Indiana Tribüne, Volume 18, Number 21, Indianapolis, Marion County, 9 October 1894 — Page 1
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f.-y., 17. i ...J f.' o Ar AS S A I Lesen Sie die Offerte der Tribüne" Ccfcn Sie die Offerte der Tribüne" -1 - Unsere Weltausstellung ! oo O kS A l5 rii rir ! y "i i iiii für - i liV Unsere Weltausstellung ! v W V v w V Jayrgazzg 28 Offtee : No. 18 Süd Alabama Strafze. No. 21 Indianapolis, Indiana Dienstag, öen 9 Oktober 1894.
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den 2. Oktober 1894. 540,533 72 rw s rf g ouniy onos w,? 9$598 238.45 8,500 00 436,516 27 .$1,043,254 72 1Z,UW W 17,000 00 12 472 737 38 ' ' i iww io ani rin ru i ' " ." 2.47Z.7Ö7 .-sä Otto N. tfttnjci, Kau. Assistent - Kassirer. Editorielles. Für den besten Mann" zu fitm nun mag ganz in der Ordnung sein,
wenn die im Felde stehenden Parteien Telegraph" in seinen Lokalspalten: gleich gut ode? gleich schlecht sind, so gleich Blackwell. Also daß Einem der Sieg dieser oder jener schimpft der Populisten. Partei gleichartig ist. Wenn man Kandidat Adkinson aus alle ab.r eine Partei auS prinzipiellen xemdgeborenen. Gründen vorzieht, oder sich zu der. T Rissen U. fJItyjgZ kennt, dann ist der Erfolg der Parte, M htn 5agcl gngt und wie sie früvon orößerer Wichtigkeit, a!S d;e Er yrr das allern'ge Hell der Deutschen in wählung diefeS oder jenes ManneS unk er sozialistischen Partei verkündet bat, dann sollte man für das ganze Ticket rührt sie jetzt oie Trommel zu Gunsten
ohne Ausnahme stimmen. Bundes. Nichter Nicks von To edo, O., sindet, daß die Entscheidung deS AppellhofeS in Sachen der Eisenbhnstreiks in keinem wesentlicher. Punkt abweicht von der berüch:igten Entscheidung, welche er selbst im Frühahr 1893 im Falle des Ana ArborStreikes gefällt hat. Richter Ricks bat vollkommen Recht m5f lsisi. 5N.f.,.tn l?r fnr At l ' I
vuiu -wvi "n ir"T eimgen Tagen erst an ore,er keue nachzewlesen haben : daß daS angeblich umnobende" Urtbeil der Aovellrichter inßftirslrtn Zckt da Mindeste um. r I ... . , a . .- y;. v,äU .r,ut. tMnk uupi, VUU. v But des kapilallsti,a,en lazierlyums ,n verklavsullrter zZorm nur vollends sanktionirt. , ,,,, Gegen die besitzenden Klassen sind t o l- v , . v f. ,, lsere BeHorden ,mmer feig und liebeuns dienerisch, und keine Dummheit ist so groß, die sie nicht begehen, wenn siel diesen Klassen sich damit gefällig erm,;f,rt ttJClC" I
. . t a. . . l0? vopuiiuen-varier ais oie einzig darm nur ebenfalls auS, waS wr vor, mtttüM fSr hit Deutschen
r. rt- , f,mu,m n;Ikiner ,virqen vuuti ocriajrcincn 11 q Die Chlcagoer Tcmöcrenz.ltioii f , h . nstA wirth, j
veranstaltet am 10. Oktober eine De- Doch nicht allein Temperen, .Fanamonstration mit einer Straßenparade tiker giebt es auf dem populistischen
und Hat den Schulrath aufgefordert, n n,nannt,n 5ant ht Scknlen Y ""nv wmmww , v ; v schließen, um den Kindern Gelegenyett zu geoen, an oer emonurauon Theil zu nehmen. Und der Schulrath man staune hat diesem absurden Nerlanaen wirklick nackaeaeben .s,..b .I und einen dahmzielenden Beschluß an- , genommen. Die Chicagoer Turngemeinde hat mit Recht gegen dieses Verfahren deS SchulratbS vrotestirt. k... 5?.s.z,slst. k..: r , . C ache lst, und w2S zelgt, wie feige un-
sere Deutschen unter Umstanden ernuat(n wagt ein deutsche Blatt
können, daS ist der Umstand, daß von den deutschen Schulräthen nicht nur ' ' keiner den Muth gehabt hat, zu fragen, mit welchem Recht der Schulrath einer ?-liir,n ra,lvnfäfltf ,nliede die Schulen schließt, sondern daß sie sogar til V wm Q " " " I für den Vorschlag stimmten. WaS soll man von solchen Knechtsseelen denken ? Die Ergebnisse der Untersuchung deS Lezow-ComiteS über die Aufführung der New Forker Polizei sind geradezu staunenerregend und tief bescdämend. Die Polizei hat nicht nur Geld von Spielhäusern und Bordells erpreßt, sondern auch von kleinen Seschästöleuten. Wer nicht bezahlte, wurde ' gemaßregelt. Diebe, welche eine Abgabe an die Polizei entrichteten. wurden aeschüdt. Gefallene , Frauenzimmer wurden nach dee Poli-zei-Station geführt, dort mißbraucht und dann noch ausgeplündert. Ein kleiner Mann, welcher nicht zahlen konn.e, was der Kollektor" der Poli
zei forrerte, erhielt den Rath, seine hübsche Frau auf Nebenverdlenst auszuschicken. Eine Frau wurde eine ganze Nacht in den Sliaßen herumge führt, uns der Polizist zog ihr sogar Xt 4 i. f .( , I. stiM nh (!
vic wiiuuivic uut um au Illiit, vv itt kein Geld versteckt hatte. Als er keines fand, nahm er mit Hilfe einiger Ka meraden die Kinder weg und schickte sie in eine Anstalt. Kann man sich etwaö Schauderhaf teres erdenken, als eine Polizeiforce, welche selbst eine Organisation von Verbrechern wird und kraft ihrer Machtbefugnisse solche Thaten begeht, wie die eben erwähnten ? Hier ist eine Schutzmannschaft, vor der man Schuh braucht, aber keinen 1 Pnen ann Und die Schuld daran I a . . t. p . . . w f r r rragr leoignm oie ooocnioie poiinjaje Corruptlon. Kann denn dieser AugiaS stjCr n;emar3 uSaeräumt werden ? ffitirn ,S auch nicht überall so schlimm i iu, iun mit vct -tumuiuuy 4ciiiyui i :a :....... v.- -..u-m-tJL.ti it3 JkS. so sind die Polizisten doch nirgends Engel. Diese Wächter der öffentlichen Ordnung müssen überall bewacht werden. Pfui Teufel ! golgenden Artikel bringt heute der öer PopuUsten und aus dem ehemali qen Wolf mit den fletschenden Zahnen ist ein recht zabmes mit dem Schweif wedelndes Hundchen gewo-den. Die Tndune" verkündete, daß die populistische die einzige Partei sei, innrrhald welcher die Deutschen &benx lität in der Trinkfrage, Toleranz in ,llen das Deulschihum berührenden Ingelegenheiten und Berüsichtiung bei den zu besetzenden Aemtern fänden Die Demokraten werden nicht siegen. die Revublikaner. sind Fremdenhzsser. cn: icr or..j.. i e c ( 1.4 iunowict. muu, uuu uiciui nur nt ;.. -, ' , übrig" Also krächzt der Rabe an der Tribune". 3m Ansang gab eS eme Anzahl eul,er, oaxuwx aua zuinqc. roacac t lC v 4 r. in . . , , ik:.r o?..cj ah .., sj. . lclc ",""U" wuuuca ,u,cn tfn und in das populisti che Lager ab schwenkten. Seilher ader änkerte sich v:e Lage ganzlich. Die Populisten stellten nämlich ein I m m 4. ... M . . Wickel lns Held, oas. vl auf 12 Ausnahmen, kernen Psiffe ling werth lst und total unfähige Menschen für t..,n V"... - -s.1.ob der2-Z deutschen Namen im iiir ini nirri i iirn urniirE iiiiininirir !ickt weiß man ganz genau, daß der größere Theil der Populisten. Kandi baten auS Temperenzlern bestedt. Und . f.,i o..z - . fj...:i ka. Ticket, sondern auch Fremdenhasser, Knomnoth'NgS m - 0 William P. Adkinson, der populrinaUtlt benbei gesagt, ein . Anmalt ohne PrariS von 'der untergeordnetsten Klasse hielt am letzten Donnerstag eine von Unbulbsamkett strodende Nede die einem Blackwell zur Ehre gereichen Merrill Moore, der trüber de revublikaniscken i5 untv ComiteS, sich so verächilich über die Fremdgeborenen auösprach, allg und in noch viel elenderer Weise dr'.Ne sich Adkinson auS ITnH hn& tN K ftAnfcthftf fsti ffrim! I MIIW VWV 4 Vfc ItllVIVU I. " ch nd für solche Kandieinzutreten, daS von Deutschen unterstützt wird! Fürwahr eS ist eine 1 e e x. a v o a v . 1 se qmaq uno qanoe: Man kann dazu wirklich kaum etwas anderes sagen alS Pfui Teufel ! Der Artikel trägt die Gemeinheit und Ver logenheit so sehr an der Stirne, er zeigt einen solch einfältigen Haß und verräth zugleich eme solche Angst vor dem Ausfall der Wahl, daß wir unS nicht scheuen, dieseS Machwerk wörtlich wieder zu geben. Der Telegraph" kann ja aus dent' Gebiete erlogener persönlicher Angriffe GroßeS leisten. dieses Zeugniß stellen wir ihm kosten loS auS, ob er aber seiner Sache damit dient nun daS mögen die wenigen Freunde, die er noch hat, mit ihm auSmachen. Daß sich unter den Kandidaten der Populisten Temperenz.Fanatiker befinden, ist eine Lüge,-wie noch nie ein Blatt eine größere ausgesprochen. Sie wird höchstens von der Lüge über- - ! troffen, daß Herr Adkinson eine von
Fremdenhaß strotzende Rede gehalten habe. Ist eS denn dem ,. Telegraph ' gar nicht möglich, mit ein Biöten Än ftan und Wahrheitsliede zu schreiben? MuK er denn immer im Dreck bis übe, i k! fr.! taitanf Tt i (ntltan Stnftn
. vic tjimct ivunii. vutui wutiti, daß man selbst einen Gegner anständig behandeln kann. Der Redakteur dieseö Blattes ist Kandidat auf dem Populiften-Ticket. Seine Gesinnungen sind hinlänglich bekannt, und wir glauben, daß nickt einmal der Redakteur deS Telegrapl," annimmt', daß Herr Rappaport sich mit Temperenz! ' ' und Frcmdenhassern verbinden i,4.d?. Oder würden Leute, wie Albert Krull, Dr. Tanner, D. F. Kennedy, der R chterkandidat Shepard, Charles Krause, 3. Sprinm 0. tt AY ger, Harns on gvorn, Joyn 'loore und Andere, sämmtlich Freidenker und fortschrittlich gesinnte Leute, sämmtlich Leute von der Gesinnung deö Herrn Rappaport, sich mit Temperenzlern und Fremdenhassern verbinden? ES ist ächerlich, so .etwaS nur zu denken. ölder der Redakteur deS Telegraph" scheint nun einmal unglücklich zu sein, wenn er man ngeno semano nur Schmutz bemerfen kann. Es scheint. daß dies sein Metier ist. Ein eigenthümliches Zusammentref fen war'eS, daß heute Morgen der Redakteur dieses Blatte mit Herrn Reinhard, dem demokratischen Kandibaten für daS Amt deS CriminalrichterS, also dem Gcgner AdkinsonS, eine kurze Unterredung auf der Straße hatte und dann als er zur Ofsice kam, obigen Artikel vorgelegt bekam. Herr Reinhard ist. wie wir glauben, Partner deS Herrn Ad. Seidensticker der Ausübung der Recht?pra;is. Herr Seidensticker war lange Zeit ientdümer und Redakteur deS Telegraph" und steht in Verwandtschaft' chen Beziehungen zu Herrn Thudium. ES ist also ja wohl anzunehmen, daß zmischsn Herrn Reinhard und dem Telegraph" freundschaftliche Beziebungen bestehen. Wie nahe läge es für unS zu behaupten, daß der Artikel deö Telegraph" von Herrn Reinhard inpirnt lst, wenn wir in Wirklichkeit nickt Herrn Reinhard .für zu anständig dazu hielten. In der erwähnten Unterredung gab Herr Rappaport Herrn Reinhard die Versicherung, daß er ihn in freundchzftlichiter Weise behandeln, und ihm ersönlich nicht nur nicht schaden, sondern sogar, soweit eS ohne Beeinträchigung deö Prinzips geschehen könne, nützlich sein werde. Fünf Minuten darauf und nachdem Herr Rappaport und Hr. Reinhard in freundschaftlichster Weise von einander geschieden waren. ftadet ersterer eine solch elende Vereumdung deS Gegners deS Herrn Reinhard von dessen Freunden. Wir brauchen nicht zu sagen, wie widerwärig daS unS berühren muß. Wir haben noch nie Ursache gehabt, Herrn Reinhard für etwaS anderes als einen Gentleman zu halten; und wir haben bislang keine Veranlassung ihn anders als mit Achtung zu behandeln Seine persönlichen Beziehungen zu den Herausgebern deö Telegraph' sind aber derart, daß man erwarten darf, daß er sein Bedauern über den erlögenen Angriff auf seinen Gegner auSpkicht. ES ist wahr, Herr Adkinson bat keine vornehmen und keine vermögenden Klienten, aber die Volkspartei lst nun einmal die Partei der armen Leute. Er mag schon manchem Spitzbuben auS dee Patsche geholfen haben, aber der arme Spitzbube h.t gerade so gut daS Recht vertbeidigt zu werden, wie der, der große Gebühren bezahlen kann. Wir haben noch nicht gehört, daß z. B. der Advokat Duncan a seinem Rufe gelitten, weil er den reichen Bankbreche? Haugh'y vertheidigte. Aber persönlich kann man Herrn Adkinson nichts Unehrenhaftes nachsagen. Herr Reinhard aber mag ausrufen : Herr, beschütze mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden will ich schon sel ber fertig weroen. Der Redakteur dieseS BlatteS bat Herrn Adkinson mehrmals sprechen hören. Derselbe sprach stetS ln AuSdrücken der Achtung von den Deutschen, und so etwaS, wie der Telegraph" ihm unterschiebt, kann er gar nicht gesagt haben, weShalb wir eS kurzweg als Luge bezeichnen. WaS die am Kopfe deS Artikels besindlichen, Ausfälle gegen unS selbst betrifft, to ist eS ganz und gar unter unserer Würde unS solchen albernen un-
aezogenen Bemerkungen gegenüber zu vertheidigen. Sehe der Telegraph" darauf, wie er sein Prinzip rradrt, wenn er überhaupt einö hat, für a n s e r e Prinzipien erden wir schon
selber sorgen. Nur über Temperenzfanatiker spreche der Telegraph" nicht. Wer in einem Glashause wohnt, sollte nicht mitSteinen werfen. Der Telegraph" hat trotz aller Verfolgungen der Wirtheim vergangenen Sommer nicht ein Wortchen gegen seinen guten Freund Denny ZU sagen gewagt, sondern hat gezeigt, daß er sehr wohl versteht, sich mit den Temperenzfanatikern zu vertragen, wenn die Umstände eö für ihn erheischen. ,, m Drahtnachrichten Inland. Wetterausick,ten. Bewölktes Wetter, wahrscheinlich die Nacht wieder aufhellend; wärmereö, schönes Wetter Mittwoch. Der erste Schnee. St. Paul, Minn., 8. Okt. . AuS den verschiedenen Theilen deö östlichen Süd-Dakota und deS westlichen Min nesota trcffen'hier Meldungen ein, daß ein schwerer Schneesturm während der Dauer deö ganzen TageS vorgeherrscht hat. Bei Huron, S. D., schneit eö drei Stunden lang und nördlich von jener Sta't war daS Unwetter noch bedeutend stärker. ES ist wahrscheinllch, daß noch vor TageSgrauen sich sogar in St. Paul und MinneapoliS ein Gestöber einstellen wird; daS Quecksilber fällt stetig und auS dem Westen bläst ein heftiger eisiger Wind. Omaha, Neb., 8. Okt. In Nebraöka herrschen alle Aussichten für einen Blizzard vor. Der Thermome. ter ist seit Mittag unausgesetzt gefallen und der Wind lst zu einem Orkan angewachsen. Um Mitternacht hatte daS Quecksilber bald den Gefrierpunkt erreicht und während der Nacht wird mit Bestimmtheit verderbliches Frostwetter, das biS jetzt noch diesen Staat verschonte, erwartet. "" v. Cardinal G i b b 0 n S giebt seine Ansichten über Frauenstimmrecht. Baltimore, Md., 8. Okt. Die Predigt deS Cardinal GibbonS in der Kathedrale am heutigen Tage war hauptsächlich an die Frauen gerichtet und im Verlauf derselben sprach er seine Ansichten über Frauenstimm'echt aus. Hierüber sagte er: ..Heute ehren wir die Königin 'der Heiligen, die Jungfrau Maria. Ich glaube, jeder leidenschaftslose Studirende der Geschichte wird zugeben, daß die Frau dem Beispiel Maria'ö für 'ihre Erhohung im gesellschaftlichen und häuölichen Leben Dank schuldet. Die Kircheerklärt, daß die Frau dem Manne gleich ist. Der allmächtige Gott hat in der Vertheilung seiner Gaben keinen Unterschied in der Rasse und im (fesch echt gemacht. Die geeignete Sphäre der ZZrau ist in dem Heim und je mehr Einfluß sie im öffentlichen Leden gewinnt, desto mehr werden sie im Privatleben verlieren. Die Männer sind die Souveräne der Erde, aber ihre Frauen führen daö Commando und üben dadurch eine kontrollirende Gewalt auS. Vor allen Dingen sorgt für Euer Heim." Entlassung von Unionleuten. Philadelphia.3.Okt. Eine kurze Verhandlung fand heute im Bun-deS-Kreiögericht in dem Prozeß der Angestellten der Reading Bahn, welche Mitglieder der Brotherhood of Rail way Trainmen find, gegen die Receiver der Bahn. Gesellschaft statt. Die Klage führt an, daß die Organisation 130 Mitglieder zählt und daß. die Mehrzahl derselben schon vor sieben Jahren aufgenommen wurde. Am 16. August d. I. wurde den Mitgliedern durch den Superintendent Sweigart eröffnet. daß sie biS zum 3. Oktober ihren AuS tritt auS der Brotherhood of Railway Trainmen zu bewerkstelligen oder ihren Dienst bei der Bahngesellschaft ausgeben müßten. Am 3. September wurde ihnen ferner mitgetheilt, die ganze Vereinigung müßte aufgelöst werden, oder jedeö Mitglied werde entlassen werden. Superintendent Sweigart erklärte ! dahei daß er. nur. als Organ seiner
Vorgesetzten 'N der Sache handle, Nach einigen Verhandlungen, die daö I Prinzip nicht berühren, wurden in dem 'Falle von Livi HickS für die Einrei chung der Klagebeantwortung der
i fünfri h.-i,mf 5 i ' . tij4ijb fjttituty uiivituum. jii liitfct Ansprache für HickS erklärte dessen An walt, in New Fork, Ohio, Zndiana, Illinois, Californien und anderen Staaten, sei eS eine strafbare Hand lung, Arbeiter, welche Mitglieder von Arbeiter-Organisationen seien, ohne Grund zu entlassen. - Er bezog sich zum Nachmeise der Rechte der Arbeiter auf daS Urtheil deS Richters Caldwell.in den Union Pacisic-Bahn-Streitigkei-ten und auf das kürzlich ergangene Urtheil deS Richters Harlan. Neuntausend am Streik. New Fork, 8. Okt. Neuntausend Mitglieder der OperatorS und Cloak MaterS Union No. 1 hielten heute Abend in der Jrving Hall eine Versammlung ab, und beschlossen fast einstimmig einen allgemeinen Streik. Der Zweck deS Streike ist die Abschaffung der Stückarbeit und die Annähme eines Wochenlohn - System?. Allgemein wird ein Wochenlohn von $18 bei einer neunstündigen TageSarbeit verlangt. . . NuSlanv. Die Erb folg e in Wür ttemberg. Berlin, 8. Okt. In Anbetracht der Wahrscheinlichkeit, .'daß die Krone Württemberg in Folge deS AuSsterbens deö Mannesstammes auf den katholischen Zweig der Familie übergehen wird, soll dem Landtage eine Vorlage unterbreitet werden, welche die Uebertragung der religiösen Prärogativen der Krone auf eine Kirchencommission anordnet. König Wilhelm II, König von Württemberg, wurde am 25 Februar 1848 geboren und vermählte sich am 15. Februar 1877 mit der Prinzessin Maria von Waldeck-Pyrmont, welche am 30. April 1332 starb. Ein Kind auS dieser Ehe ist die Prinzessin Pauline. Der Konig heirathete zum zweiten Male am 8. April 1886, diesmal die Prinzessin Charlotte von Schaum-burg-Lippe, doch blieb diese Che kinderloS. Verschlimmerung im B efinden d e S C z a r e n. B r e S l a u, 8. Okt. Die Schlesische Zeitung" bringt heute eine Depesche auS St. Petersburg, in der cS heißt, im Zustande deö Czaren sei eine plötzliche Verschlimmerung eingetreten. Der Kriegsminister habe angeordnet, daß in allen GarnisonS- und Militärkirchen Fürbitten für daS Leben deS Kaisers gesprochen werden. DieS soll die Folge eineS direkten Telegramms auS Lioadia sein, worin gemeldet wird, daß daS Leiden deS Czaren eine besorgnißerregende Wendung genommen habe. OhnmachtS-Anfälle find eingetreten und haben einen sofortigen operativen Eingriff nothwendig gemacht. Zum Schluß wird gesagt, alle Hof-Würden-träger und andere hohe russische Beamte seien ' schleunigst nach Livad'a aufgebrochen. Lon d on, 9. Oktober. Nach einer Depesche auS Wien behauptet ein dcrtigeS Blatt, der Czar habe sich einer Operativ unterzogen. London, 9. Okt. Depeschen ouS St. Petersburg und Berlin erklären, die Berichte über daö Befinden deö Czaren seien übertrieben. ES werde an die Einsetzung einer Regentschaft gar nicht gedacht, und alle Aussichten seien vorhanden, daß der Kaiser im Stande szin werde, die Staatögeschäste fortzuführen. Dr. von Pal lisch eck verhaftet. W i e n, 8. Oktbr. Dr. Pallischeck, Ritter vom Palmforst, von dem ror einigen Tagen berichtet wurde, daß er seines AmleS als österreichisch. ungari scher General-Consul in New Fork ent setzt worden sei, ist heute Abend unter der Beschuldigung deS Verbrechens im Amte, sowohl alS Consul wie alS Commissäe für die Weltausstellung, verhaftet worden. Ein geladener Re volver wurde in einer seiner Taschen gesunden, und man vermuthet, daß er die Absicht hatte, Selbstmord zu be gehen. .
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