Indiana Tribüne, Volume 18, Number 33, Indianapolis, Marion County, 21 October 1894 — Page 3
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&u Erflflööic hs CcBens. Nou,an von AZ. Jllfdrs-rcas. (11. Fortsetzung.) Jetzt endlich ist der Wagen da, ehrfurchtsvollesSchweigen tritt ein; Polt zisten, Offiziere und Soldaten brechen Bahn durch die gehorsam weichende Menge. Sie gehen langsam; denn der .Kaiser ist krank, und kann nur schrittweise den Vorangehenden die kurze Strecke bis zum Fährboot folgen, das ihn und seineFamilie nach demDampfschiff bringen soll; kein Laut ist der nehmbar, nur hier und dort ein im Zerdrücktes Schluchzen, ein sympathisches Aoeos!" Der Kaiser schreitet gramgebcugt, Haupt- und Barthaar sind in den letzten Wochen schneeweiß geworden; die Kaiserin, die Kronprinzessin, deren Gemahl und drei junge Söhne, auch Prinz August von Sach-seN'Koburg-Gotha, der Enkel des Kaisers, schließen sich an. In den Augen des ältesten Sohnes Jsabellas slackert irre der beginnende Wahnsinn. Nun hat der Kaiser das Verdeck des Dampfbootes erreicht, er dreht sich um, den dielen, die sich nähern, die Hand zum 9sffrfiied zu drücken, dann hebt er sein Haupt, das hoch über die Menge emporragt, und sieht mit einem unbeschreiblich schmerzvollen Blick dorthin, wo zauberisch schön im Abendsonnenglanze die Hauptstadt seiner Heimath liegt, sein Neich, dem er fünfzig Jahre der Arbeit gewidmet, das fruchtbarste der ganzen Welt, das einzige, in dem die Sonne niemals untergeht, das er geliebt mit jeder Faser seines Herzens! Nun soll er es verlassen auf ewig, verbannt in eine fremde Welt in Armuth, Tod und Wahnsinn. Vorwärts, Bürger Don Pedro de Alcantara, die Zeit ist abgelaufen." Der Kaiser ?uckt unmerklich zusammen und gehorcht. Die Signalglocke ertönt, das Boot setzt sich in Bewegung; hoch am Mäste flattert die Fahne der Republik und von der Festung Santa Cr'z donnern die Kanonen dem scheifrtricen Kaiser einen letzten Gruß. Langsam verzieht sich hierauf die Menge, und Leopold, der gegen seinen Wille.i Zeuge eines großen historischen Augenblicks gewesen, athmet auf, ihn beschäftigt nur ein Gedanke: ob Manucl Cordes noch am Platze sein wird, und im Fluge eilt er nach der Stelle. Ja. Die Vorsehung scheint sein Gebet erhört zu haben, vielleicht will sie ihn doch noch retten. Dort steht aufräumend hinter seinemTisch der Händler in braunem Kaftan, den weißen Turban um das martialschc Haupt, in dem schwarzumbarteten Munde die kurze Pfeife und hell zeichnet sich seine schlanke Gestalt vom rosenrothen 'Abendhimmel ab. Manuel CordeS verspricht bereitwilligst, noch eine Stunde hier warten .zu wollen, da die Steine sich in seiner Brusttasche befinden, und nun tritt Leopold den Weg zum Strande der Olindvlstraße an. Es ist halb acht vor--über, durch die Verzögerung der Abfahrt des Kaisers hat er Regine warten lassen müssen, sie steht am Platze und fertigte bereits den Neger, der sich getreulich mit seinem Briefchen -eingestellt, ab. Ein Schrei von Leoplds und ihren .Lippen zugleich dann eine endlose, glühende Umarmung erstickte Laute der Zärtlichkeit, des Mitleids und der Seligkeit. Ich habe das Geld, Leopold, hier, nimm!" Er vermochte vor Bewegung nicht zu sprechen. War das ein Tag, was habe ich clles durchgemacht! Bist Du nun gerettet. Leopold?" Gerettet? Vor dem äußersten ja; aber. " er brach ab. Ich muß Dich jetzt verlassen, Negine, um die Sache zu ordnen Du begreifst." Er hatte, seine Lage überdenkend, in muthlosem Tone zu ihr gesprochen; sie suchte in seinen Zügen zu lesen und bemerkte etwas fremdes, das sie erschreckte. Jetzt, bei demAnblick desMannes, dem ihr ganzes Herz gehörte, schwanden alle Zweifel undBefürchtungen, sie sah und empfand ihn. das war genug, um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft versinken zu lassen. Nein, Leopld. in solcher GemüthsVerfassung verlasse ich Dich nicht, sondern gehe mit Dir, wohin Du gehen rnußt, und warte draußen." Es sind weite Wege und Du weißt nicht alles was mir widerfahren; vielleicht " Doch," unterbrach sie ihn. Ich suchte Dich heute Nachmittag bei Fiebinger auf und erfuhr, daß es mit Deiner Stellung dort vorbei und Du entlassen bist." Wer behauptete das?" fragte Leopold rasch. Ein junger blonder Mann im Laen." Lange! Also das von ihm!" rief Leopold und lachte unnatürlich auf. Der Schurke! Regine," fuhr er plötzlich in heiserem Tone aus den Tiefen seiner Brust, fort, während er ihre beiitn Hände ergriff, und dennoch wendest Du Dich nicht von mir ab?" Deswegen? Aber Leopold! Vergißt Du denn, daß ich Dich liebe? Was es uch sei, wozu Du Dich verleiten ließest, Du wirst Deine Gründe gehabt haben und es passirt nicht wieder. Ich aber bleibeDein und bin glücklich, wenn ich all:?.. mit Dir tragen kann, bis an mein Ende." Du tapferes, wüthiges Geschöpf!" flüsterte er, sie in stummer Bewegung an sich pressend. Eine halbe Stunde später befanden sich die verhängnißvollen drei S:eine wieder im Besitz des Herrn Oskar Fi:binger, der Leopold etwas höflicher versprach, tiefes Schweigen über dis Gelegenheit zu beoÄachten und auch
den Angestellten im Geschäft jedes Erwähnen derselben strenge zu verbieten. Als er, befreit von einer Zentnerlast, die Straße wieder betrat und Regine sich an seinen Arm hängte, hielt er ihre Hand fest. Gott sei gedankt, das wäre vollbracht und hinter uns, das schrecklichste ist gnädig abgewendet. Nie, nie wieder! Der heutige furchtbarste Tag meines Lebens hat mich zu einem anderenMen schen gemacht, Regine; und habe ich auch viel verloren, so wurde mir doch wieder viel gegeben; denn erst jetzt weiß ich zu schätzen, was für ein Kleinod ich in Dir besitze." Und jetzt bringe ich Dich nach Hause, Rcgine." Noch nicüt, erst, mußt Du mir beichtcn, damit ich alles weiß; von Mama kriege ich so wie so eine fürchterliche Ladung, ob nun etwas mehr oder wcniger, kommt nicht darauf an. Weißt Du, Leopold, nach diesem ereignißreit)tn Tage feiern wir beide noch ganz allein unsere Verlobung, willst Du?" 'Alles, was Du wünschest," entgegmit er liebevoll. Sie hatten bald die stille Olinda straße und den einsam daliegenden Strand erreicht; wie wohl das that, die erfrischende Abendkühle, aus dem Menschengewoge der heißen Stadt! Von den dunkeln Parkanlagen her schimmerten hier und dort die erleuch teten Fenster de? Villen herüber und rechts erstreckte sich das weite Meer. Vom Strande führte ein ausFelssteinen hergestellter breiter Steg, an dem früher die Böte zu landen pflegtcn, ein? Strecke weit in's Meer hinein, dort stand am äußersten Ende auch eine hölzerne Bank, auf dieLeopold und Regine sich niederließen. Endlich allein und ungestört; o, wie ich Dich liebe, Leopld! Und nun erzähle." bat sie leise. Ich bin es Dir schuldig, obgleich es mir schrecklich ist, solche Beichte vor Dir abzulegen," entgegnete er, sonst ihre alühenden Küsse erwidernd, mit denen sie, hingerissen von seiner männlichen Schönheit, ihm das Antlitz bedeckte. Sprich nur. Ich liebe Dich, und deshalb ist schon im voraus alles vcrgeben." Und den Arm fest um die Gestalt des mehr empfindenden als lauschenden Mädchens geschlungen, begann Leopold zu erzählen von der Spielschuld und der daraus erwachsenen qualvollen Verlegenheit, von dem ungerecht vertheilten Reichthum und seiner elenden Besoldung, wie dann die Versuchung an ihn herangetreten, sich durch zeitweiliges Versetzen der Diarranten zu helfen, woraus für niemand Schaden entstehen 'konnte, bis zu dem entsetzlichen Moment des heutigen Morgens, da er, alles verloren gebend, nur den Seinen und Reginens wegen davon abgestanden, den Tod zu suchen. Es war ein Platz, wie geschaffen zu
solchem Bekenntniß; wie aus weiter Ferne glühten, gedämpft vom Abenducbel, rothen Funken gleich, ein paar Laternen vom User her bis zu ihrem Sitze am Meer, das ringsumher gespxnstisch die weißen Wellenkämme emporreckte; zauberisch spannen in der Ferne die Strahlen des aufgehenden Mondes eine goldene Brücke über das Wasser, und im Westen leuchtete nordlichtartig ein geheimnißvoller röthlicher Lichtschein auf, der sich in den glanzenden Gürtel der weiß schimmernden Milchstraße verlor. Nun weißt Du alles, kannst Du verzeihen, Regine?" Es bedürfte kaum der Frage; ich besitze auf der Welt keinen anderen Wunsch, als Dir zu gehören und Dein Weib zu sein." Diese unbegrenzte Unterwürfigkeit des vornehmen Mädchens schmeichelte Leopold, erhob ihn in seinen eigenen Augen und gab ihm etwas von dem früheren Selbstbewußtsein zurück, das während der letzten Tage so arge Demllthigungen erlitten hatte. Nun bist Du meine Braut; halten wir fest zusammen, so werden wir auch endlich siegen läge nur die Zukunft nicht so gänzlich hoffnungslos vor uns." Wollen wir fliehen, 'Leopold, nach einör fremden Stadt und uns dort trauen lassen?" Auch dazu fehlen uns die Mittel, Geliebte." Vielleicht gelingt es mir, sie zu beschaffen," flüsterte Regine, sich an ihn schmiegend. Besser wäre es, ich suchte eineStellung zu erhalten; bist Du bereit, auch solch ein armseliges Loos mit mir zu theilen?" Zu jeder Stunde und mit tausend Freuden." So werde ich alles in Bewegung setzen." Als sie sich trennten, war derMond ..schon beträchtlich höher gestiegen, und die Laternen brannten nicht mehr; denn die Kirchenuhren hatten Mitternacht verkündet. Ihrem Vorsatz getreu trat Daniela am Morgen desselben Tages den Weg nach der Palmenvilla an, klopfenden Hmens, im glücklichen und bangen Gefühlen zugleich bewegt; wie würde .der Vater die Nachricht von der Rückkehr ihrer Mutter und deren AnNäherung an sie aufnehmen? : Sie schritt die Swfen zur Veranda hinan, als Frau von Hasselbach, eben aus dem Salon kommend, dort erschien; diese befand sich in der denkbar schlechtesten Laune, Regine hatte sich bereits in frühester Morgenstunde ohne ihr Wissen entfernt, was mochte das unbegreifliche Mädchen vorhaben? Es war ihr, als sähe sie die Früchte eines jahrelangen aufopfernden Strebens unwiederbringlich in den Abgrund rol len; ganz abgesehen von Regine, welche die mühsam zurechtgelegten Pläne dreist zerstörte, begann Onkel Karl
durck sein zunehmendes Wohlbefinden ihrer Bevormundung zu entschlüpfen und Daniela, die verhaßte Miterbin, besaß an ihn das Anrecht der Tochter. Aber es war nothwendig, sich zu be herrschen und Valeska verzog den Mund zu einem sauersüßen Lächeln; galt es doch, fortan durch kluge AnPassung mit den unvermeidlichen Umständen zu rechnen und, wenn möglich, Daniela für sich zu gewinnen. Guten Morgen. Kind, wie nett von Dir, Dich einmal blicken zu lassen; der, Onkel wollte schon, so viel ich weiß, heute zu Dir schicken." Und ich kam, um ein paar Worte mit ihm zu sprechen, allein; ist Papa unten?" An diesem allein" nahm Valeska natürlich mißtrauischen Anstoß, und kühler erwiderte sie: Hast Du Geheimnisse mit ihm zu verhandeln, so ist dafür gerade jetzt die rechte Stunde, er befindet sich in seinem Zimmer." Daniela antwortet: nicht, als sie sich zum Gehen wandte, doch sie spürte förmlich den haßerfüllten Blick im Nacken, den ihr Valeska nachsandte. Die hellblauen Augen des Oberst leuchteten auf. als er das junge Mäd chen eintreten sah; sie blieb zögernd auf der Schwelle stehen, während sich in ihren kindlich-lieblichen Zügen ein Ge misch von schüchterner Hoffnung. Liebe. Rührung und Spannung zeigte. Als er dann aber, seiner bisherigen Gewohnheit zuwider, wo Schwäche ihn zurückgehalten, sich erhob, und zeigend, welche Fortschritte er gemacht, ihr entgegentretend, sie begrüßte, da warf sich Daniela mit einem Jubekruf an seine Brust und umschlang ihn stürmisch. Mein lieber, lieber Papa, wie froh bin ich, Dich so zu sehen!" Ja, Kind." äußerte er, nach einem zärtlichen Kuß auf ihre Stirn, wcnn'S so weiter geht, bleiben wir noch ein paar Jahre bei einander, und das wäre Dir wohl auch nicht unlieb, wie, obgleich Dein Vater ein echter alter Griesgram ist?" Das brachten Deine Schmerzen mit sich, ich habe Dich doch immer o sehr, sehr lieb gehabt!" Und ließest mich trotzdem allein hier sitzen, um Dona Angela Gesellschaft zu leisten," sagte er halb im scherzenden Tone, halb vorwurfsvoll. Lieber Papa, mußte ich denn nicht gehen?" fragte sie, bestürzt zu ihm ausblickend. . Kind," entgegnete der Oberst ernfter und strich den weißlichen Schnurrbart," ich habe seitdem über manches anders zu denken gelernt, ihr Weiber seid einmal ein unverständliches Korps, man wird seirl Lebtag aus euch nicht klug. Regine hat mir erzählt, Du hattest von ihrer Mutter nicht immer eine liebevolle Behandlung erfahren, das hat mich gewurmt. Ich war krank, da mag mir vieles entgangen sein, und wir wollen die alte Brüh' unaufgewärmt lassen; genug, Du bleibst von jetzt an hier und kamst hoffentlich, mir das zu sagen, mein Kind?" Ja, Papa, ich kam, um Dich zu bitten, wieder ganz bei Dir bleiben zu dürfen, und doch führte mich auch noch ein zweiter, wichtiger Grund zu Dir." Und der lautet?" Ich bin gekommen, mein Vater," antwortete Daniela mit zitternder Stimme, während sie das Gesicht an die Brust das alten Herrn barg, um Fürbitte einzulegen für eine Frau, welche Dir einst im Leben sehr nahe stand." Oberst vonWeddingen trat betroffen einen Schritt zurück, seine Züge versinsterten sich und ruhten forschend ruf dem Antlitz des vor ihm stehenden Mädchens. Es kann nur eine sein, die mir einst sehr nahe stand, ich hoffe aber, daß diese es nicht wagte " Und wenn die Arme es nun doch, gezwungen durch ihre traurige Lage, that, mein Vater." unterbrach ihn Daniela beschwörend, würdest Du dann nicht verzeihen und noch einmal helfen?" Sie sagte Dir V Alles." nickte Daniela .bestätigend. Der Oberst hob den Stuhl, auf dessen Lehne er sich gestützt, und ließ ihn heftig auf den Boden zurückfallen. So wagte das verkommene Frauenzimmer es in der That, sich Dir zu nähern und das Geheimniß zu verrathen, vor dem ich Dich beschützt wissen wollte? Ha, das ist stark, das ist mehr, als ich erwartete, aber bei Gott, es soll der niederträchtigen Person theuer zu stehen kommen." Sie ist aber doch meine Mutter, und Du hast sie einst geliebt," äußerte Daniela mit einem Muthe, von dem sie selbst nicht wußte, woher er ihr wurde. Andererseits ist es auch gut, daß ich nun alles weiß. Papa; denn mit solchem Schatten auf meiner Herkunft bin ich fest entschlossen, nie zu heirathen. Ich bin so unglücklich beanlagt, so leicht verletzt und würde mich über ein böses Wort von demjenigen, welchen ich liebe, zu schmerzlich grämen. Hätte ich das damals schon gewußt, nie würde ich meine Einwilligung zu der Berlobung mit Ewald gegeben haben." Da haben wir's!" rief Oberst von Weddingen zsrnfunkelnden Blickes, Ihr überemvfindsamen Weiber seht die Dinge mit Euren Augen an, ich aber ahnte so was und wollte Dir die Besämung, sowie mir die Vorwürfe ersparen, indem ich die Thatsachen verschwieg, Du hattest Deine Mutter vergeben und dachtest seit Jahren
nicht mehr daran, nach ihr zu fragen. Da kommt nun die Person, schleicht sich hinterlistig, wie es ihre Art ist. an Dich heran, um mir alles zu verderben! Nahe gestanden? Jawohl, Kind, ich leugne es nicht," fuhr er in etwas rubigerem Tone fort, sie hat mir damals, ist jetzt freilich schon ein halbe? fn?nf4rTl fr fs rttt AftnV t;utbuii.uu4ibi yti, iyt ituii yviuuutu. War Gesellschafterin zu der Zeit bei
der alten Baronin von Hohenburg, eine scböne Erscheinung, nicht ungebildet. und verstand durch ihre liebevolle Pflege der alten Dame das Leben recht angenehm zu machen; das alles zog mich einsamen Kerl an, war ja auch nicht mehr ganz jung und sehnte mich längst nach einer erträglichen Häuslichkeit; eine Hiesige aber mochte und wollte ich nicht, sind mir zu faul und anspruchsvoll. Wir verlobten uns, ich war glücklich, da fiel wie vom Himmel der dumme Krieg! Anstatt nun gedulbig sein Ende abzuwarten, sich an maßgebender Stelle nach mir zu erkund! gen, nimmt sie, heirathstoll und versessen auf den Mann einen Anderen, und ich habe bei meiner Heimkehr das Nachsehen." War sie nicht gezwungen, die Sorge um mich " warf Daniela stockend ein. Bewahre Kind, das ist's ja eben; sie hat Dir die Geschichte natürlich nach ihrer Weise erzählt, die es mit der Wahrheit nicht eben allzu genau nimmt; die Baronin, welche mich schätzte, hatte ausreichend für sie gesorgt. Aber, es wohnte in dieser Ro falte Blume ein leichtfertiger, zerfahrener Geist, so etwas lügnerisch komö diantenhaftes, das sich im Schmuye der Gemeinheit wohl fühlt und mir während unserer Bekanntschaft unter geordneten Verhältnissen entgangen war. Bin eben kein Menschenkenner, Kind, mir kann man leicht ein X für ein U machen. Die Enttäuschung dann, als ich zurückkehrte, war eine schauderhafte. mein ganzes Leben sah ich zerstört, infam ruinirt, und doch mußte ich ,auch wiederum dem Schicksal danken, das mich vor einer solchen Frau bewahrte! Denn einmal in den Händen jenes Menschen, sank sie rasch und verjfiel in alle jene scheußlichen Laster, die ,den Mann mit Ekel und. Abscheu erfüllen, weil er im Weibe nur noch das Zerrbild dessen sieht, was es sein soll, was es zu sein vermag." Das ist schrecklich, Papa; ihr fehlte jeder moralische Halt. Trotzdem kann ich nicht vergessen, daß sie meine Mutter ist, und eine innere Stimme sagt mir, ich gehöre zu ihr und muß ihr verzeihen; würdest Du nicht noch einmal, zum letzten Male helfen?" Nein," antwortete der Oberst fest, ich habe nicht ein-, sondern viermal mit ziemlich bedeutenden Summen geholfen, nun ist's vorbei. Der ist doch nicht zu belfen. die geht ihrer Natur nach im Nfuhl des Lasters unter, und daß sie jetzt, aller. Versprechen und Uebereinkommen Hohn bietend, sich hinter Dich gesteckt hat, das ist einfach unverzeihlich und beraubt sie des letzten Nestes von Mitleid, das ich vielleicht noch für die Unglückliche gehegt haben könnte. Und weil es so ist, Kind, m'öchte ich Dir auf das eindrUcklichste an's Herz legen, jede Berührung mit der 'Person, durchaus zu meiden; sie ist Deine Mutter, ja, aber leider ist sie es und ihr skandalöser Lebenswandel benimmt ihr jedes Anrecht an die Pflichten einer Tochter." Sie thut mir doch leid, Papa, und mein Gewissen lehnt sich dagegen auf, meine Mutter im Elend verkommen zu sehen." Aber sie will'S doch nicht besser," .rief der Oberst auffahrend, verschlampt wurde das schöne Geld, welches ich ihr gab. Nichts mehr thue ich, gar nichts! Kannst Du aus weibischer Schwäche von de? Person, welche Dir dem Geist nach fremd ist, nicht lassen, so wähle zwischen mir und ihr; denn ich will nicht, daß zwischen uns ein Wesen stehe, das ich verachte!" Papa," entgegnete Daniela erschüttert, es bedarf keiner solchen Wahl, ich gehöre Dir, die Liehe und Verehrung, welche von jeher so warm und innig in meinem Herzen für Dich lebten, lassen mich keine Sekunde schwanken. Bin ich doch so glücklich. Dein Kind zu sein! Aber sieh, dieses Glück würde getrübt sein durch die Gewißhcit, die beklagenswcrthe Frau darben zu sehen." Oberst von Weddingen küßte Daniela, um seine Rührung zu verberqen, auf die Stirn. O. diese Weiber! Sie verstehen einen Vers zu machen und einem das Leben zu erschweren! Es ist gut. Kind. Ich thue nichts mehr in der Sache, nicht das geringste nur das Eisenbahnbillet nach St.Paulo soll sie haben. Willst Du hingegen der Person hin und wieder etwas zuwenden so thue es meinetwegen nur laß mich's nicht sehen; denn ich ärgere mich darüber. Und nun komm, Valeska wird mit dem Frühstück auf uns warten und sie befindet sich nicht gerade in der holdesten Laune; das Blitzmädel, die Regine, scheint ihr ja plötzlich recht über den Kopf gewachsen zu sein." Willst Du Dich beim Gehen nicht auf meine Schultern stützen, Papa?" Nein," sagte der Oberst, indem er sich nicht ohne Selbstbewußtsein aufrichtete, es geht sehr gut allein. Ja, das ist gleich eine ganz andere Sache, wenn der Mensch sich wohl befindet, aber mit Schmerzen behaftet und als halber Krüppel im Fahrstuhl hockend, da sieht man die Welt durch eine schwarze Brille und hat für gar nichts Sinn, Sollst mal sehen, Kleine, jetzt beginnt ein anderes Leben im Hause; denn ich bin soweit zufrieden und will auch zufriedene Gesichter um mich sehen." 11. Zwei Wochen sind seitdem bergangen. Romano hatte sich während dieser Zeit, da das fortschreitende Wohlbefinden des Obersten seine öfteren Vesuche entbehrlich werden ließ, seltener in der Palmenvilla blicken lassen, msbesondere, um Danielas Anblick zu vermeiden, der, so fürchtete er, ihn in seinem Entschlüsse, Kamilla zu wäh len, schwankend machen könnte; auch hatte sie ihn bei seinen letzten Besuchen so absichtlich gemieden und so kalt be-
handelt, daß er, tief verletzt, beschloß, fortan jede Berührung mit ihr zu meiden. Um so eifriger widmete er sich Rombecks; auf seine Vorstellungen hatte DonaAngela bereitwilligst eine ihrer zablreichen jungen Mulattinnen nach dort aesandt, um Kamilla bei derPflege der kranken Mutter zur Hand zu gehen; denn die Noth war gestiegen, seit auch Leopold, freilich zu feinem größten Mißbehagen, unthätig zu Hause saß und an Konstanzes karger Besoldung mitzehrte. Seit einigen Tagen war nun die Krise vorüber und dadurch die größte Gefahr für die Kranke gehoben, trotzdem gab es noch immer viel Ar beit und Mühe; denn Frau Doktor Rombeck war eine anspruchsvolle, ungeduldige Kranke, die am liebsten alle Welt in Athem hielt und niemandem ihrer Umgebung Ruhe gönnte; Kamilla war blaß und mager unter dem anstrengenden Dienst geworden und Romano. der sie so gern aus diesen unerträglichen Verhältnissen befreien wollte, sehnte den Augenblick, da er sich erklären durste, unruhevoll herbei. Dieser Augenblick schien ihm endlich mit dem heutigen Tag gekommen zu sein; Frau Doktor befand sich außer Gefahr, und die äußerst drückenden Verhältnisse der Familie würden ihm gewissermaßen ein Fürsprecher sein, im Falle Kamillas Herz nicht übermäßig warm für ihn schlagen sollte; denn daß es nicht von anderer Seite bereits in Besitz genommen, daran zweifelte er keine Minute, und diefe Ueberzeugung verlieh ihm die nöthige Zuversicht. Er war gegen Abend gekommen und befand sich nach dem Besuche bei der Kranken mit Kamilla allein. Wie blaß und angegriffen Sie aussehen, Dona Kamilla!" begann er sanft, seine dunkeln Augen in die ihren senkend, gewiß haben Sie die letzte Nacht wieder am Bett der Mutter gewacht, obgleich ich Ihnen so dringend Schonung anempfahl." Kamilla schüttelte lebhaft den Kopf. Unter den Umständen ist an Schonung für mich nicht zu denken, Doktor Montsanto; nun ist auch Leopold immer da, der manches bedarf; es ist alles so traurig," fügte sie leiser hinzu. Es war ein köstlicher Abend; nachdem die Sonne gesunken, verbreitete der lichtgetränkte Horizont von Westen herüber einen magischen, gelblichen Schein, der alle Umrisse merkwürdig scharf begrenzte und den Glanz der am Himmel erscheinenden Sterne dämpfte; von denGärten her zog berauschend der Duft blühender Mandelund Zitronen!äume. Ich fühle mit Ihnen, daß alles sehr traurig ist," äußerte Romano innig, während er mechanisch die Blüthe eines in der Nähe stehenden Granatgebüsches pflückte. Aber keine Nacht ist so dunkel und stürmisch, daß wir nicht doch hoffen dürften, es erschiene in ihr ein Stern, der uns den rechten Weg Zeigte." Ich habe keine Hoffnung auf solchen Stern für uns, Doktor Montsanto," gab sie, ihn voll und frei aus den dunkelblauen Augen ansehend, zurück. Aber warum nicht? Sie sind ein Wesen, welches die Natur mit allem schmückte, was sie an herrlichen Gaben zu spenden hat. Sie sind berechtigt, die höchsten Ansprüche an das Leben zu stellen. Wenn nun jemand kommen würde. Dona Kamilla. ich setze den Fall, der imstande wäre. Ihnen alles zu bieten, was die Welt an schönem und begehrenswerthem besitzt und der mit dem äußeren Reichthum auch ein Herz verbände, das sich Ihnen voll verehrender Liebe zuneigen möchte, das nur in dem Wunsche lebte, Sie zu beglücken, würden Sie bereit sein, Ihre Zukunft vertrauensvoll in die Hände eines solchen Mannes zu legen?" Kamilla schwankte einen Augenblick, sah ihn forschend an und wurde verwirrt. Wenn mein Herz ihm gehörte, dann ja, gewiß," entgegnete sie betonend. So gibt es wohl in diesem Falle für mich keine Hoffnung?" fragte er erbleichend. Ich liebe Sie, Kamilla! Und wage ich es, Ihnen das schon' jetzt in dieser ernsten Zeit zu gestehen, so geschieht das nur aus dem Grunde, Ihnen in der drückenden Lage jenen Schutz und die Hilfe gewähren zu dürfen, welche Sie zur Zeit entehren; bitte, sprechen Sie offen, ist Hoffnung für mich da?" Kamilla zöqerte, doch nur sekundenlang; unwillkürlich preßte sie dieHand gegen das Herz, wo Egons letzterBrief ruhte, und die Erinnerung an ihn zerstreute sofort alle Bedenken. Ich würde diesen Schutz mit Freuden angenommen haben wenn nicht so aber ist es unmöglich," stottcrte sie erröthend. Unmöglich?" wiederholte er langsam und enttäuscht. Ja. urtheilen Sie selbst. Gras Romano; denn weil Offenheit das geringjte ist, was ich Ihnen schulde, so sollen Sie den Grund erfahren.' Es gibt keinen zweiten Mann auf der Welt, den ich so schätze und hoch achte, dem ich so dankbar bin. wie Ihnen, aber mein Herz ist. seit Jahren nicht mehr frei, sondern durch ein Versprechen an jemanden in Deutschland gebunden." Graf Romano war viel zu feinfühlcnd. um nach dieser Erklärung noch ein Wort zu seinen Gunsten zu äusjern, Kamilla aber glaubte ihre AbWeisung noch eingehender vor ihm entschuldigen zu müssen. Ich hoffe, Sie zürnen mir nicht; denn von Anfang an ist mein Benehmen dahin gerichtet gewesen, keine Hoffnungen aufkommen zu lassen, nicht wahr? Sie finden das gewiß sehr dünkelhaft und eingebildet von so einem unbedeutenden kleinen Mädchen, wie ich es bin, und haben ganz recht.
einem Manne gegenüber, dem alleThü ren offen stehen, aber Sie werden doch auch nicht wollen, daß ich meinemVerlobten untreu würde und mich selbst verachten müßte." Sie war so reizend in ihrem kind-lich-aufrichtigen Eifer, ihm den Korb u versüßen, daß er ihr gerührt in die Augen sah. Nein, Dona Kamilla, das zu wollen liegt mir vollständig fern; die Schuld ist ganz allein auf meiner Seite, Sie schätze ich Ihrer Standhaftigkeit und Treue wegen nur um so höher, und berührt mich die Enttäuschung auch höchst schmerzlich, so liegt doch ein gewisser Trost darin, den Grund Ihrer Weigerung nicht in persönlicher Abneigung gegen mich suchen zu dürfen." O, Graf Montsanto, wie könnte ich, Sie der so hoch steht über mir; wäre ich nicht gebunden, sicherlich würde meine Antwort ein freudiges Ja gewesen sein." Romano verbeugte sich dankend, küßte ihr ehrerbietig die Hand und nahm gleich darauf mit dem gewohnten Ver sprechen, am folgenden Abend wieder kommen zu wollen, Abschied. In diesem Momente, als seine Schritte langsam verhallten, krampfte sich plötzlich Kamillas Herz zusammen und die ganze Schwere ihrer Handlungsweise überfiel sie; was hatte sie gethan? Graf Montsanto ausgeschlagen! War es zu fassen? Und Kamilla empfand, als müsse sie ihm nachlaufen, das . unbedachte folgenschwere Wort zu widerrufen! Nein, kam es dann beruhigender aus ihrem Innern, so, wie sie gehandelt, war es gut und richtig. Sie wandte sich der Veranda zu und auf diesen Augenblick hatte Konstanze, welche klopfenden Herzens in der offe,nen Zimmerthllr stand, gewartet; sie !hoffte, Kamilla würde, strahlendes 'Glück in den Zügen, nähertreten, auf den Lippen die frohe Kunde, welche Erlösung für alle bringen sollte .doch auch' sie fand sich getäuscht. Graf Montsanto hat sich Dir erklärt," äußerte sie endlich, in ihrer Herzensangst kaum Acht auf Leopold gebend, der am Fenster sitzend, eine jalte Zeitung las; durch Konstanzens Aeußerung aufmerksam geworden, legte er das Blatt aus der Hand und horchte auf. Ja, das that er," antwortete Kamilla gepreßt. Und Du " ch sagte ihm die Wahrheit, daß ich bereits gebunden bin." So wiesest Du ihn einfach ab, thatest Du das wirklich?" stieß Konstanze tonlos hervor. Allerdings." Aus Kamillas Stimme klang es doch wie Schuldbewußtsein. Wahnsinnige!" brauste Leopold, sich erhebend, auf, erdfahl vor verhaltener Wuth. Also auf jenen windigen Scbust da in Bremen hin hast Du diese Partie ausgeschlagen? Ja. ist denn das wirklich denkbar. Du, die uns alle vom Hungertode retten konnte! Weißt Du, was Du verdienst? Stockschläge, und mebr noch. Du verdienst, daß jener
schneidige Lieutenant, auf welchen Du Dein Lebensglllck gebaut -hast. Dich sitzen läßt und auslacht, wie eine verrückte GanS, die Du bist!" Er wandte sich heftig ab und bei die ser Bewegung streifte sein Arm das am Fenster stehende Myrtenbäumchen, welches denBraut kränz geben sollte und jetzt in voller Blüthe stand, so daß es niederfiel und zerbach. Unter den schrecklichen Worten des Bruders waren Kamillas Augen aus ihren Höhlen getreten und starr, mit dem Ausdruck des Entsetzens, blickte sie auf die ältere Schwester. Ist das wahr, was Leopold sagt?" Was für ein. unerhörter Lärm ist denn da " drinnen, wie kann man so rücksichtslos sein und sich gar nicht um mich bekümmern!" klagte Frau Doktor im anstoßenden Zimmer. Nichts ist los. Mutter," riefLeopold mit starker Stimme nach der Richtung hin, ich mache nurKamilla denStandPunkt klar, es kommt gleich jemand zu Dir," und damit schloß er ungestüm die Thür. Ist das wahr, was er sagt?" wiederholte Kamilla tonlos. Ja!" rief Konstanze außer sich, fassungslos und überwältigt von dem Schmerz des Verlustes ihrer letzten Hoffnung, ja! Du bist ein egoistisches, herzloses Wesen, das nur an sich selbst denkt, gleichviel, ob die Deinen um Dich herum dem Untergange entgegengehen! Nicht an mich, aber an Leopold und Mama hättest Du denken müssen, als sich Dir ein Glück bot, wie es unter Tausenden nur eine von uns trifft, mit Freuden mußtest Du einwilligen, wenn noch ein Funke von Liebe und Anhänglichkeit für uns in Dir wohnte. Pfui, Kamilla, schäme Dich Du scheinst wahrhaftig zu glauben, daß meine Schultern stark genug sind, uns alle vier auf dieDauer zu ernähren." Kamilla sank vernichtet auf einen Stuhl und verbarg das Gesicht in beide Hände, Leopold aber, den die Worte Konstanzens wiederum in seinem Ehrgeiz verletzt, verließ raschen Schrittes das Zimmer, um sich nach seiner eigenen kleinen Hinterkammer zu begeben. Dadurch aufmerksam geworden, fiel es ihr ein, ihn in der heftigen Erregung gegen ihren Willen gekränkt zu haben, und auf dem Fuße folgte sie dem Bruder, der, den Kopf in beide Hände gestützt, finster vor sich hinbrütend dasaß. Vergib mir, Leopold," bat sie aus tiefer Ärust, den Arm um seinen Hals legend, es war nicht böse gemeint, in meiner grenzenlosen Empörung gegen Kamilla entschlüpfte mir das. unselige Wort. Ich habe sie nicht für so herz los gehalten, in unserer Lage, so nahe dem drohenden Abgrund! Sei wieder gut, Leopold," (Forts, folgt.)
?as Telldcnkmal für AUdorf. Auf dem Rathhausplatz zu Altdorf steht ein Thurm, der auf der Stätte jener Linde errichtet sein soll, unter welcher nach der Sage 'Tells Knabe stand, als der Vater auf des Landvogts Geßler Gebot den Apfel ihm vom Haupte schießen mußte. Auf derNordWestseite dieses Thurmes wird irr Kürze Richard Kißlings großes Teildenkmal seinen Platz finden, welches unsere Abbildung veranschaulicht. Uno zwar wird in die den Hintergründ sür das Denkmal bildende Thurmfläche ein Bronzerelief eingelassen werden, welches das Schächenthal und den Fußsteig von Bürgeln nach Altdorf zeigt, so daß im Beschauer der Eindruck erweckt wird, als sei Tell mit seinem Sohne, jenen Steig herabschreitend, eben zu der Stelle gekommen, auf der er jetzt steht.
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Ein Bild stolzer Männlichkeit und Schönheit ist dieser Tell; fest und sicher triit er auf, das Antlitz voll tiefe Ernstes und ruhiger Entschlossenheit, die Armbrust auf der Schulter, denn ihm fehlt der Arm, wenn ihm die Waffe fehlt". Schützend legt er die Linke um den Hals des Sohnes, der ihn , fröhlich plaudernd geleitet. Die Gruppe, die jetzt in einer Pariser Gießerei in Erz gegossen werden wird, erreicht mit dem Fels, auf dem sie steht, eine Höhe von 13 Fuß 1 Zoll, der Sockel wird 9 Fuß 10 Zoll hoch. Letzterer erhält auf seinen vier Seitenflächen Bronzereliefs mit Darstellungen aus der Tellsage: den Apfelschuß den Sprung aus dem Herrenschisf, deir Tod Geßler's und Tell's Ende. Bis das Denkmal fertig ist, wird wohl noch ein Jahr vergehen; die auf etwa. 150.000Francs bemessenen Kosten sind von Bund, Cantonen und Volk zusammengesteuert worden. Richard Kißlinq, der Schöpfer deS Denkmals, ist 1843 zu Wolfwyl im. Kanton Solothurn geboren. Anfänglich zum Steinhauer bestimmt, zeigte er bald so hervorragendes Modellirtalent, daß man ihn zu Schlöth nach Rom in die Lehre schickte. Und nun. legt bereits eine ganze Reihe ausgezeichnete? Werke in der Schweiz und anderwärts Zeugniß ab von der Höhe. die seine Kunst erklommen hat. Ein schrecklicher Gedanke. Sarah: Ach, was eine schöne Erfin dung ist doch der Puder! Ich möchte dem Erfinder um den Hals fallen und ihn küssen!! Des Lieutenants Bart- i pomade. Des Herrn Lieutenants Rosinante hat die Maulfäule und soll mit Salbe eingerieben, werden. Unglücklicherweise greift Fritz nach der falschen Büchse und überrascht seinen Herrn nach einigen Tagen durch einen riesigen Erfolg. Er hatte sich der Varterzeugungssalbe des Herrn Lieutenants bedient. Ein Fehler. Das Fräulem Heil hat reizende Hände!" Ja. wenn Sie nur nicht damit Klavie. spielen würde!" E i n G r u n d. Warum haben Sie sich von Ihrer Frau scheiden las sen?" Möchte auch einmal beneidet toerden!" Kalt. Lieutenant: Schorr wieder ein Liebesbrief orne Vermö-' fensangabe wird eicht berucksuU VaH". I
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