Indiana Tribüne, Volume 18, Number 35, Indianapolis, Marion County, 23 October 1894 — Page 2
Jndiana Tribüne.
Erscheint 5dgU$ und Sonntags Tte tägliche Tribüne- koyet durch den Träger 11 Cents per Woche, die Eonntag.Trtbüne- e Senil per Woche. Beide lufcmmen lbSer.t oder 15 Cent per Monat. Per Poft ,g,schtSt t vor KuIbezaZlung pper Jahr. MBn-F-Office : No. 18 Süd Alabama Etr. Indianapolis, Ind., 23 Oktober '94 Rivale dcö NiagaraFaNS. Won begeisterten Localpatrioten und hin und wieder von Eisenbahn-Agen-ten wird der herrliche Shoshone-Was-serfall in Jdaho noch über den Nia-gara-Fall gestellt, von welchem er jedenfalls ein sehr würdiger westlicher Nebenbiler, wenn auch unter den gegenwärtkgen Verhältnissen kein gefährlicher ist. Es hält schwer, die beiden Naturwunder , zu ' vergleicben. , An Größe und Massigkeit mutz der Shoshonefall hinter dem Niagarafall zurückstehen, übertvelchem eine etwa dreimal so große Wassermasse braust, und welcher entschieden die imposanteste EinzelVeranschaulichung unwiderstehlicher Nawrkraft in unserer Zett bildet. Aber der Shoshonefall ist malenscher und phantastischer; ihn ' schirmt eine dunkle, zauber und geheimnißvolle Löbluna. und in daS ewiae Donern des niederstürzenden Wassers mischen sich oft seltsame, mächtige Laute, deren Ursprung noch Niemand erforscht bat. In der Morgensonne entstehen die eigenthümlichsten, rasch wechselnden Licht- und SchattenEfsecte, und der ffarbenwunder sind viele. Das sind Dinge, von welchem auch das schönste photographische Bild keine Lorstellung geben kann. Dieser Wasserfall liegt etwa 23 engl. Meilen südlich von der ShoshoneBahnstation und kann von dort mit einem guten Gefährt auf bequemer Fahrstraße in vier Swnden erreicht werden. Gegenwärtig findet er in keinn Saison mehr als etwa 300 Vesu eher, die meist auö Nachbarplätzen kom- , men. " Aber eineö Tages dürste es einen gewaltigen Wandel darin geben. - Durch eintöniges, baumloses Tafelland geht der Weg von jener Station auö. und ein gelegentlich aussprinoendes Riesenkaninchen ist daSlelnzige Lebendige, was dem Reisenden zu begegnen pflegt. Auch dieser Wasserfall hat die Eigenthümlichkeit, daß man nichts von ihm oder von der Schlucht sehen kann, bis man unmittelbar daran kommt. DaS einzige Wahrzeichen ist allenfalls eine Eedertanne an einem Spalt deZ Lavabodens, aber auch diese wird erst in ziemlicher Nähe bemerklich. Im Winter bildet übrigens das, über Hunderte von Meilen sich erstreckende Tafelland eine LieblingSweide für daS Hornvieh, da der Schneefall hier nur geringe das Klima mild ist, und sich nahrhaftes VüschelgraS findet. Es sind auch romantische Geschichten über groben Goldreichthum dieses Bodens verbreitet. Die Shoshone-Stromschlucht ist etwa 13 Meilen lang und hat auf der ganzen Streck? eine fast regelmäßige Tiefe; die bedeutendste Höhe ihrer Wände beträgt 1220 Fuß über dem Wasser, die geringste 1050. Todtenschwarz erscheinen diese Wände von Granit und Kies, und irgend eine poe- ' tische Person hat sie mit dem Grab eines VulkaneS- verglichen, welcher .seines Todten- beraubt worden". Die Nawr hat merkwürdigerweise ein förmliches Portal von jener Ebene nach der Stromschlucht, unmittelbar über den'Fällen geöffnet.' und dies ist auch der einzige Weg. auf welchem diese erreicht werden können. Doch gibt eS an der einen KliMnwand einen, vor etwa 30 Jahren von Metallsuchern eingesprengten Weg, welcher über Lavaschichten abwärts nach einem großen, fast kreisrunden, etwa dreiviertel' Meilen weiten natllrlichen Amphitheater führt, und von dort aus kann man den Wasserfall am venen uvericyauen. Die umgebenden Klippen zeigen viele merkwürdige Vil- . düngen, rissige Kuppeln und dräuende -Finnen, gleich - gewaltigen Festungswerken zum Schutz dieser Stätte. Auf einem der höchsten dieser Felsen nistet schon seit Jahrzehnten dieselbe AdlersamlUe. Drunten in den Schatten, welche diese Gebilde werfen, fließt der maiestatische Strom feierlich dahin, bis er durch ein Dutzend oder mehr vulkanische Felsen aetbeilt wird, die das Wasser zu phantastischen Gestalten, in Dome. Pyramiden und Säulen aeformt, hat. Dann stürzt er sich plotzlich zwischen diesen etwa 83 Fuß hinab. darauf macht er einen senkrechten Sprung von 220 Fuß hinunter in em großes Becken, und endlich rauscht er dumpf in das Düster der Schlucht, bis -1 : r.. tr.. ei Awiu)in zwei Ill)warzen norgcoir gen wieder herauskommt. Die ganze Scenerie ist düster-aroß artig. Fast beständig ist der Strom m schatten, außer zwei oder drei Stunden jedes Tages, während die Sonne unmittelbar über ihm hängt. Drei Meilen' weiter oben ist übrigens wieder ein Wasserfall, wo der Strom. durch einen mächtigen Felsen in der Mitte getheilt. 180 Fuß herabstürzt. Das sogenannte Hotel für Fremde ist leider kaum diesesNamenö werth; denn der Buhm" der Shoshonefälle liegt erst in der Zukunft. Mit der Farbe deZ Wassers ist es eine eigene Saäx; Manche nennen es grün. Andere blau, und Beide haben Recht; denn .dieS kommt ganz auf die Stellung der Sonne an. Wunderschön estaltet sich hier aewöbnlicb der Sonnenuntergang droben am Himmel und unten. Irgend em - Kunstler könnte hier noch reiche Ausbeute macben: aber freilich toUxt zu befürchten. daß daS mit dem Original unbekannte Publikum das Älld aus der Leinwand für aekünstelte Uebertreibuna kielte! Viele seltsame Phänomene und Sagen stehen mit den Shoshonefälle.n in
Verbindung und dürsten künftige Reisebücher zieren. AlZ .Meriwether Lewis. der Privatsekretär von Thomas Jefferson, den Fluß und die Fäll.: entdeckte, wurde der Name L?wis fioxV eingeführt, später aber kam der obige ind!anische Name zu Ehren. Wandelnde Giftfabrikcn.
Das sin6 wir arme Menschenkinder nämlich alle, sammt allen übrigen LebeWesen, der Theorie zufolge, wdch inuerdingS in ärztlichen Kreisen viel von sich reden macht. Die Idee einer natürlichen Selbstvergiftung" beschäftigt augenblicklich die Phantasie mancher unserer Heilkünstler lebhafter sogar, als die Vacillen-Sensation. Nachstehend seien darüber einige Gedanken, aus einem kürzlich von Dr. Hickman vor tern Aerzteverein des Staates Washington gehaltenen Vortrag, von allem fachgelehrten Krimskrams losgeschält, einem verehrlichen Publikum zum Besten gegeben: Es ist unbestreitbar, daß sich bei dem normalen Proceß der Verdauung gewöhnlicher Nahrungsmittel in gewissen Stadien dieses Vorganges Stoff-Er-Zeugnisse bilden, welche, wenn sie im Körper in Umlauf gelangen, sehr beunruhigende Krankheitserscheinungen, ja sogar den Tod hervorrufen können. Nun hat ein Theil der VerdauungMaschinerie die Aufgabe, in der einen oder anderen Weise solche Gift-Erzeug-nisse zu beseitigen. Nehmen wir aber an. aerade dieser Theil sei was häufig genug vorkommt nicht im Stande, seine Aufgabe zu erfüllen. Dann wird dieses Gift vom Körper absorbirt. und die Folgen können sehr bedenklich em. Man hat gefunden, daß rni ganzen Bereich der Lebewesen die Ausscheidungen unter gesunden, normalen Verhältmssen Elemente enthalten, welche giftig sind (das berührt sich also mit den Unluststoffen- oder Angststo sen des Normalkleid - Jäger), und ich wage zu prophezeien, daß in naher Zukunft durch ein sorafaltlneres Studium, der Ausscheidungen noch viel Licht auf eine Menge, bisher nicht genügend verstandener Krankheittvorgange geworfen werden wird. Sind nun diese Giftstoffe in großenr Menge vorhanden, als durch die hierfür bestimmten Organe beseitigt werden kann, so wird das ganze Sysiem angesteckt, und es muß nothwendigerweise eine Vergiftung erfolgen. Auch auf andere Weise kann eine solche eintreten. Es ist festgestellt, daß der Harncanal von den Nieresrohrchen an bis zu seinem Ausgang eine Ober-. fläche hat, in welche diese Giststosse keinen Eingang finden können; wenn aber diese Fläche an einer Stelle, wo der Harn oeständig in Berührung mit ihr kommt, ihr schützendes Oberhau'tchen verliert, so kann der Organismus rasch vergifted werden! So ist es also zu einer wlssenschaftllchen Thatsache geworden, daß unser Körper sozusagen beständig am Rande der Vernichtung durch ganz natürliche Processe steht, und jener alte Gesangbuchs.Vers: Mitten wir im Leben sind Von dem Tod umfangen," erhält noch eine besondere neue Vedeu iung. ganz abgesehen von dem Tode durch von außen kommende Leiden oder Unglücks fälle. Ja. wir sind ein wandelndes Laboratorium von Giften, welche beständig in uns erzeugt werden, so lange wir leben. Daß wir diesen Giften nicht ohne Weiteres unterliegen, haben wir, außer den Ausscheidungsorganen, der Leber zu verdanken. Man hat ermittelt, daß die Leber sehr viele Gifte aus dem Blute ausscheidet und manche vernichtet. Gewisse Alcaloide in Mengen, die als vergiftend bekannt sind und, wenn sie sich am Muskel- oder Nieren-Ge-webe reiben, allemal den Tod herbeiführen, haben bei der Einflößung im Leber - Gewebe keine Folgen. Solche und andere interessante Dinge sind zur Genüge festgestellt. Diese Organe sind verläßliche Verthndigungswerke, wenn fi: sich in wirklich gutem Zustande befinden. Wandernde Weltausstellung Sieh, da? Gute kommt so nah'.Die verflossene Chicagoer Weltausstellungj scheint sich nicht so bald zur Ruhe setzen zu wollen. Sie will nicht nur in Bild und Wort, sondern auch in sehr lebendigen Rlesendarstellungen fortleben. Damit sind nicht blos mehr oder weniger vollendete Panorama Darstellungen gemeint. Wer etwa nicht dazu gelangt ist, zu jener Weltausstellung zu gehen, der mag sich jetzt trösten: es ist immer noch Aussicht vorhanden, daß dieAusstellung zu ihm kommt. Alle Gebäude, Kunstwerke. Landschaftsscenerien u. s. w. der Chicagoer Ausstellung sollen, und zwar genau nach den ursprünglichen! Plänen, in der, verhaltnißmaßig lmmerhm gewal tigen Hundert stets -Große, neu hergestellt und m unserem Lande spa stieren geführt werden. Dieser kühne Gedanke entstand zuerst im Kopfe eines Deutschen, Charles Schneider, welcher aber, da er nicht die Mittel, noch den , Einfluß zu seiner völligen Verwirklichung auf eigene Hand hatte, sich mit dem Ingenieur 0 W. G. Ferris. dem vielgenannten Erbauer des - Ferris- ! Rades auf der Columbrschen Ausstel lung, in Verbindung setzte. Ferris zog seinerseits nrvorragende Architekten und andere Fachmänner zu Rathe, und er ist nicht der Mann, der Etwas aus gibt, für das er einmal genügendes In teresse gefaßt hat. Schon vor mehreren Monaten wurde mit der thatsächlichen Ausführung des großartigen Gedankens begonnen, und eine Miniawre Worlds Fair Exhibitwn Co." organrsirt, welche natürlich erwartet, glanzende Geschäfte zu ma chen. so lange das Andenken jenes Ereignisses noch frisch ist. Ein Halbhundert der geschicktesten Arbeiter, welche früher ln den yuü manschen Waggon - Werkstätten be-
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schäftigt warer. wurden engagirt und waren in den letzten drei Monaten in einem greßen Gebäude unweit des ExWeltausstellunasplatzes eifrig im Dienste jener Gesellschaft thätig. Man gibt sich der Erwartung hin. daß mit Beainn nächsten Jahres das ganze Werk vollendet sein kann; zwei Drittel der Hauptgebäude nnv scyon jetzt fertig. Es versteht sich von selbst, daß sich diese ganze Ausstellung leicht stückweise verpacken und befördern läßt, und sie kann den Ruhm ihres Origirals verkünden, so lange die Geschichte lohnend erscheint! Seltsame WhiSky'Verstelk,. Wie allbekannt, ist das Gesetz gegen die Einfuhr von Wisky in das Jndianerterritorium v.xCj den! Schnapsverkauf daselbst ein sehr strenges, nicht nur von Bundeswegen, sondern auch von den Stammesaesetzgebungen aus. Aber auch diese drakonische Bestimmungen werden viel mehr übertreten, als gehalten! Denn der Prosit des Schnapsgeschästes ist zu verlockend, und Verkäufe sind stets leicht zu bewerkstelligen. So geht es denn hier mit dem Schnaps, wie in manchen anderen Gegenden z. V. mit dem Opium. Es fehlt nie an Leuten, welche Verhaftung bereitwillig riskiren, deS Gewin nes halber. Man kann Whisky zu $1 das Pint verkaufen, den man zu ZI die Gallone aekauft hat. Alles, was menschlicher Scharslmn iraend erdenken kann, wurde und wird angewendet, um große Quantitäten Schnaps weit im Innern des Territo riums zu verbergen und zu geeigneter Zelt anzubringen, und oft dauert es sehr lanae. bis der Scharfsinn der Veamten ebenso weit dringt. Wie die Grenzgegenden ihre Opmm-Romantik, so hat diese ihre Schnaps-Romantik. Man hat Fässer billigen Whiskys ld. h. billig gekauften) in Rübenfeldern begraben und den Boden vesat, so daß selbst die leiseste Spur des Versteckes verschwand; um diesen Schnaps an die Oberflache zu befördern, wurden Saug-Heber angewendet, wahrend von den Löchern der FässerGummifchläuche nach geheimen Stellen der Erdooerflache ausmündeten, woselbst der He ber eingesetzt wurde. Ja man näherte sich nie diesen unterirdischen Schnaps fässern auf demselben Wege, und nie war gleichzeitig mehr, als eine Person auf der Stelle. Kein Kunde sollte eine Ahnung haben, wo der Schnaps herkam. Mit der Zelt aber wurden solche und viele andere schlaue Einrichtungen doch von der Polizei aufgespurt, und das Zuchthaus war dem Unternehmer oder der Unternehmerin sicher. Doch neue Knufe wurden ersonnen, und bis zu diesem Augenblick sind die Beamten noch lange nicht hinter alle derselben gekommen. Em bezeichnen der Fall wurde unlängst endlich ht sannt. Ungefähr 10 Meilen nordöstlich von Muscogee befand sich eine notorische Whtsky-Nlederlage. welche ungemem lange allen Spuraucen und Spurnasen trotzte. Zwei übelbeleumdete Frauenzimmer hielten den Platz, eine Weiße und etoe Indianerin; Erstere war die Führerin. Man wußte ganz genau, daß hier zahllose Gesetzesuber tretungen verübt wurden, und konnte doch keinerlei Beweise finden. Es war nichts zu sehen, als ein einfaches, derbes Blockhaus. Ein Beamter nach dem anderen suchte vergeblich von unten bis oben durch. Der ganze umgebende Boden wurde durchwühlt, der' in der Nähe fließende Bach abgesucht. Alles umsonst! Daß die beiden genannten armen Wittwen" auf das Feierlichste ihre Unschuld versicherten. versteht sich von selbst. Wieder einmal hatte eine erfolglose Suche stattgefunden. Da fiel eS plötzlich einem der beiden Beamten auf, daß das Haus aus ungewöhnlich dicken, schweren Stämmen aufgeführt war. Mit Azt und Hammer wurden nun die Stämme an verschiedenen Stellen erprobt.und bald entdeckte man in manchen derselben große, höchst geschickt verborgene Whiskyvorräthe! Der Entdecker wurde kurz nachher ermordet. Binnensee'Luftspiegelungen. Während der Süden und Südwesten unseres Landes einige wunderbar günstige Stätten für phantastische Luftspiegelungen oder Fatamorganas aufweist, gebricht es doch auch dem prosaischeren Norden nicht ganz an solchen Erscheinungen. . In diesem Falle ist allerdings nichts Gebeimnißvolles an dem Ursprung derselben. Am auffallendsten treten diese Erscheinungen in der Gegend des Ontariosees östlich von Bufsalo auf, d. h. wenn die Verhältnisse dafür günstig sind. Das Gebiet dieser Luftspiegelungen ist ein ziemlich ausgedehntes. Passagiere von Bahnzügen der New Aork-Centralbahn haben öfters den Ontariosee, welcher auf der kürzesten Strecke etwa 40 engl. Meilen von ihnen entfernt war, mit allen seinen User-Eigenthllmlichkeiten, Bäumen u. s. w. in vollkommener Deutlichkeit am Himmel abgespiegelt gesehen. Auch in Bufsalo selbst konnte man erst unlängst wieder eine solche Bision am Himmel genießen. Die ganze Stadt Toronto in Canada, die etwa 60 Meilen entfernt liegt, war mit ihren Thürmen, Docks und anderen Baulichkeiten weitab am Horizont wundervoll genau zu sehen, auch ein großer Theil des Ontariosees mit den Dampfern und anderen Fahrzeugen darauf; fogar der Rauch fehlte nicht, welcher aus den Schloten der Dampfer emporstieg. Diese Erscheinung zeigte sich zwischen 9 und 10 Uhr Morgens und gewährte ein sehr überraschendes und eindrucksvolle Schauspiel. Auch anderwärts in unseren Binnensee-Ge-genden ist dergleichen nicht gänzlich unbekannt, obwohl selten wahrgenommen worden. Hier handelt es sich nicht um Lustbilde?, von denen man nicht enau die
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Quelle oder das Original 'feststellen könnte (im Gegensatz zu manchen anderen Fällen). Und die Entstehung dieser Luftspiegelungen ist nichts RäthselHaftes mehr. Wenn die erwärmte Erde die untere Luft rascher verdünnt, als dieselbe emporsteigen und entweichen kann, so ann, im Gegensatz zu der gewöhnlichen Erfahrung, zeitweise die Luftschicht weiter oben dichter sein. Alsdann werden die Lichtstrahlen von entfernten Gegenständen in dieser oberen, dichteen Luftschicht gebrochen, und so entsteht, immerhin nicht weit von der Oberfläche der Erde, vorübergehend ein olches Spiegelbild da oben, besonders wenn der gespiegelte Gegenstand entprechend hoch liegt. In heißen Wüstenqegenden begünstigt die völlige Flachheit des Landes solche Spiegelungen selbst auf .sehr weite Entfernungen, und sie können von ziemlich langer Dauer sein. Besondere Verhältnisse mögen noch allerlei Modifikationen hervorrufen, und ks bleibt überhaupt auf dem Gesammtgebiet der Lufterscheinungen noch Vieles zu erklären. Jedenfalls hat es mit allen denjenigen Luftbildern zu Land und zur See, welche von unseren Matrosen Looming genannt werden, die obige Bewandtniß. Ein Millionendieb. In der hohen Finanzwelt von Paris hat es einen gewaltigen Skandal gegeben. Einer der bekanntesten Makler des Pariser Rohzuckermarktes.Pignault mit Namen, der in der Liquidation eines dortigen Hauses stark engagirt gewesen sein soll, hatte für Rechnung des Baron Hirsch eine bedeutende Quantität Rohzucker verkauft und dem Gebrauch gemäß imNamen sernesCUenten die diesem zukommenden Summen iml Gesammtbetrage von 3,600. 000 Francs einkassirt. Da Pignault aber keine Miene machte, seinem Commlttenten die Abrechnung über die vorgenommenen Operationen zu überreichen, so strengte Baron Hirsch eine Klage an, welche die Verhaftung des Maklers zur Folge hatte. 'Pignault räumte ein, den dem Baron Hirsch zu kommenden Betrag einkassirt zu haben, gab aber vor, daß die Summe ihm von einer Person, die er nicht bezeichnen könnte, gestohlen worden sei. Obwohl der Untersuchungsrichtetl dieser Ausrede keinen Glauben schenken konnte, so ließ er dennoch die Personen aus der nächsten Umgebung Pignault's und namentlich dessm Prokuristen scharf überwachen. Der letztere wurde denn auch eine Zeitlang verdächtigt, zumal er seine Entlassung mittelst eingeschriebenen Briefes übersandö und sich beharrlich geweigert hatte, die von ihm verlangten Auskünfte zu erthei len. Er hatte nämlich gehofft, daß Pignault die Sache noch gut machen und den Handel niederschlagen könnte. Da entschloß sich Pignault zu einem Geständnis: die 3.600.000 Francs waren ihm nicht gestohlen worden, son dern noch in seinem Besitze. Er gab an, wo er das Geld hinterlegt hatte, dasselbe wurde gefunden, Baron Hirsch zur Verfügung gestellt, welcher nunmehr seine Klage zurückzog. Trotzdem ist Pignault och nicht auf freien Fuß gesetzt worden, da noch, verschied:ne dunkle Punkte aufgeklart werden rnus sen. ,, Dom Inland e. ?in dem Orte Briabton bei Parkersburg, W. Va., entspann sich unter einer Anzahl Schuljungen, die sich auf dem Weae nach 5ause Manden, ein Streu; Messer und Revolver wurden gebraucht, der 15jährige Willis Gardner erschossen und sein achtlahriaer Bruder durch mehrere Messen Itiche todtlich verwundet. Der Lehrer M. Pickering, welcher Frieden stiften wollte, trug ebenfalls schwere Verletzunaen durch Messerstiche davon. SecretärHutchinsvonder Relief-Society" in St. Paul sagt in seinem Quartals-Bericht. dak die Noth unter den Beschäftigungslosen in jener Stadt gegenwärtig wieder ebenso groß ist, als sie es vor einem Jahr um diese Zelt gewesen ist; und dabei klagt er daß Mittel zur Unterstükuna der Bedürftigen in diesem Jahre schwerer als je zu beschaffen sind, da das große M 1:'. j & j.u vs. im.tit"iT. .:i .ungiuu ui uiuici; oie oyilyaiigieu bereits ganz ungemein stark in An spruch genommen hat. Gouverneur Altaeld bat nun doch dem Gattenmörder Gustav Menkhausen von Belleville, Jll., eine vretßigtagige Galgenfrist gewahrt Sheriff Langley traf schon die Vorbe reitungen zur Execution. Menkhau sen. der aanz gebrochen war. fakt wie der etwas Muth. Er betheuert seine Unschuld und hofft, daß das Urtheil werde umgewandelt werden. Der Gou verneur will dem Ersuchen von Menk Hausens Rechtsanwalt McConnaughty um Milderung deS Urtheils, nicht Folge geben, da der Staatsanwalt von t. Clair ounty dagegen ist. Seit geraume? Zeit wur den in Wisconsin Anschuldigung?: laut, daß gewisse Leute durch betrüge rische Eintragungen im Landamt zu Äfylano und- durch Vorschiebung von Strohmännern sich von den dicktenWäldern, die zur öffentlichen Domäne gehörten. Landstrecken anaeeianet Kätten, die Millionen von Dollars werth sind; die Gerüchte mehrten sich immer mehr und veranlaßten schließlich die it i r..jt c . It.' jL unictiucgung ourcy oie iroßgeschworenen. welche jetzt thatsäcklick seckiia Anklagen erhoben haben. Die Namen werden noch geheim gehalten. Es ver lautet ferner, daß ein jetziger und ein sruyere,Ä eglerungsdeamter compromittirt sind. Oliver Wendel! Holmes, der verewigte amerikanische Dichter wurde in Boston in anspruchsloser aber eindrucksvoller Weise zur ledter Ruhe gebettet. Der TraueraottesdienN fand in der Kings Kapelle statt; die literarischen Freunde des Verstorbenen waren ziemlich zahlreich vertreten. daS allgemeine Publikum nur wenia. theils
weil das Wetter' sehr schlecht war, theils weil die Familie Holmes ein möglichst geräuschloses und einfaches Vegräbniß gewünscht hatte. Auf dem Sarge des schlafenden Dichters lag ein Lorbcerkranz der den Sarg fast ganz
bedeckte. Dr. E. E. Hale hielt eine eindringliche Leichenrede; ein Sängerquartett trug mehrere Choräle vor. Unter den hervorragenden Personen, welche zugegen waren, befanden sich Rev. G. Arbuthnot von Stratford am Avon, England, als Vertreter des Geburtsortes von William Shakespeare; L. F. Smith der Autor der Hymne America , ein Studiengenosse von Holmes; William Lloyd Garrison; ChaS. Follen Adams; Frau Julia Ward Howe; Richter John Holmes und Dr. Eliot von der Harvard-Uni-versität. Die Beisetzung der Leiche and aus dem Mount Anburn-Fried-hose statt. Vor einigen Tagen wurde die TicketOffice der Nashville KCHat-tanooga-Bahn und die Postofsice in Wauhatchie, in Tennessee von Einbrechern heimgesucht, die Alles, was irgendwle Werth hatte, fortschleppten. Am nächsten Morgen begab sich der Stationsvorsteher nachChatanooga.um . rj.t.i tn cYt. . oen eyeim-PoilZinen Perrn 'yillpps zu ersuchen, seinen berühmten BlutHund Jude" auf die Fährte des oder der Einbrecher zu setzen. Philipps willigte ein und der Hund wurde an den Bahnhof von Wauhatchie gebracht, wo er die Fährte sofort aufnahm, und dem Bahngeleise entlang verfolgte. Sein Eigenthumer, sowie der Stationsvorsteher und mehrere Polizisten, fuhren auf der Lokomotive nach. Nachdem so etwa 20 Meilen zurückgelegt waren, bog der Bluthund in den Wald ab. Die Beamten verließen die Lokomotive und folgten. Drei Meilen weiter stellte der Hund in einem Dickicht einen Neger, der sich, als er die Revolverläufe der Beamten blitzen sah, ruhig ergab. In Chattanooga, wohin er gebracht wurde, gab der Neger seinen Namen als Charles Blrd an. Er gestand, daß er bereits in einem Jllinoiser Zuchthaus gesessen, vor Kurzem von Chicago nach Chattanooga aekommen, und nicht nur die Einbrüche in Wauhatchie, sondern auch eine Reihe anderer in Chattanooga verübt habe. .Auch in Augusta, in Georgia, verübte er einen Einbruch und sandte, wie er sagt, erbeutete Goldwaaren im Werthe von mehreren tausend Dollars nach Chicago, wo er sie verkaufte. Gefährlich ist's, den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn, jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn. Wahnsinnig wurde neulich in Brooklyn plötzlich der 60jährige Neger Albert Langford. Er glaubte sich von Hexen verfolgt, überall, unter dem Bette, aus dem Tisch, im Ofen, im Kleiderschränke und selbst in Buchsen und Schachteln glaubt er jene hageren Gestalten zu sehen. Aus allen Ecken begegneten ihm rothfunkelnde Augen und dünne Gestalten, welche ihn zu ergreifen suchten. Der alte Neger raufte sich die Haare aus, schlug verzweifelt die Hände zusammen, zertrümmerte seine Möbel und zerhackte schließlich den Fußboden, um die Hexen zu vertreiben. Aber Mes half nichts; je wilder er sich geberdete, desto wüster wurde es in seinem Gehirn, und bald sah ei in seinem Wahne das ganze Zimmer voll von alten Zauberinnen. Seine wilde Hetzjagd brachte einige Nachbarn herbei, welche den Alten zu besänftigen suchte. Es war jedoch vergebliche Mühe; der Irrsinnige erblickte selbst in seinem intimsten Freunde eine Hexe, und ein halbes Dutzend wohlbeleibter Blauröcke, welche zu Hilfe gerufen, wurden, konnte seinen Wahn nicht verscheuchen. Er ging auf die Polizisten mit einem Beile los, sich und sein Schicksal verwünschend, und erst als er unter der fürchterlichen Anstrengung seines geistigen Kampfes mit den Gespenstern sich erschöpft hatte, konnte er gefesselt und festgenommen werden. In seinem Haar waren 11 indollar-Banknoten versteckt; er hatte das Geld so kunstgerecht mit Stecknadeln befestigt, daß es erst entdeckt wurde. als man ihn nach dem Gefängnisse brachte, wohin er behuss Untersuchung! seines Geisteszustandes geschickt wurde. Seit Einführung des Prohibitionsgesetzes in Süd - Dakota haben 1189 Verhaftungen wegen) ungesetzlichen Verkaufs von geistigen Getränken daselbst stattgefunden, während nur 81 der Angeschuldigten schuldig - befunden wurden. Die Processe aber kosteten dem Volke die hübsche Summe von 45,000. Dabei wird das Geschäft von 237 offenen Saloons" und 403 sogenannten Blind Pigs" betrieben. Die sämmtlichen Town - Clerls beuchten, daß seit Einführung des Gesetzes größere Trunkcnheit herrscht, als vorher. Seit einiger Zeit veranstaltete ein spirltuallstlsches Medium in Jacksonville. Jlls., Sitzungen und seine wunderbaren Manifestationen zogen stetstem großes Publikum an. Dieser Tage ergriff aber ein Zweifler den erschienenen Geist, ein anderer zun dete ein Licht an. und es zeigte sich. daß der (Zielst niemand Anders war, als ein früherer Zuchthäusler Namens W. Major. Das Medium ist vev schunden. Vom AuSlanve. In Cassel erschoß sich der 22 Jahre alte Musketier Ritter von der 11. Comvagnie des 32. Ins.Regiments mik seinem Dienstgewehr r rnv - . aus einer cannicyartsuuve ver ixa ferne; Furcht vor Strafe soll das Mo tiv des Selbstmordes gewesen sein. Vor einer Abtheilung deö Schöffenaerichts am Amtsgericht m -t . i crt.; i . L 2lo. x'in eriin ereigne ncy oer tl tene Fall, daß ein Angeklagter gezwun' gen wurde, die Ehrenzeichen von seiner rnn avzuktzcn. Wer betreffende Angeklagte war wegen Hehlerei angeklagt und trug die Bänder der Krieasdenkmünzen von 1866 und 187071 im Knopfloch. Der Staatsanwalt beantragte, dem Angeklagten- aufzugeben, die Ehrenzeichen abzuleaen. da er im
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Küsten, Erkältungen. Keiserkeit, Keuchhusten,
Asthma, Fronchitk, gsk . LuNgcnbkschserdcn werden geheilt durch D?.AMUÄUn!g,'s ' E'2M?BU&GEI3 BRUSTTHEE. Dieser tzyce ist aus yeikkräfligen Dlurzeln und Kräutern zusammengesetzt
Ein Packet, welches nur 25 Cents kostet, leistet drei Mal f, viele Dienste wie eine Flasche Hustenftrup. Er wird nicht bei Gcwicht Verkauft, sondern nur in Original-Packeten. Allenthalben zu ha- jlsS s S jo den bei Apothekern und Händlern in Medizinen. SMWtö&ßf4ai0d 3tbt& echte Packet trägt nachstehende Unterschrift. & Baltimore, Md., Ver. St., A.
Jahre 1884 mit Verlust der bürgerlicyen yrenrecyte bestraft sei. Der Angeklagte protestirte und behauptete. zum Tragen der Ehrenzeichen berechtigt zu sein, da er inzwischen wieder in den Besitz der Ehrenrechte gelangt sei. Der Vorsitzende bedeutete ihm aber, daß die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte den dauernden Verlust der öffentlichen Aemter, Würden, Titel, Orden und Ehrenzeichen nach sich ziehe. unv van der Angeklagte sich des unbefugten Tragens von Ehrenzeichen schul.iV- . ' . e.l VV? - wiy muujtu wmoc, wenn er loicye illNs tig wieder anlegen sollte. Eine mu t biae hat voll brachte der Premier - Lieutenant KaNitzky vom 2. bayerischen Ulanen - Ne giment. Bei den Schwimmübunzen des Regiments in der Nähe bon Jngolstadt wurde ein des Schwimmens unkundiger Ulan durch die! Strömung vom Pferde gerissen. Kaum sah dies der am Ufer stehende Officier, als er in voller Uniform in den Fluh sprang. Gleichzeitig mit ihm hatte sich ein Gefreiter in's Wasser gestürzt, der aber bei dem Bemühen, dem Soldaten zu helfen, schwach wurde und selbst in die Gefahr des Ertrinkens aerieth. Der Officier hatte nun die schwere Aufgabe, zwei Ertrinkende zu retten: er hielt den .Einen am Rücken der Stalljacke hoch, während der Zweite an dem Arme des Lieutenants einen Halt fand. Mit größter Kraftanstrengung trug, Letzterer seine Last durch das stark strömende Wasser, bis ein Rettungsboot bemannt war, das alle Drei herauszog. Dem entschlossenen Officier wurde vom Prinzregenten die Rettungsmedaille verliehen. Vor 14 Jahren stand vor dem Schwurgericht in Hamburg ein junges Mädchen Namens Gesche Brandt, des Kindesmordes angeklagt. Die Angeschuldigte hatte geständigermaßen ihr neugeborenes Kind bei St. Paul! in die Elbe geworfen, um es zu todten. Zum größten Befremden wurde die Brandt trotz ihres Geständnisses nach einer Vertheidigungsrede des verstorbenen Rechtsanwalts Dr. Wex von den Geschworenen freigesprochen und sofort aus der Haft entlassen. Die Geschworenen erachteten nämlich, daß die Angeklagte die That in einem Zustande geistiger Gestörtheit begangen. Gegen das schwurgerichtliche Erkenntmß legte der Staatsanwalt sofort Revision ein und erließ gleichzeitig einen neuen Haftbefehl gegen das Mädchen, der aber nicht zur Ausführung gebracht werden konnte, weil die Freigesprochene mit Hilfe verschiedener Personen, die sich für ihr Schicksal interessirten, nach der Türkei entflohen war. Hier hatte die Brandt, ein mit seltener Schönheit begabtes Mädchen, außerordentliches Glück, indem sie einen reichen Pascha Ibrahim heirathete. Jetzt, nach 14jähriger glücklicher Ehe, ist der Mann gestorben und hat seiner Wittwe ein Vermögen von ca. einer Viertel Million Dollars hinterlassen. Kürzlich kam sie nach Hamburg, beschenkte ihre hiesigen Verwandten reichlich und hat eine Nichte nach ihrer jetzigen Heimath Konstantinopel, mitgenommen. Der 16j ährige Sohn Albert der Wittwe Hanapi in Pfaffstätten bei Baden schoß mit einem Flau-bert-Gewehr nach der Scheibe, als plötzlich sein siebenjähriges Schwesterchen Louise, aus der Schule heimkeh rend, zwischen den Schützen und sein Ziel gerieth. Der Bruder bemerkte die Schwester nicht, schoß und mit einem Wehruf sank das Kind, in den Unterleib getroffen, zu Boden. Das schwerverletzte Mädchen wurde in das Badener Spital gebracht, wo dasselbe an der erlittenen Verletzung starb. Auf den Maschine nfabrikanten Wetzet in Gera wurde Nachts ein Revolver-Attentat verübt. Der Schuh drang unterhalb der linken Schulter in den Körper, ohne den Getroffenen erheblich zu verletzen. Ein zweiter Schuß verfehlte das Hiel. Infolge der Dunkelheit, die bei der abseits gelegenen Wohnung des Ueberfallenen herrschte, entkam der Angreiser. Es ist aber beobachtet worden, daß noch ein zweiter Mann davonrannte. Seit einiger Zeit sind auch in der Bank von England Daen angestellt. ' Sie hatten sich einer cüfung zu unterwerfen, erhielten jedoch nach dem Bestehen derselben einträgliche Posten. Die Directoren sind von dem Ergebniß der Neuerung so befriedigt, daß sie beschlossen haben, eine Reihe anderer Stellen mit weiblichen Beamten zu besetzen. Die männlichen Collegen der Damen sind nicht sehr erbaut von der Sache und haben mehrere Protestmeetings abgehalten. ,,, Nnby'S Pile Suppository wird garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder das Geld wird zurückgegeben. ö0 Cts. die Box. Schicke zwei Poftmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken. Ward Broö., A. Kiefer & Co. und Daniel Stetsart, Wholesale Agenten Indianapolis, 3nd.
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NcdcnkenSle, daß die Wisconson Eentral Bahn un bedingt daS Zutrauen des Publikums besitzt, da sie bei Weitem die populärste Linie zwischen Chicago, Milwaukee, St. Paul, Minneapolis und dem Nordwesten ist und fernerhin als die Pullman Lime zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Pläjen am Superior See angesehen wird. Bedenken Sie ferner daß die Wiö consin Central die bedeutendsten Punkte in Wisconsin berührt, mehr Geschäfts Plätze erreicht als irgend eine andere Linie im Nordwesten, daß der Speisewagen feiner ausgestattet ist als irgend einer der anderen Linien. Für weitere Auskunft als, Raten, Routen, wenden Sie sich an den nachsten Ticket Agenten oder an JaS. C. Pond, Gen. Pass. Agent, Milwaukee Wiö Volks - Partei. Auszug aus der platform : Wir verlangen : Daß bei der Steuereinschätztznng von dem Werthe des Eigenthums alle Schulden in Abzug gebracht werden können. Eine Steuer von 6 Prozent auf alle Erb schaften über $2000. Reduktion der Arbeitszeit in Fabriken und Bergmerken gemäß den Fortschritten in der Industrie. Verbot der Kinderarbeit in Fabriksn und Veramerken. Verbot der Abgabe und Annahme freier Eisenbahn-Fahrkarten an und von össent lichen Beamten und Richtern. Staats- resp. Gemeindeeigenthum an allen öffentlichen Verkehrsanstalten, wie Eisenbahnen. Telegraphen, Gas- und Wasserwerken u. s. w. Staatsbesitz- und Betrieb der Bergwerke, und Ausdehnung des Staatsbetriebes auf alle Industriezweige, so wie sich die Nothwendigkeit dafür eraiebt. Silberprägung im Werthverhaltniß von 16: 1. Ermählung des Präsidenten und der Bundessenatoren in direkter Volksmahl. Ferner heißt es in der Platform: Wir glauben nicht, daß es die Aufgabe der Regierung ist, die Eisenbahn-Corporationen in ihren Streitigkeiten mit den Arbeitern zu unterstützen, und bemerken mit Schrecken, wie Richter eine despotische Macht ausüben, die nicht im Einklänge mit dem Geiste der Versassung steht. Die Kandidaten. Für den Staat. Staats-Sekretär: Ebarles 21. Roblnson Fountaintewn, Ehrlby Co. StaatS-Auditor : Cdgar Sl. PerkinS Indianapolis, Marion Co. Staats-Schatz?7eister : Amos B. Keedort Logansport, Cag Co. Generalanwalt : EilaS Holcomb. Fort Brauch, Gibson Co. Clerk der Supreme-Court: A. Harrt, Montaomerh, Bono, Lawrence Co. Superintendent des öffentl. Unterrichts : Jason H. Allem Terre Haute, Vtgo Co. StaatZ-Statistiker : William P.Lmltb. Jrvington, Marion Co. Geologe . Edward Kindle. Bloominzton, Monroe Co. Richter der Supreme-Court, 4. Distrikt : D.H.Cbambers, New Castle, Henry Co. Für den Congreßdistrikt. Thomas L. East. Madison Co. Für daö County. Clerk : CbarleS H Nrause. Auditor : Citnon Lchmalholz. Schatzmeister: Albert H. Krnll. Sheriff : Peter H. Hughes. Recorder : Robert E. Gross. Coroner : Tr. Tanner. Richter Criminal-Gericht : Wm. P. Adkinson. Staatsaniralt : Philip Rappavort. Richter Superior Court No. 1 : LilaS ZN. Ehepard. Legislatur : TanieliFNennedy. Jared Lamdbier. I. V. Springer. John Lerton, John Greig. Allen Hightshne. County'CommissSre: Henry reft. 1. Distrikt. S. N. Haines. 2. Distrikt. Für daS Township. Trust : Charles H. Mlner. Affeffor: Claude (5. Pcrsonette. Friedensrichter: Harrison Qgborn. SkinoS Wliü'T. Garrett BZ. Walrod. Jobn5Moore. Constabler : William Shook. Refin H. Wilfon. Jodn ZNafters, William Harrtmau. Brill's Dampf - Färberei, (Stadltrtl871.) Herrenkleider gereinigt. gefärlt und reparirt. Damenkleider gereinigt und gefärbt ohne diesel, ben u zertrennen, evitzenvorlzänge u. Ehentlle Portieren gereinigt, lacee Handschuhe geret ntgt. Waaren werden abgeholt und adgtliksert. 36 33 Massachusetts Averme. Zweiggeschäft : N. Jllwoi v ie.
Marktbericht. WZolcsale-Preise. GrocerieL. Zuckcr: harter $5.tt). Guter gelbe? $4.35. Gcivötznl. aelbcr 53.91. affee: gcröst. Banner, ion und Java 21. 75c (in 5l)Pfd Säcken) Capital 21 U ilot 21c " Dakota 20c Brazil 1V) .c Getr. Acpfel tic Pfirsiche 14 c Corinthen 5c Pflaumen 7?c Aprikosen 16c Früchte und Gemüse. Acpsel per. $1.75 Citronen pcr Jitfic LW Oranqcn per Kiste $;.00 Kraut per Faß 75c Zwiebeln per Faß $2.00 Rübe:, per Fa5 tzi Bohnen per Burl 1.50 Kartoffeln pcr Faß $2.25 Süß,artcffcln pcr Faß $3.25 Mehl. Wintcr-Weizen pat. $4.00 Frühjahr-Weizen pat. $4.00 Winter extra $2.50 Gewöhnliches $1.75 Roagenmehl $3.10 Hafergrütze $5.75 Butter, Eier und Geflügel. Butter, frische ssountrh 14c. Eier, frisch, per Du?. 13c Lcd. Geflügel: Hühner 7c per Pfund z Sprmg ChickenS 7c; Hähne 8c; Türkei? Hennen 5c: Enten 5c: Gänse $4.20 per Dutz.
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