Indiana Tribüne, Volume 18, Number 5, Indianapolis, Marion County, 23 September 1894 — Page 5

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bringt ihren Freunden nach der erfolgreichen Fair-Woche, wieder ihre unübertrefflichen Produkte als Schmidt's Bndweiser und Wiener, Lieber's Spezial Bretv nnd Pilsener und Maus' Topaz und Lager

iu Erinuerung. Es giebt zu jeder Zeit sein reineres, gesünderes nnd schmackhafteres Prodnkt als die Biere der

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Schnell? (?enefi?ng tf im (?e brznch teil ZLZznn 5'0sf's Malzkstrakt.

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Sonntags-Planderei.

Daß die liebenswürdigen Anhangerinnen der W. C. T. U. (waS Women's Christian Temperance Union heißt) mit ihrem feindseligen Austreten gegen die Ausstellung der Indianapolis Brewing Co. so gründ-

Kranke wtt. sollten stets die beste Vcr-, lick reinaefallen sind, bat mir reckt diel

pflegnng haben Nie sollten sie wemgn epa$ gemacht, und mich recht lebhast anqez:rcnqt werden, als zur Reit der Skie . , . dergeuesung, der Zeit der 3ke!onvaleccnz. stn leine kurzliche Einsperrung enn-

Dann bedürfen sie Stärke. Die kommt nerr. Wle cice ncy zu einer riesigen

ihnen durch die Nahrung, welche sie gc- Reklame für die Populisten gestaltete, nietzin, wenn sie gut verdaut wird Man f wurde natürlich auch die blinde Verachte darauf, ob einem Patienten die Nah- e. a . . , . rungsmittel auch gut bekommen. Daöheißt, folgungöwuth der Temperenzfrauen zu

ob er sie gut verdaut. Der ächte Malz, ner erwmepaure sur oie Brauerei.

Alle Welt war neuglerlg geworden.

Verdauung; dabei ist er wohlschmcckcl'ö. mNt, d Md,l a d,m

Das ist der Grund, weehalb von den Aerz r . OT . Ä tcn Johann Hoff'ö Malzertrakt so blrge sehen, deren Anzug das ungehäufig verordnet wird. Er stärkt und heuer sittliche Gefühl und wie sagt stimulirt das System, ohne es zu reizen, doch mein freund Boppe ? ' den

Er ist ein sehr erfrischendes Getränk. Man sittlicken l7rnsckt btr ! kmv,ttn,lerin-

uehme nur den ächten. H , , ... . . , 0Tr,vMt,rt

Illl.il Vfciill KJUUlf UttV MIIHHIH) wurde natürlick rieffa. besonder als

zug oyann Hoff" aus der Et.kette am , , J rx k n u v Halse der Flasch trägt. auch noch em vierschrötiger Hellebardier

Eisuer ck Vl'endeison Co.,Aaeuteu. 12 unv die Aufmerksamkeit auf slck und die

154 FranMn Zt., Vtoo ?)orf. ki.,',.

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Offene Bolkssvracke '

fu?nbfleÄr auf denen vor dem Besuch jenes ent-

?nkk'a?M schlichen, moralwidrigen EkhibitS ge!uv;n" KranZh'tt! warnt wurde, aber man kennt ja die

Pr vat . i'ettüre für ft,Mirft, hnn hrrn Sündenfall und

ujfanner nn5 jjiautn, '

MN!rW dem Apselbiß. Wenn dem ersten Mckzriu?Mde Menschenpaare nicht der Apfelbiß derse?t!n"m?tA'i? boten worden wäre, wer weiß, ob ihnen

jemals an dem Apfel etwas gelegen

von hören, werden sie sich vielleicht drei Mal bekreuzigen, aber das schadet nichts. Meinetwegen können sie eS sechs Mal thun. AIS nämlich der Einhaltsbefehl von dem Richter erlassen war, verlangten sie trohdem die Entfernung deS EzhibttS und erboten sich sogar, eS selber zu entfernen. So weit ging nun freilich die Courage deö LandwirthschaftSratheS nicht. Vor einem solchen Vorschlage erbebten sie

noch starker, wie zuerst, und mich dünkt.

daß sie sich riesig darüber freuten, daß das Gericht sie überhaupt auS dem Di-

emma erlöst hatte. Wie schrecklich wäre eS gewesen,

wenn die ehrwürdigen, biederen Herren vom Landwirthschastsrath sich von den

Frauen in den Strudel deö AnarchiSmuS hätten hineinziehen lassen.

Die Folgen wären unabsehbar ge-

Wesen, schon deS moralischen oder unmoralischen Beispiels halber. So aber ist glücklicher Weise noch alles

zum Guten abgelaufen.

Der Plauderer. Der Vkagcn von Paris.

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l'oübeÄK"8. daß es sich bei der Geschichte wirklich

Vr7: UM weiter Nichts, als um einen Apfel

,rei vTabt na, handelte.

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Deutschland übliSeS ländliches Kostüm

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i. i?mrr : trug, das zum Theil aus einem Rocke

2. Gute Verdauung ! bestand, der so kurz war, daß man die

3. Gute Gesundheit ! Farbe der Strümpfe erkennen konnte,

4. Gutes Temperament und daß diese Farbe gar noch roth war,

daS ist allerdings unverzeihlich, dabei

muß die Moral zu Grunde gehen

Morgen soll nun über den Einhalts

befehl im Gerichte verhandelt werden.

Da aber die Fair vorbei ist, wird wohl schwerlich irgend Jemand weiter etwas an dm aericktlicken Nerkabren aelkaen

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lächerlich, kindisch, aber eS ist einmal

No. 35 Ost Mailand Straße, ihr Standpunkt, und eine Bieraus

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mußte die Frauen dem Eespötte der

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w vinuiiytn inyn'ni. ZUk ktNNerUNg I Wer VaiUS) gemacht hat, daS

sind die Herren der Schöpfung, die

Meinen freunden und dem Publikum bin Ritter von der trauriaen Gestalt, welcke

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um zur Anzeige. I,,., nicht den Muth besaßen, dem Verlan

Lcke Clzio und Noble Straße, gen der Frauen Opposition zu machen, übernommm habe, und n:ich bemühen werde und sich dazu hergaben, die Forderung . . . , .,,, s c m n rr Off

lttkieue zu nnem aTigsnuii v-;uwvuf an clc Zvrauerer zu neuen, eine US

stellung zu entfernen, nachdem dieselbe

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gesichert, wenn man

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der Deutschen zu gestalten.

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Zu zahireichem Lesuchc liZti i SetUieb Qk!M,t.

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mit großen Kosten an dem angewiese

nen Platze untergebracht war. Ich

meine damit die Herren vom Land

wirthschastörath und die Herren vom

na, lassen wirS beim Landwirthschafts rath.

Bei der Geschichte kam mir außer-

dem der Gedanke, daß die Temperen;

lerinnen ganz vorzügliche Lehrerinnen

deS Anarchismus sind. Wenn sie da

Unerschöpflich ist das Thema, wel

chem Zola eines seiner gländzendsten Capitel gewidmet hat. Welche neue

Seiten man dem Gegenstade aber noch abgewinnen und zu welchen überra'

chenden Schlunsolqerungenman getan

gen kann, das beweist Herr Lamou

rour, welcher, mit der Abfaung der Jahresberichte über die Operationen

der Pariser Märkte und Markthallen tit n r t . i. r V !X1

oeiraui sc ucapone irno man blos eine Reihe gewissenhaftester stati. stischer Zusammenstellungen, sondern zugleich eine wahrhaft literarische Ar

delt, welche m hlstorlscher wle kuttur geschichtlicher Beziehung viel des Interessanten bietet und künftigen (Lejchichtschreibern als ein Dokument über Paris sicherlich äußerst werthvoll sein wird. Der uns vorliegende Bericht

enthält emen historischen Abnv der

(Zigenthumsrechte der Stadt PanS über

die Hallen und Märkte und wir ersah

ren bei diesem Anlasse das merkwürdige Tetail, daß in denselben seinerzeit mitunter Personen von hohem Stande es nicht verschmähten, des Gewinnes wegen seltsame Aemter auszuüben. So war z. B. der Ritter von Champagne der Kehrmeistcr der Weizenhalle; ihm

folgte aus diesem Posten em Ritter oe

la Ealaziere.

Uns interesnrt jedoch das Rlesenbus

fet, an welchem Paris seinen Hunger stillt und seine Appetite befriedigt, vor

nehmlich vom Standpunkte der Appro

vistomrung, und in dieser Beziehung stellt Herr Lamouroux einige höchst be merkungswerthe Betrachtungen über

Ernährung und Nahrungsmittel an. ßr sagt; Die Existenzbedingungen sind nicht die einzigen, welche auf die Con sumirung Und infolge dessen auf die Zufuhr der Lebensmittel . einen Einsluß Üben. In einer großen Stadt wie Paris kann die Nahrung bis ins Unendliche variiren und das eine Lebens Mittel kann von einem anderen, welches auf dem Markte seltener geworden ist, substituirt werden. - So ist es mit dem geschlachteten Fleisch ' geworden, daö aus dem Auslande kam. ' Man muß ferner noch in Betracht ziehen die Zusammensekung der Bevbl.

keruna. ihre Gewohnheiten,- die je nach

Abstammung. Erziehung und selbst der

Mode nach nch ändern, denn e yerr cht

auch in Bezug auf Nahrungsmittel die

Mode. Man mutz serner Mit almo sphärischen und -klimatischen Verhält

nisien rechnen, die der Produktion, dem

Transporte oder der Eonservirung der Lebensmittel günstig ?oder ' ungünstig

sind.

Vom Standpunktes der Zusammen

tedung der Bevölkerung bietet ilartf

eine deiondere Physiognomie. Es ist sozusagen eine Stadt erwachsener Leute. Die Provinz und das Ausland entsen den alljährlich eine Menge von Ansiedlern, von denen die einen reich, die anderen arm- sind, und das ist die große Majorität, Andere wieder mit ihren ffamilien, die hierherkommen, um die Zerstreuung zu genießen, welche die große Stadt darbietet. Man zählt nicht weniger als 230.000 Fremde, welche gegenwärtig in Paris und im SeineDepartement ihr Tomicil haben. Ta gegen werden viele Pariser Kinder in

den Departements erzogen, wohin sich auch zahlreiche Greise zurückziehen.

Zeitweise ändert die wohlhabende

Bevölkerung ihren Wohnaufenthalt, sei

es, um ein milderes Klima aufzusuchen.

oder um, zumeist eingebildeten, polih schen Gefahren zu entgehen. Aus diesen Ursachen, von denen die einen periobischer, die anderen zufälliger Natur sind, resultiren im Hinblick auf die allgemeine Eonsumirung Modifikationen, welche vorauszusehen ost sehr schwierig ist.

Ebenso verhält es sich mit Aenderun-

gen, die sich in den Gewohnheiten voll ziehen: Die Fastenvorschriften bei spielsweise werden weniger genau beodachtet als ehemals, was eine HerabMinderung der Fischquantitäten nach

ttch zieht u. s. w. Manchmal entstehen die Variationen infolge neuer geschäftlicher Einführun-

gen, wie zum Beispiele jene, die sich

aus der Verallgemeinerung des Mar garins heraus entwickelt, welches dazu dient, mit Buttcrsorten vermengt zu

werden, wie man Weine mit Weinbee ren versetzt; der Vorwand ist immer, daß der Pariser, welchen man doch als

so leichtfertig gezeichnet, Gewicht darauf legt, in Trank und Speise stets denselden Geschmack zu finden. Nun, Jedermann weiß' daß der Geschmack der Butter je nach Saison, Bodenverhältnissen,

RacederMilchkühe u. s.w. wechselt gleich wie der Wein je nach den Inneren und man corrigirt die Natur.

Die Menge der Zufuhren und folglich die dem Käufer durch den billigen Preis gebotene Auswahl sind gleichfalls oft durch atmosphärische Verhältnisse bestimmt. ' Dürre und FutterMangel, welchen dieselbe nach sich zieht, haben beispielsweise die Züchter gezwun gen,' ' unsere Märkte mit einer Menae von Schlachtvieh zu beschicken, welche man um jeden Preis loszuschlagen suchte. Das Wetter hat gleichfalls einen be trüchtlichen ' Einfluß auf die Resultate der Fischerei, indem mitunter große Zufuhren von mehr als 150,000 Kilo gramm von Fischen an dem einen Tage Nothwendig werden, während an dem folgenden Tage die Approvisionirung sich um die Hälfte reducirt' Wach diesen lehrreichen Beobachtungen über die Alimcntirungsvcrhaltnisse einer großen Stadt wird man nicht ohne Interesse eine Reihe statistischer Ziffern verfolgen. Paris wird mittels vcrschie dener "Märkte verproviantirt. von denen neun Engrosmärkte sich unter den immenscn Bogen der berühmten Eentralhallen befinden. Außer diesen HallenMärkten zählt' die Stadt in voller Prosperität befindliche Blumenmärkte, 2 Vogelmärkte, einen Markt für alte Wüsche, schließlich 2 Jahrmärkte für Schinken und Lebkuchen. Ueberdies gibt es '20 Nahrungsmittelmärkte, deren Eoncessionen an Privatpersonen vergeben sind; diese (svncessionen fallen indessen sämmtlich,. bis aus eine einzige, im Jahre 1917 wieder an die Stadt zurück. Tie ,,Con,pacrm generale des Marches" verfügt über 12 Märkte, Unter denen sich jener des Temple be findet. Als seltsame Thatsache ist zu erwähnen, daß für drei Märkte gar keine Pachtsumme entrichtet zu werden braucht, und daß das Unterrichtsmini 'tcrium man wcift nicht wieso? '.'cndcrin ein-i? der Pariser Märkte ist. t ehren wir nach dieser Abschweifung u den Eentralallen zurück. Will man

Die Revenuen dieses Riesenctablissements kennend Die jährlichen Ausgaden betragen durchschnittlich 1,523,700 Franks, die Bruttoeinnahmen 3,780,577 Franks, was somit einem Nettoertrügniß von 1,554,817 Franks und im Hinblick auf die Herstellungskosten einer drciprozentigcn Verzinsung gleichkommt. Trotz der 30,000 Quadratmeter, welche die Ecntralhallcn umfasien. erweisen sich dieselben als noch zu klein uud Herr Lamourour ergreift fi ihre Vergrößerung das Wort. Die Käukersrequenz und Waarenbewegung ist schwer abzuschätzen. Achthundert Gemeinden der Umgebung lagern bier zum Verkaufe ihre Produkte ab, wie denn auch Waaren aus allen Gegenden der Welt kommen. England, Holland. Belgien, die Schweiz und Eanada senden Fische hieher. Oesterreich und Teutschland Wiloprct. Italien Wachteln, Eier, Tauben, Hühner, Spanien Früchte und Gemüse, Rußland Auer Hühner, Tunis Rebhühner, Algier junge Gemüse.

Folgende Ziffern geben über die in die Hallen eingeführten Quantitäten verschiedener Eonsumuiittcl Aufschlüsse, und zwar: Fleisch 43 Millionen Kilo gramm, Geflügel und Wildpret 23

Millionen, Früchte 12 Millionuen, Fl-

sche 25 Millionen, Butterjorten 11

Millionen. Eier lo Millionen und Käse 7 Millionen Kilogramm.

Es wurden überdies 33 Millionen Austern verkauft. Ter Jahresbericht

konstatirt, daß die neuen Zolltarife die Zufuhr des Wildprets nicht beeinflußten. Die neue Convention mit Spa

nien lasse anderseits eine beträchtlichere

Zufuhr in Früchten, namentlich in Weintrauben und Orangen und hie

durch eine Hebung dieses Marktes er warten. Was die Zufuhr von Vegetanen betrifft, ist es kaum möglich, auch nur annäherungsweise Ziffern zu geben. Man kann nur so viel sagen, daß in den Hallen 2000 Gcmüsewagen, deren Ladungen oft die Höhe eines Stockwerkes erreichen, ausgeleert werden. Man muß zugestehen, daß das Iahresmenu eines Parisers ein höchst respektablcs ist. Leute, welche am Ma gen oder an der Börse kranken, werden allerdings die pro Kopf statuirten Durchschnittsziffern wehmuthsvoll' als eine grausame Ironie betrachten dürsen. Eluktuationen bestehen indessen nicht nur in individueller, sondern auch in allgemeiner Beziehung. 1837 wurde freilich noch mehr gegessen; die in die sem Jahre verzehrten Quantitäten überbieten sogar die völlcrische Ueppig keit deö Kaiserreichs. ES war offenbar ein gutes- Jahr. Wie abgrundtief sind dagegen die erwähnten Approvisio nirungsziffern von jenen des schrecklichen Jahres unterschieden, in welchem Paris sich von Ratten nährte Hoffentlich wird das Weltenheil der einst einen Grad der Vervollkommnung erreichen, um die Hoffnung zu gestatten, daß die Völker keinen Krieg ' und die Menschen keinen Hunger kennen werden, daß Niemand blos im Durchchnitte" eine platonische Sättigung, ondem der Geringste mit compactester Lreifbarkeit vielmehr fein tägliches Brot und ein saftiges Stück Fleisch am Teller und, nach des französischen Kö nigs menschenfreundlichem Wunsche, am Sonntage obendrein sein Huhn im Topfe vorfinden wird.

Eidgenössisches Schwing und 'AelPler.Feft.

Zürich, 27. August. Juhu!" jauchzt es über den weiten, grünen Plan, schallt zurück vom nahen Uetliberg, und findet seinen Widerhall in der tausendköpfigen Menge, welche unter den Bäumen, die den Platz umstehen, auf und abwogt. Ein eidgenössisches Aelplerfest! Aus allen Kan tonen kamen sie herbeigeeilt die brau.

nen, trotzigen Gesellen, die Söhne der Alpen: die Einen im bunten Kostüm, das immer seltener wird, gelbe LederHose, weiße Strümpfe, rothe Jacke und das charakteristische Lederkäppi auf dem Haupte, die Anderen, die eigentlichen nennen und Schwinger imWerkcltags kleid ohne jeden Putz', die kurze Pfeife im Munde. Und nun beginnen die Spiele, eigentlich weniger Spiele als eine ernste, angestrengte Arbeit, doppelt anstrengend unter den glühenden Strah-len-der Sonne, die erbarmungslos herabbrennen. Da steht der Fahnenschwinge? aus Unterwalden: nach den Klängen der Musik läßt er die rothe Bannerseide bestimmte, in Jahrhunderte langer Uebung ausgebildete und festge setzte Bewegungen beschreiben. Die Kunst besteht dabei darin, daß das Fahnentuch immer ausgebreitet flattern muß und doch nie den Erdboden berühren darf. Jetzt wirft er die Fahne hoch in die Luft, daß sie sich zweimal um sich selbst dreht, fängt sie geschickt wieder auf und schließt unter tosendem Beifall der Menge, selbst so ernsthaft bleibend und mit keiner Miene ' zuckend, als schritte er an der Spitze einer Wallfahrerprozession. Etwas entfernter produ ziren sich die Alphornbläser, sonst der Schrecken aller über die große Scheidegg pilgernden Wanderer; hier kann man die elegischen Töne des sonderbaren In struments bis zum Ueberdruß genießen, ohne ein Fränkli extra opfern zu müssen. Auch um den Ehrenpreis im Jodeln wurde gekämpft und man be kam dabei einzelne fehr schöne, glockenreine Stimmen zu hören.' Das Hauptintereffe konzentrirte sich auf die eigentlichen Spiele" der Aelp ler: das Hurnussen" und das Schwingen", welche der Städter. auch wenn er regelmäßig die Alpen be sucht, wur höchst selten zu sehen bekommt. Das Hurnuffen" ist ein sehr eigenthümliches Spiel, das große Ge wandtheit und scharfen Blick erfordert, und dessen Heimath weniger in den Hochalpen als vielmehr in den weiten, mattenreichen Thälern des Vorlandes zu suchen ist. Tort, im Emmcnthal und im Entlebuch. in den reichen und großen Ortschaften bilden sich eigene Hurrußgesellschaften zur Pflege des Spieles. Tiefe traten auch hier geschlössen aus und spielten gegen einander. Zwei Parteien stehen sich dabei gegenübe?, gepennt durch d'e ganze, etwa 500 Bieter betragende Länge des Feldes; die erste hat. den Hurnuß" (Hornuß, Horniß) zu schleudern, die andere ihn am Weiterfliegen zu hindern und zur Erde zu bringen. Der Hurnuß", ein runder Kieselstein von der Größe eines Fünffrankcnstückes, liegt auf einem etwa einen halben Meter hohen Bock, der Schläger tritt mit dem Schlagholze, einer 2 Meter langen, eschenen Keule, vor und schlägt mit nie versagender Geschicklichkcit den Hurnuß" hinaus, welcher so getroffen wer den muß, daß er in möglichst gerader Linie möglichst hoch die Luft durchsaust. Tie Gegenpartei sucht nun zu verhindern. daß der Hurnuß" das Ziel erreicht; zu diesem Ende ist jeder Spieker mit der Hurnußschindel", einem Hrette von Meter im Geviert 'und mit einem Griffe bewaffnet. Pfeilschnell schießt jetzt der Hurnuß" durch die Luft, so daß ein ungeübtes Auge ihn kaum wahrnehmen kann; aber die Spieler haben ihn längst bemerkt, weg da lueg da" tönt es. schon sausen ein halbes Tutzend ..Schindeln" in die Luft, mit dröhnendem Krachen trifft der Hurnuß' em Brett und fällt zur Erde. Lauter Jubel erhebt sich bei den Siegern. Tieses Spiel wird schon ce: Fischart erwähnt und ist außerhalb der Schweiz gänzlichunbckay.nt. Echt schweizerisch ist auch das Schwingen", welches ursprünglich nur au fden Almen gepflegt, jetzt aber in den Kreis der turnerischen Uebungen gezogen und damit über das ganze Land verbreitet worden ist. Daö

schwingen" ist wohl zu unterscheiden von dem allgenicin üblichen Ringen; die Schwinger sind mit der Schwing hose", einer badehoseartigen, auS star kein Drillich gefertigten Hose bekleidet, )ie über das gewöhnliche Beinkleid zezogen wird. Tie beiden Kämpsenden packen sich mit Ober- und Untergriff gegenseitig an dieser Hose, Einer sucdt den andern in die Höhe zu schwingen 2ild dann auf den Rücken zu werfen; Finten, Kunstgriffe werden dabei ange wendet, uud es entwickeln sich manchmal Stellungen, die von unbeschreiblichen Reiz sind und werth waren, dem Meißel eines Bildhauers zum Muster zu dienen. Besonders interessant wurde eS, als am Montag, dem zweiten Kampsttage, die besten Turner aus der ganzen Schweiz gegen die Sennen antraten. Hier tonnte man die zähe, ausdauernde Krast bewundern, welche im Kampfe mit den übermächtigen Elementen, mit Fels und Wasser, gestählt wurde, dort die Gewandtheit, die Eleganz und Geschmeidigkeit des Turners, welcher den eisernen Fäusten seines Gegners immer wieder zu entschlüpfen weiß. Meisten; siegten die Sennen, für deren bedächti gen Eharakter die Art deS Schwingcns" besser paßt, während die Turner zu rasch im Angriff, zu wenig ausdau ernd in der Vertheidigung waren und. wenn Einer von ihnen einmal siebte, dies fast immer der Anwendung speziel ler türnerischer Kunstgriffe, wie sie be sonders beim Ringkampfe gebräuchlich, verdankte. Das ganze Fest war vom herrlichsten Wetter begünstigt, schier ganz Zürich war auf den Beinen, und man konnte, wie Gottfried Keller sagt, "das Volk einen tiefen Athemzug thun sehen.

Taubbeit kann nicht gebeilt werden durch lokale Applikationen, weil sie den krankhaften Theil deS OhreS nicht erreichen können. ES giebt nur einen Weg, die Taubheit zu kuriren, und der ist durch konstitutionelle Heilmittel. Taubheit wird durch einen entzündeten Zustand der schleimigen Auskleidung der Eustachischen Röhre verursacht. Wenn diese Röhre sich entzündet, habt 3hr einen rumpelnden Ton oder unvollkommenes Gehör; und wenn sie ganz geschlossen ist, erfolgt Taubheit, und wenn die Entzündung nicht gehoben und diese Röhre wieder in ihren gehörigen Zustand versetzt werden kann, wird daS Gehör für immer zerstört werden; neun Fälle unter zehn werden durch Katarrh verursacht, welcher nichts als ein entzündeter Zustand der schleimigen Oberflächen ist. Wir wollen einhundert Dollars für jeden (durch Katarrh verursachten) Fall von Taubheit geben, den wir nicht durch Einnehmen von Hall'S KatarrhKur heilen können. Laßt Euch umsonst Cirkulare kommen. L. J.Ehen ey k Co., Toledo, O. fBO" Verkauft von allen Apothekern, 75 CentS.

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