem Baratieri seit 1890 bereits in . Ver-Handlungen-steht - und dessen Haupter er zum. endgültigen Abschluß nach Keren beschicken hat, eine wirksame Man-, kendeckung gegen . Ghedaref . abgeben.. Durch diefeS Land führt nämlich da eine grade Verbindung wegen der dazwischen liegenden, wasserlosen Wüste von etwa 210 - Meilen Breite nicht möglich ist, der! meist , gewählte Karawanenweg von Kassala nach Khartum, ca. 330 Meilen. Oeutsch Loeal-Nachrichtsn. Vrovin, L?ranOVv. Berlin. DaS Schwurgericht verurtheilte ' die ' Dienstmägd Dorothea Schaffraneck, welche der vorsätzlichen Brandstiftung im Dorfe Gatow am 7. Mai d. I; angeklagt war, zu, dreijähriger 'Zuchthausstrafe ; und vierjährigem Ehrverlust. Dieser Tage wurde der Kaufmann Gustav Frank, Sohn des verstorbenen Inhabers des Frank'schen Bankgeschäfts, verhaftet, weil er auch nach der mit dem Tode seines VaterS erfolgten Auflösung des' Geschäfts einlaufende Depots-angenommen und unterschlagen hat. Neun Monate unschuldig in Haft haben der Schiffer Carl Meyer und der Former LouiS Philipp aus ' Oranienburg zugebracht. Sie standen unter dem Verdacht , der Brandstiftung; es hat sich jedoch durch Zeugenvernehmungen ihre Unscbuld ergeben." Die' Familien der beiden Männer haben inzwischen bittere Noth gelitten, und auch jetzt noch sind ihre Verhältnisse recht traurig. A lt-L and S der g. Einen gefährlichen Brandstifter verfolgt daS hiesige königliche .Amtsgericht, den 43 Jahre alten Büdner Ferdinand Hoenow auS Alt-Monchwinkel bei Hanelöberg, der die in letzter Zeit in dortiger Gegend vorgekommenen Brände verursacht hat. Cottbuö. In der hiesigen katholischen' Kirche gerieth in dem 'Auaenblick, alS der' Geistliche eine Trauung! vornahm, de? Schleier der Braut, die eine brennende Kerze in der Hand hielt,' in Brand. Die Braut war bald in 'Flammen gehüllt. ' ' Der Geistliche und -die anwesenden Trauzeugen leisteten .zwar drasch ' Hilse doch trug die Brauß lebensgesährliche Brandwunden davon. Landöbera (Wartbe). üofver- ' Walter Gotschalk auS . Wolssburg bei v ' r cm v einluden, 'um ajcarj cic , Dienstmagd Lincke 'ermordet hatte. wuroe vom Schwurgericht zum Tode derurtheilt. - - : S o ? a u. Hier beiratbete . ein aut ,situirter Einwohner von 80 Jahren , zum zweiten Male, nachdem er mit seiI .inzwischen verstorbene ttstey vgt-
t!n vor sieben Jahren bereits die goldene Hochzeit gefeiert hatte. Vrovinz Posen. Labischin. Als die Tochter deZ Tischlermeisters Heil letzthin Mohrrüben schabte, fand das Messer,' das sie dazu benutzte, einen Widerstand. ' Ihr Vater, darauf aufmerksam gemacht, entdeckte, daß die Rübe in einen goldenen Reif hineingewachsen war, der durch den Mderstand beim Wachsen geborsten war. Der Ring zeigt die Buchstaben L. K. 1862. ? vstprustn. L yck. , .s hiesige Schwurgericht verurtheilte den Arbeiter Johann Borutta aus Kurwien wegen Raubmordes zum Tode. Der Verurtheilte hatte am 13. September bei Großkurwien den russischen Unterthan Tischler So kolow. mit dem er vorher im Kruge gezecht hatte, mittels eines Knüttels erschlagen, beraubt und die Leiche im Walde vergraben. Tilsit.' Der- Sekonde-Lieutenant
Seist vom 1. Dragoner-Regiment - ist . aus. tweH'.UebunaZritt ia he?"? Näbel von BtugAMen. st unglücklich, mit. sei-. nem Pferd gestützt, daß er emeir schwe- ' je.fi: -ie.'m. '.. , ' : ren Mvaoeiorucy -erunen qzi unw naen kutzerZtit gestorben-ist' - '-:-::: Vvmvlni t3flpvvifint Riesen d'ur g.' fein Sonderling, der seines Gleichen sucht, wurde hier in der Person eines Rentierö J8. zu Grabe getragen. Er hatte bereits im Mai d. I. persönlich, seinen. Sarg,, sowie sämmtliche?' Leichenzeug zu seiner Beerdigung eingekauft,' den Pfarrer Kü-' per, ' Glöckner und Todtengräber be-' zahlt und die -Sebühren für die -Trä-ger, den Leichenwagen, selbst für die zu stellenden Pferde auf Heller und Pfennig entrichtet. Ueber die Ausgaben mit einer Quittung versehen, erwartete B. den Tod,- der ihir denn auch nunmehr von jenem längeren Krankenlager erlöste. - ' - - : ; - - -Mklnburg. Gadebusa ' Die Schwedische Brauerei wurde für 27,000 Mark an einen Herrn ; Schuster auS Schlesien verkauft. . Hage now. Im nahen Kirch Jefar ist das ganze Schomann'fche Erbpachtgehöft abgebrannt. - Reh na. O. Reuter verkaufte seine Apotheke für .90,000 Mark an einen Hanoveraner. W i 3 m a r. Der Arbeiter Johann Hahn zu Schimrn feierte mit seiner Frau die goldene Hochzeit. Der Großherzog, sowie die Gutsherrschaft fandten Geldgeschenke. Zlrovin, &adjUn. Halle. Hier hat ein Fräulein Räser ihr gesammtes - Vermögen, be stehend in einem Hausgrundstück und 150.000 M.. der Stadt zuErrichtung eines stadtischen Waisenhauses vermacht. - Na um bürg. Der Dienst knecht TobiaS auö Großdöbern bei Brieg, der am 22.-August d. I. bei dem Pastor Schneider in Schellbach bei Zeitz einen Diebstahl ' ausgeführt ' und ' auf den Pastor einen Schuß . abgegeben hatte, ist vom hiesigen Schwurgericht zu 12 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Vrsvins Lannsver. H a n n o v e r. Der Kafsirer der Ei-. sendahn-Hauptkasse zu' Hannover, Ei-senbahn-Sekretär Sprengell, hat seinem Leben durch Erhängen-ein Ende gemacht und zwar wegen - Unterschlagungen, die , er nicht länger, verheimlichen konnte. ' ' Nord Haufen. Die hiesige Strafkammer, hat den 43jährigen, bereiti .7-Mal, darunter einmal mit vier Jahren .Zuchthaus, wegen gewerbsmäßiger Wilddieberei vorbestraften .Arbeiter Louis Hesse aus dem Nachbardorfe Wernigerode abermals wegen Wilddieberei :zu. 2 1-2 Jahren Ge-fängniß-und fünf Jahren Ehrverlust und dessen Ehefrau wegen Hehlerei zu einer Woche Gefängniß verurtheilt. Aurich. ' Auf der Rückkehr vom Jahrmarkte gerieth in der Nähe unserer Stadt ' beim Wilhelminenholz 'u der Fischhändler Th. Meyer unter den Zua. Der Kopf wurde vollständig zerschmettert. ' . B u r g d a m m.. . DaS . TageSgefpräch hier und in. der nächsten Umgegend bildet . augenblicklich. der vor kurzer Zeit über das Vermögen des BauUnternehmers' Fr. Wilh. Scherpeltz erklärte Conkurs. denn durch diesen Bankerott sind hier, in Burgdamm, Lesum etc. viele kleinere und' größere Handwerker geschädigt worden.' Stade. Die " separirte Frau Schröder, welche kürzllch wegen MordVerdachts in Haft genommen, wegen mangelnder Beweise indessen wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, hat ihrem Leben durch Ertränken in einem Wassergraben h SchotjH ein freiwilliges Ende gesetzt. : ' '' ' Pvovitri Ö4jlfn. Jauer. Von der 'benachbarten Postanstalt Hermannsdorf ist, der Postbeamte Haensel nach Unterschlagung amtlicher Gelder flüchtig geworden. ' ' O p v e l n. ' DaS Fest der diamantenen Hochzeit . feierten die Flechtnerschen ' Eheleute. - Der greise Eheman ist. 1311. die Ehefrau 1819 geboren. Der Ehe entsprossen sechs,SSHne,'zwei Tochter.' 34 ' Enkel und mehrere Urenkel. Leider ist die Gesundheit deS Jubelpaareö 'sowie seine Vermögenslage nicht die beste. . . " ' - . r S weidn ih. Die hiesige Stadtverordneten - Versammlung bewilligte 70.000 Mark zum Bahnbau StröbelSchweidnitz. Dadurch-ist die-Aussüh-rung: deS Projekts- gesichert. . pronin, Shlen,lgSolftin. " Kapp eln. -Der' Briefträger Joh. Kraäck,. wurde wegen Unterschlagungen und -Urkundenfälschungen - zu :X Jahr; Gefängniß verurtheilt. Eckernförd e.'Das Hotel Stadt Hamburg- ist vom Besitzer Faßbender an - den - Oberkellnet - Kroger im . Hotel Holst- in .Kiel für -162,00a Mark verkauft worden.' F I e nö.b u r g.. Die .Flenöburg'er Schi''fsbaug:sellschaft- hat.' auf der Antwervener AuöKelluna für -ibre Le!.' stunat. ie.'aoldkni Medaille rhal-
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Shns seines Nheumatismus. BuZner, Texas. Jahre litt ich an rheumatischen Schmerzen und war häusig bettlägerig; durch die Anwen rung von St. Jakobs Oel wurde ich dauernd geheilt. Amanda Morkvn. Sas Alut ist das Nnrem i2r oDr. Augnst Köttig's
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Das beste Mittel dagegen.
Steinfeld. Der Gastwirth und Postagent Hans Heinrich Simonson wurde wegen Unterschlagung im Amt zu. 1 Ihr ..Gefängniß derurtheilt. . ZAiieinprsVtni Trier. Gegen daZ 'TodeZurtheil, das in der letztverflossenen Schwurgerichtspniode gegen den Ackerer Johann Thielen aus Schonfeld wegen Äerleitungzum Kindes morde gefällt wurde, ist die Wiederaufnahme des ' Versahrens beantragt worden. Die Verurtheiluna des Thielen ersolgte hauptsächlich infolge der gravirenden Aussagen der zu einer 3iährigen Gefängnißstrafe verurtheilten Mörderin Anna Maria GiereS. Diese ha! aber nun im Gefänaniß in einem umfassenden Geständniß auf das bestimmteste betheuert, daß sie von Thielen in keiner Weise zu dem Verbrechen verleitet worden sei. -Wesel. Ein gräßlicher Unglücksfall ereignete sich auf dem Rheine. Drei gegenüber der hiesigen Stadt ankernde, unter zollamtlicher Bewachung stehende Schiffe hatten sich losgelöst und waren den Strom heruntergetricben. Unter der festen Rheinbrücke stieß bei dem bohen hohen Wasserstande der nicht gesenkte' Mast eines dieser Schiffe gegen das Eisenwerk der Brücke. Der Mast brach ab, fiel einem Steuerbeamten auf den Kopf und zerschmetterte ihm die Sch'adeldecke. Der unglückliche Beamte, der Frau und vier Kinder hinterläßt, blieb auf der Stelle todt. IJvcvlni SesTtt-&asTatt Frankfurt a. M. Der hiesige Solotänzer des Opernhauses, Feretti, wurde Plötzlich entlassen wegen einer Ohrfeige, die er der Prima-Ballerina Bayz verabreichte. Die Ursache war ein antisemitisches .Schimpfwort der Bar. Hanau. In Wächteröbach starb die Erzieherin der kurfürstlich hessischen Prinzen, Fräulein Christine Senechaute, im hohen Alter von 93 Jahren. Fräulein Senechaute war eine Jugendfreundin der Gemahlin des verstordenen Kurfürsten, der Fürstin von Ha nau., S o n t r a. In gewaltigen Schreden wurden die Bewohner des Dorfes Hornel durch eine Explosion versetzt. ES ertönte plötzlich ein heftig. Knall, so daß alle Bewohner auf. die Straße eilten. Es stellte sich heraus, daß ein junges Mädchen aus - Urirorsichtigkeit eine Flasche mit Pulver inö Feuer, geworfen hatte. Das Pulver explodirte,' so daß das Mädchen am ganzen Körper gräßliche Verwundungen davontrug. Vrsvl? Pft?alu. Birckern. Der Bergmann W. Theißen wurde wegen versuchterFalschmünzerei und Besitzes zweier zum Gebrauch fertiger Dynamitpatronen zu 7 Jahren AuchthauS verurth:ilt. Bielefeld. ..Von. einem Perfonenzuge wurde der 49jahrige Cigarrenmacher Heinrich Meyer überfahren und getödtet. S t e e l e. DerVergmann Siepmann, der betrunken nach Haufe kam. hat feine Frau, , die -. ihm - darüber -; Vorwürfe machte, erstochen. Der Mörder stellte sich selbst. ' " ' tfu ?tau. Hambur g.:; In de? Nähe des Stadthauses bestehen drei größereKleidergeschäfte. die. in der Presse mit Hilfe marktschreierischer Anzeigen sich u. A. wiederholt gegenseitig anzuschwärzen suchten.' Nach den Ermittelungen deZ Hamburger Vereins gegen Unwesen im Handel und Gewerbe gehören diese -drei Geschäfte in Wirklichkeit : einem und demselben . Eigenthümer, der alle jene großen Anzeigen mit. den Anschwärzungen gegen 'sich selbst bezahlt. ' -Bremen. Die Deutsche Nationalbank" hat die Häuser U.' L.' Fr. Kirchhof 6, 6 a und 7 und Catharinenstraße 1 a angekauft, um an Stelle derselben ein großes Gebäude errichten zu lassen, in das sie ihre jetzt in der ehemaliaen Crhohlung" am AnsgariiKirchhof befindlichen .BüreauS .verlegen will. - Voraussichtlich wird also . die Stadt und. insbesondere der U. L. Fr. Kirchhof, um ein-monumentales 'Gebaude bereichert werden. : i " iljvil Neunkirchen v. W. In dem Weiler Hippoltsried hatte der Glltler Vinzenz' Gleizner den ganzen Monat Oktober hindurch feine Mutter in einen Schweinestall : eingesperrt. - Als - die Gendarmerie die arme Frau auffand, war, dieselbe in einem entsetzlichen Zustandet Die .Kleider waren ihr vom Unterleibe fast weggefault, da dieselbe in' ihrem eigenen Unrath saß. ' Als bcr Stationscommandant . die . Frau ' auS dem - Stalle heraustragen ließ, . konnte sie. nicht , mehr gehen, die Tageshelle konnte sie ebenfalls nicht vertragen und fast nur - noch ' unverständliche Worte sprechen, aus denen vernommen werden konnte, daß sie schon seit einigen Tagen nichts mehr zu essen bekommen habe. Wie Vinzenz Gleizaer selbst. zugestand, hatte er seine Mutter den.ganzen Som, mer hindurch in seinem-Stadel einge sperrt und ist die arme Frau schon seit mehr als einem Jahre: in -.kein Bett gekommen. Gleixner lebt inguten' VerHältnissen und ist seine? Mutter eine größere Ausnahme schuldig die er ihr jedoch nicht gegeben hat. Untersuchung cegen diesen rohen Menschen ist ewge- , -' - ' v . . ,
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Gleichen ist
Neuralgie. St. Louis, Mo. Mit VergLgen empfehle ich die Anwendung von St. s Jakobs Oel gegen neuralgische Schmer H zen. Ich wurde dauernd durch den Gc brauch desselben geheilt. R.G.Troll. Leöen des Korpers." Hamburger Tropfcilo Bedenken Sie, daß die Wisconson Central Bahn un bedingt das Zutrauen deS Publikums befitzt, da sie bei Weitem die populärste Linie zwischen . Chicago, Milwaukee, St. Paul, MinneapoliS und dem Nordwesten ist und fernerhin als die Pullman Linie zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plätzen am Superior See angesehen wird. Bedenken Sie ferner daß die WiSconfin Central die bedeutendsten Punkte in Wiöconfin berührt, mehr GeschäftsPlätze erreicht als irgend eine andere Linie im Nordwesten, daß der Speisewagen feiner ausgestattet ist als irgend einer der anderen Linien. Für weitere Auskunft als, Raten, Routen, wenden Sie sich an den nachstcn Ticket Agenten oder an 2aS. C. Pond, Gen. Pass. Agent, Milwaukee WiS Feine alte Weine finden Sie in bester Auswahl und jeder Sorte bei all &&znTlfr Wein-Keller: Vo 33 Süd Delaware Str. Bttligsts Vrsifs. Freie, prompte Adlieserunz naS allen StadUheilen. Teledbo ISV. Brills Dampf - Färberei. (Stabltrzi871.) Herrrnkleider gereinigt, gefärbt nd r,vrtri. Oamenkleider gereinigt und gefärbt ohne diese!, ven zu zertiennen. pikenvorbänge u. Lhenill, Sortieren gereinigt, lölacee Haudschulze geret tgt, Waaren werden abgeholt d adpeltesir 36 33 Massachusetts venuc. Zweiggeschäft : R. I2inoi S tr-ke Dr. I. Wühler, Wohnung : 120 OS McEarty Straße Office: 77 Ost Market Straße. Evrech'Skuvden t der Wohnung. a 116Vorm.. 1 8 Nir adm.. 7 Ud? pendk. Exrecbstunden in de? Qfftce: 910 Uhr Vorm und 4 6 Udr Nachm. X'to Sprechstunden: Sonntags nur Vormittag. Dr, THEO. A. WAGNER bat seine Olft e ach No. Si No,d Delaware Str. oerl et. und w'rd sich freuen seine Paiteote unk iZreunde dort zu embfan,.kn. vreftunden v - 10 Uhr Vorm: Z 4 Uhr achm.; tzso-nrags: j,$io hu Uhr Vorm. Trltphon SiS. Dr. I. Tl. Sutcliffe, eichaMal stS aukschliekltch mit t .oiraliit 53 en Site axtt eschlecht. und Ur rav'hetten. Ro. 95 C!t Plattet C'.tafte. Ctf -tuttden : 9 5i51C UHr Vor. 1 tu 8 &x ikachm. CotdÄ t3t9iaytm. ttlt ? 41. " V. V. GVoz7t. Deutscher Zahn - Aizt Äo. 9k Ncrd 'Vkvn'hlraAis Skr. talxt ef eSS ,sewatt Dr. C. N. Schaefcr, Drzt und Chirurg, o. 430 Wadison Avenuc. nahe 3oi$ Stt. prechunde : g:l Uhr Vcrze,. Z-4NS? mittak. 7 Uhr bend. Tclepbsn?. Dr. Guröhardt, Deutscher Arzt. Offtee ad Wohug: STp. S83 Süd Meridian Str. OfftceStvnden : bi 9 Uhr orm. 8 iii 8 hr Nachm. V bi Nr? bd. Go:as8 9 Vormittag Televdo 280. VfZWtMWrt Rwm Injektion. ' l Eine peruraneute Kur i 5 der hartnöckigften Fälle ron Gonorrhea und i 5 leer, parantltt in von 3 bi 6 Xaat ; sein 2 aoer ,havlung dtd,a, nd ebne d an. j UN IDEAL FAMlLY MEDlClNEI b M i . rn .all . lur iioiraiioii jui.MBrii !ll..j.i.k. . I A li A iMTO IUU UUWUfl, I RIPANS TABULCS grentlj yet proinptl Perfft Bold SIXW iree ampie.aare - lilPA.NS CHEMICAL CO., Stw T.rlu Zermalmten und ganzen Co ke ' u zltn bei de?
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