Indiana Tribüne, Volume 18, Number 40, Indianapolis, Marion County, 28 October 1894 — Page 7

AttfJrcicrssüjzett

H:lmorcöke von Freiherr von Schlicht. dem Revier der zwölften Gern 'pzZNie herrschte reges Leben und Treifon. Es ist um aus der Hut zu fahren fuhr der Feldwebel einen Unterofficier an. ich habe ausdrücklich, klar und deutlich befohlen, daß Alles. Alles ohne Ausnahme zurStelle sein soll. Wo ist denn aber der Gefreite Muncho?" Er hat mich um Erlaubniß gebe!en. zur Stadt gehen zu dürfen, um Besorgungen zu machen," antwortete der Getadelte kleinlaut, ich dachte " In stummer Verzweiflung zog der nelDwebel sein; Schultern in die Höhe, dann sagte er: Es ist gut ich werde Sie melden das Äeitere findet sich." . Unterdessen schlenderte der Gefreite MünchIw, die Veranlassung dieses Streites.in elegantester Eztrauniform, die Mütze ein ganz klein wenig schief auf dem Kopf, den dichten schwärzen Schnurrbart kokett in die Höh: gedreht, eine Cigarelte im linken MundWinkel, durch die Straßen der Stadt und machte Besorgungen. Vorläufig ber bestand diese anstrengende Thätizkeit jedoch nur darin, daß er vor sämmtlichen Ladenfenstern stehen blieb, sein eigenes Spiegelbild selbstgefällig betrachtete und mit Geringschätzung die dort ausgelegten Waaren musterte. Aber Alles, was er sah, war nicht gut Genua, für ihn, und das Gute war ihm zu theuer, so ging er weiter und suchte und suchte, und es fehlt: nur noch eine Minute an zehn Uhr, als er endlich ' ethemlos nach der Kaserne zurückkehrte. Am nächsten Morgen stand die Compagnie schon um vier Uhr auf dem Kasernenhof zum Abmarsch bereit. Der Einzige, der sich stets darauf freute, war der Hauptmann selbst, der, la er zu Pferde, die Anstrengungen des lanaen Marsches weniger empfand. Aber auch das Gesicht des Gefreiten Münchow strahlte derartig vor Veronügen, daß der Hauptmann ihn fragte: Nun, worüber freust Du Dich denn so, mein Sohn?" Ueber die Uebung, Herr Hauptmann." So? Nun, das freut mich, das freut mich wirklich." Vor mehr als einem halben Jabr: faxte unser junger Krieger auf der freier von Kaisers Geburtstag sie" kennen gelernt. Sein leicht entzünd!!.ches Herz hatte bei dem Anblick des hübfchen, schlanken Mädchens mit den großen blauen Augen lichterloh cebrannt. und weder Vier noch sonstige Getränke hatten die Flamme zu erstiden vermocht. Den ganzen Abend war er nicht von ihrer Seite gewichen, aber als er ihr endlich seine Liebe ge stehen wollte, war sie spurlos derschnzunden gewesen. Wochen, Monate waren vergangen, ohne daß er etwas von ihr sah und hörte da hatte er endlich durch einen Zufall in Ersah--?ung gebracht, daß Marie entweder in oder wenigstens in der Nähe des Dorfes Steihorst wohne. Sein Herz hatte frohlockt, als der Besehl zu der großen ffelodienstübung kam, denn in unmit'elbarer Nähe des Dorfes sollte biwakirt werden. Er hatte es sich so leicht gedacht, sie dann zu finden und zu sprechen, aber je näher er dem Endziel des Marsches kam. desto unruhiger wurde er, desto größer wurden seine Aweifel, ob es ihm gelingen würde, die Geliebte zu sehen. Er war so in Gedanken versunken einhergedöst", wie der Kunsiausdruck beim Militär lautet, daß er es gar nicht glauben wollte, daß sie schon am Aiele seien, als das Commando zum Halten kam. Die Gewehre wurden zusammengesetzt, aber bevor der Befehl zum Wegtreten erfolgte, erklang plötzlich die Stimme des Hauptmanns: Jet) verbiete auf das Allersirengste. den Biwaksplatz zu verlassen und in das Dorf hineinzugehen." Als die Andern sich schon lange niedergeworfen hatten, um von der Anstrenzung sich auszuruhen, stand der Gefreite Münchow noch immer unbeweglich aus seinen Platz. Was war das? Verboten, das Biwak zu verlassen? Nein, so grausam konnte der Hauptmann doch nicht sein, er wollte zu ihm hingehen und ihn bitten, das Verbot zurückzunehmen. Schon hob er den linken uruß in die Höh , um sei uen Vorsatz auszuführen, als neue Bedenken in ihm aufstiegen: Aber wa denn, wenn der Vorgesetzt: Nein sagte, dann war es aus, ganz aus; und eine Thräne heimlich aus den Augen wischend, macht: er sich daran, die in dcmTornister mitgenommenen Kartoffeln zu schälen. Zwei Stunden später herrschte auf dem vor Kurzem noch so lebendigen Biwaksplatz Todtenstille, die nur unrerbrochen wurde von den tiefen regelmäßigen Athemzügen der Soldaten. Nur Einer wachte, wenngleich er auch, um die Anderen zu täuschen, am laubesten schnarchte: das war der Gefreite Münchow. Sein Entschluß stand fest, er wollte heimlich versuchen, Marie wiederzufinden, das Glück würde ihm hold sein, nur eine kleine Stunde wollte er fern bleiben, Niemand würde seine Abwesenheit bemerken. Bis fünf Uhr ist Ruhe," war bei Parole Ousgegeben. er kannte seine Kameraden. die wachten nicht eher auf, als sie es nöthig hatten, und den Officieren und Unteroffizieren in den Weg zu laufen, würde er sich schon hüten. Er hatte sich seinen Platz so gewählt, daß er nur wenige Schritte zu machen brauchte, um, von dichtem Gebüsch gedeckt, unbemerkt verduften" zu könuen. Langsam und bedächtig erhob er sich endlich, leise, ganz leise und - einen Augenblick später jagte r im Marsch-Marsch in das Dorf hinein. Aber er hatte .M geirrt, wenn er

glaubte, daß es ihm gelungen "sei. un-1 bemerkt zu entwiscöen. Das Auge deZ ' ' J

ßciehes wacht, und die Mutter der Compagnie sah mit Verwunderung und Entsetzen, wie sich eines ihrer vielen Kinder davon machte, um auf verbotenen Wegen zu wandeln. Das fehlte gerade noch, daß bte Kerls einfach thaten, was sie wollten! Gehörchen ist die erste Soldatenpflicht. Und so erhob er sich denn schnell, um wenn möglich, den Flüchtling einzuholen oder wenigstens seinen Namen gleich zu erfahren. Er sah sich im Kreise UM. Alle schuesen. ver Posten vor Gewehr, an den er sich wandte, hatte nichts gesehen oder wollte nichts gcseh:n haben; der Versuch, den Flüchtigen einzuholen, wäre bei dem weiten Vorsprung deuelben doch erfolglos aeblieben. So legte er sich denn, die Fäuste ballend, wieder Nieder. Na warte, mein Junge." murmelte er vor sich hin, das will ich Dir gedenken, komm' Du nur wieder her. Du sollst es gut bei nur hauen. Und im berste belegte er den Sunder mit den schmeichelhafteihn N?.men und dikiirte tm fäm-it liche Strafen zu, die es überhaupt gibt: Arrest, Gefängniß, Festung, Zuchthaus, Todesstrafe; aber keine Buße schien ihm für ein derartiges Vergehen groß genug. Wahrend der Feldwebel finstere Pläne schmiedete, saß der Gegenstand seines Zornes, der Gefreite Münchow. unter den schattigen Zweigen einer großen Linde und hatte seinen rechten Arm um Marie geschlungen, die ihren Kopf an tim Schulter lehnte. Das Glück war ihm günstig gewesen: als er die Dorfstraße erreicht und sich, unschlüssig, wohin er sich wenden sollte, umsah, erblickte er Marie, die. ohne seiner ansichtig zu werden, ihm gerade entgegenging. Er trat zur Seite, und erst als sie sich in seiner unmittelbaren Nahe befand, redete er sie an. Guten Tag, Fräulein Marie." Erschrocken fuhr sie, zusammen, als sie den, mit dem ihre Gedanken sich gerade beschäftigt hatten, vor sich sah. Sie hatte gehört, daß Soldaten in der Nahe ihres Dorfes übten, und die fcte P i r j . I onnuna. oan cr nca rtcueimt unter ihnen befände, und der Wunsch, i ' " i i dann ein zufälliges" Zusammenlieffen herbeizuführen, hatten sie aus dem Hause gelockt. Vergebens suchte sie Worte, ihn zu begrüßen, wahrend txv.t iahe Rothe ihr Gellcht überzog. Nun, Fräulein Marie, freuen Sie sich gar nicht, mich wiederzusehen?" fragte er in vorwurfsvollem Ton.wah rend er ihre Linke ergriff, die sie ihm ao:r sofort wieder entzog. Wenn die Nachbarn uns hier sehen, stotterte sie verlegen und von Neuem errathend, der Vater ist so streng!" Das sind die Väter meistens lachte er heiter, wenigstens hat der meinige in dieser Hinsicht auch Nichts zu wünschen uoria gelanen. Aber, sügte er in schmeichelndem Ton hinzu. kann ich Sie denn nicht einen Augen blick allein, ganz allein sehen?" Eine Sekunde zögerte sie. da fielen :hre Augen aus den schmucken Gefreiten, der, sich seiner Schönheit bewußt, stolz und siegessicher vor ihr stand, und. sich scheu umsehend, schlug sie einen Pfad ein, der sie in wenigen Minuten zu der großen Linde führte. Wovon sie sprachen undvwas sie sich Alles zu erzählen hatten? Sie hätten es selbst nicht zu sagen gewußt. Wie im Fluge gingen ihnen die Minuten dahin, und erschrocken fuhren sie auseinander, als von dem Kirchthurm die 1it r - n i l r uqr oie iccrjie toiunoe lazmg. it raii.a rmTY. um oiies willen, m om oerwren. wenn man 'mein Fehlen bemerkt," stöhnte der Gefreite, ich muß fort, kem Augenblick mehr ist zu verlieren nur eins sag' mir noch, ehe wir uns trennen: Warf ich zuNDernem Vater gehen, wenn ich meine Dienstzeit abgerissen" habe, und darf ich ihm dann sagen, daß Du Dir auf der ganzen Welt keinen anderen Mann wunschest als mich, den sie nun wahrscheinuey einsperren werden? Nein. nein, das sollen sie nicht." sagte Marie entsetzt, so graujam können d:e Vorgesetzten nicht sein, es ist doch kein Verbrechen, sich zu verloden." Ja, a, das sagst Du so," stöhnte er in feiner Angst, gebe Gott, dag di: in.ii ur i r ii r n." n i ii nnrnrpn , ti v.r w ' i u Nöch einen razchen Kuß druckte er " : : " aus die Lippen der Geliebten, dann stürzte er davon. Aber plötzlich blieb er erschrocken stehen: was war das, der Viag, aus ozm oie Compagnie oiwauzt hatte, war leer, keine Menschenseele war zu entdecken. Eine tödtliche Angst befiel ihn, er hatte gehofft, sich iiuuj uuuciiiciii unicr oie noeren Mi -. .i i . r, , schen zu können, nun war Alles ver loren. Ja, wenn er nur wenigstens sein Gewehr oder sein Gepäck gehabt hätte .kein Zweifel, die Kameraden hatten aus Besehl des Herrn Hauptmanns die Sachen mitgenommen. Unschlüssig sah er sich um, wohin er sich wenden sollte, da ertönten plötzlich nicht weit von ihm vereinzelte GeWehrschüsse. Also auch das noch," stöhnte er, der Feind ist schon da, und die Patrouillen sind schon aufeinandergestoßen. Himmel, laß ein -Wun-deri?geschehen. ich will mich auch ganz gewiß nie wieder verloben." Aber kein Wunder geschah, und der Verzweiflung nahe, wollte er in der Richtung der Schüsse -vorgehen, als plötzlich Stimmen an sein Ohr schlugen. Vorsichtig auf den Zehen schlich er näher und entdeckte einen feindlichen Unterofficiersposten. Während zwei Mann Posten standen, hatten die Uebrigen, der Instruktion gemäß, in einiger Entfernung die Gewehre zu sammengesetzt und das Gepäck abgehängt und befanden sich vorn bei den Posten, die der Unterofsicier mit lauter Stimme instruirte. Einen Augenblick lauschte Münchow noch mit verl haltenem Athem dann .durchzuckte

it ein rettender Gedanke. Alles stand kür ihn auf dem Spiel, und nur mm rw- i 9

Muty. .Muly cxi allen :en wvliegenheiten", wie der Kriegsartikel forveri. Nicht umsonst hatte der Gefreite Münchow den Nuf als guter Patrouillenfuhrer: unhorbar und unbemerkt schlich er eine Minute später hinter den Bäumen und durch dichtes Gestrüpp und hatte nach wenigen Minuten die Vorposten seiner Compagnig erreicht. Das Gesicht seines Hauptmannes legte sich in finstere Falten, als er des Gefretten ansichtig wurde, doch bevor er Zeit fand, seinem Zorn Luft zu machen, trat Münchow auf ihn zu: Meldung von dem Gefreiten Münchow. Der Feind hat einen DoppelPosten am Schnittpunkt der Chaussee und des Feldweges aufgestellt, die Feldwache steht 500 Meter dahinter am Südrand des kleinen Wäldchens. Um 10 Uhr 15 tritt der Feind den Vormarsch gegen unsern linken Flügel an. Ich habe die ganze Jnstruktion Mit angehört." Das 5er, des Gefreiten drobte zu zerspringen, indem er anscheinend ganz ruhia die dienstlich: Meldung vorbrachte. Aber während er sprach, wich der Ausdruck des Zornes :m Gesicht des Hauptmanns dem der höchsten Verwunderung. Wie kommen Sie zu dem Gewehr und dem Tornister?" So. nun schlug es Dreizehn; kein Zweifel mehr, er war als fehlend gemeldet. Ich konnte mein Gewehr und mein Geväck nicht finden, Herr Haupte mann, und da und da, stotterte er endlick. .Nun und da?" brauste der' Voresetzte auf. Und da habe ich dies dem feindlr chen Unterofficier fortgenommen. Keiner bat es, bemerkt. Und warum konntest Du Dein eigenes Gepäck nicht finden? fuhr ihn der Hauptmann an. Weil Du im Dorfe herumgebummelt bist. Drei Tage Arrest, mein Sohn, ich will Dir Zelt geben, über meine Befehle nach t il i 1 srt zuoenken. und Die tbame mtt oem !5w web? wird sich noch finden. Cintrefen," Gebrochen an Leib und Seele meldete er sich bei dem Feldwebel, der ein Donnerwetter über ihn entlud, aber ihm war Alles einerlei, das kam davon, daß er sich verlobt hatte, wie war er auch nur .auf diesen Gedanken gekommen? Er legte sich m der Schufcenlnne nieder und dachte über sem Schicksal nach.während neue Patrouillen auf Grund der von ihm gebrachten Meldung vorgeschickt wurden. Endlich ariff der Fand an und wurde, da man auf sein Erscheinen vorbereitet war, zurückgeworfen. Das ganze Halt! machte dem Gefecht ein Ende,und beide Compagnien rüsteten sich zum Abmarfch. Vorher aver foule tii nocy die Kritik erfolgen, und da geschah das Unerwartete, daß der Gefreite Münchow von beiden Hauptleuten als das Muster eines Patrouillenfuhrers gelobt wurde, der $ verstandet hätte, sich unbemerkt an den Feind heranzuL c!. cm 17 ... ri.t. icrncicnen uno iym oie ;ajaiicu zu i len: An feiner Gewandtheit könne sich Jeder ein Beispiel nehmen." Fünf Minuten spater marschirten die Compagnien ab, aber während des Marsches rief der Hauptmann den Gefreiten Münchow zu sich heran und liest sich von ihm aenau erzählen, wie er es angefangen hätte, unbemerkt so nahe an den feindlichen Posten heran I - zuqelangen, von der eigenmaazugen i - . i sv r. - -- ntlernuna aus oem lwai ipraq aax Nicht.' Gefreiter Münchow schwebte di: nächste Woche in todtlicher Angst, tag lich fürchtete er, beigebuchtet" zu wer den. Als aber acht Tage vergangen waren, ohne daß die angedrohtestrase verbänat wurde, schöpfte er neuen Lebensmuth. denn er war sicher daß die Sache vergessen war. Gefreiter d. R. Münchow ist nun schon lange verhenathet und tevt in der glücklichsten Ehe: aber :m Gegensatz zu anderen Ehemännern spricht er nie von der Stunde da er sich verlobte; der Taq. der für Andere der schönste. ist für ibn die schrecklichste Erinnerung seines Lebens. i m- .n . , irco icnic Bevor der verflossene deutsche Bundestaa mutbia aus Frankfurt zurückwich 'und sich nach Augsburg begab, wo er in dem rühmlich bekanntenGastbause 3u den drei Mobren" seine scköne Seele ausbaute, fante er nock n der Eisenheimer Gasse der schönen, Mainstadt einen Beschluß, welcher zeigte, wie sehr er unter dem Einflüsse der damals dort herrschenden groß deutsch demokratischen Stimmung stand. Er beschloß nämlich, sammt liche unter seiner .Aegide stehenden Truppen sollten schwarz-roth-goldene (richtiger: gelbe) Feldbinden tragen. welche thatsächlich das einzige gemein schaftliche Abzeichnn dieser Armada wurden. Für das nassauische Contingent, eine Brigade von etwa sechstau send Mann, waren jedoch diese bunien Feldbmdtn nicht zeitig fertig gewor den. gleich manchem Anderen. Die Brigade ruckte al0 aus, ohne solche Binden, aber mit dem Troste, sie würden nachgeschickt werden. Allein sie kamen nicht und die nassauischen Sol- . baten mußten unter ihrer Bindenlosig keit leiden. Bei jedem Rendezvous der Division, wozu sie gehörten, äußerte der Commandeur, der osterreicvksch Feldmarschall-'Lieutenant E?af Neip perg, seine höchste Ungnade darüber, daß die verflixten Nassauer noch keine bunten Binden hätten; man könnte ja fast meinen, daß sie zu den MalesizPreußen gehörten." Aber die Binden kamen nicht. Die österreichischen Truppen me:

' stM.NichtdeLche-öolzirten mit vj.

ren bunten Binden einher' und schienen dieselben für eine hohe Zierde oder Auszeichnung zu halten, obgleich sie im Uebrigen den wirklichen ode: vermeintliche'n Sinn dieser drei Farben nicht kannten, welche der Bundestag vormals zur Zeit der sog. Demago-gen"-Untersuchungen in ihren Trägern man denke nur an Fritz Neuter mit Todesurtheilen und langjährigen Freiheitsstrafen verfolgt und heimgesucht hatte und nun, 1866, wieder ausgrub und legalisirte, obgleich sie durch das Jahr '48 auf's Neue allen conservativ und legitimistisch Gesinnten mißliebig und widerwärtiz geworden waren; was er vermuthlich nur deshalb that, um in Süddeutschland eine billige Popularität zu erHaschen und vielleicht auch um die verhaßten Preußen thunlichst zu ärgern. Mag

dem nun fein, wie ihm wolle. Genug, die de? deutschen Sprache unkundigen österreichischen Bundesbrüde? inWaffen" trugen die deutschen Farcen" mit Stolz und wenn sie einen der unglücklichen Nassauer erblickten, überschütteten sie ihn mit spöttischen Redensarten, deren Sinn sich dadurch .verrieth, daß sie auf ihre Binden zeigten; da aber die Nassauer kein.Kroatisch, Tschechisch, Morlakisch 'etc. verstanden, so lief Alles in Frieden und Freundschaft ab, und die Nassauer trösteten sich so gut, wie es ging, wegen ihres Mangels an bunten Binden. Sie kamen zwar nie in das Feuer, mußten aber viele beschwerliche Märsche hin und her machen und fanden sich endlich, da der Krieg aus war, auf dem südlichen Ufer der Donau angesichts eines thurmreichen hübschen bayerischen Landstädtchens, Günzburg geheißen, wo in alten Zeiten die Römer gehaust und wo später die schöne Philippine Welser, die es zur Erzherzogin brachte, sich ein Schlößchen erbaut hat. Jetzt steht dort ein einfacher, kleiner Obelisk mit dem nassauischen Wappen und der Inschrift: Hier sagte Herzog Adolf von Nassau seiner tapferen Armee das letzte Lebewohl." Als danach die Truppen wieder in ihrer Heimath eingetroffen waren, forschte man in Wiesbaden, wo die Binden, die endlich richtig fertig und nachgeschickt worden waren, denn eigentlich geblieben seien , und es ergab sich, daß sie am 8. Juli 2866 in Seckbach, einem Dorfe in der Nähe von Frankfurt a. M.. abgegeben, dort, aber von der nassauischen Wache bei deren Abmarsch zurückgelassen worden waren in einer wohlverwahrten Kiste, welche sich dann schließlich auch' richtia und unversehrt vorfand. Da man nun mit den schönen Feldbinden nach beendigtem Kriege nichts mehr anzufangen wußte, so ersuchte man den Bürgermeister von Seckbach, dasGanze an den Meistbietenden öffentlich zu versteigern. Dies geschah. Der Er lös. welcher der Militärverwaltung eingesandt wurde, betrug siebenzehn Gulden und neununddreißlg Kreuzer. Ein Ackerbürger von Seckbach, der nebenbe: aucn als Schneider, Kappenmache? und Kürschner sein Brod zu verdienen suchte, hatte sür diese billige Summe d:e schonen Leibbinden, deren Herstellung nahe an tausend Gulden gekostet hatte, erworben. Er hat ein gutes Geschäft damit gemacht: denn er verstand sich auf deren Verwendung zu allerlei nützlichen D'.ugen. Er schnei derte daraus rothe und gelbe Mutzen zusammen, schwarze Westen für Jünglinge und Knaben, Trikoloren, Fußdecken. Teppiche, Schul- und Reisetaschen u. s. w. Nichts davon ist umgekommen, und noch im Jahre 1869 hat ein Tourist.der sich zufällig nach Seckbach verirrte, dort überall die deutschen Farben" gefunden, ohne errathen zu können, wieso das gekommen. Taö Alter dcspazierstockS. Welches zu seiner Kleidung oder Aus rüstung gehörende Stück, das noch heute im Gebrauch ist, hat der Mensch wohl zuerst gebraucht? Es ist nicht der mt, obwohl man ihn un Verdacht ha ben könnte, wenn man sieht, wie maicstatisch die Ncgcrfiirstcn, nur mit einem bylmderhut bekleidet, deljcn Alter und Herkunft in Dunkel gehüllt sind, durch den Urwald schreiten. Es ist auch nicht die Hose, obwohl das Schamgefühl zu ihren Gunsten zu sprechen scheint. kocnso wenig ijt es der mit Federn bchängte Gürtel, der das einzige Klei bungsstück einiger Jndiancrstämme bildct. Es ist der Stock. Die ersten Menschen kümmerten sich nicht viel um die Kleidung, aus dem einfachen Grunde, weil sie sie nicht kannten und brauchten. Aber alle trugen einen Spazicrstock, dcn stärksten und knorria Sen Baumast. Die Stockmacherzunft hatte also das Nccht. bei dcn .usam. lncnkünftcn der gewerblichen Zünfte öen Altcrsvorsi!) zu beanspruchen. Das Bcmcrkenswcrthe an dieser Ent öcckung ist aber, daß sie von einem Arzte zcmacyt wurde und daß er sie benuyt. m nachträglich gegen dcn Stock loszu' donnern und zu behaupten, daß seine Slnwcndung für die Gesundheit und ?or Allem für die körperliche Schönheit höchst nachtyclllg i t. Die Pmoncn. die keinen Stock tragen sagt der Ar;t yavcn eine chlankere (c!?alt. schöcre und zwanglosere Bcwcaunacn. :incn besseren Gang und sogar größere Charakterfestigkeit. (?) Das Stoätraacn Dagegen ist Schuld, daß sich der Körper aach der rechten Seite hinneigt und die Linien der menschlichen Schönheit ver)irbt. Das läßt vermuthen, daß die !rien Männer wahre Adormze" waren. ß.mn die Verheerungen, die' der Stock dn Laufe so vieler Millionen Jahre an )cr männlichen Schönheit angerichtet zal, müssen furchtbar sc:n. Auf dem Balle. Darf ich Ihnen diesen Herrn vorstellen?" Ja! Aber ich bitt' mir aus, daß er nicht Maier heißt! Solcher kenn'

an vierhundert!" ..

Kuchen und Kuchcnformcn. Nicht nur das tägliche Brot" und die Verbesserungen in der Herstellung desselben interessiren die sorgsame Hausfrau, sondern auch die vielen Producte der feineren Bäckerei, an denen das alte Vaterland so reich ist, Wer kennt nicht den Ruf der Karlsbader Backwaaren, deren 'Zartheit allein geeignet ist, mit der strengen Diät, die dem Kurgast auferlegt ist. zu versöhnen! In den Ländern, wo das Schwarzbrot hinter dem Weißbrot zurüctsteht, in fcm Süden Deutschlands, der Schweiz u. s. w., ist naturgemäß auch die Kunst des Kuchenbackens eine viel ausgebildetere als im Norden, namentlich ist es die Vielgestaltigkeit der Formen, die auffällt.

Nicht selten sind die Formen aus der Verwendung der Kuchen zu religiosen Zwecken hervorgegangen, auch wurden alte Formen, die an heidnische Ueberlieferungen anknüpfen, unter dem Einflüsse der Geistlichkeit umgemodelt. Da gibt es die sogenannten Fundenringe, Eierkränze, gezackte Fastnachtsküchlein, mürbe Rädchen und Brezeln, lauter Vestbrote, in deren mit Speichen vergitterter Nadform ein Abbild des rollenden Jahres und der den Iahreslauf bestimmenden Gestirne zu erkennen ist. Die Brezel, welche stets in Gestalt eines Ringes mit vier Speichen gebacken wird, bleibt, zur Feier der wiederkehrenden Sonne, von Neujähr an (also nach der längsten Nacht) über Fastnacht bis auf Ostern das üblichste Gedenlbrot. Sie wird alsdann, in Franken an einem strahlenförmigen Stangengerüste ausgerecht, zum Ver kf auf den Straßen umhergetragen, oder sie wird hinter den Schaufenstern Münchener Bäckerläden zu ganzen Bergen aufgeschichtet. So fehlt sie denn auch bei den weitern Jahressesten nicht. Am 1. Mai, wo man auf den grünenden Anger hinauszieht, um den Mai einzuholen" oder ..die Sommeroerkündigung" zu begehen, werden in München die Wallerbrezeln kirchlich eingesegnet und ausgetheilt. Am Pfingstmontag, wenn man das Rad umträgt, um das Sonnewendfeuer daraus anzureiben, dürfen dem Altbayer die radförmigen Pfingstbrezeln nicht fehlen, und ebenso bäckt man in der deutschen Schweiz das süße Neujahrsbrot der Rädlein in Form handgroßer Kammund Mühlenräder, deren innerer Kreis mit farbigen Zuckerspeichen durchgittert ist. Der zum Feste des Fastnachts- und Funkenfeuers gebackene Funkenring ist ein großer aus feinem .Teig: geflochtener Kranz, oder eine weinbeerengefullte, armsdicke Brezel mit und ohne Einschlag, kleine Brezlein, Brotzöpflein, Blumen. Baumfruchte und Trauben sind künstlich daraus rnodellirt, besonders auch nackte Schnecken. Eine gleich zeitige Gattung von FastnachtsÄchlein heißt man in der Schweiz Oehrli, weil sie schelbenrund und in der Mitte durchlöchert sind, also ein Oehr haben 3Vr drrrntt fipfsfrpnfti 51nrfsfp ir'rini ftt angereiht und umgehangen an derselUn rfinnr ht rn. nn rn?Trfifr er hnr her seine Holzscheiben zum Funkenfeuer ' ' " " " '

hinausgetragen hat. Sach- und na- l & . mensverwandt sind die kleinen Bäcker- enaudi, durch Fehler Zur Welsborte, die man am Gründonnerstag in ä gelangen; sie muß gleich von

Hamburg Judasohren, in Böhmen Judasbrötchen, in Sachsen Honigbrötchen nennt, und mit noch weiterer Ausdehnung des Namensmißverständnisses fieifet es in Sacken und dessen bezüalick dieser Qoniabrote. wer auf diesen Taa keinen Sonia esse, bekomme (5fT3nhrpn --- - ? - ' Ninasärmi .niakuckien. in K,stalt einer rundgeschlungenen Schlange, galten dem Alterthum als ein Symbol des Kreislaufes des Jahres, sie . , ... ... rj"i lern selbst deren geheiligten Tempelthieren feierlich dargebracht. Auch diese Ueberlieferung hat sich in Verbindung mit ähnlichen Anschauungen der altrniirDPn can'r DPn roeiiicniEnDen vjjdis germanischen Mythologie in dem Sck anaenbrote erkalten. Dasselbe, ein aus Kernmehl gebackener. safranbestrichener Fladen, ist im Aargau ein I Zj I I ländl ckes Cteback und w rd von den WÄnrtnnn hrt ffnTrn nnh Mln?nI tbales auf die Jahrmärkte zum BervMk V "WW ' kauf aetraaen. Daaeaen kommt unter demselben Namen in städtischen Familien, besonders bei Geburtstagen, ein mürbes Tortengebäck vor, welches fol- , r r ,, , . rrr APnSfrm.-rbn hrftM hitrn s5;lT(nTrrnr:f VVVVtW VVV V 0' V W Handbreite Telgstreifen werden mit oem lüstünom ausgewaili, gerunoei rry v . tti ....... e . i übereinander geschlagen und zur gewundenen Schlange geformt Hierauf mit Eigelb ubcrswchen, mit Zuckerkandis hübsch strahlend überzogen und aus oem ucnenolell) geoacien. Ein spannenlanges Murbgeback mit braunem Zuckeraufguß das genau die c,itm cince nauicn aiunt yai, wird von dem Schulwltz Mit einer kalligraphisch gezogenen Schwingung verglichen und darum dav S geiiannt. raaze, ng?, ntaz unuutrn unterscheiden sich in Bild und Vorstellung wenig, daher findet man auch A A l 14 V0a -TAl (lIMl

uicic rnuucu cuii. i voraebeugter Haltung, während man, W iSn?X,n' e daß sie die Bewegung sieht, ihrem den; de Mtbayer seme Negenwurmer, Nacken einen Magneten nähert. Dagetrocknete Milchnudeln: der Alemanne ui idal durchschnittlich, daß die eine Graswurmer, fmgerlange Teig- Spitzen des Magneten höchstens

nie en, me zallig aogeraoeu uno in nn noch als zwei empfunden werButter gebacken werden. Ihre größte fc wenn sie einander nicht näher als V i t V V 4 Ivi AÜitM K 4 X Xa tf

uuu puunucic vyuuuua uvti iuu uic auoeiannien auaiareucn, uauci icitu . t..r rr i cn r " i der fuße Eierteig in Riemen gesaznltr c. . i o-t3 Tt . v t m,. V;T, .7s. : ui . uu u " . a öa ' siegende Schmalz gehalten, geib ge- , , , , . f.r n 'n bräunt und dann vom Holz abgestreift, r :s.i r. je -i.r:w-.:rjt..3 v a tt?iu m lf '""'tr u-i z!e.chn,b,g .egl edertes Hhlgeback, hn5 mrtn ivntrnmrt-Ar itnn mt Slhtts mt Q V W WV mm V t ,2 .t;;m ,.fr.m tllU9 fcjUUl UU lbUl. 5T?fn Virrr ?r?St strm?rrrt TZen' wvkvkt vviii tm vtimni wrf ms s.m ShmfinT w ßn5 wu ui vui w . v v . wküv, macht sich zugleich ein Horn- und sichel- ' 0 ' v in

sonniges Eierbro! geltend, allbekannt unter den Namen Kipf, Gipfel, Hörnlein, Hornaff. Als süßes Marktörot wird es im Aargau unter dem Namen Mond und Halbmond verkauft, in Schwaben ist es die sternförmige Mutschel, in Bayern die Sternsemel, im Elsaß das Wästle, in Frankreich brioche" genannt. Der Mutscheltac; in Reutlingen wird noch immer nach altem Herkommen am 9. Januar gefeiert; der Vater, der Großvater und Urgroßvater haben gemutschelt, der Sohn mutschelt auch und so wird es wohl noch fortgehen, wenn längst neu: Generationen die gegenwärtige verdrängt haben. Der Fremde, den sein Weg am Mutscheltag nach Reutlingen führt, fragt, wenn er die sternförmigen Brote sieht, was soll dies alles bedeuten? Woher kommt der Name Mutschel und woh:r stammt dieser Brauch? Den Namen Mutschel leitet ein schweizer Geschichtssorscher von dem Wort Vutschelle". la'einisch bucclla. der Bsen, die Mundportion, ab, aus welchem durch nrrrT,, n 5mtk.n? vn?r-f s

&. : : wvii4uut iji jjkutU).uk( kuiu.r Mutschli sich herausgebildet h-be. Die Reutlinger Mutschcln sind Brote in verschiedener Größe, im Preise von 10 Pfennig bis 23 Mark, sternförmige u?t Vr?n QMf r hr rCnrrn Van V Vy Vifcf . V k ty 1 4 l l V fc VV j onnenstrahlen haben und im Mittel punkt von einem Teigkranze umschlunaen sind. Sie werden reaelmalg am Donnerstag nach Dreikönig gebacken. An die Rolle, die das Lamm in den Ortsgeöräuchen spielt, erinnern die Osterkuchen, mit dem Lammlem. Ein weltliches Osterbrot dieser lrt ist das originelle, dem Aarauer Markte entstammend: Hälimutteli. Sein dich tes Wollenvlies, in dem es daliegt, wird durch di: viereckigen Formen ausgedrückt, die das Waffeleisen auf die Obcrfläche erzeugt; an Stelle des Schwanzes tragt es em Pfeifchen von rothgeöranntcm Thon cingebacken. Dies ist das Symbol jener Frühlingspfeift, die aus dem jungen Weidenholze geschnitten ist und der im Hirtenglauöen Wunderkrafte zugeschrieben w:rdcn. Tc? herbsilichc" Mond. i;r junge Liebe ist jetzt nicht Zeit, o ir i vluyt im Lenz:sia)immer. r CW't zx,,i fCitv?y,rt IftUi fitti! U-LUl ViUf uu jv Vulittl Ci '(n die Junggesellenzimmer. . M Und reißt dort Knöpfe von Hosen ab Und Knopfe von Hemden' Nicht Minder, Und löscht das Feuer im Ofen aus, Und g:nz der Jungzesell zu Bett, Seizt er sich aus die Kissen, Und läßt ihn träumen, wovon er sonst m Leden nichts mag wissen. bo lommt s denn, das; nach kurzer Frist Tis uch der Hagestolz ein Ehemann .v ist. Oeldcnc l?rzickzuzlgörcgcl. .fc Mädchen schadet nicht nur "zc uue uct vc?u;m cc i 0-vvr njtr.j. .... c cr. - . un ot wutc ounj jener jtw iueD;n, vo der man den jungen Mann gern '"ii, ls er sonsi iieoen-wuroig isi. . JJiaü c?en Bescheidenheit, Zurückhaltung und vollkommene Unschuld, und zugleich will man, dasselbe solle verführerisch i c.tsw r.: rrn i c i !" "ian iwimai in cc wisser Weise das Mädchen, zu gefallen, aber man verzeiht es diesem Geschöpf c w i"F.lluäu V wllt. Das zunge Madcyen zu e:nem tmhn?n itnn innhnrt vchen hnrni i i v" "-0" bereiten, ohne das eucr seiner Einblldung zu schwachen und ohne seine Lebhaftigkeit und Anmuth zu verkleinern, den Geist zu Pflegen und zu den fchonen inaen zu ieiien. ogne eine iangwenige azuisuca erel ooer eine verw t f v r m t Yangnlszvolle Aufregung zu fordern, in der Familie und für die Familie zu erziehen, oyne oas caoazen oem 'nI mi i t i "v t UllNde UNO der ISterllCCtClt der Vütlt I i r t i -rct r v . M emsremcen: )les sino o:e smwier: en Verhältnisse einer vernünftigen und thatkraftigen Erziehung des Wel !-oes. ...k,?-,, h,. I vi ..' i.. v I " I m nr,jaT. Lombrose. der berühmte itaI I ' l?iscke Nernzn- und rnar;i. b?foiivtete in seinem für das ..Maaain für Literatur" geschriebenen Aufsatz, aß das Gefühl der Frau stumpfer sei cl3 ba des Mannes, und rief damit m.Qtn öcn Protesten seitens der .snst, rnmn und eine iiiTe n mitleidig überlegenem Widerspruch seilcng t;fIer r. rer COllea-n auf Yi hT nu ss?,uZniiL fnimt tfim nW p?n englischer Gelehrter zu Hilfe.' Mr. Fr. 0-Ion ux 932 Männern und q77 tantn folasnd-n 2frfnA ? soaenannten Weberschen Methode oacht: Die Versuchsperson sitzt in ' ' ' ' ' lT 1 l5?nl N7?l,? sf?fi?n PiZ'.f. ;. i i " .v mr rftnw.r XfW fr vrt-Sr s?, -pOx tinüüCix nayer. io werden ne nur r2 JhfJ w.: ...- tlvW -"'s ci uiciui Beobachtungen ergab sich als Mitte! U &T v;. m k -J-rf jun-ni.w.vfc jjiuiiiui, uiiv -.o o m;mm(t.r f.;. i t o --"' Empfindingssähigklit der Männer Kit - ' p m V üriauc.u I rf ,. r rm rr - ElN v e r n ll n f t l g e r Mensch . , rr . , , ... wird einer Hoffnung, die m's Wasser f:el, me nachspringen.

Das kranle ctinfc.

Der Arzt: Man hat mich rufen lassen. Wo ist der Patient? Die Mama des kranken Kindes: Es handelt sich um unseren armen Carl, Hrr Doctor! Denken Sie, das arme Kind... Ich weiß nicht, was das sein kann Seit h.'ute früh fällt er fortwährend. Der Arzt: Er fällt?! Die Mama: Fortwährend, Herr Doctor. Der 2lrzt: Auf den Boden? Die Mama: Auf den Boden! Der Arzt: Sonderbar... Wie alt ist er? Die Mama: Viereinhalb Jahre. De? Arzt: Hin. .Hni! In toi Alter kann man doch schon stehen. Wie bat er denn das bekommen? Die Mama: Ich hab: keine Ahnung. Gestern Abend war er noch ganz wohl und ist wie ein Wiesel hinund herg:rannt. Heute Früh will ich ihn ankleiden. Ich zieh? ihm Strümpfe und Beinkleider an und stelle ihn auf den Boden. Pufs, da liegt er! Der Arzt: Vielleicht ist er ausgerutscht? Die Mama: Warten Sie! Ich hebe ihn auf. Da, nocheinmal, und fo sieben, acht Mal hintereinander. Kurz, Herr Doctor, ich wiederhole, ich weiß nicht, wie es kommt, er fällt unausgefetzt nieder. Der Arzt: Das ist eigenthümlich. Kann ich ihn sehen? Die Mama: Selbstverständlich. (Sie geht hinaus, und erscheint wieder mit dem Kinde auf dem Arm. Es sieht blühend aus. Es hat Beinkleider und Blouse an, letztere mit vielen Flecken von Bonbons u. f. w.) Der Arzt: Er sieht ja prächtig aus. Bitte, stellen Sie ihn nieder! Geschieht. Das Kind fällt.) Der Arzt: Noch einmal, wenn ich ' bitten darf. (Das Kind fällt wieder.) Der Arzt: Bitte nochmals. (Wi: oben.) Der Arzt (nachdenklich): Das ist unerhört. (Zu dem Kleinen, den die Mama unter den Armen stützt): Sag', mein Herz, thut es Dir irgendwo weh? Das kranke Kind: Nein, Herr Doctor. Der Arzt: Hast Du vielleicht Kopfschmerzen? Das kranke Kind: Nein, Herr Doetor! Der Arzt: Hast Du aut geschlafen? Das kranke Kind: Ja, Herr Don tor! Der Arzt: Hast Du Appetit? Möchtest Du eine gute Suppe haben? Das kranke Kind: Ja, Herr Doctor! De? Arzt: Gut. (Mit Ueberzeugung): Das ist eine Lähmung! Die Mama: Eine Läh Um Gottes Willen! (Sie hebt die Hände schmerzvoll zum Himmel; das Kind fällt.) Der Arzt: Leider, meine Gnädige. Eine vollständige Lähmung der unteren Extremitäten! Sie werden sehen, daß die Veinchen des armen Kleinen total ohne Empfindung sind. (Er hat sich zu dem Kinde niedergebeugt, plötzlich ruft er): Oha, ah ... ah! (Losbrechend): Ah, das ist zu stark! Was! sprechen Sie da von Lähmung, meine Gnädige? Die Mama (verblüfft): Aber Herr Doctor ... Der Arzt: Donnerwetter! Ich glaub' wohl, daß der Arme sich nicht auf den Füßen halten kann... Sie haben ihm ja beide Beine in dasselbe Hosenbein gesteckt! Schonet die Augen der Kinder! Der berühmte Augenarzt L. Webster Fox ertheilte folgende Borschrifteri über die Pflege der Augen in der Kindheit: 1. Gestattet nicht, daß das Licht schlafenden Kindern in das Gesicht falle. 2. Gestattet den Kindern nicht, zu lange ihre Augen auf einen und denselben Gegenstand zu richten. 3. Gestattet ihnen nicht, bei künstlichem Licht diel zu lernen. 4. Gestattet ihnen nicht, Bücher mit kleinem Druck zu gebraucben. 5. Gestattet ihnen nicht, im Eisenöahnzuge zu lesen. 6. Schreibt das Kopfweh nicht noihw:ndigerweise der Verdauungsschwäche zu; die Augen mögen dazu Anlaß geben. 7. Gestattet keinem 'herumziehenden. Vrillenhändler, Brillen zu verschreiben. 8. Kinder sollten genügend Bewegung im Freien haben und, wenn möglich, auf grünen Wiesen oder Feldern, weil die arüne Farbe das Wohlbefinden der Augen befördert. 9. Kinder, die im Alter von zehn Jahren anfangen zu lernen, werden diejenigen,, welche im sechsten Jahre anfingen, überholen. Das Weib. Das Weib ist eine Snbin?; Ihr Herz ist unergründlich. Sie gibt ein Räthsel auf Und ändert die Lösung stündlich. ' Beim Heirathsvermittler. Vater (eine? hoch aufgeschossener Tochter): Warum verlangen Sie denn bei meiner Tochter eine .höhere Provision ? Heirathsvermittler : Fräulein sind eben eine recht ungangbare Größe! Auskunft. Herr: Wie befindet sich denn eigentlich mein Freund, der Baron, auf seinem Gute?" Bauer: O, ganz gut; Pferd' und Viech gedeihen, und d Familie nimmt auch recht überHand!" GipfelderUnverschLmtheit. Bankier: Das ist mir aber doch zu bunt; da erhalte ich heute von dem Advocaten, den ich vor 8 Tagen mit seiner Bewerbung um meine Tochter abgewiesen habe, eine Rechnung v?.i fünf Dollars für eine Besprechung"!"