Indiana Tribüne, Volume 18, Number 35, Indianapolis, Marion County, 23 October 1894 — Page 1
0 rl 00 lesen Sie die Offerte der Tribune" -fükAnsere Weltausstellung I kesen Sie die Offerte der Tribüne" - für - Unsere Weltausstellung ! O rlC rlO Cr US TiA l5 ii f "i y y-o-W V W o o y v Jahrgang 18 Office : No. 18 Sud Alabama Straße No. 35 Indianapolis, Zndiana Dienstag, den 25. Oktober S.
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Offizieller Bericht der Merchants National Bank. Indianapolis, den S. Oktober 1894. Aktiva. Anleihen $ 540,535 72 Vereinigte Staaten BondS 250,000 00 Stadt Indianapolis, Marion und andere CountY BondS 609,9 94 Baarmittel: In Banken $593,238.45 Beim Ver. Staaten Schatzamt 8,500 00 Baar (Gold $336,000 00) 436,516 27 $1,043,254 72 Bond-Prämien 12,000 00 Gewölbe, HeldschranZ und Möbeln :c 17,000 00 $2,472,787 38 Passiva. Eingezahlte? Kapital $ 300,000 00 UeberschußFond und Gewinne 119,594 75 Naticnalban!Noten im Umlauf 223,750 00 Depositen 1,829,442 63 $2,472,787 38 John P. Frenzel. Präsident. Otto N. Frenzel, Kassirer. O. F. Frenzel, Assistent-Kasfirer.
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rvf MciV Besonderen betrifft, so ist die jetzt zuUI iTlM-ölW seilen gehörte Behauptung, daß diese
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Editorielles. ES giebt keine Nation, welche nicht ihr Philistertum hat, keine Nation, welche nicht Exemplare jener Gattung besitzt, die sich an einer Idee festsaugt, und dann nicht mehr loS läßt, und wenn die Welt um sie her in Trümmer fallen sollte. Den ersten Nang unter den Philistern aller Nationen aber nimmt der deutsche ein und zwar ganz besonders in der Politik, sobald die Temperenzsrage genannt wird. Da hängt er sich mit einer
Zähigkeit und Ausdauer an einen einzigcn Gedanken fest, als ob es auf der ganzen Welt absolut nichts gäbe, das auch nur annähernd von gleicher Wichtigkeit ist. Wir werden aus diesen Gedanken gebracht, weil dielfach behauptet wird, die Platform der Populisten enthalte eine Temberenzplanke. Wenn der deutsche Philister gar nichts gegen eine Partei oder gegen Politiker borzubringen weiß, und doch entschlossen ist, etwas gegen dieselbe vorzubringen, so hängt er ihnen flugS Temperenzgesin nungen an, einerlei ob mit Recht oder Unrecht, und klammert sich dann an diesen Vorwand mit einer staunenSwerthen Ausdauer. Wir sind gewiß unbeugsame Segne: der amerikanischen Temperenzbewegung und bekämpfen sie, wo immer sich eine Gelegenheit dazu bietet. Daß wir dabei weder Personen noch Parteien schonen, glauben wir schon oft hin länglich gezeigt zu haben. Trotzdem aber haben wir die Idee, daß es nicht die einzige Lebensaufgabe des Menschen ist, die Temperenzler zu bekämpfen. Wir bedauern Denjenigen, der kein höheres Ideal kennt, als die Trinkfreiheit. Nehmen wir den Ar beiter. Seit einem Jahre ist stetige oder zeitweilige Arbeitslosigkeit an der Tagesordnung. Die Löhne sind in stetigem Fallen begriffen. Selbst wenn er Beschäftigung hat, muß er mit jedem Pfennig rechnen, um sich und seine Fa milie anständig erhalten, seinen Kin dein eine anständige Erziehung geben zu können. Da ist eö uns völlig unbegreiflich, wie ein Mann eine Bewegung, deren Zweck die Besse rung der Lage der Arbeiter ist, wie ein Mann die wichtigsten Lebensinteressen, die Interessen seiner selbst und seiner Familie, wie er die Zukunft seiner Kinder gänzlich vergessen und hintanstellen kann, bloß um sich mit nichts Anderem als der Trinkfrage ab zugeben. DaS ist unsere Ansicht von der Aufgabe der Deutschen und von den Pflichten deS ManneS und deS Bürgers nicht. Wir sind dafür, daß man die Tem perenzler mit aller Energie bekämpft, aber wir sind nicht dafür, daß man deshalb c.lle höheren Lebensaufgaben vernachlässigt und alle Ideale in den Winkel wirst. Wir wollen Freiheit aber die Trinkfreiheit ist nicht die ein zige Freiheit, die wir wollen. WaS aber nun die Volkspartei im Partei eine Temperenzplanke in ihrer Ptotfom habe, einfach eine Unwahrheit, ebenso wie die, daß sich Tempenzler aus dem Ticket der Lolköpartei I U I I , . , . . , Ms m befinden. ElN hiesiges demokratisches zgiM behauptete kürzlich Harrison I ' r U i l Ogbrn fei ein T.mp.renzler. Abge.
sehen davon, daß dies eine Lüge ist, so könnten mir darauf als Entgegnung hinweisen, daß Solon Goode, der Präsident der Good Eitizenö' Lcague", der Organisatian, welche kürzlich den bekannten SonntagS-Kreuzzug unter-
nahm, ein Demokrat ist, aber wir haben heute keine Lust uns mit Personen zu beschäftigen. Die Volkspartei giebt in ihrer Platform auf eine sehr seine Weife zu verstehen, daß sie gar keine Lust hat, sich mit der Temperenzsrage abzugeben. Wir haben dieS schon am Tage nach der Parteiconvention mitgetheilt. Die Volkspartei empfiehlt in ihrer Platform die Einführung des Referendums und der Initiative, wie sie in der Schweizer Republik besteht. Darnach müssen alle Gesetze dem Volke zur Abstimmung unterbreitet werden, ehe sie Geltung erhalten. Auf daS Referendum hinweisend, sagt die Partei in hrer Platform, daß sie zwar die Uebel deS TrinkenS bedauert, aber daß die Angelegenheit sich reguliren werde, wenn wir einmal die Einrichtung deS Referendum? haben. Da wir nun einstweilen die Einrichung des Referendum? nicht haben, und auch so bald nicht bekommen werden, so heißt daö mit anderen Worten, daß die Partei sich mit der Frage nicht beschäftigen wolle. Wir wüßten wirkich nicht, wie eine Partei, die so viele Anhänger auf dem Lande hat, die Angelegenheit in geistreicherer und weniger verletzender Art von der Hand weien kann. Die Volkspartei hat daS LiebeSwerben der Prohibitionisten schroff abgewiesen; in der Convention der Volkspartei von Marion County bewarb sich ein Prohibitionist um eine Nomination. Ein freund von ihm chlug ihn vor, aber da er als Prohibitionist bekannt war, konnte er nicht eine einzige Stimme zur Unterstützung bekommen, und so gelangte sein Name gar nicht zur Abstimmung. Der VorWurf der Temperenzlerei der VolksPartei gegenüber ist der ungerechteste und falscheste, den man sich denken ann. 2a, wir wagen zu behaupten. daß die maßgebenden Elemente der Volkspartei liberaler sind, als selbst die Demokraten, und den Begriff der persönlichen Freiheit vom prinzipiellen Standpunkte auS schärfer auffassen als diese. Die Temperenzler haben ihr eigenes Ticket im Felde, die Volkspartei hat nichts mit ihnen zu thun. Mit liebenSwürdiger Berechnung haben die demokratischen Behörden aus dem Stimmzettel daS Ticket der Prohibitionisten dem der Volkspartei vorangesetzt, vielleicht weil sie die Prohibitionisten vorziehen, oder weil sie ihnen gefällig sein wollen. Viel helfen wird ihnen dieö jedoch nicht. ' Hoffentlich wird diese Erklärung gev m nugen, um oen Dorwurs oer Ä,emperenzlerei zurückzuweisen. m in m Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Wärmeres, schönes Wetter heute Abend; schönes Wetter am Mittwoch und Donnerstag. BestialischeöVerbrechen. N e w A o r k, 22. Oktober. Einhundert Italiener entkamen mit knapper Noth nur einem jähren Tode, der durch ein Verbrechen, beabsichtigt wor den war. Zwischen italienischen und irländischen Arbeitern kam eö zu haufigen Streitigkeiten. Vor 5 Wochen fand eine reguläre Schlacht zwischen Italienern und Jrländern statt. Samstag Nacht verschaffte sich Pat. Riley den Schlüssel zu dem VorrathS HauS und nahm neun Dynamitpatro nen an sich, nebst der Batterie und den Drähten, welche zum Sprengen benützt werden. Um 9 Uhr gestern Nacht be gab er sich nach der Baracke, in welcher die Italiener schliefen, vlacirte die Patronen unter derselben und verband die Patronen mit der hundert JardS entfernten Batterie durch Drähte. Ein Nachtwächter iui Dienste der Contraktoren küberrasckte Rilev. und sobald er die Absicht ersehen konnte stürzte er sich auf ihn. Durch die Rufe deS Wächters wurden die Italiener er weckt und sie eilten zur Stelle. Mi Mühe nur konnten sie davon ahgehal ten werden, den voyld-be Massenmör des auf der Stelle kalt zu machen.
Es gelang dem Wächter schließlich, Niley in daS Gefängniß von New Rochelle abzuliefern. Niley bedauert nur, daß sein Plan zu früh entdeckt wurde. Noch eine Minute Zeit, und die Italiener wären in die Lust ge-flogen.
Niley wurde heute dem Nichter vorgeführt und ohne Zulassung von Bürgchaft den Großgeschworenen überwieen. Der Streik der Weber. Fall R i v e r , Mass., 22. Oktbr. Die Weber machen in ihrem Streik steige Fortschritte. Sie haben seit Samstag 2500 Webstühle zum Stillstand gebracht und jetzt sind von 60,000 nur noch 25,000 in Thätigkeit. Hu Scheußliches Verbrechen. Eolufa, Eal., 22. Okt. Ein Veruch wurde gemacht, die Insassen deS County Hospitals zu vergiften mittelst StrychninS, daS in den Kaffee gemischt worden war. Zweiundzwanna Paienten, von denen einer seitdem gefiorben ist, sind erkrankt. Der große Kaffeekessel wurde unterucht und eS fanden sich Spuren des GifteS in demselben. Man nimmt an, daß ein Chinese, der entlassen worden war, daS scheußliche Attentat auS Rache beging. t ire prooiunö teucif täet Cincinnati, 22. Oktober. DaS Wohnhaus von Casimir Werk in Westwood, sieben Meilen von hier, gerieth heute Morgen in Brand. Herr Werk, welcher wußte, daß sein HauS sire proof ei, schloß in aller Ruhe daS in Brand gerathene Zimmer, und weigerte der Feuerwehr den Zutritt. Die Folge war, daß daS ganze HauS in Asche geegt und nichts gerettet wurde. Der Verlust beträgt $50,000, die Versicherung 3,500. Zu den verlorenen Gegenständen gehört eine werthvolle Sammlung von Diamanten. Drei TodeS - Kandidaten in Kampf. Talequah, 3. T., 22. Oktober. Im hiesigen Gefängniß fand unter drei zum Tode verurtheilten Gefangenen, Eli Levy, Chute Starr nnd Bob Dalton, heute ein wüthender Kampf statt. Levy wußte sich ein Rasirmesser zu verscyassen, grtss oamtt )tnc Vt denSgefährten an und brachte Starr einen tödtlichen Schnitt bei. Er sei nerseitS wurde jedoch von Dalton mit einem Stuhle über den Kopf gefchls gen, erlitt dabei einen Schädelbruch und erhielt andere Verletzungen, die sein baldigeSEnde herbeiführen dürften. StaatSnachrichten. Grauenhafte Tragödie. R i ch m o n d, Ind., 22. Okt. Heute Morgen um 10.40 Uhr schoß John Waltz, ein alter uud bekannter Bürger seinem zweijährigen Sohn eine Kugel rn oen unlerlelv unö veriumte dann auf gleiche Weise sich zu tödten. Her beieilende fanden Vater und Sohn im Sterben. Waltz hat in letzter Zeit viel häuslichen Kummer gehabt und seitdem ihn vor etwa drei Wochen seine Frau verlassen hatte, bemächtigte sich seiner eine dumpfe Schwermuth. Ein Glückspilz. Franklin, Ind., 22. Okt. Wm. C. Bower, den man neulich wegen Diebstahls von 30 Bufhel Kleesamen zum siebten Male eingesungen hat, hat eS verstanden zum achten Male die Freiheit wieder zu gewinnen. Er scheint ein besonderer 'Günstling der Glücksgöttin zu sein, worüber die Ein wohnerunserer Stadt ihr größtes Miß fallen an den Tag legen. Man wünscht, daß Bower endlich.seine Strafe für die bewußten 30 Bushel absitze. Unglück auf d er Jagd. Elkhart, Ind., 22. Okt. Der siebzehnjährige Carl H. Waldschmidt wurde auf der Jagd gestern Abend durch eine Fahrlässigkeit aetödtet. Sein Kamerad Adolph Kneeburger zielte ge ?ade, als Waldschmidt seinen Kops vor dem Lauf ,n die Höbe hob und die ganze Ladung in den Kops erhielt. , , ,,, McCloyö Fabrik zu $5U0 verlaust. Eltvoo.d, Ind., 22. Okt. Die W. McCloy Lampen Cylinder Fabrik wurde gestern von Dr. T. A. Cox von l)ier zu $510Q erstanden.
Durch einen Zug übersahr e n. R o m e, Ind., 22. Okt. AIS gestern Abend der bekannte Farmer. Geo. W. 3oneS das Geleise der Missouri Bahn an der Main Straße kreuzen wollte, wurde sein Wagen von einem dahersausenden Zug getroffen und eine Strecke weit fortgeschleift. 3ones, der
Frau und fünf Kinder hinterläßt, starb an den erhaltenen Verletzungen nach einer Stunde. ' Ein Baby vergiftet. Muneie, Ind., 22. Okt. Die wanzig Monate alte Tochter von Frau L. Salyer, durchsuchte nach Kinderart die Handtasche ihrer Großmutter nach Candy, fand aber Morphium, daS sie verschluckte und daran starb. NuSland. Vom deutschen Sozialiste nC o n g reß. B e r l i n, 22. Okt. Der gestern in Frankfurt a. M. begonnene Congreß der sozialdemokratischen Partei nimmt zur Zeit daö allgemeine Interesse der Presse in Anspruch. Die Finanzen der Partei sind, wie gewöhnlich, sehr gut im Stande. Ob dieser Guerillakampf gegen die Sozialisten fortgeführt wird, oder ob man wieder eine Attacke unternimmt gegen die Gesammt-Partei, ist eine Frage, die bald beantwortet sein wird. WaS aber immer kommen mag, wir sind für den Kampf gerüstet. Mit derselben Ruhe und Entschlossenheit wie bisher werden wir den Kamps auch in Zukunft zu führen wissen. Wir haben auf unserer Seite den Fortschritt, daö Recht; uud wir werden auch auf unserer ! Seite haben den endlichen Sieg." : Der Vorwärts" schreibt über den Frankfurter Congreß in einem Aufruf an die Delegaten : Wir Sozialdemokraten haben weder eine Partelregurung, 4ioch eine Diktatur, sondern eine Administration, welche der Controlle der Congreßmitglieder unterworfen ist. Die Arbeit und die Administration unserer Partei wird der Probe der schärfsten Kritik standhalten. In den Debatten werden die Geister aufeinander platzen ; es werden Worte fallen, die unsere Freunde beleidigen, unsren Feinden gefallen ; dieö ist unvermeidlich. Wir sind aber sicher, so schmerzlich die Worte sein mögen, sie werden keine Wunden hinterlassen." 3n der heutigen Morgensitzung deö Congresses kam die Frage der Salaire der Parteibeamten, Redakteure etc. zur Besprechung. Ein Antrag lag vor, daß kein Parteibeamter incl. Redakteure etc., mehr als 3000 Mark Gehalt bekommen sollte. Den höchsten Gehalt in der Partei erhält der Redakteur deS CentralorganS Vorwärts" in Berlin, nämlich ca. 8000 Mark. Bebel ergriff daS Wort und erklärte, daß die Sozialdemokratische Partei niemals daö System der AröeiterauS beutung proklamiren dürfe, auch nicht in den eigenen Reihen. Kein Beamter und Redakteur könnte Tüchtiges für die Partei leisten, wenn er nicht ein! germaßen anständige Bezahlung für seine Arbeitsleistungen erhalte. Die Partei verlange von ihren geistigen Arbeitern mehr intellektuelle Arbeit, als irgend eine andere Partei, und folglich gebiete eS die Pflicht der Par tei, entsprechende Vergütung für diese Arbeit zu leisten. - Vom todtkranken Zaren. St. Petersburg, 22. Okt. Nachrichten aus Livadia besagen, daß im Befinden deS Zaren gestern eine leichte Besserung eingetreten ist, welche sich jedoch nur als temporär erwies. London, 23. Okt. Der Cox respondent deS Standard in St. Pe terSburg schreibt Folgendes : DaS heutige Bulletin ist ebenso un befriedigend wie die früheren. Jeder, mann wundert sich, daß weder deS Pul seS noch der Temperatur Erwähnung geschieht. Kurzum die Erklärung, an welcher Krankheit der Zar eigentlich leidet, fehlt noch nn.rn.er. Mediziner sind, nicht im. Stande, auch nur zu ver Vuthen, was ihm eigentlich fehlt. ES wird berichtet, eine Operation werde beabsichtigt. Nach einer anderen Version wird eine Krisis in der Krank heit in den nächsten Tagen erwartet Welcher Art hie. Ypexation sein soll,
wissen jedoch selbst die Bestunterrichteten nicht zu sagen. St. Petersburg, 22. Okt. Daö heute Abend von nen Aerzten des Zaren ausgegebene Bulletin lautet : Der Kaiser schlief fünf Stunden mit Unterbrechungen. Er erhob sich am Morgen wie gewöhnlich. Sein Appetit hat sich vermindert. Seine Kräfte hatten nicht zugenommen."
Die belgischen Wahlen.Brüssel, 23. Okt. Nach unoffiziellen Angaben, welche hier soeben publizirt werden, haben die Wahlen zur Deputirtenkammer folgende Vertheilung der Sitze unter den Parteien ergeben : Katholiken 104, Liberale 103, Sozialisten und Radikale 203 (? ?). Wie berichtet wird, ist der Premierminister de Barlet bei der Bewerbung um Wiederwahl zur Deputirtenkammer mit einer geringen Majorität geschlagen worden. Vierzig Todte. Buda Pesth, 22. Oktober. 3n der Anina Kohlengrube sind die Leichen von 40 Personen gefunden worden, welche bei der Explosion von Grubengaö am letzten Samstag umgekommen sind. Außerdem sind bei der Ezplosion noch dreißig Personen schwer veretzt worden. - Erweiterung d e S Dreibundes. P a r i S, 22. Okt. Der Figaro" stellt die bemerkenswerthe Behauptung auf, daß Rumänien sich dem von Deutschland, Oesterreich und 3talien gebildeten Dreibunde angeschlossen habe, und will wissen, daß der Besuch deS Königs Alexander von Serbien in Wien und Berlin mit einer geplanten erneren Erweiterung deö Dreibundes in Verbindung stehe. chissönachrichten Angekommen in : Glasgow: City of Rom" von New York. N e w I o rk : Kaiser Wilhelm II." von Genua, Saale" von Bremen und Berlin" von Southampton. Boston: Pavonia" von Liverpool. m ,, General-Agentur. Feuer-Verncherua, Collektlon von Miethe, Geld an- und auözuleihen. Schisssscheine, Reisepässe, Vollmachten und Croschastserhebungen. A. M e tz g e r Grundeigenthums Agentur. Ergründet 1863. Frau Owen MeAree, 249 English Ave. wohnhaft, mußte gestern Abend in einem Anfall von Wahnsinn nach der Polizeistation gebracht werden. X7 Studenten den verschiedenen Universitäten und Kollegien sind nur am Wohnplatze ihrer Eltern stimmbe rechtigt, fällt dieser mit der Universi tätsstadt zusammen, so können sie natürlich dort stimmen, sonst nicht. Ejlt Henry Becker wurde zum Verwalter deö Nachlasses von 3ohn Kopper ernannt. Kaution $3400. ChaS. A. Ostermeier stellte $1200 Kaution als Vormund von Mary und Minnie Meyer, 18 bezw. 16 3ahre alt. tD3 Der Hausirer Maurice Stei ner, 47 Wisconsin Str., wurde an der Kreuzung von East Str. und Massa chusetts Ave. von einem elektrischen Motorwagen auS seinem Fuhrwerk geschleudert und nicht unerheblich verletzt. C7 Die Cquitable Mutual Fire Insurance Co. von New Jork" ist den Bestimmungen der StaatSgesetze nicht nachgekommen und wurde vom Staatsauditor auf die schwarze Liste gesetzt, kann also im Staat keine Versicherngen annehmen. Um dle Wabrbelt zu erfabren in Bezug auf Hood'S Sarsaparille frage man Diejenigen, die diese Medizin brauchen, oder lese die oft in diesem Blatt abgedruckten Zeugnisse; sie werden Euch überzeugen, daß Hood'S kurirt, H o o d'S P i l l en kurirenVerstopfung.
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