Indiana Tribüne, Volume 18, Number 59, Indianapolis, Marion County, 16 November 1894 — Page 2
Jndiana Tribüne.
Erscheint Taglich und Sonntag?. Die tägliche, Tribüne- kostet durch den Träger 12 Cents per Woche, die SonntagSTribüne' 5 Cents per Woche. Beide ,usae 15 Gents der C5 Cents toer ZRonat. er VK onfterfialb bet Etadt zugeschiSt In Vorausbezahlung 13 per Jahr. , - . Offt i-ISü Lllabama Strabe. SndianaKoliö, Snd., 16 November '94 yürft Hohenlohe akS Botschafter. Man würde fehlgehen, so schreibt der Pariser Berichterstatter der Londoner 2ime3 V ier wahrend seiner eigenen Glanzzeit den dritten deutschen ReichZkanzler ai3 Botschafter 11 Jahre lang am Werke sah, wenn man der Thatsache. Wichtigkeit .beilegen wollte, Fürst, Hohenlohe Bayer , und römischer Katholik ist. Er ist; ein 'Bayer, der warm für die Reichsewheit eintritt; er ist ein römischer Katholik, der die welt'liche Macht des Papstthums nicht als Losung annimmt. MS er in Paris Botschafter war, stand Fürst Bismarck auf 'der Höhe seiner Macht, das große' Triumvirat, das Deutschland geschaffen hatte, wachte auch noch über dessen Entwjcklun und Fürf. Hohenlohe, der in Paris mehr denn 10 Jahre hindurch sowohl Festigkeit als Versöhnlichkeit gezeistt hatte, ward dazu berufen, einen friedlichen Zustand in Elsaß-Lothrin-gen herbeizuführen, das unter seinen Vorgängern störrisch geblieben war. Der Berichterstatter erklärt nun, daß dem Fürsten die Erfüllung dieser Aufgäbe gelungen und daß während der ganzen langen Amtszeit das Odium strenger Maßregeln, wie z. B. der Paß zwang, niemals auf Hohenlohe gefallen sei. - Als Fürst Hohenlohe nach Paris kam, war dies der gefährlichste Posten, den ein deutscher Botschafter einnehmen konnte. Grus Arnims Fall war furcht- . bar gewesen allein sein NachfolFer.behielt, mit einer -. an Herausforderung grenzenden Kühnheit diejenigen Per sdnlichkeiten .unK.stch. die offenkundig die rührigsten 'Werkzeuge dieses Sturzes gewesen waren. - Man konnte die damalige deutsche Botschaft in 'Paris als die machtigste diplomatische Maschine des eisernen, Kanzlers bezeichnen. Jeder der Mitaröter des Botschafters, war eine mächtige, Kraft. - Die Regie rung 'des MarsHllls MacMahon. die von Arnim gegen .Thiers unterstützt worden war, betrachtete den Fürsten Hohenlohe als, einen Gegner, als ein Werkzeug der Rache des Fürsten Bis? marck, de? Interesse, daran 'habe, -zu zerstören, was' er zum 'Theil für Arnim's Werk 'bielt. Bismarck unterstützte, daSwußte man, die-Republik, die ihm alZ harmlos für Deutschland alt, und er' schien bereit, sie! gegen die Männer, zu vertheidigen, die sie. nur mit dem. geheimen. Wunsche leiteten, sie über . denHaufen, zu stürzen. Darum ward Fürst-Hohenlohe als bin wachsamer Gegner betrachtet, der bei einer Regierung beglaubigt war, der. er Fallstricke ,legen,sollte... Während er also in Paris als ein.'Gegner. der. dortigen Regie rung .'anzefei nde twurde,-detrach!ete in Deutschland der' Reichskanzler die Bezikhungen- zwischen dem Grafen Gontaut-Biron, dem franzosischen Bot schafter, und der Hohenloheschen Fami !ie mit argwöhnischem Auge. Zwischen dem neuen deutschen Botschafter und dem französischen Minister des Auswartigen, Herzog Decazes, bildete ic . eine Gegnerschaft auS. Allmählich jedod brachte des Fürsten Geduld, sein auf richtiger Wunfch, den Frieden zu er halten, seine feinfühlige Vorsicht gegen r i uoer oem erzog oeive slaaismanm r , zusammen. Noch vo r . dein Falle MacMahonSgaltder Fürst-m Paris so. sehr alS em Vertreter des Friedensgedänkens, daß man sich ängstigte. wenn er feinen jährlichen Urlaub antrat und er die wichtlgsten Zugestand nisse erhielt,,. sobald 'er. nur die Auf sicht auf .setN5 Abreise ferner ruckte Indem 'er also seiner Aufgabe oblag, die er von einem hohen Gesichtspunkte auffaßte und wozu ihm die bedeutend sten Gaben . - zur- Verfügung standen, hatte er doch manchmal kindlich: Liebtzabeceien. -So betrachtete er Harun- . al-Raschrd's System als ein unfehlba r:s Mittel zum Reakren: er hielt dafür, daß die in der Nation vorwiegenc l '"'." n ' '. i n oea lnoruae-am oezien' von ven rppen des gemeinen Volkes gesammelt werden können. Er mischte sich oft un ter die Menge und suchte nach Vorwänden, um Gesprächen beiwohnen und sie auffangen zu können. Er begab sich in öffentliche Lersammlm:gen und ging des ZRachts. an den., Droschkenständen spazieren, um den politischen Plaude r.Ien der Kutscher zuzuhören,, so daß die Regierung, in der Besorgniß, es konnte em Unfall vorkommen. Mafe geln zu seinem Schutz ergriff. Dann lachte er herzlich, wenn. er. in den ihm feindlich, gesinnten Blättern von diesen gehttmen..Sch.utzmaßregeln.Ias.' nn Drang liach Erkenntniß. der Volks stimmuna machte aus ihm den eifrig sten Zuhörer. Ueber einem Gespräch .zog er oft ein Notizbuch hervor,, in das er in hieroglyphrschenZexhen.die Aus drücke hinwarf die 'ihm. aufgefallen wa ttn; der Tag ging jedoch nie zu Ende, ojne daß er -in Reinschrift gebracht , hätte, was 'er auf dese Wem aesam melt hatte. Er hatte einen Abscheu vor unerwarteten Mittheilungen, amtlichen Ueberraschungen. Wenn es zwischen Paris und Berlin einen Fernsprecher gäöeV.'ftgte.er. .so wüte ; ich. sofort meine Entlassung nehmen; ich möchte nichd " stündlia) einer Mittheilung Les Reichskanzlers--ausgesetzt' fenV 3m . VespraH sagte er. licts ge radeauZ seine Minung. -Kam jedoa) etwas zur Spräche.worüber er schweigen wollteso pflegte er zu sagen: Jch bab? es in dem und dem Blatte gelesei.' Manchmal schrieb er: Ich will Sie mit Vergnügen zu der von Ihnen alraeaebenen Swnde empfangen, aber ichrundize.Jhen im Voraus an. hak
sch'nlchlö 'sagen werde." W5nn er dagegen sprechen kannte und wollte, so konnte man sich auf ihn verlassen, und wenn er um seine Meinung über eine zu veröffentlichende Nachricht oder um iraend eine binauszuaebende Ansicht ae-
sraat wurde, so bestritt er die Nachricht nur dann, wenn sie wirklich falsch war. wobei er fort Grunde anrührte. die trat zur Bekämpfung dieser Ansicht g?eignet schienen. Sein Salon war ein Mittelpunkt für alle Parteien und seine Abreise ward allgemein als ein unersetzlicher Verlust betrachtet. Bayerische Freiheit. Ein. interessantes und noch dazu anz neues Capitel aus dem Großfolwband des bayerischen Vereins- und Versammlungsrechtes 'wurde vor dem Landgerichte in München gelesen. Bei der socialdemokratischen Maifeier hatten der. inzwischen polizeilich aufgelöste socialdemokratische Club Freiwort (sogenannte.. Junge) 'und Mitglieder des Hnzwisthen eingegangenen socialdernofratisMN für die Frauen . undMädchen Münchens" einen Nachmlitagsausflua., .nach der von München 1 3-4 Stunden entfernten Ludwigshöhe, emem Restauranonsgar-ten,-yemacht. Beide . Vereine hatten nur rijte gering Zahl -von Mitgliedern, es schlössen sich ihnen ''aber Freunde und-Bekannte an; man.hatte auch den Ausflua der- Polizeldirection München angezeigt,' obwohlan . hierzu nicht verpflichtet, gewesen wäre. 'Die-Poll-Zleidittttton yab die 'Anzeige an das Bezirksamt' weiter, und dieses delegirte emen Assessor zur Beaufsichtigung nach der-Ludwigshöhe. 'Der, Assessor nahm sich den.Buraermelster'von Thalklrchen und' viet' Mann Gendarmerie mit. Da Nachmittags, schlechtes 'Wetter eintrat, konnte man nicht ?m-Garten sitzen. Alles drängte sich im Saale zusammen, wo auch viele Unbeteiligte sich einfan den zusammen etwa 20 Personen. Der Assessor wollte bei seiner Ankunft d Leiter und Ordner der Veranstaltung kennen lernen; man sagte ihm jedoch, solche gebe es nicht, man wolle sich zwanglos amüsiren, wie dies bei jedem Ausflug der Fall sei. Anfangs, so sagte der Assessor vor Gericht aus.ging eZ aanz aut; es wurde Zither und Klavier, gespielt und scherzhafte Dellamatwnen vorgetragen. Aber bald kamen aufhetzende Vortrage. Befragt, was aufreizend gewesen fei, erklärte er, er könne die einzelnen Redewendungen nicht mebr'anaeben. er habe nur noch einen allgemeinen' Eindruck. Es t sei von einem Handwerksburschen die Rede gewesen, der, nachdem er einmal emaesperrt war. zu keiner Arbeit mehr babe kommen können und zu Grunde aeaanaen sei. Ferner sei von Zerbrechen von Ketten in den Gedichten die Rede gewesen. Auch atheistisch seien sie gewesen. Als eine Frau ein Gedicht . rr , . i V:. ml caaziwaaze vorirug, oas oz Strophe enthielt: Arzt und Priester, wer bezahlt sie? ' Hilfe bringt man nur um Geld. Also wollen's die Gesetze "Der civilisirten Welt. sei ihm die Sache zu viel geworden, er sei aufgestanden, habe die Gesellschaft für aufgelöst erklärt und befohlen, daß binnen 10 Minuten der Saal geräumt werde. Der Assessor hatte sich also auf den Standpunkt gestellt, die Veranugungsgesellschaft, in der die Mitglie der der 'beiden Vereine den kleinsten Theil bildeten, sei als eine öffentliche Versammlung zu veyanoem. r lagte zu diesem Behuf, Gesinnungsgenossen hätten sich zu einem gemeinsamen Zwecke (Maifeier) vereinigt, um diesen Zweck durch gemeinsame Vortrage zzu fördern. In Gedichtvortr'ägen könne man das nämliche, und mehr sagen, als in Reden. Außerdem seien Broschüren und Festschriften colportirt worden. Als der Assessor die Räumung des Saales' befahl, entstand großer Lärm; ein Arbeiter trat auf ihn zu und sagte zu ihm: Seid doch vernünftig, wie können Sie denn die Gesellschaft aus lösen?. Der Assessor verwies ibm diese Aeußerung, worauf der Arbeiter wiederholte: Das ist eme Unvernunft tiakeit. das ist eine Gesetzesverletzung!' Die Kellnerin kam herbei und jammerte um die Bezahlung der Zechen Da rief ein Arbeiter: Hier bleiben bis bezahlt ist! Andere begannen die Marseillaise zu singen. Draußen regnete.es in Strömen, der Baynzug gmg erst .in .anderthalb Stunden. Unterkunft gab es Nirgends als im Restauratwnssaäle. Die .Leute hätten also bis zur Ankunft des Zuges im Regen stehen oder zur Stadt gehen müssen. Nur Wenige verließen deshalb den Saal, kehrten aber alsbald wieder zu rück. . Da die vier Gendarmen sich zum Eingreifen zu schwach hielten, holte der Assessor vier weitere Mann, doch wollte er auch mit diesen nicht eingreifen. Er telegraphlrte daher um Hilfe nach München und ging inzwischen fort. Die Hilfe kam, aber der Assessor ließ die Leute in Ruhe und diese blieben noch anderthalb Stunden im Saal, gingen dann, als ein Zug abzing nach dem Bahnhos und fuhren yenn. Obwohl Niemand denSaal geräumt hatte, wurden nur fünf Personen an aeklaat: der, welcher zum Assessor ge saat hatte: Das ist unvernünftig,? k,? 'wacker aufaewrdert batte. dazu bleiben, bis Jeder die Kellnerin bezahlt habe, die Frau.die das Gedicht Nachtwache" vorgetragen hatte, und zwei andere Männer. Sie wurden, weil sie der Aufforderung,' den Saal zu räumen. nicht nachgekommen waren, zu je 10 Mark Geldstrafe verurtheilt; dem Assessor wurde das Recht zugesprochen, das Urtheil an der AmtZtafel anschla gen zu lassen. Der ' Staatsanwalt hatte zwei Monate beantragt. In der Urtheüsbegrundung hecht es, der Be griff Versammlung sei dann gegeben, wenn eine bestimmte Anzahl Personen zu- bestimmten Zwecken- vereinigt - sei. Im gegebenen Falle sei die Versammhing nicht nur aufGenossen beschränkt, auch Freunde und Frauen seien zuae zogen gewesen zum Zwecke, eine politi sche Partei zu fordern. Es seien Bro schüren vertheilt und Gediäte aoiadxjz
gen worden, die aufreizend waren.' Die von dem Assessor vollzogene. Auslösung unterliege nicht der Entscheidung des Gerichts, aber nachdem einmal dieAuf lösung ausgesprochen gewesen sei, Haie sie befo'tgt werden müssen. Dem Arbeiter, dem die Beleidigung des Asses-
sors zur Last fiel, wurden mildernde Imstande aus der .Wahrung berechiater Interessen" zugebilligt. In der Verhandlung wurden? die vorgetragenen, jedem Socialdemokraten bekannen Gedichte verlesen, aber hierbei die Oeffentlichkei! ausgeschlossen!! Be! seiner Vernehmung sagte der Bürgermeiste? von Thalkirchen, die.vorgetragenen Gedichte hätten ihm nicht gefalen. Eine Versammlung werde die Gesellschaft wohl nicht gewesen sein. Eine drohende Haltung hatten die Leute nicht angenommen, nachdem die Auflösung ausgesprochen war. Nach diesem Fall braucht es wirklich keiner Ausnahmegesetze. Das erste Nrbeitersecretartat in Deutschland. In Nürnberg hat sich ein für den Cocialpolitiker interessantes ' Ereigniß vollzogen: das erste Arbeitersecretariat in Deutschland hat dortselbst seineThätlgkeit- begonnen.- Es scheint daher wohl am Platze, einen Blick auf die neue Einrichtung zu werfen. . , Zur Vorgeschichte der Jnstiwtwn sei daran erinnert, daß im Frühsommer des laufenden Jahres, ein Aufruf der organisirten! Arbeiterschaft Nürnbergs erschien Danach sollte das ArbeiterSecretariat eine Centralstelle für alle Arbeiterangelegenheiten,' eine Aus runstsftatte ln allen Fragen der Socialgesetzgebung" werden. . ' Mit - der Pflege der Socialstatistik sollte ein cen trallsirter Arbeitsnachwels, die Zahlung der Reiseunterstützung vereinigt werden. ; Auch sollte das Secretariat für Ausbreitung der Gewerkschaften wirken. Die Kosten gedachte man durch Beiträge der organisirten Arbeiter (2 Pfennig wöchentlich ' pro 'Kops) aufzubrmgen; , zugleich wurde aber der Magistrat um 'Zahlung einer Subvention von 2500 Mark jährlich angegangen. Der Magistrat erwiderte nach längerer .1 7Wtsnach sts' und'$i . 71 I . . Erwägung, daß er nur die Schaffung nur subventionirm wolle, falls deren Organisation und Leitung' in, seinen Händen liege. Das Merkwürdige bei L t?. r mz',n aan, andere Ausfassuna von socialvo. II j 1 1 II 9 l r Mischen Actionen hatte, als der freisinnige" Magistrat zu Nürnberg. Von dieser Seite wurde der Magistrat aufgefordert, die Entrichtung eines Arbeitersecretariats in Erwägung zu ziehen und darüber Bericht zu erstatten. Man half sich nun aus der Gegenseite damit, die Sache möglichst hinauszuschieben was denn auch bislang geglückt : ist. Den Arbeitern dauerte aber die Sache zu lange. AuZ eigenen Mitteln, durch Beiträge von 3500 Arbeitern, denen sich weitere anschließen dursten, ist das Arbeitersecretariat jetzt constituirt worden und hat seine Thätigkeit begonnen Der Arbeitsplan weist gegen das erste Project eme Beschränkung auf. So ist das Arbeltersecretarrat zunächst als eine Auskunftsstelle gedacht in Fragen der Soaalgefetzgebung. Der Secretar ist ferner berechtigt, aber mcht verpflichtet, ' zur - Auskunftsertheilung in Heimaths-, Bürgerrechts-, Verchelichungs- und' Armensachen,, sowie ; bei Miethsstreitigkeiten. Die Absicht . geht offenbar dahin,die sogenannten Volksanwalte" - mit ihrer ' oft betrügerischen und schlechten Praxis zu verdrängen. Die statistischen - Erhebungen sind nach Bedarf" zu pflegen und können sich erstrecken: auf Lohnoerhaltnisse Arbeitszeit, ' Wohnung und Nahrung der Arbeiter, Betriebsunfälle, Gewerbekrankheiten, Sterbesälle, Ab- und Zuzug von Arbeitern, Arbeiter-schutz, Wohlfahrtseinrichwngen, Arbeitslosigkeit, auf alle innerhalb der wirthschaftlichen Arbeiterbewegung auftauchende Zeit- und Streitfragen. Wie man sieht, tritt die statistische Thätigkeit deS Secretariats stark in den Hintergrund, trotz der Vielheit der Aufgaben. Sicherlich ist die Auskunftsertheilung den Schöpfern der Jnstitution'daS Wichtigere, und sehen sie vorher, daß es bei einer starken Inanspruchnahme' derselben nicht, zu vielen Erhebungen kommen wird, wie sie .'zum Theil . daS Schweizer Beispiel liefert. Dort' hat man sich zu hohe Aufgaben ' gesteckt, denen die Kräfte und Mittel auch bei hingebender Thätigkeit der Beamten, die anzuerkennen ist, nicht gewachsen waren. , Lustige VertagungS'Eplsode. Daß ein gesetzgebende Körperschaft sich auf Antrag eines Nicht-Mitgliedes. noch dazu aus einem änderen Staates nach Hause trollt, ist wohl selten dagewesen. Vielleicht ist der 'nachfolgende Fall der einzige dieser Art jn der neueren Geschichte. . Das Geschichtchen spielt in der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges. 'Es war im Herbst 1864,. unmittelbar nach der Schlacht - bei ' Franklin, .Tenn., in welcher General Hood mit seinem Con-, söderirtenheer, daS er erst -.kurz zuvor vom General Johnston übernommen, seinen . thörichten," dielbekrittelten Angriff auf die. wohlverschanzten VankeeS machte. - ';'". " : Damals befanden sich der"CongreßAbgeordnete - McDearmon, zur i Zeit Gemein des Fonföderirtenheeres, und sein Kamerad Knapp"' GilleSpie von Humboldt, Tenn., auf dem Mge'nach Nord Carolina, um sich ihrem 'Commando anzuschließen Sie kamen durch Georgia nd verweilten etwas irVMill edgeville. der damaligen Hauptstadt dieses Staates. ' Schon vorher.hatten sie an verschiedenen Orten ' verweilt", nämlich, nach der Manier deZ MterZ Kunz von Kauffungen, und waren! gehörig voll,-wenn xruch nicht 'vschiein südlichen Patriotismus, so doch vom Bittern", den man in diesen Gegenden mit dem poetischen Namen Bergthau" bezeichnet. : t-. "- . .. Jn diesem gehobenen Zustande durch die Straßen iorkelnMh!yLe lMiä
vox unn mix steh:n. Si? horten von? cmiitt Jrüberae.iden, daß zur Zeit in-derselben nickt die Sünder an ?as göttliche Strafgericht erinnert wurden, sondern d'.e Staatslegislatur in Sitzung war, und sie entschlossen sich, h? jmtkm'nner e:n w?nrn anzu
hören. Eine halbe Stunde lauschten" sie den Verhandlungen, die indest durchaus nicht aufregender Art waren, ja diese beiden wackeren Kriegsmänner entschieden langweilten. Ueberdiks gab es nicht einmal einen guten Tropfen zu trinken. Da erhob sich plötzlich der bergthauselige , Knapp Gillespie und rief mit Stentorstimme: Ich beantrage, daß sich die Legislatur jetzt vertagt!" Und siehe da, ein älteres Mitglied der ehrwürdigen Versammlung rief auch alsbald: Ich unterstütze den Antrag.Bis wann soll die Vertagung gelten?" fragte der Vorsitzende. Bis 8 Uhr antwortete Gillespie. "Der Antrag wurde nun zur Abstimrnung gebracht und wirklich angenommen. ' ' . ' 4 ' ' Erst nachher merkten einige der Staatsmänner den Ulk, nahmen ihn aber in gutem Humor auf, und Gillespie und McDearmon waren die Helden der Stunde und wurden felbstverständlich mit noch mehr Bergthau" gefeiert. - Hony soit qui mal y pense," und der Mensch kann sich immer noch bessern. Die beiden Helden dieser Geschichte leben noch heute, in hohem Grade bei ihren Mitbürgern angesehen, und der edle Gillespie ist ein wüthender Prohibitionist geworden. Deutsche Loeal-Nachrichten. TKNrtngen G e r a. Letzthin sind hier an einem Nachmittag nicht weniger als drei Konkurse zur Anmeldung gelangt, und zwar von der Firma Gebrüder Derbsch, Ziegelei in Leumnitz, von der Maschinenfabrik Kötteritzsch dahier und von dem Dampffägewerksbesitzer Vieh! in Cuba. Dieser Tage ist der Rathsarbeite: Stumpf, der am Pfortner Bahnhof unter, der geschlossenen Barxicre hindurch gekrochen war und das Üb"''. M.n mern hrrthritnXr Qitn tthrnrr Itnn ' """ vx j "Uzmalmt wordm. ' "7 mu V S 7 Vl 1 Errichtung eines Llszt-Denkmals hat M l diesen Tagen unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Pabst gebildet St?sen. Dresden.' Commerzienrath Bienert ist hier, 81 Jahre alt. gestorben. Hinter den hiesigen Malzfabrikanten Carl Friedrich Ernst Heim, geboren' den 16. März 1850 in Kirchberg in Württemberg, hat die Königl.Staatsanmaltschaft zu Dresden einen Steckbrief erlassen. Gegen Heim, der flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen schwerer 'Urkundenfälschung und Betrugs verhängt. C h e m n i tz. Jn Neustadt wüthete ein bedeutender Brand, dem der von Herrn Wendler bewirthschaftete GastHof zum Opfer fiel. Das Saalgebäude und das Wohnhaus brannten vollständig nieder. v E l t e r l e i n. Dem Restaurateur L. Ullmann wurden von einer einzigen .Gattin, mit welcher er in bester Ehe lebte. 21 Kinder geboren. Bei Ankunft der letzten beiden Zwillinge (Knaben) mußte die Aermste leider ihr Leben lassen. , ' Mittweida. ,' In. Erlau sind neulich in einem Gasthose Zigeuner,' citca dreißig Köpfe stark, übernachtet und- haben in spaten Abendstunden eine Schlägerei untereinander geführt, wobei dem Gastwirthe verschiedene Gegenstände zerschlagen und mehrere Betheiligte durch Säbelhiebe verletzt worden find, sodaß sie ärztlich verbunden und im Krankenhause- zu Mittweida i untergebracht werden - mußten. Die .Wagen sind daraufhin nach Waffen durchsucht und die gefundenen Säbel, Taschenmesser und Flinten beschlag nabmt worden. .Zs.chopau. Allgemeines Aussehen erregt hier das vor einigen Tagen erfolgte Verschwindendes Maschinenfabrikanten'' und Stadtverordneten Brand,' der sich in mißlichen Bermö gensverhältnissen und nahe am Bänkerott befand. Der' Umstand, daß sich Brand völlig mittellos entfernt hat, saßt darauf schließen, daß er sich ein Leid angethan., VHNnpfalk. .Kaiserslautern. In der Eisenbahnbetriebswerkstatt wurde dem Schlosser .Weißmann durch ein fortrollendes Rad' ein Bein zerschmettert. - Pirmase n 's. ; Der verheirathete Maurer Philipp Schreiber von Höringen stürzte in einem Neubau vom vierten Stocke herab. An seinem Aufkommen .wird gezweifelt. " Rodalben. Das 4 Jahre alte Mädchen eines Taglöhners wurde 'von einem' Wagen überfahren und wird wahrscheinlich sterben. Zweib r ücke . '.Mehrere Arbeiter der Thomas-Mehlfabrik fielen von einem Gerüst, wobei einer getödtet und .die Anderen mehr oder minder' fchwer verletzt wurden. . Ludwigshafen. Die 'drei Stockwerk. hohe Mälzerei der Brauerei "zum Bürgerbrau in Ludwigshafen brannte bis auf die Umfassungsmauern vollständig auö. Das Feuer fand durch die vorhandenen Malzvorräthe reiche Nahrung. . S p e y e r. In letzter Zeit sind. hier mehrere Fälle von Genickstarre vorgekommen. Ein 10jährigeö Mädchen ist daran gestorben. . Oau-rn. München. Amtsrichter Bamberger in Erding wurde durch Urtheil des kgl. Landgerichts München 2. wegen zweier Vergehen der Unterschlagung, neun Vergehen im Amte, zu sechs Monaten Gefängniß" verurtheilt. Der am ' ersten Oktoberfestfamflag -ver-fchwundene Restaurateur und Wiesen Wirth Hermann Katz ist wohlbehalten in Amerika angekommen.'. Seine hiesigen Gläubiger haben daS Nachsehen. , Bamberg.' - Eine ..dieser Tage MvtrMHct vWenonmeLe.'R5disson
ver tfalle bes städtischen AusschlägZeinnehmers an der Hallstadter Straße hat einen Fehlbetrag von etwa 1500 M. ergeben. Der betr. Zolleinnehme? ist vorläufig seines Dienstes enthoben und die Untersuchung gegen ihn eingeleitet worden. Deggendorf. Hier wurde der Maurer Achatz erstochen aufgefunden. Der Mörder ist unbekannt. K e m p t e n. Neulich wurde der Strußenbeiter Ant. Vogel von ?ilheim, B.-Ä. Neun-Ulm, in die hiesige Frohnfeste eingeliefert, weil er verdächtig und nahezu überführt ist, den zuletzt dahier in Arbeit gestandenen Käser Joseph Renn von Hopferau, A.-G. Füssen, ermordet zu haben. Laufen. Ein schwerer Schicksalsschlag hat die Familie des Schneiders Kirchleitner in Tyrlaching heimgefucht, indem zwei Söhne und zwei Töchter, sämmtlich erwachsen, plötzlich in der Nacht irrsinnig wurden. Lindau. Der Handelsmann Ernst Raupach aus Triebelwitz in Schlesien hat auf der Hochzeitsreise seine 56jährige Gattin in den Bodensee gestoßen, um deren Baa'rvermögen. und die Versicherungssumme zu erlangen. Frau R. ertrank, der Thäter wurde verhaftet und ist geständig. N e u b u r g a. D. Der ledige Erdarbeite?. Xaver Festl- von Oberschönbach, B.-A. Schrobenhausen.wurde von dem led. Bahnarbeiter Andreas Friedrich Dietrich von Wassertrüdingen, bei einer Rauserei vor dem Pfäffe7schen Wirthshaus erstochen. U?lrtmlrtf. Stuttgart. Der wegen Mords und Raubs, verübt an dem Albert Ramsel von Triberg bei Neckarrems, steckbrieflich verfolgte Gottlob Bester von Waiblingen wurde in Mülhausen i. E. abgeholt rnid'h'r eingeliefert. Derselbe wurde in Avignon bei Marseille in Frankreich' festgenommen. . Alpirsbach.' Wegen Unterfchlagung eines Erbschaftstheils von 500 M. wurde der hiesige Stadtschult, heiß Schöck verhaftet. E b i n g e n. In Margrethcmsen starb Schultheiß Schaier Plötzlich dadurch, daß ihm ein Zwetschgenstein in die Luftröhre gerieth. Hall. Der wegen Unterschlagung verhaftete Gemerndepfleger von Uttenhosen hat sich in seiner Gesängnißzelle
erhängt. H e i l b r o n n. In der hiesigen Käferne hat sich der Portepeefähnrich Huffell (Sohn des Dr. med. Hussell von München) erschossen.' Münsingen. Neulich fiel der 1 Jahre alte Sohn deS verstorbenen WirthS M. Glocker hier in der Scheuer seiner Mutter von einer Leiter so unglücklich, in die Tenne hinab,, daß er nach wenigen Minuten starb. Reutlingen. Der hiesige verheirathete Auktionator Göppinger hat seinem Leben durch Erhängen ein' Ende gemacht. . Derselbe soll durch zerrüttete Familienverhältnisse und Krankheit zu diesem traurigen Schritte getrieben worden sein. A"m . Sulz a. N. In dem benachbarten Dorfe Bergfelden wurde der KronenWirth Hoch von .seinem Nachbar Matthäus Plocher,' als er bei einem ehelichen Zwist abwehren wollte, erstochen. Der Getödtete hinterläßt eine Wittwe und zwei Kmder. Der Thäter wurde in das hiesige Gerichtsgefängniß eingeliefert. Waiblingen. Infolge Verkaufs seines HauSantheiles glaubte der hiesige, sonst in guten Verhältnissen pehende Schuhmachermeister Braun daSselbe um einige hundert Mark zu billig abgegeben zu haben. Seit dieser Zeit machten sich Spuren geistiger Störung bei ihm bemerkbär.und hat er sich dieser Tage durch Erhängen daS Leben gerwmmen. W a i b l i n g e n. .' Im benachbarten Korb erschoß sich der 26 Jahre 'alte Lehrer Mammel, der wegen leichtsinnigenLebenswandelS seines Dienstes zeitweilig enthoben war. Waldenbruch. Der' 71 ' Jahre alte Oberhvlzbauer M. . Stäbler 'von Steinenbronn wurlde beim Holzfällen' von einem Stamm, getroffen und so schwer verletzt.daß er, kaum nach Hause gebracht, verschied. ?ad. ' .' ! . Karlsruhe. Im Hardtwald, zwischen der Moltkestraße und Knielinger Allee, hat sich der Kassiertes stadtischen Leihhauses,' Max Seeger. erschossen.-. Derselbe sollte wegenUNterschlagung in Untersuchung gezogin werden. - , Ein hiesiges Dienstmädchen erwürgte' sein uneheliches, neugeborenes Kind, zerschnitt dann die Leiche in verschiedene Theile und warf sie in den Abort. Durch Verstopfung. deS Ablaufs, verursacht durch den Kopf deS Kindes, .der im Closet stecken, blieb, wurde die Sache entdeckt. . . , ' , ' Appenweier. Der verheirathete Fuhrmann Mich. Dienert -von Offenbürg kam auf der Straße no.Nußbach unter seinen Wagen und starb andern Tags.. Dietigheirn. Wohnhaus und Scheuer des Simon Wöppel sind abgebrannt. ' F r e i b u r g. Das Ehepaar Straßenwart a. D. I. B. Frey feierte daS Fest der goldenen Hochzeit. . Mannheim. DaS hier bedienstete 20jährige Mädchen Barbara. Seifert von Rohrbach bei Heppenheim trank wegen unglücklicher - Liebe ' - in selbstmörderischer Absicht Vitriol. ' Unter unsäglichen Schmerzen gab die Unglückliche bald darauf ihren' Geist auf. Im Käferthal in der. Nähe von Mannheim ist der' Gendarm 'Rehmann von dem Wilderer Johann Schnellbäch, der sich auf dem Felde eingecrraben hatte, .durch einend Schrotfchuß. m die Brust schwer verletzt worden. Im neuen Rheinhafen wurde die Leiche btl 30 Jahre alten SchiffSknechtS Wilh. Doelger von Obernburä aufgefunden: Murg. Der verheirathete Maurer Karl Döbel. Vater von vier Kindern, stürzte von der Heubühne und war sofort todt. : Obergermbach. Die Ehefrau deS Landwirths Joh. Neuberth, Mutter von sechs unmündigen Kindern, wurde beim Kartoffelführen von ihrem Wägen überfahren .und starb nach einien Stunden. ....
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Buckner, Texaö.-Jahre litt ich an rheumatischen Schmerzen, und war häufig bettlägerig; durch die Anwendung von St. Jakobs Oel wurde ich dauernd geheilt. Amanda Morlon. e?as Mut ist das
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oDr. August KöuZg's Sanburgcr Tropfcno DaS beste Mittel dagegen.
- issenvurg. Das hiesige Schwurgericht verurtheilte den prakti schen Arzt Bernheim.von Lichtenaü tot gen " an " einer Patientin begangenen Nöthzuchtsversuchs 'zu 2 1-2 'Jahren Gefängniß--- Jäkob Better,. Jagdauf. s eher : von . Schapbach, wurde r wegen Todtschlags zu einen Zuchthausstrafe von 12 Jahren verurtheilt, gleichzeitig wurden demselben die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 8 Jahren aberkannt. S ch n e l l i n g e n. Der 70 Jahre alte, ledige Maurer Philipp Schweiß r j: r.j. :i v Cvrx. ' . rr icynttt ncy mit oem 2 chenmesser in den Hals .und erhängte der Bühne. Noch rechtzei ich dann aus ig abgeschnlt ten, starb er nach einigen Stunden an seiner Halswunde. Schönau, . A. Heidelberg. Der BUrgerausschuß hat nahezu einstimmig die . Errichtung einer Wasserleitung in Anschlag von 40.000 M. beschlossen. . . Srwtf. Ber n. Letzthin wurde dahier auf dem Bremgartenfriedhsf das - Grab denkmal von Prof.' Rüegg enthüllt. Beim Bundesrat!) gingen von Schwei zern in Guatemala zu Gunsten deS Asyls für unbemittelte Tuberkulöse in Schwenkt bei Oberhofen 611.70 Fr. ein. F r e i b u r g. ' Der dreifache Mörder Egger in Tasers wurde zu leben? länglicher Zuchthausstrafe verurtbeilt. L u z e r n. In Ruswyl starb der hochgeachtete conservative Gerichts schreiber Joseph Mcher. Zu Luzern starb im Alter von 81 Jahren der Ge neral. Felix v. Schumacher der -' wie Pfyffer, Wieland und andere Schweizer sich Auszeichnungen und hohen ml Manschen Grad in neapolitanischen Diensten geholt hatte. - Schaffhausen. Bo Kurzem wurde die große Eisenbahn-Brücke der Etzweiler - Linie über- den Rhein ' bi Schaffhausen vollendet.S t. G a l l e n. Die Gemeinde-Ber sammlung Tablat verwarf den EntWurf zu einer Arbeitslosenversicherung. T e s s i n. Magatti, der Begründer der liberal-conservativen Partei ches KantonS Tessin, ist in. Lugano gestorben. DflVTlt1 ., Wien. Letzthin wurden hier der Portier Karl Metzner und seine Frau verhaftet. Dieselben haben seit Iahren im Hause, - wo sie - bedienstet waren, Einbrüche in ' sämmtlich Wohnungen mit Nachschlüsseln verübt 'und ein wahres Diebesmaaazin. im Werth von vielen Tausend Gulden angelegt. G r a z. Ein Beispiel rührender Mutterliebe lieferte eine- Schwalbe -in Puntingam, woselbst ein Stall ab brannte. In einem an der Stalldecke angeklebten Schwalbenneste waren die Jungen noch nicht ganz flügge. "Bei AuSbruch des ' - Brandes wollte . das Weibchen die Jungen schützen! setzte sich mit ausgvbreiteten ' Flügeln ' darüber um sie vor den Flammen zu bergen und harrte so standhaft aus. .Muttermund Junqe fand man in verkohltem 'Zustände im Neste vor. . ' N e u t i t f ch e i n. Bor dem-hiesi. gen Kreisgerichte hatten , sich die TaglLhner'Koviän, ,'Holub und Schrubarz wegen ; eines s Mordes, welchen ' sie' an dem Taglohner Zemän ' begangen hatten,' zu . verantworten.' Die Geschwores nen bejahten die an sie gestelltenSchuldfragen, worauf , alle drei Angeklagte zum Tode durch den Strang verurtheilt krden. : i , ; - , l In der Gemein d.e. Fuchsmühl, welche einen Proceß gegen den Freiherrn v. Zoller wegen ihrer Waldrechte - angestrengt. ' jedoch ' verloren hatte, ' trat die gegen' den . Genannten herrschende Erbitterung in gewaltsamer Weise zu Tage.' Zweihundert mit Äexten und Sägen bewaffnete Leute drangen in die Waldungen ' des Herrn v. Zoller, - verwüsteten - diese und schleppten viel Holz weg. . Da die Gendarmerie zur. Unterdrückung der Aus, schreitung nicht ausreichte, wurde . militärische Hilfe erbeten und daraufhin 60 Mann' an den Ort deS AufrubrS gesandt, welche die Ruhe wieder herstellten. . Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. ' Bei der Vertreibung der Bauern ' auS dem Walde wurden zwei durch Bajonettstiche fo fchwer vermundet, daß sie am nächsten Tage starben. Lludy'S Vile Süppository ' ' ' , . -T ! wird garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, öder das Geld wird zurückgegeben.- öOCtö. die Box. -I Schicke zwei Poftmarken für Zirkulare und Probe an Martin Nudy, registrirten Apotheker, Lancäfter, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken. Ward BroS., A. Kiefer k Co. und Daniel Stevart, Wholesale Agenten, Indianapolis, Ind. - Meerschaumpfeifen, lange deutsche y seifen, Eigärrenspitzen :e, bei Wm. ttnZo, 189 Oft Qashin'aton Str.yrtllS Därnyf Färberei. ... (ctrtitrtisn.; - -HerrenNeider gereinigt, gefördt - mn, Damekletder gereinigt nnfc gefärbt ohne biefcl hen , icrticnnm. 5ptenter6ä2t n. Ehentlle Hontere geretniat. laeee Habschnlze eret nist, Uaii werben beeholt d aigelirsert. 5Z h sssachusetti Lvü.
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ndiana ist daS einzige Blati in Sndiana, welHeS die Interessen des Volkes gegenüber der 'Macht der Plntokralie vertritt. Vl Organ des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiln teressen kämpft sie unentwegt für Freiheit. Recht auf allen Gebieten des Lebens. Die Arbeit des Volkes i? bie Schöpferin alles Wohlftandes und da'i ' ''-.' i rum wirken kir fär sslche soziale Reformen, velche bie Arbeit zur freudebringende Luft, statt zur nieberdrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte es als moralische Psticht emvsinde? Leser der Jndiana Tribüne zu sei Das reichhaMge Sonntags ' Vlatt bietet eine Fülle unterhaltenden Lesekosses.-' t Der tbonncmcnt& Vßtttö der täglichen Tribüne ist 12c, ' des Sonntagiblattö Je, beider zusammen 15 Gt$9 per Woche oder 05 Gi$ per M,nat. Durch die Post versandt, kostet bcA ' Tageblatt HI, das Sonntagöölatt H2 per Jahr, beide zusammen Hg in Vorausbezahlung. w aller Art derben rasch und billig ausgeführt. (Eintrittskarten, Quittungen, (7onirutionen, Nechnungeu. OesHSsttkarten, OrkefVSpse. Zirkuläre, VrograQe n. s. v. für Seschästsleut- und vereine tod geschmackvoll ausgeführt. Big ggjfi WU 2-:x:lU. 3si.
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