Indiana Tribüne, Volume 18, Number 68, Indianapolis, Marion County, 25 November 1894 — Page 4
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eiaoi jugciajiai i iuwiji I o9. I Offlc IS Süd Alavama Tkraye. Zndwnapottö, Ind., 2ö Vlovemoer l ' &flfinf flflS; - IlsftllllPrpi OUIIIIUIÜC) - iJUlllULlU. Indianapolis wird Großstadt ! 3ch glaube eS 'zwar selbst nicht, aber es . ... ?t V . i k V . I maqr mir zuroeucn uuaj uCUÜC . r. V , I Veoanren auszudrehen, oenn uo nickt ist, rann i noch werden. Wir haben hier zwar vielerlei, mit Cent nur arOBliaoiura siunicn ivnii(n, . f Pl"ll!ff . O T . I i und darum ist eö Sache eines lokalpa triotischen Chronisten, die aufzufinden. den Vorzüge in daö rechte Licht zu rücken. Zunächst haben wir eine Polizei, die mag sie sich auch noch so sehr auS Bescheidenheit sträuben sich der groß städtischen ?!ew Jorker würdig zur Seite stellen kann. Es mag befremdend für den geneig ten Leser sein, daß sein friedfertiger Sonntagsplauderer der Polizei an er
ster Stelle Erwähnung thut ; aber daö t en Nepobliken oder en Debat seinen Grund. Man kann kein molrebt?ch hen bei Tschortsch selbst
GlaS Bier mehr trinken, ohne an die ' ' ' Polizei zu denken ; mit dem Begriff cr , . . s, 'k Mayor Denny" ener Chef Powell" innig verwachsen, fast so wie die siamesischen Zwillinge. Bleibt man an der Straßenecke zu lange ste-1 r V ? i.. s.: in ;. qzs:..; hn nh da v".", i 3 - . . r v n r ifi CV t.nz.ge, ww d,t Pl,ztt mcht ,ft, sind Diebstähle, Raubanfälle und ahnliche SHrtrttTTn I MMtVMViU I Ein weiteres arobstädtischeS Institut ist unser Reichthum an Theatern : Das ri ' ' I I Grand Opera House, Engl.sh's Opera House", "The Park l'"trc' und "The Empire", wani ttht an. Vier Tbeater. aroke deutsche Städte indeß sich mit nur eiv- e- t t tr ,-cr nem Theater durstig behelfen müssen. Da bin ich doch herzlich froh, daß ich nicht in Deutschland wohne. Mit aerecbtfertiatem Stoltt weist man auch'auf unsere Monumente-und . ' ' ' ,. sonstigen Standbüder hm. , r-1 . cv n.ri V. orn umvernl? yan ncqi ov eyetne Bild von Colfoz und friert, denn er denkt immer noch an den Credit Mobilier, obgleich daö söon lange her ist. o J . .n er uoupeae wuv- . . , . ä 'vla.es jteyl das enrmal von Pendrickö, und an ihm haben einige Leute, die gerne wibig sein möchten, ihre u..-.-rxt .,, " Ull",u"l ülwt"H"lu . . . . . , . . Sle sagen namllch, daß daö eme vorgestellte Bem viel langer Ware, als . . -M . mm daS andere, auf welchem die Last des Körvers ruhe. - r DaS ist allerdings wahr, daö Bein . , ' , . v ist auch zu lang, aber waS kann der arme err Penorias oasur. wie rklaruna für dieses anatomische Phano- . . . , i r - V!. c mtn ist tirrfaü die. dak Serr Sendricks cx :t v v t I.:. ga x stq a? u..au v.v cm in oen uem Öc,iuüt Vu. j mu oem riegeroenllNlll iji es cm i ä, . . . i wenig verschieden. Hier beklagen sich veut,. die ansckeinend nickt Besseres
zu thun haben, darüber daß die Figur Mibtehk uf sei Korn ' v c v ... , . . cr i.-r vier tfUß un e halb ln die Höh aei der Zndiana zu klem sei tm Verhalt- fx,,mhi v 7 Ü
i niß zu dem Schacht. Ein filcher Einwurf ist einfach lächerlich. , Nm künstleriscken Stand au möaen die Leute ja wohl recht haben; von . . r . l fx oTtej- rx c . lokalpatriotlschen Absichten verstehen sie- dagegen herzlich wenig. Die Figur ist allerdings zu klem aber das hat auch s,in,n Krund. Durck die reduiirte Größe soll nämlich bei dem Beschauer ... 1 ....V lt. . v m x f i r . f ? ciec5 lonumenr ooppello yoq wäre, wäre, alS eS in Wirklichkeit ist. . t Damit nun die Harmonie nicht ge stört werde, bat man Gouverneur 'Morton von seinem Piedestal herab 'genommen und ein neues an Stelle des alten gesetzt. Die Behandlung deö - Gouverneurs war ein wenig rückfichtöf s . ,,k vm mrt loö und lange la er auf dem Monument Place und seinem Rucken. Dabei blinzelte er der Jron Hall" zu und ?zdachte bei sich : Oh Zrome deö SchickV ' Nssz 4 'I ? Nun hat man ihn wieder aus daö , l- ,l .,,A M(itAnt tlht 4,,..... u,.. 5, man ' wirst WUnt. hnh hrl ' 7 w""K Sockel -mit vluckstcht aus das Monu- . . ' . ,1 . . ,cnt so groß gemacht worden Ware, so jfnnnf rnnn fnft s.,k, , fnNn t v : ' ' 0 ; ' oaraus noq meyrere ranooliver angebracht werden. DaS ist aber nicht . . j- i . - " 'c zxall. ' 1 Ich glaube Weiteres nicht anführen ..zu brauchen ; die wenigen. Punkte ge .T.' v - V n.. m r nugen uno mir oem uoizen Zvewuplsein einer erfüllten Pflicht kann ich uf diese Ehrenrettung" im lokalpatriotifchen Sinne blicken. Neulich habe ich die' deutsche reichSSerichtliche Entscheidung mitgetheilt.
r - . ?.: r tT. r. . Ti ... Uax. Heute finde ich ein anderes Cu nrnTiA - die Nearünduna ei 8 Erkenntnisses des Landgerichts QPt.rf tt in trtr (9 i f n flsl n II ti f slllf f. n M...-7 , , foAf folgendermaßen lautete: cM,flfSr. ,.bs.ls ll"a",H,vt'' I - v a C s fT . f B . 2 a T2 0C5 tACICqCp Ofl nouj rri uio muyuu; r,: !.k?F, i?,i,i,s,i,,n,n lllliytfc lVlMjMpi..M i t-n' l 'i t ....... V . S ?!;k Juiauigieilen ucycuutp niainP konnte ein vlöbliües und stobwelseö sinausaeschobenwerden des TranS portS denn nur ein solches war die (Nächste) Ursache des Unfalls oder die lehte Bedingung in der Kette der bis I . . r f.r. -.. f..V... S zu otccm neu oeiinupicnpcn vsrug :ss.bervoraerufen." - doch nichts über die deutsche O v Svracke. r ' D er P lau d ere r. seibebrief des Philipp - ' kÄ AA aurrawvi V?ein liewer Herr Redattionör. ÄN jene eui schen Tay will ich denke, so lang dan ich lewe. Sehe Se, ich hen nie ntt viel sor Pallidicks gekehrt und sin for den Niesen auch nit lesonnersch gut drin aepohstet. Awer do is mein Karli de annere Dag bim (wfms fitmfnmm? nn faat: -GslÖ. rnt gewißt. was ich war, awer lch y;n lt. r r r 1 1 m ooeooes ,age geml un Bmi . Jch sin en Demmokrkht." Well sagt hslnn hm no aul. ' tscher Hot gesagt, die DemmokrehtS kväre no gut." Jsch dat so?" hen ich gesagt, sag Deine Tietscher. se soll ihr . . ? ? r. i. ,.. ge nrnnzn rncinoc. roröctocni lam yar ftM x..:,. r-rr. r, iTiutu uniii. n ijvi uvuv vuv mäitt Shul stch g.mibt. b!IhZ , jjo3 mj, be B,rckbhrI.Sponsch PVnMht Anlf VJVV Pa sagte er, die Tietscher Hot i . r . A A 4 i Jto W AI A A M i VA , an u hö Ä f: wäre for die harte Zeile zu blehme." mu. w!ll. WM. den cd aedentt. wann des so l, dann Du besser wohtst bliken denn die Tietscher, die weru doch bte Klnner kee Lels Nlt sage, . T p m rin wie ich mei Breckfest aesse aehatt hen, wohte gange. In das Ruhm hen e paar Männer gesesse, wo mich Zuguckt hen, als wenn ich ebbes ge schenkt hen wollt. Ich hen mein Name ewwe un do sagt uf eemol eener von .. ! ' " . . . tnt an3: Elster, Ich oln sorne for Jhne, awer Sie misse getschellenscht wem." Ge was? hen ich gesagt, M t t s M, ? 5 M tq imoico m mem vewe och nit gessy gehatt." Well,- sagt der Mann, das meint, I 79 r j rrr r Sie könne nit wohte. bikohs Sie seh keen Zittisen nit." No, awer do hätte Se mich emo! r w w n r . m , flecre iauc: vrasiu c k-e rnieg, roann c. :wrÄu. . : , iu vAlt vuwiu in wiu wuuii, ttu iuy ..... r(huh' G. I l r , I V f r I krehsig. Ich un keen Zittisen? Wei, ich warn schon en Zlttlsen, do sin Sie noch barwes gelause un hen sich von I i t tv t . cm c;. cy.ci!.3 an.Ölc 'nii Zuiiene losse. Sie eefelllger Mensch. Sie, was , b .afntIiÄ? ?ttfi ken I' . " ' ' v schon mein Paper? crausgenomme ge hatt, do Hot Jhne Jhx Pa noch se ZeitungZraut mit verzehr UN e Halme Kostemer aehatt. Nomme Sie mich nü cfc; . w fefn 3itl.fenr Sodtufr bot kee Wort ti faat oe . ' -, : " i . yatt. lch hen gewoyt, streyt ot Kors un dann sin ich fort. Wie ich an dem Mer vorbei sin, do hen ich em bei Dann sin ich zum Wedesweiler. U des Eckseitment hen ich doch een packe gemißt. Gasch, warn ich mäd! Beim Of JlotS war die Frontdohr gelackt UN Hi(fn 9 luhn gemißt. Wie ich en Witzkie bei mich hatt , do hen ich ausgepackt. Denkt emol, ihr Leit' sagt ich ÄÄ F tri 5? die Ohre gespitzt un hen rnt eher e Wort qesproche, bis dak ich fertiq I . . - . 1 war. Bei Tschinko saat der Kar penter Leimpann, das biet' awer doch einiges, wei, so en Feller hätt' ich aekillt." Bei de We?. muß ich sage, daß all' Die, wo der Mister Leimpann ge killt Hot, noch lewe. Wie hoste denn eigentlich gewoht? Hot mich der Kuni Schmalihuber ae fc3. Streht! hen ich gesagt. .Ja, was denn for e Ticket? Sehn Se, jetzt gehatt -i ch h e n' ö selbst nit gemißt ! .Demmokretisch hen ich gewoht sagt ich, .un ich bette doch ewiges, daß dieDemmokrehts l i . i jjnn r" u geooie meroe. ycojorne, yoi oe? tofl I r.. . cm.i..9l.:r . r . . 'p mit sei Fist uf den Lunschkaunter ge I t . . i c p l , i , , " lioppr. oan oie marmine armas frfiVnÄn f?2 rrn PTstn ntWnn I l")''1!) V Mit W k W i 1 1 4 Ul IVUt, llli I . f M I rfc oivi le emmoirems geooie iverre? er Ss. ri : . v,..Vsm.? mt-vv.:. " y- rV114" x"! v . u . 1 " 1 plentl gedrunke geyatt un mer Yen, wie mx uf deit ch saat. aut qesiehlt. Es Kätt' nit viel genomme. do hätt's e Feit I r. . n r. gewN?e UN e wäre aur miq gange I .SS f f W I A . wie alles, qilebuq jagl' lcy: .Ich will Euch emol eöpks sage, hen ich gk' sagt, .wann die Demmskrehts gewinne dann derst Ihr mich in en Wielbzrre! am Wifilt Daz dorch die Stadt fahret . Meinste auch, was De sagst?" hen se gefrogt und .Serielle, schuhr Ding", hen ich gesagt un denn hen. mer noch vor lauter Bergnieae e paar Battelö
was man für eine !,envyl! v..
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Wei" gedrunke. Um Uhr Hot der
Wedesweiler sein Frontdohr ufgemacht un dann Hen mer noch scheene Lieder gesunge. Wie ich for heim gestart sin, do hen ich e diesente Lohd geyatt un ich sin, mitaus e Wort zu die LlZZie, was mei Altie is, zu spreche, in's Bett gestiege. Es war puttieniehr nein uyr Morgens, wenn mich mein Lizzie. geweckt Hot un aesaat Hot. es wäre e paar Schentelmänner da, wo mich sehe wollt. Ich sin schnell in mer Pehnties getschumpt vor Gutneß Grehsches, was hen ich e Hettehk gehatt! ich war'n ganz dissie! Wie ich daunstehrs komme sin, do war n die Fellers aus den Saluhn do un hen die Nuhs zu mich gebroche. daß die Demmokrehts gewönne hätte un daß ich jetzt die Reid uf en Wielbarrel dorch die Stadt mache mißt. Bei Tschimmenie, des war Jhne awer eens! Ich hen gekickt wie en Stier un hen gesagt, ich war ewige Zeit reddig, zehn Dahler for's Haus zu spende sor Drinks un SigahrZ, wann zch domit die Reid setteln könnt, awer sicks kumeraus, die Sonoseaans wollte mas dervun wisse. Die Lizzie Hot puttimehr , die Fitz kriegt vor Easeltement. Se saat. des war e Schehm un so en Schimp deht se schuhr nit ' iwerlewe. Well, ich konnt nit helfe; ich hat eemol gebett un konnt' jetzt rnt mehr ausbäcke. Allrecht, hen ich gesagt un hen mich uf den Wielbarrel gesetzt. Der Wedesweiler Hot mich e Horn gewwe, eö war e Pennywon aus de Candystohr, un biseids des mußt ich die Wedesweiler'n ihr Nachthaub uffsetze un dann ging's los. Ich mußt in eem fort in des Horn blohe. Mer Ware noch kee fufzig Steps weit gereid, do war schon e ganze Kraut vondene junge Lohfers un Toffs hinner uns un hen gehallert wie Alles. Je weiter mer komme sin, desto aröker is die Kraut worre un zuletzt Hot's geguckt, als wenn Barnum e Pereyd halte deht. Ich hen Mich ae schehmt, ich kann gar nit sage, wie arig ich mich qeschehmt hen. Uf eemol hen die Toffs auch noch mit rattene Aep pels un Tomehtos nach mich gefeiert. Der Stoff is mich grad in's Gesicht ac flöge un ich hen ausgeguckt, als wenn ich in e Suh? gefalle wär. Well, uf die Welt, do geht alles vorbei 'un die Reid is auch vorbeigange. Mir sin dann in de Saluhn aange un hen een gepackt. Wie mer noch dort wäre, do heer.ich uff eemol, daß ich mei Bett garnltverloregehatthen, bikohs die Demmokrehts hatte verlöre un nit gewönne, .Well.- hen ich gesagt, .Ihr seid die greeßte Räskels, wd ich noch gesehn hen. Do hen se vor Lache gescheht! un der Saluhnkieper sagte: .Phil, mir hen Dich nor gesuhlt un mir wollte Dich nor pruhfe. dah Du e Kameel bist.- Womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer. Vellerwunnchen. Ckizze yon E. Vely. Ich kann die Thür schon allein auf machen!" sagt da kleine Geschöpf in dem blauen, verschossenen Wollkleidchen und hebt sich vor der großen, schweren Berliner Hausthür auf die Zehen. ES hat zwei blonde Zöpfe in die ein schwarzes Bändchen eingeflochten ist, sie stehen etwas widerspenstig von dem Köpfchen ab. Am Arm trägt es einen Korb, m welchem em paar Tuten lie aen. Seine blauen Apgey blicken mit einem frühreifen Ausdruck an der Dame in . die Höhe, welche eben die Hand hebt, um die Klingel zu ziehen. .So, das kannst du?- sragt sie zer streut. .Auch einkaufen sür Muttern da' . sein Finger tippt auf den Inhalt des Korbes. Das ist brav! Der schläfrige Por tier läßt ein wenig warten und sy kommt es, daß die Besuchen des Bor derhauses die kleine Redselige aufmerk samer betrachtet. Ta kannst du ja schon viel!" Die Droschke, welche die Dame hergebracht hat, setzt .sich langsam in Bewegung und di? Kleine blickt ihr nach. ..Fahren, das is schön so schön!" Hast du 's schon mal versucht? Tie Thür steht nun zwar offen, aber die Heiden vor derselben beeilen sich nicht. I doch, auf Eisenbahn wie wir von Waltershausen gekommen sind. Berlm wäre bener sagt Bater Wal tershausen war auch gut Blumen und ZPiesen und große Bäume und Hühner und Schafe und .. ..- sie stockt. Wie heißt du denn, Kind?" Life Tiedrich und habe noch 'n Bruderchen. Fnd ihr wohnt?- Die Kleine schlüpft neben ihr in den großen Haus slur. Hinten, im Keller! Un' mein Bater kann schöne Körbe machen!- Die Fünf jährige stemmt den einen Arm heraus fordernd in die Seite. Mal hat er einen für Suprindents in Waltershausen gemacht!" Ah!' ..Hier in Berlin will er aber mehr Geld vor kriegen und denn geht eS unß gut" , sie lächelt und die runden blauen Augen sehen größer aus, und denn fahren wir auch in so 'nem schönen Wagen." Beglückt mit einem Flüstern kommt das nach, dann trip pelt die Kleine hofwärts. Die seidenen Unterkleider der Dame rascheln auf den Treppenstufen zum ersten Stock und sie denkt dabei, was es doch für verschiedene Wünsche gibt daö Kellerwürmchen neidet niemanden um schöne Kleide? und bunte -Blumen in Mem Wagen Möchte es durch die Straßen Berlins rollen und stolz und glücklich auf die tzußgänger bljcken. ' Und der einzige Junge ihrer Schwester hat gestern einen Straßenbuben mit seinen bloßen, Füßen beneidet und sie' hat ihm verfprochen. daß er in den Ferien nach der
?corosce kommt und am Strande bar
uß gehen darf. Hier schickt c5 sich licht. Fred!" Aber warum sur den? Das ist so!" sagte sie nach ihrer kurzen Methode, und das machte jeder veitern raae cm inde. davor hat er einen Respect, weil sür ihn etwas Ee heimnlßvollcs daraus klingt. Das Kellerwürmchen läuft ihr noch oft vor die Füße, immer munter aus den blauen, fragenden Augen blickend. immer geschäftig, die kleinen Finger um eine Eeldmünze geschlossen oder mit etwas Eingehollem im Korbe, und ie nicken einander zu, die Dame achelnd, das Kind vertraulich. An einem Bormittüg kommt sie dazu, wie ein großer Bengel auf das Kind loschlägt, das sich in den Winkel der Hansthür geflüchtet hat. Er läuft davon; dicke Thränen rollen über Lises Backen. Kind, warum treibst du dich denn auf der Straße herum?" Wir dürfen doch Nlch IM Hof spie len wegen denen vorn! Un' der Wirth is grob und Vätern war döse." Kleine, artige' Mädchen- gehören auch in die Wohnung. . Lise nickt, als rn sie; fest überzeugt. daß ihr nur ihr.Recht geschehen ist mit der Bezeichnung. . , ' " In Waltershausen, da konnten nur überall rumlaufcn. Hier is eS muffig und feucht und nich gesund, sagt Mut tern. Sie wemt manchmal und will weg Vater aber nich.. .." Und du auch nicht, nicht wahr? Weil es hier so hübsche Wagen gibt?Ach ja!" Wenn ihre Schwester, die Geheim räthin, nur nicht so vorurtheilövoll wäre. Dies Kind nl so fröhlich und manierlich in seiner Natürlichkeit. Fred ist immer mit seinem Fräulein allein oder geputzt auf den Epaziergängen vielleicht thäte eS ihm gut, mit einem Kinde aus dem Volke zu spielen. Aber, sie vergißt, den Vorschlag zu machcn man hat so viel zu denken. Nach wolkcnbruchartlgcm Regen hats eine Uebcrschwemmung in dem Hofräum und den Kellerwohnungen des HauseS in der Kleiststraße gegeben Feuerwehr. Wchhefchrei, Noth und komische Vorfälle, erzählt ihre Schwester. Und sie behauptet, sich erst frei und behaglich fühlen zu können, wenn sie in die eigene Billa in Charlottenbürg ziehe, all diesen Scenen, die man unfreiwillig miterleben muß, entrückt. Permanenter Landregen Mit kalten Ta gen folgt. Life wird von der ansah renden Besuchen vor der Thür kauernd gefunden. Geh rasch hinein. Kleine!- Sie gehorcht, es ist ein müder, gleichgültiger Blick, der sie trifft. In dem Regen mußt du dich ja erkälten, Life, und krank werdend DaS Kind hängt den Kopf und schlendert langsam an ihr vorbei, der Hinterthür zu. Als Fräulein von Winken vor der Wohnung der Schwester angelangt ist, fällt ihr ein, daß sie Katzenpfötchen aus Chocolade für Fred in der Tasche trägt. Sse hätte dieselben eigentlich der klei, rien blassen Lise gtben können. Fred hätte es nicht geschadet, , wenn die Tantt einmal ohne Tribut kam. Aber das Kind zurückrufen ist unbequem ein andermal also wenn sie dran denkt. Einen Tag später hört sie die Por tiersfrau zu dem.geheimräthlichen Die ner sagen: Natürlich haben sich alle Herrschaften im Vorderhaus? beklagt, weil sie so laut geschrieen hat: Mein Kjnd. mein Kmd!" Bei offenen Fenstern!? wirft Jobann vorwurfsvoll ein und senkt den ttopf auf eine Seite. Lieber Himmel, ja, is wahr aber sehn Sie, Herr Johann, solche Leute haben doch ihre Kinder auch lieb.Aber Rücksicht, Frau Kutzke das ist allemal die Hauptbedingungl Und denn " mit einer schlenkernden Handbewegung nackchinten, nicht viel Aussehen . machen is Zlügerl Sorgen Sie dafür! Je weniger man hier vorn davon erfährt, um'fo bester..' Berührt nur unangenehm!". Er streicht über sein bartloses Gesicht und nickt, herablassend und yerschwindetz Frau Kuhke führt ihren Schürzen.ipfel an die Augen und sag zr Fr.j seuse, die im Hinterhause wohnt und zierlich ihr schwarzes Ledertäschchen zwischen den Fingern hält: . Nich 'n bischen Herz, Fräulein Ledermann," nich'n bischen! Geschniegelt und gebü gelt und mit Lackschuhen aber inwendig? Na, die M kennen, wir doch und die hat uns schon genug zu schaf sen gemacht. Kutzke is'n guter Kerl, aber fo'ne Menschen wie den da, nich ausstehn! Nein, Fräulein Leder, mann, dafür lassen Sie mich man sor aen, daß alles fein Recht kriegt. Bei solch 'nem Falle da sieht unsereiner auch nich aus die Markstücke,- und wenn geborgt oder versetzt werden muß! WaS sich hört, hört sich! Und die Leute sind hier fremd, da muß man sich ja anneh. men!" Die Ledermann lächelt, trippelt von einem Fuß auf den andern, nickt und seufzt und lächelt wieder. Sie ist eine stille Person, die geräuschlos ,sommt uno geyl das hat sie m zwanzig Jahren in den verschiedenen Häusern gelernt: nichts sein, wie ein Schatten. Fräulein von Vinken gelangt so we Mg hier zu einer Frage, wie oben, denn Fred hat sie kommen sehen, und .stürmt ihr entgegen und berichtet hastig, daß t' rrt i. ' . , me lieoen wo&rneni von' Franks angekommen sind, daß -e5 ganz über raschend war, daß ..sich ,alle freuen und daß sie daS auch thun, muß. Und am darauf , folgenden - Sonntag ist Fami liendiner und wie immer ist es sehr 'gut und opulent und . behaglich, die HauS frau ist wieder einmal stolz auf. ihre Häuslichkeit, wo alles klappt und musterhaft ist, Ton, Speisen und Die.' nerfchast. .Nach dem. Kaffee. der in echt türkischen Täßchen servirt ist, tritt Lanna von Linken auf den Äalcyn.
'ie Straße liegt in Sonntagsruhe, m ' buntenKleidern gehen dicLcute mit lang, samen Schritten vorüber, es ist keine geschäftliche Hast sichtbar, EiZipagen und Droschken gleiten über das Asphaltpflaster manchmal sind ht Wagen übervoll, ein Wust von groß und klein. Hüten und Mänteln. Da rollt auch ein schwarzes Gefährt heran, eine andere Form ein drapirter debängter Kasten vor der Kutsche der Kinderleichcnwagen. Und er hält vor dem Hause. (in junges Leben erlosch und der letzte Weg zum Friedhof führt durch die geputzten Sonntagsspaziergänger. Auch eine Droschke kommt und nimmt Aufstellung hinter dem Gefährt. Schnell sammelt sich ein Spalier von Neugierigen lauter Kinder sinds, die herbeiströmen, und die Mädchen stehen in rothen und blauen Kleidern und die Knaben in ihren Matroseil.Anzügen und schen mit erwartungs vollen Blicken nach der. großen, nun doppelt geöffneten Thür. Für sie ist das ein Schauspiel, wie die Auffahrt einer Hochzeitskutsche auch. Sie, denkt Hanna von Vinken, Philosophiren noch nicht über Lebens an fan g, und Ende Und dann gehen zwei schwarze Män
ner hmem und nach em?: Weile kom men sie wieder und tragen emen Sarg, der mit Blumenkränzen bedeckt ist, und setzen ihn aus den Platz 'zwischen' Kut scher und, geschlossenen Fahrsitz . und dann kommen in . ganz langsamen Schritten ein Man und eine Frau mit Kränzen wohl die Eltern , er mit emem Cylinder und t mit langem Trauerschleier, und steigen ein und in der Droschke nehmen die Kutzke und die Ledermann und ein mnger Mensch Platz. Die Gcheimräthin tritt heraus und Fred will ihr eben nach. Nein, nein,- wehrt sie und schiebt ihn zurück, bleib drin!- und zu Hanna: Er soll das nicht sehen, er soll das nicht sehen, er soll keine traungen Eindrücke haben! Komm, Fred, du darfst ausnahmsweise noch ein Küchelchen...." Weil die Eroßeltern da sind?räth er. Darum, ja!" Ter Wagen setzt sich unten langsam in Bewegung. Fräulein von Vinken winkt Johann, der an der Thür vorüber gleitet, und zeigt hinunter. Wem starb denn das Kin'd?Korbmachersleutcn im Keller, ein fünfjähriges Mädckeil, an der Lungenentzündung. Frau Geheim räthin sind sehr erschrocken gewesen. Und grade Sonntags müssen die Leute nun daS Begräbniß vornehmen und es sind ganz arme Menschen mit solch 'nem Aufwand." Er balancirt mit seinem silbernen Präsentirbrett rückwärts. Hanna blickt dem Wagen nach, Nun fahrt die kleine Life, nun hat sie Blumen und Ehren und hat's so stolz und gut, wie nie in ihrem jungen Leben im Tode. XIrB Sarah Ifulr von LlkmeupoNt. Für Frauelt. Ho,.' GatptiX 19 htsibH i rfliirt, U vsch?, Unn U Sschlecht wu Unrnfm lfc , WH. Ls ffIta: 94 Utt ftu lai ts Weibliche Schwäche krsucht U! eeüKtr & TUtU, dch fr Crftlf. Ctul feftl lal ich ttul tot Hopd's vsichari2a 0kche d dacht we $Uf4 5 Vdi,l toerfuft, 01 wir, tan s, ircfe erschl,d la et v, ftxfcefllftt ich weite, rel Qfofchea aftau Ich tmUUwms gcfxa fm. Ich uit Hoods Sarsaxarilla heilt. Ich ) IftlfeO Ach tun Kkbn ie,tit dstn,. daß I U Miete? OessabUk r(llt. I II e rs,sch. I Uf ti tum tz U?e?,ebrTcht wn,. Mrl. V?Ak. 15. Ave E. IkN. Jkwu. . YlZ kUn f lWrfU. Cl fttfift, 0OfU, iBMeftMlUtttt, Btttlt. Columbia Malle ! LSeÄcCarty 6 Delavare 6ti. Die schönste, größte und am bequemsten ein gexich:ete Halle der Südseite. Lie steht zur Verfügung sür Abhaltung von vonzertsn, QÄnZ'Nrünzchsn, ZZnrties etc. Besonders ist sie Vereinen zu yfehlen. iZO- Die schönste Wirthschaft t der Stadt. Nur die besten Getränke werden der abreicht, Zu zahlreichem Besuche ladet ew ' OTTO SOHMIDT. Telephon 125A-Unterftt die UNION CO - OPERATIVE g Ö tttt t t t), Bstriebe Vuw fSttme, 5 132, 1 und H2 CtegtuU venue, T. E. Soxaerrille, Manager.
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deutsch nicht gut wiedergeben. Er entscheidet aber als unfehlbarer dichter, daß kein Bes seres, Schmackhafteres und gesunderes Bier gebraut werden kann als das der
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Der Der New York Store. New York Store. (GtaMirt 1853) (ßlailitt 1853.)
Der Mittelpunkt der Anziehungskraft ind der Bargain-Woche ist der KIEW "SrflDI&IK. STÖDUBIE. Jedermann giebt la ju, mehr den je diese Weche. Lest die Liste sorgfältig.
Große Kleider -Offerte. Unser New Jorker Käufer kam soeben zurück. Der Wunsch der Weber, noch große Partien loszuschlagen, ehe mit dem 1. Januar die Wolle zollfrei eingesührt wird, ermöglichte eö ihm, sehr vortheilhaft einzukaufen. Preise die gewinnen. 20 Stücke, 12 zu 50 zöll. feine Novelty Stosse illuminirteö Nattee Tuch, zweifarbige CrepeS ete. in roth und schwarz, grün und roth, grün und schwarz etc., alle positiv 51.50 Werthe, gehen für 98c die Fard. 15 Stücke, die populären Seide- und W?lle Fabrikate alle die neuen Farben, einschließlich roth und schwarz, zu 75c die öard. SSzöll. zweifarbige Andover Anzüge, alle die neuen Effekte, direkt vom Osten, 29c die Jard. Nie zuvor wie weniger wie 50c. SLzöllige ganz wollene Cheviots zu 29c die Lard. Doch genug für diesmal. Schwarz-Waaren. Westgang. Da sind noch 10 gute Muster der ganz wollenen, 23zöll. Waaren, werth 75c und $1, für 49 r die öard. Noch etwa 25 Kleider der berührnten Priestley Schwarzwaaren zu 08c die Jard. Putzwaaren. Die Massen von Käufern, welche gestern unseren SpezialVerkauf besuchten, waren über die Preise so erstaunt, daß viele gleich zwei Hüte kauften. Satin Krone AuSgehhüte und nicht aufgeputzte Matrosenhüte in schwarz, blau, braun, alle reduzirt zu 25c daS Stück. Werth 98c. M a & V tz''SMB I v m jjjz .D ch ' mku m . 'n imn - ? '"1 ' ltt i i1 9 y r' .r4.. . ,, u- . 1 - -r- 9
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