Indiana Tribüne, Volume 18, Number 22, Indianapolis, Marion County, 10 October 1894 — Page 1
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JaZzrgaNg 8 Offtee : No. 18 Süd Alabama Strafte. No. . Indianapolis, Indiana Mittwoch, öen 10 Oktober 1894. i . . .
Eröffnung
ton MinolS UNd AlarKet ZW. Donnerstag, 11. Okl'br. l!WimMs!w.IckÄ. Nachmittags.Programm 1.30 bis 5. 1. M,rsS-American Cadet 2. Ouvertüre Eenina Out I isSSÄ:"''":::-::: Vom iünaften Cornet Svi ler im Staate, Z IfrXiT!? txUnen 7'Flöten-Solo-La Tourturelle a. er gnMAn; I votte-Lucille iverture -Eeven Siers !$ :::::::: ri n Mazurka La Z-zigaroe ?!' l8lT.Ä0 wea3l M:nd.Prgrmm7.!i0.biz iV Mr. i.Ma.sch.F.StSzl,2. Ouvertüre ichier vns "auer Z- .?"lzer-Pride of rhe Ball ilUUd S. Walzer, Gesana MySweatheartofhearS 7.VeteEa,n WV" t':::::::::::: 10 Epänljche Hoch, tt.Serenad' 11. Salopp TaUy.H) Lad,n w-rd vsn Lertermann BroS dekorirt.1 Vlumon für ntts Vssucher. lül IllinolS und Market Straße, 3pV Pelze! J. WOHLFELD, Praktischer Kürschner, I" I SeNlskin-PMnwl werden nach der neuesten Mode umgearbeitet. Alle Sorten Reparatur eine Sp aliZSt. No. 1 1 West Washington Ttrabe. Zlmmrrir.JroaBlo. Indi,ncvili?.Jnd. Lonuuvre!.! Club Iß stmtiil aurant. lllUUlllI ii Auf dem obersten Stock deS Commercial Club KebäudeS beleaen. bietet u ' I eS einen prnchtvollsn Ousblickr auf Stadt und Umgebung. DaS feinste Nestanrant .. bi.tet eS wie iein anderes Vorzüge I Preiswürdigkeit und hochfeine Küche. Dke neuesten Tapetenmuster - findet man stets bei W. L Cunuiflsliain , 02 Nord Illinois Straße. Henry Zimmer, D.uschkr Vertäust?. Lteor v Merrmann i, - ''Lji.' ., 'C-',' , ' v.-'.'-:.. - !v
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Editorielles. Schimpfen muß ker Telegraph". Da er über oie Republikaner nicht schimpfen darf, schimpft er über die
Populisten. An anderer Stelle diese? BlatteS finden die Leser dieses BlatteS eine Erklärung deS Herrn Adkinson. Diese Erklärung wurde dem Telegraph" gestern zur Veröffentlichung zugeschickt. von demselben aber nicht inserirt. Man erwartet sonst von einer anständigen Zeitung, daß wenn sie einen Angriff auf Jemand unternimmt, sie dem Betreffenden anch Gelegenheit zur Vertheidigung giebt, aUt dem Tele graph" scheint eben an dem Pradlkat anständig nichts gelegen zu sein. Er gehört eben zu jener Sorte, welche nach dem Grundsätze handelt: Verleumde nur immer frisch darauf loS, eS bleibt doch etwaS hängen. Der Telegraph" von yeuie enr. alt wieder eine iraoe gegen vle in Kune" und Aerrn Ravvavort. Wlr ns gerne das aan,e absurde Zeug abdrucken, aber wir können dteser Sache nicht so diel Raum geben. Folgende 1 I Stelle indeß macht unS so riesigen Spaß, daß wir sie in: Wortlaut hlerm - eiei.-t.ts Der Redakteur dieseö BlatteS war entschlossen, über Rappaportö Eandl. oatur für StaatSanmall editonell ke,n Wort i u verlieren, schon auS dem I runde mil et a 04 g.schwg. erd.n id! b.r n!ch seinem gesteigen ganz ungerechtfertigten DZuthauS bruche müssen wir daraus aufmerksam machen, daß ein so leidenschaftlicher Men,cy sur 0te,eS Au.r, in roeirncin ch"üVde.' Mewa? ein ? 5." "h-i .i. tollte." Dak dick da MäuSle beik' ! Da r - - r - sorickt der ..Telearavb" von unserem Wuthauöbruch" und an einer anderen Stelle seines Artikels zeiht er unS, daß wir gestern m maßloser Wuth schlimmer als ein Fischweib geschimpft" hätten. Er rechnet darauf, daß sich in Indianapolis noch einige Leute besinden, die unseren Artikel nicht gelesen haben, und ihm daher glauben, gerade wie er darauf rechnete, daß eS auch Deutsche giebt, die Herrn Adkinson nicht sprechen hörten, weShalb man immerhin eS mit der Wahrheit nicht genau zu nehmen braucht. Wir machen eS anders, und der Telegraph" sollte unS dankbar dafür sei, daß wir seine Elaborate ganz . ir 't. r . cv t Vc cl
ooer lyeilweiie aooruaen, o vup nciuuigkv nni u.iö u doch gelesen werden. Nase führen lassen. Daß dabei auch
Dem Redakteur deS Telegraph" sprechen wir aber unser innigste Mitleid darüber auS, daß er seinen Entschluß, über RappaportS Kandidatur kein Wort zu verlieren, hat aufgeben müssen. Er wird jedenfalls dafür die Dankbarkeit der Deutschen ernten, welche eS anerkennen werden, daß er , darauf aufmerksam macht, daß Serr Ravpaport ihnen Schande machen würde. Wir geben unS der tröstlichen Hoffnung hin, daß eS noch immer einige &;euicqe geoen wrro, roeicae m. . ? , . . i. Willens sind, diese Schande zu riSkiren.! Lasse sich indeß der Telegraph" gesagt sein, daß Herr Rappaport durchauS kein Verlangen darnach hat, StaatSanwalt zu werden, sondern daß er bloß um des Prrnz,ps willen - r r v T cry e. .i. - m w. . I I wunicur, oap lerne Parier o viere, Stimmen erbalte. wie möalick. Wenn eS Herrn Rappaport persönlich um ein Amt zu thun wäre, wenn er seine unabhängige Stellung einem Amte opfern wollte, hätte er daS vielleicht am leichtesten erzielen können, wenn er mi' Mayor Denny Freundschaft geschlossen hätte, wie gewisse andere Leute auch gethan haben. An einer anderen Stelle seines ArtikelS beschuldigt unS der ..Telearavb"
ibn angegriffen ,u kaben. ..gan, mielDie alte Parteien sehen der Wabl
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ein Bandit auS den Abruzzen. Wir mit Heulen und Zähneklappern entgeführen dieS bloß an, weil wir diesen gen. Selbst die Republikaner haben
Kn A?"!Lf ganz umuim um tvuuiu. Daß wir auf solch abgeschmackte Zeug Nicht erwidern, versteht sich a von - . . selbst.
Ein weit härterer Schlag als für wird die Sache mit Riesenschr.tten vordie Republikaner der Uebertritt des wärts gehen. ES muß ja einmal kom BundeösenatorS JoneS von Neoada zu men Amerika kann nicht hinter der
den Populisten, ist für die Demokraten der Uebergang deS 81jährigen Lyman Trumbull von Ehieago. Lyman Trumbull ist einer der ange-
seheniten Demokraten deS Landes. Vor 53 Jähren war er StaatS'Sekre-
tät von Illinois, vor 46 Jabren wurde er zum M,lgll,d des O'erstaategerichteS erwählt. Vor 40 Zehren erwählten ihn die Demokraten in den BundesKongreß, und im nächsten Jahr, noch ehe er sein Amt angetreten hatte, in den Bundes-Senat; 1861 wurde er für einen zweiten Termin erwählt, diesmal von Republikanern, von denen er sich 11 Jahre später lossagte. 1880 suchten die Demokraten den Staat Illinois von den Republikanern zurückzuobern, indem sie Trumbull als GouvernörSKandidaten auf den Schild erhoben. Jetzt steht der hochbetagte Greis auf der Seite deS Volkes. DaS hiesige Journal" nennt ihn eine Wetterfahne. Die Leute, welche vor zwanzig Jahren die republikanische Partei verließen, wußten warum und der alte Trumbull wußte eS auch. Zu jener Zeit verließen drei Viertel aller Deutschen die republikanische Partei. DeShalb sind sie aber keine Wetterfahnen. Parteien ändern ihre Ziele und Zwecke und nur der Fanatiker oder der Unwissende hält unwandelbar fest an einer Partei. Wenn eine Pa,tei ihre Richtung an dert, oder wenn sie trotz verä.derter Verhältnisse auf dem alten Stand- . , . r ... t f r . punne oeyarrr, 10 roirc oer eyrliaze und denkende Mensch sie verlassen und to anm. tu dem "1" oer öcu öuiotöi. Die alten Parteien werden noch ganz andere Dinge als den Verlust einiger l ... v. ot i.t tn:. " " ";s(h, B bk te b mb, m a M, üup 1 , uuicnmic irym. regt sich mächtig im Volke, die großen Massen sind unzufrieden, sie haben zu k,n bischenden Parteien alle Ver- ' fangen an ei. iai?" i ?"" oere Swllle qal, Uiv PUNS ooer UN, mit einem Amte zu ve sorgen, daß eine " polnische Partei, welche nicht für daS Wohl der Massen, sondern nur für daS Wohl der Klassen, oder vielmehr einer kleinen reichen Klasse sorgt, für sie keinen Werth hat. Die alten Parteien werden eS erleben, daß lhre AnHanger ihnen in Masse abfallen. Die VolkSpartei wird nach und nach eine immer größer werdende Stärke bekommen. Die Carnegies und FrickS. die GouldS und VanderbiltS werden sich der Partei freilich nicht anschließen. Sie haben eö auch nicht nöthig, denn sie haben die alten ParIteien am Gängelband und unsere Gesetzgeber und Rich'er sind ihre Puppen. Aber daS Volk wlrd den alten Humbug .kkM ..mV m.lJi- w.! V einzelne Männer mit großen Herzen und großem Verstände unabhängig genug sind, die Führerschaft in der neuen Bewegung zu übernehmen, daS mag schmerzlich für. die alten Parteien sein, aber daS wird noch öfter erfolgen, je mehr die Partei wächst. DaS muß eme prächtige Versammluna am Samstag in Chicago gewesen sein, mit Trumbull, Darrow und Lloyd als Rednern. Trumbull, diese politische Leuchte deS LanbeS hält in einem ooyen zier eine ganz uno f t-t.ciri- . v gar von sozialistischem Geiste getragene Rede. Welch ein Schrecken für die Staatöretter! Darrow. vor Kurzem assittirender Stadtanwalt, ein begabter Advokat und feuriger Redner hält eine , M, , - M M, M . popul,,ma,.,oziali,t.,a,e vleve uns um i.i L ... X t . : J. l oas .riulnolral ovu zu mucuen Ivrillll auch noch bergan, auS der Art aescklagene Millionär Henry D. Lloyd. der beste Freund den die Arbeiter im Lande haben.. Und dabei Zesse D. Cox als Vorsitz;?. Gehen den alten Parteien noch nicht die Augen auf 7 Sie werden sich wundern über die Nie senzahl von Stimmen, welche die Populisten in Chicago bekommen werden. Sie werden sich auch über den Ausfall der Wahl in Indianapolis wundern, " ri . Wir nno Treuim nicyl ianguin aeug, um schon jetzt mit Sicherheit aus I ' ' ' ' ' einen Sieg zu rechnen, wenn wir aber erst einmal eine große Stimmenzahl in' 1 einiaen aroben Städten baben. dann " - ' ganzen Welt zurückbleiben. Dem Ver elendigungöprozeß deS Volke muß einmal Halt geboten werden. Die Verl armung deS Volkes kann nicht unun-
terbrcchen in alle Ewigkeit fortgehen.
Die demokratische Partei hat bereits Selbstmord begangen. Dafür müssen die mit irr rechteri. die zu ihr gehören. 23.) die Populisten nicht im AZ,ge ste. hen, gehen die republikanischen Siege wie Vawinen inS Land. Der Kampf wird binnen Kurzem zwischen den Populisten und den Republikanern auSgefochten werden. , Die republikanische Partei ist aber eine durch und durch reaktionäre Partei, und sie hat die gewaltige Geldmacht deS Landes auf ihre? Seite. Die Demokraten können nicht mit ihr fertig werden, diese Partei besteht auS zu heterogenen Elementen, deren Interessen auöeinanderlaufen. Nur eine junge, sich für ihre Sache begeisternde Partei kann die Republikanerniederwerfen. Die Volks Partei kann eS, wenn sie sich fortschrittlich entwickelt. Uid die republikanische Partei wird ihr dazu helfen, denn wenn sie noch einmal zur Macht ge langt, wird sie in ihrem Uebermuthe ebenfalls Selbstmord begehen. Drahtnachrichten Inlai. Wetteraussichten. Schönes Wetter heute Abend und Nacht; kalter und schön Donnerstag. Hauöein stürz. New Jork, 10. Okt. Wahrend eines SturmeS heute Morgen stürzte da sechsstöckige HauS 74 Monroe Slr in. Mehrere Personen fanden dabei ibren Tod und noch mehr wurden schwer verletzt. MM Gewaltiger Grubenbrand. Sh am o kin, Pa., 9. Okt. Ein furchtbarer Brand entstand gestern Abend durch den Leichtsinn ein, S Arbeiterö in der Luke Flddler Kohlengrübe und wird voraussichtlich neigen dem großen Schaden, den er anrichtete. fünf Menschen daS Leben kosten. Der Zimmermann Jrving Auffington war mit Anderen um die gedachte Zeit in dem Luftschacht No 1 beschäftigt, alS er entgegen dem ausdrücklichen Verbot deS Superintendenten- und gegen alle Regeln seine offene Lampe anzündete, um die Luft zu untersuchen. Durch den Zug siel ein Funken auf daS Gerüstholz, welches trocken wie Zunder ist und in wenigen Augenblicken in vollen Flammen stand, die sich mit Blitzesschnelle, dichten Rauch und Dampf entwickelnd, über die ganze Grube verbreiteten. Der Schrecken der sechzig in der Grube beschäftigten Arbeiter war unbeschreiblich, doch gelang :S den meisten noch rechtzeitig die Luftschachte zu erreichen, durch welche sie gerettet wurden. Vermißt werden jetzt nur noch George Brown, Anthony Bobertik und ein Zunge und ein polnischer Arbeiter, deren Namen nicht bekannt sind. ES bleibt wenig Hoffnung auf ihre Rettung, da die ganze Grube in Flammen steht und der Brand voraussichtlich nur dadurch gelöscht werden kann, daß man die ganze Grube unter Wasser setzt. Der Unheilstifter Jrving Bufsington starb selbst den Erstickungstod, als er sich gegen den Rath seiner Ge fährten noch nach dem AuSbruch deS FeuerS auf den Grund deS Schachtes beaab, um etliche Effekten zu holen. Seine Leiche wurde bereits gesunden Ausland. Möchten die Prämien endlich sehen. Berlin, 9. Okt. Wie dem Correspondenten der Ass. Presse mitgetheilt wird, berührt eö in hiesigen Re aierungökreisen peinlich, dab daS Bureau in Washington die U,bersen oung der den deutschen AuSttellern aus ,er Ehicagoer WellauSstellung ,uer. kannten Preise so lange hinausschiebt Bis jetzt, heißt. eS, sei hier noch ich eine einzige Medaille oder ein Diplom eingetroffen. Washington, 9 Okt. Bezug t'X. v i Ci rs, pr.r.r-. " in 0D,8 vnajc oeiprocqcncn tr.. .t v 1 . . "ge ersayrr man un ajagami, cap vrove-emplare der zu prägenIm. - m ... den Medaillen in den nächstenTagen er wartet werden. Die Platten für die m . r rt v . v!
lviome ,tno ,oeoen vouenoer, unv,,.
sollen vorzüglich aufgefallen sein. " China und Japan.. Yokohama,?. Okt. SS wir.d
gemeldet, daß die Japanesen Fu Tschau
genommen haben. Eine Deprsche auS Fu Tschau mel dek, daß der Fluß für die Schisslahrt a:lchlt'ssen ist. Fu Tschau, einer der I chinesischen Vertragöhäfen und Haupt j stadt der Provinz Fo Kien, liegt etwa 23 Meilen oberhalb der Mündung deS Min-Flusseö. Fu Tschau besitzt ein Ulotten-Arsenal, Schiffs - JardS und eine Navigationsschule. In der Nähe liegen bedeutende Bleiminen und der Distrikt des schwarzen ThorS liegt nur 70 Meilen von dem Ort entfernt. In Folge dessen betreibt Fu Tschau einen bedeutenden Handel zu Wasser und zu Lande, sowohl mit. den Fu Tschau Inseln, a!S mit Japan. Die Bevölkerung der Stadt zählt 590,000 Seelen. - DaS Befinden deö Zaren. London, 10. Okt. Ein Correspondent des Standard in St. PeterSbürg will von einem Augenzeugen gehört haben, daß Professor Zacharjin dem Kaiser sagte: Eurer Majestät Leiden ist unheilbar; durch Vorsicht und Sorgfalt läßt sich Ihr kostbares Leben noch um einige Monate verlängern, aber eS ist nutzlos, sich die Thatsache zu verbergen, daß kein Mittel über eine gewisse Periode hinaus hilft. Der Kaiser trat hierauf in ein Zimmer, in welchem diele seiner Arg.'!,S rigen versammelt waren und sagte : Professor Zackarjin sagt mir soeben, daß keine Hoffnung vorhanden sei." Der Kaiser war sichtlich betroffen und allen Anwesenden fiel der Wechsel in einem Gesichtsauödruck und seiner Haltung aus. Man verdachte dem Professor seine Aufrichtigkeit sehr Der Correspondent meint, er könne an der Richtigkeit dieser Darstellung nicht zweifeln. Die Vermählung deS GroßfürstenThronfolger mit der Prinzessin Alij von Hessen liegt wahrscheinlich in weier F rne, da eS eine Tradit'on der russischen Kaiser ist, nicht früher, alö ein Jahr nach ihrer Krönung zu heirathen. Die Ankunft deS Zarewitsch in Ct. Petersburg und deS Großfürsten Michael, um den Voksitz im StaatSrath zu übernehmen", wird in Kurzem erwartet. Die Armeeberichte werden schon jetzt an den Zarewitsch gesandt, welcher voraussichtlich sofort daS Oberkommando übernehmen wird. Professor Leyden soll der Anficht sein, daß die Vright'sche Nierenkrankheit, an der der Kaiser leidet, schon zwei Jahre bestanden hat, und überrascht gewesen ?ein, daß die Krankheit nicht früher bemerkt wurde. m ,, m SchiffSnachrichten. Angekommen in : New Jork: Normandic" von Liverpool. QuenStown: Majestic" von New Jorl. Liverpool: Pavonia" von Boston. . m ,, GeneralAgeutur. tteuer-Verficherua, Collektion von Mietbe, Geld an- und auSzuleihen Sch'sssscheine. Reis,pässe, Vollmachten und Erbschaftöerhebungen. A. M e tz g e r GrundeigenthumS Agentur. Ergründet 18ß3. Hiesiges. Gruselig. Die Polizei hat einen Brief im Be sitze, worin ein Mann, NamenS Brun son, der an der Martindale Avenue gewohnt haben soll, beschuldigt wiid, ein neugeborenes Kind umgebracht und in eine Abortgrube geworfen zu haben tr m m r r t . r . . Das kunose Schreiben war nicht unterzeichnet. Die Geschichte wurde an den Coroner berichtet, der mit ei-.em Dete.ktive w d.r ...,. t. on ßau. Am' v er v2- ... Hau gmg um den Mann auönndlq zu , . . r V L - i I " mslc$cn Aber anscheinend hat ein
. . 1 mc - -
solct ort garnicht gewohnt. Ein slfiniiA pr srf .k..,.'N nkn, MfV 1 p WtlVV - J O langte gestern an die Polizei und zwar au8 Bridgeport, einem Dörfchen ander ' ' Eine unverheiratete Frau mit fünf hindern wird da beschuldigt, ein Kind, das sie kürzlich gebar, getödtet zu ha.den. Der Coronex suchte vergeblich,
von Einwohnern Bridgeports mehr
Licht über die Sache zu erhalten. In beiden Fällen dürfte wohl nichts herauskommen. j7 Der Mann, der sich gestern aus dem irdischen Jammerthal in ein besseres Leben befördern wollte, heißt Oliver HireS und wohnt 88 Nord New Jersey Str. Er war einer der Eisenbahnftreiker und seit Juli außer Arb:it, zu dem hatte ihm auch seine Frau noch den Lauspaß gegeben. AuS Verzweiflung hierüber nahm er Gift, aber nicht genug. Als der Arzt in seine Wohnung kam, wieS er ihm die Thür. DeS Nachts so gegen zwei Hört auf die Kneiperei, D. b. offiziell hört sie schon um elf Uhr auf ; seien Sie daher vorsichtig. eine Kiste T o n i c a nach Hause zu bestellen. Jndplö. BrewingCo. ECT Der Sicherheitsrath hielt heute eine kurze Sitzung ab. Roy Fielding, der kürzlich als ein Substitut im Feuerdepartement ernannt wurde. lehnte ab. ES wurde vorderhand keine Ernennung gemacht. In dem Hossbauer Fall machte Morgan Price eine Aussage.. Er erklärte, daß er Hoffbauer im Schlauchhaus No 3. gesehen habe als er seinen Kopf auf seine Hand gestützt hatte, aber er wiss nicht ob er geschlafen habe. Thierarzt Armstrong erklärte 4 Pferde deS Feuerdepartements für untauglich. Des Geizhalses Ende. - Auch von ihm würde der selige Lessing gesagt haben: Ich Dich beneiden, Thor? Erspar', wirb', erwirb', Hab' Alles, brauche nichts, laß Alleö hier und stirb." Von dem 82jährigen ThomaZ Brannigan nämlich, welcher, nachdem er auf der aufreibenden Jagd nach dem allmächtigen Dollar genug deS edlen MetalleS angehäuft hatte, um nicht nur gemüthlich, sondern im reichsten Ueberflusse den Abend seines Lebens gerneöen zu können, in Vrooklyn, N. A.. buchstäblich verhungert ist, trotzdem er ein Vermögen besaß, welches auf $75,000 bis $100,000 geschätzt wird. Brannigan war ohne Zweifel ein Geizhals erster Klasse. Tag für Tag. wahrend sechzig Jahre, im Sommer und im Winter, bei Sonnenschein und Regen, verließ er seine ärmliche Woh. nung in No. 180 Pearl Str. mit einem Korbe Citronen, und wenn er des Abends müde und hungrig, aber um emge Dollars reicher, zurückkehrte, tu frischte er sich mit einem trockenen Stück Brot und einem Glas Wasser und leate sich dann auf seinen harten Strohsack, in welchen seine Ersparnisse, die Grundlage zu seinem ihm so wenig nützenden Reichthum, eingenäht waren. Kein Wunder, daß unter den Umständen Lemon-, wie der alte Citromnhändler genannt wurde, im Laufe der Jahre im Stande war, werthvolle Grundstücke anzukaufen. Je günstiger sich jedoch seine Verhältnisse Gestalteten, desto geiziger wurde der Sonderling. Altqebackenes Brot und verschimmelter Käse bildeten Jahre lang seine ausschließliche Nahrung. Nächtlich, wenn er von seiner Rundreise in der Stadt zurückkehrte, wühlte er in dem alten Strohsack herum, zählte und küßte die glitzernden Dollars, scharrte habgierig das Gold auf einen Haufen zusammen, wälzte sich wie wahnsinnig auf seinem Schatze herum und legte sich dann hungrig zur Ruhe, nur um bei Tageöanbruch von Neuem die Jagd nach dem Dollar zu beginnen. Obne Rast und ohne Ruhe plagte sich der Geizhals auf diese Weise ab; je älter er wurde, desto stärker wurde in ihm der Drang nach Gold. Letztes Jahr zog seine Tochter Frau Kate Cavanagh. welch: inzwischen zur Witiwe geworden war, zu ihm. Er duldete i)re Gegenwart, so lange sie ihm keine Kosten verursachte; als sie sich jedoch, nachdem sie vier Tage lang gefastet katte, über Hunger beklagte, da jagte sie der herzlose Alte in einer rauhen WinterZnacht. trotzdem der Schnee fußlzoch auf dem Pflaster lag, auf die Straße. Und jetzt liegt der Geizhals lebloö und todt in einem einfachen Sarae: seine Reichthümer hatten ihm wenig ' Nutzen gebracht; langsam zerschnitt der 0 . Sensenmann den Mafrjh-T, ha I - v u" -7 , "!I" 31t 1 cuiiiti Sensenmann den Lebensfaden deS grei sen Geizhalses. Er wurde in seinem erbärmlichen Zimmer von der Polizei bewußtlos aufgefunden und nach dem gM'M'lÄ! '-'" I"" 3 ifu ui urcuraen 'jJil ten hauchte er seine geizige Seele auö 1 u L und der alte LemonV Vefiner von vielen Tausenden von Dollars, war ..."lliiiaolicu unaers aenorst-n. c. jn?; r. Sn" MtH fcrtnkTbemJ m sr u, br Am Pr. Aa.tia. I and Jno.BoHM. T.ledo, Ohio. ir. c.u utbrn inOulaUM. vc l'iut Tuu? Sonit nn otct ßi-V luouth. Ton caad tnällT mt koaw, h.nwi oa ara. trtl banivnara arc mauy avaUMi Ml ul ittrt Caa work la tpart tin l(T. A II irM. TV.ibow T.abow or all ibc ilma. big mommj fcr ara. Fallura ukiowi aaM oiiaattAConiwt,qyril,wiMr..Ti NEW aad madarAO. rartialan
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