Indiana Tribüne, Volume 18, Number 43, Indianapolis, Marion County, 31 October 1894 — Page 1

s M lesen Sie die ' Offerte der Tribüne" - fürlnfere Mcttausftellung ! (essn Sie die Offerte der Tribüne" - für - Unsere Mettausftellung ! V , O r r sr KVW X l VV o w v w w l W V Jahrgang 18 Office : No. 18 Süd Alabama Straße. No. 43 Indianapolis, Zndiana Mittwoch, den 5J. Oktober

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5roßc Massen Versammlung !

Freitag, 2- November 1892 in der Mozart'Halle ! Redner deS Abend: Eiisen V. I fIiq LP5 I fT . cr r, in. i.!.f cyv Vuoiuxirn xix ciH3rw?ni, ex fammluna beiiutvobnen und den bekannten Arbeiterführer und vorttefflichen Stedner zu yoren. Freie Wolle kann das nicht thun iargain s! i argains : Ganz wollene, von Kunden. L schneidern gemachte Anzüge und Ueberröcke, die gemacht wurden um für $25, $50, $30 und $50 zu verkaufen, gehen jetzt für 53.50. 510. 512 u.515. Alle Veränderungen u.n Kleir v J i der mehr paffend ZU machen, werden kostenfrei gemacht. m vm mm v rr r l r l 35 Nord Illinois Straße. Pelze ! J. WOHLFELD, m & I Prartiicher Kürschner, Senlfkin.ZNüntsl

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Editorielles.

Ohne uns in politische Kannegießereien ergehen zu wollen, glauben wir doch sagen zu dürfen, daß die Minifterkrisis in Deutschland mehr die Folge persönlicher Intriguen alS die einer beabsichtigten politischen Aendeä... , ? . v rung U mit nirigue ging von rein hri ff,.s,s.,,. sl8. ,in,mfrii. - - o ' talen, erzreaktionären Junker. DaS Abtreten CapriviS wird von allen liberalen Elementen bedauert werden, wohingegen von dieser Seite dem 3unker keine Thräne nachgeweint werden wird. Caprivi ist während seiner ganzen Amtszeit ein Eenileman gewesen und war besonders jeder persönlichen Verfolgung abhold. Durch Befürwortung der Handelsverträge mit Nußland, Serbien etc. hat er sich die Feindschaft der Junker und Großgrundbesiher zugezogen und eö ist denselben s,, iVin ntf &tff JÄ hrMifiSfrfin . ' - Ien. ra lu ßfimn boA gru& sich dieser zugleich seine eigene Grube. Eulenburg und Caprivi kamen nicht miteinander aus. Der Erstere war für den Erlaß neuer strenger Ausnahmegesehe gegen die Sozialisten, soVVV Y P Jf V flV VV um uivrnuii vv 11 vv. vur sparte er selbst auf das Reichskanzleramt. Caprivi wollte nichts von strengen Maßnahmen wissen, und die Trennung der beiden Aemter war auf seine Veranlassung geschehen. (T 1 0s HmS U t xjiz uciucii acuuu iiuw nun in? ,. . . . . , ' I v T I " u r r und das ist das Tröstliche dabei, nicht in den Händen deS Grafen Eulenburg. Der neue Reichskanzler und preußische Premier Hohenlohe-Schilling-fürst wird als ein Mann von gemäßig$lnfi,4tn bnri&nrt. man kann in ,gww7p"f " " " - - - . icht behaupten, daß er sich als Statthalter von Elsaß - Lothringen man sagen, daß durch den Wechsel von Hohenlohe an Stelle CapriviS daS liberale Element etwas gewonnen hat. Ganz und gar wird Hohenlohe seine eigenenJnteressen auch nicht in denWind schlagen. Er hat großen Grundbesitz, während Caprivi, dessen diesbezügliche Aeußerung zu einem geflügelten Worte ?urde, keinen Ar und keinen Halm beay. 'vz innrer yaoen aiv, wie es scheint, keine Ursache, unzufrieden zu sein. Indessen, im November tritt der Reichstag zusammen, und dann wird sichS ja zeigen, waS der Wechsel zu bedeuten hat. Nichts ist dem politischen gort Mifiriit in Ani,rik kinderlieber. alS der mm M TtimmgeberS unter allen Umstanden und ohne Nuancht aus Prinzip auf der gewinnenden Seite zu r: ' it o in. cttr C. v.fc cxn. uns i(i ein Uuu vuauui, vup ein Mann, der vor der ersten Erwählung ClevelandZ ein Demokrat war, Ö ' sich sg darüber ärger,., daß die Dem. kraten immee und ixmer verloren, daß e.-. (Qf.:. n: tn. itrr. j et ut lumc jiiuinuc. uuv uiiyiuu dieses Mannes führte ihn aber immer auf die verlierende Seite. ES war daS erste Mal, daß er nicht demokra l41! 4lliliiiH MUV VI VjliVUillim viv llC X AVtf (mK X 1 A AMHH St Demokraten. Was er später that, wissen wir nicht. Wahrscheinlich stimmte tr hti btt näcksten Wabl wie der demokratisch und war dann wieder Sei den Verlierenden. 3n diesen Lage können alle Diejeni gen kommen, welche sich bei der AuSÜbung deS Stimmrechts nicht aus schließlich von ihrem Prinzip, sondern von der Frage beeinflussen lassen, welche Seite gewinnen wird. ES ist dieS ein kläglich falsches und unver "ünftiges Verfahren, und ist höchstens c x;..4:.i w.rx.. uci jucuijcniucii ycicuy ciiiyi, tuciuct. an die Besserung der Verhältnisse durch daS Stimmrecht nicht glaubt. Für einen Solchen bliebe dann freilich nichts übrig als stumpfe Verzweiflung oder das Predigen der Revolution, eines zur Zeit so verkehrt, wie daS andere. Vorerst sollte man nicht vergessen, daß eine starke Minderheit zwar keine Beamten erwählen, aber einen ungemein großen moralischen Einfluß in der Richtung der Gesehgebung ausüben kann. Bei der in Amerika herrschenden Korruption ist eS sogar fraglich, ob eS vom prinzipiellen Standpunkte guS nicht erwünschter ist, daß eine

neue Partei ihren Weg langsam erkämpft, und durch moralischen Druck auf andere Parteien Reformen erzwingt, alS daß sie sofort selbst die Aemter erhält. Um aber diesen mo-

ralischen Druck ausüben zu können, bedarf sie einer starken Stimmenzahl. Dann aber gehört doch wirklich nicht viel Scharfsinn dazu, um zu sehen, wie dumm eö ist, für eine Partei nur deshalb nicht zu stimmen, weil, wie der Betreffende annimmt, sie nicht gevinnen kann. Erstens kann man nie mit Bestimmtheit sagen, ob eine Partei gewinnen wird, oder nicht, dann aber, wie kann denn eine neue Bewegung überhaupt einen Anfang nehmen, oder Fortschritte machen, wenn Jeder waren will für sie zu stimmen, bis sie stark genug ist, zu gewinnen ? 2a wenn eine Partei erst einmal so weit st, dann kann sie auch ohne jene klugen zaudernden Leute fertig werden. Sich anzuschließen, wenn Andere die Partei o weit gebracht haben, dazu gehört keine Kunst. Wer eine Sache für recht hält, der hilst mit, sie zu schieben und zu kräsigen, wartet aber nicht, bis Andere die Arbeit vollbracht haben. Wenn eine Arbeit zu thun ist, und Jeder will zuschauen bis sie gethan ist, so kann doch d'e Arbeit nicht geschehen. Wenn man eine Sache für recht und gut hält, muß man dafür eintreten, einerlei, wie früh oder spät sie zum Siege gelangen wird. Dem wahrhaft ortschrittlich Gesinnten ist eS nicht darum zu thun auf der Gelte der Sieger, sondern auf Seite deS Rechtes zu stehen. Die Zeit, da daS Recht siegen wird, kann ja schließlich nicht auSbleiben. ImlililllchriGen. Inland. New Sork'S Polizei. New I o rk, 20. Okt. Superinendent ByrneS erhielt heute von den Polizei-Commissären Order, gegen alle Polizisten, welche am 18. Oktober auf die streikenden Mäntelarbeiter einen Angriff machten, Anklagen zu erheben, trotzdem Inspektor Williams die Affaire untersucht und berichtet hatte, daß die Polizei keinen Angriff machte. Durch diese Anklagen werden Capt. Srant von der Madison Str. Station und viele Polizisten betroffen. Zur Zeit deö. angeblichen Angriffes formirten sich die Streiker zu einer Parade, für welche sie sich obrigkeitliche Erlaubniß verschafft hatten. AuS der windigen Stadt. Eine windige Geschichte. Ch ieag o, 30. Okt. Ein verwegener Raub wurde heute Nachmittag im Hauptgeschäftötheile der Stadt ausgeführt, und wic es heißt, erbeuteten die Räuber Juwelen u. s. w. im Werthe von über $6000. Um 2 Uhr verließ Herr C. W. BretHauer, Senior der EngroS-Goldwaa-rensirma Brethauer fe Co., sein GeschastSlokal in 71 Washington Straße und ließ seinen Sohn zurück. Der junge Brethauer sagt, daß während er sich über einen mit Uhren gefüllten Glaskasten beugte, zwei Männer eintraten. Einer trug einen Revolver in der Hand, während der andere mit einer zwei Fuß langen Bleiröhre bewaffnet war. Aus Besehl der Männer hielt er sofort seine Hände hoch, und die Männer drängten ihn dann mit Ge walt in daS offen stehende Gewölbe, dessen Thüre sie inS Schloß warfen. Hierauf packten die Räuber die werth vollsten Uhren etc. in eine Handtasche. Der Geldschrank stand offen, und die Gauner warfen die bedeutende Geld summe, welche sich in demselben befand, ebenfalls in ihre Handtasche. Um 3.60 kehrte Brethauer sr. zurück, hörte das Pochen seines Sohneö an der Ge wölbethüre und befreite denselben auS seiner mißlichen Lage. Biö jetzt ist noch keine Spur der Rauber gefunden worden. Eisenbahnunglück. Scranton, Pa., 1. Okt. Um 1 Uhr Morgen fuhr bei Forster, 27 Meilen nördlich von hier, der Czpreßzug No. 7 der Del., Lackqwanna Sc Western Bahn in voller Fahrt in einen rangirenden Güterzug hinein. 3 Personen wurden getödtet und diele verletzt. Der Zug war ein Durchgangszug von New lgork nach Bnssalo.

Selbst, nord der Kaiserin v o n Ch in a. New S ork, 31. Okt. (Bulletin) Eine Spezialdepesche von Shanghai sagt, daß die junge Kaiserin von China

Selbstmord beging. Sie war von dem Kaiser getadelt und geohrfeigt worden, worauf sie Eist zu. sich nahm, . . ' ' . S ch i f f S ü n t e r g a n g. MilfordHaven, 31. Okt. Der Dampfer TormeS" fuhr gestern Abend nahe Milford Haben auf Klippen und sank. 21 Mann, darunter der Kapitän und die Steuerleute, ertranken und nur 7 von der Besatzung wurden gerettet. StaatS'Nachrichten. Brand vonEiöhäusern. L a p o r t e, Ind., 23. Okt. Gestern Morgen um 1 Uhr brannten 6 große Eiöhäuser der Northern Lake 3ee Co." von LouiSville, Ky., die in der Nähe der Stadt gelegen find, ab. Dieselben waren nur theilweise mit Eis gefüllt. Der entstandene Schaden beträgt 58000, die Versicherung dagegen nur $5009. , Candidat verhaftet. P r i n c e t o n, Ind., 28. Oktober. DaS allgemeine Tagesgespräch in den Straßen, sowie im County bildet gegenwärtig die Verhaftung deS republikanifchen Candidaten für daS Amt deS CountyclerkS, NamenS Samuel A. Stewart. Die Großgeschworenen haben ihn wegen Betrugs in Anklagezustand gefetzt. Sein Verhör ist im Gange, und das GerichtSzimmer ist fortwährend mit Menschen gefüllt. Cchisss, Nachrichten. Angekommen in : N e w S o r k : Nordland" von Ant werpen. Antwerpen: Rialto" von Baltimore. QueenStown: Catalonia" von Boston. ' Moville: Ethopia" von New Jork für GlaSgow. Liverpool: KansaS" von Boston. Glasgow: Scandinavian" von Boston. Bremerhaven: Emö" von New Sork. m ,, m Ausland. Fürst von Hohenlohe -Langenburg zum Satthalter derReichslande ernannt. O weh ! Berlin, 30. Okt. Daö ImportVerbot gegen amerikanisches SchlachtVieh und Rindfleisch, welches Samstag vom Hamburger Senat erlassen wurde, sindet von heute ab auf jeden deutschen Hafen Anwendung. B e r l i n, 30. Okt. Die Kölnische Zeitung sagt, daß Marschall von Biberstein seine Stellung als kaiserlicher Staatssekretär deö Auswärtigen beibehalten wird und außerdem zum Mitglied des preußischen Kabinett ohne Portefeuille ernannt wurde. Berlin, 30. Okt. Fürst Hohen-lohe-Langinberg traf heute früh hier ein und erhielt den Besuch deS KanzlerS, Fürsten Hohenlohe-SchillingS-fürst. Gegen Mittag hatte Fürst Ho-henlohe-Langenberg eine Audienz beim Kaiser und bald darauf wurde seine Ernennung zum Statthalter der Reichslande angekündigt. Mll ' ,. Erregend e Szenen in de französischen Kammer. D,e Sozialisten decken einen neuen Schwinde auf. Pariö, 31. Okt. 3n der Depu tirten-Kammer kam eö gestern wieder zu aufregenden Szenen, welche beinah zum Sturze des MlNlsteriumS geführt hatten. Die Debatte begann über die Rech nungen eines M. Favett auS dem HandelSmlmstenum, welche bezahlt werden sollten. Darunter befanden sich Rechnungen für DinerS, die Voifi bei 610 Gelegenheiten eingenommen haben wlll, sowie für sechs Equipage welche M. Guerin, Justizminister und M. Lourtler,- Handelsminister, ge. brauchten. . . M. ZaureS, der sozialistische Abae, ordnete, leitete die Opposition. Es verlangte d,e gerichtliche Verfolgung . si i . . - oer yeuie, welcue ctelc schwindeihakten Rechnungen einge.bracht hatten.

Premier Dupuy gab zu, daß mit den Rechnungen nicht AlleS im Reinen sei, doch liege seiner. Ansicht nach kein Grund zu? gerichtlichen Verfolgung vor. M. Guerin erklärte sich bereit, die

Rechnungen Favette'S nochmals zu revidiren, meinte aber übrigens, eS habe AlleS. seine Nichtigkeit. Inmitten der größten Aufregung beantragte IaureS, daß die Kammer die sämmtlichen Rechnungen wieder an die Regierung zurückverweise. Dieser Antrag wurde mit 116 gegen 1 Stimme angenommen, Eine Zeitlang schien es, alS ob daS Ministerium Dupuy gestürzt würde. Die Resignation deS Handelsministers Lourtier ist immer noch wahrscheinlich. Den Sozialisten gaben die Schwindelrechnuugen der Regierung eine mächtige Waffe in die Hand, die sie auch vortrefflich auszunutzen verstanden. Die hiesige Presse bespricht die gestrigen Vorkommnisse in eingehender Weise. Cholera in Belgien. B r ü s s e l, 30. Okt. Der Courier berichtet, daß tödtliche Fälle von Cholera in Lüttich, in Jupille und in Herstal, die beiden letzteren in der Nähe von Lüttich gelegen, angemeldet wurden. - Der sterbend e Zar. L o nd o n, 31. Okt. Eine Depesche aus Livadia an die Pall Mall Gazette sagt : Der Zar ist im Sterben", und fügt hinzu,' däß sein linker Lungenflügel entzündet ist, daß man alle Hoffnung ausgegeben hat und daß die Todesnachricht' in jedem Augenblick eintreffen kann. 2n St. Petersburg ist die Volksstimmnng infolgedessen sehr niedergedrückt, überall erkundigt sich daS Volk theilnahmövoll nach dem Befinden deS Zaren. . Jnder'Et. JsaakS-Kathe-drale wurde von der gesummten hohen Geistlichkeit und einer' ungeheuren Volksmenge für deS Zaren Gesundheit gebetet. S t... Petersburg, 30. Oktober. Cin Bulletin von Livadia (Zeit : 10 Uhr heute Nacht), sagt, daß während deö .TageS daö Aufwerfen von Blut anhielt. Mitunter hatte der Patient Anfälle von Schüttelsieber. Seine Temperatur war 100 Grad Fahrenheit, sein PulS 90. Der PülSschlag ist sehr schwach. DaS Athmen fällt ihm schwer. Der Zar kann nur wenig Nahrung zu sich nehmen und wird sichtlich schwächer. , Die Wassergeschwulst (Oedema) hat bedeutend zugenommen. Wien, 30. Oktober. Eine St. Petersburger Depesche an die Neue Freie Presse sagt, daß der Zar während der Nacht im gieberwahnsinne lag, und die Mitglieder seiner Familie nicht erkannte. Gegen Morgen ließ daS Fieber nach. Tag und Nacht reist der Prinz von Waleö mit seiner Gemahlin. London, 30. Okt. Auf daS dringende Gesuch der Zarin, welches heute in Marlborough House eintraf, werden der Prinz und die Prinzessin von Waleö morgen Vormittag abreisen. und Tag und Nacht reisen, bis sie Livadia erreichen. ,, China und Japan. ' London, 30. Okt. Die TimeS" wird morgen folgende Depesche von Tien-Tsin enthalten: Der größere Theil der chinesischen Truppen war dernichtet, ehe Cha Leang Chang gerSum wurde. General Hung's offizieller Bericht lobt den Muth der Truppen, doch seien die Feinde ihnen durch bessere Waffen und durch Uebung im Felddienfte überlegen gewesen. Die Regierung von Pekin ergreift die 3nitiative in Nationalaffairen, welche bisher unter Controlle von Li Hung Chang standen. Col. von Hannekin, früher Adjutant Li Hung ChangS, welcher dem chinefischen Admiral in der Schlacht am öalu wesentliche Dienste leistete, wurde nach Pekin beordert, um mit der Regierung bezüglich der militärischen Situation zu berathen.. Yokohama, 20. Vkt. Kaum erfuhr der japanische Admirals daß die chinesische Flotte Wei-gai-Wei der lassen habe, so segelte er mit seinem Geschwader östlich, ur. Vttfolgung der gemde.

t Expremier M e r c i e r. f Montreal, 30. Okt. Ez-Pre-mier Mercier ist heute Morgen um 8 Uhr 30 Min. gestorben.

AuS dem Weiteren. Eine HanS Sachs Feier in E v a n st o n. EvanstonS Deutsche Gesellschaft" und Der deutsche Litteratur-Verein" rüsten sich, am 6. November den vierhundertjährigen Geburtstag des trefflichen Schuhmachers und Poeten deS bekanntesten aller Meistersinger, HanS SachS, zu feiern. Solche Zeichen der Ehrerbietung vor den alten Meistern sind seltene Oasen in der Daseinöwüste. Die Feier sindet in der Aula der Northwestern University statt und hat daS folgende Programm : 1. Pianv'Duett: Szenen aus den Meister singem Wagner. Frau und Fräulein von Ende. 2. Vorttag : Hans SachS und der Meistersang A. Von Ende. Prof. Henrx) Cohn. 3. BaritoN'Solo : Sachs' Schusterlied Wagner. Herr Benj. G. DaviS. 4. Some Semmary Notes on Sachs Presented by Prof. I. T. Hatfield. 5. Violin.Solo: Walthers Preislied Wagner. Herr M. H. von Ende. 6. Deklamation: Das Schlaraffenland. .. Sachs. Herr E. F. L. Gauß. 7. Piann Duett : Szenen aus den Meister fingern Wagner. Frau und Fräulein von Ende. DaS ist eine schöne Feier, und wem sielen da nicht Göthes Worte ein : Ein Eichkranz ewig jung belaubt, Den setzt die Nachwelt ihm auf'S Haupt; In Froschpfuhl all daS Volk verbannt, daS seinen Meister je verkannt. National-Conservatorium in New Jork. Herr Antonin Dvorak ersucht um die Mittheilung, daß in Folge deS starken Andranges die im September begonnene Prüfungder Mitglieder deö EesangS - DepartexnentS (einschließlich Oper und Oratorium) am 7. November von S 12 A. M. und 310 P. M. beschlossen wird. m ,, m General.'Agentur. Feuer-Verficherug, Collektion von Miethe, Geld an- und auszuleihen. Schisssscheine, Reisepässe, Vollmachten und Erbschaftserhebungen. A. M e tz g e r GrundeigenthumsAgentur. Ergründet 1863. Frau E. L. Gernell, 46 Huron Str. 'wohnhaft, wurde gestern Nachmittag an der Vermont und Mississippi Str. von einem Jndiana Ave. Straßenbahnwagen angerempelt. Sie trug eine drei Zoll lange, aber nicht gefährliche Kopfwunde davon. Dr. Slilo verband die Wunde, so daß sie mit dem Straßenbahnwagen nach Hause fahren konnte. E7 Der StaatSgesundheitSrath hatte gestern seine Schlußversammlung für sein vergangenes Amtöjahr. Rechnungen wurden bewilligt und Berichte verlesen. ES fand sich, daß die Bevilligung von $5000 für daS Jahr mit Heller und Pfennig draufgegangen war. Zwei Blatternkranke sind zur Zeit im Staate, beide in Walkerton. ßD Gestern Morgen etwa um 2 Uhr wachte Frau 3 ohn, 204 N. JllinoiS Straße wohnhaft, auf und entdeckte einen Mann im Schlafgemach, der die Hosentaschen ihres Gemahls durchsuchte. Sie stieß einen Schrei auS und trieb dadurch den Eindringling in die Flucht, aber die Hosen und das Geld in denselben nahm er mit. Der Bursche hatte sich eine Leiter von einem Neubau in der Nähe geholt und war in den zweiten Stock eingestiegen. C7 Freitag Abend wird Eugen B. DebS, Präsident der American Railvay Union in der Stadt sein und in der Mozart Halle eine Rede halten. Die Versammlung findet unter den Auspizien der Populisten statt. Debs war im Frühjahr schon einmal hier und sprach damals im Empire Theater. Er ist ein ausgezeichneter Redner mit fortschrittlichen Anschauungen und sein Name wird sicherlich genug Zugkraft besitzen um den Versammlungsort am Freitag biö aus den letzten Platz zu süllenv -

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Wir gaben unserem Künstler den Auftrag eine naturalistische Darstellung zu zeichen, wie eS auf der Alm ist, nun hat er aber ein Bild geliefert, daS sehr idealistisch gehalten ist und darstellt, wie eS aus der Alm sein sollte. Die Kühe, Kälber und Gemsen sehen etwaS animirt auS, wak seinen Grund in der Vorliebe unseres Künstlers für daS unübertreffliche Vudwiser hat. WaS man ist, hängt ganz davon ab, vaö man trinkt. DaS non plus ultra aller Getränke sind die Biere der

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