Indiana Tribüne, Volume 18, Number 33, Indianapolis, Marion County, 21 October 1894 — Page 2

NttS der Franzoscnzcit. 3i3 siy Ihm haben rauZjeschmissen, freit mir, im das Er sich hatt die Weene jebrochen, erscht recht, aber davor, das sih den franzeschen Zigeiner seine Fenster capputt jemacht. davor bleiben sie jefällichst zwee Dage zu Hause." Fragment eines schriftlichen Befehls des alten Blücher! Ueber die Veranlassung wird Folgendes mitgetheilt: Während der ersten Ueberschwenünung der RoZwo Polis" Paris im Jahre 1814 durch die Horden der übrigen Welt hatten die preußischen Officiere mit ihren russischen Kameraden an irgend einem Boulevard ein Gasthaus zum Hauptquartier sich erkoren. Die Herren kneipten gern und kneipten viel. Schon damals konnte man dieselbe Erfahrung machen, wie sie noch einem jeden der Kämpfer aus dem Jahre 1870 71 in Erinnerung sein wird, die fremden Officiere nahmen als anständige Leute im Wirthshailse die Kopfbedeckunq ab, und die Herren Franzosen behielten sie mit einer augenfälligen Beflissenheit auf dem vorn GrößenWahn befangenen Haupte. Man ärgerte sich natürlich; da aber Lieben--Würdigkeit, äußerste Liebenswürdigkeit, ebenso .wie in 1871, zur strengsten Richtschnur gemacht war, das heißt erst vcn dem Augenblick an, als die Häupter der hohen Verbündeten" ihren Einmarsch bewerkstelligt hatten, so knirschten die Osficiere mit den Aähnen und die Spitzen der Civilifaiion behielten ihre Kopfbedeckung nach wie vor auf ihren stolzen Häuptern. Da war aber ein junger Lieutenant vom 17. ' Infanterie-Regiment, man nannte ihn bis zu dem Moment,' wo er als Oberstlieutenant starb, nur den schönen Hülsen", der sich nicht nur ärerte, sondern Abhilfe schaffte. Er ersuchte einen Vertreter der großen Nation", sein Haupt zu entblößen; da er aber deutsch redete, kam er schön an, denn der Franzose murmelte, ihn von oben bis unten fixirend, nur so etwas von deutschem Dickkopf" in den Bart. Und als der Barbar" seine Bitte in elegantem Französisch wiederholte, da drückte jener seinen Hut erst recht in seine Denkerstirn. Der vierzehnzöllige schöne Hülsen" gab ihm nun Zeit, bis kr drei" gezählt, und da der Hut dann immer noch auf dem Haupte sitzen blieb, so flog buchstäblich der Hut mit seinem Träger und dem Fensterkreuz eine Treppe hoch hinunter uf die Straße. Herr von Hülsen, Onkel des jetzigen Flügeladjutanten, hatte natürlich vorher mit der liebenswürdigsten Miene den Herrn Franzosen vor der ihm bevorstehenden Luftreise gewarnt wie er seine That bü fcen mußte, davon giebt die Eingangs wähnte Ordre des alten Blücher Aufschluß."

Uhr und Herz. Eine gewöhnliche Taschenuhr tickt 17.160 Mal in eine? Stunde, folglich 411.840 Mal in einem Tage, 150,321,600 Mal jährlich. Bei sorgfältiger Behandlung geht eine Taschenuhr zuweilen 100 Jahre richtig und in diesem Falle würde sie 15.032.160.000 Mal ticken. Eine Uhr ist aus hartem Metall gemacht; aber es gibt eine andere merkwürdige Maschine, die aus weichem Stoffe besteht und doch 5000 Mal in einer Stunde schlägt, 120.000 Mal in einem Tage und 43.800.000 Mal in einem Jahre. Sie dauert Wohl auch, aber nur höchst selten, 100 Jahre und würde dann 4.380.000.000 Mal schlagen. Man sollte meinen, diese Maschine müßte sich, da sie so weich ist, viel schneller abnützen; aber dem ist nicht so. Jedermann hat diese wunderbare Maschine bei sich und kann ihren Schlag fühlen, sie heißt das Herz. Wohl bckomm'S. Chinesische Feinschmecker, bei denen Ratten-, Mäufc- und Hundebraten, die für die Menge große Delikatessen sind, nur als bürgerliche Hausmannskost gelten, verehren als besonderes Lieblingsgericht das Milhi. Es besteht aus nichts Geringerem, als aus ganz jungen, noch blinden Mäusen. Diese werden jedem Gaste lebendig vorgesetzt; man taucht sie in ein Gefäß mit Honig und schluckt dann die Thiere langsam herunter. Als vor wenigen Jahren der jetzige Kaiser seine Hochzeit feierte, hatte man zu den Festmahlen nicht weniger als 50,000 junge Mäuse g'esangen! Keinwünschenswerther Board er. Tochter: Bitte, Mama, kündige dem Herrn, der das Vorderzimmer bat, doch zum Ersten nächsten Monats." Mutter: Wie kommst Du darauf? Er ist ja ein ganz prächiiger Mensch." Tochter: Er ist ein Betrüger. Ich habe seinen Kosfer durchsucht und Briefe einer Dame gefunden, mit der er verlob! ist. Es liegt doch kein Sinn darin, das schöne Frontzimmer an solchen Boarder zu vergeuden! Wir wollen Einen, der nicht verlobt ist." E r will quitt werden. Freund: Du hast Deine Haushälterin eheirathet? Wußtest Du nicht, daß sie Dich seit Jahren bestohlen hat?" Mr. Smarty: Gewiß weiß ich das. Das ist ja der Grund, weswegen ich sie geheirathet haben. Ich will versuchen, wieder zu meinem Gelde zu kominen." Der gute Ruf. A.: Glauben ie, daß mir der Schneider Böckle inen Anzug auf Credit machen wird?" W.: Kennt er Sie?" 21.: Nein." 23.: O, dann wird er Ihnen schon Credit jeden !" DieNothmachtdiemelEcn NameradjchaZten. i.

Mrmyzlufl.. Von Sofie v' Khncnberg. Im ganzen Hause herrschte Aufregung, wie bei Herannahen des Faschings und der Hochsommer war doch eben erst zur Neige gegangen. Papa Wallner war ausquartiert worden aus seinem stillen Arbeitszimmer und stand nun rathlos vor einem mit Büchern und Schriften beladenenTisch, den man ihm in aller Eile in das Kinderzimmer geschoben hatte. Die Kinder selbst waren zur Großmutter geschickt worden, man hatte keinen Platz für sie. In dem kleinen Salon wurden Verschönerungen vorgenommen, frische Blumen in die Vasen gethan, ein paar Palmwedel malerisch über die obligaten Familienbilder Oelqemälde nach Photographien gruppirt, der leidlich große Smyrnateppich mit Kraut gescheuert und was man nur an modernen Büchern in Papas Vorrath auftreiben konnte, auf den Tisch gebreitet so recht genial durcheinander, als ob man eines oder das andere eben zufällig aus der Hand gelegt hätte. Thatsächlich las man sehr wenig bei Wallner's den Pater familias etwa ausgenommen, der als Censor die Pflicht hatte, zu lesen und so allerlei Bücher mit nach Hause brachte aber man wollte nicht nur für vornehm, man wollte auch für gebildet gelten. In Papas Arbeitszimmer ging es am höchsten her, denn es war ja dazu berufen, einen Gast und noch dazu einen Gelehrten zu beherbergen. Es durfte also nicht blos kurzweg ein

Fremdenzimmer sein, es sollte zugleich j eine Art von behaglicher Studirstube versinnlichen. Das war nicht ganz leicht gewesen, aber das Haustöchterchen, eine frische, erfindungsreiche, kleine Brünette mit dem ganzen undefinirbaren Chic einer Wienerin ausgestattet, hatte sich zu helfen gewußt. Galt es doch, einem selbstbewußten germanischen Bruder aus dem deutschen Reiche ein wenig südlichen Goldsand in die Augen zu streuen, das war immerhin etwas! Sie wollte sich und ihr ganzes heimisches Wienerthum im allerbesten Lichte zeigen und dann wer weiß es gibt ja wahre Prachtkerle unter diesen deutschen Männern, sie hat überhaupt eine Vorliebe für diese Siegfrieds mit blonden Bärten, am Ende entspinnt sich da ein ganz entzückender kleiner Roman, der mit einer Heirath endet! . . . Unter solchen und ähnlichen Gedanken tänzelt Fritzi auf ihrer kleinen Leiter hin und her, rafft hier die Portiere höher, nagelt dort einen Kranz von selbstgepflückten Disteln an die Wand, steckt mattrothe Kerzen in die leeren Leuchterarme der Ampel. Die meiste Sorgfalt widmet sie dem Schreibtische, den sie mit frischen Blumen schmückt. Sie füllt das Tintenfaß mit frischer Tinte und über dem Todtenkopf, den sie von einem Vetter erborgt und der den Sims deS Schreibtisches melancholisch krönt, läßt sie absichtlich ihr muthwillig lächelndes Bild in breitem Plüschrahmen hängen, damit es in seiner graziösen Pikanter dem ernsten Gelehrten das heitere Leben recht reizvoll erscheinen lasse! Ja, so ein modernes junges Mädchen denkt noch weiter als alle Weisen der Erde! , Weiter selbst, als die immer kluge Mutter, die im Nebenzimmer über einen aparten Küchenzettel brütet, der dem an Grlle und Pudding Gewöhnten die Wiener Kochkunst in überirdischem Lichte zeigt. So nun ist sie fertig, die kleine Hexe. Bedächtig steigt sie die Leiter herab, stellt dieselbe sorglich in ihren Winkel und prüft nun mit einem einzigen Rundblick die Wirkung ihrer Schöpfung. Sie ist zufrieden mit sich, wirklich zufrieden. Er muß sich angeheimelt fühlen. Und nun noch ihre eigene reizende Person dazu, die ihn im kleidsamsten Hauskostüm an der Schwelle empfangen wird: das müßte ja ein Ungethüm sein, wenn er nicht Feuer finge! Aber freilich, wer sagt ihr denn, ob er nicht am Ende ein recht abscheulicher, knurriger Mensch ist, der von Liebe nichts mehr wissen will!? Das wäre ja schrecklich! Sie blickt ganz verzweifelt vor sich hin und überlegt einen Augenblick, ob es nicht recht thöricht war, sich so zu plagen, in's Ungewisse hinein! Da kommt 'Papa zur Thüre herein und hinter ihm Mama mit einer sieghaft emporgehaltenen Karte. Dankwart von Siegen," sagt sie mit einem Anflug von Enthusiasmus in der Stimme. außerordentlicherProfessor an der Universität Tübingen." Dankwart von Siegen," wiederholt Fritzi, das klingt ja wunderschön!" Na, ob das klingt," sagt die Mutter, man glaubt ja rein in der Oper bei den Nibelungen zu sitzen! Und Profettor i?i er. wenn er Dick nur III ' I r r " nicht am Ende examinirt, Fritzi, Du hast so lang kein ernstes Buch in der Hand gehabt, dann glaubt er am End', wir sind recht ungebildet!" Papperlapap." sagt der Papa, der denkt jetzt nicht an so was. der will sich ja hier amüsiren. Na also, daß ich euch sage, er wird wohl gegen Abend hierher kommen, sag' der Mizi. daß sie nicht kiß d'Hand" sagen soll, das versteht der nicht, einfach guten Abend, und daß genug Bier geholt wird, den so Eine? will immer trinken, verstehst Du!" Kannst Du mir nicht noch dreißig Gulden geben, Viktor?" fragt Mama etwas kleinlaut. Papas Unterkiefer mit dem kurzen, graumelirten Knebelbart bewegt sich hastig, als ob er schelten welle, aber Fritzi sagt gerade halblaut wie zu siÄ selber: Professor Dankwart von Siegen" . . . da zieht Papa sein: Brieftasche hervor und frg

schweigend das Gewünschte in Mamas Hand. Innerlich aber sagt er sich: Dieser verwünschte Naturforschcrtag! Und ' gleich darauf: Was thut man nicht Alles einem heirathslustigen Mädel zuliebe! . . . Fritzi sah entzückend aus in ihrer funkelnagelneuen Herbsttoilette. Die Sonnenstrahlen gaukelten über sie hin wie über eine schöne Blume. Aber sie war nicht die Einzige. Ueber die Ringstraße wogte es von lebendigen Blumen, aus allen Fenstern blühte uno lachte es und die ernsthaften Gelehrten schauten gar befriedigt aus bebrillten oder unbebrillten Augen auf diesen bewegten Garten nieder, der sich ihrethalben, wie es schien, so anmuthig zwischen den herrlichen Prachtbauten, den steinernen Gedichten der Ringstraße, hindurchschob. Fritzi musterte aufmerksam die Schaar der einziehenden Gäste. So oft ihre braunen Augen einen stattlichen, blonden Germanenkopf erspähten, dachte sie sehnsüchtig: 0 Gott wenn er das nur wäre!" Und wenn ihr prüfender Blick über viele unbedeutende Gestalten, über etliche Schmeerbäuche oder ausgedunsene, welke Gesichter hinglitt, über formlose Hüte, unter welchen sie kahle Häupter vermuthete, dann verzog sich ihr lieblicher Mund und sie seufzte leise: Das wäre schrecklich." Ab'.c ihr Trost blieb der schöne Name. Dankwart von Siegen so konnte ein häßlicher, uninteressanier Mensch unmöglich heißen das wäre himmelschreiend! Und sie hatte sich nicht getäuscht. Als sie mit einigem Herzklopfen bei Mama an dem zierlich gedeckten Jauscntisch stand die Thüre des kleinen Valkons stand weit osfen und weiche milde Herbstluft fluthete in's Zimmer da klingelte es draußen, Schritte wurden hörbar, die sich näherten, die Portiere, die den kleinen Salon vom Speisezimmer trennte, ward zurückgeschlagen und herein trat, von Papa gefolgt, ein schoner, großer, blonder Mann, der sich höflich verneigte und mit einem warmen, fröhlichen Ton in der Stimme seine Freude über die liebenswürdige Aufnahme in diesem Hause aussprach. Mama Wallner verlor sich in unglaublich langen, gewählten Sätzen über das Recht der Wissenschaft, das schöne deutsche. Reich und Gott weiß was noch. Zum Glück war Papa da, der in ungesuchter Gemüthlichkeit seinen Gast behandelte, und Fritzi, die, nachdem sie anfangs völlig sprachlos über die Verwirklichung ihrer Träume da gestanden, nun all' ihre reizende Munterkeit wiederfand und lustig plaudernd den angenehm Ueberraschten in sein Zimmer geleitete. Noch denselben Abend speiste man zusammen und unterhielt sich famos. Dankwart von Siegen entpuppte sich als ein heiterer, zu allen Scherzen ausgelegter Mensch, er sprach nur sehr wenig von Wissenschaft und Forschung, was Papa gewissermaßen enttäuschte, Mama aber einen Stein vom Herzen wälzte. Fritzi überzeugte sich mit inerstem Wohlgefallen, daß er sie oft und mit leuchtenden Blicken ansah, und sie konnte nicht umhin, dies mit einem vielversprechenden Lächeln zu erwidern, das ihren süßen Mund noch mehr verschönte und ihre weißen Zähne sehen ließ. Wie alle Norddeutschen, war er entzückt von dem schmeichelnden Wohllaut des Wienkr Dialekts, und wenn Fritzi irgend etwas recht weanerisch" vorbrachte, so bat er sie, es zu wiederholen und versuchte es, denKlang nachzuahmcn, was ihm nicht gelang und was dann jedesmal zu herzlichem Ge lächter Anlaß gab. Er empfand auch, ohne sich darüber Rechenschaft zu geben, en wohlthuenden Freimuth der Oesterreicherin, im Vergleiche zu dem etwas harten, eckigen Gesellschaftston draußen, der erst baren langjährigen Verkehr abgeschliffen Wird, während er hier vom ersten Augenblick an so selbstverständlich und harmlos erscheint. Auch die weiche, natürliche Rundung der Linien, die elegante Schmiegsamkcit der Toiletten alles das fiel ihm angenehm auf und erhöhte seine festliche Stimmung, so daß er sich gewissermaßen losgelöst fühlte von allen Banden der Heimath und nur diesen Tagen der Freude leben wollte, ohne an Vergangenheit und Zukirnst zu denken. Am anderen Morgen ließ Fritzi sich dabei ertappen, als sie sein Zimmer abstaubte. Er kam eben von einem opulenten Frühschoppen zurück. Man hatte vielerlei dort gesprochen, Berühmte und Unberühmte hatten über Wissenschaft und Leben, über das Verhältniß der Thiere zu den Mensckien. über Gattungswahl, Pflanzen über alles Möglich: und Unmögliche gesprochen. Jedenfalls warAlles ausgezeichnet klug gewesen, aber er hatte nicht viel Erinnerung daran, denn er hatte weidlich getrunken. Der österreichische Wein konnt: wahrhaftig dem Rheinwein Concurrenz machen. Das war ein wundervoller Tropfen gewesen, aber er wollte doch nicht länge? bleiben; um Drei ist das Bankett, da muß ja wieder getrunken 'werden und er hat sogar eine Rede im Kopf. Das summt und summt von den Frauen will er sprechen, von den schönen Wiener Frauen. Er fühlt es selbst, obgleich er nicht gerade eitel ist, von sein:n Lippen wird das besser wirken, als wenn so irgend ein kahlköpfiger Colleg: nee, das wäre nichts. Er muß darüber sprechen, er beherrscht seinen Gegenstand, er weiß sehr viel darüber zu sagen. Man konnte mit Walther von der Vogelweide anfangen, der ja auch in Wien der schönest Frauen Reiz besang . . . aber' tot Allem muß er ein wenig ausruhen sein Kopf ist schwer - und er hat ja ein so schönes Zimmer in einem Hause, wo ein so reizen-

deS. Haustöchterchen da ist. In Viesen Gedanken kommt er heim und finde! Fritzi, wie sie Ordnung macht. In ihrer Sommerblouse, mit dem freien, vollen Halse, dem hübschsrisirten Köpf chen, sieht sie allerliebst aus. Die kleinen Füße stecken in schmalen, gelben Lederschuhen, die hübschen Hände mit den etwas aufgestreckten Aermeln nebmen Stück für Stück, reinigen es und legen es wieder an seinen Platz. Sie erröthet leicht und weigert sich, ihm die bestaubten Hände zu geben, er beharrt aber darauf und schüttelt sie mit Macht in seinen großen Löwenta tzen. Er erzählt von dem Frühschoppen und verräth ihr lachend seinen Redeplan. Da müssen Sie aber mit dabei sein, Fräulein," sagt er mit seinem tiefen Bariton. Hier hier habe ich Karten für Sie und Ihre Mutter Sie sollen sehen, was ich da Alles 'rauskriege aus meiner Seele und wie. ich Ihr schönes Wien feiern will." Sie lacht und nimmt die Karten und trägt sie zu Mama und kommt wieder, um ihr vergessenes Staubtuch zu holen. Da liegt Herr Dankwart aber auch schon in einem Fanteuil und macht kleine Augen. Er springt auf, aber sie entwischt lachend und er wirft sich von Neuem in den Fauteuil und schlummert ein und träumt von sehr verrückten und mit der ernsten Wissenschast in keinerlei Zusammenhang stehenden Dingen. Das Bankett ist vorüber, Dankwarj von Siegen hat seine Rede geredet inmitten von tollem Gläftrklingen, und das war sozusagen ein Glück für ihn, denn sie war nicht sorgsam zusammengedrechselt, sondern mehr frei gehalten, durchsetzt mit einer, über das Ziel ein wenig hinausschweifendenBegeisterung, die vielleicht bedenklich erschienen wäre, wenn man die Worte genau verstanden hätte. Aber so in all' dem Tumult einer schon durch reichlichen Champagner

erhöhten Stimmung sah man nur den schönen, blonden Germanen mit dem erhobenen Kelchglas, man hörte, daß er von den Frauen Wiens sprach, Einzelnes, wie ein mittelhochdeutscher Vers Walthers von der Vogelweide, ein paar launige, schalkhafte Wendungen wurden verstanden und man empfand allgemein, daß er diese schönen Wiener Frauen pries und ehrte das genügte. Die anwesenden Damen lächelten sich erröthend an, die Männer schrieen: Hoch, Hoch, Bravo, der weiß, was er lobt. Hoch die Frauen Wiens!" und so war denn Alles zu einem . glücklichen Ende gelangt. Fritzi und ihre Mutter sprachen mit mhrercn Bekannten und Frau Wallner konnte sich nicht enthalten, mit einigem Selbstgefühl den anderen Muttern zu zuflüstern: Er wohnt bei uns! Fritzi war eitel Seligkeit, und als Dankwar: nach seiner Rede auf sie losgestürzt kam und ihre beiden Glaser sich neb kosten, da sah sie durch allen Glanz hindurch immer nur ein Bild: sich und ihn. Arm in Arm. einander zugeneigt und sie hörte vorahnend das neidische Geflüster ihrer Freundinnen. Dies Bild verfolgte sie den ganzen Tag und als sie spät des Abends einschlief, nachdem man noch gemeinsam eine kleine Ausfahrt in die schöne Umgebung Wiens unternommen hatte, umgaukelte sie bestandig im Traum eine große mattweiße, goldgeränderte Karte, auf der unter einem kunstvoll verschlunge nen Monogramm zu lesen war: Fritzi Wallncr, Professor' Dankwart von Siezen, Verlobte. Als sie erwachte, war sie beinahe betrübt, daß dieser schöne Traum noch nicht zur Wirklichkeit geworden noch nicht, denn Fritzi in ihrem achtzehnjahrigen Optimismus zweifelte keinen Augenblick, daß es dazu kommen würde! Lebhafter noch als ihre eigene Glückseligkeit malte sie sich den bewundernden Neid ihrer Freundinnen aus, wenn es heißen würde: Fritzi hat sich mit einem der Naturforscher verlobt! Und wie hübsch würden sie sich auf der Straße nebeneinander ausnehmen, er mit seinem Slegfriedwuchs und sie mit ihrer zierlich-üppigen Erscheinung! Und wenn sie dann hinauskäme in's deutsche Reich als blutjunge Professorssrau da würden ihr die Studenten am Ende alle zu Füßen liegen, wie weiland der Pfalzgräfin im Trompeter", und vielleicht wäre er dann so recht, recht eifersüchtig! Das wäre so hübsch ihn dann wieder gut zu machen, ihm ein kleines Wienerlied vorzusingen, er mag es ja so gerne leiden", wenn sie singt. Nein, sie ertappt sich wahrhaftig schon auf einer hochdeutschen Wendung und er hat noch immer nichts vom Weanerischen vrofitirt. der Schlimme! Heute' Nachmittag hat er sich freig:macht von seinen Genossen, er hat Fritzi versprechen müssen, mit ihr und Papa in den Prater zu fahren. Sie will ihm ihr lustiges Wien zeigen, das Wien des Wurstelpraters, das er aus allerlei Schilderungen kennt und gern: sehen möchte. Papa hat einen Wagen genommen, einen flotten Fiaker, und in schnellstem Tempo geht es hinab nach dem Prater. Fritzi ergötzt sich an Danlwarts staunender Anerkennung und läßt sich mit heimlichem Behagen von den Droschken erster und zweiter Güte in Tübingen erzählen, die so langsam fahren, daß ein Fußzängei immer zehn Minuten früher anlangt, als der Wagen. Papa versucht 'das Gespräch auf Vu Wissenschaft zu lenken, aber Dankwart antwortet zerstreut, weil Fritzi ihm jeden Augenblick etwas zu zeigen hat. Es ist ein herrlicher Herbsttag, auf den breiten Straßen flimmert und flirrt es von Sonnenstrahlen, hellen Schirmen und fröhlich bewegten Menschenwogen. Wien zeigt sich in seiner ganzen archi,

tektonischen Schönheit, -von ftner sinn lich weichen Luft erfüllt, die bald Le benslust, bald melancholische Träumerei in dem Wandelnden weckt. Dankwart von Siegen ist ganz erfüllt von aufrichtigem Entzücken. Dazu die Nähe Fritzi's, die in unbewußter Koketterie voll anschmiegender Grazie war er konnte gar nicht anders, als mit dem Vollklang seiner germanischen Natur auf so viel Schönheit reagiren, und es strömte denn seine gehobene Stimmung in breiten Lobsprächen aus. die wie Honig aus Fritzi's verlangende Seele fielen. Sie verglich ihn heimlich mit all' den jungen Tänzern und Kurmachern, die sie hatte, und der Vergleich fiel sehr zu Dankwarts Gunsten aus. Was waren diese dürren, verlebten jungen Leute doch gegen diesen Löwen! Ihre abgezirkelten Frisuren erschienen ihr nun so lächerlich im Vergleich mit dem üppigen Lockenkopf, der sich ihr plaudernd zuneigte, ihr Gigerldeutsch so schmählich gegen Dankwarts oolltönende, korrekte Sprache. Und wenn er so neben ihr hinschritt, wie ein junger Riese, da sahen die Andern aus, wie huschende Kobolde. Während Fritzi in solchen Gedanken lächelnd zu ihm aufblickte, bedachte Papa, was ein Professor draußen wohl für ein Gehalt haben möge, und da e: zu dem befriedigenden Resultat gelangte, daß so ein tüchtiger Gelehrter immerhin eine recht respektable Partie sei, ging er geduldig mit, vom Wursteltheater zum Ringelspiel und von da wieder nach einer Rundreise durch Menagerien und Schießbuden hinüber zum Sacher. Mama saß inzwischen zu Hause und bereitete im Verein mit Mizi ein yediegenes Wiener Nachtessen, das demGaste, zeitlebens in Erinnerung bleiben sollte. Whrend sie den kalten Aufschnitt verzierte und einen Blick auf die mit Fett gefüllte, prasselnde Pfanne warf, die dazu bestimmt war, Backhendeln" aufzunehmen, überlegte sie, ob er wobl Verwandte inTLbingen habe oder sonst wo in Deutschland draußen. Eine Mutter hatte er sicherlich noch er war ja gar nicht alt das war also ein wunder Punkt gewissermaßen. Na, aber ihre Fritzi war ja famos erzogen, im Kochen war ihr nicht leicht Eine über, da konnte also wohl auch eine Schwiegermutter zufrieden sein. Ausgestattet wird sie auch nett o ja, was das anbelangt, da sollen sie sich Wundern, na, und ein wenig Vermögen hat sie auch die beiden Buben, die Men sich nur selbst einmal durchschlagen. Also das ist alles in der Ordnung, ich muß ihn nur heute ein bißl ausfragen wegen der Verwandten und so dergleichen... von wem nur der große Brief sein mochte, der heute aus Berlin gekommen war? Es sah aus, als ob eine Photographie darin steckte. Na, wir wcrden's schon herausbekonunen er gehört ja ohnedies bald zur Familie. Mi! dieser Schluß, solgerung, die in Frau Wallner's Herz eine angenehme Erregung hervorrief, ging sie nach dem kleinen Balkon, um auszuspähen, ob die Erwarteten nicht bald kämen. Ja, da fuhr der Fiaker um die Ecke und hielt vor dem Hause. Frau Wallner konnte ganz deutlich hören. daß der Professor zu Fritzi sagte: Es war zu schön! Und sie sah auch, wie die Nachbarin und deren Tochter vorübergingen und sich mit verständnißvollem Blick nach dem schönen, jungen Paar umsahen. Ein stolzes Hochgefühl kam über die Schwiegermutter in spe. Das kleine Souper war bis zum Dessert mit Klostcrneuburger Strohwein fröhlich vorgeschritten. Die BackHendl hatten nicht verfehlt auf den Professor den gewünschten Eindruck zu machen und er verstieg sich in seiner Anerkennung so weit, sich von Mutter Wallner erklären zu lassen, wie man sie bereite. Diese kulinarische Wißbegierde bestärkte die Frau des Hauses in der Ueberzeugung, daß er Mutter und Schwestern habe. Sie wollte nur eine passende Gelegenheit abwarten, um ihn danach zu fragen. Die ergab sich bald. Dankwart von Siegen hatte sich erhoben und hielt eine kleine Ansprache. Er pries das Familienleben an sich und betonte, daß es ihn wahrhaft beglücke, auch hier in Wien ein so schönes Zusammenleben gefunden zu haben, ein Heim, wie es sein soll, durchstrahlt von dem Zauber holder Weiblichkeit. Er habe in Wien mehr gefunden, als er gehofft habe zu finden er werde sich nur schwer von dieser schönen Stadt, von diesen lieben Menschen trennen und er trinke auf das Wohl dieser vortrefflichen Menschen, seiner lieben, hochverehrten Gastgeber und auf den Stern dieses Hauses, ibre reizende Tochter. Fritzi erglühte über und über und ihre Augen schimmerten von Thränen, als Dankwart von Siegen mit ihr anstieß, das Glas dann wegstellte, ihre Hände faßte und dieselben abwechselnd drückte und küßte... Da hielt Mutter Wallner sich nicht länger und mit jenem bebenden Pathos, das werdenden Schwiegermüttern eigen ist, begann sie: Sie werden mir die Neugierde vergeben, lieber Prozessor, aber -da wir Sie wirklich so liebgewonnen haben und Sie so herzlich vom Familienleben gesprochen haben von wem war denn heute dieser dicke Brief mit den Photographien, vielleicht von Ihrer lieben Mutter gehen Sie, erzählenSie uns doch was von Ihren lieben Angehörigen!..." Ach Gott ja," ruft er lebhaft und springt fröhlich auf. ich wollt: Ihnen schon früher die Bilder zeigen, warten Sie, ich hole sie rasch." Und mit einem Satz ist er in seinem Zimmer und fegt in der Dunkelheit mit seiner gro ßen Hand über, den Tisch hin, bis er

da Covert mit dem massigen Jnhaü l

suhlt, stürmt wieder hinaus, setzt sich zwischen Fritzi und ihre Mutter und zerrt mit einem ungeduldigen Griff der Skhnsucht ein paar Bilder hervor, die er schweigend mit einem erwartungsvollen Lächeln vor sie hinbreitet. Ah." sagt Frau Wallner, Ihre Frau Schwester, gewiß? Eine wunderübsche Erscheinung! Und die allerlitbsten Kinder! Sieh' nur, Fritzi!" Nee," sagt der Professor, mit einem vollen breiten Ton zärtlichen Stolzes in der Stimme, nee, das ist meine Fru und das sind meine beiden JungenS, famose Jungens, sag' ich Ihnen. Gott, namentlich der Kleine, nein, was ist daS für ein Kerl, ein kleiner Bär, den solltenSie mal sehen, so was gibt's nicht leicht wieder!" . . . Wie nach einem heftigen Donnerkrach sich tiefe Stille ausbreitet, so war mit einmal nach Dankwarts ersten Worten Alles verstummt. Frau Wallner ließ die Bilder fallen, als habe sie ein giftiges Reptil berührt, ihre, eben noch in vörahnendem SchwZegercutterstolz strahlende Miene verlängerte sich und nahm einen verachtungsvollen, kalten Ausdruck an, ihre Augen funkelten vor ungeheucheltem Zorn. Papa Wallner bohrte sein Obstmesser mit angestrengter Wuth in den duftenden Tiroler Apfel, den er in den Händen hielt, so hätte er diesen ver Naturforscher erdolchen mögen, der ihn so unnützes Geld getostet hatte; das hatten sie nun davon, seine optimistische Alte und das dumme, verliebte Mädel . . . Fritzi saß da, wie versteinert. Sie war nicht zornig, sie war auch nicht gerade unglücklich, dazu saß die Liebe doch noch nicht tief genug, aber sie war sehr betrübt, wie ein Kind, dem man ein schönes Spielzeug, das es für sein eigen gehalten, mit dem Bemerken wegnimmt, es gehöre einem andern. Sie sah stumm zu dem so plötzlich Verheiratheten auf und ihre, von zwei flüchtigen Thränen getrübten, braunen Augen schienen zärtlich zu sagen: Wie schade. Dankwart!" Dieses dreifache beängstigende Verstummen, das immer noch anhielt, während Dankwart in seiner Vatersreude scherzend fortplauderte, fing plötzlich an, ihm unbehaglich zu werden er brach kurz ab und sah erstaunt von Einem zum Andern. Da sah er Fritzi's feuchte Augen traurig auf sich gerichtet und mit einem Male ward es ihm schmerzlich klar, was er da verschuldet! Er hätte sich am liebsten vor sie hingeworfen und sie um Verzeihung gebeten das hatte er also nun von seiner bösen Gewohnheit, den Ehering nicht anzustecken, warum hat er denn auch nie gesprochen von seiner Frau, von seinen Kindern? Gott, einfach deshalb, weil er auf Reisen gerne so ein bischen frei sich regen will, ohne jegliche böse Absicht! Und nun muß er so undankbar erscheinen diesen guten, liebenswürdigen Menschen gegenüber! Er war aufrichtig empört über sich selbst. WaS sollte er nun thun, um sie zu versöhnen? Da kam ihm ein rettender Gedanke! Er neigte sich zu Fritzi hinüber und ihre Hand erfassend, sagte er feierlich: Fräulein Fritzi, ich habe auch einen Bruder, einen sehr flotten, braven Mann, der mir sehr ähnlich sieht, er ist jünger als ich, Doktor der Medizin, und möchte sich gerne verheirathen; er hat mich gebeten, in dem an schönen Mädchen so Zeichen Wien für ihn ein wenig Umschau zu halten, und ich glaube, gefunden zu haben, was ihn beglücken könnte darf ich ihm schreiben, daß. er eine freundliche Aufnahme erhoffen kann?" Da lächelte Fritzi unter Thränen.

Mama Wallner's Miene sänftigte sich. Papa vergaß seine Mördgedanken und Dankwart von Siegen dachte bei sich mit einigem Behagen: eine so hübsche, allerliebste Schwägerin "r auch nicht zu verschmähen, so kommt der Junge durch meine Dummheit zu einer entzückenden Frau. Was doch so ein Congreß für anmuthige Folgen hat! Und zu Fritzi geneigt, sagte er: Mein Bruder heißt Hellmuth!" Hellmuth." flüsterte sie erfreut zurück, was für ein schöner Name! So hat ja Moltke auch geheißen!" Diplomatisch. Madame: Sie waren auf Ihrer, letzten Stelle nur drei Wochen, warum haben Sie dieselbe denn verlassen? Dienstmädchen: Meine letzte Herrschaft war solch unangenehmes, a-ltes Weib. Madame: Nun, ich könnte doch auch solch unangenehmes, altes Weib sein. Dienstmädchen: O Madame, unangenehm könnten Sie allerdings sein, aber alt nie. Madame: Es ist gut; ich werde es mit Ihnen versuchen, UnsereFrauen. Europäischer Tourist (zu seinem an?erikanischen Gastgeber): Ich habe noch nirgends in der Welt so wunderschöne Mädchen gesehen, als gerade hier bei Ihnen in Amerika: aber die verheirathetenFrauen sehen dafür um so vergrämter und abgearbeiteter aus." Gastgeber: Ja, sehen Sie: ein Thl der Frauen hier bei uns ist so abgearbeitet, weil sie sich keine Dienstmädchen halten, und die Anderen schauen so vergrämt aus, weil sie sich welche halten." Neingefallen. Gatte: Entschuldige, daß ich so spät komme, liebe Frau, aber der Herr Neumann hat mich den ganzen Abend im Geschäft aufgehalten. Gattin: So? Herr Neumann wartet ja schon hier seit zwei Stunden auf Dich! W ä r e a l l ' d e n L e u t e n zu glauben, die auf ihr Recht pochen, dann könnte es auf Erden gar kein Unrecht geben. . , Mancher, der vom Dichierworte sich getroffen fühlen sollte, meint: Es ist doch nur eine Fabel!" -

Glivcr Zvcndell Holmes. Der berühmte amerikanische Dichter? und Gelehrte Oliver Wendell HolmeS ist in dem hohen Alter von nahezu 85Jahren in seiner Wohnung zu Boston cus dem Leben geschieden. Wie sein. Leben friedvoll, war sein Tod, welcher in der ganzen civilisirten Welt lebhafte Theilnahme hervorruft, sanft. Ein sehr starker Anfall von Asthma, an welchem Leiden er seit längerer Zeit litt, hat dem Leben des greisen Dich ters ein Ende gemacht. Am 29. Ocw--ber 1809 in Cambridge. Mass., gebo--

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',, s ; '4&irwr L'rviY .'..v.nu r rZf mi ?m r v mM Oliver Wendell Holmes. ren, graduirte er im Jahre 1829 in der Harvard Universität, worauf er erst Jura und später Medicin studirte. Im Jahre 1836 ließ er sich in Boston als Arzt nieder; zwei Jahre später nahm er einen Nuf als Professor der Anatomie und Physiologie an das Dartmouth College an und im Jahre 1847 übernahm er einen Lehrstuhl in denselben Fächern an der Massachusetts Medical School. Diese Stellung legte er im Jäher 1882 nieder. Schon im Jahre 1832 zog Holmes durch seine Beiträge an Zeitungen und Zeitschriften die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich, und sein Ruf als Dichter wurde durch den Bortrag eines selbstverfaßten Gedichtes Poetry" befestigt, dem bald andere: Sachen folgten. Holmes gehört als Humoristiker und ernster Lyriker nicht nur zu den fruchtbarsten, sondern auch zu den besten Schriftstellern Amerikas. 2aö kleinste Baby. Die Gattin des Straßenbahn-Ange-stellten From in New Orleans hat einem Knäblein das Leben geschenkt, welches das kleinste Baby sein dürfte, welches jemals das Licht der Welt erblickt hat. Wenn der kleine Knirps in dem Schoße seiner Mutter ruht, kann dieselbe sein winziges Körperchen mit' ihren Händen beinahe vollständig verdecken. Das Kerlchen mißt bei einem Umfange von 3 Zoll 16 Zoll in der Länge; sein Fuß ist nur 2 1-2 Zoll lang und der Umfang seines Kopfesbeträgt 11 Zoll. Bei seiner Geburd wog Master From genau neun Un--zen. Dabei, erfreut sich das Liliputa--ner-Baby anscheinend der besten Gesundheit. Frau From hat bisher 18Kindern, unter denen sich Zwillinge und Drillinge befanden, das Leben geschenkt. Einige der Größeren sind gestorben. Ihr ältester Sohn, Frank mit Namen, zählt jetzt 18 Jahre; ist nicht größer als ein Sechsjähriger und wiegt 46 Pfund. Er ist gesund und kräftig und tritt unter dem Namen Frank Harris als der kleinste Athlet auf. v?ein 14 Jahre alter Bruder George mißt nur ein Geringes mehr als drei Fuß. Die Mutter dieser Zwerge ist eine blühende Frau von 44 Jahren und ihr Körpergewicht beträgt 153 Pfund, während ihr um ein Jahre alterer Gatte, ein Mann von eiserner Gesundheit, 185 Pfund wiegt. Er hat Necht. i i r -i Du, Mann, in acht Tagen feiern Wir unsere silberne Hocbzeit. Wollen wir dazu nicht das Schwein schlachten?" Warum? Waskann denn das arme Thier dafür, daß ich Dich vor 25 Iah-' ren geheirathet habe." Beste Zeit. Reisender (zu seinem Collegen, der um die Mittagszeit m em ejazaf: treten will): .Bist Du aber fleißig, jetzt um zwölf Ubr Mittags besuchst Du gar Kund?!" College: Was soll man machen, eS ist jetzt die beste Zeit, der Hausknecht ist Um Essen!"

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