Indiana Tribüne, Volume 18, Number 47, Indianapolis, Marion County, 4 November 1894 — Page 7
Sie Voa.
Gin Jagdadenteuer in Cayeime. Die von mir bei meinen Jagdzügen meistens aufgesuchte sumpfige Riede rung so erzählte Eugen Lamartine, ein seit längerer Zeit auf der Insel Caycnnestaiionirtcr französischer Beam te? beherbergte, wie ich wohl wuß'te, viele Schlangen; da jedoch die Boa nicht giftig ist, drang ich ohne Furcht, wenn auch vorsichtig, auf einem kleinen Kahne in die Geheimnisse der Schilfwildniß ein.. An solchen Stellen, die meinem nun festen Halt boten, verließ ich den Kahn, wenn ich die Opfer meiner Jagd lcidcnschast nicht anders erreichen konnte. Tics war denn auch geschehen, und ich befand mich auf einer Art trockenen Eilands, um eine angeschossene Wildente, die dort niedergefallen war, in Sicherheit zu bringen, als urplötzlich eine Boa constrictor" von nie gesehc ner Größe aus dem Schilf hervorbrach und die grauenvolle Schönheit ihres riesigen Körpers vor meinen Augen entfaltete. Aber eben so rasH, roie sie sich gezeigt, war die Schlange wieder verschwunden. Ich war kurze Zeit unschlüssig, was ich beginnen sollte; endlich beschloß t'ch,j Die tente welter zu suchen. Jcy sano 'sie nicht, glaubte aber sie in einiger Entfernung im Grase zappeln zu sehen. Ta mich eine Pfütze von meine? Beute trennte, stieg ich wieder in den Kahn und landete an jener Stelle. Meine Jagdflinte ließ ich in dem Boote zurück und watete an 's Ufer. Wirklich er blickte ich die verwundete Ente; aber als ich sie aufheben wollte, kam aus dem Grase der Kopf der Boa zum Vorschein, welcher die Ente an dem einen Flügel faßte. In diesem Augenblick .trat ich dem Reptil aus den Nacken. Ter Boden war sumpfi; da die Schlange sich mit dem Schwänze am Nohre festhielt, :um das sie sich, ge .wickelt, konnte sie den Kopf schnell unier meinem Fuße wegzieyen, ehe ich ,wußte, wie dies geschah. Tan wollte -ich in das Boot zurück, meine Flinte holen, um die Schlange zu erschießen, als ich an meinem Fuße ein Etwas fühlte, als wenn ein Tau darum ge warfen würde. Ich sah natürlich sogleich hinunter, da erkannte ich denn, daß die Schlange sich mit dem Schwänze einmal um mein linkes Bein geschlun ger hatte und eben dabei war, den übrigen Körper aus dem Grase nachzu ziehen. Ich ließ die Ente fallen und trat mit dem freien Fuß so stark als möglich auf den Schlangcnschwanz, aber dies befreite mich nicht von meiner eigenthümlichen Fessel ich hätte -ebenso gut versuchen können, den Fuß aus einer Fuchsfalle zu ziehen. Noch fühlte ich nicht das mindeste Bangen; Zals jedoch die Boa sich in wenigen Se Zünden ganz aus dem Grase herausgeZvickelt hatte, stieg zum ersten Male cm dunkle Ahnung in mir auf, daß mir eine entsetzliche Gefahr drohe.' Tie Boa richtete sich empor, so daß ihr Kopf dem meinen gegenüber kam. ich faßte nach ihr, konnte sie aber nicht vacken und rasch fuhr sie mit dem Kopfe unter meinem Arme hin, schlang sich um meinen Leib und war dann wieder mit dem Kopfe vor meinem Ge sicht. Ich griff wiederholt, so. schnell es mir möglich war, nach ihr, aber sie wich mir jedesmal ebenso schnell aus. Dann fühlte ich, daß sie den Leib an mir emporzog der Schwanz oder vielmehr der unterste Ring desselben, umspannte jetzt meinen Schenkel, und jener um den Leib zog sich merkbar dichter zusammen. Ich bot alles auf, mich der scheußlichen Umarmung zu entziehen. Es gelang mir jetzt auch, die Boa dicht unter dem Kopfe fassen mit der anderen Hand hielt ich sie gerade da, wo sie sich über meinen Leib gelegt hate und strengte mich an, mich ihrer zu entledigen. Dadurch aber verschlimmerte ich meine Lage. Tie Schlange hatte sich so hoch an mir em porgewundcn, daß sie im Stande war, meinen Leib zum zweiten Male zu um schlangen, und zog. ihre Ringe immer fester. Ich befand mir wehrlos in ihrer Gewalt. Entsetzen durchrieselte meinen Körper, ein gräßlicher Schrei entquoll mei ncm Munde, meine Sinne fingen an, sich zu verwirren. Aum Glück kehrte mein Bewußtsein und mit ihm meine Kultblütiglcit fast gleichzeitig in dem Moment zurück, als sie mich zu verlassen anfingen, und auf's Neue dachte ich an meine Rettung. Ich erinnerte mich eines Mesiers mit haarscharfer Klinge, das sich in meiner Tasche befand; der eine Ring der Schlange lag jedoch geradc über der Tasche, so bat; ich der Möglichkeit beraubt war, in dieselbe hineinzugclanzen. Noch einmal versuchte ich die Boa abzustreifen; ich packte sie in der Mitte des Leibes und zerrte mit aller Kraft, ich versuchte auch, ihr das Genick zu brechen meine zurückgekehrte Hoffnung klammerte sich na mcntlich an den letzteren Versuch allein auch er mißlang, mußte mißlingen, da das riesenhafte Thier alle Energie entwickelte, mich immer fester zu umschlingen. Nach einiger Zeit zog es den Kopf aus meiner Hand, ich fühlte, daß mich meine Kräfte verließen, ich faßte den Kopf wieder, konnte ihn aber nicht festhalten, und die Boa stieß oder biß mich, ich weiß es nicht gewiß, heftig auf die geschlossenen Lippen. Meine Noth war auf's höchste gestiegen; ich fühlte, daß die Schlangcnringe dichter und dichter meinen Leib umzogen und daß mir das Athmen immer beschwerlichcr wurde. Ich empfand die heftigsten Schmerzen. Eines stand jetzt klar vor mir: ich war verloren, wenn es mir nicht gclang, in den Besitz des Messers zu gelangen. Ich hatte die Arme frei. Mit unsäglicher Mühe gelang es mir,, die Naht meiner Beinkleider oberhalb der Tasche zu lockern, ich zerrte, zerrte mit der Wuth eines Bezweifelten, das Zeug riß, und das Messer befand sich in meiner. Hand. Was nun folgte.
war das Werk eines Augenblickes Tie Besinnung war mir noch nicht so weit geschwunden, daß ich mir nicht hätte jagen können, die kleinste Klinge des Messers sei die schärfste, diese klappte ich auf und zog die Schneide in krampfhafte? Hast mit dem Nest meiner Kraft über den gespannten Leib der Boa hin. Tie Schlange war in zwei Stücke zerschnitten und fiel an mir herunter. Ich war gerettet. Wie ich von dem sumpsigcn Eiland in meinen Kahn und aus dem Schilf herausgekommen bin, weiß ich nicht ; ein voller Monat aber verging, ehe ich mich ganz erholte, und daß es mich noch heute kalt überläuft, wenn ich je ner Lage gedenke, in welcher ich von der Boa bald" zu Tode geschnürt worden wäre, das wird man mir gerne glau' ben. Ser schlaue Bonze.
Von C. CromeSchsieninz. Li-hung-chang war Lieutenant in der chinesischen Armee. Schmuck stand ihm sein goldgesticktes Obcrgcwand, stolz trug er im Gürtel das Schwert, noch stolzer in einem seiner geschlitzten Augen das Monoclc, ohne Wj nun einmal auch kein chinesischer Lieutenant leben kann. Kurz, Li-hung-chang fühlte sich genau so schneidig, stilvoll und pyramidal, wie einer seiner Eollegen von einer europäischen Gardctruppe. Ja, so sehr ähnlich fühlte er sich, daß auch er zuweilen ausging, um von irgcnd einem Pekinger dunklen Ehrenmanne etwas cash" sich auszuborgen . und dann malte" Li-hung-chang ebenso graziös quer"" wie seine curopäischen Eollegen quer schreiben' Fieilich auch in dem himmlischen Reiche", wie die Chinesen das ihre zu rennen belieben, geht es in Geldangclcgenhcitcn höchst irdisch zu und eines Tages stand Li-hung-chang vor der betrübenden Thatsache, daß er seine Schulden von seiner Gage nimmer deden könne, selbst wenn er zclm Jahre sich von Rciswcin, Thcchaus und Spiel der chinesischen Trcicinigkcit vofa Wein, Weib ur Jeu ganz fern halte. Und dazu hatte er nicht einmal große Lust. In solchen Fällen hat der chinesische Lieutenant in civilisicrtcn Ländern kommt so etwas natürlich nie vor ein praktisches Auskunftsmittcl: ersucht eine Lebensgefährtin mit viel Liebreiz, mehr Schönheit und recht viel mehr C e.d. Es sind doch seltsame Menschcn, diese chinesischen Lieutenants I Aber Liebreiz, Schönheit und viel Geld sind auch bei den Chinesen nicht immer beisammen. Wie überrascht war daher Li-Hung.chang. als ihn ein gütiges Geschick mit Lei.la, der entz öcndstcn kleinen Chinesin, die je im Lande des großen Drachen auf ihren Miniatur-Füßchen dahinstclzte, zusam menführte. Aeh bäh nä!" schnarrte Lihung.chcmg nach der ersten Begegnung mit Lel-la und klemmte herausfordernd sein Monocle fester in 's Auge die kleine chinesische Festung muß erobert werden und sollte ich sie so lange bclag.rn, wie weiland die ranzoscnTientjm Lei-la ist jung, schön und sehr reich also, zur Attacke, Gewehr rechts. marsch, marsch, Hurrah!" Ja so leicht ging das denn doch nicht mit der Attacke. Leila war ein höchst gewitztes Mädchen, die in einer C tuschen höheren Töchterschule ihre Au-oiloung erhalten und in einer Pension für Ttchter hervorragender Standesbeamten vcn letzten Schliff bekommen hatte. Lei-la war mithin gewitzt, wie nur ein junges Mädchen gewitzt sein kann. Li-hung-chang 's äußere Vorzüge stachen ihr woh! in die Augen, aber jetzt kam ein gewaltiges Äber: Wollte der chinesische Gardelieutenant sie um ihrer selb stwillen,. oder um des Mammons willen, den sie ihrem Zukünftigen einmal zubrachte? Solche Fragen sind natürlich nur in China möglich. In einem nicht himmlischen" Reiche, wie bei uns, Icnnt man sie ja überhaupt nicht! Aber diese Frage folterte Lei-la imm:r mehr, je v'.ehr sie sich wirklich für den Lieutenant Li-hung-chang zu interessiren begann. Er trug das Monocle aber auch wirklich ?u reizend! b ,r mich woh! wirklich licbt?" Das war der Gedanke, mit dem sie sich täglich herumplagte. Eine Mama hatte Lei-la nicht mehr, viele Freundinnen hatte sie sich klugerweise nicht zugelegt Freundinnen sind so selten, wie eine Schlange, die dich nicht beißt," sagt der große Confucius- also, wo die vzung dieser Räthsclfrage suchcn? Ta hatte Lei-la einen famosen Gedanken! Wozu gab es einen Tempel, in dem man den Willen der höchsten Götter erkunden konnte, und wozu gab es Bonzen, schlaue Bonzen, die dcu Willen der Götter über das Schicksal des Anfragenden diesem übermittelten. Und so stand's denn in Lei-las wunderbar frisirtcm Köpfchen fest: Ich geh' zum Bonzen!" Fünf Minuten später trippelten zwei sehr kurze Füßchcn auf den Stclzbrcttern dem Tempel zu. Tcr alte Obcrbonze Nu-thang schmunzelte, als ihm Lei-las Nahen gemeldet wurde: Eine junge reiche Erbin hm! das sind unsere Vim ötundmnen, wenn sich's um Herzenssachen handelt. Ta opfern sie mehr Candarins und cash, als irgend ein anderer zopftragender Sünder, wenn er von uns die Meinung der Götter zu erfahren gedentt!" Und zu dem Bönzen-Eleven. der Lei-las Kommen gemeldet hatte, sich wendend, fügte Nu-thang mit höchst lrnster Miene hinzu: Herein mit ihr. der Oberbonze ist bereit, si? zu empfangen! Züchtia sich vcrneiacnd, trat Lei-la in das Gemach des Odcrbonzcn. Eine
lieblich 6I:rt$ vedeFIe rh Ven, in ihren Augen schimmerte eS feucht. Tu kommst -in den Tempel der Götter!" hub Nuthang an. Und schon bin ich unterrichtet v?n Tcincm Begehr. Nicht willst Tu anklopfen an das Thor Li-tcns, ob er Dir langes Leben verleihe, nicht eintreten in die Tcmpclnische Mammons, daß er Tir Geld und Juwclcn darbringen möge, nein, Teine Schritte lenken sich zur Halle der Vcnus, auf daß Tu erfahren mögest, ob er, der Tcin Herz höher schlagen macht, Tich wahr und wahrhaftig liebes Lei-la seufzte leise auf; die Glut auf Wangen verstärkte sich und ihre scide. ncn Augenwimpern legten sich über die pclmuttcrsarbcncn geschlitzten Augen. So ist es, guter Bonze! Doch könntest Tu mir helfen? 4 Ich kann es!" sagte Nu-thang heimlich. Komm mit mir hinab in die Halle der Göttin." Lei-la ging mit ihm. Banges Erstaunen erfüllte sie, eil sie in eine Halle trat. Aus purem Golde gegossen stan dort acht Tigerinnen mit weit aufge sperrten: Nachen, den Schwanz hoch in die Luft streckend, je vier in einer Reihe, so eine Gasse bildend, durch die man lim Allcrhciligstcn der Göttin gelangte. Hoffnungslos und ängstlich starrte Leila die goldenen Tigerinnen an' und wandte sich dann dem Bonzen zu, auf dessen feinstem Antlitz ein zufriedenes Schmunzeln erschien. Diese Tigerinnen sind zugleich die stummen Dienerinnen der Göttin!" erklärte er.' Obwohl sie aus starrem Metall sind, nehmen sie alle Fragen en die Götter in sich auf, um sie ihrer Herrin zu übermitteln." Wie soll ich fragen? lispelte Lei-la. Gehe Heim in Dein Kämmcrlcin, schönes Kind nimm ein Stück geweihten Papieres und den feinsten Pinscl, daui die kostbarste Tusche. Und male mit den zarten Fingcrchcn Deine Frage auf das Blatt, dann komme hierher zurück, wirf das Blatt in den
Rachen der ersten goldenen Tigerin zu Temer Rechten und " Was wird geschehen?" Er, dem Tcin junges Herz zu gehö rcn sich anschickt, wird, wenn die Göt tin eure Verbindung will, zu Dir kom mcn und Tir Wort für Wort den Inhalt Deiner Frage mittheilen. Daraus magst Tu den Willen der Göttin erkennen!" Tas schien Lei-la einleuchtend. Sie neigte sich zierlich vor dem Oberbonzcn und brachte cm Röllchen von Gold un er dem reichaerncktcn Ucberwurs ihres Gewandes hervor und reichte es schuch tern dem Bonzen,. dessen Augen begie ria aufleuchteten. N:mm es, guter Bonze, und bring es der Göttin dar!" Nu-thanq griff mit eiliger Hand nach dem Gold und verneigte sich tief vor der Spenderin: Werde Nicht verfehlen, mein aller gnädigstes Fräulein und ich will tonen, daß die Göttin m ihrer Ent scheidung die geheimsten Wünsche Hoch dcro trifft." Tamit steckte er, sich abwendend, das Goldröllchen schmunzelnd in seine ei gene Tasche. Lewa aber schritt mit neuer Hon nung davon. Nun gab es ja ein un f - cm 1 1 v Z fi itt . lrugilyes iLiciiiei, 01c geyeimnen vpc danken ihres Garde-SeladonS zu er fahren. Und alsbald kaufte sie hochro thes. mit feinstem Dust erfülltes ge weihteZ Papier, schnitt ein Zettelchen daraus zurecht und tauchte den zarten Pmsel von chmenzchem Marderhaar in die goldene Schale, darin die tiefdunkle Fluth der Tusche ihr Antlitz wieder spiegelte. Und dann setzte sie sich Nie der und malte in den Schriftlichen ih rer Heimath die Frage nieder: 0 Göttin! Liebt Er den ich meine, mich selbst oder mein Geld? Um ge neigte Antwort bittet ergebenst und chochachtungsvollst Lei-la." Anderen TageS ging sie wieder zum Tempel, yriurcyisvou empfing vai thang sie und begleitete sie zu der Halle der goldenen Tigerinnen. Dann aber verließ er sie. um sich hinter einem pur vurnenzBorhang zu verbergen.- Lewa roanoie ncy, wie ivr geyeinen, ocm er i r-r c r r v sten Tlgerbllde zur Rechten zu und ließ das Blättchen in den aufgesperrten Schlund desselben gleiten. Zwischen Furcht und Hoffnung schwebend ging Lei-la heim und war tcte der Dinge, die da sich ereignen soll ten. Li-hung-chang " der Gardc-Licutc-nant, lag auf dem Bambuskanapcc sei ner Lieutenantswohnung und blies aus dem Pfeifchen blaue Ringclchen in die Luft. Er hatte sich heute beim Rekru t:n-Exerciren schwer geärgert denn, sonderbar: auch chmc ilche Rekruten bc reiten chinesischen Lieutenants zuweilen Acrger, und er war deßhalb in böser Laune. Freilich, um aufrichtig zu sein: an dieser bösen Laune war Ha-lunk. der Wucherer, am meisten Schuld. Der Mann hatte ihm vor einer Stunde einen Besuch abgestattet und ihm in dürren chinesischen Worten erklärt: Wenn Li-hung-chang Ende des Monats heute war erst der dritte Tag in diesem Unglücksmonat nicht zahle, so würde er die verschiedenen länglichen Papicrstückchcn, auf denen Li-hung-chang sonderbarerweise seinen Namen in leider auch sehr deutlichen Schristcharaktercn just quer über die Paplcrslüchc gemalt hatte, dem Rcgimentc übergeben. Was das in Ehina zu bedeuten hat, weiß hoffentlich bei uns kein Lieutenant! Genug, Li-hung-chang hing rauchend seinen keineswegs sehr angenehmen Gcdanken nach. Da klopfte es und herein trat auf seine sehr mürrische Einladung Nu-thang, der Obcrbonze. Li-hung-chang sah ihn sehr erstaunt an. WU kommt Paulus zum Sau lus?" dachte er. Er sagte aber: Ihr Besuch ist mir eine Ehre, bitte, nehmen Sie Platz! Hoffentlich bringen Sie nur Gutes!"
O?? CStrtciS3c lächc'z vielsag. Ein Vermögen und eine reizende
Frau!" Ach,- Sie sind HsirathSvcrmittlcr?" sc:gte Li-hung-chang geringschätzig. Wenn das der Fall ist ." Und er machte eine Bewegung Segen die'Thür hin, aber hielt sofort darin inne, als ein Name ansein Ohr schlug. Diesen Namen sprach der Obcrbonze aus und der Name lautete- Lei-la." Was zum Teufel kümmert ie Lei-la?" fuhr der Lieutenant auf. ,,'chr viel! nickte der Obcrbonze. Und' nun erzählte er den Hergang 'des Bcsuä)cs Lci-laS im Tempel. Immer gespannter horchte Li-hung-chang. Und endlich ergriff er Nu-thangs beide Hände und rief: Werden Sie mem Freund!" Wäre ich sonst hier?" 'lächelte der Oberbonze fein. Sie sollen Lei-las Hand bekommen. Und wenn Sie dieselbe haben, dann . bitte,' - arbeiten wir nach dem chinesischen Sprichwort: Eine Hand wäscht die andere' ." ' Mit Gold!" siel Li-hung-chana begeistert ein. Eine Stunde spater stand der chmett' fche Garde - Lieutenant im Tempel. Vom Oberbonzcn darauf aufmerksam gemacht, entdeckte er bald, daß die aufrecht stehenden Schwänze der goldenen Tigerinnen eine sehr praktische Bcdeutung hatten. Wenn man hincinblics, flog aus dem Maule derselben ' der Zettel, den man in ihr dcponirt hatte. heraus. Li-hung-chang jubelte. Lei-la saß inzwischen daheim und harrte. Kein Li-hung-chang ließ sich sehcn. Dafür kam der zierlich bemalte Brief von der Hand des Heißgeliebten. O Theuerste meines Herzens l" hieß ts darin. Mit welchem Mißtrauen kränken Sie mich! Glaubten Sie es denn wirklich, daß es das' Gold, das klingende, sei, das mich zu Ihnen hinzog und nicht das Gold Ihres Herzens? glauben Sie, daß ich dem Silber in hrcn Truhen nachging und nicht dem Silberblick Ihrer schönen Augen? Und. vas vermögen alle Ihre Juwelen und Edelsteine gegen die Korallen Ihrer Kippen und gegen den Tlamantstem :hrcr schönen Seele." So ging das iN dem Briefe weiter und Lei-la war selig, so übcrselig, daß sofort ein Brieflhcn zu dem Gardelieutenant flog: Ich kitte Sie, heute zum Thee zu mir zu kommen." Was dann weiter folgte, kann der geneigte Leser unschwer errathen. Der Obcrbonze that sein übriges und noch khe der N'onat ablief, waren Li-Hung Hang und Lei-la ein Paar. Als die beiden den Tempel der Göttin verließen, ließ Li-hung-chang in i?cu-thangS Hände ein feistes Beuteljhcn gleiten. Für die Göttin!" flüsterte Nuthang demüthig und steckte es ein. Tcr Storch der Göttin aber, ihr Licblingsthier, brachte zur Vermählung seine herzlichsten Glückwünsche dar. Honen wir, daß sie m Erfüllung zchen! Tcr Obcrbonze aber ging frcude strahlend in den Tempel der Göttin zurück und steckte das erhaltene Gold nicht in den Opferstock, sondern in sein eigenes Geheimfach. Und dann, als t sich genug an dem goldigen Glänze gcweidet hatte, rief er aus: Ach, wenn es doch viele Lci-la's und viele solche Gardclicutcnants gäbe!" Die Mähr vom ESkimoökulap AuS einer alten Handschrift. 3 lebte einmal irgendwo Ein kreuzfideler Eskimo! Der nahm sich, wohl zum Zeitvertreib, Ein junges, hübsches Eskiweib, Und wurde, was man glauben kann, Em guter, braver Esklmann, So daß die Frau es nie bereut. Daß sie nun nimmer Eskimaid.! Ja, doller Stolz. nennt sie sich, schau. Kokett jetzt nur noch Eskifrau". Nur manchmal spricht sie seufzend: .Ah! Wär' ich doch schon Eskimama!" Wie bald ward ihr des Wunsch's Gewähr. Freund Storch bringt ihr ein Eskijöhr. Esklpapa. o sag' geschwind. Wie nennen wir das Eskikind?" Ja mein! Wie nennen wir es schon, Da es der erste Eskisohn?" Mit einem Mal da ruft er: Ha!" Der glückliche EZkipapa, Des Räthsels Lösung ich schon hab', Wir nennen's Jungchen Eski-Lapp!" (Daß Eskimos auch Lappen sind, Das weiß ja jedes Eskikind.) Eskilapp wuchs und kerngesund Ward er ein strammer Eskijung. Doch als dann die Berufswahl kam, ' Va sprach die greise Eskimam: .WaS Ihr da überlegen könnt? ' Eskilapp wird Eskistudent!" lSo ward der Jung von Eskimon Ein flotte? Eskimusensohn. Doch legt' er sich nicht faul auss Ohr Und wurde bald Eskidoctor. Da hatte grad ein Fürstenkind ' Den Knochen eines Eskirind Qcrfchluckt, war dem Ersticken nah, -Eskilapp kam vorbei und da Holt er den Knochen gleich heraus. Ihm dankt das Eskifürstenhaus. Wenn krank sich fühlte nun ein Lapp, So hieß es gleich: HoH Eskilapp!" Eski-. Eska-. Eskulapp nannt . Man bald im ganzen Eskiland. Die vielen Schüler Eskilapps Sie hieben: Jünger Eskulapps"; Denn Wörter ändern mit der Zeit., So war's auch bei den Eskileut! Bald hiek es. 's ist ja klipp und llapp. Statt Eski- nur noch Aeskulap. dieu. Ihr Leute, bier schließt ab Die Mähr vom Eski-Aeskulap. . Der Pantoffelheld.' Frau: Woran denkst Du, Heinrich?" Mann: An Dich. Rosaura!" Frau: Das war Dein Glück."? ' "
Unter uns Trauen.
Mas ein Ki,td vermag:.
Die Kindheit richtet sikh nach Nie- lern auf der Erde wacker mithält, errcdttn. Alles bildet sich nach ihr, so I kennen wir das -w:ite der vom Zind-
mandem n daß ein Baby gewöhnlich noch vier oder fünf Erwachsene, die mit ihm spielen und schwatzen, zu Kindern macht!" . ' So ungefähr spricht- Emerson von dem Einfluß des Kindes auf seine Umgegend und 'streift damit' das ureigenste Gebiet der Frauen und Mutter,io da wir mcht umhin tonnen, den angeregten Gedanken aufzugreifen, ihn mit den eiginen' Lebenserfahrungen zu vergleichen, zu illustriren' und weiter- ,.?.'! . ö"iviC11 I Wenn es hecht, Lie Kindheit richtet .sich nach Niemanbeln, sc . meinte-unser großer amerikanischer Denker und Be.C .3 , ts i C - tC. I Duplet ca. tüoqi in mm üinnt, oaß V rv . - r I
cer winzige nnirps in tfoige i. einer cszwere, an Ziaue üiz Äugen, an Hilflosigkeit -die Zeit, die Kraft, die durchgeistigtem Gesichtsausdruck mesganze Thätigkeit seiner nächsten Um- sen. 5iLdes ist das allerbeste Baby von
gebung, namet!ich d:r Mutter, rücksichtslos monopolisirt, für sich allein in Anspruch nimmt, wie es ihm beliebt, dab die Kleinen also eigentlich die BeHerrscher der Großen., die Kinder unbewußt die Lenker ihrer Eltern, vielY.!jl W9 -.-.- . Cv ? ? r.3 .
kiui uz ganzen amineuiiees wer- unicgei: uno lugl 0 wunoeroar, erden. ' I sie. zärtlich und innia. wie dieses eine
Und wenn wir uns weiter fragen, was dem zarten Wesen von dem AuAnblicke an, wo es den ersten Athem- ... ic.l , cm. jf in. I ug u;m, icuqi jene cacnijieuung gioi, woran es liegt, daß Alles sich ihm anbequemt, nach ihm bildet, so können wir kaum eine andere als die folgende Erklärung dafür finden. Das Kind ist sichtbar gewordene Liebe, in ihm vereinen . stch tausend unsichtbare neue Lande der Liebe zwischen Many und !elb. Die Mutter, die es treulich unt:r ihrem Herzen getragen und endlich unter Schmerzen geboren, sie erblickt in ihm die Verkörperung jenes großen räthselhaften heiligen Vorganges der ttnt tevung ves Menschen. Und der Ualtx suhlt erst im Anblick dieses levenoigen progilngs vom eigenen stamme die ganze Große der Vaterlichen Zärtlichkeit, aber auch der übernommenen Verantwortung erwathen. Seitdem sie ein Kind haben, wie a m t ir i i ganz anders wie umgewandelt sind da beide iunge Eltern. Mit vernehmbarer
. . r ii . ' bvu m;iwrn VMiUvi ui t uiui i ebl' ? ?'sses. uner- Schilderung zu nisprcchm. Sie allL?' lÄ $ 2& trachten nach fenen Schätzen, welche sich
X ., v r ,,.3 K l S.? n2b sSuM Du heilige Scheu, rnchi blZ äußerlich. sndern auch innerlich!" zuerst rne Mutter: was vermag das kleine, unscheinbare Kindlein aus lhr zu machen, aus dem eitlen, egoisti schen Frauchen ist eine aufopfernde.
iituuwvu l. bitib uu iiiwi, i f t-, r ' t. r b. ot r, , rvi selbstlose Mutter geworden. Das Kind brauch alö be besonders festlichen Gehni in ifir ,?N cw5 hnTT stz-f,, lcgcnhelten Mit schöner und guterTisch-
1 'V W-fl "'"'i und Liebe weckt LZkk, t, m.h'rm, Wärme, und so errickt?t firf, d?m l5rd menschlein an der Mutterbrust und in dem Mutterschoß die erste Erzie- .. hungsanstalt, wie es nachher keine bessere mehr gibt. Hier werden seine ersten Gefühle anacfackt. bier blinen die ersten Vorstellungen in ihm auf, und die Mutter ahnt und fühlt, daß ibr Blick, der Ton ihrer Stimme, jede ihrer Mienen undBewegungen desSäuglings erste geistige Nahrung sind, und i t- ' . .... ' ' ' oa ne vem Engelsdild aus ihren Armen in jedem Sinne eine güte Ernährerin sein wird, fo hütet sie sich vor bösen Blicken und rauhen Mienen und Bewegungen, vor schlimmen Launen und harten Willkür. Das Kind wird zum Friedensengel, wo die Mutter aus Liebe zu eben diesem Kinde jeden streit, zede Zorngeberde aus feiner Umgebung fernhält. Und noch weiter fleht der Einfluß, den ein Kind auszuüben vermag. Die Mutter ist bestrebt, die schöne Kindlichkeit zu pflegen und sie durch nichts dem Kilkde rauben zu lassen. Die edle Einfalt, die ,:w:.. rrr t . uijuuc ssenyeii, oa ncrzinnige Sichanschmiegen, die unerschütterliche Treue, sie alle sollen mit dem Kinde blühen und wachsen, ihm Zur Gewöhnheit, zur anderen Natur" werden. aber dies kann nur geschehen, wenn die u in oen reinen eiii oes lnoes eindringt es selbst in solchem innc behandelt wenn sie ihm mit ihrem eigencn Empfinden und Handeln ein sol....3 CVl.ir' ! e-t b ..-r.. .'
yc ciipici gioi, oajj o;c uiiprungu Es ist eine sehr alte aber sehr corchen guten Gefühle des Kmdes nach recte Vorschrift, daß man beim Schneiund nach zu seiner bleibenden Gesin- hfn hfr p.:Jtoflnb ft,fa ??aben
nung. zu semem Charakter sur's Leben nri"t . , . am A, . Wahrend dieMutter an ihrem Kind8ta eaund'md wahrmmm.. sein erstesLacheln und Lallen, das erste öc,' c.r n rj. 'ii w o N?.V5U.Ä iuf irnnict uicut tuuuciiüc, iiiuuacuuc Körperchen, das liebe Lockenköpfchen. den leuchtenden Strahl der glänz nden Aeuglein. das sanfte' Stre cheln des weichen Patschhändchens, wie sie im Kinde eine Jdealgestalt rblickt. der sie tn.Jr w,.r. ... i jia, in eoe uno uqna uno piei und Bewegung vollständig anpaßt, so wird sie.allmälig zu dem ersten der großen Kinder, von welchen Emerson - . . . w ' uns berichtet. Der Mutter zunächst zeigt sich ferner an dem Vater, was der Einfluß des Kindes zu thun vermag. Der Ehemann, der in iuaendlicker Soralosiakeit nicht dazu angethan war, des Lem m mm öens &xnt allzu schwer zu suhlen, er erkennt, seitdem er Vater geworden, plötzlich das Ziel und den Endzweck seines Daseins, für sein Kind will er mm , m. rx. m. ... schassen und streven. Änttatt dem Vergnügen außerhalb des Hauses nachzugehen, findet er Freude und UnterHaltung in dem Jauchzen des Kindes, wenn das kleine Menschlein liebevoll Papa's Bart zausen, seine Kniee zum trabenden Rotzlem verwandeln, in seinen Augen sich wiederspiegeln, an dem Tick-Tack der Taschenuhr sich ergötzen, mit kraftvollen Armen von ihm C& 2. V!. OitCl . vin. tni.km yuuy in ;ui vmi.ijtywwii vs..vi.ii
kann. In dem munteren, gutmüthiqen
väterlichen Kameraden, der beim Verstecken-. Pferdchen- und Eisenbahn- . r. i-y. w r v2iei. oeim erumiouen ur.o -zollichen Einfluß geschaffenen erwachsenen Vabies. . Den beiden Ersten würdig zur Seite stehen die nachfolgenden dritten, vierten und fünften aroken Kinder. Sie stammen aus der Familie der Tanten und Großmütter. Auf dieser übt die Ankunft des kleinen Balges, das sie in Amt und Wurden einsetzt, eme ganz eigenthümliche Wirkung aus. Sie werden fall allesammt angesteckt von kindlichen Eigenschaften, von Ruhmsr iri "!- i .i i i , i r r. i luuji, u-ucuni, ueoenreiounuä ucji und' Einbildungskraft. Keines der nachSarlichin Puppen, wollte sagen Nichten, N:ff:n und Enkelkinder, kann r v e y -r , , m - . ncy rnn cen l?ren an ?cyony:il, isioßz, -w w . rr . n. der Welt, gescheuter und liebreizender als je eines vor oder nach' ihm je das Licht der Welt erblickt. Keines schläft so gut, trinkt so viel, lacht so früh, spricht so deutlich, kann so viele Kunststüue, läuft und singt und springt und n c r I r l r Kind, dem Tante und Großmutter zu sein sie mit Stolz erfüllt, und dem zu Liebe sie gerne wieder große, zärtlich t i , , ueoenoe ittneer weroen. Es einigt die Menschen in Liebe, es bringt Frieden, Freude, Zrohsinn für Vater und Mutter, es veredelt Herz und Gemüth und trägt einen Strahl des kindlichen Glückes in die Seele seiner Umgebung. Und all' dies vermag ein Kind. Dausyaltungs-Leincn. Und sammelt im reinlich x.elStteten Schein, Tie jchimmcrnde Wolle, ben schnee'iglknLcn. WM w?Zland unser trauensreundli cher Schiller in seinem lebensvollen Vilde von der tüchtigen, züchtigen Lenkenn des Hauses, auch deren Vorliebe für fein, säuberlich, aufgestelltes Leinenzeug als eines charakteristischen Zuges Erwähnung that, so scheinen, wenigstens in der Werthschätzung des edlen v v i i vwuyiu v Linnen, auch die Damen von heute noch rmsu w trwr,,, r,rr,r,m ebenso w e Juwelen und Pret 0 en au zzind und Kindeslinder ererben lassen . w T--h, y .rfTi Besitzerin ausmachen. ""' " jj U" J ' Es gibt auch wahrlich kaum em befriedigenderes Gefühl für die Haustrau, als sowohl zum täglichen GeI "rj-, llX.Xllfy v,..r,(,,- ... r ,,v wasche reichlich versehen zu sem, und natürlich sorgen noch die Fabrikanten und die Importeure dafür, daß die Damen durch den Anblick ganz besonIm f s JtL Oft W ib vt,ui,ui juuyuizii yuäu verleitet werden, ihren Vorrath noch durch manches Prachtstück zu vergröKern. In allerjüngster Zeit ist es das Spiegelmuster Mirror", welches in. effektvollster Weise in der Art von Wellenlinien über das ganze Gewebe r- v n c r crr er,rreaeno, große uioigung gefunden. Dieser leuchtende 'feine Damast als schimmernder Untergrund für geschliffene Glasgefäße, schönes Porellan, und glänzendes Silberzeug gibt auch wirklich ein künstlerisch vollendetes Ganze, wie man es sich harmonischer gar nicht vorstellen kann. Für einfacheres Tischzeug, Servietten und selbst Handtücher bringt die neueste franzö sische Jmportation die Bluette" oder das Kornblumen-Dessin. welches sich schon viele jugendliche und auch ältere Freundinnen errungen. Für die Ersteren nämlich, die jungen, 1 ' . ' unerfahrenen yaussrauen sei hier bemerkt, daß es zwar sehr anerkennenswerth ist. wenn sie in der Auswahl ih m Tafel- und Hauswäsche recht viel Geschmack entwickeln, daß sie aber auch rissen sollen, welche Vehandlungsweise dem Leinenzeug später angedeihen laym müssen, weshalb wir hier einige praktische' Winke darüber beifügen nötWr liUUjlii. .,,,,5. mvh um imnnnh&äumt WG vv y " j w w w w it 'tafftr itm Vn3 svfrtf33 rtrtrt 1 au ti.Aitiv;i uvu uu vi vi vmwa H .. oLr ?r 'Ä C .. ,, ' .:?. Zu t,, v:- n, erst ist man gewiß, dan nachher die gebiial,n Säume s.Ä auch hübsch - r ...r,,.rfi. Labc TÄl, rner liegt die wahre Schönheit des i wy, 5 man durch das Hmzufugen von Cfnrff d ZMasckie kalt, rausckend und : . 71. V-VT chupftig erscheinen laßt Darum l Jl ngliWcn Unsitte, d:e ihre Gaste dazu verurthellt. zwi-r-n m.. w " TJ I i 1 t .tt icicucii jtuuicwi iu ben. und sich mit ungeschickt steifen, bockbeinigen Servietten abzuquälen, welche jeden Moment in Folge ihrer Schlüpfrigkeit und Glatte Reißaus nehmen. Da wollen wir doch lieber I ? l ! m m. m . . . ?t- . $S Ä j. f ver unsrer mezn weisen oeuien Mode bleiben. Werner muß auch alles Leinenzeug, das Hohlsäume oder Durchzugsaröeit Iwtfl T m krvatien sou, voryer gewaen werven. Die Ersteren, nämlich die A-Jour"-Saume werden zetzi sehr häufig angewendet, dagegen weniger Tischzeug mit Fransen, da diese bei der schlechten BeHandlung, welche ihnen von Seiten der wagenden Geister zu Theil werden, sich entweder als unschön oder als undauerhaft erweisen. Dagegen bleiben die theueren französischen Handtücher , r : rfi:it : rn ?! ;nu ccn zmcijaioigcn i:acicxAsotyu
asasnscffi
ren, und den tief geknüpften Franseu. noch immer modern, ja sie werden in, schonen mit w.'iß'em Lemen überzogeneu Cartons und mit'bun Bändern zu-. sammen gehalten 'sogar zu Hochzetts:schenken auserfehen. Aul richtigen Pflege des emenzcuaZ sind schließlich noch zwei Mcm:nt zubeobachten. Erstens sollen die Wäschestücke von Zeit zu Zeit. durchze,ebeir werden, am besten vor cm naÄ dem i - ' Wasch?n, und etwa dünne Stellen durchzogen werden, ehe das Loch e.ntstanden. ' Solche . fein mit Benutzung der vorhandenen ' Querfäd-n durchzo gene Stellen, werden nach d:m.!duzeln kaum bemerkbar sein, während geinckt: Tischwäsche wenig hübsch . aussieht. Zum Stopsen'benutzte man die h allen ersten -Etablissements fu: nur nn' Cents 6a Röllchen in vielen Nummern vorhandenen Leinengarne und eine fein? zweckentsprechende 'adel.- .Zweitens sollte man darnach trachten, genügend Leinenzeug zu besitzen, damit nicht fortwährend dieselben Stücke zur Wäsche' kommen, denn w-eniges Le:nenz:z wird sonst in kurzer Zeit vollständig aufgebraucht, während man bei etwas großerem Vorrath ungleich weiter damit reichen wird. Schließlich werden zur Schonung der feineren Leinengewebe die neuen Glaswaschbrettcr bestens cmpfoblen. die glattere Oberfläche soll zum .Entfernen des Schmuses vollständig hinreichen, und doch die Leinenfaser nicht so grausam zerstören, wie die bisher gebräuchlichen metallenen Wäschevernichter. Und noch ein Ding darf nicht vergessen werden wenn wir vom Tischzeug erschöpfend sprechen wollen, nämlich die lästigen Obstflecke, welche die schönsten Gedecke entstellen! können. Erfahrene Hausfrauen rathen für deren Entfernun folgendes einfache Verfahren: Man spanne die befleckten Stellen über eine große irdene Schüssel und schüt!: aus dem Theekessel kochend heißes Wasser über die Flecken, dann häng? man das Tischzeug in die Sonne. Sobald es trocken und 'die Flecken noch nicht vollkommen verschwunden sind, wiederhole man die Prozedur bis si: von Er folg begleitet. Diese Methode ist sich:rer als alle mit Vorliebe angewendeten Säuren. Sine Begegnung. Du braune Dirne mit dunklem Gelock, Mit den Zähnen, die Peilen gleichen, Du Zigeunerkind im zerfetzten Rock, Will denn nimmer Dein Bild von mir weichen? Das war auf der Haide, wo ich Dich fand, Da kamst Du vorüber geschritten. Du hieltest nicht bettelnd hin die Hand, Jicht vermochte. Dein Mund mich zu bitten. Nur Dein Auge, es sah mich so flehend an, Und es sprach: Geh nicht fühllos. von bannen. Du fremder, Du reicher, Du glücklicher Mann. - Gib mir Armen, den Hunger zu bannen!" Da bot ich Dir. was ich bei mir trug, Und'Du nahmst es mit zagendem Bangen. Noch ein Dankesblick. Du enteiltest im Flug. Ich bin ziellos in's Weite gegangen. Du braune Dirne mit dunklem Gelock, Mit den Augen wie flammende Kohlen, Du stahlst mir mein Herz aus derBrusr aus dem Rock Hast Du mir das Schnupftuch gestohlen. Clne neue Mode. Gemachlich saß jüngst ein: Gesellschaft von Touristen in einem GastHofe des Pusterthales, als eine Gesellschaft von jungen Damen hereintrat und sich am Rebeniisch niederließ. Es waren Daunen aus Wien. Kaum hatten sie das Zimmer betreten, als ein eigenthümliches Geläute hörbar ward. Ein Herr eilt: zur Thür, in der Meinung, daß die Damen einen Hund draußen g:ff:n hätt.m, allein cs war absolut nichts Vierfüßiges zu sehen. Das Läuten dauert: inzwischen fort. Toni", fragte er die Kellnerin, wandelt vielleicht draußen eine Kuh mit ihrer Glocke herum?" Toni bekam einen Schreck und zwinkerte mit den Augen. ' Das hieß so viel als: Sprich nicht weite: davon! Jetzt wurde die Gesellschaft erst recht neugierig, zumal das unaufhörliche Läuten schon auf die Nerven zu wirken begann. Das müßte doch nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn man den Grund dieses Geräusches nicht entdecken könnte. Nach aufmerksamer Umschau ward es bald klar, daß das Geräusch nu? von den Damen herrühren könn? und wahrhaftig, eines der jungen Mädchen t"g am Armbande eine regelrechte, wrnn auch etwas verkleinerte Kuhschelle. Bei jeder Bewegung der Hand spielte der Glockenschiagel genau so, wie er auch auf der Viehweide der Schelle die Töne entlockt, sobald das Thier, welches di-eselbe trägt, den Kopf bewegt. Dies: h:rrl:ch: Nachahmung ist also die neueste Eirungenschaft auf dem Gebiet: der Damenmode. Es tuzz nicht recht klar, ob das Glockeninstrument dzu dienen sollte, die junge Dame vor Verirrunzen zu bewahren oder di: allgemeine. Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Hoffentlich sorgen die Damen von Geschmack für die balbig: Unterdrückung der Kuhsellen mode. Denn bräche sie sich Bah."., ein bo5fter Frau.-nlob könnt: in spötti- - rv r . . tf scher Variation iinaen: -ogti erkennt man am Gefieder die zrlen Frauen am Geläut'!
:;,
