Indiana Tribüne, Volume 17, Number 360, Indianapolis, Marion County, 16 September 1894 — Page 4

JndZana Tribüne.

Erscheint Täglich und OonntagS. Indianapolis, Ind., IG September '94 Sonntags-Plandcrci. Der Bahnhosdirektor Zion ärgert sich darüber, daß am Sonntag so viele junge Mädchen nach dem Bahnhofe kommen und mit Fremden kokettircn. lir will deshalb am Sonntag den Bahnhof für alle Unberufenen schließen. Aber, Herr Zion, wer wird denn so grausam sein! ES wird wohl wahrscheinlich ein sündhaftes Gebühren sein, zu kokettiren und noch dazu am Sonntag, aber was sollen die jungen Mädchen denn an einem Indianapoliser Sonntag ansangen ? Ihr Biöchen Staat müssen sie doch zeigen, Vergnügungsplähe haben wir nicht, und ob sie aus der Straße, in der Kirche oder im Bahnhofe kokettiren, daS ist doch wohl toute rnerne cliose. Wenn die Mädchen in Indianapolis nach dem BahnHofe gehen, um daselbst zu kokettiren, so geschieht das wahrscheinlich deshalb, weil es ihnen der geeignetste Plah dafür erscheint. Aber daran sind eben Diejenigen schuld, welche dafür gesorgt haben und stetig sorgen, daß der Jndianapoliser Sonntag es an Langweiligkeit mit seinen Kameraden in irgend einem gottverlassenen Neste in diesem weiten Lande aufnimmt. Und sündhaft ist die Welt nun einmal, zumal die junge Welt. Ja mir scheint, daß sie umso sündhafter wird, je mehr Denny, Powell & Co. sie par ordre du mufti tugendhast machen wollen. JmUebrigen heißt es, daßLehtereAngesichtö der bevorstehenden Wahl hie und da geneigt sind, ein Auge zuzudrücken. Ich weiß nicht, ob dem so ist, aber der Politik halber thun unsere Moralhelden wohl Einiges", wiewohl ich nicht glaube, daß es ihnen in diesem Falle viel helfen wird. Vor zwei Sonntagen war ich in Lafayette. und da fand ich, dah die BeHorden am Sonntag die Augen bis um 0 Uhr Abends geschlossen halten, aber um diese Stunde machen sie sie auf. Bis 0 Uhr Abends sind die Hinterthüren offen, nachher ist Schluß. Das ist immerhin ein Compromiß, den man man sich gefallen lassen kann. Wann werden denn die Menschen einmal zur Vernunft kommen ? Wie thöricht, sich den Sonntag in so dumnur Weise zu verderben und sich den Genuß eines freien Tages so zu verkümmern ! Der Mayor von Crawsordöville hat ai den Mayor von Indianapolis da8 Ersuchen gestellt, eine Conserenz sämmtlicher Bürgermeister des Staates zu berufen. Mayor Denny hat sich zwar noch nicht entschlossen, die Conferenz zu berufen, aber ich gebe ihm den guten Rath, es zu thun. Er könnte da noch viel lernen. Da er denn doch einmal in der Verwaltung von kleinen Landstädten das Ideal städtischer Negicrungskunst erblickt, so könnte er bei einer solchen Conserenz von den Landbürgermeistern sich Raths erholen. Apropos! DaS Journal" richtete diese Woche einmal die Frage an die Eisenbahncompagnieen, ob sich eine Excursionnach Indianapolis nicht ge rade so gut arrangieren lasse, wiev o n Indianapolis. Diese Ezcursionen finden meistens über Sonntage statt Da frage denn daS Journal" einmal bei seinem guten Freunde Denny an damit ihm dieser erst einmal Aufschluß darüber gebe, waS Fremde an einem Sonntage in Indianapolis anfangen sollen. Wenn daS Journal" und sein Freund der Bürgermeister Denny glauben, daß man Fremde hierherbe kommen kann, wenn man ihnen nichts weiter als einen Spaziergang durch die Straßen bieten kann, dann sind sie ge waltig auf dem Holzweg. Fremde meiden Jndianapoliser Sonntage so viel wie möglich, sie ha beneinen wahren Schrecken vor den selben. Selbst Geschäftsreisende su chen es womöglich so einzurichten, daß sie den Sonntag in Städten zubringen können, in denen der Bürgermeister f etwas wie großstädtische Einsicht hat Wenn der Fremde am Sonntag alle Thüren verschlossen findet, wenn es keine öffentlichen Vergnügungsplähe giebt, weil solche ohne den Sonntag ihre Rechnung nicht sinden können wenn man keine andere Musik hören kann, als die einer Kirchenorgel, so bleibt der Fremde einfach foxt, denn langweilen kann er sich zu Hause auch Herr Denny berufe den Bürger' meiste? Congreß .unter allen Umständen, denn den Beifall, den er in der Stadt selbst nicht findet, werben ihm die Landbürgermeister zollen. D er Plauderer. -TutjMr.rr ..

Tle Wissenschaft im Eise. (Von Tr. Sigism. Feßler).

Tunlle unklare Kunde dringt aus fernen unlKlannten Zonen zn uns. Die Wellmann'sche Nordpolexpedition ist gescheitert. Wieder eine! Den Journalisten aus Chicago ließen die Lorbeeren eines Stanley nicht ruhen. und da es in Centralafrika derzeit nichts zu holen gibt, so muhte der Pol herhalten, statt der Tropensonne. da3 Eis und über daS Eis zum Nord pol. Ich weiß nicht, ob der kühne Reporter davon Kenntnin hatte, daß im Jahre 1830 neunzehn englische Schiffe in der Melville-Bai. 1871 sechsundzwanzig amerikanische Fahrzeuge in der Behringstraße und im 17. Jahrhundert dreiundsiebzig Hot ländische Schisse vom 6ise zerdrückt worden sind. Aber gewiß waren lym die Schicksale der Advance". der Polaris", des egetthoss". des Proteus der Hansa", der Diym. phna", der .Jeannette nicht sremd. DaS waren durchweg tüchtige Eis bracher, bewehrt und bepanzert gegen drn furchtbarsten Druck, geführt von tapferen Leuten, die geblutet hatten unter der Dornenkrone des Entdeckers, befördert zumeist durch die Kraft deS Dampfes, reichlich versehen mit allen Hilfsmitteln der modernen Technik. . w ri- ? f. - w cw . . ji und docy war oas ei lyr oo. Llucy das Wellmann'sche Expeditionsschiff, der NagnvaldJarl", hat ein vor zeitiges Ende gefunden bei der Tafel insel nordwärts von Spitzbergen durch die kühle Umarmung des Eises, und die Idee, im landfernen Meere von Spitzbergen über das Eis nach vlox den vorzudringen, hat wieder einmal kläglich Schlffbruch gelitten. Julius Payer bat sich als Prophet bewährt. Was ür Tlchit chagott. PhlppS, Buchan, die beiden Scoresby. Ela verinq, den großen Parry, Torrel, Nordenskjöld, Koldewey Problem ge blieben, das konnte üvellmann nicht lösen. , Das nordspikbergensche Meer ist ein altes Operationsfeld für Polar fahrten. Wahllos waren die Ver suche, an jener Stelle den Eisgürtel zu durchbrechen, um am Pol eisfreies Wasser zu finfctn; sie stützten sich alle auf die trostreiche Theorie von dem offenen Polarmeer", die der hollan dische Geograph PlanciuS erfand, und deren begeistertster Apostel Dr. HayeS gewesen. Hinter dem rauhen Eise sollte wogendes Wasser sein und mitten drin der ruhende Pol ! Nach den Nachrichten, die Daines Barring ton bei den Fischern von Amsterdam und Hull sammelte, sind die alten holländischen Fischer auf der Suche nach Thranthieren weit über Spitzbergen hinausgegangen, weiter als Scoresby und Hudson, und haben überall offenes Meer gefunden. Aber noch kein Schiff hat dieses offene Meer" befahren; es wird also viel leicht doch nicht ganz offen" gewesen sein. Aber die 'Natur scheint auch zuweilen recht capriciös zu sein. Sir Edward Parry, ein Großmeister un ter den Polarfahrern, der keinesvegS der Lehre vom offenen Polarmltthuldigte, sondern den Weg von Spitz bergen nach dem Nordpol über eine ebene geschlossene Eisfläche führend dachte, 'ließ im Jahre 1827 genau so wie jetzt der verunglückte Wellmann sein Schiff in einer 23a; Nord-Spitz bergens zurück, und versuchte mittels zweier Schlittenboote auf dem Eise vorzudringen. Aber Parry fand nur lockeres Eis und nach einer Welle brach es unter ihm auf und er trieb auf offenem Wasser nach Süden. Also der Wasserschwürmer findet Eis und der Eisglaubige Wasser! Wellmann hatte bei der Walden Insel sein Schiff verlassen, in der Absicht, mit Hunden und Schlitten sich nach Nordost zu wenden. Dort liegt ein Land, welches zwar schon ö ters gesehen wurde, dessen Erreichung aber bis jetzt noch nicht geglückt ist Gillisland. Denkt man sich den Golfstrom, wo er die Westküste Norwegens bespült, in der Luftlinie nordwärts verlängert, so müßte er Gillisland streiten und deuen Küsten Wasser erwärmen. Es müßte also hier onenes, schiffbares Waner vor Handen und die Möglichkeit, weit nach Norden vorzudringen, gegeben sein. Allein die Tromsöer Walroßjäger sind nüchterne, skeptische Menschen;' sie stellten von jeher dem Eindringen in das Eismeer von GilliSland ein un günstiges Prognostikon und dieses scheint seit der Entdeckung von Franz Joses-Land auch erklärlich. Von die scm letzteren dürfte Gillisland ein nestllcher Ausläufer, eine vorgela gcrte Insel sein, und mit dem eis freien, vom Golfstrom erwärmten Masser von Gillisland hat es wohl dasselbe Bewandtnis wie mit dem offenen Polarmcer" des Dr. Hayes, der ganz kategorisch erklärte, daß sich der Smlth-Sund zum Polarbecken erweitert und daß die Wogen dieseZ Polarmeeres seinen Fuß bespült hätten. Seltsamerweife hat dort, wo Hayes sein .offenes Polarmeer spü len" läßt, später im Jahre 1372 der Württemberger Astronom Dr. Emil Beuels Land gefunden, unzwnfel hafteS festes Land von continentaler Ausdehnung, Grönland und Gnn nelLand, nur getrennt von einem so engen Eanal, daß selbst zur Nachtzett bei schwachem Mondhcht die gegen überliegende Küste von PolariSbucht aus deutlich wahrzunehmen war. Nun bringt Payer auf seiner Karte von Franz Jo ef.Land dieses selbst nordwestwürts durch ZichyLand und König OSlar'Land in eine ganz ve denkliche Nähe zu Gillisland, dessen undurchdringliche, poläokrystischen Eisfelder und Schollenberge gewiß aus der vereisten Oberfläche eines alaaalen Landes von größerer Aus debnvna etjvrinaen. Also wieder

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ein Hinterland und weder ein gefror nes, noch ein offenes Polarmeer! Darüber sind heute alle Polarfahrer von Bedeutung, Bessels, Payer, Lockmood, Rares, Markham, Beau mont, Archer. Nordenskjöld, Aldrich, einig, daß der Weg zum Pol nicht über das landferne Ihsrnecr führe. sondern in demKlelroaffer einer nahen Küste. Diese enthebt den Polarfor scher seiner ernstesten Sorge um den Winterhafen, ohne welchen das festeste Schiff im (iife den Gefahren der Eispressungen fast rettungslos preisgegeben lst. Wellmann's Schiff lst sogar lm Sommer vom (Ztse zer drückt worden. Die Hansa" mit dem jungen Dr. Laube an Bord, er litt dasselbe Mißgeschick am 22. C! tober 18G9 und die Dampsbarkasfe Greely's wurde am 10 September 1833 von ihren Leuten im Eise ver lasfen. Die Küste bietet ferner die Möglichkeit der Ernährung durch sri sches Fleisch im Wege der Jagd, der Hilfe durch das Zusammentreffen mit Eskimos und sichert den Rückzug von Kap zu Kap, von Insel zu Insel, wenn das Schiff verloren ist. Die Bootfahrten KaneS', der Po. larismänner der Gretly Expedition und endlich Payer'S Rückzug nach NovajaSemlja sind Beweise dafür. Im offenen Eismeer waren alle zu Grunde gegangen. Nach der neue sten, mit Benützung der Entdeck gen von Jnglefield, Kane. Hall Rares und Lokwood angefertigten, dem Be richte über die Lady FrankliN'Bay Expedition 1831 bis 1884 beigegebe, nen Nordpolarkarte führt die Straße zum Nordpol zwischen Grinnell'Land und dem wenigstens über 86 Grad nördlicher Breite nach Norden ver lausenden Grönland durch den Smith Sund und seine Verlängerun gen, das KaneBajsin, den Kennedy. Eanal, das Hall Becken, den Robe son'Canal und die LincolnSee, durchwegs Meerestheile von geringer Breite und vielfache Sicherheit ver heißend. Auch Payer ist der Ansicht, daß man von dieser Seite dem Pol werde beikommen können und trotz alledem versuchte es Wellmann lieber auf der östlichen Seite unseres Pla neten. Vielleicht wollte er dem Dr. Fridh jof Nansen begegnen. Seit mehr als Jahresfrist ist Nansen unterwegs und noch erscheint die Zeit nicht ge kommen, seinetwegen Besorgniß zu hegen. Wer ins Eismeer geht, von dem kann woM durch achtzehn Monate keine Nachricht kommen, es sei denn, er begegnet glücklicherweise einem Walfänger, der auf der Heimkehr be griffen oder es passirt ihm ein Un glück wie Wellmann, noch bevor er recht weit gekommen. Nansen, der Durchquerer Grönlands, wollte be. kanntllch nicht über das Eis gehen, sondern sich vom Eise treiben lassen, und zwar gestützt auf die Beobachtung, daß im sibirischen Eismeer eine Trift nach Norden sührt, dieselbe Strö mung. die ja auch den Tegetthoffnach Franz Josef Land und die Djymphna" durch die Karasee ge trieben hat. Aber Nansen hat seinen Plan bald geändert. Er wollte ur sprünglich mit seinem Fntm" um das Kap Jscheljuskin nach den oft. sibirischen Eismeer und von diesem sich nordwärts treiben" laffen. Aber schließlich vertraute er sich doch dem Kielwaffer unseres Payer an, und die Frage ist. wo steckt Nansen jetzt? Die Sehnsucht nach einer Küste im Norden von Sibirien sührt dos Auge unwillkürlich nah Franz Jofef.Land. welches in günstigen Eisjahren mit einem Dampfer leicht zu erreichen ist. Hier zieht sich in einer merkwürdigen geographischen Homologie mit den schmalen Gewässern zwischen Grön land und Grinnell-Lan) auf der West lichen Hemisphäre, zwischen Wilczek und Zichy-Land der Austriasund und in dessen nördlicher Verlängerung der Rawlinsonsund, also EiS und Wasser von fluthenden Küstenlinien umgeben. An diese unwirthlichen Gestade hat es vor zweiundzwanzig Jahren unsere tapferen Landsleute getrieben, und Nansen will sich wohl von hier aus noch weiter .schwem men- lassen. Sein Schiff ist gut, und er selbst ist ein stahlharter unter nehmender Kopf, der sich im grön ländischen Binnenlandeis den Tok torhut errungen hat. Erfolg wird er sicher haben. Ob aber den, wel. chen er wünscht? Noch ist bis zur Stunde der Nordpol eine unnahbare Loreley geblieben. Kühne Männer gab es genug, die sich ihm nahen wollten; aber den Schiffer im klei nen Schiffe ergreift es mit wildem Weh" Gott schütze den muthigen Norweger vor diesem wilden Wehdeö Eises! Die Wiffenschast im Eis. meer hat schon der Märtyrer genug. , Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen zc., bei Wm. Mucho, 199 Oft Washington Str.

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ligrurvl, ksserionviue, ynr. Lchützenfeste der Altvordern. Eine Handschrift des 16. Jahrhun berts enthült folgendes Einladungs schreiben zum Armbrustschießen bei einem Schützenfest: Hie bey sau feu gericht sein ein Hora, die tzu ydem schuß auslauNen sal, welcber schütz nicht tzugeschrieben werden.- Unter Hora- ist hier eine Uhr, trenender ein Uhrwert zu verstehen. Es ist nämlich die Nede von der Zielstätte bei dem Armbrustschießen. Sie war so äußerst künstlich und eigenthümlich eingerichtet, daß eine kurze Beschrer dung auch die heutigen Schützen noch interessiren dürste. Die Zielstätte war ein großer, hölzerner Bau, der entweder eine Hausfront mit mehre ren Thüren und Stockwerken oder ei nen Triumphbogen, oder einen Tem pel mit Kuppelthürmen darstellte, zu weilen auch einem hohen Holzaltar des 16. Jahrhunderts glich und mit den Stadt und Landesfarben be malt, mit Wappen, Figuren und Schnitzwerken verziert war. In der Mitte des Baues befand sich die mit dunkler arbe oder Leinwand über zogene Schießwand. Zuweilen war der ganze Bau mittels einer Borrich tung beweglich, und konnte der am Schießen befindlichen Schützenabthel lung zugedreht werden. Neben der Schießwand befanden sich vorsprin gende Schutzhäuschen sür die beobach tenden Zieler. Ganz oben war ein künstliches Uhrwerk angebracht, das auf dem Ziffernblatt die Ziffern 14 trug und darüber ein Glöckchen. Auf der höchsten Spitze des Baues stand eine bewegliche hölzerne Figur, ge wöhnlich Fortuna auf der Kugel, die nach einem schlechten Schuß dem Schützen den Rücken zukehrte, oder ein Männleln auf einem Thurme, das dem guten Schützen eine Fahne zuschwenlte. dem schlechten aber einen Esel bohrte. Sollte nun daS Schie ßen beginnen, so besohl der Prit schenmeister mit lauter Stimme: Kieler laß die Uhr los!", worauf sich alsbald der Zeiger in Bewegung fetzte, indem den Ablauf eines jeden Viertels der Schlag der Glocke ver kündete. Hatte der Zeiger den Um lauf vollendet, so mußte eine Schü tzennbttieilllng geschossen haben. Als dann fing die Glocke an zu läuten, das Zirkelblatt wurde durch einen an einer Hanfschnur berabsinkenden Stnhlspiegel verdeckt und die Schieb wand, durch Gitter abgesperrt, um die etwa zubringenden neugierigen Schützen davon abzuhalten. Die Schreiber hatten nun die einzelnen chüne nachzusehen und' zu notiren. Die gleichfalls bewegliche Schießwand wurde mit dem Zirkelblatte nach ei nem hinter ihr befindlichen Tische herumgedreht, an dem die Schreiber ihren Sitz hatten, die die beschriebe nen Bolzen herauszogen und alle Schüne, vom besten bis zum schlechte sten, mit den Namen der betreffenden Schützen aufschrieben. Auch dieZie. ler bekamen jetzt ihre Arbeit; sie hat. ten die Bolzenlöcher wieder zuzuhäm mern und die beschädigten Stellen der Schießwand auszubessern. Dar auf wurde ein neues Blatt eingezogen und eine andere Abtheilung'kam cn die Reihe. Guter Verdienst. Teutsche Manuer verlangt Welche Willens find sich ein rentables Geschäft zu gründen. Wir wünschen, daß Jeder, der ohne Beschäftigung ist, oder keine zufriedenstellende Arbeit hat und die Vertretung für unsere Firma gegen gate Bezah. lung zu übernehmen wünscht, vertrauensvoll an uns schreibt, und wir werden demselben unser Anerbieten nebst Proben kostenfrei übersenden. Wir wünschen nur einen Vertreter für jeden Distrikt, welcher noch nicht besetzt ist. Man wende sich sofort an Dr. C. 3. Schoop, No. 36 State Str. Racine, Wiö. ,- Kaufe Mucho'S Beft Havanna CigarS." Zur gefl. Notiznahme. Meinen Kunden und dem Publikum zur Nachricht, daß ich meinen Cigarren-Ladeu nach No. 76 Ost Washington Sir. meinem alten Platze schräg gegenüber, verlegt habe und bitte auch ferner um geneigten Zu, spruch. W. Kiemeyer, JTo. 76 Gst OSnshington Är.

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