Indiana Tribüne, Volume 18, Number 3, Indianapolis, Marion County, 21 September 1894 — Page 2
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H V lUIIU V VUU Erscheint Täglich und SonntagS. !Ote tSzl!ch.Tribük:ekostrt durch den TrSgk, UJet per Woche, die QonntagSTriiane- I ?knrß perOcsfi. Seide ruf acnntn 15 Cents edtt MCent per Monat. Per Volt ,vgeschit in Der lsdezaZlung V per Jshr. OsZice : No. 18 Süd Alabaa Vr. SndianavoliZ. ?nd. 21 September '94 SchitdSger!chtSGsetze Lauter, als je, ist in der letzten Zeit bei uns der Ruf nach schiedsgerichtli cher Schlichtung aller Streitigkeiten zwischen Arbeit und Capital ertönt, und während der jüngsten Streik-Wir-ren ist häufig gefragt worden, was auf Grund bereits bestehender Gesetze in dfer Hinsicht geschehen könnte. Es l-zhnt sich daher, einen kurzen Ueb:rblick über diesbezügliche Gesetzesbestiiinungen in den verschiedenen -Theilen unseres Landes zu geben. Bereits in 12 Staaten der Union bat die Gesetzgebung die Errichtung staatlicher Schiedsgerichts - Behörden qutgeheißen, nämlich in Kalifornien, Colorado, Iowa, Kansas, Maryland, Massachusetts, Michigan, Missouri, New Jersey, New York, Ohio und Pennsylvanien. Aber nur in fünf derselben sind jemals solche Behörden wirklich geschaffen worden: nämlich in Massachusetts, New York, New Jersey, Ohio und Califormen, und auch in diesen haben die Schiedsgerichte nicht durchweg an der Schlichtung von Arbeiterstreitigkeiten thatsächlichen Antheil genommen. Massaä'usetts steht obenan als Schiedsgerichts - Staat; sein betreffendes Gesetz (von 1886) ist das einzige von allen ähnlichen, das seit einer Rcihe von Jahren vollständig durchgeführt wird. Es bestimmt u. A., daß beide Parteien, die den Spruch des Schiedsgerichts verlangen, ihre Arbeit resp, ihr Geschäft fortsetzen müssen, bis die Behörde ihre Entscheidung bekannt gemacht hat, und bei dieser Entschei1 ig jedenfalls 6 Monate verharren, und, wenn sie späterhin sich nicht mehr nach derselben richten wollen, dies 60 Zage vorher bekannt geben müssen. Die Mitglieder der Schiedsgerichtsbei)öröe erhalten Saläre und Kostender aütung. Der Gouverneur nimmt ein J.'!itglied dieser Behörde aus den Arbciierkreisen und ein zweites als Ber treter des Capitals, und diese Beiden wählen den unparteiischen Dritten aus. Das Nerv Jerseyer Gesetz bestimmt, daß, sobald ein ernstlicher Ausstand oder eine Aussperrung auch nur droht, die staatliche Schiedsgerichts - Behörde eine Untersuchung anstellen und sich be mühen soll, eine Schlichtung anzubahneu. Die Mitglieder dieser Behörde 4.rtfiA. t i -ota r vntM!.4tiv lliUUCU, U lUilC lt tli iUUlllUl tigteit sind, je $10 Tagegelder nebst Vergütung ihrer Unkosten und müssen der Staatslegislatur vollständige Berichte erstatten. Obwohl die eigentliche Schlichtung des Streites nach gegenseitizem Uebereinkommen durch einen örtllchen Fünfer - Ausschuß erfolgen soll, in welchen Arbeiter und Arbeitgeber je zwei Mitglieder entsenden, worauf von den Bieren der Fünfte gewählt wird, können die Parteien sich auch unmittelbar an die Staatsbehörde wenden, die der Gouverneur auf 5 Jahre ernennt. Ncw York 'hat ein ähnliches diesbe zügliches Gesetz, wie New Jersey; die drei Mitglieder der Staatsbehörde und ihr Secretär bekommen aber Jahresgehälter. Hier, wie dort, muß der Gouverneur eines der Mitglieder aus einer gutstehenden Arbeiterorganisation nehmen. Ohio hat fast dasselbe Schiedsgerichts - Gesetz, wie Massachusetts, nur daß die Mitglieder der Staatsbehörde statt der Gehälter je $5 Tagegelder bei wirklichem Dienst, nebst Kostenvergüt'.lng. bekommen. In Ohio wie in Massachusetts muß, wenn eine der Parteien die obenerwähnten Bedingungen bricht, sie die Kosten tragen, welche derStaatsbekiörde erwachsen. 38ai nun bia ändert!! erwähnten Staaten betrifft, so se! noch Folgendes hln,',u.sügt: Der Gouverneur von Michigan, des sen betreffende, niemals ausgeführtes Gesetz ebenfalls im von Massachusetts ähnelt, ist sch).'. ' 't 1889 ermächtigt, einen Schledsc'.. ? - Rath emzuseten; doch wurde ! jetzt kein Gebrauch von dieser Ermächtigung - gemacht. Aehnlich steht es in Californien. Das Eolorado'er Gesetz ermächtigt d?n Commissär des Bureaus für Ar-Z-eitsstaiistik. als Schiedsrichter zu funo.iren. wenn er von einem Arbeitgeber oder von 15 oder mehr Angestellten darum ersucht wird. Aehnlich lautet auch das betreffende Gesetz von Missouri, nur daß dort der besagte Commissär unter Umständen, einen SchiedsGerichts - Rath organisiren und als Äorsitzer desselben amtiren kann. Dagegen ermächtigen die bezüglichen Gesetze von Iowa, Kansas, Maryland und Pennsylvanien einfach dieGerichtsliöse, Schiedsgerichte auf Ersuchen der Betheiligten zu ernennen, wobei die urisdiction der letzteren sich auf das Eounty, in welchem . der Streit entstand, und xrnvix nur auf einen bestimmten z?all beschränkt. Das derwickeltstc dieser Gesetze ist dasjenige von Iowa, wo z. B.. auf eine Licenz vom District?L7richt hin, die Parteien ein selbststäns Schiedsgericht sich leisten können. Doch wozu über todte Buchstaben noch mehr reden? . Bekanntlich haben wir auch ein Bundesgefetz, welches den Präsidenten ermächtigt, auf Ersuchen eine StreikCommission zu ernennen, deren Urtheil zedoch keinerlei bindende Krast hat. -1 - Hin VZütkblitk. 20 Jahre sind verflossen, seitdem die vereirnaten .Flotten Englands.
Frankreichs, der Niederlande unV Bereinigten Staaten Deutschland zählte damals als Seemacht noch nicht mit nach einer kurzen,, aber sehr, heftigen Beschießung, der am folgenden Tage eine Landung sämmtlicher Landungsdivisionen der Mächte folgte, neun große und schwer bewasfneteBatterieen cmi westlichen Eingang des japanischere Binnenmeers im Fürstenthum Nagato zum Schweigen brachten und einen vollständigen Sieg erfochten. Es ist in der jetzigen Zeit nicht ohne Interesse, einen Blick auf jene Zeit zu-rückzuwerfen,-denn die europäischen Kugeln haben damals die seit dem Ende des 16. Jahrhunderts fest verschlossenen Thüren zu dem großen Reiche, gesprengt, das jetzt die erste Kraftprobe für das ablegt, was es sich durch die Annahme, westlicher Cultur erworben hat. An der Hand einer sin zen Skizze der NieuweLiotterdamsche Eourant" mögen deshalb die Hauptereignisse jener Tage kurz mitgetheilt werden.--Die Beschießung war nöthig geworden.' weil im Jahre vorher verschiedene niederländische und. französischeKriegs schiffe wie, auch' ein amerikanisches Kauffahrteischiff' voir den ' Batterien in ,derSlÄ0Nosekistraßbeschössen worden waren; zwar hatte das niederländische Kriegsschiff,Medusa" unter de Casembroot -nach anderthalbstündigem Gefecht die Straße ruhmvoll, erzwungen, auch der' französische ; EontreAdmiral Äaures hätte, die javanische Bat-
terieen auS'Mi. Kriegsschiffen beschie e ... .rr. i ' tt ! n.c Bcn lanen, aoer oie aufltinciuc uzuzi Zeugung ging doch dahin, 'daß den schweren Strandbatterien von einzelnen. Schiffen ein , erheblicher, sie ' zum Schweigen bringender Schaden gar nicht zugefügt werden könne. Nachdem die diplomatischen Verhandlungen zwischen den genannten europäischen Mächten zu einem gemeinschaftlichen Auftreten qeführt hatten, ankerte eine ZZlotte, 17 Schisse mit 275 Kanonen und 5016 Mann (9 englische mit 169 Geschützen und 2350 ÄZann; 3 franz'ösische, 49 Geschütze und 855 Matrosen und Marinesoldaten; 4 niederländische, 56 Geschütze und 951 Matrosen und Marinesoldaten und ein amerikanisches mit einer Kanone und 60 Mann) vor Simonoseki; sie wurde in drei Geschwader getheilt, das erste bildete das Frontgeschwader und bestand aus den 6 schwersten KriegZschiffen, das zweite, aus 6. leichten Schiffen bestehend, bildete das Flankengeschwader, während das dritte, zu dem die übrigen 5 Schiffe gehörten, als Reserve diente. Am 5. September gab der commandirende englische Admiral Kuper von seinem Flaggenschiff Eu-ryalus-den Befehl zum Beginn des Kampfes und um 3 Uhr 40 Minuten eröffneten sämmtliche Schiffe des Frontgeschwaders gleichzeitig das Feuer. Die japanischen Batterien waren durch den dicken Pulverrauch ihrer Geschütze eine Zeit lang unsschtbar geworden, aber ein scharfer Wind legte die Angriffsfläche bald wieder offen, sodaß das Ziel, nach dem die europäischen Geschütze gerichtet werden mußten, deutlich erkennbar war. Das Flankengeschwader, das nicht fest vor Anker lagsondern.hin und her manövrirte, griff ebenfalls ein, und bereits um 4 Uhr 30 Minuten begann das japanische Feuer merklich nachzulassen, zwei Batterien wurden vom Feuer errissen, einige Pulverwagen flogen in die Luft und erhellten die ganze Umgebung.. Ehe es dunkel wurde, landete die Bemannung der Schaluppen der englischen Eorvette .Perseus" und der niederländischen .Medusa- und vernagelte unter dem Schutze der Schiffskanonen 14 schwere Geschütze. Dies war das Ergebniß des ersten Tages. Auf beiden Seiten hatten . etwa 200 Geschütze am Kampfe theilgenommen, die vier niederländischen Schiffe hatten allein 333 Kugeln und Granaten abgeschossen; das ganze Frontgeschwader zählte nur drei Todte und fünfzehn Verwundete. Mit Tagesanbruch eröffnete eine der größten japanischen Batterien wieder das Feuer auf das vorderste Frontgeschwa'der, das dabei einen Todten und sieben Verwundete bekam; die Batterie wurde indessen bald zum Schweigen Macht. Vomittags um 9 Uhr lau bete die dazu bestimmte Division mit den englischen und französischen Marinesoldaten in der Gesammtstar?e von etwa 1300 Mann. Eine Batterie nach der anderen wurde erobert, die Kanonen vernagelt, Munition, Lasetten und Pulver unbrauchbar gemacht oder in Vrand gesteckt, und als die Landungstruppen Abends an Bord ihrer Schiffe zurückkehrten, waren fünf ostlich von der engen Straße von Simonoseki über eine Fläche von vier Meilen aufgestellte Batjerien in den Händen der Alliirten und 42 Kanonen und Mörser unbrauchbar gemacht. Am folgenden Tag, 7. September.war von einem eigentlichen Widerstand keine Rede mehr; am 8. September zogen die Japaner die weiße Flagge auf, es wurde über einen Waffenstillstand unterhandelt, und am 10. September waren die Feindseligkeiten beendet. Der Gesammtverlust, mit totU chem dieser Erfolg erkaust worden, war verhältnißm'äßig außerordentlich gering; er betrug 12 Todte und 60 Verwundete, während die japanischen Kugeln den Schiffen wenig Schaden zugefügt hatten. . Die Folgen dieses Sieges sind besannt. DaS Binnenmeer von Japan war wieder für den Verkehr offen, ein Theil der Flotte kam am 5. Oktober vor Beddo an, wo am folgenden Tage die Vertreter von England, Frankreich, Holland und den Vereinigten Staaten, nachdem die Gesandtschaftsgeb.ude länger als ein Jahr leer gestanden hatten, wieder eingesetzt wurden. An demselben Tage, 6. Oktober, wurde der Vertrag unterzeichnet, welcher das Jnselreich den seefahrenden Nationen öffnete und es mit raschen Schritten der Cultur des Westens zu. fahrte. kaufe MucZo's Veft Havanna Cigarö." . ,
Schrelbmaschitten für Anchhalter.
Mit der'stetig zunehmenden Verbreitung 'der Schreibmaschinen haben erfinderische ; Köpfe sich der Construction von Maschinen zugewendet, welche nicht blo zum Schreiben auf gewöhnlichem Papier gebraucht werden können, sondern sich auch zu Eintragungen in Büeher, auf vorgedruckte Formulare, wie Versicherungspolicen u. s. w.. eignen. Jahre lang haben alle derartigen Versuche keine zufriedenstellende Resultate ergeben und zwar scheiterte die Herstellung einer allen Ansprüchen genügenden Maschine vornehmlich an der Complicirtheit des Mechanismus und an dem Kostenpunkte. Nach unermüdlichem Probiren und Experimentiren ist nun endlich dem Herrn I. M. Crary von New Jork die Construction einer Maschine.gelungen, welche sich vollkommen bewährt. Daß der Erfinder dieselbe durch Patente geschützt hat, bedarf wohl kaum besonderer ErwähNUNg. Crary's Maschine, welche binnen Kurzem auf den Markt gebracht werden soll, hat mit den gewöhnlichen im Gebrauch befindlichen Schreibmaschinen nur wenig Aehnlichkeit. Die aus Celluloid gefertigten Tasten, 80 an der Zahl, sind kreisförmig arrangirt, in der Weise, daß die Tasten der Vocale sowie der am meisten gebrauchten Consonanten und anderen Schriftzeichen unmittelbar unter der Hand des Operätors liegen. Ein sinnreiches Bandarrangement gestattet die Verwendung von Tinte beliebiger Farbe. Durch einen leichten Druck , kann beispielsweise für ein schwarzes Band ein rothes, grünes, purpurnes substituirt werden, worauf die Schrift in der entsprechenden Farbe erscheint. Die Maschine kann für Bücher verschiedener Breite und Dicke verwendet werden; auch kann der Operator die Lange der Zeilen und den Zwischenraum zwischen denselben nach eigenem Ermessen regeln. Selbstverständlich läßt sich die Crary'sche Schreibmaschine auch zum Schreiben auf gewöhnlichem Papier verwenden. Neben all' diesen Eigenschaften besitzt dieselbe den Vorzug der Billigkeit, denn während heute eine - Schreibmafchine erster Klasse noch ca. $100 kostet, wird dieselbe wohl um die Hälste auf den Markt gebracht werden. Hungerioyne. Die Frauenarbeit ist von jeher stets aml schlechtesten bezahlt worden; wie tief aber in Berlin die Löhne äugen blicklich gesunken sind, mögen folgende Zahlen beweisen, die von sachverständiger Seite kommen. Eine Wäschenäherin erhält für das Dutzend DamenHemden 15 M. bis 2 M., für sehr gute Waare 3,50 M. bis 4 M.. OberHemden werden mit 3 M., 5 M. und 6 M. bezahlt; die besseren erfordern jedoch so viel Arbeit an doppeltem Absteppen. Füttern und feinen! Knopflöchern, daß die Arbeiterinnen in der Regel billige Arbeit, sogenannte Schluderarbeit vorziehen. Am schlimmsten sind die Schürzenarbeiterinnen daran. Sie erhalten von manchen Geschäften für das Dutzend Wirthschaftsschürzen nur 60 bis 75 Pf. Nicht viel besser sieht es in der Fancy-Confection aus. Arbeiterhemden, die unendlich viel Mühe machen, auch ihrer schweren und oft sehr übelriechenden Stoffe wegen schlecht zu nähen sind, werden mit 1,25 M. das Dutzend bezahlt, hier und da gibt eö wohl auch nur 1 M. oder 90 Pfg. Wollene Damenhemden werden in gleicher Weise bezahlt, wollene Damenbeinkleider sogar nur mit 80 Pfg., sehr gute mit 1,75 M. Sporthemden, die ebenso genau wie Oberhemden gearbeitet sein müssen, schwanken zwischen 1,75 M. und 2.40 M. Bedenkt man nun, daß die Näherin von all' diesen Sachen wohl kaum ein Dutzend am Tage fertig stellen kann, so kann man sich ein ungefähres Bild von ihren Einfünften machen. Die Mäntelnäherin verdiente früher viel; augenblicklich aber gibt es für ein Jacket nur noch 90 Pfg., für einen Regenmantel 1 M. 25 Pfg. Auch für die Tricotnäherin sind die Preise sehr heruntergegangen. Wenn das Dutzend Taillen mit 1 M. 75 Pfg., M Duhknd Taillenknöpslöcher mit 1 M. 30 Pfg., wobei noch die Seide zuzugeben ist und Knöpfe angenäht tm den müssen, bezahlt wird, so ist dies schon sehr hoch. Ebenso schlecht, od;r noch schlechter, stehen sich die HandarLeiterinnen". Für das Dutzend ganz feine Oberhemden - Knopflöcher gibt es 25 Pfg., wobei auch das beste Garn genommen werden muß. Verperlerinnen" bekommen für das Vernähen don einem Bündchen Perlen 20 Pfg.. die großen Spitzen - Lampenschirme werden mit 50 Psg. das Dutzend bezahlt. Verderbenbringend für die gewerbsmäßige Arbeiterin ist auch der Wettbewerb der Damen aus besseren Kreisen, die sich namentlich mit feinen' Handarbeiten nur ein Taschengeld" verdienen wollen und deshalb in ihren Mußestunden für jeden Preis arbeiten. Was die niedrigen Löhne oft roch drückender macht, ist endlich die empörende Behandlung, die den Arbeiterinnen in einigen 'Geschäften zu Tl.cil wird. Es gibt in Berlin Firmen, sogar sogenannte anständige Firm?n", welche ihre Arbeiterin die , Woche lang arbeiten lassen, am Zahltage aber in ganz unberechtigte? Weise die Leistunc?en bemängeln und die Sachcn. di: in Wirklichkeit gut gearbeitet sind, zum Aendern zurückgeben, nur um ein paar Mark einbehaltcn zu können. Andere Geschäfte lassen die abliefernden Arbeiterinnen Stunden lang warten, ohne zu bedenken, daß für die Aermsten jede Secunde Geld ist. Und um nur den bittersten Hunger stillen zu können, müssen die Unglücklichen sich Alles gefallen lassen. Die Berichwörung in Marokko. Wie ein Kapitel der Märchen aus 1001 Nacht klingen die näheren Mittheilungen über dieEntdeckung der Verschwörung gegen den Sultan von Marokko. Die Mutter Abdul AzizS. des'
jugendlichen Sultans von Marokko, Nor-el-Chems, d. h. Strahl der Sonne, ist eine durch Schönheit nicht minder als durch hohe G:istesgaben ausgezeichnete Dame. Eifrig bemüht, ihren Sohn in jeder Weise zu fördern, spielt Nor-el-Chems zur Zeit eine bedeutende Rolle in der maurischen Politik. Niemand übt größeren Einfluß über den Sultan, als sie aus und das ist so allgemein bekannt, daß man sie mehr achtet und fürchtet als den Herrscher' selber. Der Sultan thut nichts, ohne seine Mutter um Nath zu fragen. Als die Verschwörung der Aeziere im Gange war, wurden vier compromittirende Briefe aufgefangen und dem Sultan übergeben. Er trug sie sofort zu seiner Mutter. Nor-el-Chems las
. sie durch. Dann warf sie die drei, die von Vezieren herrührten, sofort aus die Erde, den vierten aber, der vom Vruder des Sultan geschrieben war, behielt sie in der Hand. Was bedeutet das, meine Mutter?" fragte der Sultan. Damit will ich Dir kund thun, wie Du mit diesen schändlichen Ministern verfahren sollst," erwiderte Nor-el-Chems. Was aber Deinen Bruder betrifft, so ist es nothwendig, mit großer Vorsicht zu handeln." Darauf rieth die Mutter ihrem Sohne, sofort alle Alfaquires, Tolbars, Ulemas, Cadis, Adulcn und Sheriffs zu entbieten, ihnen die Briefe zu zeigen und sie aufzufordern, ihr Urtheil abzugeden. Die Versammlung erklärte ein stimmig, daß die Verschwörer nach den Vorschriften des Korans den Tod verdienten. Einige tvaxcp dafür, daß -sie erst gefoltert, daß ihnen die Hände abgehauen, die Zunge ausgerissen und die Augen ausgestochen werden müßten. Aber die Ansicht der Mutter drang durch, und der Sultan behandette sie nach marokkanischer Auffassung mit Milde. Die 5!leider wurden ihnen abgerissen, dann setzte man sie auf Esel und peitschte sie durch die Straßen von Mequine.. Schließlich wurden sie gefesselt in das Gefängniß von Mogador gesandt. Ihr Vermögen wurde confiscirt, nur daß man jedem ihrer Kinder 100 Dollars ließ. Einer der vier Vcziere hatte 250 Kinder. Deutsche Lo,alNachr!chren. Sachsen. Dresden. Eine hiesige, 25 Jahre alte Büglerin schleuderte neulich Abends, nachdem sie vorher Männerkleider angelegt hatte, in der Auguststraße ihrem Geliebten, einem Hausdiener, Schwefelsäure in das Gesicht, so daß der Unglückliche sofort des Lichtes beider Augen beraubt wurde. Auch daS Frauenzimmer selbst hat durch zurückspritzende Tropfen schwere Verletzungen erlitten. Das Motiv der That war Eifersucht. Auf der Elbe herrscht gegenwärtig eine geradezu un heimliche Ruhe. Stundenlang sieht man kein Fahrzeug vorüber kommen. Der flaue Geschäftsgang, über welchen jetzt allgemein geklagt wird, ist am fühlbarsten im Schifsfahrtsverkehr. Die Internationale Ausstellung für, Nahrungsmittel und Volksernährung, verbunden mit Industrie-, Gewerbe und Sport-Ausstellung auf dem Areale der VogenschlltzenGesellschaft ist dieser Tage feierlich eröffnet und dem öffentlichen Verkehre übergeben worden. Leipzig. Aus akademischen Kreisen kommt die Nachricht von einer Erweiterung der Universität Leipzig, welche sich auf die Errichtung einer fünften, die technischen Wissenschaften umfassenden Fakultät erstrecken soll. Eine 26jährige, aus Chemnitz gebürtige, ihrem Namen nach in Deutschland weitbekannte Stickerin, wurde wegen Diebstahls hier in Haft genommen. Vor einigen Jahren war von ihr infolge eines anläßlich des mysteriösen Todes ihres Vaters, der Verwaltungsbeamter in Markranstädt gewesen, hier verhandelten SensationProcesses viel die Rede. Jetzt hat sie in Leipzig-Neuschönefeld in der Carl straße bei einer Familie, bei welcher ste sich einlogirt, ein Sparkassenbuch mit 116 Mk. Einlage gestohlen. Das Geld hat sie abgehoben und innerhalb 14 Tagen durchgebracht. Zschopau. Der frühm Ceifensiedereibesitzer, . Herr Städtältester Eduard Stichel dahier, der bereits im November v. I. sein övjähriges Bürgerjubiläum beging, feierte dieser Tage mit seiner Gemahlin das Fest des goldenen Ehejubiläum. ? ra imsdj n ? t a . Braun schweig. Die weitere Untersuchung wegen der Diebstähle an Bahngütern zeigt, welche gefährliche Diebesbande man ermittelt hat. Bis jetzt sind 14 Rangirer etc. verhaftet, und voraussichtlich ist noch eine Anzahl weiterer Verhaftungen zu erwarten. Die Haussuchungen bei den Dieben fördern eine Unmasse gestohlener Gegenstände aller Art zu Tage; - die Spitzbuben nahmen alles, was sie bekommen konnten, und haben ihre Räubereien jahrelang ausgeübt. Dauern. München. Das Platzt mit dem allen Münchnern wertben Hofbräuhaus soll umgestaltet und verschönert werden. Bauamtmann Gräßl hat einen Plan ausgearbeitet, nach welchem das Orlando di Lasso-HauS einem schönen, im gothischen Stile gehaltenen Wohnhause mit Arkaden weichen soll. Dies ist natürlich ein Zukunftsprojekt, bis zu dessen Ausführung noch lange Zeit verstreichen wird. Jetzt werden die an das Orlandohaus sta tzenden, gegen die Pfisterstraße gelegenen Häuser umgebaut und damit die Pfisterstraße erweitert. Für die durch, den Cyklon geschädigten Landleute in Oberbayern sind im Ganzen bis jetzt rund 240,000 M. auf dem Wege der Privatwohlthätigkeit gespen det worden. Arzthofen. Im hiesigen Wirthshause mißhandelte der Bauerssöhn Joh. Kaiser seinen Stiefvater in der. Weise, daß ex ihn ohne Beranlassung ins Gesicht schlug uno auf dessen Abwehr ihm zwei Stiche in den Oberschenke! beibrachte. . .
Nürnberg. Im öenacyoarlen Bruderwalde fand man d:e ledige Bauerstochter Keck aus Dörslelns ermordet auf; es scheint ein Lustmord vorzuliegen. Vayreuth. Im Ganzen haben den 20 Vorstellungen des Waanerthea-
ters 25.000 Gäste beigewohnt, unter denen sich 8000 Engländer und 4000 Amerikaner befunden haben sollen. D in gol fing. Der im 45. Le- ' bensjahre siehende Maschinist Wiesbeck der .Wasserburg'sch-n Brauerei hatte sich ein Veloziped gekauft, machte mit demselben eine Probefahrt und als ' er zurückkam, sank er zu Boden und war nach wenigen Minuten eine Leiche. Gang ho fen. Der verwitlwete ehemalige Wirth, nun Privatier Thomas Erlmeier von hier erschoß die ledige 18jährige Bauerstochter Rosa , Hannberger, mit welcher er Beziehungen angeknüpft hatte, aus Elfersucht. Nach der That begab sich der Mörder in feine Wohnung und erschoß sich ebenfalls. Haßfurt. Die älteste Person in Unterfranken wird wohl die Wittwe Hochrein hier sein, die am 6. Septemder d. I. ihr 100. Lebensjahr zurückgelegt hat. Sie ist noch körperlich und geistig rüstig und macht auch noch weitere Ausflüge und zwar zumeist ohne Begleitung ihrer Angehörigen. ZVRrttemvera. Stuttgart. In Stuttgart stehen gegenwärtig 370 Wohnungen mit etwa 1500 Zimmers leer. Zu der unverhältnißmäßig großen Zahl von Neubauten, die hier in den letzten Iahren wie Pilze aus dem Boden schössen, stellte das Hauptcontingent die Arbeitercolonie Ostheim. Oberstudienrath Dr. Heller, Rektor des hiesigen Katharinenstifts, Vorstand des höheren Lehrerinnenseminars und Mitglied der Commission für die höheren Mädchenschulen, ist zu Urach im Alter von 60 Jahren gestorben. Die Bäckerei-, Eonditorei- undKochkunst-Ausstellung, welche hier . stattfindet, wird dadurch besonders interessant, daß Gepäcksorten aus fast allen Culturstaaten zur Ausstellung gelangen. B i b e r a ch. Eine unangenehme Ueberraschung hat der hiesige Ortsvorstand 60 Taubenbesitzern bereitet, indem er solche je um zwei Mark wegen Nichteinsperrens der Tauben über die Ernte in Strafe nahm. Eine Beschwerde an das K. Oberamt wurde im Hinblick auf Art. 39 des württ. Polizeistrafgesetzes nicht nur abgewiesen, sondern geradezu als Frivolität bezeichnet und mit weiteren zwei Mark Sporteln belegt. Cann statt. Der in Stuttgart wohnhafte Berwaltungs-Candidat H. Wöhrle, welcher in letzter Zeit arbeitsund mittellos war, hat sich hier im Neckar ertränkt. G eis l in gen. In Amstetten wurbe der Schullehrer Sch. auf der Bühne deS Schulhauses erhängt aufgefunben. Der aus ihm rubende Verdacht der Brandstiftung und die ihm in Verbindung damit.-feitens der Vorgesetzien Behörde- drohende .Disziplinaruntersuchung sind als .Ursache der unglückseligen That des Unglücklichen anzusehen. K i ß l e g g. Dieser Tage wurde der ledige, 33 Jahre alte Müller Flur in der Wirthschaft . des ' benachbarten Weilers Krumbach nach vorausgegangenen Raufhändeln durch einen Messerstich in die Brust getödtet. Der Thuter. der verheirathete Unterhändler Knöpfler von Röthenbach, befindet sich in Haft. L a u p h e i m. Unweit des hiesigen Bezirksspitals - fand man dieser Tage in einer Gartenwirthschaft an einem Baume den Hausirer Frey von Dietenheim erhängt. Neuenbürg. Letzthin wurde Gemeindewaldhüter HLrtter von Dennach, ein braver Familienvater, von dem ebenfalls dort wohnenden HolzHändler Pfeiffer, mit dem "er kurz zuvor einen heftigen Wortwechsel hatte, auf dem Heimweg von Schwann absichtlich Verfahren und schwer verwundet an der Straße liegen gelassen. Der Unglückliche konnte sich mit Hilfe seines Schwagers noch bis in die Nähe dsn Dennach Mvpen: dort mtW ihn aber die Kräfte, und nach kurzer Zeit starb er in denArmen seiner herheigeeilten Frau. Ü l m. Stadtpfleger und HospitalVerwalter Carl Geiger ist im Alter von nicht ganz 62 Jahren an Blutvergiftung gestorben. Derselbe wurde in Meran, woselbst er sich in Urlaub befand, von einem Hunde gebissen, und kam, in Folge des Bisses nicht unbedenklich erkrankt, hierher. Waldhausen. . Der Taglöhner Wilhelm Kaiser hat seine Frau erstochen. Der Mörder eilte nach der grauenhaften That sofort dem Walde zu. und es wird allgemein vermuthet, daß er sich dort durch Erhängen dem Arm des irdischen Richters entzogen hat. Oahttu B r ü h l. Hier brannten dieScheuern des Wagners Wörn und des Landwirths Johann Geschwill ab. Dieselben sind theilweise versichert. Dur lach. Der frühere Landtagsabgeordnet AltbürgermeisterFridrich ist in Folge eines Herzschlags un vermuthet rasch verschieden. E u b i g h e i m. ' Erhängt hat sich .der Straßenwart K. Derselbe war in Bozberg von den Schössen zu einer Geldstrafe verurtheilt worden und befürchtete nun, deßhalb-fein Amt als Straßenwart zu verlieren. Heidelberg. Im Steinbruch des Math. Nehm in Nohrbach wurde der Arbeiter Philipp Scherz lebensgefährllch, und- der - Arbeiter Heinrich Schneeberger schwer verletzt. K o n st a n z. Verhaftet wurde der 27 Jahre alte Kiesgrubenarbeiter Jak. Sick aus Langenau, der Damen in un sittlicher Weise belästigte, des Abends aus den Häusern die Dienstmädchen herausläutete und sich denselben .in sanskulottischem Kostüm präsentirte. " ' Mannheim. Ein im Droguengeschäft von Ludwig K'' Schütteln?
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bekannt auf der ganzen Erde, als das größte Schmerzenheilmittel. - Heilt SRheurttaiimu Neuralgie, NiickcnschWerzcn, Verstauchungen,
Verstauchungen, Verrenkungen, Frostbenlm, Hüftenschmcrzen, Quetschungen, Zahns schmerzen, Vrindvunden, und alle Schmerzen, welche ein äußerliches Mittel benöthigen. -3 Farmer und Viehzüchter finden in dem St. Jakobs Oel ein unübertreffliches Heilmittel gegen die Gebrechen des Viehstandes.
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ausgedrochener Brand verursachte am Magazinsgebäude inen -Schaden von 40.000 Mark. - Die übrigen Gebäude wurden gerettet. . ; Nußbach. Dem 53 Jahre alten verheirateten Holzhauer Anton Foh' renbach, Vater von dreiKindern, wurde durch einen rutschenden Stamm die Vrust eingedrückt. Offenburg. Der Ausläufer Volz, der einer hiesigen Buchhandlung etwa 700 M. unterschlagen hatte.wurde verhastet. R e i ch e n a u. Kreisrath . Huber und seine Gemahlin feierten das Fest der goldenen Hochzeit. W e i n h e i m.' Ein großes Feuer wüthete dahier. Dasselbe brach in der Scheune des Landwirths Phil. Jochum aus und verbreitete sich mit rasender Schnelligkeit über die angrenzenden Anwesen der Landwirthe Georg Rödel und Georg Metz. Im Ganzen fielen dem verheerenden Elemente drei Scheu nen, zwei Schuppen und das WohnHaus des Landwirths Rödel zum Opfer. fdlWt lt. Bern. Dahier starb im Alter von 74 Jahren Herr Heinrich Nüllhaupt, Vater, ein ausgezeichneter Kupferstecher und Kartograph. Während 53 Iahren war er Beamter und Angestellter des eidg. topographischen Bureau. Bafelstadt. Mit besonderem Glänze wurde das St. Jakobsfest gefeiert; es war der 450. Jahrestag der Schlacht, die der Stadt Basel Rettung, den verwegenen Eidgenossen siegreichen Untergang gebracht hatte. Negierungsrath Brenner hielt die Festrede. G l a r u s. Die Gemeinde Niederurnen überläßt der Basler AlpenkomMission" behufs Gründung einer Ferienkolonis unentgeltlich' Bauplatz,Bauholz und Steine. In Glarus ist Fabrikant Jakob Schuler gestorben. Grau bänden. Zu St. Mo-ritz-Bad hat ein Brand eine Anzahl hölzerner Gebäude eingeäschert. Schwyz. Das 'Theilstück ArthGoldau der Arth-Rigibahn soll für elektrischen Betrieb eingerichtet und das Stationsgebäude in Arth verkauft wer den. T e s s i n. Bei Locarno wurde ein Herr Jean Orelli von Dieben ermordet und beraubt. Der Ermordete hat 160.000 Frcs. zu wohlthätigen Zwecken vermacht. Vsterrelk?. Wien. Vor einigen Tagen wurde hier während der Nacht eine FrauensPerson in gänzlich verwahrlostem und trunkenem Zustande als unterstandsloZ von einem Wachmann aufgegriffen und auf die Polizei gebracht. Nachdem sie sich dort zum größten Erstaunen des den? Nachtdienst versehenden Eommissärs als eine Comtesse C., Abkömmling eines Jahrhunderte alten '. Adelsgeschlechts, legitimirt und den Rest der Nacht imPolizeiarreste zugebracht hatte, wurte sie am nächsten Tage der' ftädtischen Versorgungsanstalt übergeben. Hier wurde die gänzlich verwahrlos!Gräfin vor Allem mit dem Nöthigsten an Wäsche und Kleidern versehen. Die aufgegriffene Comtesse wurde ihrer fortgesetzten liderlichen und . tollen Streiche wegen von hrr Familie verstoßen und sank dann immer tiefer und tiefer.' bis sie zur Säuferin wurde. G r a z. In t'uxii Zundwaarensakrik in der Mzsekbosgassi yielsM fand eine ttesselexplosion statt. Jwei Personen wurden schwer, mebrere leicht verletzt. -. Nachdem erst die Mörzer Lee und Cummins in. Melbourne Eingerichtet worden sind, beschäftigt jetzt wieder ein Mordproceß das dortige Publikum in hohem Grade. Eine übelberufene Frau Martha . Needle. war eines Vergiftungsversuches beschuldigt und überführt worden; bei der Untersuchung kam es zur Sprache, daß schon früher Personen, die mit ihr Verkehr gepflogen hatten, rasch gestorben seien. . Man schritt dazu, eine Anzahl Leichen auszugraben. Jetzt' steht fest, daß das Weib ihre Liebhaber, sobald sie ihrer überdrüssig war,' durch Arsenik tödtete; ihren Mann sowie ihre beiden Tochter, die ihr im Wege waren, schaffte sie ebenfalls durch Gift aus htx Welt. Der Proceß zieht weite Kreise in Mitleidenschaft. Nudy'S Pile Supposito!y wird aarantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder daS Geld wird zurückgegeben. 60 Cts. die Box. Schicke zwei Postmarken für Zirkuläre und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu derkaufen in allen guten -Apotheken. Ward BroS., A. Kiefer' Co. und Daniel Stewart, Wholesale Vgenten, Indianapolis, 3nd. Zermalmten und. ganzen . T o It - zu haben bei der . .... . - :L -:.
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