Indiana Tribüne, Volume 18, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1894 — Page 2

- 'tiitl Jnoiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntags. Die täglich .Tribüne" kofirt durch iet TrZge, LKJcatl ptx Soche, die EonntagiTribüne" i Tut per lZoche. . Leide Tamwea 15 Lentl ode ti Sntt per Monat. Per Post ,E,schiSt ! So Zd4aZluug V per Jahr. Office : No. 18 Süd la?as ZdiaaVoliö, nd. 24 September '94 'Sie großen Waarenhüuser in PariS 9ta der Nevue des Deur MondeS behandelt d'Avenel die großen Waattichöuser in Paris, die alle aus kleinen Anfängen entstanden sind. Das grö&fc derselben, le Bon Marche, ist aus der Schnittwaarenhandlung Vidau's entstanden, die 480.000 Fr. Umsatz erzielte. Boncicant. Kaufgehilfe deZ Petit Saint Thomas, trat 1852 als Theilhaber in diese Handlung ein. Er war der Erste, der feste Preise einsührte. wodurch er schnell eine große Kundschaft gewann. Daneben stellte er den Kunden frei, das Gekaufte umzutauschen oder aber ganz zurückzugeben. Die Gehilfen erhielten einen Preisantheil' als Lohn, hatten also alle Ur,sacke. tha dem Geschäft obzulieaen. höflich und gefällig zu sein. Da Boncicant zuglech die Preise fciuig stellte, gewann das Geschäft an Ausdehnung; 1863, als Vidau sich zurückzog. betrug der Umsatz 7 Millionen; 1869 war er 21, 1877 67 und 1893 150 Millionen. Diese Ziffer ist noch nie. von einem Geschäftshaus erreicht worden, versichert d'AvTnel. Der Reingewinn betrug 3 Mill., die allgemeinen Unkosten 24, während 118 Mill. für den Bezug der Waaren ausgegeben wurden. Von diesen 8 Millionen wur"te eine der jetzt 27 Mill. betragenden Rücklage zugeschrieben, 200.000 gingen zu -der Brand-Rücklage, der Rest, 6,800.000 F?. riebst 400.000 Fr. Zinsen deZ Papierbesitzes wird unter den Theilbeschern vertheilt. Diese sind seit dem Tode Boncicant's und seiner Frau sämmtlich frühere oder jetzige Gehilfen und Angestellte des Bon Marche. Dieser bildet eine Republik mit einem von den 300 Theilhabern gewählten Prasidenken und zwölf Räthen an der ?pitze.. Die übrigen Kaufgehilfen erkzäNen blos ihren Preisantheil und die Zinsen ihres etwa im Geschäft angelegten Geldes, Der Bon Marche bedarf aber keiner großen Baarmitel, da er nur gegen Baar verkauft, sein Geld viele Male im Jahre umsetzt. DaS WaarenhauS des Louvre wurde von Chanchard "und Heriot gegründet, Kaufgehilfen der seither eingegangenen großenj SchnittwaarenhandlungenPauvre Diable und Ville de Paris. Der Kaufmann Far'et schoß 100.000 Fr. ein, zgz sie aber nach dem ersten Jahr zurück, da der -Reingewinn nur 1500 jz. betrug. Es wurde eine (Lejeujcyaft gebildet, die Theilscheine von 5000 Fr. fielen aber auf 500 Fr., voriges Jahr jedoch, brachte jeder 19.000 Fr. Ge koinn. " Der Louvre hatte voriges Jahr 3.360,000 Fr. Reingewinn bei 120 Mill. Umsatz, also 6.90 Hundertstel. Der Louvre braucht allein für 40.000 Fr. . Bindfaden jährlich, hat Kutscher Hausknechte und die im Hause beschäftigtm ' Arbeiter Inbegriffen, täglich 30007Perfonen zu beköstigen. - Der Bon Marche gibt jährlich zwei Mil lionen für die Nahrung seiner Leute aus. Das drittgrößte Waarenhaus ist la Belle Jardiniere, das diesen Namen von einem kleinen Schnittwaarenladen am Blumenmarkt hat. Der Inhaber Parisot sing 1826 zuerst an, fertige Kleider zu verkaufen. Anfänglich wa r:n es nur Arbeitskleider. Aber 1856 war der Raum zu eng geworden, obwohl Parisot nach und nach 25 der da maligen kleinen Häuser gemiethet ode? angekauft hatte. Später wurde das Ganze enteignet zum Bau des neuen Hote!-Dieu. Die Erben bauten dafür das jetzige große, vortrefflich einqerichtete,' .Eckhaus an de? Seine. Der Umsatz betrug 1893 38 Millionen, wovon 2,400,000 Fr. Reingewinn, 6.31 vom Hundert, waren. Die Belle Jardiniere verkaufte voriges Jahr 300.000 Röcke 'und -Paletots. 280.000 Hosen. 180.000 Westen. Der 1865 von Jaluzot gegründete Priniemps gehört einerAktiengesellschaft mit 35 Millionen - Grundstock; der Reingewinn, beträgt 2.400.000 Fr. Die Samaritaine.Schnittwaarenhandlun hatte 1879 2 1-2. 1833 17 und 1893 35 Millionen Umsatz. Der Inhaber Cognarg hatte 30.000 Fr., als er 1872 das Geschäft gründete. In allen diesen großen Waarenh'äufern ist der Reingewinn also nicht hoch im Verhältniß zum Umsatz, indem er meist sieben Hundertstel nicht erreicht. Die Preise müssen möglich billig sein, um eine große Kundschaft anzuziehen. Aus derselben Ursache werden einzelne Waaren als Lockmittel sehr billig verkauft. Namentlich Handschuhe,. deren der Bon Marche jährlich 1.500.000 Paar für 5.400.000 Fr. absetzt und nur vier Hundertstel Reingewinn da ran hat. während die allgemeinen Un kosten 1017 Hundertstel betragen. Im Grunde aber schlagen die großen Waarenhäuser ebenso viel aus . ihre Waaren, wie die anderen Lakengeschäfte. Wenn der Bon Marche sür 150 Millionen die von ihm mit 118 Mil lionen bezahlten Waaren verkauft, schlägt er doch 32 Millionen aus die-, selben, oder 21 auf das Hundert. Damit kann jedes Geschäft bestehen. Die allgemeinen Unkosten. 24 Millionen, sind jedenfalls größer, als bei Heueren Geschäften. , FreiNch, der Bon Marche gibt einige Millionen für Anzeigen, Preisverzeichnisse. Musterhefte u. f. w. aus. Er verkauft billiger als andere, weil, er baar bezahlt, den Fabrikanten, große Bestellungen gibt, deshalb von ihnen die. billigsten Preise zugestanden erhält. Hauptsache bei diesen großen Waarenhäusern bleibt demnach die Baarzahlung.

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Pros. Veauregard als Massen mörder. Die Kundr von einer Reihe unHeim licher Morde.wie sie grauenhafter kaum gedacht 'werden können, kommt aus Buenos Avreö. der Hauptstadt der Ar-

gentinifchen Republik. nie,e 'ro-, thaten sind so diabolischer Natur, daß . . . 1 . n. tj:cl ' . . m mn t d Unthaten der oeruqrigjien unjum scher, welche die Eriminalgeschichte kennt, wie der Marquise von Arinoilliers, des Grafen Bocarme u. s. w. fast unbedeutend erscheinen. Der Mas senmörder. welcher sich der irdischen Justiz durch Selbstmord entzogen hat, war eine der keuchten ver meoinrnian Wissenschaft in Buenos Ayres und die Rolle, welche er in der Gesellschaft spielte, entsprach seinem Ansehen als dnt und Gelehrter. ".Pros. Beaureiard 'd!'ist,der,Nawe des Teufels w." - , 1 . . 1 i v i 1 in Menzcyengenall ' looieie nicoi Mtt iftoder' Dolch; o' 'nein, derartige plumpe Mittelverab scheute und veracytete 'er, denn zu wiederholten Malen hatte 'er die gefährlichsten Giftmischer Italiens, denen die unheimliche Aqua Toffana'.das 'Mittel zum Zweck war, als elendeStümper. bezeichnet.' C holer aba cillen waren die Mordwerkzeügs.deS. gelehrten Professors und Lebemannes.lder seine Opfer, in durchaus.lvissenschastlicher" Weise aus der Welt schaffte. Professor Beauregard,, . welcher an der. medicinischen. Schule von Buenos Ayres. docirte, ' galt in den dortigen Fachkreisen als eine Autorität auf dem Gebiete Ml Bakteriologie und zu feineu ' Demonstrationen mit den'.unheimlichenBacillen, welche Cholera, gelbes gieber und andere Seuchen erregen, drängten' sich. Studenten wie Aerzten jn Masse. Als Lebemann stand 'er ebenfalls : Nie'mandemnäch,' - besonders trugen seine kleinen Herren-Diners, zu oenen er nie mehr als drei Gäste einlud, einen wahrhaft lucullischen Charakter. - Sein Koch und sein Kellermeister waren Celebritäten in ihrem Fache. Galt es anfänglich für eine Auszeichnung, zu einem dieser lucullischen Diners geladen zu werden, so trat nach einiger Zeit ein vollständiger Umschwung in der Stimmung ein und dies war wohl erklärlich, denn nach und nach waren 15 angesehene Man ner, welche Pros. Beauregard's Gäste gewesen waren, wenige Tage nach dem betreffenden Mahle gestorben. Die Obduction der Leichen hat kein Gift ergeben, wohl aber Cholerabacillen in Masse. Der Staatsanwalt sah sich schließlich zum Einschreiten genöthigt und versetzte den Professor in den Anklagezustand. Allein die eingehendsten Nachforschungen der Polizei blieben re sultatlos; es ließen sich keine llberzeugende Beweise von der Schuld des Angeklagten beibringen, und in der Schlußverhandlung, welche jüngst un-, ter ungeheuerem Andränge stattfand, wäre unbedingt seine Freisprechung erfolgt, wenn nicht noch im letzten Augenblick etwas Unerwartetes sich ereigaet hätte. Prof. Beauregard's Vertheidiger hatte in einer fulminanten Rede seinen Klienten als ein Opfer lichtscheuer Intriguen hingestellt und seine sofortige Freilassung verlangt, der Präsident des Gerichts und der Staatsanwalt .varen in der tätlichsten Verlegenheit, als der Letztere von einem Gerichtsdiener herausgerufen wurde. Als der Beamte nach etwa einer Viertelstunde zurückkehrte, befand sich in seiner Gesellschaft ein ängstlich drein schauender Spanier, bei dessen Anblick der Angeklagte zitternd auf feinen Sitz niedersank. Trotz des Widerspruchs des Vertheidigers wurde auf Antrag des Staats-AnwaltZ die Verhandlung aus einen Tag verschoben. Als dieselbe am folgenden Morgen wieder . aufgenom men werden sollte, wurde der Professor in seiner Zelle todt aufgefunden: er hatte sich mit einem fchnell tödtenden Gifte, das er !n einer goldenen Kapfel in einem hohlen Zahne verborgen ge habt hatte, das Leben genommen. Nun die Lösung des Räthsels. Der mysteriöse Spanier war der Keller meister des Prof. Beauregard und vor Gericht machte er höchst sensationelle Enthüllungen. Dem Zeugen war es aufgefallen, daß der Professor sich vor einigev Zeiti einen Gefrierapparat in das Laboratorium hatte schaffen lassen und daß er nach einem jeden seiner exquisiten Diners von dort selbst daS Eis holte, um das den Gästen vor dem Kaffee servirte Creme de Menthe ei genhändig zu bereiten. 24 Stunden nach einem Diner war einer der Gäste eine Leiche. Der Spanier sammelte schließlich einige Reste von dem der dächtigen Eis, das . er während der Schlußverhandlung dem Staatsanwalt übergab. Letzterer ließ sofort daS Eis von einem Sachverständigen un tersuchen und Letzterer fand in demselben Unmassen von Cholerabacillen. Damit war das düstere Räthsel gelöst. ' Da der Professor sich dem Arme der strafenden Justiz durch Selbst, mord entzogen hat, werden die Motive zu den grauenhaften Thaten wohl für immer in Dunkel gehüllt bleiben. Allgemein nimmt man jedoch an, daß er aus wissenschaftlichen Gründen getödtet hat, um an lebenden Versuchsob jecten d unheimliche Thätigkeit der Cholerabacillen .zu erproben. Zur Vrmenpflege. EineS der schwierigsten Probleme, welche sich den "Verwaltungen der Großstädte darbieten, ist die Armenpflege. Es gibt sicherlich kein GemeinWesen, in welchem nicht die bittere Noth an zahlreiche Thüren klopft, und namentlich im Winter, wenn die Arbeitsgelegenheit geringer ist, alö im Som mer. ist dies der Fall. Andererseits fehlt es aber ich nicht an Müßiggängern, welche die öffentliche Wohlthä tigkeit mißbrauchen und im Vertrauen auf Unterstützung auf der Bärenhaut liegen. Gerade, diese. letztere Kategorie erschwert die Fürsoge für solche Armen, welche, des Beistandes wirklich bedürftig sind, lnae'mein. und es bat nicht an

zahlreichen Versuchen gefehlt, durch energische Maßregeln den obwaltenden Uebelständen ein Eide zu machen. Die Stadt Kolmar im Elsaß hat

neuerdings ihr Armenwesen in einer . W:ise umgestaltet, die sehr vi:l Beachtenswerthes darbietet, tote yal von einer Centralisirung der Armenpflege Abstand genommen und unter BeibeHaltung von virmenpsicgern oiz pciiuu liehe Armensorge eingeführt. Das Armenamt hat zunächst sämmtliche Unterstützungsgesuche entgegenzunehmen. den Unterstükunaswobnsik. die versicherungsrechtlichen Verhältnisse zu prüfen, und die Ursache der UnterstununaLbedürftiakeit festzustellen. Zur Bewältigung dieserArbeiten sind ein besoldeter Armenausseyer und ferner für die Krankenpflege bestellte Armensckwestern zur Veriuauna. Die Sitzungen dieses Armenamtes finden im Wmter zweimal, im Sommer emmal wöchentlich statt. Jn dieser Beratbunassikuna werden die einzelnen Armenfälle in zwei Kategorien eingetheilt: Jn solche, die vom Armenamle selbst oiine Mitwirkung ehrenamtlich thätiger Personen auf die Dauer behandelt werden können und solche, für welche die Ernennung eines ArmenPflegers erforderlich ist. Zur ersten Kateaorie zählt die Mehrzahl der Fälle dauernder und vollständiger Unterstützungsbedürstigkeit. deren Ursache unschwer zu erfahren sind und in denen bloß mit materieller unterttutzung geholfen werden kann. Zur zweiten Kateaorie gehören die unstreitig schwierigeren Fälle, in denen geringer Verdienst arbeitsfähiger Fammenvorstände. Arbeitsscheu. Trunksucht, große Kinderzahl, Mißwirtschaft u. s. w. die Armuth erzeugt haben. Für diese weniger zahlreichen, jedoch für die Armenpflege wichtigsten Fälle, in denen meistentheils das Wohl und Weye einer ganzen Familie in Frage kommt, werden nun Armenpsieger ernannt und zwar für jede einzelne Familie ein spezieller Armenpfleger. Seine erste Pflicht ist es. nun. durch Besuck und Nachfrage die Richtigkeit des Personalbogens ftstzustellen, eoen tuell dessen Richtigstellung zu veranlassen. Ferner hat er einen selbstst'ändiaen Berickt eimureicken. in welchem er dem Armenrathe seine Auffassung des Falles unterbreitet. Jn seiner nachsten Sitzung trifft der Armenrath dann seine Entscheidung. Der Armenpfleger hat das Recht, der Verathung beizuwohnen und seine Ansichten persönlich zu vertreten. Die Hauptaufgäbe des Armenpflegers ist und bleibt es aber, auch in der Folge die Familie öfters zu besuchen, ihr mit Rath und That beizustehen, auf die Beseitigung des einmal erkannten Armuthserzeugers mit allen Krästen hinzuwirken und alle im Interesse der Familie liegendm Vorschläge dem Armenrathe einzureichen. Ohne Zustimmung des ArmenpflegerS kann ihm nie mehr als eine Familie zugewiesen werden. Bis jetzt hat sich die Organisation gut bewährt. Vielen Armenpslegern ist es gelungen, sich das Vertrauen der ihrer Obhut anvertrauten Familien in dem Maße zu erwerben, daß sie in jeder Angelegenheit zu Rathe gezogen werden, und einige brachten es dahin.durch thatkräftige Bekämpfung des Armuthserzeugers, ihre Familie von fernerer Unterstützung unabhängig zu machen. Zur Zeit sind 130 Armenpflegern Famitten zugewiesen. Auch 17 Damen sind thätig und haben sich bisher als recht tüchtige Armenpslegerinnen bewährt. Nach dem Dafürhalten von Männern, welche auf dem Gebiete der Armenpflege reiche Erfahrungen erworben habe.würde sich das Kolmarer-Sy-stem für alle mittleren Städte, in denen der Centralleitung eine genügende Kenntniß der Persönlichkeiten möglich ist, ohne Weiteres eignen. Aber auch in größeren Städten könnte die Armenpflege in ähnlicher Weise organi ürt werden. Die Stadt müßte in etliche Kreise eingetheilt und für jeden Kreis ein Armenamt unter Leitung einer Kreiscommission eingerichtet wersen. Sibirische Verbannte. Eine der Folgen der großen Umwalzung, die die große sibirische Eisenbahn nach der Fertigstellung in den Verhält Nissen Sibiriens mit sich bringen muß. wird wahrscheinlich sein, daß das todte Haus-, wie Dostojewskij Siöirien genannt hat, aufhört, als Verbrcchercolonie zu dienen. Ein in dieser Richtung gehender Plan soll bereits vorliegen, und da es somit nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Sibirien ein Feld freier Cultur und seine Verbannungsperiode der Vergangenheit angehören wird, ist es nicht ohne Interesse, einen' Blick auf Sibiriens Geschichte als Verbannungsland zu wersen wozu das Material in einer vom russischen Schriftsteller Jadrintschew herausgegebenen Vrschllre vorliegt. Von 1807 bis 1831 sind insgesammt 624.000 Personen nach Sibirien verbannt worden, etwa 100.000 davon sind jedoch freiwillig Angehörigen gefolgt. Die Zahl der Verschickten ist im Laufe der Jahre stetig gewachsen, so betrug sie in den fünf Jahren 1807 bis 1811 10.175. von 1877 bis 1881 dagegen 86.336. Von den 210.000 Personen, die in den 13 Jahren 1867 bis 1879 nach Sibirien gebracht wurden, sind nicht weniger als 81,3 Procent auf administrativem- Wege, d. h. durch Verfügung der Regierung .oder einer Gouvernemjntsverwaltung ohne voraufgehende Verurtheilung nach Slbirien geschickt. Von den übrigen 43.2 Procent - wurden 13.3 Procent zur Zwangsarbeit, 20,1 Procent zur Jsolirung in gewissen Gebieten, 12.4 Procent zur Zwangscolonisation und 2,4 Procent zur Verbannung auf Lebenszeit verurtheilt. Von denjenigen.die den Verschickten freiwillig folgten, war der größte Theil Frauen. Die Reise der Verbannten geht von Moskau aus über Nischnei - Nowaorod, Kasan, Tomsk, Arschinsk undJrkutsk. Die Gefängnisse mUFen oft . das Doppelte

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von dem, was sie beherbergen können, aufnehmen,, und dadurch erklärt sich die große Sterblichkeit unter den Ge-1 fangenen. So starb in den Jahren 1869 bis 1875 in den Gefängnissen von Tjumen der fünfte Theil der Jn fassen, und das Gleiche war in Tomsk der Fall. 188081 erkrankten von den Deportirten während des Trans- : Ports 69.6 Procent und 10 Procent starben unterwegs. Der größte Th:il der Deportirten kommt nickt weiter als bis zum westlichen Sibirien. Die größte Anzahl hat das Gouvernement : Tobolsk mit 40 Procent. Jrkutsk hat ' 22 Procent, Jeniseisk 20 Procen! und Tomsk 14 Procent, wogegen Transbaikalien nur 2 Procent und Jakutsk 1 ! Procent hat. Da das weibliche Geschlecht nur ein: verhältnißmäßig klein: Zahl der Verbannten ausmacht, ist die Gelegenheit zum Heirathen unter den Verbannten in Sibirien selten. Im Allgemeinen lebt nur ein Driti?l in Familienverhältnissen. Jn Jeniseisk gab es 1873 44.4 Procent Mörder, 23.3 Procent Diebe. 15.6 Procent wegen Gewaltthätigkeiten Verschickte. 5.9 Procent Falschmünzer u. s. w.. 23.5 Procent waren Bauern. 15,5 Procent Kaufleute und Bürger, 3,3 Procent Soldaten und 1.2 Procent Adelige. Unter den zur Zeit in Sibirien lebenden Verbannten befindet sich eine Anzahl von Berühmtheiten". Da lebt zum Beispiel Jesse Helfmann, die bei der Ermordung des Zaren Alexander des Zweiten arg blosgestellte Nihilistin. Auf Betreiben der Kaiserin Maria Alexandrowna wurde sie begnadigt", weil sie ihrer Entbindung entgegensah. Nachdem, sie in der Peter-Paüls-Fe-stung einen Sohn zur Welt gebracht hatte, wurde sie nach Sibirien geschickt. In der Stadt, in welcher sie als Gefangene lebte, hatte sie mehrere Kinder von einem hohen Beamten, der ihr, als er starb, sein Vermögen hinterließ. Später verheirathete sie sich und wurde eine brave Bürgerin, die in der ganzen Stadt geehrt und geachtet wird. Auf Sachalin befindet sich die berühmte Soma, die den Beinamen Goldhändchen" führt. Sie hat eine unübersehbare Reihe von Betrügereien und anderen Verbrechen begangen. Jetzt tröstet und erfreut sie die reichen Kaufleute der Insel. Obwohl sie bereits 45 Jahre alt ist, gilt sie noch immer für eine schöne Frau. Auf der Straße trägt sie die übliche Gefangenenkleidunl?. sobald sie aber ihre Wohnung betritt, legt sie ihr Ballkleid" wie sie es zu nennen pflegt ab und erscheint in einem hocheleganten Gewände, das ihr von einer der hervorragendsten Pariser Schneiderinnen geliefert wurde und Tausende von Rubeln kosten soll. Eine andere Dame, eine berühmte Mondaine, die einst in Paris sehr be kannt war, Frau von Gulak, wird in nächster Zeit in Jrkutsk zum zweiten Male, vor Gericht erscheinen und jedenfalls noch einmal zum Tode verurtheilt werden, weil sie eine enalische Erzieherin, die bei einem russischen Kaufmann eine Anstellung hatte, ermordet und in einen in der Nähe der Stadt befindlichen Sumpf geworfen hat. Die Gulak wollte sich die Papiere der Engländerin aneignen, um aus Sibirien fliehen und nach Paris zurückkehren zu können, wo sie in der vornehmen Gesellschaft einst sehr geglänzt hatte und wo sie noch heute mächtige Beschützer hat. die für Rußland und die Russinnen schwärmten. Der hochberühmte Baron Lansberg, einstmals einer der schneidigsten kaiserlich, russischen Gardehusarenofficiere, der zu zehn Jahren Zwangsarbeit und zur Verbannung nach Sibirien vcrurtheilt wurde, weil er einen seiner besten Freunde und die Kammerjungser seiner Frau erschossen hatte, befindet sich jetzt in der Hauptstadt der Verbrechercolonie. -Die zehn Jlhre sind jüngst zu Ende gegangen; sie waren für den Herrn Varon nicht sehr hart, da er bald nach seiner Ankunft in Sibirien zum Chef einer Gefangenen rotte ernannt wurde, die die Landstra ßen zu überwachen und Straßenräuber und anderes Gesinde! von denselben fernzuhalten hatte. Jetzt ist der Varon Vertreter einiger großen HandelsHäuser und lebt herrlich und in Freuden; er besitzt einen prachtvollen Palast, eine große Dienerschaft, Reitpferde und einen Landauer, der den Neid des Gouverneurs erregt. Als er seine Strafe verbüßt hatte, wollte er seine Rückkehr zur Freiheit durch ein herrliches Festmahl feiern und lud alle hohen Beamten der Stadt ein; zufällig" war es aber Allen, vom Ersten bis zum Letzten, unmöglich, die Einladung anzunehmen. Nachdem er vollständig rehabilitirt und wieder der Löwe des Tages geworden war. lud Lansberg, der sich den ihm angethanen Schimpf wohl gemerkt hatte, die Beamten noch einmal zu einem Gastmahl ein. und diesmal nahmen die Herren freudik an. Als sie sich aber einfanden und sich zu Tische setzen ivollten, erschien plötzlich bei Kammerdiener des Herrn Varons und meldete den hungrigen Gästen, daß sein verehrter Herr bzereist war. BomJnlande. Amerika impor'tirt auö China jährlich fünfundvierzig Millio nen Pfund Thee und aus Japan vier zig Millionen Pfund Thee. . AJÜdisaJüd.juhrOnna, ob er soll sam geboren in Neijork oder in Russia, und a Rabbiner muß blaiben a Rabbiner, ob er soll dawnen hier oder in Poland.- So philosophlrte Jakob P. Adler, der Besitzer des Hebrew Theater" in der New Yorker Bowery, vor Richter McAdam in der Supreme Court. Es handelte sich um die Frage, ob die Geschäftsführer des Thalia-Theaters Levey & Heine auch fernerhin verhindert werden sollen.das Sensations - Drama The Jewish Priest", dessen alleiniges Aufführungsrecht Adler, erworben haben mill, unter dem veränderten Titel The Po lish Jewifh Priest" aufzuführen. Nach längeren Beweisführungen der beiderseitigen Anwälte, stimmte der Richter den Eingangs erwähnten Ausführungen des Herrn Adler bei und erließ einen- permanenten Einhaltsbefehl. ry . c r. t m f . J.

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lia-Tbeaters auf dieses Sensation Drama verzichten müssen. FrauMaryE. Vanderbilt, die geschiedene Frau von Jacob H. Vanderbilt, auf Staten Island bei New Jork, einem Verwandten der bekannkn Vanderbiltschen Millionärsfamilie. wird zur Vermehrung des Vanderbiltschen Familienskandals noch dadurch beitragen, daß sie dieser Tage bei dr New Sorker Supreme Court die Bestrafung ihres früheren Mannes wegen Mißachtung des Gerichts beantragen wird. Jacob oder Jake Van derbilt, wie er im Volksmunde genannt wird, heirathete die Klägerin 1886 und, zwar b:ioerseitig unter Angäbe falscher Namen, weil Vanderbilt befürchtete, daß sein Vater, wenn er von der Verheiratung- erführe, ihn enterben würde. Als der Alte dessenungeachtet davon erfuhr, erklärte er, seine -Drohung ausführen zu wollen, wenn sein Sohn die Frau nicht verstoße. Der junge Mann versuchte seine Frau auf jede Weise, selbst mit JeldVersprechungen, los zu werden; aber sie ging auf seine Absichten so lange nicht, ein, bis sie selbst genöthigt war, gegen ihren Mann wegen Versagung des Unterhalts und böslicher Verlassung auf Scheidung zu klagen. Richter Barrett sprach ihr in dem Processe einen monatlichen, Unterhalt von $1(X) und $5i)0 Advokatengebühren zu. gestattete ihr auch, eine Erhöhung der Alimente zu beantragen. Sie behauptet jetzt, daß ihr Mann von seinem Vater Geld geerbt habe, außerdem aus dem Nachlasse des verstorbenen Commodore Vanderbilt Einkünfte beziehe und verlangt in Erwägung dieser Thatsachen eine Erhöhung der Unterhaltsgelder. Auch behauptet sie, daß der Verklagte die ihr von Richter Varrett festgesetzten monatlichen Unterhaltsgelder nicht bezahlt habe und beantragt deshalb seine Bestrafung. ' Unsere Leser werden sich vermuthlich noch des Draytcn-Astor-schen Eheskandals erinnern, der vor kaum zwei Jahren von der amerikanischen Gesellschaftswelt und den Zeis tungen in allen Theilen des Landes lebhaft besprochen wurde. I. Coleman Drayton, ein ernster, den Wissen schaften huldigender junger Mann, der Zwar eine lange Ahnenreihe, aber kein nennenswerthes Vermögen besaß, verheirathete sich im Jahre 1879 in New Fork mit der jugendlichen, schönen und lebhaften Tochter des vierzig- oder fünfzigfachen Millionärs William Astor. Die schöne Charlotte Augusta stand zu ihrem schweigsamen, stille. Zurllckgezogenheit bei seinen Büchern lie-

benden Gatten im vollsten Gegensatze. Lebhaft, gewandt, geistvoll, für Geselligke'lt durchaus eingenommen, fühlte sie sich bald an der Seite ihres Gatten vereinsamt und suchte im Geräusche der großen Weltstädte und auf Reisen Zerstreuung. Nachdem sie bereits meh rere Kinder geboren hatte, wurde sie im Jahre 1890 mit Hallet Alsop Bor rowe. einem jungen Manne aus guter Familie, mit etwas Vermögen und gu ter gesellschaftlicher Stellung. imUebri gen aber einem gesellschaftlichen Tagediebe bekannt. Zwischen Beiden entwickelte sich ein intimes Verhältniß, das schließlich in den' ersten neun Monaten einen ehebrecherischen Umgang zur Folge hatte, der sogar von Borrowe mit großmäuliger Schamlosigkeit vor dem Publikum offen aufgedeckt wurde. Auf Grund dieser Thatsache yal drayton schon im Juni d. h. eine Scheidungsklage gegi seine Frau und gegen Borrowe alsMitverklagten angestrengt, welche indessen erst jetzt bekannt geworden ist. Die Verklagten haben die Klage noch nicht beantwortet. Frau Drayton wurde wegen ihres skandalösen Betragens von ihrem inzwischen verstorbenen Vater Wilhelm Waldorf Astor enterbt. Eine Fahrt voll Gefahr und Schrecken hat ein zu Minneapolis. Minn., angelangter Mann, Kirby Barnum, gemacht, der eine Farm an der westlichen Grenze des Great Red Lake, im nördlichen Theil des Staates. nahe der Jndianer-Reservation, eignet. Durch die großen Waldbrände vertrieben, legte er den 120 Meilen langen Weg auf einem . kleinen Passagierdampfer auf dem Thief River sozusagen zwischen zwei Mauern von Feuer, die längs der beiden Ufer wlltheten, zurück. Der Dampfer schwebte wiederholt in größter Gefahr, inBrand zu gerathen, in welchem Falle alle Passagiere umgekommen sein würden, da sie überall von ungeheuren Waldbränden eingeschlossen waren. Das Fahrzeug machte alle drei bis vier Meilen Halt, die Passagiere stiegen aus und stellten sich an den Sandbänken in's Wasser, um etwas Kühlung und Schutz vor der Hitze zu finden. Das Wasser des Stromes war durch die ahe befindlichen Feuer derart eroärmt, daß die Fische zu Grunde gingen und massenhaft todt auf dem Strome umhertrieben. Die Thiere des Waldes, Bären, Hirsche u. f. w. suchten in wilder Flucht Sicherheit vor den rasch vordringenden Flammen. Indianer in großer Zahl eilten, von panischem Schrecken ergriffen, strömabwärts, so rasch ihre kleinen Fahrzeuge sie tragen konnten; viele davon sind auf der Flucht' umgekommen. Das Feuer hatte den Thief River übersprungen und in einer Gegend hatte die Waldbrandstätte eine Breite von 60 Meilen. Wie Barnum behauptet, wären die Waldbrände dadurch ent standen, daß ein Mann ein Heufeld, das er gern von der Bundesregierung erworben hätte, aber nicht erkielt, durch zwei Taglöhner in Brand stecken ließ. Die lammen verbreiteten sich nach de Wäldern und machen noch immer Fortschritte. Die Leute, welche d?s Feld in Brand, gesteckt hätten, ergriffen die Flucht, da sie in Gefahr waren, gelyncht zu werden. ,, . . DaS beste Brot in Stadt und Gau, Daö findet man bei Bernhardt Thau, Auch Pumpernickel, Sträußelkuchen Braucht Ihr nur bei ihm zu suchen. Am östlichen Marktstand 123 und 124 oder HoSbrook Str. No. 81. .

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Vom AuSlarwe. Der frühere Reichstags, abgeordnete v. Münch hatte einenSchäfer von Wiesenstetten wegen unbefugten Weidens angezeigt, erschien aber in zwei Terminen vor dem Schössengericht nicht und mußte schließlich durch den Stationscommandanten vorgeführt werden. Frhr. v. Münch wurde wegen des Ausbleibens zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. I n Leipzig - Lindnau erschoß der 25jährige Handlungsgehilfa Heinrich Oskar Neitzel aus Zschoppau vermuthlich wegen Kündigung seiner Stelle dem Director der Leipziger Vaumwollspinnerei, dem' 46jährigen Karl Gustav Peger, aus einem Revolver eine Kugel in die Brust und dann eine weitere Kugel sich selbst in den Kopf. Der Mörder ist wenige Stunden darauf, das bedauernswerthe Opfer seiner Rachsucht in der folgen,den Nacht gestorben. Ein Bauer Namens Figini aus Billalvernia in Italien fuhr eine Laduna Mais in Säcken aum Verkauf nach einem benachbarten Orte. Als er sein Geschäft gemacht hatte, kehlte er mit dem Erlös und den leeren Säcken auf der Landstraße TortonaCassano nach seinem Wohnort zurück. Abends hörten die Söhne Figinis den Karren in den Hof einfahren und anhalten. Als der Vater aber nicht im Hause erschien, gingen sie im Dunkeln auf den Hof und fanden ihn auf dem uyrwerk liegend, mit Sacken bedeckt. Sie glaubten ihn schlafend, riefen ihn an und rüttelten ihn, aber keine Antwort erfolgte; der Vater war todt und sein Körver von Messersticken durckbohrt. Unbekannte Verbrecher hatten nzn unterwegs umgebracht und ferner Baarschaft beraubt: das treu Pferd. das den Weg genau kannte, hatte die blutige Leiche seines Herrn nach Hause gefahren. In Sassendorf, Westfalen, amtirte bis vor Kurzem der Pfarrer Bllke, der mit mehreren Ein gesessenen in Unfrieden lebte, woraus unliebsame Processe entstanden. Das Consistorium versekte ibn in Rube stand. Zu den Gegnern des Pastorö gehörte auch der Ehrenamtmann FreiHerr v. Bockum-Dolffs in Sassendorf. Jn einer Eingabe an das Landrathsamt hatte Bilke den Ehrenamtmann wegen verschiedener Vorkommnisse an i r . v l. p . aezeiar. idn aurn Dts ;iai?mttoes zichtiat. Darauf liefe Serr von Vo ckum Dolffs den Pastor auf gezogene Pistolen mit zehn Schritt Abstand, Avanciren nach jedem Schuß,-bis. zur Kampfunfähigkeit des einen, fordern Der Geistliche lehnte d'e Forderung ab. Geaen den 5?reiberrn v. Bockum-DJlfss wurde Anklage w:g:n Herausforderung zum Aweikamvf ernoben irnd die Strafkammer in Dortmund verurtheil le ihn zu drei Tagen Festungshaft. Ei n in der Kaulbach strafte in Düsseldorf wobnender Sckrei ner und feine Frau gingen nach der Neuner rniun, nahmen ihren 14 Safire alten Sohn iedock nickt mit. Dieser sagte, er werde sich schon rächen was er auch that, denn er ging zur Cnminalpolnei, und machte eine Aneiae. Die Folge war, daß seine Eltern, als tte Abends spat von , Neun zuruckkehr ten, aZ:ich verhaftet wurden. Die Durchsuchung ihr Wohnung förderte eine unglaubliche Menge gestohlener Gold- und Silbersachen zu Tage, die von Einbrüchen herrühren. DerNihilismusim rufsischen Officierscorps ist noch nicht erloschen, 'das beweist eine dieser. Tage erfolgte und bestätigte Verurtheilung eines Stabscapitäns Saizew, 'ehemals vom 92. Infanterie - Regiment, durch das Kriegsgericht in Bjelosersk. Der genannte Officier wurde wegen Theilnähme an Umsturzbestrebungen aus dem 'Militärstande ausgestoßen, aller Rechte für verlustig erklärt und zu 15 Jahren Bergwerksarbeit in Sibirien verurtheilt. Der türkisch e Suitan ha: von feinem Interesse für Amerika einen neuen Beweis abgelegt. Die Berichte über das von den Waldbränden in Wisconsin und Minnesota angerichtete Unglück haben ihn so tief bewegt, daß er für die Nothleidenden dreihundert türkische Pfund (das Pfund gleich $4.66), zusammen nahezu $L400 bei gesteuert hat. ti , Nudh'S Pile Supposltorn wird garantirt für die Heilung don Hämorrhoiden und Verstopfung, oder das Geld wird zurückgegeben. 50 CtS. die Bor. Scbicke Zwei Vostmarken für Zirkulare und Probe an Martin Nudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu derraufen' m allen guten Apotheken. W?rd Broö., A. Kiefer ö: Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, Indianapolis, 3nd. Zermalmten und ganzen C 0 i c zu haben bei der

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Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. . 1-2-1 Feuer aus und Schlauch aufgenziFerZ 8 Schläge, weniger Wasserdruck. 3-3 mehr Wasserdruck. 12 Schläge, 12 Uhr Mittag. . kS" Die ersten 12 Signale erden ol siändia ausaeicklaaen. hei fnrmSM werden die Hundert., Zehner und Cizz Ziffern getrennt gegeben. Brill's Dampf Färberei. ltadlirt1871.) errenkleider aercintat. arffirfc vn r.tat44 ramevkleider gereinigt und gefärbt ohne btesel be u terti evne. ikrnvs fr-4n. Portieren gereinigt. Slscee Haniscknie erei vier, paaren werden abgebolt nni tbacllcfcrt. 36 h 38 Massachusetts Avenue. Zweiggeschäft: N.JI!inoiO eU. The Twcnticth Century, $n rtii&rtiifmt 9T? s..4M . .mvm .v IVUHVfct 1 fcstrin immtttisA hsrnrft

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