Indiana Tribüne, Volume 18, Number 61, Indianapolis, Marion County, 18 November 1894 — Page 5
Der ächte Johann
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Der iunae Vremicr-Licutenant-Otto 'von Bols lehnte behaglich in der Ecke seines Sophas und schmauchte mit größ. Ux Zufriedenheit eine echte Jmportirte. Während er in der Morgenzeitung blättert und kiier und da das ibn 5nteressirende zur Lektüre heraussucht, haben wir genügend Zeit, ihn ein tue . t.i..xi. nia zu betrachten. mar er em scköner Mann? Nein. schön auf keinen Fall, aber gewiß auch jti ?. r 1 v !Xi .:s nicht hätzlicki. sch on ouruin iucyi, wcu es kein gewöhnliches Alltaasaesicht war. 6M war daS Kenckt. aber darum nickt i SW?T N-zeicZ'nuntt verdienten allerdings seme Augen, groe, dunkel - - j ( 1 braune Auaen. die sonst klar und siegesgewiß m die Welt schauten. Trotz seiner sitzenden Stellung können wir auch bemerken, dak er eme elegante. schmiegsame Figur besaß, und seine überaus Patent sitzende Jnterimsjocke läßt auch erkennen, daß ihm die Eitel keil nicht fremd. TaS Eintreten des Burschen, unter, bricht die Lektüre des' Ofncier2;..mit einem- lamerr gmen -ivcorgen,' .err Lieutenant ! legt er einen' ganzen Ttoß Briefe auf den Tisch und wartet! einige Minuten, ob sein Herr etwa Aufträge für . ihn hat.. Aus ein lakonisches (BniT verläßt der Bursche wieder daS Simmer. - Flüchtig schiebt Bols die Xa)t zur Seite, erareift die Briefe und läßt sie durch seine Hände gleiten, indem er die Handschrift-der-Adressen zu erkennen t i - i . . x. ni i - er i. lUffii.. .ciaeniCD. yteennung yieaj nung Rechnung, halt: da wieder einmal ein Brief von seinem Vater! Natürlich wahrscheinlich die . alte Leier: mein lieber Sohn, gieb nicht so viel fl'n3' ki?' Mittel werden knavv. denn Ri..M.bnnA. IP gutwi-mG ein; und hier ,a, da war noch em g0 mix . t0n Waldeck xr,;u I IWVIVVII Hastia erbrach er den Brief, der ver, vlente. ncyer zucr r geilen zu weroen. ft tftP . W im'ii!. o ci! i. ev m Niaziig, es uimmie: rau ?arvni von Waldeck lud ihn zu einer liemen Gesellschaft em. Sofort nahm er emcn ..ch Briefbogen, bedankte sich für die liebenswürdige Einladung und ver sprach, derselben Folge zu leisten. Tann klingelte er nach seinem Burschen v n.z. cu:.c rs: Ullu lCP w lüB"llV iwiiiiuar.ii. Auch ietzt öffnete er die anderen Briese noch nicht, sondern lehnte sich wieder in die Sovhaecke zurück und blies ganz in Gedanken versunken kleine Räüchwölkchen vor sich hin. Da stand - sie vor semen geistigen Blicken, die junge, schöne, reiche Wittwe, und vor Allem llug, o wie klug! Sie fnnf otffitffcT Yp r?ftrM"fift Strn v. vutuivvv w.v öv...v.v,.. u f die ihm je in seinem Leben entgegen. i i m .u,i .sf ... CllCitll iimt. mvi uiui uuju luuyt. eit. wohl kaum vor einem Jahre hatte er sie in der Gesellschaft kennen gelernt, und sie hatte ihn sofort gefesselt, so wohl, durch ihre vollendete Schönheit, , ... 1 it. -Tl' fft.rri. ais aucy ourq lyren leoaasicn ci,i. Da stand sie vor ihm, das Ideal, das . , rrr r er ncy uveryaupl von einem? veive machen konnte, groß, majestätisch,' aber durchaus nicht kalt, schon, die weichen Linien ihrer Gestalt und die Schmieg, samkeit : ihrer Bewegungen verhüteten ' m l t etnen loitxcn vitnorua: cm oieicoeä, aristokratisches Gesicht mit großen, tief schwarzen Augen, über denen sich ornlle Äugenbrauen wohl rundeten ein HeU nex, schwellend rother Mund, das ganze Geichtchm umrahmt den goldrothen Locken: so stand sie vor ihm. ' Einst hatte er geglaubt, daß er der Glücklichste unter allen Menschen wer den. konnte, daß n dies herrliche Weib sein eiaen nennen dürfte, aber eS war nur ein eitler Traum gewesen Wohl hatte er ihr einmal zu Fußen! gelegen und ihr seine leidenschaftliche Liede er klärt, wohl hatte er von ihren Lippen vernommen, daß auch er ihr nicht, gleich. -r w ift - Girna, aver aucy gieicyzciiig, vas an eme Verbindung Nicht zu denlen'wäre; em einziger Grund liege vor, aber die ser sei auch triftig genug und könne nie beseitlat werden. Und als er in siege. drungen sie solle d;esm ihm nennen ' ' ., V t.fli . UNS immer roilver uno uiuiaxz, rjcnjor den und zulebt in maßloser Leidenschaft aufgebraust, da . hatte sie besänftigend ihren schlanken, weißen Arm ihm um die Schulter . gelegt, und ; gesprochen: S ich sagte Ihnen schon mehr, als von mir war, tcy agie Ihnen. Sie gern sehr gern hätteaber von einer Heirath zwischen uns kann keine Rede sein.- Warum nichts .Nun. ich will Ihnen !den Grund nich nennen, daS mutz Ihnen genügen, 'aber Sie sollen in mir immer Ihre beste und aufrichtigste Freundin sehen." So hatte sie damals gesprochen, lei denschaftsloS. ernüchternd, er aber hatte ihre Hand ergriffen, mit heißen Küssen bedeckt und dabei geschluchzt wie em Kind. Und er hatte sich daran ge wöhnt. in ihr nur seine Freundin , zu sehen, aber eine Freundin, die man an. betet - m ... . .. . . . I ms ivwo i'-y? . Kops. . Er schnellte-empor; wie os I Ä. . W X ab 1 M IM Aff H? ? ?M ' danken über längst und zwar Mit größ ' , j . I & r X.. ii(..wi(iMyH. IC tvittt I OWUKi uiwuiiuMiLl11 Vor ihm lagen noch die Bnele. öffnete den wneS Baters,' Er batte vorhin schon recht vermu tbet. wieder daS alte Lied. Er soll sparsamer Leben, das Gut brächte allei niSits medr em. sondern ko te .'auq iärlick noch, ein gutes Stück Geld. Llber diesmal kam eme neue Wendung k,Zn,u? 6s wäre dod out. wenn er fick Ixlb und reich verheirathen würdet eine Auffrischung durch Hinzukommen von gesundem Geldr' thäte' dem, überaus dürftigen Vermögen der Familie tooii TolS sehr, noth.- Er werde in nächster Zeit mit seinem Freunde und GutS nähbar - Steinitz -und- dessen ältester Tochter, dem-jetzt einmjdzwanzia Jahre alten Fttärchen. nach Lerlw jiaito-
lcr.l'.nktt. und da könnten sich' die jun j HM Leute einmal nach langer Seit wie dcrschen. i"3 wäre eine gute Partie
für Tich, r.cm iierer Otto," o schloß der Brief, denn daß e3 eine überaus vornednc Familie r.iit groszem -ermö. gen ist. weirt Tu ja. !ärcn soll auch ein hübsches Mädchen worden sem. mm freund .:temlp wurde sicher auq gern ant Verbindung Zwi. schen unseren Häusern sehen, die ja schon lange befreundet, und überdies irirr? il'N! im 9SrrlftirtrM,Tn mit käme itrn eine crschwäaerunq mit einer alten Ädclsfamilie, wie die unnge qx lt(fitn lrit eiLiwischt. Ä!it herz und 5! un Tkin treuer vf .p Vater." Ter junge Premier-Licutcnant hatte den Brief zur Seite gelcg: nnd war ans Fenster getreten. Nervös trommelte er mit den Fingerspien an den Scheiben. Ihm war's heiß geworden bei der Lcctüre dieser Epistel. Das Schlimmste bei der ganzen Sache er schien ihm darin, da? daS, was sein Vater da schrieb, ihm gar nicht so un vernünftig vorkam, im Gegentheil, er mußte sich sogar gestehen, daß er selbst und gerade in letzter Zeit aus einen solchen - Gedanken- gekommen war. , Schon sein Freund Erich hatte ihm' einmal gesagt: ' TaZ ist za' ganz schön und gut mit Deiner göttlichen Freun din, der Baronin Wäldeck, aber sie wird doch nun einmal nicht Deine Frau." Das Trommeln am Fenster haue aufgehört. Bols wandte sich um und ging hastig im Zimmer auf und ab. Plötzlich blieb er in der Mitte stehen, er schien einen Entschluß gefaßt zu haden, und die Spitze seines Schnurr barts drehend, murmelte er vor sich hm: ,Na, ansehen kann man sich ja einmal die Kleine!" Rittergutsbesitzer Bolz war mit sei nem Freunde Steinitz und dessen Toch ter .lara schon drei Taae in Berlin. kck yaiien veretts fast sämmtliche Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt unter der Führung Ottos in Augen schein genommen. Tas feine Wesen, die Gewandtheit und Sicherheit des jungen Officiers war bei dem Amte eines Cicerone so ins Auge fallend ge wesen, daß es bei Papa Steinitz fest stand, er könne überhaupt keinen , besseren Schwiegersohn bekommen.. Auch Klara hatte sichtliches Wohlgefallen an dem eleganten, vornehmen.' zungen Manne. War er doch in seinem gan zen Benehmen fast daS Gegentheil von ihr, und gerade dieses fesselte sie unge mem. Klara war ein hübsches, frisches Kind vom ande. Tiefe Bezeichnung war ja entschieden nicht allzu günstig, das mußte sich Bols selbst sagen, aber auf mehr konnte diese Erscheinung keines falls Anspruch erheben. lme niedliche, anmuthige Figur, ein überaus gesun des, rundes Pausbackengesichtchen, blaue Augen und hellblonde Haare. Wenn man mit ihr drei Sätze gesprochen hatte, so kannte man auch gleich ihren Eharakter: naiv, offen und gerade heraus. Bon Ehic, Eleganz oder gar Pikanterie absolut keine Rede; daß es überhaupt derartiges auf der Welt ge ben konnte, hätte sie sicherlich nie be griffen. , Schon nach den , ersten paar 1.' v ic a n . . r -. r ia a. lunoen lyres Juillnillienieins ronnie sich Otto ein' wahrheitsgetreues Bild von ihr Machen.' Wenn i so vor ihm stand in ihrem einsachen' marineblauen Kleidchen und bei jeder neuen Sehenswürdigkeit em lautes Ach,.ist das. aber, hübsch her vörbrächtt und dann ihn ' mit ihren blauen Augen von : Kopf , bis; zu Fuß ansah, dann mußte' er sich sägen, dav dies die rechte Frau für ihn nie , werden könne."', " ' .. V Jedoch in den drei Tagen ihres Hier seinS. war eine Beränderung 'in ihm vorgegangen.' . Er hatte sich an die un zähligen Ahs," und CHS" deö bewun dernden ' Erstaunens gewöhnt. Sein . a .' tk -. v .. .11 . ' - raner eruano-izaile ivm eingegeoen, dies Mädchen auch von einer anderen Seite zu betrachten Nämlich von der. daß sie' eine kleine Millionärin. wäre. Eme schlechte Gatjin würhe. sie übrigens auf, keinen Fall, werden, sie würde zu ihm emporblicken und außerdem würde sie ihn reich mächen sehr reich.. TaS war sür.ihnvkeine,. Nebensache. Ein Mensch,. de so. eng - mit . Eleganz und Luxus .szerbunen : roar, ' wie er, hätte ein Leben" ohne!, diesen überhaupt nicht führen können. 'And deswegen mußte er. entschieden: auchein ' Opfer bringen. MeS- zuäleich.'kann dir Mensch nicht habett.. 'Treilich. Evba,e hätte ihm X, ' - ' . sw , . . Allevmen .können, Aue?, was nur ein Menfchenherz . sich ; wünschen ' kann. Qtcr'.- .wozu noch darüber nachgrü beln?--So .dachte 1 je fei . der junge Ofsicier und hatte, anch 'schön in diese Gedanken seincn'.Bater 'eingeweiht, ' dkr,' über die Wendung'. der' Dinge. sehr' erfreut, die klnschanung seines Sohnes theilte. Qx war ein viel zu ehrenwerther Charakter, als daß er ' seinem Sohne zu diesem Schritte gerathen hätte, nur um seinen Geldbeutel wieder zu füllen, nein, seine aufrichtige . Meinung, war, dav Klär chen eine brave,- liebevolle Gattin wer den würde, und daß dies vollständig genüge, , einen Mann für sein ganzes Leben glücklich zu machen. - Man trennte sich jetzt im Schauspiel Hanse mit der Verabredung, sich Abends wieder zu ' treten. ' Auch hatte Otto seinem. Vater, versprochen' sich heute Abend zu ' erklären, da Steinid am nächsten Tage wieder abfahren! wollte. Soeben war der Vorhang 'herabge rollt, und man verließ die Loge, um während deS längeren Zwischenaktes auf dem Foyer umherzugehen.! Stei nitz und der alte Bols waren im eisri gen Gespräch vertieft,, sie.' waren wieder einmal auf ihre RitterMttt'zu spiechcn gekommen, und daS henügte', ,um sie die ganze Welt Um sie herum, vergessen zu lassen. Der junge Premier führte Fräulein . Klara und hätte 'die. größte Mühe, das Gesprächnur einigermaßen zu halten da seine Begleilerui hier in suttm der ausgesuchtesten Toiletten
öeS" yervorragendjlen Geschmackes und deZ reizvollsten EhicS doch ein wenig den Muth verloren hatte und gegenwär tig recht schüchtern an seiner Seite ein
Hertrippelle. Um ihrer und seiner , Pein ein Ende zu machen, entschloß er sich, sie in ihre Loge wieder zurückzu führen. I Da, in demselben Momente, als sie wendeten, hörte Otto das Knistern eines Seidengewandes, und zugleich umfing ihn der Duft eines feinen Parfüms, das er nur zu gut kannte. Um Him melswillen, nur nicht jetzt, nur nicht gerade jetzt, es wäre wirklich Schicksalstücke! Er blickte ängstlich auf. j Ebba stand vor ihm, strahlend in ihre? Schönheit. Noch nie war ihm dieses Weib so herrlich erschienen. Ihre großen, tiefen Augen ruhten auf ihm, den Kopf hatte sie ein wenig zurückge worfen, und um ihren Mund spielte ein Lächeln, das Bols tief ins Herz schnitt. Er erblaßte, und seine weißen Zähne drückten sich tief ein in seine Lippen. Dieses Lächeln o dieses Lächeln!. Was lag nicht Alles in diesem Lächeln! Spott, Hohn, Verachtung. Der Boden wankte unter seinen Füßen. Ja, ja, das bedeutete dieses Lächeln, und wenn ? hnfl f Vl.Jf MX. (?riM VUV 4VUyfcU yUUl, 19 UJUU sttit. von ihren Lippen gekommen: ' Da sieh! Wie reich muß das kleine, unchembare Ting sein, dag Du Dich da ür verkaufen willst!Verkaufen! Ja gewiß, war eS denn etwas Anderes, als sich verkaufen? Und darum sollte man nicht lachen? O doch, doch; die Deutung dieses Lächelns war ihm erschreckend klar. Am nächsten Tage suchte er- Ebba auf. Nach einer flüchtigen Begrüßung begann er: .Ebba. Sie werden den Grund mei nes. Kommens errathen. Ich komme. mich zu rechtfertigen.Nechtfcrtigen, vor mir? WaZ brau chen Sie sich vor mir zu rechtfertigen, ich dächte doch, daß Jeder von uns sein eigener Herr ist." Kalt kamen die Worte von ihren Lippen, und ein unsäglich stolzer Blick traf ihn ans ihren .Augen. Er aber fuhr hastig fort: Toch, Ebba, doch, lassen Sie Mich sprechen. Ich kenne Sie zu genau, um mir nicht Ihr spöttisches Lächeln von gestern deuten zu können; aber hören Sie mich. Sie verachteten mich, weil Sie erkannten, daß ich im Begriffe' star.ö, meine Freiheit zu opfern, um dies luxuriöse Leben weiter führen zu können. Sie thaten recht daran! Aber Ebba, ich schwöre es Ihnen, ich war mir dessen nicht bewußt. Erst als Sie vor mir standen, da erst sah ich, was ich Furchtbares zu thun im Begriffe stand. Da siel die Last der Schuld centnerschwer auf mich hernieder. Sie erniedrigten mich mit einem einzigen Blick so tief, ach gar zu tief. Aber eS war gerecht. Aber letzt ist eS wie Schuppen mir von den Äugen gefallen. Ebba, ich habe nur Sie geliebt und nie aufgehört, Sie zu lieben. ' Ebba, ich flehe Sie an, reden Sie, sagen Sie mir den Grund, weswegen Sie sich weigerten, mein Weib zu werden." Er war vor ihr aus die Knie .gesun ken, hatte ihre Hand ergriffen, ' die sie ihm willenlos uberlien, und preßte sein glühend heißes Gesicht darauf. Sie aber saß zurückgelehnt im Sessel, :dte Augen waren geschlossen. ?)ann aber Mte sie n, und sich emporrichtend, sprach sie leise mit bebenden Lippen: .Ich werde Ihnen Alles sagen. Bols. Nach dreijähriger Ehe. verlor ich meinen Gatten durch ein ungiück licheS Pistolenduell. Ich liebte ihn mit der ganzen Gluth meines Herzens und konnte ihm nur einen kleinen Theil seiner unendlich großen Liebe für mich vergelten, .evor er zum Duell ging, machte er sein Testament. VlS dieses nach seinem Tode erbrochen wurde, er fuhr ich. daß ich Unlverjalerbm qeworden war, jedoch mit der Bestimmung, daß ich mich nie wieder verhcirathen dürfe. Thäte ich dieS dennoch, so siele sem : ganzes Vermögen wieder dem Hause meineS Gatten zu, mit AuS nähme eines kleinen Restes, der mir als Wittwe bleiben mußte. Er wollte hier durch bezwecken, daß ich nie wieder eine neue Ehe eingehen sollte, denn dn Ge danke, daß icb einst an der Seite eine anderen Manne durch s Leben gehen könnte, würde ihm selbst im Grabe keine Nuhe lassen. Da ich erkannte, daß dies ihm nur seine unendliche Liebe für mich einge aeben hatte und ich fast mit Bestimmt heit annehmen konnte, daß ich wohl nie wieder einen Menschen so' lieben könnte wie den Dahingeschiedenen, so trat ich die Erbschaft an. Dann ober begeg, nete ich Ihnen, VolS, auf meinem Lebenswege. Ich liebte Sie. ja, ich will eS offen sagen, ich liebe Sie jetzt noch maßlos. Aber auch das habe ich mi? nie verhehlt, daß, wenn ich iy fcfe Ehe einwilligen würde, wir. Beide arm lein und bleiben würden. Sie haben in rnirimmer nur die reiche Frau gesehen, in Wahrheit aber war ich arm, bettet arm, denn ich durfte nicht mjiyem Her zen folgen. Sie un ich, wir sinl Vele z sehz lZnder des VuxuS, als. fcajs uns unsere gegenseitige Liebe übe? ein &ben in. Dürftigkeit Sut immerhin weggeholfen hätte. Und dazu, daß ich mich und Pie einmal der Gefahr au? setzen könnte, die Liebe, die uns zu ein onder geführt, zu verwünschen, dazu liebte, liebe ick Sie iebr. Und dafc dies einmal so gekommen wäre, das sah 14 ...ft..... t. -Ti-i il L cm ? "V öcnciii veiillllgl. varen 9,0 im Begriffe. Alles, yeS. hinzugehen' v . rr ä . -. 't- ; um oen.cn yen zu fierv.cn, denen wir . - L. A Ä. (L MM i"? Kft ren iMinen, sondern denen EpM'y wn alS Kinde? unserer Zeit iw, Sklaven des Geldes. DaS war der Grund, weswegen ich gester schmerzlich und zugleich spöttisch lschte, txuisx. . " ''.'"r i7t.si ivuiiiw ...uyi uv v3ic, svnoern uoer, die Wett, pi deren Ordnuna solches ge schrieben Abt.' Ick bin weit entkernt. Jhnen'einen Vorwurf zu machen. 'M zonnen nia: anders bandeln, denn - . . .
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cetr, welcher oie.BsHandlung "wir - dieser Arznei ausführlich be schreibt, nebst Proben, werden an irgend eine Adresse: stti-versandt Man schreibe an Dr. Schoop. ffos 9; Rscme, Wis. nno aucy, wie ich,- ein Kind des Luzüs und des Reichthums und somit ein Sklave des Geldes. Langsam war sie aufgestanden. Auch Bols hatte sich erhoben. In sich hin einversunken stand er da und sprach ihr leise die Worte nach: Ein Sklave des Geldes." Dann aber hob er. den Kopf, und kerzengerade emporgerichtet, stieß er die Worte hervor: Noch nicht, Ebba, noch nicht und niemals V Viele Jahre sind seitdem verflossen. Klara , Steinitz ist. schon seit ziemlich langer Zeit. Wittwe. .Sie hatte mit ihrem Gatten, , einem hervorragenden Arzte, eine überaus, glückliche Ehe ge führt. Ebba von Waldeck hat sich ein Grundstück im Süden angekauft. Ele sanz und Reichthum umgeben sie, ihr Oaus steht der Wissenschaft und Kunst offen; aber dennoch steht sie einsam im Leben. Um das Schicksal des einst so schneidigen jungen Lieutenants Otto von Bols verfolgen zu können, müssen wir uns nach Wiesbaden wenden. Dort sehen wir die lange, . wunder bare Kastanienallee entlang zwei alte pensionirte Militärs mit weißem Haar gehen. Soeben tritt Major von BolZ an einen üppig knospenden- Flieder strauch heran, und zu seinem Begleiter, einem ehemaligen Kameraden, gewen det spricht er: Wie das keimt und treibt und sich in jedem Jahr verjüngt. Nur dem Menschen ist das versagt." . Auch wir," erwiderte der Andere, verjüngen uns in unseren Kindern. Hab's selbst gesehen, als mein Sohn heranwuchs, ayryastlg, bmmtt dem noch einmal jung geworden." lm Schatten nel auf das Gesicht deS MajorS von BolS. .Glaub'S aern " war die lunt Ant. wort,'sein Begleiter sollte nicht merken,' oayieine stimme bebte. Der jedoch schien dabei auf ein Thema gekommen zu sein. daS er lckon länoir einmal mit seinem Freunde erörtern wollte, und fuhr deshalb fort: '.Sagen Sie einmal, lieber' Bott. warum haben Sie eigentlich nicht gehe! raioeis' Der alte Major blieb einige Minuten stehen und ricktete seine aronen sckönen Äugen in die Ferne. ' Dort tauchte ein uo vor lym aus, ein Bild auS der Vergangenheit. Und in dessen' Mitttz sab er ein Weib, berrlkck m.n,ftMM , .A.,...,-, I.olz, doch fern, unerreichbar fern. ann setzte er langsam seinen Weg sott. Das ist eine lanae. lanae Gelckickte. mein lieber Freund.- sagte er. wovon außerdem sogar noch der Schluß fehlt; der ist erst da. wenn sie mich hinabseid. ken in die Grukt. und die Ebrenkalve über meinem Grabe knattert. Und die sen Schluv setzte er läch:lnd hinzu, würde ich ja Ihnen schwerlick dock ein. mal erzählen können." Guter Verdienst. Deutsche Männer verlaugt Welche Willens sind sich ein rentables Sesqasl zu g r u u o e n. Wir wünschen, daß Seder. der obne M.-... r - . ' Velchastigung ist, oder keine zufrieden stellende Arbeit hat und die Vertretung sur unsere mrma aeaen gute Bezab lung zu übernehmen wünscht, ver trauensvoll an uns schreibt, und wir werden demselben unser Anerbieten nebö Proben kostenfrei übersenden. CK ! i..fl .. . . . or. i i Wir uniozen nur einen erireier für jeden Distrikt, welcher noch nicht beseht ist. Man wende sich sofort an Dr. . 3. Schoop, Ro, 36 State Str. TO.: crr : "UlHf U310, langtÄucho'S Veft Havanna aiaa,. tein. Ikachfolzf's O. S. Unders. Abstrakte von Besipiteln und Vrundeigenthum werden in prompter und zuverlässiger Weife ausgeführt. C30..G0 Oö Market OtraLe. 2diaapoli, Ind.
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