Indiana Tribüne, Volume 17, Number 354, Indianapolis, Marion County, 10 September 1894 — Page 2

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Jndiana Tribttne. Erscheint Täglich und SonntagS Die tägliche ,Trtbüe-kostet durch den Träge, '.Klent per oche. die Sonntag.Trtbüne' lentS per Woche. Beide zusammen 15 Cent! oder 3 Cent per Monat. Per Post ,ugefchit in Vor bezahlung per Jahr. Office : No. IS Süd Alabaa Str. Indianapolis, 2nd., 10 September '94

kosten der Tonntagsruhe im Eisen bahndienst. Im Januar 1892 wurde auf Grund eines Erlaß des preußischen Ministeliums eine Commission eingesetzt, der X die Aufgabie gestellt wurde, zu ermitteln, unter welchen Voraussetzungen es angängig und durchführbar sein würde, im Interesse der Sonntagsruhe eine vollständigeinstellung des Gütervertehrs an Sonn- und Festtagen eintreim zu lassen. Die Commission kam nach eingehender Berathung zu folgenien Ergebnissen: Es erhalten nach Durchführung der in Rede stehenden Maßregel im Güterund Bahnbewachungsdienste Ruhe 62.278 Personen, mehr als bisher 25.239. &n Löhnen ohne Gegenleistung erwachsen 2,309,390 Mk. Hierzu treten an einmaligen Ausgaben für Erbauung von Dienstwohnungen infolge Umstationirung von Locomotiv und WagenPersonalen, für Erbauung von Locomotivständen, für Neubeschasfung von Locomotiven 1,843,192 Ä!k.. an dauernden Ausgaben für Mehrbedarf an Personalen, Unterhaltung der DienstWohnungen, Locomotivstände und Locomotiven 849,638 Mark. Ferner ist zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Wagenparks eine entsprechendeVermehrung der Güterwagen erforderlich. Die 3ahl der offenen (Kohlen- und Cokes-) Wagen bei den preußischen Staatseisenbahnen beträgt rund 129. 000 Stück. Die erforderlich erachtete Vermehrung dürfte daher die Reubesäaffung von rund 10.00 Wagen und den Wagen zu durchschnittlich 2550 Mk. gerechnet die Aufwendung eines Capitals von 20.265.000 Mk. erheischen. Dazu treten weiterhin die Kosten für Herstellung von Geleisen etc. zur Aufstellung der neu zu beschaffenden Wagen in Zeiten schwächeren Verkelzrs. welche für den Wagen 8 Mk. Gleis zu 25 Mk. gerechnet überschläglich 2.060.000 Mk. betragen. Die Zahl der bedeckten Güterwagen beträgt z. Z. 53.000 Stück. Es müssen 'danach behufs Einführung der Sonntagsruhe etwa 4200 Stück neu be schafft werden, was bei Zugrundeles.ung eines Einheitspreises von 3000 Mk. ein Kostenerforderniß von 12,f.00,000 Ms. ergibt. Die Unterbringung dieser über den ganzen Staats bahnüereich vertbeilten Güterwagen ber.'iiei zwar geringere Schwierigkeiten üls die Ausstellung offener Wagen, imnexhhx aber sind noch für etwa 2000 Wagen Aufstellungsgleise mit einem 5t'ostenaufwande von '400.000 Mk. in Ansatz zu bringen. Des Weitere wird eine Vermehrung der Specialwasen um 8 Procent des seitherigen Vestande nothwendig. Die bisherige Zahl von 1600 Stück muß etwa um 120 Stück erhöht werden, was bei eiuem Einheitspreise von 5600 Mk. für ten Wagen den Betrag von 672.000 Mk. erfordern dürfte. Der Mehrbedarf an Kalkwagen endlich wird auf etwa 5 Procent des Gesammtbestandes ron rund 3400 Wagen, also auf 170 Wagen zu beziffern sein. Bei Zurundelegung eines Einheitspreises von 2850 &t. müssen die dafür entstelanden Kosten auf 434.500 Mk. veranschlagt werden. Außer den durch die !,teubeschaffung von Güterwagen entstellenden Aufwendungen erwachsen weiterhin in Folge der Sonntagsruhe noch für die Benutzung fremder Äagen Mehrausgaben an Wagenmiethen, die l nach den Ermittelungen der ComMission jährlich auf rund 133.800 Mk. belaufen werden. Nach diesen Ergebnissen der Commisjionsberathung ist schwerlich an die vollständige Einstellung des Güterverkehrs an Sonntagen zu denken.

1 er Voykott vor Gericht. Wegen zwei Führer der Dresdener Socialdemokratie, die beiden Vorsitzenden des socialdemokratischen Vereins für Dresden-Altstadt, den Steinmetz Hermann Eichhorn und den Restaurateur Friedrich Findeisen, wurde vor der zweitem Ferienstrafkammer des Dresrener Landgerichts jene Anklage wegen versuchter Erpressung verhandelt, deren Erhebung aus Anlaß der Bycottirung der Dresdener WaldschlößchenÄraucrei weit über Sachsens Grenzen hinaus Aufsehen erregt hat. Zum ersten Mal hatte eine Staatsanwaltschaft den Versuch unternommen, den Loycott als Nöthigung strafrechtlich zu fassen, als eine Handlung, die darauf abzielt, Anderen, in diesem Falle entlassenen Brauerei-Arbeitern, einen lechtswidrigenVermögensvortheil durch Zwang zu verschaffen. Als rechtswidriger Vermögensoortheil im Sinne des Strafgesetzbuches galt der Staatsanwaltschast die von den Angeklagten als Bedingung der Aufhebung des Boycotts an die Brauerei gestellte Forderung der sofortigen Wiederanstellung der entlasjenen Brauereiarbeiter. t Die thatsächlichen Vorgänge, auf die sich die Anklage stützte, waren in 5iürze folgende: Die Dresdener Socialdemokratie wollte den ausgedehnten Park der Waldschlößchenbrauerei zur Maifeier' haben. Die Verhandlungen mit dem Pächter führten zu 'keinem Resultäte; der Direktor der Brauerei, Bier, an den sich Eichhorn und Findeisen nunmehr wandten, machte die Hergabe fce3 Parkes davon abhängig, daß dem Feste ein .unverfänglicher Charakter

gewahrt Mibe. Die beiden Ange5lagten bestanden auf der bestimmten Erklärung, daß der Park unbedingt zur Maifeier überlassen werde. Diese Erklärung erfolgte nicht und damit hatten die Verhandlungen, die sechs Wochen in Ansvruck genommen hatten, vorläu

fig ihr Ende erreicht. Am 15. April d. I. theilte Eichhorn in einer VolksVersammlung dieses negative Resultat mit und setzte hinzu, daß die Arbeiter ihrerseits die Antwort darauf nicht schuldig bleiben würden. Die Antwort war die Verhängung des Boycotts über die Brauerei, die am 18. April von dem Organe der Dresdener Socialdemokratie ausgesprochen wurde. Daraufhin wandte sich .Rechtsanwalt Gerlach. Mitqlied des Aufsichtsrathes der Waldschlößchen-Brauerei, brieflich an Eichhorn und bat um seinen Besuch zur Aufklärung der Sache. Die Unterredung führte zu keinem Ergebniß. Am 19. April entließ die Braurei 26 Brauer unter der Angabe, daß die Mälzerei zu Ende sei; unter den Entlassenen befanden sich sammLlche Mitglieder des VrauerfachvereinS. Runmehr erhob die Dresdener Socialdemokratie im Verlauf der bon dem Direktor der Brauerei. Bier, wiederum angeknüpften Verhandlungen die weitere Forderung, und zwar in erster Linie: Einstellung sämmtlicher entlassenen Brauer in ihre frühere Stellung zu den alten Bedingungen." Diese 5?orderuna stellte Eichöorn 1 einem Briefe vom 22. April, den Findeisen mitoerfaßt haben soll, an den Direktor Bier. Der Brief schloß mit den Worten: Ich erwarte bis morgen. Montag, den 2. Apr'l 1894, Nachmittags 2 Uhr, nach ihrer eigenen Angabe von he.lte Ihren endgiltigen Bescheid, im anderen Falle sie alle darauf entste henden Folgen sich selbst zuzuschreiben haben." In ähnlicher Weise sprachen sich beide Angeklagten dem Rechtsanwalt Gerlach gegenüber aus, von dem sie sich den in ihrem Briefe verlangten Bescheid hoJrn sollten. Als Gerlach die Wiedereinstellung der entlassenen Arbeiter als unmöglich ablehnte, erklärten beide Angeklagten, daß die Wiedereinstellung die unerläßliche Voraussetzung für die Aufhebung des Boycotts sei. Diese Aeußerung und der Brief. Eichhorns waren die Stützpunkte der Anklage, die ursprünglich auch auf den Redakteur Dr. Gradnauer ausge dehnt worden war. Am 2. Juni wurden Eichhorn, Findeisen und Gradnauer plötzlich verhaftet, am 16. Juni wurde Gradnauer wieder entlassen und einige Zeit später die Anklage gegen ihn wegen mangelnden Beweismaterials niedergeschlagen. Die beiden anderen Angeklagten aber blieben wegen Fluchtverdachtes" in Untersuchung?haft, aus der sie zur Hauptverhandlung vorgeführt wurden. Beide Angeklagte wurden nach einer langen Verhandlung freigesprochen. Ein Roman im Dicnstbotenbucht. Vor einigen Wochen suchte die Gattin eines Dresdener Geschäftsmannes durch Annoncen ein Dienstmädchen. Unter den Vielen, welche sich meldeten, war ein Mädchen, deren Zwei lebte Zeugnisse folgendermaßen lauteten: arolme Ernestme P . . . . hat vom 1. April 1891 bis 1. August 1893 in meinem Hause treu aedient. sie war ehrlich, treu, fleißig und ganz zuverlaiNg. 10 daß ich sie nur auf das Allerbeste empfehlen kann. Karoline verläßt meinen Dienst, da sie nicht damit einverstanden ist, daß ich mich von meiner Frau scheiden lassen will. Dresden. 1. August 93. P Sch " Das nächste Zeugniß lautete: Karoline Ernestine P hat vom 1. August 93 bis heute bei mir im Dienst gestanden, ich kann nur alles Gute von ihr bestätigen, was im vorhergehenden Attest steht, ebenso kann ich das Mädchen nur auf ta3 Wärmste empfehlen. Karoline verläßt meinen Dienst, da ich mich wieder verheirathen will und sie damit nicht einverstanden ist. Frau Anna, geschiedene Sch..., geb. N . . . Die Erklärung zu diesen seltsamen Dienstbotenzeugnissm, welckie bestätigen, daß ein braves Dienstmädchen aus Zartgefühl zweimal seinen Platz wechseln mußte, klingt wie ein Roman und ist doch buchstäblich wahr. Herr und Frau Sch. lebten in glücklichster Ehe, bis vor ungefähr änderthalb Jahren ihr einziges Kind, 'ein Knabe von vier Jahren, verunglückte. Der Knabe war eines Abends, jedenfalls im Traume. auS seinem Bettchen auf's Fensterbrett geklettert und da das Fenster offen stand, vom dritten Stock in den Hof hinabgestürzt. Von dieser Stunde an war Frau Sch. in hohem Grade schwermüthig und verfiel in besorgnißenegende Apathie. Herr Sch. ersuchte seinen besten und treuesten Freund, den Schriftsteller Herrn H., der in ganz Dresden, namentlich in Künstlerkreisen, durch sein wahrhaft prächtiges Erzählertalent und durch seinen übermüthigen sprudelnden Witz bekannt ist, sein Haus oft zu besuchen und seine Frau aufzuheitern. A. erfüllte den Wunsch seines Freundes nur zu gut. Er kam oft, bald sehr oft. die Cur gelang, die junge Frau lernte wieder lachen und fröhlich sein. Und als die Cur ungefähr vier Monate gedauert hatte es war im August vorigen Jahres erklärte Frau Sch. ihrem Gatten, sie wolle in Zukunft mit Herrn A. leben, und zugleich bat A. seinen Freund Sch., sich von seiner Frau scheiden zu lassen, er wolle sie heirathen und mit ihr nach Blasewitz ziehen, da der jungen schönen Frau die Dresdener Luft nicht bekomme. Herr Sch. willigte nach einigem Ueberlegen in die Scheidung (erste Dienstkündigung v?n Karoline Ernestine P.) und stellte nur die eine Bedingung, daß ihm sein Freund in dessen neuem Heim in BlaseWitz eine Wohnung einräumen, möge, da er in der Nähe seiner geschiedenen Frau bleiben wolle. A. dachte sich, ein Liebesdienst ist des anderen werth, und versprach, den Wunsch zu erfüllen. Die .Scheidung gin m sMl..AuLöi

)TSEs Nach einigen Monaten ertltlise die geschiedene Frau Sch. ihrer treuen Karoline, daß sie sich wieder verehelichen wolle. Dies gab Karoline Veran-

lassung, das zweite Mal ihren Dienst aufzugeben. Darob entsetzte sich die geschiedene Frau so, daß sie wieder schwermüthig und tiefsinnig wurde und sich schleunigst, ohne dem gewesenen oder dem künftigen Gatten ein Wort zu sagen, in eine Nervenheilanstalt begab. Herr A. setzte unterdessen die vorbereitenden Schritte zu semerVerhenathung fort, und als Alles geordnet war. holte er seine Braut auS der Nervenheuanstalt ab und fuhr mit ihr direct auf das Standesamt. Jetzt befindet sich das junge Paar auf der Hochzeitsreise. Herr Sch. beaufsichtigt unterdessen den Bau der neuen Villa, in welcher er im Herbst den ersten Stock beziehen will, während A. und Gattin im; Parterre ihr Heim ausschlagen wollen. In der Hopfenernte. Geschäftige, aber fröhliche Wochen für das junge Volk der Counties Madison, Oneida, Otsego, Schoharie, Herkimer und Chenango im Staate New $orl haben begonnen: die Hopfenernte. Fijr zahlreiche junge Leute aus Zroy, Albany, Utica, Schenectady und anderen Städten jener Gegend bedeutet die Hopfenernte die Zeit ihrer Sommerferien, während welcher sie sich auf den Pflanzungen als Pflücker verdingen. UM bei meistens sehr guter Kost und ziemlich guter Bezahlung die Annehmlichkeiten des Landaufenthalts zu genießen. Welch' ungeheuern Umsang die Invasion der Hopfenpflücker annimmt, erhellt wohl aus der Thatsache, daß die Delaware. Lackawana & Western Eisenbahn alljährlich während der Hopfenernte an 7000 Septtialtickets verkauft; auch auf der Ontario & Western sowie der Rome, Watertown & Ogdensburg Bahn kommen zahlreiche Pflücker nach den Pflanzungen und alle Landstraßen sind Tag für Tag mt Farmwagen bedeckt, auf denen Männlein und Weiblein zum Einheimsen der Ernte den Farmen zugeführt werden. Selbst die Indianer von St. Regis fehlen nicht und da sie billig arbeiten, finden sie trotz des Contractsarbeiter-Gesetzes Beschäftigung. Die Mehrzahl der Pflücker recrutrirt sich aber aus dem jungenVolke der Städte, welche mehr Erholung, als Verdienst suchen. Die Pflücke? erhalten gewöhnlich außer der Kost von 25 bis 30 Cents für jede Box" Hopfen, doch hat die Pflanzerassociation in diesem Jahre den Lohn auf 15 Cents reducirt. Ein guter Pflücker bringt es im Durchschnitt auf vier Bors" pro Tag. Es sind dies Kisten von acht Fuß Länge, sechs Fuß Breite und 3 1-2 Fuß Tiefe, welche durch Querwände in vier Abtheilungen von je neun Vushel Inhalt geschieden sind. In jeder Kiste steht ein Tisch, auf welchen der Tender" die Ranken wirst, von denen die an den vier Eckeni der Kiste postirten Leute den Hopfen pflücken. Der Tender hat die schwerste Arbeit, denn er muß die Stangen aus der Erde ziehen, die Ranken auf den Tisch werfen und den gepflückten Hopfen einsacken, sobald eine Box" gefüllt ist. Dafür bekommt er selbstverständlich auch bessere Bezahlung. Allgemeine Heiterkeit ist die Parole beim Pflücken und in allen Hopsenfeldern hört man denn auch während der Arbeitsstunden fröhliche Lieder. Wenn die Schatten des Abends sich zu senken beginnen, schlägt die Feierstunde. Auf das Abendessen folgt unfehlbar ein Tänzchen, zu dem eine Fiedel und eine Guitarre die Musik liefert. Auf diesen buccolischen Lustbarkeiten geht es durchaus unceremoniell. dafür aber um so fideler her; außerdem sind diefelben sehr billig, denn jeder Tänzer hat nur einen Nickel beizusteuern. Um Mitternacht hat der Tanz sein Ende; es gibt da noch einen Imbiß und dann geht es zur Ruhe, denn am nächsten Morgen um 7 Uhr beginnt die Arbeit von Neuem. Man hat Versuche mit der Einführung von Pflückmaschinen gemacht, doch haben sich dieselben bisher noch nicht bewährt. Die Hopfenpslanzer versprechen sich von der diesjährigen Saison sehr wenig, trotzdem Quantität und Qualität nichts zu wünschen übrig lassen. Allein die Preise sind überaus niedrig. Die Rückkehr der Auster. Nach viermonatlicher Abwesenheit erscheint die schwer vermißte Auster wieder in unserer Mitte. In stiller Beschaulichkeit, auf tiefem Meeresgründe hat sie ihren häuslichen Pflichten genügt und zur Erhaltung ihrer Art beigetragen, hat dann neue Kräfte gesammelt und tritt uns jetzt als fetter, saftiger, wohlschmeckender Bissen entgegen. Die Austern, die uns im September vorgesetzt werden, sind so schön, daß sie selbst durch die gefährlichsten der mannigfachen Zubereitungsweisen nicht verdorben tverden können. Amerika ist das einzige Land, in dem ein großer Theil der verzehrten Austern gekocht, gebacken oder gebraten wird, und auch das einzige Land, in dem die Auster derartigen " Processen unterworfen werden kann, ohne alle ihre lobenswerthen Eigenschaften vollständig zu verlieren. In Europa werden Austern höchstens zu Saucen verwendet, in Frankreich wohl auch noch zu Pasteten, wobei aber der Koch hauptsächlich bestrebt ist. mit möglichst wenig Austern möglichst vielen Pasteten den gewünschten Geschmack zu verleihen. Hier werden? wohlschmeckende Gerichte vielerlei Art aus Austern bereitet und nur selten wird dabei daö Thier in eine fast-, kraft- und geschmucklose, lederartige Masse verwandelt. . j Wenn es aber auch möglich ist, durch Kochen oder Braten schmackhafte Speisen aus Austern zu bereiten, so wird der Kenner doch immer die frische, rohe

Auster, Nlekt aus der Hand des üvcannes, der sie geöffnet hat, vorziehen. Und wer diese Speise zu würdigen versteht, wird, falls die Austern gut und frisch sind, garnichts hinzusetzen, um den Geschmack nicht zu verderben. Allenfalls ist etwas Salz oder ein Tropfen f Citronensaft nothwendig, besonders wenn die Auster, wie das oft geschieht, einige Zeit in Sllßwasser ausbewahrt gewesen ist. Aber die richtige Auster, von dem richtigen Mann genossen, bedarf keiner Gewürze, sie kann, wenn man so sagen darf, auf ihren eigenen Füßen stehen und wird überall liebevolle Aufnahme finden, wohin sie freiwillig oder gezwungen geht. Freilich gibt es auch Barbaren, die das Thier erst mit Cayenne-Pfef-fer, Tabasco-Sauce oder Catsup bedecken, um jeden Geschmack vollständig zu ertödten, aber diese verdienen gar keine Beachtung, höchstens nur Bedauern, denn sie verschwenden ihr Geld und können nicht sagen, daß sie Austern gegessen haben, wenn sie auch schon Tausende verschlangen. Schwerer als die Frage, in welcher Form Austern gegessen werden sollen, ist die andere zu beantworten: Was soll man dazu trinken? Am häufigsten werden weiße französische Weine, Vurgunder oder Bordeaux, empsohlen.aber die Ansichten sind doch sehr getheilt.

In England zieht man Porter vor und behauptet, dieses Getränk gehe mit der Auster eine langsame und wenn auch nicht bemerkbare, doch höchst innige und für den Ä?enschen Vortheilhafte Verbindung ein. Ziemlich allgemein ist die Ansicht, der Genuß von Cognac mit dem von Austern sei auerordentlich gefährlich für den Menschen, aber ein bedeutender, erst in sehr hohem Alter gestorbener englischer Jurist genoß regelmäßig zum Frühstück Austern und begleitete sie mit einigen Gläsern Cognac, ohne Beschwerden zu spüren. Andere wieder geben dem Champagner den Vorzug und es muß zugestanden werden, daß diese Combination begeisternd wirken kann, besonders wenn die Quantität des Champagners im richtigen Verhältniß zu der der Austern steht. Bier läßt sich auch zu Austern trinken, wer es aber vorzieht, trotzdem er bessere Getränke haben kann, gehört gewöhnlich zu der Gesellschaft, die mit Catsup. Tabasco-Sauce und ähnlichen Mitteln die Auster zu vernichten strebt. Im Uebrigen bleibt das Getränk die Nebensache; die richtige, gute und frische Auster bleibt eine Göttergabe, die um ihrer selbst willen genossen und verehrt zu werden verdient und deren Wiederkunft wir mit Freude begrüßen. VomJnlande. RadfahreralsZuschauer bei Bränden" lautet die Spitzmarke für die folgende Meldung aus New Jork: Seit einiger Zeit bemerkt man bei Schadenfeuern unter den Zuschauern Velocipedisten mit ihren Rädern. Bei einem Feuer dieser Tage sah man UNter der Menge eine ganze Anzahl Radsahrer, theils vereinzelt, theils in Gruppen von drei oder vier neben ihren stählernen Rossen stehend. N e u l i ch st i e ß e n mehrere Arbeiter, die bei Sheridan im Staate New ?)ork mit dem Anlegen eines Grabens beschäftigt waren, aus das vorzllglich erhaltene Skelett eines Mastadons. Bis jetzt ist der Kops und einer der Stoßzähne bloßgelegt worden. Der Kopf hat einen Durchmesser von fünf Fuß. Der Stobzahn ist süns Fuß lang und sechs Zoll dick. Ein Zahn, der aus dem Gebiß .herausgenommen wurde, war sieben Zoll lang und wog vier Pfund. Der 38 Jahre alte Frank Donecker, Vardmeister der Penna.Bahn zu Philadelphia, beging in seinem Schlafzimmer Selbstmord, indem er sich eine Kugel in den Kopf schoß. Da es dem Manne ganz gut ging, hat man keine Idee, was ihn zu der That getrieben hat. Vor etwa zwei Wochen kehrte er von einer Reise nach Europa zurück und dann gingen seine Gattin und die 12 Jahre alte Tochter nach Boston auf Besuch. Als sie Heimkehrten, fanden sie den Gatten und Vater im Bett im Schlafzimmer todt vor; die rechte Hand hielt noch den Revolver umfaßt, so daß kein Zweifel darüber besteht, daß der Mann sich entleibt hat. Das Jahreseinkommen I. D. Rockefellers wird auf 7 1-2 Millionen, dasjenige Wm. W. Astors aus 9 Millionen, das der verschiedenen Goulds und Vanderbilts auf mehr als 4 Millionen Dollars angegeben. Jeder dieser Geldsäcke hat täglich zwischen zehn und zwanzig Tausend Dollars zu seiner Verfügung. Solchen großem Herren muß die Zahlung der Einkommensteuer allerdings als ein Skandal" erscheinen. Aber zahlen werden sie schließlich müssen, und zwar mit vollem Fug und Recht. Von den genannten vier Millionären ist Rockeseller noch der anständigste. Derselbe schenkt ab und zu mal eine Million für gute Zwecke, namentlich Bildungszwecke. Etwa zwei Meilen von AI tamont in Süddakota wurde der todte Körper eines Mannes Namens Henry Baumhofner in einem Loch im Ufer des Alice-Sees gesunden, wo er. seinemZustände nach zu urtheilen, schon über eine Woche gelegen haben mußte. So viel man erfahren konnte, war der Mann ein Insasse des MinnesotaerJrrenasyIZ und pflegte jedes Frühjahr nach dem Ort zu kommen und den Sommer in dem selbstgegrabenen etwa vier Fuß tiefen engen Loch zuzubringen, ohne auch ur den Schutz einer Decke gegen die Unbilden der Witterung. Außer einigen rohen Kartoffeln fand man nichts Eßbares in dem Loche. Der Unglückliche war, wie aus in seinen Taschen gefundenen Briefen hervorging, ein alter Soldat und hatte eine schöne Handschrift. Georg Rupert . in Pittsbürg, ein bekannter und geachteter Deutscher, fand einen schrecklichen Tod, indem er, in der Dunkelheit seinen Weg Serfehlent),. über einen steilen Ahhang

stürzte und an den Felsen zerschmettert wurde. Seine entsetzlich anzusehend? Leiche wux.de von einigen zur Arbeit gehenden Männeriö ausgesunden. Rupert hatte am Abend einer Versamm-

lung des West End Männerchors" beigewohnt und sich gegen neun Uhr auf den Heimweg begeben. Sein Tod muß ein augenblicklicher gewesen sein, da er, abgesehen von zahlreichen Wunden am Körper, besonders am Kopse, das Ge nick gebrochen hatte. Frau Rupert. welche die ganze Nacht voll Besorgniß über das ihr unerklärliche Ausbleiben ihres Mannes wachend verbracht hatte, brach am Morgen, als der Wagen mit der Leiche des Vermißten vorfuyr, vor ihrer Wohnung mit einem Aufschrei zusammen und liegt schwer krank darnieder, mit nur geringer Aussicht auf Genesung. Im Jahre 1890 importirten die Viehhändler W. H. Gibson und I. S. Frazer in Kansas, uno zwar meist nach dem County Chautauaua. 1400 Texas-Stiere. Die Farmer waren darüber ausgebracht, da sie fürchteten, daß dadurch Texasfieber in die Gegend eingeschleppt würde, aber die Genannten kehrten sich nicht daran. S:e erhielten wiederholt Drohbriefe. Bald darauf wurde Gibson in einem Hotel in Molina todt gefunden. Man glaubte, er fer am Herzschlag gestorben und begrub ihn. Als aber bald arauf auch sein Geschäststheilhaber Frazer verschwand und man dessen zerstochene Leiche fand, die keinen Zweifel zuließ, daß der Mann ermordet wurde, regte sich der Verdacht auch betreffs der Todesart Gibsons. Die Behörden nah men die Sache IN die Hand, und kurzlich wurden als des Doppelmordes verdächtig Theodor F. Fox, Mark McBee, William Lick. John R. und ElmerCox. lauter prominente Farmer und Geschäftsleute in und um Sedan, vtthaftet. Eine waghalsige Arbeit wird Albert Ports, welcher seit 20 Jahren im Kapital in Washington eine Stelle als Anstreicher bekleidet, ausführen, indem er die auf der Kuppel des Kapitals und auf der FreiheitZgöttin von ihm gelegentlich des Convenis der Pythiasritter angebrachten', elektrischen Lichter wieder entfernen wird. Es ist ein gefährliches Unternehmen und erfordert einen absolut schwindelfreien Mann. Als Ports die Lichter anbrachte, benutzte er eine Leiter, welche nur bis zu einer Höhe von fünf Fuß unterhalb des Kopfes reichte und er mußte deshalb seinen Körper mit den Armen in die Höhe ziehen. Bei seiner Arbeit stand er aufrecht auf dem Kopfe der Göttin. Niemand hat vor ihm ein ähnliches Wagestück unternommen. Capitän Winkler vom Hainburger Dampfer Skandia" meldet, am 28. August habe er ein Wrack eine? kleinen Schiffes von etwa 30 Fuß Länge zu Gesicht bekommen. Das Wasser spülte gerade darüber weg. Erfahrene Seeleute nehmen an, daß daö Von der Skandia" gesehene Wrack die Ueberreste des flachen Segelbootes Nrna seien, welches am 4. August unter einziger Führung und Bemannung des norwegischen Capitäns Freitsch den Hafen von New Aork verließ, UM den. Ocean zu kreuzen. Die Nina" war 40 Fuß lang, ihr Rumpf und die Kabine waren weiß angestrihen. Als Capitän Freitsch zum letzien Male gesehen wurde, war er im Tiop mit der Befestigung von Tauen )ech'ästigt. ' Vom Auslande. Londoner Blätter schildern mit der Ausführlichkeit, die sie pflichtschuldigst jedem Spleen einräumen. einen Wettkampf, der neulich in London zwischen zwei Damen der besten Gesellschaft stattfand. Die eine sollte auf dem Pianoforte fortwährend Walzer spielen, die Andere sollte ununterbrochen Walzer tanzen; man wollte in Erfahrung bringen, welche von Beiden zuerst müde würde. Eine und eine Viertelstunde lang spielte die Pianistin, ohne auch nur eine Sekunde abzuhalten, die schönsten Walzer ihres Spielplans, dann mußte sie jedoch aufhören, da sie von furchtbaren Finaerkrämpfen befallen wurde. Die Tänzerin aber tanzte während einer und einer halben Stunde im Saale umher und hielt erst auf Bitten der Zuschauer an. die von dem bloßen Zusehen seekrank zu werden begannen. Der Rentner und Rittmeister der Landwehrkavallerie Ernst Frederich in Lllneburg. der auch das Ehrenamt eines Bürgervorstehers bekleidete, ist in den besten Mannesjahren an Vergiftung gestorben. Herrn Frederich war von seinem Hausarzt gegen ein inneres Leiden Chloralhydrat zumEinnehmen verschrieben worden. Drr mit der' Ausführung der ärztlichen Verordnung betraute Lazarethgehilfe brachte das Rezept zur Rathsapotheke, deren Inhaber vor einigen Tagen eine Erholungsreise untcrnommen hatte. Zufällig war auch der stellvertretende Apotheker abwesend, und ein Gehilfe, der allerdings schon die erste Apothekerprüsung, aber noch nicht das Staatsexamen bestan den. nahm das Rezept in Empfang. DerGehilfe las Morphium statt Chloralhydrat und führte das Rezept dem entsprechend aus. Der Lazarethgehilfe verabreichte dem Patienten die Arznei und bald darauf war Letzterer eine Leiche. . , .:!,-! Bei der großen Herb st -Parade auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin sind zum ersten Mal die aus Anlaß des kaiserlichen Milltärjubiläums dem 1. Garde - Infanterie - Re giment zu Fuß verliehenen neuen Instrumente der Regimentsmusib erklungen. Es sind dies namentlich große Trommeln und Pauken sowie silberne Blasinstrumente ohne Ventil und Zug. Die neue Regimentsmusik wurde dabei von sämmtlichen Trommlern des ganzen Regiments begleitet. Die Musik, die mit diesen neuen Instrumenten zum zweiten Male ausgeführt wurde das erste Maleschab eS bei der Verlei-

Viele ähnliche

NNrNlrldcN 3?el 52?re im stn einem Magenleiden, iS gebrauchte l K " ; mehrere Aerzte, aber ohne Erfolg, rourde jedoch durcö den Gebrauch von Dr. August König'S Hamburger Tropfen wieder Vollständig berge-pcllt.-Bertha Woolfe. Stockton, Cal. ' 8 8

Blutkrankhcltcn. lmfc Tochter Elfe litt an Hautausschlag, die i? . r ? ei? olge "N Blutunreinigkeiten waren, ich probirte verschiedenes ohne Erfolg. Als das erfolgreichste Heilmittel erwies sich Dr. August Kontg's Hamburger Tropfen. G. F. Engelhardt, Jefferfonville, Ind. ' "Undcrdauliälkeit. ßtt längerer Zeit litt ich an Un Verdaulichkeit, keine, w. a- i . P der angewandten Mittel wollte mir helfen, bis ich Dr. August Konig s Hamburger Trovfen nahm. Diese Tropfen stellten mich in kurze, Zeit wieder her. Christian Leyhe, 2016 Orleans-Straße, Baltimore, Md. Lcberlcldcn. Längere Zelt litt ich an einem Lebcrleiden und gebrauchtevie. r J-8 ,nc folg, bis mir schließlich Dr. August König's HamM.?. , vollständige Heilung brachten. Frau Caroltne Weise, 127 Lake Etraße, Cleveland, Ohio.

yuna am 9. Februar hat die Fahnencompagnie nach dem Tempelhofer Felde begleitet und ist auch mit ihr von dort zurückgekehrt. Ein D i e n st z w e i g, den Wir gewohnt sind, schon seit vielen Jahren theilweise von Frauen vermaltet zu sehen, wird in Frankreich fortab dem weiblichen Geschlechte verschlossen bleiben. Es soll dort von nun ab kein Postamt weiblichen Beamten übergeben werden, mehrere der von ihnen besetzten Postämter sogar wieder dem starken Geschlechte anheimfallen. Den An stob ZU dieser Maßregel haben die schlechten Ersahrungen gegeben, welche mc angeblich mit dem weiblichen Postdienste gemacht hat. Die Frauen, so sagt man, können nicht so andauernd arbeiten, müssen öfter abgelöst werden, sind häufiger krank als Männer. und so stellen sich eher Mehrausgaben statt der erhofften Ersparniß ein. In der Spree e r t ru n -ken ist die elfjährige Tochter des Maurers Magdeburg aus Friedrichshagen. Das Mädchen badete mit anderen Kindern zwischen Neu-Kamerun" und Hirschgarten und wollte einer Spielgenossin, der Tochter eines Zimmermanns, zu Hilfe eilen, die zu weit in den Strom gerathen war und vor ihren Augen verschwand. Das brave Mädchen hat bei diesem Rettungsversuch das Leben eingebüßt, während das andere Kind noch im letzten Auaenblick von einem Schiffer gerettet wurde. Größte Sensation er regt ein Raubmordversuch gegen den im Haag wohnhaften Gcsandtschaftssekretär Baron Wykerslooth. Als derselbe neulich Nachts in seine Wohnung zurückkehren wollte, wurde er von einem unbekannten Manne überfallen, mit dem Todtschläger niedergeschlagen und beraubt. Der Attentäter, welcher sein Opfer für todt hielt, raubte eine Baarsumme von 8000 Gulden. Baron Wykerslooth wurde schwer verwundet in seine Wohnung gebracht. Aussehen erregt de? Selbstmord des seither rn hohem Ansehen gestandenen Großkaufmanns G. W. Pohlmann in Leer. Derselbe hat in der Leda seinen Tod gesucht und ihn auch gefunden. Das Geschäft des P. war in der letzten Zeit in Zahlungsschwierigkeiten gerathen, und da ein dieser Tage angebahnter Vergleich fehlschlug, sollte das gerichtliche Verfahren eingeleitet werden, was denn auch geschehen ist. Die Passiven betragen annähernd 600,000 Mark. Die russischen Kaufleute in den Städten am Amur Vlagoeschtschnisk, HabarowSk, Nikolais k, Wladiwostock und auf den Dörfern haben einen Antichinesenverein gegründet. Sie klagen darüber, daß die Chinesen das baare Geld nach ihrer Heimath ausführen, daß sie Nachts Schotschiju", Schnaps und andere Waaren einschmuggeln und daß, obwohl die Polizei den Chinesen verboten hat. Nachts auszugehen, von den Chinesen zahlreiche nächtliche Diebstähle begangen werden. Der Verein hat das Gou vernement ersucht, die Chinesen zu dertreiben, der Gouverneur hoj daS abgelehnt, aber versprochen, den Handel der Chinesen einzuschränken. Nun wollen sich die Chinesen naturalisiren lassen und der reichste chinesische Kaufmann in Habarowsk Tschiefuntai hat seinen Zopf abgeschnitten und ist russischer Unterthan geworden. Man erwartet, daß viele chinesische Kaufleute dasselbe thun werden. JnKrementschugist einer von den alten Sebastopol-Helden, der Ingenieur General - Lieutenant Wassili Karlowitsch Gennerich, gestorben. Der Verstorbene befand sich während der Belagerung von Sewastopol auf den Festungswerken und arbeitete Tag und Nacht unter dem Kugelregen der Feinde an der Ausbesserung der Breschen und der Aufführung neuer BeFestigungen. Als der Feind die Kornilow'sche Bastion erstürmte, warf sich Gennerich mit drei anderen Officieren und dreißig Sappeuren ihm entgegen und schlug ihn vom Gorshi'Kurgan bis zur ersten Traverse zurück. Hier hielt sich die kleine tapfere Schaar lange Zeit, bis der starke Verlust an Menschen und eine Verwundung am Bein den kühnen Officier zum Rückzug zwangen. Der Krimkrieg brachte ihm den St. Georgs - Orden 4. Klasse ein. -MK Nuby'S Pile Suppository wird garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder das Geld wird zurückgegeben. 50 Cts. die Vox. Schicke zwei Postmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu derkaufen in allen guten Apotheken. Ward BroS., A. Kiefer & Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, Indianapolis, 3nd. - DaS beste Brot in Stadt und Gau, Daö findet man bei Bernhardt Thau, Auch Pumpernickel, Sträußelkuchen Braucht Ihr nur bei ihm zu suchen. Am östlichen Marktstand 122 und 124 oder HoSbrook Str. No. 81.

Falle.

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