Indiana Tribüne, Volume 18, Number 19, Indianapolis, Marion County, 7 October 1894 — Page 4

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Jndiana TrivNne Erscheint Taglich und OonntagS. Die tägliche XrlbÜne lostet durch den Träge, .I5ntl per Sache, die Eonntag-Tribüne 'Tknt, per Woche. Beide zusammea U Sem oset rfS5Centa perMonat. Per Poy ,gschiSt in Vor. utdezahlung V per Jahr. Osftce : No. 18 Süd Alabaa Str Indianapolis, 3nd., 7 Oktober '94 Zonntags-Plauderei. Gerade zwanzig Jahre werden es in diesem Monate, daß ich nach Jndianapoliö kam, um mich daselbst niederzulaen. Ob die Stadt durch mem Hierherkommen mehr gewonnen hat, als bloß einige Einwohner, will ich nicht entscheiden. Ich glaube aber doch manches Samenkorn für die Sache beö Fortschritts und der freisinnigen An schauung gesät zu haben, daS auf guten Boden gefallen ist, und aufgehen wird. Und ich habe den Deutschen unserer Stadt eine Zeitung gegeben, die zwar leider nicht DaS bieten kann, waS die Zeitung einer Großstadt bietet, die aber und daS ist gewiß mehr werth jederzeit unbestechlich war, stets die Fahne deS Fortschritts hoch hielt und die Interessen der Massen deS Volkes aufrichtig vertrat. ES wird wohl in Indianapolis Leute geben, welche der Ansicht sind, daß ich gerade um deS willen hätte wegbleiben können. Die rückschrittlichen Elemente sind leider noch überall sehr stark, aber man trö stet sich darüber mit dem Gedanken hinweg, daß sie höchstens schimpfen können, und daS erzeugt keine großen Schmerzen. Zwanzig Jahre! Eine lange Zeit in dem Leben des Einzelnen, eine kurze in der Entwicklung eines GemeinwesenS, in der Gestaltung neuer Ver Kaltmtte. in der Äerbreituna neuer Ideeen. Als ich hierherkam, war gerade eine große Schlacht geschlagen worden, aus der daS Deutschthum der Stadt und deS Staates mit Lorbeeren hervorging Es war eine Schlacht mit dem fanati schen Temveren:element. welches daö liebliche flazter-Gefeh geschaffen hatte Der Liberalismus hatte einen Sieg erfochten. Aber die Fanatiker sind zähe und langlebig. Sie sind nie ganz tod zu machen und wir haben uns heute noch mit demselben Gesinde! herumzu schlagen. Wenn ich meine Blicke zurückgleiten lasse über die vergangenen zwanzig Jahre, so finde ich, daß sich im Grunde sehr wenig verändert hat. Manches ist gegangen, wenig NeueS Hinzugekommen, und wenn nicht in diesem Jahre DaS Deutsche HauS" vollendet worden wäre, so wüßte ich nicht, was! daS Deutschthum an Errungenschaften in dieser Zeit aufzuweisen hätte. Die deutsche Schule führte schon vor zwanzig Jahren nur noch eine fürn merliche Ezistenz. Bald darauf ging sie an der Gleichailtigkeit unseres DeutschthumS zu Grunde. Schade , darum ! Diese Schule hat die Söhne und Töchter unserer damaligen Deut' schen auch zu Deutschen gemacht, wäh rend sich die Kinder der heutigen Deutschen gar schnell amerikanifiren. Auch der Leiter der Schule, mein lieber Freund Tschentscher, hat seitdem daS Zeitliche gesegnet. Mi: Wemutb denke ich seiner. Er war ein so guter, vortrefflicher Mensch. Mit Wemuth denke ich noch so manches anderen Kampfgenossen, mit dem zusammen ich auf dem Felde deS Fortschritts und deS Freisinns gewirkt habe, besonders in jener Zeit, da der Freidenker - Verein noch bestand. Dieser Verein gehört auch zu den Dingen, die da waren. So sonderbar daö klingt er ging an dem Fortschritt zu Grunde, der sich nicht mehr mit der bloßen Bekämpfung bog matischer Lehren begnügt, sondern auch nach praktischen wirthfchastltchen Er rungenschaften begehrt. Da, wo jetzt die Politiker ihre sau beren und unsauberen Pläne auöhecken, da herrschte damals deutsches Leben und Treiben. Die damalige Wash mgton Halle, so einfach und unhübsch sie war, hatte doch vor den Räumlich keiten deS HendrickS Clubs den Vorzug, , daß Geist und Seele daselbst nicht be schmutzt wurden. Die Sonntag. 'Abende konnte man daselbst bei einem guten Instrumental, Konzert zubringen und der Gesangverein Lyra pflegte daselbst btt deutschen Gesanges und der Musik. Auch dahin ! Fortgeschwemmt im Strom der Zeiten 1 Wie manchen vergnügte Abend verbrachten unsere Deutschen i dem gemüthlichen Sommer-Theater an der ?cke der Market und Noble Straße. U war ein so ächt deutscher Vergnü -gungöplatz, daß man sich daselbst stetS im alten Vaterlande wähnte. Die Lleinen Biergläser erinnerten freilich

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immer wieder baran, baß man im Lande s der Dollarö'war. Die Wassersimpel und Sonntagöheiligcn gönnten uns . . , . i fif trx das Vergnügen nicht, und schließlich fraß eine FeueiSbrunst die ganze Geschichte auf. Wie gesaat, .was hätten wir noch ' " ' 1 . . XI Ä X. r . I aufzuwehen, r-enn wir nicht noch so viel vom Veul,cylyum gerenel oaiien, .,... 1 r-.i I UM Das zeulicye aus- oauen zu m r r ä r I. sonnen9 V4VH I a;. :,k4 n.i. ,i w uutytt., zwanzig Jahre .herum sein werden ? Was unjere laor velrifll, 0 ncrji sie faft noch genau so auö, wie vor ,wn,Za akr,n. mar bat e kick, ae- .... .- .... iitai, ganz Uvrig Uciiru4. lrapen tino enijlanoen, Woonyau,er p - crr.fitir:f.l sind in Menge gebaut worden, weit sckönere und weit beauemere als früher, aber daS, waS man so die Stadt" v . m fx:,,.' i x v 5nennt, das Geschastöviertel, daS tragt immer noch dasselbe Gesicht. Die gröberen Geschäftshäuser, welche im Lause dieser zwei Jahrzehnte errichtet wurX. y.l n x... h, Vfrit VV i4ft UIUII VfclllUUV JlUiH l . ' , ß0 Fingern aozayien. im yn cuMiycn, amelsenbasten Getriebe, daS man in den größeren Städten sinket, merkt man hier nicht?. Nahezu verdreifacht ' ' ' hat sich die Zahl der Bewohner in diesen Jahren, und da frage ich mich manchmal, waS alle diese Leute treiben und wie sie ihr Brod sinden. ' Nun, sie wähl ckt und sckleckt. mancke tainTil hUh UhU&L Im KanttN oe7-"-- ' 1 ncmmen aoer nnoe iq, oap ncy s in Indianapolis ganz gut leben läßt. . . , I .f!s ...i f.C (Ähi DerPlauderer. ttoreaniscye Soldateska. T'on Sri, st von Hesse.ZZartegg. Seoul, Korea, im Sept. In den verschiedenen Wclttheilen war es mir vergönnt, eine ganze Reihe höchst merkwürdiger Armeen kennen zu lernen, allein die koreanische Armee er scheint mir doch die merkwürdigste von allen. ck sike kier in der Hauvtstadt des Landes und Resident ' des 5cönias: eine f feindlickz nvanons-Armee ist vor zwei - - i ' - k.w j w Wn-r rinnHwt nd fißt die Stadt beseht; ein anderes Expeditions aj-D- - . korps. das chinesische, lagert in der Nrnin; nur zehn drisch. Meilen von der Hauptstadt. ;n den ossiciellen J' - j--'-- - -vListen der foreamidje.: Äcgleruna fand ich den Bestand dcr eigenen koreanischen Armee mit ;!) .WO 'Mann sage einer Million ilv.'ijlhttnderttauscnd Mann aziqcaebcn, und doch ist heute kein cin'ig.'r koreanticher Soldat m Seoul oder andcrswo im ..Reiche der AZorgendämmelUng. Ter Gni-1 sousdienst in der .Hauptstadt und der Wachtdienst im Königspalaste wird von japanischen Truppen besorgt, der König " . . yT"i und die ganze Regierung smv isesan aene der Javaner. Ter Gesandte deS

Mikado regiert das Reich. Und doch sionäre, die einzigen, welchen es pishex geschah dies Alles, ohn daß den Korea gelungen ist, in Verkleidung das ganze c. -c ..-A v ffK-iIrS v ... w..jc r v!. cn :r.

nern uoeryaupl ver rg fxitUiiiano zu ourcyreiien, UN vir. Vlirr wurde, und die letzteren ließen die japa.!., Gesellschaft der fremden Missionen"

niscken Brigaden landen, ohne daß sich auö nur ein koreanischer Soldat hätte blicken lassen. Wo blieben denn die s.r w 4 f k. 11 t Vl ILiiiuipn uno ziveimaiyunoernauien? Soldaten ? Wo da5 KrieaSminlste rium und die zahlreiche Generalität, die m der Hauptstadt restdut s Nach der .Heereösxaanisation" Ko reas lst jeder gejunoe Mann Mil gera den Gliedern, vorausgesetzt, daß er nicht dem Adelstände angehört, Soldat und wird in den Listen als solcher an geführt. Allein von der daraus resul" tuenden ein und ein Viertel Million t v. Cn . .H X S.v

iuoeu neununvncunzlg jiujcm. mciuno eoviulivnar verieulnocr wuroe.

u.als ein Gewehr berührt, Niemals em Rca des Königs getragen. Bei der lekannten Käufllchleit der koreanischen Beamten und Officiere eine der Hauptursachen des gegenwärtigen Kruges ist die Führung der Sold, tenlisten ein sehr einträgliches Geschäft, Wfnn h? Nnt?rk?amt?n b?r Manda, " " - m r i r.ne, o:e sich ihre stellen von den letzie rcn gekauft haben, die alljährliche Runde m den Laoten und Mörsern ihrer Distrikte machen,' uyr:d Solda tenlisten auszustellen, wird hausig ganz zz im v cnA: k,i tif. üCiimiy uci -pici yciiumii, ju wu - a v .u n : n . c... tsit. lyv luuu uus tcu iciu viciucu VI . . V ... Cf C ... i 2KfX rann, acy oen Angaoen sranzon,er Missionäre beträgt derselbe zwischen drei- und fünftausend Cash (etwa ein iouor;. ,les citycuu uuciuui rx.' i rf vl wenig, m pem geioiosen woyiseuen Korea ober wö eine Familie Mit die - sem Betraa wockenlana leben kann, ist eS sehr viel. Nun dürfen die Beamten, wenn sie gute Geschäfte machen, den Mandarinen und schließlich dem Kriegs Ministerium nicht mit leeren Listen kom men, als hätte irgend eine. Epidemie . o.lt V!- f m.Zlt. ooer ungcisixoiy Uiz gaiuc cuuuc rung caviiigciuiii. Acaui ciuc A & A A AH A l.L BM A M Aj m die Listen siiiive camen emgerragen und Mitglieder von Familien weiter, geführt, die seit Generationen ausgestorben sind. Thatsächlich stehen von der koreanischen Armee etwa zehntausend Mann unter den Waffen; ich fand in der Hauptstadt allein achttausend, und die übriaen zweitausend - bilden die Be a duna der vier befestigten Lager Koreas, lerner vie eiogaroe oer Gouverneure in den Provinzen, die Wachen für die Waffendepots und Gefängnisse und Ge. . . k" . M 1. ? n t v v . r, .... ieiiirupoen sur ssizicre uno Veom auf Reisen. Aber, auch diese stehend, Armee- ist keine solche im europäischen Sinne. Wie die Mebnabl der Ban. znertruppen in China, so sind auch du Koreaner njcht in Briaaden. Regimenier, ompagmenu.. j. w,;nngeincui. i n V it .'iL sondern m Lagers" Seoul besitzt vie? solcher Lager, d. h. mit Mauern um sebene Comvleie von niedriaen Häu -

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se?n, 5.s welken die Cokvarra ivoyur. 'Je eines dieser ager befindet sich in bei "",llj"clb.avCi,.älr be?Öe" ?ön?J uiuie, ciiu im aiui, rincs IIN u der Stadt. Tie Sonaten der Hauptstadt norden gewöhnlich aus den umllegenoen Mörsern relruirt. andere neuen m Trcnrnuig, 0Cnn rnc nung tnirn t ini itemltm roiimrt fern ntfirtniT ri c i vv luiiiii itvto.tw.; luvttttuiim vv,ii nufc,rllm h(iUen öna "h WoK y I" I - " nuna und sind für ihr qanzes Leben veriorqr. oa es eine oe iimrnte ien lr i w -, r n i ri zeit in Korea nicht gibt. Beim Eintritt -v , . . 4 m die Vlrmee" wird ihnen der (stört ciW fc5 1t;fnrm st,Ii,f,rf fcto fi, Mfcfl nen oder Nähen lassen müssen. Schuhe und Hute müen sie von ihrer Löhnung kaufen. Wo Nahrung be kommen sie dreimal täglich Reis, Boh. nensuppe oder rohe und aetrocknett M. Zf.. ü IT -w W 'V tritt brinaen sie mit Drill. SchießÜbungen u. dgl. zu; hierauf werden sie in die Tienstabtheilungen eingereiht und haben dann je diei Tage im La. ger zu bleiben; die nachstsn drei Tage , ' s . fc' fl . 4 und versehen dort den Wachdienst un weitere drei Tage erhalten sie Urlaub. Sie gebcn dann ihre 'fassen ,n di? Hände des Lagerkommandanten Zirntrf w A T fTS. t P und gehen nach Hau,e in ihre Dörfer. Um il)re Famielienpflichtcn zu er üllcn. die Felder zu bestellen u. s. w. Nach den drei Urlaubstagen müssen sie miede, in das Lager zurückkehrn und der Dienst liiMt , Alt4MlXtVAt1 MilAtt.t Vrt. "l 111 VCl vuu c. afxt 1836 wurde diese korea. sche Armee neu organisirt"; dei Hauch der modernen Civilisation macht! sich auch in dem bis 1884 dem Aus. Irf . t ., . . I I kl VI j-m. l4U4it.MMl.U . . V .. ... nur u,.uig vj uiiü uiiju. anglichen Korea iublbar. Tie wie wnnra h,r rcwnr '11 p . v ct. ? , tvtuiuuicii uuu auictuuiiet uui lurcu Nische Festungen waren von den Trup' pen allerdings, wie te behaupten. tapfer abgejchlagcn worden, allein nur unter jchwercn Opfern. Gegen die modernen Hinterlader konnten die mit Logen und Pfeil, im besten Fall mit alten Luntengewehren bewaffneten Krieger nicht auskommen. Wohl tru gen sie unter ihren weinen langen schlaf rockartiqen Gewändern baumwollene Panzer von zehnfacher Ticke, aber auch diese schühten nicht vor dem Hagel der Winchester und Remmgton-Kugeln. deshalb wurde eine neue Änleiye zur r w rw r viusrunung oer Armee ausgenommen. i. i v rtrk m und um aucy die Mittel- zur ceu.uni sormiruna auszubringen, munte das I .V ew ir.i... ? . einen yen oer rnn avilesern azu wuroen zwei Ameruaner ms In struktoren angeworben, von denen je I ooq nur per eine roirillcyeu wiimat I V . ' . Lmn-fi icnsi ourcygtmaa)i alle. Tas Resultat ist die heutige Armee, die indessen nur aus Infanterie besteht: I die einzigen GeschüKe Koreas liegen ver rostet in den Gräben und aus den Wal I len der zerfallenen Festungen; ja nicht I inmal die Ringmauern der Hauptstadt oben Kanonen auszuweisen; ich sah I us meinen paziergangen rings aus I ten Stadtmauern nicht em iinziges (Le? schütz, Wohl giebt es in' den Provin, I i m i w p" c en aucy Virsenaie ' ooer LAanenoe. pots. allem wie die katholischen Mls I berichteten, befinden sich dort weder ! Uniformen, noch Munition, noch Was. sen in brauchbarem Zustande. Die V i C . M Pl C Ieam:en oaoen Alles oerrausi'k uno an Stelle der brauchbaren Artikel wur ! den Lumpen und verrostete Eisenstücke bepomrt, 'Fand sich irgend em ehrli Icher Mandarin, der Ordnuna in diese verlotterten Zustande bringen wollte, I so vereinloten sÜj alle Untertbanen ael öen ihn, und er mußte ihnen nachge den oder seinen Posten verlassen; er konnte sich noch alücklich schätzen, wenn er beim Hofe nicht als Feind der Krone i cn . ..i ! . i i Auch Cavallerie kennt die koreanische I Armee nicht. Bedarf man irgendwo zur Unterdrückung emes Aüfstandes I rasch eine Anzahl Soldaten, so werden ihnen vom königlichen Marstall Pferde gestellt, die aber wieder dorthin abge liefert werden müssen. Ich besuchte hton M?stN' In in- sr viviwii 4V V ttV vli SJVi UUViW I - . Seouls gelegen. In emem großen sonnigen Hofestanden dort unter den an die UmWallung angebauten ' Flug dächern etwa achtzig bis bundert der winzigen koreanischen Ponies, kaum so I c . : . rr r .r x II ., iniop wie VZClujcn. VSCIOII OCr 0Nig lL.r.1.1 .. . mr w. - t w m 1 rjciiHi icine Pieroe. eioe Ponies. lr v n . . ' feurige eoe ylere, slanden in einem abgesonderten Raume. Die anderen I Ponies, durchwegs Senaste. waren von I . . w ... ' ...... i -r r v . . immocr gureai AUSseyen, poch sind ue alle koreanischen Ponies unaemein 1 Iräftm und ausdauernd. Schnelle i Kanaari dar? man allknz ift". nen nicht erwarten. Sie zotteln in kurzen Schrittchen einher, und wenn die diplomatischen Vertreter deS Aus landeS schnell uach Hafen oder sonst wohin reisen wollen, lassen sie sich lie I . . (v pi . " 1 . ' 17 . 1 rer in Iragsiuyien lragen, : falls sie B . . T A I j 111 T V MH iieine lapaniilyen Pieroe oder Maul jhiere unter den. europäischen. Kaufleu ten in Cbemulvo auitreiben können. ' Die Uniftrmirung der koreanischen I Soldaten besteht aus einem dunkel. blauen Kittel mit rothem Besak ' auf Kragen und Aermeln, dunkelbauen, bis an die Knöchel reichenden Beinkleidern und chinesischen Tuch- oder Stroh schuyen. Im Sommer traaen sie u weilen auch weiße Beinkleider. Die I n.ikC. vo f a n . nvp,r es nntris uaimnen von auen möglichen Militäruniformen der Euro paer oder Amerikaner, und wenn solche .:xi ...cu.t . V... unuji uumemeueu iccroen ivnnen, ver wenden die Koreaner auch weiße Hosen knöpfe. Ks kommt m aar nickt darauf an. . Die Hosen werden unter dem Kit. tel durch einen Gürtel, zusammengehal ten, an welchen Zwei Beutel, für Tabak I. v öfv . cn: l n ' . uno vöcio -üciiimmr ncaen; und oer schwarze edergurtel über dem . Kittel biennur die Pattonentasche sowie für die l Scheide deS BaionnetZ oder ibn unter?

osMeren) dr' lurzen sapanischen

Schwertes. D:e langen Haare falle nicht wie bei gewöhnlichen koreanischen Junggesellen in zwei Zöpfen auf den Wil rtati (nttVrtt fttth ?it irrrm k?,l!spl VUUVIlf V1IVVII I4IV j)H VUUlll 'WMpv..knöpf zusammengebunden und darüber wird der große schwarze Nembrandhut, iedoch mit steifer gerader Krämpe ge stülpt. (5in Lederriemen hält den Hut auf dem Kopfe fest. Bor der Reor ganisation" tragen die Kisu (alte Sol da!m) auf den Hüten einen rothen Roßfchwelf, der noch jc.t viclfach m der Armee zu sehen ist, c::i circis für die Dauerhaft!, '.t l:x toreanischen Hüte. ic Generäle (TauTyanrr) nndiren olle in der Hauptstadt, und es kann keinen seltsamen Auszug geben, als wenn ein derartiger militärischer Wur dentröger in Parade etwa nach dem königlichen Palast reitet. Voran schrei ten zwei Civilbeamte mit großen, auf Stangen steckenden Tafeln, auf welchen die Worte stehen: Ruhe!" und Macht den Weg frei!": ihnen folgt in der Mitte des Weges ein Beamter mit einem großen Portefeuille, in welchem die emen halben Quadratfus; großen Visitenkarten des Generals aufbewahrt werden; hierauf lvmmen einige Unterosnziere, zwei Trompeter, eine Garde von zwöls Mcmn mit Gewehren bewaff net und auf beiden Seiten der Straße cinhermarschirend, endlich auf einem kleinen Pony reitend der General. Ein talldiener hält der Sicherheit halber das Pferd an den Zügeln, ein zweiter schreitet hmtendrnn. Neben dem Pferde trägt ein llivilbeamter emen qronen gelben Regenschirm auf der Schulter, das Abzeichen eines hohen Mandarins, nur diesem zu tragen erlaubt. Und nun erst General! (zr trägt einen langen, nachthcmdartigen Talar aus Goldbrokat mit purpurrothen Aer mein, darüber einen zweiten schwarzen Talar ohne Aermel, an den Hüs'ten mit einer blauen Binde zusammengehalten. In dieser steckt an der linken Seite ein iapanisches Schwert in rother Tuch, scheide. In der Rechten trägt er ein kleines gelbseldenes Fähnchen, auf tod chem das Wort Tai.trang (General) steht. Aus dem Kopse sitzt em mit langem rothem Roßschwcif geschmückter Rcmbrandthut, der durch ein? Schnur aus großen Bernsteinperlen unter dem Kinn festgehalten wird. Hinter 'ihm schreitet ein ganzer Troß von Dienern einher, welche allerhand für seme mm i .. ?? j. . .. ervr! i ... .. ; js. i v i larisllM Psiicyien nicgi geraoe noiy wendige Gerätschaften tragen. Der Eine hält den Fächer, der Zweite die Pfeife, der Tritte den Tabaksbeutel, der Vierte emen Regenmantel aus Oel papier, der Fünfte em Paar Filzstiefel, ein Sechster trägt in einer Truhe auf dem Rücken allerhand Kleidungsstücke und den Schluv bildet ein Siebenter. der in einem Netzsack ein Nachtgeschirr aus Messing trägt. Wozu ist man General, wenn man sich nicht auf Spa ziergängen allerhand kleine Bequemlich keiten erlauben kann? Mit geringerem Gefolge reitet der Oberst (Äeng-tyang) oder der Haupt mann (Tyang-kun) durch die Straßen, oder die Offjciere lassen sich in Sänften tragen, niemals aber würde einer von ihnen zu Fuß oder unbegleitet in der Strafe scheinen. Selbst privaten Bedürfnissen kommen sie nicht ohne Begleitung resp. Beihilfe nach. Gerade so wie die Beamtenstellen, so sind auch die Officiersstellen, trotz des vorgeschriebenen, formellen Examens, für Geld käuflich, aber nur den Adeligen. Indessen sind die Officiere gerade so wie in China lange nicht so angesehen wie die Beamten, ja manch; Privilegien der Letzteren, 'z. V. die Ve Nutzung von Nollstühlen, sind, selbst dem General nicht gestattet. Zuweilen kommt es vor, daß ein besonders be vorzugter Mandarin zum Gouverneu? und gleichzeitig zum General einer Provinz ernannt wird, und mit der Stelle eines Obersten ist gewöhnlich die eines Richters verbunden. Eine Rangliste ist selbstverständlich in Korea nicht vorhanden; wie die Mandarinstellen, so werden auch die Officiersstellen nur für t:vt bestimmte Zeit, ein, zwei bis drei Jahre vergeben, aber auch nach Äblaus dieser Zeit behalten die Würdenträger ihre Titel, und es wird demselben auch der Name der Provinz beigefügt, wo sie bedienstet wären. DaS Gehalt wird ihnen nux während der Dienstzeit aus bezahlt und besteht bei einem, General monatlich aus 6000 Cash, 3 Säcken Reis. 2 Säcken Bohnen, einem Stück Seidenstoff, einigen Rollen Oelpapierz ein Hauptmann bezieht nur die Hälfte. In der Regel helfen sich indessen die Officiere ganz in derselben Weise wie die Civilbeamten zu allerhand Nebenbezögen. Daß bei einem derartigen OfficierxorpS die Schlagfertigkeit der koreanischen Armee keine große sein kann, ist wohl begreiflich. Die weitaus größte Mehrzahl der Officiere hat nicht die leiseste Ahnung vom Militärwesen; bei dem zweihundertjährigen Frieden, der im Lande herrschte, haben sie niemals Gelegenheit bekommen, Feld- und Kriegsthaten kennen zu lernen, und da bis vor etwa acht Jahren niemals ein Koreaner das Heimathlano perlassen hat, auer um nach China zu reisen, haben sie auch keinen Begriff von den militärischen Einrichtungen anderer Staaten. Das Soldatenmaterial ist vorzüglich, entschieden besser, als jenes der Chinesen, und gar nicht zu vergleichen mit den kleinen zwergartigen Japanern. Von den Vielen, die ich in Seoul zu sehen bekam, war wohl keiner unter 5 Fuß 9 Zoll groß, die meisten waren kräftig, stramm, wohlgenährt, mit dunklen, bärtigen, ernsten Gesichtern, geradezu Prachtkerle für ein GardecorpZ. Aber ohne Anführer und ohne Disciplin haben sie sich bisher sei neswegs bewährt. Im offenen Felde liefen sie nach den bisherigen Ersahrungen gewohnlich schon beim ersten Angriff der Feinde davon; hinter Ma.rWld.Wall.hielten sie sich wöbl

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e.me Jett lang und lieftn erst" dei der wirklichen Erstürmung davon. Nur wo ihnen der Rückzug abgeschnitten wurde und der Erfolg der Flucht aussichtsloZ war, vertheidigten sie sich wie die Tiger und zeigten die größte Todesder achtung. Das erfuhren die Franzosen und die Amerikaner gelegentlich ihrer militärischen Expeditionen in den siebziger Jahren. Vor den, Insurgenten jn ihrem eigenen Lande liefen die koattischen Truppen im vergangenen Frühjahr davon, ebenso vor den Japa nern. als diese Ende Juli das Königs schloß besetzten. Die achttausend Mann, ohne irgend welche Führung, zerstoben wie Spreu und so kam es, daß heute die Japaner Herren im Lande sind. Hau fiter (der wegen seine? Zudringlichkeit vom Chef des Hauses eigenhändig zur Thüre hinausxpedirt wurde); Das lass' ich mer gefallen! E' fleißiger Mann der Herr Chef! Er ist selbst im Geschäft mit thä. tig!" Herbe Kritik. Schwester: Das junge Mädchen, mit dem Du ver lobt bist, ist aber gar nicht .hübsch. Bruder: Sie ist schön, wenn sie lächelt, Schwester: Na. wenn sie Dich heirathet, wird sie wohl nicht mey? lächeln! Die sichere Ueberras ch u n g. Braut: Ich möchte meinen Bräutigam noch vor unserer Hochzeit mit irgend etwas überraschen. WaS räthst Du mir?" Freundin: Setz' mal Deine falschrn'Zähne nicht ein!" Gerechtfertigter Auf. wand. Civilist: Da sehen Sie mal, lieber Lieutenant, die kleine jungeDame vierspännig ich dächte, die brächten zwei Pferde auch fort!" Lieutenant: Ganz in Ordnung so, mein Lieber schwere Partie, wissen Sie!" UM Verlangt Mucho'S Best Havanna .iaar." 1fr. Oeo. IT. Turner Hood's Sarsa parllla heilt. All ich 4 der 5 Jalzr ,SizU. lzan ich et skr, lzlLse Vschllr am Mittelst,? metner link Hand, bat Ich so verschlimmene. daß die Lernte den Finger abnehme mußten, nd späterhin mehr all die Hälft meiner Qan. Darauf brach da Eeschaür auf meine rmea aul. zeigte sich a einem Hals und beide SeUea de Gesicht, mir saft da in ug ,erstöreRd. nd auf meine rechte rm. Die kerjt sagten, ek wir he? Schllmmste Fall von Skopheln, de sie s, , sehe. Dar eifach schretMch. vor fünf Jahre begann ich. Hovd'Z Sarsaparill , nehmen, ach und uach fand ich. daß di 9schaur ia ttilen te,aeu. Ich fuhr s,n. di ich geh Flasche, enomme, hatt. Zeh oUar. enke U dach, elche Oemina mir mein . lelh brachte. lasend tprojent t Ja. tlU Xaa send. EUjren der letzte vier Jahr hartt ich lei, ,schkr. Ich Arbeite fortwährend. 0sh bnzf ich sehte rbett verrichtn. Ich wei nicht, wi ich mich kräftig genug au drucke an, m Hood' Earsaparilla sar mew voll, silnvige He lung meine Dankbarkeit ,u beweiset Veo. MS. Turner. Farmer. Oalnat). . V Q$tW QtSc lchVlche nicht ab. sotter, sk, Ua 0d, w bifttt Des CUtJt.

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