Indiana Tribüne, Volume 18, Number 27, Indianapolis, Marion County, 15 October 1894 — Page 2

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Jndiana TrwNne. Erscheint Taglich und VonutagS.

Die tSgllSt.XrtJüce- kostet durch den Tröge, ilSnttl per 4, die onntagS-.Trtbüne B Srnxl per Ooche. Leide ,usanm:en 13 Stell der SxntHperVkonat. Per Poft ,zeschit t Vor U&t5Is8 V per Jahr. Ospee : Ro. 18 Süd Alabana Str. Zkdianapolis, Ind., 15 Oktober '94 NmTchandpfaftl Die biederen Bewohner des idylli scheu Städtchens New Castle. das in dem gleichnamigen County des StaaUl Delaware belegen, habe- sich jüngst triebst mal an einem Schauspiele ersitu:, welches die .berechtigten Eigenthümlichkeiten des genannten Miniaturstaates w drastischer Weise illuftrirt und in arellem Contrast mit unserer vielg?tuhmten Civilisation steht. Das widerwärtige Schauspiei. bestand in der öffentlichen Auspeitschung einer Amahl von Missethatern. Es waren ihrer elf,welchen der Richier. den Staatsgesetzen gemäß, verschiedene Dosen Hieb dictirt hatte, die ihnen im Beisein deö geehrten Publikums. unter welchen sich Besucher auS Pennfylvanien. Maryland. New Je?sey, New York. Massachusetts und sogar auS Colorado befanden, von dem Sheriff Gould applicirt wurden. Mit drei farbigen Menschenbrüdern, welche vor dem Auspeitschen am Schandpfähl zu stehen hatten, wurde der Anftng gemacht. Der Erste war ein Einbrecher und früherem Zuchthäusler Namens William Miller, ihm folgte Ux unverbesserliche Langfinger Alexander Scribner und dann kam der Pferdedieb Leoi Bayard an die Reibe. Diese Kerle hatten zwei Stunden im Block zu stehen, worauf die neunschwänzige Katze in Operation gesetzt wurde. Der Erste, welcher dieser Procedur unterworfen wurde, war ein kleiner, aber muskulöser Neger Namenö William Burton. Sein Oberkörper wurde entblößt und dann wurde der Mann an den Prügelpfosten gebunden. Sheriff Gates applicirte die Streiche, im Ganzen zehn, mit fester Faust, während Warden brauete dieselben zählte. Man konnte das Klatschen der Geißel an 100 Fuß weit hören und nach der Procedur war der Rücken des Sträflings mit dicken Striemen bedeckt.'.Alexander, Scribna erhielt 20 und Leoi Bayard sogar 30 Streiche. Alle verhielten sich durchaus apathisch, nur Scribner svrang lachend davon, nachdem er seine Dosis erhalten hatte. Von den übrigen acht Sträflingen, die kleine Diebstähle beaanan hatten, erbielt ein Jeder acht Streiche. Nach dem Dafürhalten der Richter im Staate Delaware hat sich die Prüaelstrafe als ein ausgezeichnetes Abschreckungsmittel bewährt Thatsächlich ist seit dem Jahre 1870 im gan;en Staate kein, bedeutender Diebstahl mehr verübt worden und der in jenem Jahre begangene war der ein:qe im letzten halben . Jahrhundert. Auch die Mehrzahl dev Bürger ist zu Gunsten der Prügelstrafe. Dieser Strafmodus ist ein Ueberbleibsel aus alte: 3eii. Der Ort New 5astle ist schwedischen Ursprungs, zählte aber balö nacö seiner Gründuna zahlreiche Holländer unter seinen Bewohnern und der bolländljche - Commandant des ??orK Canmir.soll die Prügelstrafe im Icchre 1654 zum ersten Male bei den Schweden, welche die hollandlsche Flagge heruntergerissen hatten, in Anweusuna gebracht haben. Mit mehr oder minder langen Unterbrechungen werden seit jener Zeit in dem Orte die Uebelthäter alle Vierteljahr einmal ausgepeitscht. . Früher und zwar bis iiirn abre 1836 wurden auch weiße Frauen diese? Strafe unterworfen; farbiae Weiber wurden noch im Jahice 1870 öffentlich ausgepeitscht, seitdem aber haben die BeHorden das weibUche Geschlecht mit dieser schanonchen Strafe verschont. Von der Bundes'Vlarine. Aus Washington kommt die Nachricht, daß von gewissen Contre-Admi-ralen und Commodores demnächst wie der ein Ertra - Admiralsschub insce nirt werden wird, ähnlich demjenigen. dem die Commodores Fyfe und Erben ihre Beförderung, und Pensionrrung zu verdanken haben, nachdem, sie einige Tage die Admiralöepauletten getragen hatten. Dieses Ml handelt es sich um den CommodorePotter, welcher, wenn die Dinge ihren - gewöhnlichen Lauf behielten, im Mai 1893 mit seinem jetzigen Rang in den Ruhestand zu treten hatte. Das it aber durchaus nicht nach dem Geschmack des genann ten Herrn, der wie seine alten Kämeraden Fyfe und Erben, den Admirals rang und die mit demselben verbundene Pension haben möchte. Er hat zwei Vordermanner, d ihm im ibstat sie hen. die Commodores. Carpenter. der Befehlshaber deö asiatischen, und Kirkland, der Commandeur des europäischen Geschwaders , st. Nun wird Com inodore Carpenter die Admiralsepauketten erhalten, sobald Admiral Gherardi im November in den Ruhestand tritt, während Commodore Krrkland erst im Februar des nächsten Jahres, nach der Pensionrrung des Admirals Greer. befördert werden würde. Dadurch würde Commodore .Potter wohl .15 f : w i r m - Ulö ccnwi aujöic vöpie icinw nanges gebracht, allein . das wurde ihm nichts nützen, denn er müßte biS zu seiner Pensionirung den Commodorerang behalten, wenn ihm nicht einer seiner Borganger Plag macht. In Anbetracht dieser Umstände ha ben nun die Herren folgenden Plan rrangirt. Commodore Carpenter soll sich alödald nach seiner Beförderung zum Admiral, die im November nach .Admiral Göerardi'S Rücktritt au tr.

folgen haf, pensionlren fassen und dadurch Platz für seinen nächsten Hintermann Kirkland schaffen. Damit wird Potter's Avancement ermöglicht sobald Admiral Greer das Alter erreicht, welches seinen Rücktritt in den Ruhe-

stand nothwendig macht. Commodore Carpenter hat zwar seine Mitwirkung zu dieser Intrigue noch nicht zugesagt, allein er wird das wohl thun, da die Herren sich bei derartigen Kleinigkeiten gern gefällig sind. In der Manne herrscht zur Zeit Mangel an Assistenzärzten; secks Stellen sind zu besetzen und für b:ee sind keine Doctoren zu finden. Dies liegt daran, daß die Herren an Bord von den Officieren nicht für voll angesehen werden und eine keineswegs beneldenswerthe dienstliche Stellung einnehmen. Ihr Gehalt beträgt an Land $140 bis $1600. auf See $1700 bis $1900. Nach drei- bis vierjähriger Dienstzeit avanciren sie zu Assistenzärzten erster Klasse und beziehen dann $2000 bis $2200 Gehalt; bis sie die nächste Stufe erklimmen, dauert es dann eine lange Reihe von Jahren. Vom Officiercorps werden diese jungen Aeskulaps meistens über die Schulter angesehen; an Bord haben sie nicht einmal in dem für die Officiere reservirten Theile des Schiffes ihre Quartiere, vielmehr müssen sie mit den Cadetten und EnsianZ hausen. In dieser Hinsicht hat der Ge-neral-Arzt Dr. Tryon eine Reform angestrebt, bisher freilich ohne Erfolg. , , Erträge der Einkommensteuer in New York. Seiner Zeit ist bekanntlich dem Bundesgesetze, welches ein jedes Einkommen über $4000 zur Besteuerung heranzieht. gerade von der Stadt New For! aus die bitterste Opposition gemacht worden. Diese Opposition war wohl erklarllch, denn die genannte Stadt zahlt die größte Anzahl von Krösussen. die unter den Bestimmungen dieses Gesetzes einen, wenn auch nur sehr winzigen Theil ihres Ueberflusseö abgeben müssen. Die World" führt in einer Besprechung der Steu:r die mehrfachen Millionäre auf und berechnet die Summen, welche den Herren abgezapft werden. Wm. Waldorf Astor, dessen Großvater der erste Millionär im Lande war. wird auf $120.000.000 geschätzt und soll ein jährliches Einkommen von $3,900.000 haben. DaS wären 7 1-2 Procent, was etwas hoch gegriffen erscheint, denn große Capitalien können mcht wohl so angelegt werden, daß sie mehr als 5 ode? 6 Procent ein bringen, abgesehen von den bedeutenden unproductwen Werthen, wie Diamanten, Wohnungen, Landsitzen u. s. w. Der Nachlaß Jay Gould's soll $100.000.000 betragen und wurde in kaum 33 Jahren erworben; das Einkommen der Goulds soll jährlich $4.000,000 betragen. Eine steinreiche Familie sind die Vanderbilts, aber es sind ihrer ziemlich viele; da ist Cornelius, der Chef des Hauses, mit achtzig, William mit fünfundsiebzig. Friedrich und Geo. W. je mit fünfunddreißig Millionen. Russell Sage soll $90.000.000 besitzen und ein Einkommen von $4,500.000 haben. Die Standard-Oel"-Magnaten Flagler und Rockefeller sind mit je $60.000.000 angeschrieben. Johann Jacob Astor und der Nachlaß von Moses Taylor werden auf je $50, 000,000 geschätzt. Frau Hattie Green hat vierzig. Percy Payne. H. O. Havemeyer, der Singer'sche Nachlaß je dreifeicr Millionen, I. Pierpont Morgan, Robert Goelet, der Schermerhorn'sche Nachlaß je fünfundzwanzig Millionen. Es gibt tn New Iork achtzehn zwan zigfache Millionäre, darunter sind zu nennen: Ogden Goelet. Collis P. Huntington. David Daws. Elbridg: Gerry. I. Ä. Bostwick. Theodor Havemeyer, W. Sloane, H. Hilton, And. Carnegie. Amos Eno, Wm. C. Whitney. W. P. Furneß. D. O. Mills. Frau E. Sheppard, Frau Sloane. Frau H. Mc Twomoley und Frau W. Seward Webb. Zwanzig Personen haben mehr als zehn und 31 über sünf Millionen. Die einfachen Mrllwnare sind so zahl reich, daß man sie gar nicht aufzählen kann; immerhin hat die World" versucht, einen Census aufzustellen, und sie hat ihrer tausend namhaft gemacht. Man glaubt, daß die Regierung von den tausend New Norker Millionären etwa $3.000.000 als Einkommensteuer erhalten wird, und da man vom ganzen Lande nur $10.000,000 erwartet, so zahlt diese eine Stadt nahezu den drit ten Theil. Sine Rächerin ihrer Ehre. In dem Institute Pearsons zu Bue nos Aires wirkte als Lehrer der Lite ratur. Mathematik und Chemie der Italiener Angela Petraglia. Derselbe verfolgte die Tochter des Jnstituts-In Habers, Fräulein Helene Pearsons Hörne, mit Liebesantragen, welche ic doch den jungen Mann fortwährend abwies, worauf dieser zum schmahli chen Mittel der Verläumdung griff. um sich an der distinguirten Dame zu rächen. In allerlei anonymen Zu schrisren, welche besonders an den Va ter des Fräuleins gerichtet waren, suchte er dasselbe durch allerlei Lugen zu verdächtigen Dieses höchst unwürdige Vorgehen zeigt, daß es Fräulein Pearsons mit dem feinen Instinkt der Frauen richtig herausgefunden hatte, vaß Petraglia nicht der Mann für ein charaktervolles, gut erzogenes Mädchen sei. Die junge Dame wußte es sofort, aus welchem Hinterhalte die gegen sie gerichteten giftigen Pfeile abgeschossen wurden, allein sie ging erst vor, als sie volle Gewißheit über die Person des Verleumders 'hatte. Vor Kurzem erschien Frl. Pearsons, von ihrem zwölfjährigen Bruder begleitet, auf dem Commissariat der vierten Section und verlangte die Verhaftung Petraglia's wegen Verleumdung. Der Commissär erklärte der Dame, daß die Polizei in diesem Falle einzuschreiten nicht berechtigt sei, sondern daß dieZ den G:richten zustehe. In großer Aufregung verließ Fräulein Pearsons das Pol:-zei-Comm'issariat mit den Worten:

"2nn weM'ich mlr selbst Gerechtigkeit verschaffen". Nachdem Alles im Hause bereits die Nachtruhe ausgesucht hatte, verlich Fräulein Pearsons dasselbe, abermals von ihrem Bruder Carlos begleitet, nachdem sie eine geladene doppelte Lefauchiuz-Pistole zu sich gesteckt hatte. Damit begab sie sich vor die Wohnung des; Verleumders und warnte. Als ihr die Zeit lang wurde, begab sie sich in das Central-Depzrte-ment der Polizei und verlangte dort die Verhaftung Petraglia's. Dort wurde ihr der gleiche Bescheid von Seiten des Commissärs.woraus sie sich wieder nach der Wohnung des Verleumders begab und wartete. Wieder mußte Frl. Pearsons warten, denn Petraglia kam erst um 2 1-4 Uhr Morgens nach Hause. Als er die Thür seines Hauses aufgesperrt hatte, rief thn Fräulein Pearsons beim Namen, worauf sich umwandte. In diesem Augenblicke krachten zwei Schüsse. Die beleidigte Dame hatte die Waffe mit staunenwerther Sicherheit gehandhabt, denn die beiden Kugeln drangen demPetrag lia in die Brust. Derselbe hatte in wenigen Sekunden ausgelebt. Fräulein Pearsons ist in Haft und ein Antrag auf Freilassung gegen Caution ist abgelehnt.

Fürst BiSmar und die Polen. In ihrer neuesten Nummer bringt sehr zur rechten Zeit die Nationeinige interessante Reminiscenzen, welche klarlegen, wie Fürst Bismarck früher einmal über die Möglichkeit eines polnischen Pufferstaates und die Polensrage überhaupt gedacht hat. Um einen Tisch mit opulenten Speisen sitzt eine erlesene Gesellschaft: der preußische Kronprinz, der spätere Kaiser Friedrich.Bismarck undAndere. Das Gespräch hüpft von einem Gegenstand zum andern und wird doch auch mit Voraussicht und Berechnung von dem Vorgänger des Grafen Caprivi auf jene Stoffe gelenkt, die er dem Kronprinzen unter die Augen bringen will. Die Einleitung bildet ein Erlebniß. Da habe neulich die Schild wache, ein Pole, den damaligenReichs kanzler nicht in das Haus lassen wol len; erst als Bismarck sich mit ihm auf polnisch verständigte, sei der Soldat anderen Sinnes geworden. Die Einleitung ist etwas gewagt, denn daß eine preußische Schildwache einem Manne in preußischer Generalsuniform den Weg versperrt, ist ein wenig erstaunlich; aber es ist doch eine gute Einleitung, und nun kommt die bessere Fortsetzung: ..Auch im Lazareth versuchte ich vor ein paar Tagen mit polnischen Soldaten zu sprechen, und sie sahen sehr verklärt aus, als sie den Herrn General ihre Muttersprache reden hörten. Schade, daß ich damit nicht fort konnte und mich abwenden mußte. Und nun zum Kronprinzen gewen det: Es wäre vielleicht gut. wenn ihr sfeldherr mit ihnen sprechen konnte. Der Kronprinz: ..Bismarck.da kom men Sie mir wieder mit dem, was Sie mir schon mehrmals gesagt haben. Nein, ich mag aber nicht, ich will's nicht mehr lernen. . . Bismarck: Aber es sind doch gute Soldaten, Königliche Hoheit, und brave Leute und der große Kurfürst hätte auch so gut polnisch wie deutsch gesprochen, und die späteren Könige hätten gleichfalls polnisch verstanden. Erst Friedrich der Große habe sich damit nicht abgegeben, der habe aber auch besser französisch wie deutsch gesprochen." Der Kronprinz: Das mag Alles sein, aber ich will nicht mehr polnisch lernen sie müssen deutsch lernen." Das ist führt die Nation- .weiter aus ein etwas anderer Bismarck, als der Varziner Schloßherr, der in einer vorhergehenden Rede sogar angedeutet hatte, daß die Polonisirungsversuche immer nur vom HohenzollernHause und durch die Gewandtheit pol nischer Hofkavaliere eingefädelt worden seien. Daß es sich aber bei jenem Tischgespräch nicht nur um einen plötzlichen Einfall gehandelt hatte, geht schon aus den Worten des Kronprinzen hervor: Da kommen Sie mir wieder." In der That trug sich der damalige Reichskanzler auch mit der Möglichkeit politischer Conceptionen, welche die interessante, für manch Einen verblüffende Möglichkeit zur Voraussedung hatten, daß nicht die Polen deutsch, wohl aber der deutsche Thronfolger polnisch lernte. Auch dafür gibt es eine gute Aufzeichnung über eine Unterhaltung: Der frühere Reichskanzler verweilte lange Zeit bei den siegreichen Kämpfen des Großen Kurfürsten im Osten und bei dessen Verbindung mit Karl dem Zehnten von Schweden, die ihm große Vortheile verheißen habe. Schade nur, daß sein Verhältniß zu Holland ihn gehindert habe, diese Vortheile zu verfolgen und gehörig auszunutzen. Er habe scnst gute Aussichten gehabt, seine Macht im westlichen Polen auszudehnen. Als Delbrück darauf äußerte, dann wäre Preußen aber ja kein deutscher Staat geblieben, erwiderte der Graf: Nun, so schlimm wäre es doch nicht geworden. Uebrigens hätte es nicht soviel geschadet, es hätte dann etwas im Norden gegeben, wie Oesterreich im Süden. Was dort Ungarn ist. das wäre für uns Polen geworden" eine Bemerkung, an die er die vorher schon einmal von ihm gegedenen Mittheilungen knüpfte, er habe dem Kronprinzen den Rath ertheilt, seinen Sohn die polnische Sprache erlernen zu lassen, es wäre aber zu seinem Bedauern unterblieben." ' Daß Fürst Bismarck.der die Möglichkeit eines polnischen Staates nach dem Ebenbilde von Ungarn ohne nationaleS Nervenzucken an die Wand malt, und der unsere Königsfamilie polnisch lernen lassen will, heute seinem Nachfolger, der alles dies ganz zweifellos nicht will, eine Preisgabe des .Deutschthums indirekt vorwirft, ist ja nicht im Geringsten überraschend und 'ist völlig begreiflich." bemerkt hierzu das Bert. Taaebl." .Heinrich

ver Vierte, der auch' ein großer Diplomat und sogar ein großerStaatsmann war. sagte mit der naiven Offenheit genialer'Menschen: Bald sage ich mal das Eine, bald mal das Andere." Und auch Fürst Bismarck sagt mal das

Eine und sagt mal das Andere, und er sagt jetzt wieder einmal das Oblge. rn dem er glaubt, daß dies den nützlichen Zweck haben kann, die Stellung seines Nachfolgers zu untergraben." Vom Jnlanvc. m Walde bei 5lamaica wurde kürzlich vom Constabler Ashmed eine Räulerhöhle gefunden, die 25 Fuß im Umfang hat und augenscheinlich erst vor Kurzem verlassen wurde. Eine aus dem Boden hervorragende Ofenröhre führte zur Entdeckung des Schlupfwinkels von Dieben; in der ööble selbst! wurde nur eine Kockeinrichtung gesunden. Allen Anzeichen nach diente die Hohle zur Ausbewayrung von gestohlenen Sachen. Ein Netz von einer Viertelme'rle Länge, mit welchem die drei Brüder Keogle den Fischfang in Onondaaa Lake. N. 2).. m uncmeklkcber Weise betrieben, bat der Wildbüter Ch. S. Potter mit Beschlag belegt. Mtt dem Netze sollen seit Monaten allnächtlich Mische im Werthe von 5100 in verbotener Weise gefangen worden sein. 5?isckerei - Commissär McDonald in Washington hat die Nach- -richt erhalten, dak von Greennock in Mäine aus 10,000 junge Lachse nach dem Lake George transportirt worden sind. Es war dies die erste der Sendüngen, die den Zweck haben, den Lake George und den Lake Champlarn Mit Lachs zu bevölkern". Henry Welber. 71 ?!ahre alt und der älteste Pionier des NordWestens, welcher seiner Zeit viel dazu beigetragen hat, daß d:e Englander den San Juan Archipelagus nicht annektirten. wurde w Port Tvwnsend. Wash., von einem Gespann durchgehender Vserde überfahren und augenblicklich getödtet. Auf eine an den Secretär deS Innern gerichtete Anzeige, daß auf Neebifh Island in Michigan von Canadicrn ' unbefugt Holz geschlagen werde, gelang es durch promptes Einschreiten der Behörden, einen gewissen Louis Ganer zu verhaften und 200 Kiefernstämme. 1300 Cedernholzblöcke für Pflasterarbeiten, 150 Zaunnfosten und 700 Eisenbahnschwellen mit Beschlag zu belegen. Ganer war geständig und wurde verurtheilt. Auf einer Drehbrücke bei Webster, Cal.. löste sich ein Passagierwagen von einem Zuge der dortigen engspurigen Bahn ab und fiel über die Brücke in's Wasser. Die meisten von den 15 Passagieren, welche sich in dem Wagen befanden, sprangen von diesem ab, wobei sie fast alle Verletzungen davontrugen. Zwei, die in dem Wagen zurückgeblieben käme um, darunter P. I. Kyley. ein Schaffner der Den-ver-und Rio-Grande-Bahn. Laut kürzlicher Statistik gibt es in Nord-Amerika etwa 2000 Frauen, welche die ärztlichePraxis ausüben, darunter 130 Homeopathen. Die Mehrheit sind gewöhnliche Aerzte, doch befinden sich auch 70 Hospitalsdoktoren und Chirurgen, sowie 9o Professoren und 610 Specialisten für Frauenkrankheiten darunter. In den Ver. Staaten gibt es zur Zeit zehn medizinische Schulen für Frauen, im Canada vagegen nur eine. Daß die deutschen Reichsbehörden Jemand per Sch'ub nach Amerika spedirt haben, ist wohl ttoch kaum dagewesen, doch geschah dies in den Fällen des 40 Jahre alten Austin Dovatha und des 30 Jahre ' alten Carl Blasius, die mit dem Hamburger Dampfer Columbia" anlangten und auf ElliZ Island detenirt wurden, weil sie gestörten Geistes sind. Nach der Heimath wird man wohl die Leute nicht mehr schicken, denn die deutsche Regierung läßt bekanntlich nicht mit sich spaßen, doch werden die nicht wünschenswertherc Ankömmlinge wohl nach Massachusetts abgeschoben werden. Wie die armen Teufel nämlich beim Verhör erklärten, sind sie dort ansässig gewesen und die dortigen Behörden haben angeblich ihre Ueberfahrt nach Hamburg bezahlt. Blasius behauptet, schon sechs Jahre im Lande gewesen zu sein, während sein Leidensgefährte vor 1 1-2 Jahren hier angelangt ist. Die Behörden von Massachusetts scheinen da von ihrer alten Praxis, Paupers nach New Fork abzuschieben, abgewichen zu sein, und haben, um "die ihnen lästigen Leute um so sicherer loszuwerden, dieselben über See spedirt, jedoch ihre Rechnung ohne die Wachsamkeit der deutschen Behörden gemacht. Auf einem ExcursionSzuge, der von der Fair" in Owensboro, Ky., zurückkehrte, wurde von einer Schaar betrunkener Neger ein mörderischer Kampf verursacht, in dem sie selbst den Kürzeren zogen. Es heißt, daß sieben Neger todt vom Kampfplatze getragen wurden; ihre Gegner, mehrere weiße Bewohner unter Führung von Deputy - Marschall Bullington, kamen mit leichten Verletzungen davon. Auf der Rückfahrt von der Fair- war den Negern der Zutritt zu den Waggons der weißen Fahrgäste verweigert worden, worüber die Ersteren, zumal sie durch übermäßigen Genuß von FeuerWasser aufgeregt waren, in areWuth gcriethen. Kurz vor Ankunft auf der Station Powers unternahmen die Neger einen Ansturm auf die verbotenen Waggons, Deputy-Marschall Bullington trat ihnen entgegen und suchte sie zu beruhigen, wurde aber sofort mit Revolverschüssen empfangen. Dies war das Signal zu einem allgemeinen Schießen. Ein halbes Dutzend weiße Fahrgäste unterstützten den DeputyMarschall, und vor ihren wohl'ielten Schüssen mußten die Angreifer sich zurückziehen. In Jndiana. namentlich im südlichen Theile, rühren.. sick die tMbkMen Wieder. Als vor einem

Jähre' 'die oru'öer (sonrav emerÄclgkappen - Bande, die seit Jahren in Harrison County ihr Unwesen getrieben hatte, einen Hinterhalt legten und fünf von den Rittern der Ruthe" erschössen und vier andere verwundeten, glaubte man, daß das Ende der Weißkappen in jener Gegend gekommen sei. allein in den letzten Wochen haben die nächtlichen Regulatoren wieder von sich hören lassen, und es haben sich mehrere Gewaltthaten ereignet. Für daS Wiedererscheinen der Weißkappen werden die Behörden verantwortlich gemacht. Nach der Conrad - Affaire verhaftete man weder die Conrads, noch that man Schritte gegen die Weißkappen, von denen die Conrads überfallen wor den waren und die der Mehrzahl nach bekannt waren. Als vor einigen Wochen Frank Richards, während er ein Mädchen nach Hause geleitete, durch Schüsse aus einem von Weißkappen gelegten Hinterhalt so schlimm verwundet wurde, daß er starb, nahm man auch nur die Verhaftung eines Mannes vor, die anderen aber ließ man ungeschoren. Die Sicherheitsbeamten sind zum Theil mit den Weißkappen verwandt und' lassen die Hände unthätig im Schooße liegen. Darum kamen seither wieder brutale nächtliche Ueberfälle vor.

Oom NnSlande. AuS geringfügiger Urs fache sind in Bochum zwei Leute, Bruder und Schwester, von einer rohen Bande niedergestochen worden; die ffrau war sofort todt, der Bruder lebt noch. Die beiden Leute führten auf einem Schiebkarnn tine Anzahl Sachen und wollten auf dem Nachhauseweg in einer Wirthschaft ein Glas Bier trinken. Eine Gesellschaft jungerBurschen, die die betreffende Wirthschaft eben verlassen hatten, begannen mit dem Wagen allerlei Unfug zu treiben, wogegen die Geschwister sich verwahrten. Die.Fotge war, daß sich die Bande nun gegen die Eigenthümer deL Wagens wandte, und der Streit endigte mit der Niedermetzelung derselben. Die Thäter sind verhaftet. EinblutigesEnde fand in der westfälischen Stadt Herne ein ffest des Arbeiter-Gesangvereins ??Kie Sängerlust". AIS die Polizei um 11 1-2 Uhr Nachts Feierabend gebot. und die Theilnehmer, mehrere Hundert, sich nicht gleich entfernten, zog die Polizei sofort blank und hieb ohne Wahl auf Frauen und Männer ein. Es entstand ein furchtbarer -Tu-mult und viele Leute sprangen durch die Fenster; mehrere Frauen mußten hinausgetragen werden. Draußen aus der Straße gab die Polizei ganz un motivirt vier scharfe Revolverschüsse ab. ohne daß eine Hand sich gegen die Beamten erhoben hatte. Ein Mann hat zwei Schüsse in deuUnterschenteZ erhalten und wird wahrscheinlich zeitjebens ein Krüppel bleiben. Jn Montillana, in der spanischen Provinz Granada, dient das Schulgebäude während der Sommerferien als Kornspeicher. Vor einigen Tagen nun wollte der Lehrer den Unterricht wieder beginnen und schrieb deshalb den Leuten, die .ihr Korn im Schulgebäude hatten, einen Brief, in dem er sie höflich bat, den . Schulsaal vi leeren. Die Antwort ließ nicht ! lange auf sich warten. Die Bauern, an die d Mahnung ergangen, imrmten die Wohnung des Lehrerö und verabreichten demselben eine schreckliche Tracht Prügel. Bald gerieth daS ganze Dorf in Aufregung, und eine Menge von heulenden Frauen, Manern und Kindern versammelte sich vor dem Hause des Bürgermeisters.. Dieser Biedermann stellte die Ordnung wieder her, indem er durch zwei Amtsdiener den Schulmeister auö der Ortschaft treiben ließ. EinAusschußunterdem Vorsitz des Professor Sidgwick in London, England, hat ein, Blaubuch von 490 Seiten zusammengestellt, daö eine Gespenster-Staristik genannt werden kann. An 17,000 Personen wurden vernommen und 65& Männer sowie 1029 Frauen gaben auf die Frage, ob sie je in wachem Zustande ein Gespenst gesehen, gehört oder gefühlt hätten, eine bejahende Slntwort. Die dergestalt wahrgenommenen Geister lassen sich folgendermaßen eintheilen: 2S6 waren Erscheinungen noch lebender Personen'; 105 waren wiedererstandene Todte; 272 waren Gestalten unerkannter Personen; unvollkommene Gestalten waren 120; Engel n. .dgl. nur 10; Ungeheuer gab es 23; unter den 22 Thiergespenstern befindet sich der Geist einer tollen Katze, die soeben ersäuft worden war. ' Alle diese Erscheinungen werden als erster Hand klassificirt. Diejenigen zweiter Hand übergehen wir. 77 Todte und 46 regelrechte Gespenster wurden - von den Beobachtern erblickt, während sie, natürlich wach, im Bette lagen., Zwischen dem 20. und 40. Altersjahre werden am meisten Gespenster gesehen. Nachdem kürzlich in einem Walde, nahe bei. Bamberg ein Bauernmädchen ermordet aufgefunden worden ist, ohne daß eö. bks jetzt gelun gen ist, des Thäters habhaften werden, find die Gemüther, wieder neu erregt worden durch die Ermordung eines 18jährigen Mädchenö im Walde bei Pilgramsreuth in der Nähe von Hof. Die 18jährige SteinhauerStochter Margarethe Wolfrum von Pilaramsreuth hatte sich auf den nahe gelegenen Petersberg begeben um Preißelbeeren zu pflücken. Als dieselbe Abends nicht nach Hause kam, suchten die Eltern mit ihren Nachbarn bis früh 2 Uhr, ohne eine Spur der Vermißten zu finden. Am nächsten' Tag machte sich nochmals eine größere Anzahl von Personen auf die Suche, und endlich am Nachmittag fand man das Madchen ermordet in einem Dickicht. - Der Leichenbefund ergab, dah .der Bedauernswerthen mit einem zweischneid!aen, feststehenden Messe? oder Hirschfänger vierzehn Stiche, und zwar 'vier in die rechte, vier in die linke. Brustfeite, drei, im Rücken-und je einer in jeden ' Arm und in dseöönde Ulkt

Dr. August Köukg'ö ai&biiffc!? Tropfen.

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Gegen Dyspepsie UeSelkeit, Tiefe so gewöhnten Krantteiten haben Saueres Aufstokeu, u.s.w. ihren Ursprung im Magen. Der Magenfast hat nicht die zur gesunden Verdauung der Speisen nothwendigen Eigenschaften und eine allgemeine Schmücke des Magens tritt ein. Xu August König's Hamburger Tropfen reinigen die Säfte. Gegen Lcberleiden. Biliöfe Beschwerden bekunden ein Trägheit des Aus. scheidungS-Organs der Leber und Unregelmäßigkeit tn ben Funktionen der verschiedenen zur Bearbeitung der ausgesonderten Flüssigkett bestimmten Organe. Wenn ein Ueberfluß von Galle im Blute zurückbleibt, treten i H 03 A Ct$ AwKam 4 tll iA C -f W 4 aa( Cf !iA (Vf.. M F - 4- . m

Lt. Vnkobs (I)el Heilt Rheumatismus, Neuralgie. Nuckeltschmer: zeu Verletzuugeu.

örachk wurden. Eine Vergewaltigung konnte nicht festgestellt werden. Als der That verdächtig wurde der auf der Wanderschaft begriffene Steinmetz Hübner aus Hof verhaftet, bei dem man blutige Legitimationspapiere, blutbefleckten Hut und Kleider fand, die er in Hof veräußern wollte. Weiter sind verdächtig einige Personen, die mit dem Hübner in Martinlamitz übernachtet hatten. Ein aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig vereinzelt dastehender Unfall gelangte dieser Tage bei dem Bureau der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie in Mannheim zur Anzeige. In einem Etablissement, das sich mit der Fabrikation von Nitrobenzin befaßt, verunqlückte ein Arbeiter, von dem auch njcht der kleinste körperliche Rest übrig blieb. Die Rubrik des Unfallschemas, in welcher die Art des Unglücks anzugeben ist. enthält den Eintrag: Ist verschwunden. Muthmaßlichr durch die erhitzten Säuren verbrannt und aufgelöst." Der 50 Jahre alte Arbeiter Konrad Wuchner von Mülhausen i. E. begab sich zu früher Stunde in die Abtheilung der ' Nitrifikationsapparate. um die Hähne dieser Apparate aufzudrehen, wozu er, da es noch nicht hell genug war, eine Sicherheitslaterne mitnahm. Eine halbe Stunde später sah man, durch eine Explosion in dem mit den genannten Apparaten in Verbindung stehenden Sammelkessel aufmerksam gemacht, nach und fand von dem Arbeiter auch nicht die Spur mehr. Nur die zerstörte Laterne, der Lungenschützer und ein Meßstock lagen am Boden. Die Vermuthung liegt nahe.daß durch irgend einen Zwischenfall die Laterne sich öffnete und das Licht den chemischen Stoff entzündete. Die Berufsgenossenschaft setzte Zweifel in die Angaben der Fabrik, indem sie der Vermuthung Ausdruck gab, daß der Mann sich auch entfernt . haben könne. Nunmehr theilte die Fabrik dem Bureau mit. daß eine Analyse vorgenommen würde, um durch den Nachweis von Phosphorfäure in dem betreffenden Fabrikat den Beweis für den Unfall zu fübren. Auf ihrer Bestyung in unmittelbarer Nähe der Stadt Lyon verbrannte sich eine 35jährige Frau Ogier in der Weife, daß sie im Hintergründe ihres Gartens inen Hausen Holzspäne errichtete sich darauf setzte und , ihn dann anzündete. Als die Flammen die Kleider der Frau ergriffen, lief .sie wie toll durch die Baumg'änge und rief um Hilfe. Die herbeieilenden Nachbarn fanden nur noch eine Leiche. Der Selbstmord der sehr reichen Frau wird auf ehelichen Zwist zuLückgeführt. Ein großes Feuer wüthete neulich Nachts in dem Dorfe Wakenstedt bei Lübeck. Sechs große Gebäude mit ihrem gesammten reichen Inhalt wurden ew Raub der Flammen. In Folge Flugfeuers nahm das entfesselte Element bald größere Dimensionen an. Die Flammen entwickelten eine derartig große Hitze, daß die Feuerwehr dem Herd des Feuers sehr schwer beikommen konnte. Trotzdem gelang es nach sechsstündiger Arbeit, unter Aufgebot aller Kräfte, den Brand zu lokalisiren. Eine große Anzahl Schweine und Fettkälber sowie Federvieh ist in den Flammen umgekommen. Die Pferde und Kühe wurden gerettet. Vor den Augen seiner Mutter erschossen hat sich der vierzehn Jahre alte Barbierlehrling Willi Grafunder in Berlin. Er war erst vor kurzer Zeit von seinen Eltern der Vater ist Pförtner be! der städtischen Sparkasse am Mühlendamm zu einem Barbier im Centrum der Stadt in die Lehre gegeben worden. Neulich Mittags verließ : er das Geschäft des Lehrherrn, kaufte sich, wie er auf einem Zettel vermerkt hat, einen Revolver und irrte bis zum Abend umher. Um elf Uhr klingelte er an der Gitterthllr, die vom Mühlenweg zu der elterlichenWoh nung führt. Als Frau Grafunder daraufhin hinausging ' und nachsah, wer Einlaß begehrte, blitzte in demselben Augenblick ein Schuß auf. Der Vater wurde, nun gerufen, und das Elternpaar fand den Sohn als Leiche mit einer Schußwunde in den Schläfen auf. Auö einem hinterlassenen Zettel erhallt, daß der Knabe aus gekränktem Ehrgeiühl den Tod gesucht hat. ",, Nudy'S Pile Suppository wird garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder das Geld wird zurückgegeben. 60 Cts. die Box. Schicke zwei Postmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken. Ward Broö., A. Kiefer Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten Indianapolis, Ind. The Twentieth Century, eine auSaeivnere Wochenschrift, welche fortschrittlich gestnnten Lesern sehr zu empled. len ist. An der Tendenz zwar sozialistisch, werde dsch andere fortschrittliche Theorien darin unparteiisch besprochen. " JRcm bestelle direkt bei der Humbolde Publishing Co., 19 Sftsr Plack, Ne j

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Bedenken Sie, daß die Wisconson Central Bahn un

bedingt das Zutrauen des Publikums besitzt, da sie bei Weitem die populärste Linie zwischen Chicago, Muwaukee, St. - Paul, Minneapoliö und dem Nordwesten ist und fernerhin als die Pullman Linie zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Platzen am Superior See angesehen wird. Bedenken Sie ferner daß die WiS confin Central die bedeutendsten Punkte in Wisconsin berührt, mehr Geschäfts Plätze erreicht als irgend eine andere Lmle im Nordwesten, daß der Speise wagen feiner ausgestattet ist als irgend emer der anderen Lmien. Für weitere Auskunft als, Raten, Routen, wenden Sie sich an den nach ften Ticket Agenten oder an 3as. C. Pond, Gen. Pass. Agent, Milwaukee WiS Die Volks - Partei. Auszug aus der platform : Wir verlangen : Daß bei der Cteuereinschätztznng von dem Wertye des iLlgenttzums alle Echulven in Avzug gebracht werden können. Eine Steuer von ö Prozent auf alle Erb' schaften über $2000. Reduktion der Arbeitzeit in Fabriken und Bergmerken gemäß den Fortschritten in der Jnounrie. Verbot der Kinderarbeit in Fabriken und Beraroerlen. Verbot der Abgabe und Annahme freier lienvaizn-ayrkarten an und von offent lichen Beamten und Richtern. Staats- resp. Gemeindeeigenthum an allen öffentlichen Verkehrsanstalten, wie Eisenbahnen, Telegraphen, Gas und Wasserroer en u. s. m. Staatsbesitz, und Betrieb der Bergwerke, und Ausdehnung des Staatsbe triebes auf alle Industriezweige, so wie sich die Nothmendig'eit dafür eraiebt. Silberprägung im Werthverhältniß von : i. Erwählung deS Präsidenten und der Bun dessenatoren in direkter Volksmabl. Ferner heißt es in der Platform: Wir glauven mcyt, datz es die Aufgabe der Regie rung ist, die Eisenbahn Corvorationen in ihren Streitigkeiten mit den Arbeitern zu unterstützen, und bemerken mit Schrecken, wie Richter eine despotisch Macht ausüben, die mcht im Clnliange mit dem Geiste der Ver fassung steht. Die Kandidaten. Für den Staat. StaatZ-Sekretär : Cbar'eS A. Robiuson Fountainr mn, El,lby So. StaatsAudttr : Edgar. Perktn Indianapolis, Marion S. StaatS'Schatzeist-r: SlmvS B. Neevort LcganSport, Euß So. Generalanwalt : eilaS Holeomb. Jort Branch (Zlb'on (5o. Clerk der S.preme-Court : 3. Harry Montaemery, B no, Lanience Co. Superintendent des öffentl Unterrichts : Jaso H. Allen. Terre Haute, Bigo Co. StaatS-Statistiker : William P. Smitb. Jrvinglvn, Marion Geologe . Edward Nindle. Bloomingron, vionroe So. Richter der Supreme-Court, 4. Distrikt : D.H.ChamberS. Nem Easlie. Henry Co. FürdenCongreßdistrikt. AhomaS Z. aft. Madison Co. Für daö County. EbarleZ H. Nrause. Clerk : Auditor : Simon Lchmalbolz. Schatzmeister: Albert H. Nrnll. Sheriff : Recorder : Peter H. Hughes. Robert E. Gross. Coroner : Tr. Tanner. Richter Criminal'Gench! : Zm. P. Adktnson. StaatZanwalt : Philip Raddaport. Richter Superior Co rt Ro. 1 : SilaS Tl. Ehepard. Legislatur : Taniel F. Kennedy. Jared vamhter. I. 0. Springer. Äohn Serien. John (Steig, Allen Htglnstzue. Counth-Com" iffäre: Henry refz. I. Distrikt. S. N. Haine. I. D strikt. Für das Township. Trust : EbarleS H. Mtner. Affcssor: Claude (5. Versauerte. FriedenSrichier : Harriso Ogbora. MtooS Mill-r. Garrett 2tt. valrod. Jodn Moore. Constabler : William Lbook. Refln H. Wt'sou. 5lobn Master?. William Harr'man.

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