Indiana Tribüne, Volume 18, Number 19, Indianapolis, Marion County, 7 October 1894 — Page 5
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H" TTu WW a'afc MZ IW Sldney Smlth, der berühmte Wil; bold und Gottesgelehrte, sagte x DaS Schicksal kann mir heute mchtö anhaben; ich habe dinirt. Darin liegt wahre Philosophie. Jedermann, der ein gutes Diner genossen hat, fühlt sich behaglich. ' Gestörte Verdauung aber macht den Menschen mürrisch und reizbar. Vcrdauungsschwäche verbittert bad Leben. Dyspepsie anstreiben heißt wieder Lcbenslust gewinnen. Dies zu thun gibt eö ein leichtes, ein angenehmes Mittel, man nehme Johann Hoff'S Malzextrakt. Derselbe ist so wohlschmeckend, daß eS ein wahrer Genuß ist, ihn mit jeder Mahl zeit zu nehmen. . Er wird von allen Händlern verkauft. Man achte daraus, datz aus der Etikette an dem Halse jeder Flasche sich der Nameuszug Johann .Hofs" befindet. Besteht darauf. Kein anderer ist ächt oder auch nur annähernd ebenso gut." EiSner & Mendelson Co.. Agenten, 152 und 154 Frauklin St., New Vsrk. Zu verkaufen: Kreitlein 8 Reeder, 224 West Wasbing. ton Straße. DaZ einzige Kleidergeschäft westlich von der Eisenbahn, das leider für cte adruanten an Commission verkauft und Herr Kreitlein, der kürzlich vom Osten zurückkehrte, machte Arrangements für das Schlob'sche Bankerott ÄHÄÄIS , quocn uf ic.nuuy teil uwivtii vt i slr iVrKorifVrnDtiie in der Stadt in. '"l vwv ww-w -y j v ----- ' - " " " - " cuqunrt Wurde. Seht unsere S3 Anzüge. 300 Anzüge zu verkaufen für $3.01. $5 Männeranzüge für $2.75. slrn.s , Anzüge für Jünglinge von 14 zu 13 Iah. ren, ute Wmteranzuge für Vö.i. Wir -haben ne ParUe der fernsten von A f-. !V . t, 4 -.,".. ka. I uuocn ujnciocvii sjernumicu tii3uijc in Stadt. Wir verkaufen für eine Cincinnatier - .. . i y. rr.,r. r r I - echncioernrmar rociaje oas iseiajart ausgao. '"SniehosenAnzüge von S0c aufwärts. 'Wir machen große Verkäufe. Wir'ver kaufe ein Bankerottlager einer New Yorker Firma. Seht einige Preise : 45c für Männerhosen. 65c für Männerhosen. B5c für Mannerhosen. i .. oni...!;.! Eine Partie feiner Hosen zu billigen Preisen Kniehosen für I8e, 20c, 25, 35c und 50c. Kinder,An,üae. . ...w ... anv Sebt unS für TSulanzüae-wir verkaufen am billigste. . I Wir haben eme Part eleganter Anzüge . für junge Manner. vollständig paffend, welch ', ir für weniger verkaufen, als sie zumachen rosteten. . Vir vttkaufen die besten Nachthemden die gemacht werden, gemazcyen uno gevugel!, sur UilV OJb. 4.5c für die besten Nachthemden. 50c für gebügelte weiße Hemden. Seht unsere Hüte und Kappen. 25 zu 50c für steife Hüte. ißt ,u $1 für helle weiche Hüte. $1 für Stikers Hüte, werth 52.50. ' $1 für odische steise öüte, werth $2.50. 55 eleaanten Ueberrock. Kundenarbeit, von 52 zu 55, jeder van L6 zu 51" werth. Sie ffifl!!?wl0Bbe8, aufMiC ie Unb Für Handschuhe und Hemden kommt zu un. Fragt nach den ungewaschenen 36c Hemden, earantirt daß sie überall sonstwo S0c kosten. Unsere Nummero ist 224 West Washmgton Sttabe. Nordseite. Das einzige Kleiderge, schäft westlich von der Eisenbahn. Andy Kreitlein und Jke F.Reeder 'M.IOQ.'lWlIl.IOQ. Saloon u. Billiard-Hal! Ns.92 Ost Washington Str. Jokn Meilacher. AIq cnlbürnff Mofatt alle! Henry Bietor. Daö größte, schönste und älteste der artige Lokal in der Stadt. Die ge räumige und schön eingerichtete Halle ftebt Vereinen, Logen und Privaten zur Abhaltung von Bällen, Conzerten und Versammlungen unter liberalen Bedingungen zur Verfügung. Zur Erinnerung ! Reinen Freunden und dem Publikum hier . n . w 0 a Mit i lueige, daß ich die W i r t h s ch a f t, Ecke g)hio und Noble Straße, iüernsmmen habe, und mich bemühen werde dieselbe, einem angmehmm Sammelplatz Ut Deutschen zu geftauen. Oeste Setriuke und digarreu ,e. L zaZkeichem Besuche ladet ein Sottlieb Leukhardt, Äse Obio und Noble vtraße. isen-imk Stanlwaaren 7r7iV'' - ' XtUbbou 580. clJerkzenae aller 5lrt. ? Sartengeräthe. Ldwa Möwers, Poultry Kettlng zeMeN? BoNNegUr rr . . j 184 186 Oft Washington Str.
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Des pappcnkieimcr's Teufels' bann.
in Geschichtchen auS dem LOjährigem Kriege von C. Crome Schwiening. War ein lustiger Gesell, der Baste! Würzbclcher von den Pappenheimischen schweren Panzerreitern, mit scharfe''. Schwert und scharf?.? Jung'! U wenn die Hand gar derbe Hiebe aus theilen wußte auf die Schweden, o versetzen seine Zunge manchen Hieb' den Kameraden in seinem Reitergeschwader. Und die Teufelskerls mancherlei Art, die sich da unter dem Brustpanzer und dem Federhut zusammengefunden hatten aus aller Herren Ländern, denen ging, so verwegen sie auch dreinschlagen auf die Feinde, oft der Muth aus, wenn sie, gegenüber Bastels scharfem Zünglein standen, das ihnen oft bös zusetzte. Da kam eines Tags ein neugeworbener Reiter zum Regiment. War just kein Neuling mehr im Kriegshandwerk und ein grauslicher Gesell dazu. Kohl schwarze Augen hatt' er 'im Kopf und ein wirrer krauser schwarzer Vart hing 'ihm um das von Narben bedeckte Gesicht. Mürrisch und schweigsam war er allezeit und Bastels Zunge hatte bald an ihm ein neues Opfer gefunden, dem sie im Lagerzelt und auf der grünen Haiden beim Marsch gar weidlich zusetzte. Der schwarze Gesell, der sich Eugenio nannte und das Wälschland hinter Tirol als seine Heimath angegeben, ließ das gleichgültig über sich ergehen. ftsAi sz ;&m .;.z v.s swif.T' page gar zu nay zu geyen fqienen, da hob er sich auf, sah den Bastei mit seinen blitzenden kohlschwarzen Augen fslsl. UUifet nit 5TriPfi2n? ?" U" la9lc' veiNI INI, riegsge seil, vafj vie schlimme mm vom Teufel am liebsten gefressen wird?" stand auf und trollte sich zur Marketenderin und liek den Bastel schier verdutzt im Kreise der lachenden Reiter Ilsen. Seit diesem Tage war wirklich der 1 ' 2iifM hmUT YtT yVl 9 1 ' J , mnrT rt(l -Vtit M rtrtlTT ,2 T1 wugte nach zwei .aqen das ganze Lager. Beelzebub trieb mit einem Male mit unserem guten Bastel die tollsten Dinge. Wenn er aus seiner ledernen Flasche trinken wollte, spie er mit einem herzhaften Fluch aus, denn atanas hatte ihm eine bittere Latwerae lnnern aetban. Als er eine Morgens die Augen aufschlug, hingen drei häßliche Kröten in dem Korbe seilies breiten Rettervegens und eines Abends gar war eine Seite semes bar tigen GestchteZ nußbraun gefärbt eine Färb , die vierzehn Tage nicht ab aina von der Haut, wodurch bei den m.,:.' w,:,,, :nT. 'tt llsche Herkunft vollends verbrieft und cjicgcii wat. Dem Bastel war'Z bei all' dem minfcCr wohl UM's Herz. Seine lustige Zunge schwieg eine Weile und der alte Wachtmeister, der schon zwei Dutzend Jahr im Sattel saß, meinte lachend: Gebt Obacht auf das nächste Treffen da wird der Bastel vom Teufel geholt sitzt ihm ja schon sichtbarlich im Nacken' Möcht' nit in seiner Haut stecken Trübselig' schritt der Bastel da eines AbendZ durch die Lagergassen. Der Schabernack, den ihm ein unsichtbarer naisb.irer Dämon sbr?It hrMt ;cm s,. .,.n,t,Li rrr. rr? ,? "'" s voller Gedanken welter, aus den Zeltgassen heraus und hmem m das freie ffeld auf dem die Dämmerung schon iuii cmicuciiicij. Plötzlich drangen da menschllche Laute, wie aus der Erde kommend, an sein Ohr. Er stutzte und sah sich um. Nichts Lebendes ringsum. Und doch horte er wieder Worte, ganz m der Nähe, jetzt verstand er sogar Einzelnes. Und da war s nicht sein Name, der an sein Ohr schlug? Höll' und Teufel knirschte Bastel und zugleich durchsuizr es iqn eing. uenn s oer dqii seibeiuns selbst wäre, der sich mit einem . - ? rr iTTi i - w n.ii satanischen Bruder über seine Seele unterhielte. Und schon sank Bastel Luf die Knie zu emem kurzen Stoß' gebetlein, da entdeckte er etwas, was stme Angst urplötzlich m die hellste Neugier umschlagen machte. Denn so, naher dem Erdboden, horte er die Worte noch deutlicher. Und letzt entdeckte er, daß es menschllche Stimmen waren und daß die eine, tauschte ihn sem Ohr Nicht allzusehr, dem walschen Kriegscumpan Eugenw angehören mußte.. Nun ließ er sich ganz auf den a0ben niederfallen und kroch vorwärts. Und da sah er denn, daß hinter ein paar Büschen der Boden steil abfiel und eine tiefe Sandgrube bildete und da drinnen saßen Eugenw und der Kaspar, auch ein schlimmer Waffengefahrte, dem die Sage manch' uoleThat, die er auf dem Gewissen haben sollte, andichtete. .mao s dzui saanzi cci aucn vxiis n 7 t m n t i . w ti aenraben zugeschworen, daß er dran glauben soll!' sagte gerad' der Waische Mit blitzenden Augen, der Spaß mtt den Kröten und der Latwerge war nur ein Vorgeschmack letzt kommt'Z öauvtrecept. Brauch' aber noch Ei nen dazu, und das bist Du, KaSpar. Diesmal soll ihn der Teufel leibhaftig bolen!" .Sm!" knurrte der Kaspar. .Dann sorat nur. daß der Teufel auch ein aut Theil Kraft Mitbringt, denn der Ba. , , - -u ' ' "... . . ' : v stel ya: emen iraillgen Arm uno wo der hinhaut, da steht Einer so leicht M wir auf. Der Schr Der Schwarze lachte höhnisch auf: .Denkst nit an den Schreck, der lähm: den Arm! Guck, dort im Sack fyri ich schon das Teufelsgewand für uns bereit." Er zog die Schnur auf und zwei frische Stisrhäate zeigten Nch dem. Kaspar. Der Schwarze zog die einh UUt unk NUcken: drobend Klink i ' i!. f'i .1 V. ttokk .W 1M . wwri ' ' i . icn nie orner aui vcm w.uw u nun bai Felll vorn' zusammenraffte 1 und emen Mtiaineu. vaw Mniii.
yalb thierisch klingenden Schrei ausstieß, da rückte selbst der Kaspar unruhig von seinem Sitz auf. Man sollt doch nit spotten mit dem Satan!" murrte er 's könnt' dem höllischen Schwanzträger einfallen " .Dich zu holen!" blitzte ihn der Wälsche an. Glaub's schon, daß er nach Dir ausschaut, öfter als Dir lieb ist. Aber sei kein Narr, Kaspar, dies güldene Schaustück ist Dein, wenn Du mit mir dem Bastel den Possen spielst. Es geht ja nit um sein Leben.
Nur einen herzhaften Schreck möcht' ich ihm einjagen, d ran er genug hat für lange Zeit!" Wer wein", meinte Kaspar mit begehrlichem Blick nach der goldenen Münze. Aber sei's drum ich halt mit! Also heut' Nacht?" .In Bastels Zelt!- nickte der Schwarze. Mit dem Schlag um Mitternacht." Sie standen auf. Bastel schob sich schnell auf dem Bauch zurück, richtete sich dann leise empor und lief spornstreichs ins Lager zurück. Die beiden sauberen Kumvane batten die 'Zeit aut ausgewählt, 'denn .leine Zeltgenossen schaft'war auf Wache diese Nacht und um Mitternachts war im Zelt der Marketenderin nebenan still und todt. Wenn er nun auch die Furcht vor den Teufeln, die ihn die Nacht holen wollten, gänzlich verloren hatte, so waren's doch immer zwei gegen einen und er gönnt: den beiden eine gesalzene Tracht Prügel. Und zu denen wollte er ihnen unter allen Umstanden verhelfen. Nur ein gescheider Plan fehlte ihm noch. Bald aber hatte er auch den, denn er schnippte plötzlich mit den Fingern wstig in die Luft und schritt, leise in den Bart lachend, dem Marketenderzelt zu und war bald im Kreis der Reiter, die dort einen Becher um den andern leerten. der lustigste. Aber um elf Ubr aina er hinüber m sein Zelt und ließ den dicken Wachtmeister mit den zwei Eisenreitern, die bei ihm saßen, allein. Plötzlich aber erschien er wieder in der Zeltöffnung und auf die Gruppe der Zecher zutaumelnd, stürzte er, wie vöm Schlage getroffen ab nieder. Die beiden Elsenreiter rissen ihn in die Höhe, und während die alte Marketenderin schreckensbleich herbeieilte, stammelte der Bastel eben sei ihm drrnn em gräuliches Wesen erschienen und habe ihm zugeraunt. Schlag Mitternacht werde ihn der Teufel holen! Der Wachtmeister schlua eine helle Lache auf. .Hab Euch immer für einen lnuthigen Kerl gehalten, Bastel, und seid ein altes Wcib geworden. Teufel zum Teufel mit Eurem Teufel! Käm er zu mir, er sollte ein gules Eisen kosten!" Nun lachte auch die Marketenderin. Bin ein alt:s Weib aber Furcht vor dem Teufel hab ich doch nicht. Sehen möchte ich ihn schon, nur der Wissenschaft wegen! Ich Zahle morgen ein Faß Melnlcker, wenns nit wahr wird!" rief der Bastel und das schlug in die Gruppe wie ein Zünder ein. Bastel!" rief der Wachtmeister, wir halten Dich beim Wort!" Und wir beiden mit!" riefen die Etsenrelter. Und ich erst.! rief die 'Marketenderin. .So kommt mit in mein Zelt! sprach der Bastel und löschte den Kienspähn aus. Und Du," wandte er sich an die Marketenderin. Hast Du die höllische Schneid, wie Du sagst, dann legst Dich auf mein Lager und wir andern warten, was wird!" Mir thut kein Teufel was!" lachte die Alte. Ich thu s, aber aus den Melnicker morgen schlage ich einen Goldgulden aufl" .Es gilt!" sprach der Bastel. Sie thaten also, wie sie gesagt. Die Marketenderin warf sich auf des Bastels Lager und dieser sammt dem Wachtmeister und den beiden Eisenreitern bargen sich hinter den Zeltfalten. Eine Weile verging, dann raschelte es draußen. Ein schwaches bläuliches Licht erschien draußen am Zelteingang und ein paar schreckliche zottige Wesen mit Hornern aus dem Kopf dazu. Bastel!" rief eine zornige, grollende Stimme Deine Stund' ist um, ich bin gekommen Dich zu holen!" Da richtete sich die Marketenderin auf, stemmte die Arme in die Seite und schrie: Ei du verfluchter Satanas mich willst holen? Komm an, wenn Du Muth hast! Glaubst, daß ein Pappenheimisches Schankweib sich vor dem Teufel fürchtet?" Die beiden zottigen Gestalten waren zurückgefahren. In diesem Augenblick aber sprang Äastel vor und schlug mit der flachen Klinge auf den Nächsten hin. Das Gleiche thaten die beiden Eisenreiter und hui stoben die Teufel davon, dem einen entfiel die ,-..1 vi cn n . f v V Sjaui, 01c ;ouici iiiuiniuno ylnelNtrug und beim Schein des schnell l zündeten Kienspahns dsm Anderen zeigte: MenfäUche Teufel," lachte der Wachtmeister. Hätt' mich auch' vor dem höllischen nit gefürchtet!" sprach i. . (rn...i.v.- cm ' 01? jjcaiicxcnjcun. morgen ZUM frühesten zapf ich den Mnicker an!'" Bastel lchU'.s vortretttlch. Der Teusei holte ihn nicht in der Nacht. Aber in derselben Nacht ward der ??eldsckeer geweckt und der mußte dem Waljchen einen Hieb durch das Gesicht verna ben und dem Kasvar den zerschlage nen Arm schienen. Sie haben nimmer wieder den Teufel gespielt, denn in der nächsten Bataille holte sie der Teufel in Gestalt schwehlse:? tttus letenkugelnl Träulein Zrihi, (xkne ffeise.bkkfl?ntschash von Bodo 6? Fyllert, , An der Table d'hote einer Heilanstalt in einem Modebade hatten sie sich kennen gelernt. Sie saß ihm gegenüber und sie fiel ibm zuerst auf. als
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ne mn oem sanftesten Adagio ihrer Stimme ihn bat, ihr die Wasserflasche zu reicyen. a say er sie zum ersten Male genauer an und sie gefiel ihm. Es war ein piquanter Zug in .ihrem rzy . 7! i , ezillzie, oer tnn anzog. Er beobachtete sie, während sie ihren Wein mit Wasser verdünnte. Das Ende des Aermels umspannte ein feines. weißes Handgelenk, das ein einfaches Armband zierte. Alles an ?br athmete Ruhe und Gleichmuth. Je langer er sie anjay, desto bejser ges:el sie ihm. Sie fühlte endlich seinen Blick und schlug das Auge auf. so kühl und ernüchternd, aber auch zugleich so forschend, daß er das seine hastig senkte und sich eifrig mit der Orangenmarmelade zu schaffen machte, die vor ihm stand. Dadurch entging ihm ihre Aufmerksamkeit, mit der sie ihn studirte und der befriedigte Ausdruck ihres Gesichtes, als sie mit dieser Beobachtung fertig war. Bon setzt an flog nur zuweilen ein verstohlener j lia hinüber und herüber, der ungefähr die Aufgabe einer recognoscirenden Patrouille hatte. Sie mochte etwa zwanzig Jahre zahlen und mußte aus vornehmem Hause sein, denn ihre Toilette zeigte den verfeinerten Geschmack, den nur die Frauen höherer Stände an den Tag legen. Sie interessirte ihn mächtig und er beschloß darum, ihre Bekanntschaft zu machen. Als die Tafel aufgehoben war und die Gesellschaft sich nach dem Parke begab, blieb er in ihrer Nähe und es bot sich bald Geleqenheit, sie anzusprechen. Sie nahm seine Vorstellung, daß er Arthur von Türring heiße, Maler sei und aus der Nheinprovinz komme, freundlich entgegen und erwiderte seine gesellschaftliche Höflichkeit, indem sie ihm enthüllte, daß man ihrem Familiennamen Hebert bei der Taufe den Vornamen Friederike hinzugefügt habe. Er zeigte sill) darüber entzückt, obwohl hierzu kein besonderer Grund vorlag. Sie plauderten eine Weile über ganz gleichgiltiges Zeug, dann fragte sie ihn plötzlich, warum er nach einer Heilanstalt gekommen sei. Der überreizten Nerven wegen," antwortete er. Warum sie hier sei, da sie ja wie der junge Frühling aus sehe? Sie schlug die Augen nieder und antwortete es werde doch ein Wetter kommen, sie halte es für rathsam, sich eine Mantille zu holen. Dabei nickte ste ihm zu und schritt davon. Er sah ihr nach und fragt: sich, warum sie ihm ihr Leiden verberge. Mit der Lieb ist es ein eigen Dmq: wenn sie kommen will, so kommt sie und nimmt das Herz in Besitz, auch wenn man es ihr weigert. Widerstand zu leisten, wäre nutzlos, jeder Kampf dagegen ist im Voraus entschieden. So dachte auch der junge Maler und gab sich willig der Zauberbanne semer Fuzr hm. Im Stillen nämlich nannte er sie schon so und er glaubte auch ein Nccht dazu zu besitzen, denn er zweifelt: nicht an dem Erfolg: seiner Werbung. War er doch eine sogenannte gute Partie, reich, unabängig, jung, schön, ein Künstler, wie geschassen, um Frauen zu semen Fußen zu sehen. Bisher hatte er sich nie recht um sie gekümmert; jetzt aber wollte er das Versanrnte bei de.r emen Auserwählten nachholen. Und so wurde der Ritter zum Skladen. Mit dem ganzen Arsenal seiner körperlichen und geistigen Waffen belagerte er die einzunehmende Festung. die ben feurigen Anstürmen immer weNiger Widerstand bot. Wagte er aber den entscheidenden Ausfall, so stieß er plötzlich auf eine so energische ZurückWeisung, daß' er den sicher geglaubten Sieg sich wieder entrissen sah. Die. eigenartige Taktik, die er hei der hau figen Wiederholung seiner ehrbaren Absichten ganz unverständlich fand, reizte ihn und machte ihn toll. Seine feurigen, wortreichen Liebesergüsse wurden von ihr mit holdem Erröthen, mit glückverheißendem Lächeln angehört, sie ließ, wenn sie unbelauscht waren, ihre Hand von de? seinen drücken, sie ließ sich willig ihre Fingerspitzen mit Tausenden heißen Küssen bedecken, aber wenn er einen von ihren Lippen forderte, war sie mit einem Male so zurückhaltend, wie wenn er sich nach der Natur ihres, Leidens erkundigt hätt-. Einmal hatte er es versucht, den Arzt der Anstalt auszuholen, allein der hatte fein gelächelt, die Achseln gezuckt und unter Hinweis auf sein Berufsgeheimniß geschwiegen. Wie vor dem verschleierten Bilde zu Sais stand Arthur. Endlich wurde ihm doch Aufklärung. Auf Zimmer No. 23." hörte er eines Tages den Portier zu einen; jungen. eleganten Manne sagen, der für tfrn sofort wichUge Bedeutung bekam, .vil aus No.'23 sie wohnte. Arthur blieb stehen und wandte sich an den Fremden. Sie dürften das Zimmer allein nicht finden, ich werde Sie hingeleiten." sagte, er, Seh? freundlich, mein Herr! Mein Name ist Dr. Theodor Moser." Arthur von Türring. Maler." Sehr erfreut. Sie sind wo! hier auch Kurgast." ' e . " .Nun, dann kennen Sie ja ohnehin meine kleine Frau. Ich habe mich endlich auf einige Tage losgemacht, um sie zu besuchen, und um zu sehen. Wie, si; sich befindet. Eine junge Frau holt sich ein wenig schwer, wenn st?. venn sie..... erst vor runigen Wo chen prächtige? Zwillinge genesen ist. Deshalb war es eben auch nöthig, ftritzi in eine Kuranstalt zu senden. Ich habe mich sehr schwer von ihr getrennt, die Langeweile wird sie hier recht geplagt haben." 0 nein," fiel Arthur rasch ein. als er sich wieder von dem Schrecken, der ibn bei den Worten seines Beglelters befiel, erholt hatte, gelangweilt hat sie sick nicht, nein, durchaus nickt, daö
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