Indiana Tribüne, Volume 18, Number 4, Indianapolis, Marion County, 22 September 1894 — Page 2

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Jnöiana Trivüne. Erscheint Täglich und VonntagSi

Sieta, Fall dn Krieg fortsetzen, ihm fehlte jeVSJ$Jlt& das nötHste-Geld. In jener

M CtMk per 1138. Per ysst i2?t'5ii t Eex TuZdahlng per Jahr vsfitt : No. 18 Süd Alabasa Sr. mti. , ...,x, ' Indianapolis, 3nb., 22 September 94 GU wohlthätiges Donnerwetter. rn-m snrZckt ithi in ZMien ffsir viel och der in Galizien: stark grassirenden Ufcolera. und da transpiriren aus ' ' . . 1 F mtmt zllerlei Aemtern allerlei hübsche öijior en, die man unter dem Siegel der ÖerfÄrDicgenr)eit immerhin n?eitcrct3a len darf. Heuer ist in Wien gegen ins nftarron der ßfiniem in lwaieni- ..... v..r,.,.. . ivo'""

scher Beziehung Alles bis an die Zahne 'miens, wo oic oiugm wiiihhc uu, zunig aufwacyenoe egenoe in avzi rewaffnet. Im vorigen Sommer stan- die Rückseite des Schuldscheins .An, sofort durch genaue Feststellungen zer:en die Dinge nicht so günstig. Man kannt. Amiens 1654. Christine, Ko- treten worden. Zuerst wollte jeder den

hrfmS sich KirnnlS nnrfi im riiil ttr sattsam bekannten Wiener Gemüthlichk teit, und während in Galizien die Cholera wüthete, befanden sich der Stattkalter, der Statthalterei - Bicepräsi rent, der Bürgermeister und der Mazistratsdirector auf Urlaub. Erst als ron sehr sehr hoher Stelle ein gehöri--,,2 TWn,rm,n,r hrnfnfir tonrbm mW r,tir ttr,T,tm.7im.i d? nnfftmn

il I 4 UWVt V I iVMilv(MkM wV v 1 P ' . einen wahren Feuereifer, um Wien vor einer Cholera - Invasion zu schützen, ' r I I Dieser plötzliche Feuereifer entstand zber erst, nachdem, wie gesagt, von sehr, sehr hoher Stelle das Donnerwetter hr; fiftrn war und d?,sz ?fnn,rwetter entlud sich erst, nachdem sich Folaendes ereianet hatte: Der VolittivräI. , '. 2 . r sident war der einzige, der m seinem, in Cholera - AngeleZenheiien allere - . . . . .. . , u . . I d Was sehr beschrankten, Wirkungskreile i ' ' I oie erforderliche Rührigkeit emsaltete. Ihm war es nicht unbekannt, daß die '.7. . . . I WSt;f.-Kn WhSrn htä h.ihin hotrr.ih I uii vvvtw . nZis wi im Mm!3i.hse fifct : ...v.-, 1---' '

Vorkehrungen getroffen, und sammt- lrieorlq oen rnen wii ujwi, Jen pioyu wie aus oem llcyls ausfr mmhnh v,tär'rn ,nlw?6elt?n. dak seine bisher erhobenen Vorstellun- tauchten, als überhaupt niraends die

verfüqt- Hatten. Um nun das in oer Jayiung. w nuimii . Um Walnußschalen - ExWien so sehr beliebte System des Ab- über. dierMilllonen - Kronen macht, z ra c t zum Braun- und Schwarzsär-

wartens und Sichüberraschenlassens Zwar roornc w on """ den grauen Haares zu bereiten, preßt -.d absurdum- zu führen, verfiel der auf einen. Vergleich einlassen, doch hat man bcn aft einer Handvoll grüner nl;.n?s;d,nt ? e'w.t in3?nmse das Gericht oit Forderung sur ungutlg zr&nUn ,,s h-rmtft ihn m?f

Äbte. Der Bezirk Leopoldstadt, der '..-.0,000 Einwohner zählt, hatte daiials nur eine Cholera - Sanitäts- ' "-''J-T! ' -. ri - oiaiior, oie mn einem icausyuuiuu? gen uno zwei Sanitätsdienern ausgerüstet war. Das ist doch wahrhaftig blutwenig. Was that nun unser PoIkZinrnN,? ($r n.ifim sirfi einen D? c . ?i .? o tectiv in sein Arbeitscabinet und sagte dem nlcht-unlformlrten Manne der öffentlichen Sicherheit: Sie werden sekt in die Leopoldstadt aehen und dort lii einer belieöiaen Strafte die Cholera lelommen. Sie werden d:e nothigen Snmvtome simuliren und dann der Dlile harren, die da kommen." D:r Detectw, dem der Beruf eines falschen t'holeratranken allerdinas ein wenig I nei war. entlediate nch trotzdem mit nnerkennenswerther Geschicklichkeit seiner Mission. Der Mann stürzte auf der Straße zusammen, und alle Leute, die herbeieilten, schrieen, er 'habe die Cholera. Man lief zur Sanitätsstatwn, wo man zwar den Sanltatswagen, nicht aber auch dessen Bedienungs Mannschaft vorfand. Aber auch mit tun Wagen allein war nicht viel ge!s,n, denn er war in einem Schup ve'.i einaeschlossen. und ' der Schlüssel fehlte. Man suchte nun nach zwei Richtungen, nach dem Schlüssel und nach . der Sanitatsmannschast. Im Verlaufe von einer Stunde und fünfzehn Minuten gelang es, die Sani- .,., . crn ni3t...r lalömanner in einem xnugsyaujc aufzugabeln- und auch den Schlüssel, der weiß Gott in welchem Amtsfascikel aufbewahrt war. zu finden. Der Rettllnqstraln machte sich nun mit rapider Geschwindigkeit auf den Weg. der

cholerakranke Detectrv wurde einge- erheben. Da stirbt also m so emem den Tinte herrühren, Fettsle, Rothpackt und in das Cholerahospital ge- Dorf plötzlich ein alter Mann. Er ist weinflecke und. so weiter, ob in weißen

bracht, wo er anderthalb Stunden später, nachdem er auf der Straße zusaminengestürzt war, anlangte. Im Spital wollte man den Detectw sofort einer aründlicken Bebandluna unterie hcn. 'er aber erhob sich, steckte den kaiserlichen Adler, das Zeichen semer Amtsstellung, auf und sagte zu den ihn umringenden Aerzten: Meine bochzeehrten Herrschaften, die ganze G'schicht war nur ein vom Herrn Polizelpräsidenten anbefohl'ner falscher Alarm. Wie S' mich da seg'n, bin i pumperlg'sund, und i geh' jetzt zum Herrn Präsidenten, um ihm meinen geborsamsten Bericht zu erstatten, Schamster Diener. - hat mich allseits sehr g'freut." Diese höchst wahre Veebenheit wurde an der sehr, sehr hohen Stell: bekannt und wurde mit eine Veranlassung, um das oben erwähnte Donnerwette? zur Entladung zu bringen. Tie unbezahlte hellige" Schuld. Baron Kuno von der Kettenöurg in Hannover, der auf Grund eines in feiem Besitze befindlichen Schuldscheins eine mehrere Jahrhundert alte Förderung gegen den schwedischen Staat geltend machte, ist jetzt durch Beschluß des ttathhausgerichts zu Stockholm mit seiner Forderung abgewiesen und in die Kosten verurteilt worden. Manche unserer Leser werden sich aus früheren Mittheilungen erinnern, daß der Schuldschein, in dessen Besitz von der Kettenburg durch Erbschaft, gelangt ist, aus der Äeit des dreikiaiahriaen Krie es stammt. Nachdem Gustav Adolf r 4 s i JlUlllfl t((Vlt gi VWtilitvtl. -fclV Krieaskasse war leer, Deutschland ver-

wüstet und von einer verheerenden Commabacillus doch vielleicht nur eine statt dessen Citronensäure. Ich stecke Hungersnoth heimgesucht, und da die secundäre, nicht primäre Ursache 'sei. die betreffenden Stellen in Citronengeworbenen Truppen keinen Solo, er- daß ein ganzer Compler von. Ursachen fast, bis der Fleck verschwunden ist.

hielten und nach dem Falle des Königs !zu,Lmmentreffen müsse um' Cholera Je älter die Roststellen sind, um so länauch keine Aussicht hatten. Siege zu zu erzeugen, diesen Einwand- weist ger muß die Citronensäure darauf ein-

gewninen rnö Beute zu nwa)en, )tan den sie m V-gnss. zum Feinde üoerzu Fehen. Kaiser Ferdinand der Zweite schlug alle annehmbaren nefcen&naeböte ab und wollte den Schweden nur freien Rückzug in die Hennath zubilliaen. Schweden wollte daher auf jeden

glimmen Jeu janocn vy uuet w Deutschland Gönner der schwedischen Sache, die Geld hergaben, und zu diesen gehörte der Lübecker Bürger und Kaufmann Ttotoo Kriewe, dem die schwedische Regierung am 24. December est Schuldschein über insgesammt 68,500 Nlksdaler ausstellte, Der lebte Theil dieser summe cmt im 5luni 1639 zurückgezahlt werden.Die für den icor nevweriyen rttwe schmeichelhaft abgefaßte Uttunde war aber Alles, was Kriewe erhielt, sein n vl. r. T JC L . j CM Iiu.! i - I oeiam er muji juiuu. jcuci ligen Inhaber des Schuldscheins haden dann von Zeit zu Zeit versucht, die Angelegenheit zu erledigen. So reiste 1664 der Hauptinhaber nach . c. ' m ...e NiaiN imrieo. sutuijiii yuuui un Erben dann wiederholt Bittgesuche um rt c y"-t ..fw VI AX aKi I Bezayiung oer vscyuto an uwcui , sche Regierung gerichtet, letztere ?atte zwar einmal diese Schuld als cywedens beiliaste" anerkannt, aber mißliche Verhaltnisse lleßenes mcht zur Bezahlung kommen. Konig Friedrich WllHelm vonPreußen beklagte sich in einem Briefe vom 6. April 1723 an König - . c & rrn . XuaWm ert W . M . I gen um ezayiung vzi 0utuunA preuhischer Untertanen fruchtlos geween leren, woraus o. ivcvt, nig entgegnete. daß die Schuld bezahlt werden solle, sobald die Umstände e erlaubten". Baron von der Kettenburg ließ die Forderung durch einen schwedischen Anwalt im vorigen zahre gel-i.-v j ... ...V . ! V Osno macucn, unv yavui m uci gelegenheit eine Reihe von Terminen f..'. rf-t-t.. 1 0i.4;un il (loi, iowie rueoungcu n aiuivcu if i is . . . . . VI si 4 I sunoen. umu,e, " 'ÜJ mer yanoelr, mo oiz ciwuii u uo,aw o-!a. t.n n (n.in( Oinltn Hnm UsUÄOaiCt IICU l -piwvt" vvi i ---- h nn t ..." CT... I 24. December 1636 ab bis zum Tage it c. rtf.:-:.:i , .... , , es, i i r , , erttark, va von oer eiienourg mcul nachgewiesen habe, daß er gesetzlicher Inhaber der 'Schuldforderung fei. O . 4miVam Km CaImh A J tfn i. ' tT Kronen auferlegt. Jednsalls muß b diesem Ausaana der Sache Schweden unttr wot cwuBiKiii uif ' . i m.Jl..tiri- tr.:c i yelilge u"h baben. Die Cholera in Hessen Etwas Gutes ist der asiatischen Cholera doch nachzurühmen. Sie yevt ven Schleier von socialen Mißstanden, die sonst wachsen und wuchern, ohne daß sich irgend Jemand darum kummerl. Da bricht irgendwo in einem ElendsWinkel die Cholera aus, und sofort lenken sich alle Augen auf die haarsträubenden Zustande, die bei dieser Gelegenheit bloßgedeckt werden. Was man jetzt in Büraeln mit Schaudern beobachtet, ist kein schlimmer Sonderfall m Hessischen Landen, schreibt em . MarburgerCorrespondent der Franks. Zeit." Nur ächtet. man sonst nicht auf das Selbstverständliche . Wie die Aermsten m diesen weltabgeschiedenen Dörfern leben, wie sie wohnen und besonders wie sie in Krankheiten sich pflegen" das Wort klingt wie ein Hohn das welg man wohl, aber man wundert sich nicht darüber. Die Leute sind den -Hunger, die schlechte n..ri vt.r.- ..x. . w r ..? .r . i auji, cicjc ounir uno iceaiiic socialer Leiden gewohnt: wozu also der Lärm... Wie arm aber diese Äermsten sind, das mag man daran abmessen, daß auch unsere Dorfreichen sich kaum weit über das Niveau der Noth schwächlich, leidet an einem Bruchübel, sein Heimgang ist, wenn auch etwas plötzlich, so doch begreiflich. Drei Ge - nerationen hausen .m emem und demselben enaen. unsauberen Äimmer. sie haben nicht einmal das Bischen Land, das der kleme Bauer sein eigen nennt. obwohl es ihm zum .Theil . nicht mehr gehört. -Der Großvater stirbt, die Fa rnilie haust ruhig weiter in dem verpesteten 'Raum. Man schläst in dem Bett, das durch den Unrath des Alten besudelt worden ist. Dieses gemew same Schlafen in den großen Betten, Kranke und Gesunde enge nebeneinander daS allein ist schon ein Zola sches Kapitel aus Mntte, Erde!" Und eines 'Tages ist dann die asiatische Seuche da, als einziger Gast, ' der in diesen trostlosen Hütten fette Nahrung und fruchtbaren Boden findet! Jetzt, wo die Bürgelner Cholera dieses grausige Tagelohner-Elend entschleiert, er - schreckt selbst der schmutz-.und nothgk wohnte Arzt. Die Leute baben keine Jett-, keine Leibwäsche. Ein, einziges Handtuch stand den. Aerzten und Diakonissinnen. zur. .'Verfügung. Heute morgen muß erst von hier ein Dutzend Handtücher' hinausgeschickt werden. Matt hat eine Volksküche errichtet, um auch die -Gesunden durch kräftigere Nahrung widerstandsfähiger zu machen.' " Vielleicht preisen sie jetzt die Seuche, die ihnen gute Tage bringt, Fleisch und Wein. Prof.- Fränkel in. Marburg, ein Schüleo des dttuhmien ' Koch theilt auch in der Cholerafräge jenes Forfchers Anschauungen. Wie es, möglich ist, daß gerade in diesem abgeschieder.en Ort, Bürgeln, der nicht einmal I ra.c-rii: in. . inuttje. i-il ' , iuifvi VMQ.fc vfclehrte nicht zu lösen. Das der giftige

yroj. Franke! mtf Bestimmet' zurück. Auf irgend eine geheimnisvolle Weist, Müsse der Bacillus nach Bürzeln verschleppt worden sei, der den ersten Cholerafall veranlaßt unb

dann durch ? Ansteckung die öpldemie bervoraerufen habe. Wie diesei Vacillus 'den Weg nachBürgeln funden hat, das ist eben das Räthici. xuB er circa ourcy vaoioaien eingeschleppt worden ist, hielt Dr. ffrankel nach seinen sorafältiaen Untersuchungen für völlig ausgeschlossen. Auch im Wasser, weder in den Brunnen noch in den Flußläufen haben sich bisher die giftigen Keime nachweisen lassen. Freilich entspricht das Brun nenwasser nicht den byazenischen An forderunaen: tZ ist in unserer Gegend üblich, den Brunnen neben der Mistkaute anzulegen. Was , sonst über angebliche Einschleppung der Seuche r r i I , iL ' ' vurcy poimscye viroener ic. erzay.i wird, ist durchweg falsch. Die Volks. Phantasie hat . schnell einen aus Polen durchgewanderten Schnorrn" als den Krankbeitsträaer . festaestellt-. Die , . ' c "'r 'v. in t. mma men wau ii aciciicu uaueu. schließlich stellte es sich heraus, daß r.t c 1 1 ?. nieinano ign gejecn xauc, vag uoerHaupt kein Mitglied dieser Zunft m Burgeln gewesen ist. So bleibt denr die Büraelner Epidemie ebenso aeheimnlßvoll wie die von Niederleben. Prof. Fränkel erinnert an die vor etlichen fahren in der Mainzer Gegend voraekommenen Cholerafälle. die zu einer v am vLjt . ? .. v cn v i r . rft . r rr ir .euaze gralrle. ie,e yoieralyeorle schließt also mit einem resignirten Ignoramus, uns oas maazi sie unoesriedigend. Jedenfalls scheint Eines sicher: Wo sociale Krankheitsherde sind, da ist stets die Gefabr vorbanden, daft urplötzlich, wie von selbst", auch ein Seuchenherd entsteht. Und in dieser ? li cm. ' rnnenniniB ncgi eine caynung. oie vielleicht wirksamer ist, als der gutherI n . a.r ? . cm l mn gigiic esormeiser. venn oie en r ...... . j1. i p V. r . . icoen nur nicyr ,o ikicyi vergaben: MH.lMsti.l .3 IMM Vt 1 . . I 1 7 loproc. Alcohol. Nachdem er etwa 10 2age gestanden hat. wld er siltrirt d kann dann gebraucht werden. Ehe .... - . . . . man dieses Haarfärbemittel anwendet, tfiW man das Haar mit Sodalösung, , ,iuu,n s??n- ,Znms;' r ' .w",v 3tägliche Waschung .soll genügen, um dem Haar eine schöne braune oder schwarzliche Farbe zu ertheilen. Schwarze Schleier wascht man mit warmem Wasser und Zusatz von Ochsengalle, spult und stärkt mit Gummimasser. Dann behandelt man sie wie weiße Schleier. Reine Hände. Haus- und Kü chenarbeit verdirbt die Hände und trotz Waschen steht man ihnen oft d:e grauen und farbigen Spuren der Ar I beit an. So wasche man denn die Hände wie gewöhnlich mit. Seife, sowie diese aber aus der Hand schäumt, nehme man eine reichliche Prise gepulverter kalzinirter Soda hinzu und wasche sie damit ordentlich durch; empsehlenZwerth ist laues Wasser dabei. Der Erfolg ist glänzend und die Haut nimmt keinerlei Schaden. Bohnenwasser als WaschM l t t e l. Flecken aller Art entfernt man , aus . Stoffen, ohne das Gewebe oder die Farbe zu schädigen, durch Äohnenwasser. Man koche trockene. vurre weitze Bohnen, ohne zu salzen in Wasser; das Maß und Verhältniß beider zu einander hängt von der gei!!.rn.u ti v . n?!t. tvn i icuuicuicn nrasl vti ruye au. sie abgekühlt, so weicht man die beschädigten Stoffe oder nur die Flecken darin ein und reibt sie ohne Seife aus. Tintenflecke, wenn sie Nicht schon sehr veraltet oder von einer besonders ätzenoder farbigen Stoffen, verschwinden bei dieser Behandlung. Seidene, wollene l und baumwollene Stoffe werden wie neu, schwarze wie farbige, wenn m lauem Bohnenwasser gewaschen. Etwa ein Pfund Bohnen genügt aus 4 Quart Wasser. Nach dem Waschen zweimalige Spülung in lauem Wasser weiches ist natürlich vorzuziehen hänge nach leichtem Ausdrücken das Kleidungsstück auf und plätte, wenn es bügelrecht geworden ist, aus der linken Seite. Kitt. Durchsichtigen Kitt für Glaswaaren und feines Porzellangeschirr erhält man au einer Mischung von Canadabalsam mit ein wenig Terpentin. Benzol oder Aetber. welche man cuf die Bruchfläche austrägt. Einen Kitt zu dem gleichen Zwecke erhält man durch Auflösung von 75 Theilen in Stucke geschnittenem Kautschuk in 60 Theilen Chloroform (in einer Flasche) I unter Hmzufugung von 15 Theilen Mastif. Man laßt die Flasche so lange Int der Kälte sieben, bis sich die eimelnen Stosse dollständig gelöst haben. Gekittetes. Eß- und Trmkgeschirr sollte nicht mehr in Benutzung genommen. jedenfalls nicht zum Reinigen !n heißeS Wasser gebracht werden, Beseitigung von Rothweinflecken. Sind solche Flecke noch feucht, so braucht man sie nur 12 bis 24' Stunden in kalter Milch weichen zu lassen; sind sie schon trocken, so stecke man sie in warme Milch und lasse sie dann ebenfalls gegen 24 Stunden weichen.' Dann kann man die Flecken sehr leicht auswaschen und braucht sie nur mit kaltem Wasser nachzuspülen. R o st f l e ck e in weißer Wäsche werI i .r! r . ,r .. ' en meizi Mll ieezaiz enlsernr. a tteesalz das Zeug aber sehr leicht ant v.tfi f.it .3 r.it fAitf. o.ti rwFrnvt yUVb 11 9 lUtllt. U.yVtl nickt mehr anaewandt. sondern nehme

wlrlcn. Man braucht da J:ug darnach nur mit Wasser nacknuwaschen. Eeis: und Citrone7.säure vertragen sich nicht zusammen. Die eine Kraft heb! die Wirkung der anderen auf. Obstflecke an den Händen.

Hat man beim Aussteinen von Kirschen oder ion,tln Fruchten blauroty: Hände bekommen, so reinig: man sie sobald wie moaliÄ mit Citronensaure. Die Hände werden ki kurzer Zeit wie der am wen. Man thut am v! ttn. nicht erst mit Wasser daran zu kommen, sondern gleich mit der Citronensaure. Seife vermeide man ganz oa bei. Qat man dagegen Aepfel oder Birnen geschält und hat vom Stahlmesse? blauschwarze stellen an den Fingern, so kann man am einfachsten die Finger tüchtig mit etwas Apfeloder Birnenschale abreiben. Im' Augenblick sind die Hanse wieoer rein. Gurken für den öerbit und Winter frisch zu erhalten. Wer im Besitze eine Gartens mit Gemüsebau ist und die Absicht hat. Gurken zum frechen Gebrauch sur die spatere Jahreszeit zu sammeln und aufzubewahren, thut wohl daran, während der ganzen Gurkenernte darauf bedacht zu sein, die gerade gewachsenen, schonsten Stücke unter den allmählich reifenden Gurken dazu auszuwählen. Dieselben werden mit dem Stil dicht an den Ranken abgeschnitten. Man rein at sie alsbald recht sorgsaltla von allem anhaftenden Schmutz mit kaltem Wasser und einem weichen Vürstchen, wobei wohl Acht zu haben ist, das; hier bei nickt das Geringste an der Smale verletzt wird, und trocknet sie hierauf ab. Nun wird die. Gurke außen herum mit Eiweiß bestrlchen, und zwar so. dafc kein Plätzchen der Schale von dem Eiweiß unberührt bleibt. Durch das Eiweiß wird die Gurke mit einer Haut überzogen, welche 'jeden Zutritt der Lust an die Gurke verhindert und sie darum frisch erhält. Beim Gebrauch schält man das Eiweiß mit der Gurkenschale ab. Statt Eiweiß kann man auch Wasserglas nehmen. Nach dem erhaltenen Ueberzug läßt man die Gurke etwa noch einen Tag im Freien und bringt sie dann in einen kühlen trockenen Raum, wo man sie mittels Kordel, die man um den Stil schlingt und festknüpft, sreischwebeno aufhangt. Auf diese Weise behandelte Gurken erballen, sich oft bis gegen das Ende des Winters hin frisch und schmecken auch dann noch, als Salat zubereitet, ganz srisch und gut. CitronenvordemVerderbenzube wahren. Um Citronen, d:e in der Krankenpflege zur Bereitung von Getränken für Fieberkranke sehr werkhvoll sind und deren Saft in keiner Hinsicht - durch Citronensäure oder künstliche Präparat: ersetzt werden kann, vor Verderben zu bewahren, em psiehlt es sich, sie mit einem Wattebäuschchen, das in reines Paraffinöl zetaucht ist. gründlich abzureiben und dann in Sianiol einzuwickeln. Die Citronen halten sich dann sehr lange Zeit srisch. Bom Jnlande. Als Ersatz für den immer mehr abnehmenden unterirdischenKohlenvorrath räth ein berühmter Chemiker die Verwendung der Sonnenwärme und des unterirdischen Centralfeuers an. welches in einer Tiese von änderthalb Meilen bereits Blei zum Schmelzen bringt. In der Umgegend von Rockford im County Winnebago im Staate Illinois hat ein heftiges GeWitter großen Schaden angerichtet. Als der Sohn des wohlhabenden Farmers Sullivan in der Nähe von Kings Station sein Gespann zum Stalle leitete, wurde er sammt seinen Pferden vom Blitze erschlagen. In Colvin Park bei Rockford brannten in Folg: Blitzschlages mehrere Schzunen ab. Die Scheune und Stallung von George Cornelius wurde nebst funfundzwanzig Tonnen Heu und allen darin befindlich gewesenen landwirthschaftlichen Gerätschaften ein Raub der Flammen; außerdem kamen vier Pferde darin um. Auch die nördlich von Rockford belegenen großen Scheunen und Stallungen von Beuchia.Fallan. Löwe. , Gleasman Bros.. Basley und der Brown Arick Company wurden vom Blitz in Brand gesteckt und brannten nieder. Vier Pferde nebjt Getreide und Maschinen im Werthe von mehreren tausend Dollars verbrannten. Der Mais auf dem Felde wurde von Wind und Regen niedergelegt und in den Grund und Boden gestampft. Die Eisenbahngeleife wurden durch starke U'nterspülungen beschädigt. Die Anwohner von beiden Seiten des Niagara-Stromes bei Niagara Falls sind über das schmähliche Auftreten eines von der kanadischen Regierung in Toronto entsendeten Zollauffehers gegenüber amerikanischen Bürgern, welche auf der canadischen Seite des Stromes ihren Wohnsitz aufgeschlagen haben, höchlich entrüstet. Dieser Tage hielt jener übereifrige Beamte, Namens Trowbridge, die Kutsche der Gattin des Bostoner Erfinders Thomas A. Briggs an und bestand in ziemlich schroffer Weise auf deren Umkehr zu dem Zollamte an der Suspension Bridge", weil sie einige auf der amerikanischen Seite beim gelegentlichen Besuche von Kaufläden eingekaufte Gegenstände bei sich führte. Bis jetzt haben die kanadischen Zollbeamten die Mitnahme solcher Sachen über die kanadische Grenze als persönliches Eigenthum der die Grenze überschreitenden Leute gestattet. Trowbridge führte schließlich die Bestrafung der Frau Briggs um 5100 vor dem Zolleinnehmcr herbei. Als ihr Mann davon erfuhr machte er sich auf Weg um, Trowbridge. gründlich durchzuhauen. . Tags darauf hielt der canadische Beamte den eleganten Wagen ein's reichen Amerikaners, Namens' Charles McDonald, an.' auf welchem sich drei Probenkoffer mit' zu dem persönlichen Gebrauche des Ggenthllmers bestimmten Gegenständen befanden. Die Sache kostete McDonald eine beträchtliche

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Summe Geldes um seine Pferde em zulösen und außerdem mußte er Vüra schaft stellen. Um die Brauchbarkeit deö Zweirades für den Militärdienst dem KriegsmlNlsterium darzuthun, hat Lieutenant Donovan vom 17. Jnfan-terie-Regiment in Fort Russell am Montag Morgen um Sechs von Cheyenne in Wyoming die 607 Meilen vieite . Zweiradfahrt nach Omaha in Nebraska unternommen und ist am Samstag Abend um Sechs, wenn auch Über und. über mitStraßenschmutz bedeckt und höchst ermüdet, an seinem Ziele angekommen. Er hatte sein Zweirad so eingerichtet, daß er die gewöhnliche Feldausrichtung eines Soldaten, bestehend in dreitägigen Nationen, einem Springfieldgewehre, einem Colt'schen Revolver, einer Feldflasche, einer Decke und dreißig Patronen daraus mit sich nehmen konnte. Er brachte fünf und einen halben Tag auf dem Zweirade zu, hoffte bereits am Samstage einzutreffen, wurde aber durch die schlechten Wege aufgehalten. Er meldete sich sofort bei dem GeneralBrooke, der sich über Donovan s Darlegung der Verwendbarkeit des Zweirades zum Courierdienste sehr befriedigt aussprach und die Errichtung eines Zwei-radfahrer-Corps für jedes MilitärDepartement dem' Kriegsministerium empfehlen würde. Donovan wird dem Ministerium einen eingehenden Bericht über seine Zweiradfahrt erstatten. Gesprächsweise äußerte der unternehmende Offizier, daß er sich keine besondcre Mühe gegeben habe, die 607 Meilen in kürzerer Frist zurückzulegen, als in der für die Infanterie vorgeschriedenen Zeit, doch hätte er, wenn es erforderlich gewesen wäre, die Fahrt auch in zwei Dritteln der verbrauchten Zeit durchführen können. Der Specialagent des Bundes-Landamtes in Washington, Martin, ist nach viereinhalbmonatlicher Abwesenheit aus dem Todesthale" in dem County Jnyo im südöstlichsten Theile von Mittelcalifornien nach San Francisco zurückgekehrt. Er hatte dort Vermessungen vorzunehmen und hat dabei-die Gegend auf ??ner Strecke von sechzig bis siebzig Meilen südlich von dem Tule Cannon durchforscht. Das Todesthal" wird östlich von dem Amargosa-, westlich von dem Paramin-Gebirge' begrenzt und liegt 159 Fuß unter dem Spiegel des Stillen Oceans. Es bildet eine traurige Wüsteneinöde ohne Vaümwuchs . und ohne eine nennenswerthe Thierwelt; die spärlichen Gewässer des AmargosaFlusses verlieren sich unter der Salzdecke in dem Sande der Thalsohle. Nach Martin's Beschreibung herrschen dort täglich Sandstürme und eine völlig unerträgliche Hitze. Eine Zeit lang war an Ort und Stelle kein Wasser zu haben und es mußte auf Packpferden große Strecken weit herbeigeschafft werden. Das Hauptnahrungsmittel der Vermessungsexpedition war Speck. Da nicht das mindeste Wild oder sonst frisches Fleisch zu haben war, lebte die Gesellschaft häufig von den Chäwallahs" genannten großen Eidechsen, welche den Digger-Jndianern zur Nahrung dienen und zubereitet einen ähnlichen Geschwack wie Frösche haben. Die mitgenommenen Kartoffeln begannen unmittelbar, nachdem die Gesellschaft d:e Wüste betreten hatte, zu verfaulen und in Ermangelung jeglichen Pflanzenwuchses, waren die Reisenden lediglich aus die mitgebrachten eingemachten Früchte und Gemüse angewiesen. Sämmtliche Mitglieder verloren je fünfzehn bis zwanzig Pfund am Körpergewichte und ihre Kräfte schwanden schnell. Ehe ich nochmals in das Todesthal gehe," sagte Martin, verzichte ich lieber auf mein Amt. Aas dieser Reise wurden die Nerven auf die Probe gestellt. Ich werde sie zeitlebens nicht vergessen, sie aber auch nicht wiederholen. Vom LluSlnuve. sn Friedersdorf a n der Landeskrone ist die 30jährige Dienstmagd Therese Nostitz ermordet worden. Der Mörder war angeblich ihr Geliebter. Der berühmte Juden-flinten-Proceß des Rectors aller Deutschen, Ehren-Ahlwardt, hat an 14,000 Mark Gerichtskosten verursacht und davon bezahlt Ahlwardt monatlich 3 Mark ab. Somit hätte Ahlwardt rund 3O0 Jahre daran zu zahlen und wird er auf dieser Erde wohl nicht fertiq damit werden. Aus der Straße von Fiume nach Abbazia wurde die furchtbar verstümmelte Leiche eines Fremden aufgefunden. Dieselbe wurde als die des Bäckers Heinrich Görzmann aus Klagenfurt erkannt. Kopf und linker Arm fehlten. Der Tod war in Folge dreier Stiche ins Herz erfolgt. Ueber das Verbrechen herrscht absolutes Dunkel.' Ein Volksvertreter seltener Art ist der Sondershäuser Landtagsabgeordnete, , Dampssägewerksbesttzer Island in Vebra; er hat die Diaten. die er als Landtagsabgeordneter bezieht, an die Gemeindevorstände in seinem Wahlkreis, je nach Verhältniß und Größe des Orts, zur Verwendung für die Ortsarmen vertheilen lassen. Die 18 Jahre alte, sehr hübsche Marie Keck. Tochter des Bllrgermeisters der Ortschaft Dörslein bei Vamberg. wurde im Vrudec.oald er mordet ausgefunden. Der That verdächtig sind der 30jährige Schneider Nikolaus Bauer von Bamberg und der Matrose der Reserve Nudolph Jakob; letzterer wurde in einem Nürnberger Gasthause festgenommen. Im Schublings - A r r e st zu Landeck ist jüngst der 18 Jahre alte Schübling Josef Hofmann Schneider aus Nürnberg, erstickt. Wahrscheinlich hatte er in Folge von Unvorsichtigkeit den Strohsack in Brand gesteckt. Als die Feuerwehr kam, war Hosmann bereits erstickt. Das Feuer wurde ' zum Glück rasch gelöscht. Eine weitere Ausdehnung hätte gegenüber befand sich nämlich, das Munitionsdepot mit die-

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,-,r.,zrti)Ptt Zwei Jabre litt ich an einem Magenleiden, iö gebrauSte S""WU.. mehrere Aerzte, aber ebne Erfolg, wurde jedoö durcb den Gebrauch von Dr. August König's Hamburger Tropfen wieder Vollständig l)erge-Pellt.-Bertha Woclfc. Steckten, Cal.

Nltttkrsnskslten Meine jüngste Tcöter Elfe litt an Hsutauöschlas. die jjuiiiuuiwiiu. dre c-clQe tcn Blutunreiniqkeitcn waren, ich probirte rcrschiedencs ebne Erfolg. Als das erfolgreichste Heilmittel emieö sich Dr. August Kcnig'S Hamburger Tropfen. G. F. Enzelhardt, Jesserfonville, Ind. ItuerhrtttTlftMt Seit längerer Zeit litt icö an Unrerdaulickkeit, keines w,wvuMnjmv. Ul agmadten Mittel wollte mir belfen. bis ich Dr. August König's Hamburqer Trovfen nabm. Diese Tropfen stellten micb in kurzer Zeit wieder her. Christian Le?he, 201 Orleanö-Straße, Baltimore, Md. flifthp!t Längere Zeit litt ich an einem Leberleiden und gebraucktevke Ui ge Erfolg, bis mir schließlich Xu August Köniq'S Hamburger Tropfen vcllständige Heilung brachten. - Frau Caroltne Weise, 127 Lake. Straße, Cleveland, Ohio.

lerr rauieno icyarf geiavenerr Patronen " sehr gefährlich werden können. Das Märchen von der goldene Eier legenden Henne ist verwirklicht worden. Eine Fabrik automatischer Apparate hat eine Anzahl von Legehennen" ' in .Wirthshäusern von Berlin, auf einem Kasten sitzend, aufgestellt. Man wirft ein Zehnpfennigstück in den Kamm, dreht eine Kurbel und die Henne legt ein goldglänzendes Ei. Es besteht aus dünnem Blech und enthält Chocolade und Bonbons. Dabei läßt die Henne nach dem Legen auch das übliche Gackern hören. Ein elegant gekleideter junger Mann ließ sich kürzlich im Bureau des königlichen Staatsanwalts Dr. Bela Katona in Budapest melden. Mein Name ist Hermann Pillitzer,begann der Fremde das Gespräch. Freut mich, womit kann ich dienen?" Herr Staatsanwalt, ich wollte Jhnen blos mittheilen, daß ich gestern beim Rennen 210 Gulden verloren habe." Bedauere sehr, aber " Bedauern Sie mich nicht, sondern lassen Sie mich einsperren, denn das Geld geHorte meinem Chef, dem Schuhwaarenhändler Josef Pollak." Unverzüglich wurde nach Pollak geschickt, der nun zu seiner größten Ueberraschung erfuhr, warum Pilliher im Geschäft nicht erschienen war. Die Klage, sowie das Geständniß wurden sofort zu Protokoll genommen, worauf man dem Ansuchen Pillitzers Folge leistete: er wurde eingesperrt. I n Folge einer unheilvollen Verwechselung ist in, Walchum bei Papenburg eine ganze Familie von fünf Personen vergiftet worden. Die Dienstmagd eines Gutsbesitzers wollte Mehl, das sie zur Zubereitung des Mittagessens gebrauchte, aus dem Keller holen, grisf aber irrthümlich in die unmittelbar neben dem Mehl liegende Düte Arsenik, das bei der letzten Schaf Wäsche übrig geblieben war, und that davon in die Suppe. Fünf Personen aßen bon der Suppe, wei sind bereits gestorben, auch die übrigen drei sind wahrscheinlich verloren.- Da das Dienstmädchen selbst von der Speise genossen hat, so ist ein Mordversuch als ausgeschlossen zu betrachten. Unbegreiflich bleibt der Leichtsinn, den die Leute in der Aufbewahrung des Giftes an den Tag legten. WehedemBerliner, der niest! Das Polizeipräsidium der deutschen Reichs Hauptstadt hat dieser Tage dem Arbeiter Emil Detloff die folgende Strafverfügung zugehen lassen: Sie haben in der Nacht zum 29. Juli d. I. gegen 12 3-4 Uhr vor dem Hause Zimmerstraße 52 durch straßenweit hörbares Niesen beziehungsweise Wiederholung und absichtliches Verstärken des Geräusches beim Niesen groben Unfug verübt. Die Uebertretung wird bewiesen durch das Zeugniß des Polizeilieutenants Fröhlich. Auf Grund des Paragr. 360 des Strafgesetzbuches wird deshalb gegen Sie eine Geldstrafe von drei Mark, an deren Stelle, trenn sie nicht beizutreiben ist, eine Hift von einem Tage tritt, hierJurch fesizeseht. Königliches PolizeiPräsidium Berlin. Abth. für Uebertretungen. Wenn das Vorgehen der Verrner Polizei Schule macht, wird star'er Schnupfen bald zu den kostspieligsten Vergnügen zählen, und nur Leute in guten Verhältnissen werden sich diesen Luxus erlauben dürfen. I n FolgeheftigerAngrisfe auf das griechische Osficierscorps wegen Ausschreitungen, einzelner Officiere sind die gesammten Geschäftsräume der Zeitung ' Akropolis" in Athen von einer großen , Menge Officiere und Gemeiner in. Uniform vollständig zerstört worden. Geniesoldaten zertrümmerten mit Aexten sämmtliche Möbel des zweistöckigen Hauses. Alle Bücher, der Expedition sind vernichtet, die Druckerei untauglich gemacht worden.,. Der Schaden wird auf, 200.000 Drachmen berechnet. Verletzt wurde Niemand. Die Kasse wurde von den Tumultuanten. versiegelt und der BeHorde übergeben. Diese grobe Bergewaltigung, im Officiersverein geplant, mit voller Ueberlegung. vorbereitet und von älteren, und jüngeren Officieren ausgeführt, erregt gewaltiges Aufsehen in der Stadt. Die Regierung erklärt, sie werde mit aller Schärfe gegen die meistentheils bekannten Frevler vorgehen. ' Auf dem Telegraphenb u r e a u. Telegraphist (zum Bauernburschen, der ein Telegramm bringt): Aber, lieber Freund, das kann ja Niemand lesen. Das müssen Sie deutlicher schreiben. BaLernbursche: Schicken Sie eö nur ab, Herr Direktor. Mein Vater kennt ja meine Handschrift! IM Nudy'S Pile Snpposltviy wird garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder daö Geld wird zurückgegeben. 50 Cts. die Box. Schicke zwei Postmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, regiftrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken. Ward .BroS., A. Kiefer 6? Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, Indianapolis, Ind.

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