Indiana Tribüne, Volume 18, Number 47, Indianapolis, Marion County, 4 November 1894 — Page 2
Zlelienbuhlcrin. Professor Hippel liebte seine Zunge Frau abgöttisch; aber ihre bei ihm wohnende Mutter trübte den ehelichen H'lninel nicht selten dadurch, daß sie immer und überall eine Untreue des Schwiegersohnes witterte und es sich angelegen sein ließ, ihre Tochter zur Eifersucht zu reizen. In den letzten Tagen hatte der Professor die ganze Stadt um ein t schenk für Ernestinens Geburtstag, das sie sich schon lange wünschte, abgelaufen und es war ihm gelungen, einen Kaufmann aufzutreiben, der es von seinem Fabrikanten so rasch als mög lich kommen lassen wollte. Schon am nächsten Tage läutete Mittags ein Dienstmann an der Hausihüre und sprach hierauf heimlich mit dem Professor.der sich dann schnell entfernte. Kaum war er fortgegangen, stürzte die Schwiegermama, welche natürlich gelauscht hatte, glühend vor Erbitteiung zu ihrer Tochter. Unglückliches Kind!" rief sie. Nun ist kein Zweifel mehr, er betrügt Dich; er hintergeht uns auf die schändlichste Weise: Soeben brachte ihm ein Dienstmann die Botschaft, er solle eine gewisse Rosa den anderen Namen konnte ich nicht verstehen die heute mit der Bahn angekommen sei, abholen!... O der Schändliche! Jedenfalls-ist sie eine frühere Liebe von ihm.mit der er nun wieder zusammen kommt!... O Du Aermste, wie beklag ich Dich!" In Thränen aufgelöst vernahm die junge Frau den entsetzlichen Bericht. Als der Professor Abends sehr vergnügt heimkam, traf er feine Schwiegermutter bleich vor Zorn, seine Frau aber ganz ermattet von Schmerz und Thränen. Ja, was ist denn los?" rief tx und bemühte sich lange vergeblich, eine Auftlärung zu erhalten, bis sich endlich die Zunge derFrauen lösten und nun aller ding's eine Sturmfluth von Anklagen über ihn hereinbrach. Pfui, Du schändlicher Betrüger!" schluchzte Ernestine. Sie erbärmlicher Mensch!" fuhr ihre Mutter fort, 0 wir wissen Alles! ... Versuchen Sie nicht, sich auszures
den!" Aber ?" wollte er fragen. Schweigen Sie!" rief die Schwie cermama. Ich habe es mit eigenen Öhren gehört, wie Ihnen die Botschaft interbracht wurde, auf welche Sie sich so eilig entfernten!... Nun, haben Sie jetzt Ihre Rosa" glücklich von bet Äahn abqeholt und ihr lange genug Gesellschaft geleistet, daß Sie sich end', lich auch einmal wieder Ihrer armen, unglücklichen Frau erinnern können?'' Da plötzlich begriff der Professoz und brach in lautes Lachen aus. Dann eilte er in das Nebenzimmer und kam mit einem eingewickelten -Gegenstand zurück. Ja", sagte er, ich habe sie abgeolt und sogar hierher in's Haus gebracht gerade meiner Frau zum Geburtstag!. .. Hier ist sie", ruft er mit einem grimmen Blick auf die Schwiegermutter, die gefährliche Nebenbuhlerin,. diese verruchte rosa Ampel, nach der sich tzrnestine schon so lange Lesehnt!" Von dieser Stunde an waren die beiden Frauen von jeglicher Eifersucht geheilt. Sl Schlaule A Wirthe Hot letzscht ihren Ma' Vertwitscht, wia n ear thuet küssa Sei' Kellnere am Keller dra'. Man dia Hot hola müessa Von döta' rauf en Humpa Wei'. Dau sott a Frau net wüatig sei! Sia stellt glei ihren Hans zur Red', jffias send denn dees für Sacha"! Doch dear Hot scho' a n Ausred g'het. And thuet derzua noch lacha: So", sait er, ma' am beschta merkt. Ob sia se Hot im Keller g'stärkt! EingefalligerGauner. Vertheidiger: Na, Piefke, da waren Sie ja wieder mal wegen mangelnder Beweise freigesprochen. Das hataber diesmal eine Heidenarbeit gekostet, Sie loszueisen. Gauner: Sei'n Sie ganz ruhig, ich werde mich schon dankbar erweisen. Wenn 'es sich nächstens mal um eine weniger mulmige Sache handelt. überrasch ich Sie durch ein nettes kleines Geständniß. Pünktlicher Wecker. Reisender (der im Bett furchtbar von den Wanzen gestochen wird): 's hat doch alles sein Gutes! Nun verschlaf' ich auch den Frühzug nicht! O weh! Seitdem Freund Meyer verheiratet ist, hat er seitt Telephon abgeschafft. Aber weshalb denn? Nun, seine Frau schreit so laut, daß man sie auch ohne Telephon Meilenweit hören kann! Sparsam. Student: Donerwetter, es hilft nichts mehr, ich muß Zeht anfangen, sparsam zu werden. Ich werde von jetzt an dem Kellner, der mir Abends meine zehn Schoppen bringt, nur fünf Pfennige Trinkgeld geben! Wichtige Beschäfti qung. Fremder: Kann ich vielleicht den Herrn Rath sprechen? Magd: Jetzt net, er sitzt im Garten und raucht seine Pfeife, da läßt er sich net gern stören! Variante. ' Junger Ehemann (auf dem Wege zu seiner Stammkneipe, singend): Glücklich ist, wer -vergißt, daß er schon verheiraÄet ist!" Starke Zumuthung. Arzt: Nun, wo fehlt's? Patient: Rathen S' emal, Herr Doktor!
J)tx tolle ZUiclke. -Erzählung von K. v. GöZ?endorf'GraboSlt. Es war eine mittelgroße, im Posenschen gelegene, nach allgemeinem Ur.theil reizlose Stadt, in der ich meine Kindheit verlebte, und als das Damals" noch ein Heute" war, erwies ich ihr wahrscheinlich auch nur die ihr zukommende Ehre. Jetzt aber vergoldet hie Erinnerung ihre Zinnen, jetzt erscheint sie mir als der Garten Eden, in dem allein das echte Glück, der wahre Friede wohnten in dem ich. wären meine Sinne nicht dazumal mit sieben Siegeln verschlossen gewesen, alle Schätze der Erde hätte finden und mir zu eigen machen können! Zu den leichtesten Erinnerungen aus meiner an Licht und Liebe reichen Jugendzeit gehören die Stunden, die ich
mit meinen Eltern au? sommerlickien ! nK.rn. s,,r rs ns mArs v7rlebt7. Ün ere Stt ' . . . I kommen auf einen Tun gestimmt, daß wir alle Aeukerlichkeiten mit gleichen Augen ansahen, alle Empfindungen gemeinsam hatten oder doch einander voll nachzufühlen vermochten. wiitviu iixj liQiw uu jiujfciitui.il' dm Emndm ein n erfundenm OrlZ1 . . I Bornberg ich setzte aus naheliegennamen an Stelle des wirklichen, zeichnet sich, wie gesagt, nicht durch landschaftliche Reize aus, allein es hat seinen Wald und sein Wasser. Das genügte uns, und wir fanden immer neue Schönheiten, immer neue, fesselnde Eigenthümlichkeiten. an der altvertrauten Scenerie heraus Fehlte die Zeit zu weitern Touren, so wanderten Mutter und ich gar häufig mit unsern Arbeitstaschen am Ar.m die Thorner Chaussee, eine von der Stadt zum nahen Walde führende.von prächtigen alten Lindenbäumen eingesäumte Fahrstraße, hinunter und landeten in dem beliebten, vielbesuchten Johannisgarten". Dieser umfang reiche, altmodische Grasgarten mit seinen ländlichen Eigenheiten und Vorzugen: dem reichlichen Baumschatten und der Fülle von Blumen, die man nach Belieben abpflücken durfte, den langen Tischen und Bänken von rohen Vrettern. den großen Spiegelkugeln, in denen man skck selbst in hrflimr V,rr xana rotbfs und hrimiiln , r " i , schaukeln, die den Beherzten dem Himmel so nahe' brachten - dieser I M . . I warten ist ver Schauplatz vieler, -unftit,m n h'öü die m&i&k vnrn nnn VV Mette". ' '"I 7 - j-w ff V , Er hatte den Namen nicht von jeher getragen, und kein leichtfertiges oder abenteuerlickes Zthtn tmnnhU d,ss,n ntjtthung. Die Mielkes erfreuten sick allaemekner Acktun ,.nd tHhUrbn , ., ' ' . " " -H-" I zu vcn wohlhabendsten Grundbesitzern lm bornberger Kreise. Sehr jung schon ' ' . V.. " I war Ernst durch den frühen Tod seiner Eltern zur Selbstständigkeit gelanat und batte als Aeltetter das sckö-
vergeßlicher Erinnerungen für mich, ' y von denen die meisten eitel Sonnen- ?ich. daß es nichts ausmacht. , Und ihr schein, einige aber auch sehr ernster steht so nahe vor der Hochzelt - Ernst Natur sind. Unhr h um, n hoffte das wohl m der stille auch:
ne,' schuldenfreie Familiengut Ostrewo es ihm überlassen, mir diesen anzubieübernommen; sein jüngerer Bruder ten," erwiderte er dem Bruder. Wohl ' 1 O -r t u f y r?? rnr! jli
stand als Secondelieutenant in einem Berliner Eavalleriereaiment. . ck erinnere mich, daß die Tüchtigkeit und der zielbewukte Verufseifer des iungen' Miekle" womit immer Ernst . . ... . .
gemeint war, wahrend sein Bruder uno es meiner raui unier ocn oomai-der-Lieutenant" hieß von den tenden Umständen freistelle, ihr Wort Bornberaern rübmend anerkannt wur- zurückzunehmen."
de. Wir Kinder Pflegten auf unserm Das sind alles nur Formen", meinSckulweae sieben zu bleiben und das te Stanislas. Zwischen dir und
schmucke, von spiegelblanken Rappen aezoaene ostrewo'er Gefäbrt bewun. dernd anzustarren. Ernst kam häufig nach Bornberg und wirkte bei den zahlreichen musikalischen Veranstaltungen unserer kunstliebenden Stadt als hervorragender Dilettant mit.. Kenner haben schon damals sein Klaviersviel. das sich durch hohe technische Vollendung auszeichnete, besonders aber mittels einer frkppirend charakteristischen, stimmungsvollen Eigenart des Vortrags den Zuhörer zu elektrisiren oder zu erschüttern verstand, für etwas ganz besonderes erklärt; ein namhafter deutscher Pianist, der aus seiner Eoncertreise auch Vornberg berührte, rieth dem jungen Mielke allen Ernstes, .das ihm verliehene Götkergeschenk nicht in den Staub zu treten", sondern r. o.r ... ... .n ... . lein eoen oer unji zu weiyen. Jütx Erfolg sei ihm sicher! Ernst blieb, was er war, und machte die Kunst nicht zu r r. . ..,5 , i. , . icincr Herrin; laoqi aoer ii it lym lebenslang Freundin und Vertraute, Trösterin in allen schweren Stunden geblieben. Bei einem Wohlthätigkeitsconeerte im Johannisgarten, zu dem meine Eltern mich mitgenommen hatten, spielte Ernst Mielke vierhändig mit einem schönen, blonden Mädchen, das mir in seinem schneeweißen Kleide wie ein Engel erschien, und die Leute sagten, das wäre die künftige Gutssrau von Ostrewo. Wirklich verbreitete sich bald darauf die Nachricht von . Ernst Mielke's Verlobung mit Wanda Ahlers. der einzigen Tochter seines Gutsnachbarn, des steinreichen Ahlers auf Groß-Kokuschken. Für uns Kinder war dieses Brau paar ein Gegenstand brennendsten Ateresses. da uns Wanda mit ihrem wunderschönenGesicht und den duftigen pariser Toiletten, an denen man nirgends eine Naht oder einen Stich sah, wie eine Fee erschien. ' Gleich einer solchen hatte sie es auch vermocht, ihren Verlobten innerlich und äußerlich zu verwandeln. Ernst Mielke war für gewöhnlich ein ernster, verschlossener Mensch, In jenen Tagen nbsr lernten seine Auaen und Livven das Lachen, und es lag beständig ein Abglanz der in ihm wohnenden SeligZeit auf seinem schmalen, wettergebräunten Gesicht. . Sckon ZU jener Zeit, in der ein lotender Glücksstern über Ostrewo
u stew schien, wuchten dunkle. nn
i;cuornunoenoe eiuuuc uuci ucu Lieutenant auf. ES hieß, er führe in der Hauptstadt ein leichtsinniges Leben und verthue viel Geld mit Wettrennen und sonstigen nobeln Passionen". Sein eigenes Vermögen sei bereits hin, nun gehe es aus Ernst's Tasche. Der junge Mielke, der am Todtenbette' der Eltern lobi hatte, Vaterstelle an dem Brud:r zu vertreten.nahm es sehr ernst mit seiner Pflicht; zu ernst nach der Ansicht vieler. Er brachte große pecuniäreOpfer; Ostrewo ward mit bedeutenden Hypotheken belastet, die Ernst bei dem guten Stande seiner Besitzung ordnungsgemäß wieder abtragen zu können hoffte. Es kam indeß anders. Lieutenant Stanislas, der reumüthig Besserung gelobt, dann aber veryc" " muthlich den alten Schlendrian wiederausgenommen yatte, traf pwtzlicy einbei Nacht und Nebel in Ostrewo tn lThr0rMmitlhn itnn nIIrTr itrt ein. yrenscyuloen uno allerlei unsaubere Händel, in die er sich durch seinen Leichtsinn verwickelt hatte, zwangen ihn zu schnellstem Verschvinden aus der -bisherigen Lebenssphäre, und so befand er sich auf dem Wege r nr rrs cm , ??"'' Den Zungen Mulle rn ntlr nn so ,m)nn nnm itnhnrh? 'T;"' 7? 7 t und besonders hart, da nur noch Wochenvor seiner Vermahlung atrotzdem gab es nach seiner AnW nur einen Weg. sich mit der summen Thatsache ehrenhaft abzuw.den. Du bist mcht werth ein Mulke zu sein!" sagte er zu dem völlig knirschten Bruder. .Und an den demer Neue glaube ich auch nicht mehr Aber der gute reme Na- ; unsere Eltern uns hinterlassen baben soll nicht befleckt vor der Welt dastehen so lange ich es verhindern kann Deme Angelegenheiten müssen rbnet, jeder Schatten von. Schuld und Schande mub von dir genommen werden. Du sollst den bunten Rock ausziehen und nach Ammka gehen. nicht als Entehrter. Was du drüben trelbst. mag unter enta jnbcrn Namen geschehen. Ich wlll je dnman frxjfcl m die Augen sebur lbst um den Preis von Ostrewo! .Dein Schwiegervater wird es nicht ...,rr w.. ori..w, . a"ii v i'"' Wdern dir die erforderlichen VorA n 44 aam " I a aIa a A W A r a uu' iua." lT i !.(! i w i r wuszle tx oocD, vag ver alle Aylers M , - M m . w , I leme lanowlrtyjcyastllcye, ucuttglnl. Z Kapital m semen Handen und m Wnem Kopfe als kluger Speculant auch Nicht gering anschlug und sich ülC 0i"l iuiuii u8ch davon versprach. Vor allem aber entr;- 0..1..-C1. . illZJt. cn..j I" wvi unvu wie " einfachster Weise zu seinen Gunrj;:.v , ui mi.v,)? o:.c v:. rrjf. . - . . .Ich darf emen Schwiegervater Nicht um Beistand angehen, sondern muß oer yazie la? es für meine wai, ihm mitzutheilen, daß Ostrewo hypothekarisch belastet ist und wahrscheinlich verkauft werden muß: mit andern Worten: daß ich ein armer Mann bin I i. r on.i l. .. Wanda gibt es ja eigentlich lein Mein und Dein" mehr. Ihr werdet mir noch einmal helfen, und ich werde es euch reichlich vergelten, denn ich gedenke als ein tüchtiger Kerl wiederzukehren. Warum sollte es mir in Amerika weniger als Onkel Juschu glücken?" Onkel Juschu, ein entfernter Verwandte? der aus einer alten polnischen ssamilie stammenden Frau Mielke, hatte seinerzeit daheim auch unter die verlorenen oyne geyorr uno vann kn der Neuen Welt sein Heil versucht, rnit Erfolg, wie es hieß. Er war in Vrooklyn Theilhaber an einer Papiersabrik. Nähere Nachrichten fehlten. So ließ sich denn Ernst Mielke eines Tages seinen Harras satteln, um nach Groß-Kokuschken hinüberzureiten und r.: ra . i c. iciii oemultlv? cuuuiniB aozulegen. Aber das war schon gar nicht raehr nöthig. Die Spatzen, die die ai.Z&l&l V. ctwjc. tiuyiayic uacn. uuu um juaafztn pfiffen, hatten das Geschäft offenbar auch in Kokuschken bestens besorgt, Denn just als Ernst Mielke sein Pferd besteigen wollte, trabte ein berittener Knecht von dorther, ein Bursche, der vordem oftmals den Liebcsboten zwischen den Brautleuten gemacht hatte, in den Hof und überbrachte ihm einen Brief, dessen Adresse Wanda's Schriftzüge trug, und über dessen Inhalt niemals jemand genaueres erfuhr. Zweifellos gab ihm die . ebenso kluge wie schöne Wanda darin.seiner eigenen Absicht zuvorkommend, sein Wort zurück: auf den Befehl Papas, der kein Vertrauen mehr zu Herrn Mielke's geschäftlicher Umsicht und Zuverlässigkeit habe und ihr niemals gestatten werde, eine auf so unsicherer Basis ruhende Verbindung einzugehen. Beinahe wörtlich so äußerte sich Fräulein Ahlers nämlich nach Auflösung des Verlöbnisses gegen ihre Bekannten, wodurch ihr Standpunkt in der Angelegenheit ja hinreichend charakterisirt ward. Armer Ernst! Da zeigte es sich nun. daß er für das Weib, in dem er ewen Engel gesehen, von dessen Liebe er das höchste erwartet hatte, auch nur die gute Partie-, der gesellschaftliche Concurrenzpreis. dessen Gewinnung Ehren- oder besser Eitelkeitssache geWesen! Ob und wie ihn dieser unerwartete und härteste ' Schicksalsschlag traf, ward zur Stunde offenbar. Sein
jöIlet Mischer Kutscher, der ihn das
crfirf 'rissen fr nufrrrU snüer. . , - I -, U I r hin in seinem gebrochenes Deutsch: War sich, als greift aus Brief Hand heraus und schlagt Panni nieder, so sein Panni (Herr) zusammengeknickt! War sich das wie Todtschlag wahrhastiges!" Der wackere Alte hatte recht. Es war ein Todtschlag. Und was in jenen Augenblicken, starb, erwachte niemals wieder zum Leben. Wir Kinder erfuhren natürlich damals die Einzelnheiten dieser Tragödie nicht und würden sie auch nicht verstanden haben. Wir wußten nur, daß die großartige Hochzeit, die in Bornberg gefeiert werden sollte, und von der wir von der Straße aus viel mitzucrleben gehofft hatten, nicht stattfinden würde, daß Ernst Mielke pötzlich ganz arm und aus Kummer darüber tiefsinnig, der Volksmund sagte toll", geworden war. Und von da an hieß er nicht mehr der junge", sondern der tolle" Mielke. Es lag kein Grund vor, ihn in ein Irrenhaus zu sperren, denn die Gestortheit seines Geistes äußerte sich niemals in gewaltthätiger Weise, sondern lediglich darin, daß er nichts mehr von der Welt wissen wollte, niemand, einschließlich seiner nächsten Bekannten, mehr zu kennen schien und niemals mit einem Menschen redete, wenn es sich nicht um ökonomische Anordnungen handelte. Darm war er nämlich ganz klargelsilg geblieben. Ostrewo gmz in die Hände des jüdischen Geldverleihers über, an den die Hypöthekenschuld zu zahlen war. Lleutenannt Stanislas zog weißgewaschen und mit einem Nothgroschen in der Tasche gen Amerika. Ernst Mielke aber ward, nachdem er das alles vollbracht und dann wie ein von Nauberhand Ausgeplunderter verlassen am Wege zuruckgeblieben war, von einem geradezu fieberhaften ThatlMtsdrange ergriffen. Er siedelte als Verwalter nach Rosenau, der Besitzung eines alten Freundes, über und arbeitete dort für zehn, arbei tete vom ersten Tagesgrauen .bis in die sinkende Nacht hinein. Rosenau und sein Besitzer gewannen dadurch nicht wenig, aber der tolle Mielke" vielleicht am meisten. Er hatte so die einzig mögliche Form sür ein Weiterezistiren gefunden. Und wieder begann man in Bornberg und Umgegend von Ernst's landwirthschaftlicher Befähigung und seinem eisernen Fleiße zu reden. Er wird sich wieder emporarbeiten," hieß es. Aber das schien gar nicht in der Absicht des tollen Mielke zu liegen. Sein Ehrgeiz schien in jener schlimmen Stunde mitgcstorben zu sein. Was er einnahm, ward in ein Schubfach gelegt, worin es verstauben konnte. Er brauchte ja so wenig zum Leben und hatte keine Wünsche mehr. Eins nur, eins war ihm Daseinsnothwendigkeit wie Nahrung und Luft: die Musik. Seinen schönen Flügel hatte er als einziges Werthstück mit nach Rosenau genommen und benutzte ihn wohl auch, doch band ihn, seit er der tolle" Mielke geworden, ersichtlich ein ganz besonderer, geheimnißvoller Zauber an den Johannisgarten und das im dortigen Gesellschaftszimmer stehende altmodische Tafelklavier, das denn auch trotz seiner geringen Leistungsfähigkeit unter Ernst's Meisterhänden allemal wie mit Sirenenstimmen zu singen begann. Möglicherweise hing die Erinnerung an Wanda, an das gemein schaftliche Musiciren im Johannisgarten, das ihre Herzen zuemandergefuhrt hatte, mit dieser Vorliebe zusammen. Thatsache war es, daß Ernst Mielke fast allabendlich von Rosenau, das jenseit des an die Thorner Chaussee grenzenden Wäldchens lag, herübergeritten oder gegangen kam, um hier seinerr bescheidenen Imbiß einzunehmen. War das Gesellschaftszimmer leer und unbeleuchtet so setzte er sich regelmäßig ans Klavier. Ob Leute vom Garten aus zuhörten, kümmerte ihn nicht; nur ihre unmittelbare Nähe, ihr Anstarren störte ihn. Und nachdem man das in Erfahrung gebracht hatte, ging man ihm still aus dem Wege, denn er hatte keinen einzigen Feind und ward um seines Klavierspiels willen von vielen geliebt. Es schien, als habe sich sein musikallsches Können im Feuer der Trübsal noch erweitert und vertieft; seinem Genms waren gleichsam Engelsschwingen gewachsen. So zog denn das abendliche Klavierspiel des tollen Mielke Schaaren von heimlichen Zuhörern aus allen Kreisen in den Johannisgarten. Nicht nur Bornberg und dessen nächsteUmgebung, sondern auch die Nachbarstädte stellten schließlich ihr Contigent. Der Garten mußte nach der rückwärts anstoßenden Wiese hin erweitert werden, und zwei schön frisirte städtische Kellner flogen mit wedelnden Frackschößen und Servietten darin umher. Der Wirth machte glänzende Geschäfte, und der tolle Mielke war sein geschätztester Gast. Ein besonders.' bequemer Stuhl, ein Stammseidel mit versilbertem, Deckel erwarteten ihn allabendlich, und das Gesellschaftszimmer hatte er in jenen Abendstunden immer für sich allein. Aber er merkte wohl niemals etwas von dem allen; auch davon nicht, daß er vor einem so zäblreichen und auserwählten Auditorium spielte wi: der namhafteste Künstler. Die Wirklichkeit versank für ihn, sobald er die nervigen, gebräunten Hände auf die Tasten legte, und aus den Tönen stieg ihm ein: andere Welt empor, in der er frei und aefund, in der er ein König war! Mielkespielte, was ihm eben in den Sinn kam. modernes und classisches, mit bewunderswertherPräcision aus dem Gelüchtmß; den größten Erfolg erzielten ind.'ß jedesmal seine selbstgeschaffenen' Stimmungsbilder und Tonarabesken., Diese reihten sich in immer wechselndem'
Ausdruck und Colorit wie bunte phantastische Träume aneinander und offenbarten. -von der Minute geboren und mit ihr verklingend, den ganzen Reichthum einer edeln, vom heiligen Feuer
echter Künstlerschafi durchglühtenMenschenseele, der es bestimmt war, sür immer ein unerschlossenes Sesam zu bleiben. Mielke wiederholte sich sast niemals. Nichts eigenes gab er zum zweiten Mal, außer einer einzigen, Volksliederartigen Weise, die von besonderer Schönheit war und ihre besondere Geschichte hatte. Der Besitzer von Rosenau behauptete nämlich, Mielke habe das Lied in der Nacht nach der Auflösung seines Verlöbnies componirt. Er, der Berichterstatter, sei durch den beunruhigenden Gemüthszustand seines jungen Freundes dazu bewogen worden, jene Nacht in Ostrewo zu verweilen. Mielke habe das gar nicht beachtet, sondern sich bis zum Morgengrauen in allerlei' wilden und todestraurigen Phantasien auf dem Flügel ergangen, aus denen dann plötzlich wie eine weiße Blume jene rührend-schöne Melodie herausgeblüht und von Mielke mehrmals mit eigenartiger Betonung wieverholt worden war. Auf des Zuhörers Ermahnung, sich nicht völlig aufzurelben, habe Mielke wie im Traum erwidert: Laß mich, mein Alter, laß mich! Das ist ja mein Abschied vom Glück!Abschied vom Glück" nannten denn auch wir fortan jene wunderbar zarte, schwermuthvolle Moll-Phantasie. die uns immer so besonders bewegte, wenn der tolle Mielke sie einmal in das bunte Allerlei seiner musikalischen Traume verflocht. Vergeblich versuchten geübte Musiker, die Melodie nachzuschreiben. Sie verflüchtigte sich unter ihren Händen. Und heute leben nur noch ein paar süße, verlorene Töne in der Erinnerung. Die Jahre vergingen. Wanda Ahlers hatte sich gut" verheirathet. Von Stanislas kam erfreuliche Kunde herüber. Er hatte Onkel Juschu als den Eigenthümer der Papierfabrik, in der er ehedem nur Factor gewesen war, aufgefunden und von ihm sogleich eine einträgliche Anstellung erhalten. Er hielt auch sein Wort und wurde ein tüchtiger Kerl". Aber die Briefe, in denen er dem Bruder getreulich über sein Leben und Streben, seine Aus sichten und Hoffnungen berichtete, sam melten sich unerbrochm auf dem Schreibtische des tollen Mielke an. Sie wurden niemals gelesen und dienten emsigen Spinnen als Hauptquartier Da gab denn Stanislas endlich das Schreiben auf. Eines Tages aber ich wanderte bereits als empfindsamer Backfisch mit himmelblau durchflochte nem Mozartzopf) meinen Heme oder Lenau im Arbeitsbeutel, an Mutter chens Seite zum Johannisgarten eines Tages kehrte er selber ganz unerwartet rn die Heimaty zurück und lenkte seine Schritte sogleich nach Rosenau, wo er den Gutsherrn allein fand. Ernst bringt seine Abende regelmäßig .im Johannisgarten zu, da findest du ihn bestimmt auch heute , sagte der. Aber du mußt dich darauf gesaßt machen, von ihm nicht wieder er annt zu werden Er kennt niemand annt zu werden. Er kennt niemand v c w -c . . .7?!? wird ihn cunren! mrirtU GZinrtitfrtdi auhorftHhU? M?,Z ! "' WUlll( JUVVlUtIUf ffJJVVH ganzes, ferneres Leben foll der Aufgäbe gewidmet sein, ihn die um meinetwlllen erduldeten Leiden vergessen zu lassen. Und er soll Ostrewo wieder haben! D Ruckkaussverhandlunaen sind bereits eingeleitet. Ich bin namIlch heute nicht mehr der Thunichtgut und Habenichts von anno dazumal, mein Lieber. Onkel Juschu, der sich meiner in Amerika wahrhaft väterlich angenommen, hat vor einigen Monaten das Zeitliche gesegnet und mich zu seinem Erben eingesetzt. Für die Fabriken habe ich schon einen guten Kaufer und gedenke mich nach .Abschluß des Geschäfts dauernd in der Heimath anzusiedeln. Meinst du nicht, daß es mir gelingen wird, mit all diesen guten Neuigkeiten günstig auf Ernst einzuwirken und ihn schließlich dem Leben zurückzugewinnen?" . Der Rosenauer jnurmelte etwas unverständliches, das Stanislas für eine Bejahung nehmen konnte, und dann gingen sie beide, um Ernst auszusuchen. An jenem Abend war der Johannisgarten zufällig nur schwach besucht, woran der Gewitterregen des Spätnachmittags die Schuld tragen mochte. Als Stanislas und der Rosenauer eintrafen, war schon wieder das schönste Wetter, und die erfrischte Natur stand neubelebt, und Thränen lächelnd, da, rosig überglüht von den letzten Strahlen der Abendsonne. Wie ein Lauffeuer verbreitete es sich unter den wenigen Gartenbesuchern, zu denen auch wir gehörten: jener fremdländisch aussehende Herr mit dem englisch verschnittenen Backenbart sei der Liedenant",der drüben" reich geworden und nun heimgekehrt sei, um Ostrewo. wiederzukaufen und die Famile zu neuen Ehren zu bringen. .Der tolle Mielke saß im dämmengen Zimmer und musicirte. Stanislas, der ihn nicht unterbrechen wollte, lehnte außerhalb des weinumsponnenen Fensters und sah aus, als könne er sein Verlangen nach der Wiedervereinigung mit demjenigen, dessen Brudertreue ihn vsm moralischen Tode errettet hatte, nur mit Mühe bemeistern. Auch unsere Herzen schlugen voll banger Erwartung. Der Ruhigste von uns allen war wohl er selbst, der tolle Mielke, dessen Seele gerade heute durch lose aneindergereihte Phantasien in den wunderbarsten Eefühlsaccenten zu uns sprach. ES ist wie eine Autobiographie in Tönen", sagte mein Müt jerchen. Ich skhe Ernst's ganzes vergangenes Leben an meinem innern 3?. im . c . m ittugt voruverzieyen: uno wie zur
stätigung ihrer Worte, vernahmen wir jetzt die sanft klagenden Mollaccorde, die den Abschied vom Glück" einleite-ten.
Cir.f , - r n t i rl I Athemlos, fast, andachtig lauschten , v rm r v i i v I l a vf J?ie chend deutlich, wie rilhrrK rn knA.ii hZirhmtri 1trn I e i;. 5 . , Kampf, war der endliche Sieg emes " r w- m r-i CV - edlen Herzens über sich selbst zum Ausr? ta v Chor lieb icher, fit 'JUnifn ntriTlnnottVir IVnncTuTm-i lnen schllN diesen Trmmph des Llch...v., ..v... .iam- . nvt. vi ymiwu,, lV9 um,i, u,iu u; iu im Zimmer geworden war, stürzte Stanislals vorwärts! Wir drängten, r.sr. ... w,;rr8 iszr. i 7 w , ;c,. i cy.ri I !bcr Schmclkilmg war zum Fcnstkr ,,? t haM 4t itV r I uai .iv ut , ui Tasten Niedergelassen. Ernst saß zuwim Klavierstuhl und schien rn tiefe Träumern versunken, so daß er unsern Eintritt mcht horte. Sein : iLnL TOnnSf,. iiberg müdenAugen Stamslas rat zu dem Traumenden hin Äiio auf seine Schulter, ErnsttBruderherz! sagte er mit beIhun ffn. schreckt auf; ganz m der Nahe wemte ZU Ärn "V 3nrlr wegte,sich mcht. Da tonte plötzlich em anggezogener, stöhnender Schmerzenslaut durch den stillen Raum und fand ein Echo in unsern mitfühlenden Herzen. Stanislas war am Stuhle des lUithA.rt . Qnt Aiitttfn tri7 ?uZ dieses nich.. Der .olle Mielke war iVVi. . HeizteufclÄeu. Hüte die Worte und wäge den Sinn: Wohnen gar arge Hetzteufelchen drin; Ist dir em unbedacht Wortlem ent- . floh'n, . Spürst du die Teuflein, die listigen schon; flüstern und raunen dem andern in's Ohr, Bis es den richtigen Sinn verlor! Machen die Worte so bös und, so .?.2 fc w nnr mofcr irhYntY lltlll.V vuikll v-J uvvv ivm, Huschen vom Ohr nach dem Herzen zuUh -L Und dann wird weiter geschürt und gbekt ' TOtrS tn Sn 9shrn nZ Nlns ßrhM. V t t w v' v V v- W r Bis es voll Zorn aus den Augen blitzt! m rnn rrt nS 7n sn,r hU m so fsf?n nh sn fit Kk- , ...... I" o hnlb N?2 ia rnnrf sin 5?rfirn sckeint Und aus dem Liebsten ist worden ein ' " I fteinh Süte die Worte und wäge den Sinn: Hetzteufelchen drin! .' ' ' - . anx.B in w . : . . a xim i oxt L.rvr , rr , , . . , . Endlich, endlich, nach dem zahrtausendelanam vergeblichen. Grübeln über . 0. ( , r-. y j. he Liev erbarmt sich ern ijranzosc, Gaston Dauville, der rathlosenMensch- , , r c l b"t und g,bt Ihr eine befrikdigendk . ÄuÄÄ:
geleiten. Leise und abgebrochen, wie rA ' aimt Die arce Lamr die TÄii56K tagsüber am Himmel leuchtet, ist"un5 grug an das scheidende Gluck, erstarb ;t ' ; ' tu n.f.v,:. or., ' . ' unerreichbar, an ihr können wir rnchtr
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7r-Z'- 1 ' r z-r2 W unsere Gesundheit; darum ist auch auf5lne emotwe, spezifische En- LnfmmV mkii; tl Ruf berechtigt . ItU hiUnVianh ah Ainft. mtn nhm I ' ' l i
iuui, Hiiiiu uu, i uyi vvu Cv am V a M w nc; lUCiUtl ttiUUJlCUltll OUi.lUilVtl U13 affektwen und mentalen Zustandes eines Subjekts, gelegentlich der Reall satwn durch Jnswerksetzung emes specialisirten Mentalprozesses einer exclusiven und bewußten Systematlsa tion seines Serualinstinkts auf ein Individuum des anderen Geschlechts, Gewöhnlich ist dieses Phänomen von einer Exaltation des Wunsches begleitet." Besten Dank, Herr Dauville! Nun wissen wir doch ein- für allemal und ganz genau, was die Liebe ist. - I Eingegangen. Der Herr Lehrer, der Förster, der Flößertoni und der Hannes sitzen am Sonntag Vormittag im Wirthshaus und unterhalten sich. Das große Wort hat. wie immer, der Flößertoni, dessen Redseligkeit rn der ganzen Gegend bekannt ist. Plötzlich sagt der Förster zu ihm: Hör', Toni, wenn D' jetzt a' ganze Stund lang staad bist und net a' oas ziq's Wörtl sagst, hernach zahl' i' Dir all' dös Vier, was D' in dera Zeit trinkst!" 's gilt!" ruft der Toni, und sogleich es ist gerade elf Uhr beginnt die Prüfung. Die andern Drei reden über die interessantesten Sachen und haben gerade heute immer die entgegengesetzte Ansicht von dem, was der Toni denkt. Der aber hält sich tapfer und trinkt schweigsam eine Maß nach der andern. ' Wenige Minuten vor zwölf Uhr hält er - wieder den leeren Maßkrug mit stummem Wink der Kellnerin hin. Da sagt der Förster: Leni, jetzt bringst D' nur noch Halbe!" Na a' Maß!" schreit wüthend der Toniund hat die Wette verloren. Die Ander' aber haben einmal eine Stunde Ruhe gehabt. mm' Das artige Fritz chen. Tante: .Hier, Fritzchen, hast Du ein Stück Kuchen. Nun, was muß man sagen?" Fritzchen: Ich bitte noch UN eins." ,
HUljr Sicht!
Dank dem unermüdlichen Fleiß unUtfT Tfntf0r vrf Vrr 6rVvnYfarr. ifc'v vwivi Vkiit v i 111 v v i m. w Vr.r .i yw - i v fivIt ivi mm s&u$ung m 3afe ch ' . ' ' unserem Belieben und Geschmack Zweckmxn s., nr 4 v v ij v v vw twt UikV 4Wi4l V'Vv v fit der Lampen kann selbst inder. ', . . 1 , 1 ... . )jf ....... vr,TTTipr iHfmttV tf: die Lichifülle auf dem Arbeit 4 frf,c fvcrrsffipn trvTif! rn? lN?si,ndb? 5? m y w m j v V W r j w m to müssen uns nach ihr richten: wir U Sonenlick!es ,um ebe ;XV ,S Sl , U" ri.;? tucht entbehren, und der Sonnenschein w mm. wYtit2 f(ntf rir tn? Vs ui, vii i'ai uu g, iöt und Schatten . . . ' W uwig zugetheilt sind. Dieses ö. il s.n ünd die gr ße mv htx fi ' f fc ande theil-, tnn;' ß. ' s. ." ia.i"3- sonnen die Wahl ihrer rikn an inaslr hend heißen Sommerjn in dieselbe retten"; aber für dauernden Aufenthalt ist sie nicht seeignet. Hier können je nach Mitteln. und Bedürfnissen die Parlors sich befen, die Bibliothek oder das Arbeitszimmer, die Speisezimmer gehöauf die Sonnenseite. Wer so glück--m aß er über viele Räume verfü--ann, der kann das SchlafzimmerOsten verlegen; die Sonne wird mahnen, früh aufzustehen, und er- . ' ' l r er7da im Smm7r durch ' die frier irrn Vrvn rr- f ii r Vi2 irf snfilm 1 , U- "J Strahlen der Abendsonne zu sehr erW wird. Aber es gibt eine Massr von Menschen, die über, Einzelhäuser nicht verfugen können, die sich m den, t !1. i . r rv i m . cenen siranenfiuazlen oer zrotzttaöte: einmlethen müssen. Soweit es irgend möglich ist, sei auch für sie bei derÄzahl der Wohnung die Sonne der Leitstcrn. Sie werden allerdings nickt von einer Wahl der Zimmer viel sprechen können, denn wenn sie nicht gerade in einem Eckhause wohnen, so werden sie nur über eine Nord- und Südseite odereine Ost- und Westseite und dergl. verfügen können, wobei die bewohnbaren .. . , , , rvrJ , . - Raume m der überwiegenden Mehrzahl nach der Straßenfront zu gelegen fern werden. Für sie mag bei der Wahl derI il5Vi'llull3 VXL ;iuuüuij gciicn, uajj cinc nach Norden gerichtete Front, in I . yt 1 r welche niemals der SonnensSeiir 1 t a v a rx n zz .K . w - 11111191., jju liiciucit 11 nc muazn uzn Ausspruch eines Gesunddeitslehrers beachten, daß sie beim Miethen einer' foidt)cit Wohnung außer dem MiethzmZ I cif.. o.r..vc.:i "w I tlilc uüuu uu vcuiiyiycu uuv Apothekerrechnung wegen Katarrh, I mt l! a c 1 if umaiiLinus uno mrarmuty zu zauicu l)aoen weroen. ati loicncn lason I r j- I . .... ? YT' l- . nungen yerrscy: ein ewiger Winter voi keinem Sonnenschein verklart; die Blu wen am Fenster siechen in ihnen dahii und auch die Menschen können in ibnei jiungcn qerricgi ein erviger xisinicr, oon BlUin auck die Menscken können in ifmrc I 1 . ' 1 1 ' nicht gut gedeihen. Fassen wir Alles zusammen, was wir bis jetzt gesagt hafn Uhm w hnh hU n rtuxik ,.r.7 CHlVtyvitiltVill l.iltV Ullltl. Vfc litv freund ist. Dort, wo es uns durch yuui wnL ru km .z v. w mii m uvb viii4Wa ri v m kich, abblenden, aber wo es gänzlich fehlt, da UM ns diesem Mangels Hr Licht. I " ' Eine Geburtstagsüberraschung Der Geburtstag der Frau SarahKohn brach an.. Das Geburtstagskind' l . e Y t t' rc rt ?ar iqon auneroroenliiaz aus oas eschenk ihres Gemahls gespannt, denn. der sonst so sparsame Herr Salo Kohn hatte am Vortage geheimrnßvoll an--gedeutet, er werde ihr diesmal eine große Freude bereiten. Sie wartete und wartete, allein Salo that nichte uci.mxiucu. Endlich wurde sie ungeduldig undsagte: Salo, weißt Du nix, heut' i mei' Geburtstag?" Warum sollt' ich's nix wissen? fragte Salo gleichmüthig. Nu," entgegnete sie, und was iZ mit der großen Freud', von der Du hast geredet?" Sollst se haben, Sarahleben! Sag', mechst Du nir haben a Freud' mit einer schönen goldenen Broche?" Freilich mecht' ich haben a Freud' mit einer schönen goldenen Vroche! hab' ich doch vor acht Tagen verloren meine alte schöne goldene Vroche." - Du hast se verloren nickte Salo, griff in die Tasche und zog ein alte schäbiges Etui heraus. Begierig griff Sarah darnach und öffnete es. Darin lag die verlorene Vroche. Nu", sagte Salo, hast Du nix c große Freud?" Salo, mei' Gold antwortete Sarah, a Freud' hab' ich; aber sag, w hast Du se gefunden, mei' schöne goldene Vroche?" 23o werd' ich se gefunden Habens meinte er; hab' ich Dir doch machen wollen a Freud und hab' sie vor acht Tagen schon versteckt in mein' Schreibtisch!" Befangener Standpunkt. Rentier Maulwurf (liest m der Zeitung): Die Hebung der Luft.schifffahrt betreffend" sinnend): Mein Gott, noch höher? Man sieht ja jetzt schon kaum etwas davon!"
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