Indiana Tribüne, Volume 17, Number 350, Indianapolis, Marion County, 6 September 1894 — Page 2
nn
Jndlana Trivtttte. Erscheint Täglich und OonntagS. Die tägliche TribSOe-kostet durch den TrSge, ilCent per Woche, die EonntagS'.TrtbSne- 5 Zentß per Woche. Beide zusammen IS SentI oder 05 Cent per Monat. Per Post zugeschickt in Vor uAbejählung tfpcx Jahr. Osstee :No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., G Septlmber '94. Tuberkulose und Eisenbahtt Werkeyr. Vor längerer Zeit ist ruitgetheM worden, daß auf Grund der Versuche, die Regierungsrath P:tri über die Verbreitung ansteckender Krankheiten, insbesondere der Tuberkulose, durch den Eisenbahnverkehr angestellt hat, ein neues Reglement der Reinigung und Desinsection. der Personenwagen ausgearbeitet werde. Diese Untersuchungen sind, auch in der Tagespresse besprochen worden und haben nicht wenig dazu beigetragen, die durch die Fortschritte derBacteriologie bei angstlichen Gemüthern ohnehin hervorgerufene Bacillenfurcht noch zu steigern. Es muh daher anerkannt werden, daß ein auf dem Gebiete der bakteriologischen Forschung hervorragender Gelehrter. Professor Prausnitz in Graz, es unternommen hat, jene Untersuchungen und die' daraus gezogenen Schlüsse auf ihre Richtigkeit zu prüfen und eventuell auf ihren wahren Werth zurückzuführen. Das ist in einem kleinen Aufsatz geschehen, der in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift erschienen und durch Sonderabdruck vor Kurzem auch weiteren Kreisen zugänglich gemacht worden ist. Ueber die Verbreitung der Tubcrkulose durch den Personenverkehr auf Eisenbahnen hat Prof. Prausnitz im Winter 1889 90 Versuche angestellt. Er wollte feststellen, ob der in dem Personenwagen enthaltene Staub tuberkelbacillenhaltig sei und der gewohnliche Reinigungsmodus genüge, die jedenfalls mit dem Sputum häufig eingeführten Bacterien zu entfernen. Er wählte deshalb Wagen, die einer besonders häufigen Jnfection mit tuberkulösem Sputum ausgesetzt sein müssen, und zwar die zwischen Berlin und Meran fahrenden Durchgangswagen, die vorzugsweise von Lungenkranken benutzt werden. Er untersuchte den auf dem Fußboden der Eoupes befindlichen Staub an mehrextn Tagen des November, weil gerade in dieser Zeit die Lungenkranken ein wärmeres Klima aufzusuchen Pflegen, und es ergab sich das erfreuliche Resultat, daß der Staub der Eisenbahnwaqen, in denen man am ehesten ein manenhaftes Vorhandensein von Tubirkelbacillen hätte vermuthen können, zumeist diesen Jnfectionsstoff nicht enthielt. Nur in dem einen der vier untersuchten und seinerzeit im Kurs befindlichen Wagen, der auch am längsten auf dieser Route gelaufen war. enthielt der Staub fast durchweg Tuberkelbacillen. Doch glaubte Prof. Prausnitz aus dem langsamen Verlaus der Krankheit geimpfter Meerschweinchen trotz der relativ sehr großen, zur Impfung benußten Staubmenge sowie aus dem Gesundbleiben eines der Versuchsthiere schließen zu dürfen, daß auch in diesem Wagen die Anzahl der vorhandenen Tuberkelbacillen nicht beträchtlich gewesen sein kann. Durch weitere Versuche, die der genannte Gelehrte im Sommer 1891 mit dem Staub gereinigter Wagen angestellt hat und die ein durchweg günstiges Ergebniß hatten, glaubte er auch bewiesen zu haben, daß der gewöhnliche Modus der Reinigung der Wagen genüge. die Wagen so weit tuberkel.bacillenfrei zu halten, daß eine Gefährdung des reisenden 'Publikums in dieser Hinsicht ausgeschlossen erscheint. Im Gegensatz hierzu hat Regierungsrath Petri seine Untersuchungen auf den an Wänden, Decken und Möbeln der Wagen haftenden Staub ausgedehnt und den Fußbodenstaub zunächst unberücksichtigt gelassen. Aber auch diese Untersuchungen des Luft-
Uaudes' ergaben ein sehr gunstiges Resultat, da nur der Staub von Schlafwagen sich als bacillenhaltig erwies, derjenige in gewöhnlichen Wagen sich jedoch als tuberkelbacillenfrei herausstellte. Gerade dieses Moment ist seinerzeit in den Erörterungen in der Tagespresse unbeachtet geblieben. In einer zweiten Versuchsreihe hat Dr. Petri, sobald die Reisenden die Wagen verlassen hatten, die Fußböden der Abtheilungen sorgfältig besichtigt und aus 34 Abtheilungen von den mit Auswurf verunreinigten! Stellen des Fußbodens Proben auf 91 Versuchsthiere verimpft, wobei drei Thiere an Tuberkulose starben. Herr Petri hat also nicht den Fußbodenkehricht allgemein., sondern nur mit Sputum beschmutztv Stellen untersucht und wiederum ein sehr günstiges Resultat feststellen können. Die Desinfectionsversuche nun, die Herr Petri angestellt hat, sind nicht von dem erwünschten Erfolge begleitet gewesen. Eine mit Seife, Wasser und Earbolsäure unter Benutzung der von der Verwaltung der städtischen Desinfectionsanstalt in Berlin entlehnten Instrumente vorgenommene Desinfection erzielte keine nennenswerthe VerMinderung der Bakterienkeime, sie erwies sich nur kostspieliger, da sich die Unkosten einer solchen Desinsection bei einem sehr verschmutzten Wagen vierter Klasse z. B. auf rund 50 Mark beliefen. Nur die in üblicher Weise strömendem Dampf ausgesetzten Plüschmöbel erwiesen sich als vollständig desinfizirt. Andererseits gibt Herr Petri selbst zu, daß der Keimgehalt der Fußböden durch einfaches Reinigen mit Seifenlauge auf ein ziemlich geringeS Maß herabgedrückt werden kann. Man kann sich aber der Ansicht des Prof. Prausnitz anschließen, der die Einführuna eines neuen Reale',:vs
rnemH zur Reinigung und Tesinftction von Personenwagen für überflüssig hält, da auch bei Beibehaltung des alten eine wirkliche Gefährdung der Reisenden nicht vorhanden ist. Es ist wohl." so schließt Prof. Prausnitz seine Ausführungen, außer Zweifel, daß nichts die Bakteriologie und Hyqiene mehr schädigen kann, als die Verbreitung einer vollständig unberechtigten Bakterienfurcht, als Untersuchungen, welche diese Bakterienfurcht verbreiten, aber einer ernsthaften wissenschaftlichen Kritik nicht Stand halten können. Geht man auf diesem Wege noch weiter, verlangt man von den Behörden da, wo gar keine Gefahr vorhanden ist, theure, überflüssige prophylaktische Maßregeln, so werden bald die Behörden und das Volk, welches doch schließlich die ganze Zeche bezahlen muß, die gesammte bedauerlicher Weise in Mißcredit gebrachte Bakteriologie und ihre praktische Anwendung verwerfen; die öffentliche Gesundheit?pflege würde damit schwer geschädigt werden."
Mclster Petz in LllaSka. Kühne NimrodS, welche ein sicheres Auge und eine feste Faust haben, sin den in den Wildnissen am nörolichen Gestade der Halbinsel Kenai, auf der Insel Kadiak und auf der alaSkischen Halbinsel bis Unimak Jagdgründe, in denen der braune Bär von Alaska (Ursus Richardsonii) inMassen vorkommt. Diese Art der großen Familie des Mei sters Petz zeichnet sich durch seine Wtldheit wie Größe aus und steht in dieser Beziehung kaum seinem südlichen Vetter. dem Grizzly, nach. Da er nur wenig Nachstellungen ausgesetzt ist, hat er das Feuerrohr des Jägers noch nicht fürchten gelernt, und ist er deshalb ein sehr gefährlicher Gegner. Sportsmänner, welche dem zottigzn Gesellen, der nicht selten bei einer Länge von 12 Fuß ein Gewicht von 1500 Pfund erreicht, zu Leibe gehen wollen, werden gut thun, wenn sie sich der Dienste eines zuverlässigen indianischen Führers versichern und eineJagdexpedition mindestens zu Zweien unternehmen. Wäbrend der Lachssaison tummelt sich Meiste? Petz, als erfahrener Fischer und Freund eines leckeren Mahles, an den Ufern der Flüsse, welche ihre Wasser in die Bering See und den n'ördlichen Theil des Pacific ergießen. Ist die Saifon vorüber, so zieht er sich in die Berge zurück, wo er Beeren und kleines Wild in Massen findet. Breit ausgetretene Pfade kennzeichnen die Wege, welche die riesigen Bestien auf ihren Wanderungen machen. Auf dem Festlande von Alaska gibt es ebenfalls zahlreiche Bären, doch sind dieselben nicht so groß und stark, wie diejenigen westlich von Cook's Inlet. Immerhin ist ein Rencontre mit ihnen riskant genug, da sie, selbst auf den Tod verwundet, ihren Gegnern kühn zu Leibe gehen. Am häufigsten kommen Bären an der Portage Bai, ungefähr 10 bis 12 Meilen von SandPoint vor. In der letzten Saison 'erlegten zwei erfahrene Jäger in jener Gegend während eines Monats nicht weniger. als 33 Stück und zwar an einem einzigen Tage sieben, deren Pelze sie in Sand Point zu einem guten Preise verkauften. Daß es für einenJgger allein durchaus nicht rathsam ist, mit den wilden Gesellen anzubinden, beweist das Abenteuer eines Osficiers des Behring SeeGeschwaders, welcher mit mehren Ka meraden an den Ufern der Hermdeen Bai auf die Hirschjagd gegangen war. In der Entfernung von ungefähr 100 Z)ards gewahrte er ' einen Äären, der sich in aller Ruhe an Beeren gütlich that, und ohne das Erscheinen sein Jagdgenossen abzuwarten, gab er aus das Ungethiim Feuer. Der Schuß ging fehl und, durch den Knall gereizt, ging das Thier aus den Jäger los. Dieser feuerte aus seiner Repetirbüchse einen Hagel von Kugeln auf dasselbe und verwundete es sehr schwer. Allein Meister Petz ließ sich dadurch nicht einschüchtern; ungefähr 10 Schritte von dem Officier erhob er sich aus seine binterenPranken und hätte wohl dem Verwegenen den Garaus gemacht, wenn desLetzteren Kameraden nicht im letzten, kritischen Moment herbeigeeilt wären und der Bestie durch einen wohlgezielten Schuß in das Gehirn das Lebenslicht ausgeblasen hätten. Eine Untersuchung des Thieres ergab, daß es vor seiner letzten Attacke schon drei Todeswunden erhalten hatte. Die Lebenskraft der Bären ist überhaupt sehr groß und Fälle sind nicht selten, daß ein Thier, mit durchschossenem Herzen, noch 100 Fards gelaufen ist. - Nicht so gut, wie das Rencontre jenes Osficiers, endete eine Begegnung, welche zwei Profpectoren unweit von Port Moller mit einem Bären hatten, den sie in einem Bache beim Lachsfangen überraschten. Einer der Männer feuerte und verwundete die Bestie, welche daraus in das dichte Unterholz rett rirte. In ihrem Eifer, das Fell des Bären zu bekommen, hatten sie kaum ein Dutzend Schritte gemacht, als der selbe sich umwandte und seine Verfolger angriff. Ehe diese einen Schuß abgeben konnten, hatte Meister Petz den Einen beim Bein gepackt, das er ihm beinahe abbiß, worauf er den Anderen mit einem Schlage seiner gewaltigen Tatze zu Boden streckte. Darauf zog er sich in das Dickicht zurück, doch kam er nicht weit, denn er wurde nur wenige hundert Aards von dem Platze des Rencontre todt gefunden. Wiener Censur. Der Zuckerbäcker Franz König in Wien bezeichnet sich als Erzeuger von Reclame-Backwerk". Jüngst ließ er Placate drucken, die in großen, fetten Lettern folgende Wörter aufwiesen: Gemeinderathskrakeeler, Beuschelreißer, Socialisten, Anarchisten, BombenWerfer, Höhlenforscher!" Darunter stand in kleiner Schufts daß die von ibm erfundenen Backwerlsorten diese
Bezeicksnungen führen. Die Polizei beschlagnahmte diese Placate, die König seinen Kunden zur Anheftung in ih ren Localen zugeschickt hatte, weil ihr keinePflichtcxemplare zugekommen waren. Könia wurde wegen Uebertretung
des Vrenaesetzes zur Verantwortung gezogen. Er machte geltend, daß seine Placate nur gewerblichen Zwecken dienen.daber von der Vorlaae vonVflichtexemplarcn befreit seien. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hielt den Strafantraa aufrecht, weil die obiaen Worte mit besonders fetten Lettern gedruckt seien, wahrend die nachten Zeilen. aus denen erst hervorgeht, daß es sich um Backwerk handelt, auffällig klein gedruckt seien. Auch beantragte er die 'Verurteilung des Druckers wegen NichtVorlage von Pflichtexemplaren. Der Richter sprach beide Angeklagten frei, weil die Placate thatsächlich rein gewerblichen Interessen dienen. woran auch der Umstand nichts ändere, daß die ersteren Worte in viel fetterer Schrift gedruckt sind als die letzten Der Kaufmann Glogau unternahm den Versuch, Menschlichkeit und Toleranz unfcr den Straßenpassanten zu verbreiten, indem er ihnen gedruckte Zettel in die Hand drücken ließ, welche Verse mit dem gefühlvollen Refrain Menschen, Menschen san m'r alle!" enthielten. Nun war es ihm aber nicht allein um die Humänität, sondern auch um die Reclame zu thun, denn unmittelbar nach den Versen kam die An preisung seines Warenlagers. Auch er wurde von der Preßbehörde in Anklagestand versetzt, und zwar wegen usbefugter .Colportage. Auch er wurde Zugesprochen, da die Reclame in Versen an dem rein gewerblichen CharakUz der Reclamezettel nichts änder?. Teutsch und Französisch in Holland' Aus dem Haag werden dem Pariser TempZ- interessante Mittheilungen über das derzeitige Verhältniß der französischen und der deutschen Sprachen in den Niederlanden gemacht. Das Ergebniß dieser Mittheilungen ist. daß die französische Sprache an Geltung stets zurückgehe, während die deutsche Sprache immer weiter vordringe. Ohne Zweifel spreche man in der Aristokratie und in der hohen Bourgeoisie immer noch französisch und man lehre es auch in den Schulen, aber diese durch Bücher erworbene Kenntniß sei sehr ungenügend, und die Zahl der Familien, die stolz darauf seien, das Iranzösische zu verstehen, werde von Jahr zu Jahr geringer. Der GewährsmanndeZ Temps" bedauert natürlich diesehatsache sehr und hat auch ihren Ursachen nachgespürt. Der stetige Rückgang des Franz'ösischen," schreibt er, bedeutet keinen Wechsel der Sympathien. Die Holländer lieben Frankreich noch immer, obschon ihnen die Erinnerung an die napoleonische Herrschaft keine angenehme ist und obschon sie jedes Jahr das Andenken an Waterloo feiern. Die Ursachen sind andere und mehrfache; die beiden hauptsächlichsten seien hier angedeutet. Zunächst sind die wallonischen Kirchen, deren Kultus franz'ösisch gehalten wird und die früher sehr zahlreich waren, bis auf sechzehn zusammengeschmolzen, von denen zehn ganz bedeutungslos sind; die Gesammtzahl ihrer Mitglieder übersteigt 10.000 nicht. Wie die' Dinge liegen, werden mehrere dieser alten Gemeinden mehr oder wenige: bald völlig verschwinden. Sodann gibt es nur wenig Franzosen, die in Holland ansässig sind. Während die' Deutschen das Land überschwemmen und in allen großen Städten beträchtliche Colonien bilden, sind die Franzosen nur eine Hand voll und sind außerdem zerstreut über das ganze Land, oft ganz ohne Beziehungen und Verbindung unter :inander. Unsere östlichen Nachbarn lernen im Vedürfnißfalle sehr schnell das ol ländische, aber sie fahren fort, sich ihrer Sprache zu bedienen, da man sich mittelst des Deutschen sehr leicht sast überall verständlich machen kann. Außerdem ist die deutsche Literatur im besten Zuge und gewinnt von Tag zu Tag mehr Boden. Gegenüber diesen Fortschritten ist es belehrend, zu bemerken, daß das Französische in den Gymnasien fast überall vonNiederländern oder Schweizern gelehrt wird. Man würde ihnen gern französische Professoren vorziehen, aber diese find fast unauffindbar, da die Kenntniß des Holländischen von ihnen verlangt wird. Und doch würden unsere französischen Landsleute nach einigen Studien-Jah-ren sich sehr beneidenswerthe Stellungen verschaffen. Man hat wohl einen Lehrstuhl für französische Literatur an einer Universität gegründet, aber er befindet sich in Groeningen, am Ende der Welt." Der Gewährsmann des Tempserwähnt dann noch, daß die Alliance francaise", die französische Gesellschaft zur Förderung der französischen Sprache, sich Mühe gebe, in Holland Zweigvereine zu gründen; zwei solcher Vereine ezistiren auch schon und gedeihen im Haag und in Rotterdam, aber in den übrigen Städten habe man noch nichts versucht oder noch keinen Erfolg gehabt. Aus diesen Mittheilungen . eines Franzosen können unsere deutschen Landsleute in und außerhalb Hollands Mancherlei lernen. Romantisches n d,r Burgwache. Militärische Paraden pflegen Häufig genug damit zu enden, daß in irgend einem Truppenkörper ein vorschriftswidriger Mann" entdeckt wird, der dann in den Arrest kommt. Das. ist so ziemlich die Regel. Daß aber eine Truppenparade ein Nachspiel vor dem Altare findet, ist wohl auch schon dagewesen, zählt jedoch sicherlich zu den ganz seltenen ÄuSnahmsfallen. - Eine Truppenparade mit solchem Aüsgang hat nun jüngster Taae in Wien ktattae.
sukden. Dort' ist gegenwärtig das den Namen des Baron Fejervary führende ungarische Regiment in Garnison. In der Kaiserftadt ist es alter Brauch, daß bei der Ablösung der Burgwache sich ein zahlreiches Publikum ansammelt, welches den Klängen der Banda" mit
hellem Vergnügen lauscht. Auch vor einigen Tagen, als die Fejervarys unter feurigen ungarischen Weisen von der Burgwache wegmarschirten. strömte viel Publikum zusammen. Unter den Zuschauern befand sich ein wohlsituirter Wiener Bürger mit seiner Tochter, einem jungen, 'auffallend hübschen Mädchen. Das Fräulein blickte fichtlich mit dem lebhaftesten Interesse auf die strammen unzarischen MarssLhne. wurde aber mit einem Male flammend roth, faßte ihren Vater heftig beim Arm und erklärte ihm nach der offenen und beberzten Art der Wienerin, die ihr Mündchen am rechten Fleck bat. klar und rund heraus, daß sie sich in jenen Infanteristen dort mit dem dichten, pechschwarzen Schnurrbart verliebt habe und daß sie ohne ihn nicht leben könne... Und noch am Abend desselden Tages erschien der Bürger mit seinem über Alles geliebten und verliebten Herzbinkerl" in der Kaserne und bat den inspectionirendenUnteroffizier, daß ihm dieser jenen Mann zeige, der auf der Burgwache in der zweiten Reihe von rechts als Erster postirt gewesen war. Die Bitte konnte nicht so leicht , erfüllt werden, da man die auf die Burgwache ziehende Mannschaft aus zwei Bataillonen auszuwählen pflegt. Schließlich ging es aber doch auf die Art, daß die auf Wache commandirt gewesene Mannschaft in den Hof qerusen und in Reih und Glied aufgestellt wurde. Der brave Bürger ging jetzt um seine Tochter, die auf der Straße zurückgeblieben war und dieselbe hielt eine Musterung über die wie eineMauer aufgerückten Reihen. Die interessante V.'jut war rasck zu Ende, denn das verliebte kleine Fräulein deutete schon nach flüchtigem Rundblick unter Errothen auf den Infanteristen F.. . B..., der von seiner Eroberung bis zu diesemMomente keine Ahnung hatte. Doch, o Fatum! Jetzt wurde man gewahr, daß der Infanterist, der. nebenbei bemerkt, der brave Sohn wohlsitufrier Eltern ist. fast kein Wort deutsch versieht! Dies änderte indeß nicht das Geringste an der Sache; ein Dolmetsch bewirkte es, daß sie einander vollkommen verstanden und' da auch dem schmucken Soldaten das Mädchen ausnehmend wohl gefiel, wurde in raschem Tempo Verlobung qzfeiert . . . ' Deutsche Local-NachrlHteu. Vxovlni ?rui&etbitttf. Berlin. Jüngst ist in einer hie. sigen Klinik ein 13jähriges Mädchen an schwerer Alutarmuiy gestorben. Sie war die 55ochter eines Fischers an der Ostsee und bat als Kind viel rohe ffische gegessen. Auf diese Weise hat sie sich einen Jzudwurm zugezogen, dessen Finne sich in Lachsen. Hechten und andere Fischcn findet. Das Mädchen wäre vielleicht zu retten gew?sen. wenn man früher die Ursache derBleichsucht ausfindig gemacht hätte. Bei der O?fsnung der Leiche fand man drei Bandwürmer von der Länge mehrerer Meter. Dieser Tage ist auf den Ferngeleisen der Stadt- und Ringbahn einem Locomotivsührer, der sich zu weit über seine Maschine hinausgebogen hatte, um nach dem Räderwerk seiner Maschine zu sehen, von einem entgegenkommenden Zuge der Kopf vollständig vom Rumpfe gerissen und der Körper zwischen die Geleise auf den Bahndamm geworfen worden. R a t h e n o w. Kürzlich feierte die hiesige Schneiderinnung den 160. Iahrestag ihres Bestehens. Aus Anlaß dieses Tages hatte der Schneidermeister Pollmann eine Hose angefertigt, die aus nicht weniger als 160 verschiedenen Stoffen und 600 tinzelnen Stücken zusammengenäht war. Die Hose zeigt lauter 5 Cmtr. im Geviert haltende Karos, deren jedes einzelne wieder aus vier Stücken und zwei verschiedenen Stoffen besteht. Vroutni Vpsen, Posen. Ein gewaltige? Unwetter hat den Westen der Provinz Posen heimgesucht. Besonders stark wurden die Kreise Bomst und Meseritz betrof fen. Im Dorfe , Nandel äscherten Blitzschläge zwei Bauernhöfe ein. In Panwitz warf der Wirbelwind vollbeladene Erntewagen um, wobei ein Knecht erschlagen wurde. Bromberg. Bei einem Brande in Labischin ist eine Frau mit ihren drei Kindern, letztere im Alter von 13, 16 und 14 Jahren, umgekommen. Vvaviii Vstpr,st,. L y k. In Johannisburg ließ ein dortiger Kaufmann zwei Tonnen verdorbene Heringe über Nacht im Freien sieben. Bewohner der OrtschaftNied wedzen fanden die Heringe und aßen so diel davon, daß 18 Personen starben. Vrovin, SaU,s,n. Weiße nfels. Dieser Tage hat pch W- unverehelichte Pauline Woitscheck aus Lunstedt kurz vor Burgwerben von einem Eisenbahnzug übersahren lassen. Der Kopf wurde vollstan dig vom Rumpfe getrennt. Wittenberg. Ein Wettlauf mit einem Bahnzuge wurde neulich Abends von einem nach Pretzsch beurlaubten Sergeanten ausgeführt. Der Sergeant kam um 7 Uhr 1 Mm. von Berlin hier an, legte sein Gepäck sofort in den bereit stehenden, um 7 Uhr 6 Min. abgehenden Zug nach Pretzsch, versäumte diesen aber. Kurz entschlossen stürmte er mr. hinter dem Zuge her, und .er hat denselben be! det ersten Station Pratau, eine halbe Wegstunde von liier, erreicht. Erklärlicher wird die beachtenswerthe Leistung dadurch, daß die fragliche Bahn Secundärbahn ist und daß der Zug in Pratau mehrere Minuten halt. rrotttf flanttotitr. Ahlden. Im Dorfe Eilte verstarb dieser Tage imAlter von 93 Iah ren der Altentbeiler Cbr. 3nWr die Schlacht bei Waterloo mUat I macht fcat. .
afc1ß?(2ZttMitomt
- Z'e yrke. '5us oem hiesigen 5?angirbahnhofe wurde der Stationsassistent Blanke überfahren und getödtet. Wilhelmshaven. Ein entlassener Kellner gab auf ein am Canalweg wohnendes Mädchen in dessen Mokinuna einen NevolnevskikK f. vn durch dasselbe schwere Verletzungen im Unterleib erhielt. Als der flüchtige Verbrecher verfolgt wurde, gab er auf s2 c,.r.s i.! llll vi yuut lUUf VlCt Schüsse ab. Nachdem man den Flüchtling ergriffen, wurde er der Polizei abgeliefert. Vroin, &djUjU. G L r l i tz. Bei dem Handelsmann Carl Greilich Hierselbst wurden WerthPapiere und Effecten im Werthe von 17.000 M. durch Einbruch geraubt. Von den Thätern fehlt jede Spur. L a e h n. Der Bürgermeister Hauesler wurde seines Amtes enthoben. Es schwebt gegen ihn ein Strafproceß wegen Untreue im Amte. Landes-hut. Ein Hochstapler aus Berlin in Begleitung einer Dame versuchte hier gefälschte Banknoten und Werthpapiere umzusetzen. Beide wurden verhaftet. Bei der Dame wurden noch 1100 Mark in Falsificaten vorgefunden. P l e ß. In Jmielin sind 17 WohnHäuser und 13Scheuern niedergebrannt und große Erntevorräthe wurden vernichtet. Stein au a. O. Infolge des starken Auftretens der Diphtheritis ist in Tarrdorf die Schule bis auf Weiteres geschlossen worden. In einer Familie dieses Dorfes erlagen der tückischen Krankheit vier, in einer Familie des Nachbardorfes Borschen drei Kwder. Vrovin, Si!len,kgSolsteln. F l e n s b u r g. Der Redacteur Jessen vom Flensborg Avis" wurde von der ersten Strafkammer des hiesigen Landgerichts von der Anklage der Beleidigung der königlichen Regierung zu Schleswig durch einen in obiger Zeitung erschienenenlrtikel über die nordschleswigsche S?)ulsprache , freigesprachen. Der Staatsanwalt hatte 6 Monate Gefängniß beantragt. Jtzehoe. In Heiligenstedten ist der Hauptpastor Jürgen Nikolaus FrieS im 72. Lebensjahre gestorben. Neben dem verstorbenen Prälaten Gerok in Stuttgart, den Brüdern Ma? und Emil Frommel, mit denen ihn inFreundschaft verband, und dem Pastor Funke in Bremen war Fries in Folge seiner langjährigen literarischen Thätigkeit auf dem Gebiete der christkicken Volkslectüre einer der bekanntesten Pastoren nicht nur SchleswigHolsteins, sondern weit über dessen Grenzen hinaus. lieknprovknx. Elberfeld. Sein diamantenes Arbeits - Jubiläum feierte der Webermeiste? Abr. Dzulko, welche? auf eine 60jährige Thätigkeit im Dienste der Herren Johann Simons Erben zurückblickt. Köln. Frau Commercienrath Guilleaume, welche bereits zahlreiche Wohlthatlgkeitsanstalten, Arbeiterinnenhospiz, Kinderbewahranstalten etc. Zn's Leben rief oder in hochherzigste? Weise unterstützte, hat in Würdigung der trostlosen Lage, in welcher sich vielfach die illegitimen Kinder bei foan. Pflegemüttern befinden, ein HauS'zur Errichtung einer Krippe bezw. eine? Pflelieanstalt für verlassene und ver wahrloste eheliche und illegitime Kinder geschenkt. Die Leitung ist den Vincentinennnen Lbertraaen. Sylwigen. Großes Unheil hat hie? eine Wahrsagerin" angerichtet. Eine? Ehefrau, die sich von ihr weissagen ließ, hat sie so viel thörichtes Zeug vorgeschwätzt, daß die Aermste, die natürlich daran glaubte, in geistige Umnachtung fiel und starb. Der Fall hat aber noch ein weiteres trauriges Nachspiel: Der Mann jener Unglück!!chen nahm sich das traurige Ende seiner Frau so zu Herzen, daß er trübsinflig geworden und nun nach Bonn in eine Irrenanstalt gebracht ist. Gegendie Seherin" und chren Mann, der ihr bei ihrem Firlefanz Hilfe leistete, schwebt eine Anklage wgen Betrugs.' -V iersen. Der Vorsteher D. der hiesigen- Güterexpedition der Staatsbahn nahm sich im Bruch durch Ertrinken das Leben. Wegen. UnregelMäßigkeiten in der Geschäftsführung zum Nachtheil von Versendern von Gütern sah der Mann seiner Verhaftung entgegen, welcher er sich durch seine unselige That entzog. Vrovin, Ztestkale. Jbbenbüren. Die fiskalischen Kohlengruben, welche seit mehrerenWo chen unter andrängenden Wassermassen zu leiden hatten, werden in allernächster Zeit den Betrieb völlig einstellen. 600 Arbeiter werden mit einem Schlage brodlos. Mengede. Zwischen Castrop u. hier stürzte ein Schaffner beim Einfordern der Fahrkarten vom Trittbrett, kam unter den Zug und verlor beide Beine. S t u k e n b r o ck. Bei der Entladung eines starken Gewitters fuhr der Blitz durch die Giebelseite eines Hauses des Heuerlings Schäfers und tödtete in der Wohnstube zwei Kinder von 5 und 6 Jahren. Die Großmutter der beiden Kinder, die sich gleichfalls in der Stube befand, wurde betäubt. Vrovin? Seslen.valla. - Frankenberg. Eine heftige Typhusepidemie ist in dem kleinen Dorfe Böringhausen ausgebrochen. Es wurden bereits einige zwanzig Schwererkrankte constatirt. Frankfurt a. M. Kürzlich fand die hiesige Polizei zwei .obdachlose Schwestern, 8 und 12 Jahre zlt, in der Nähe der Obermainstraße im Freien schlafend. Die Mädchen, deren Vater schon lange gestorben ist, haben vor, einigen Wochen auch die 'Mutter durch den Tod verloren und konnten keine Unterkunst mehr finden. Weilburg. Ein Bursche aus dem benachbarten Löhnberg erstach die Tochter des dortigen Schreiners Schütz, die von einer Tanzmusik nach Hause zurückkehrte auS Eifersucht vor der Thüre ihres Elternhauses. Der Verbreche? ist entflohen. . .
a , ui!.imm.ma
Dr. August iZicensg's Kamburger Cropen das große deutsche BlutreinigungSmittel gczen Blutkrankhcitcn, Nnvcrdaulichkcit, Magenleiden, . Lebcrleiden, Dyspepsie, Uebelkeit, Kopfweh, Schwindel, Biliofe Anfälle.
vsi Städte. Bremen. Zwei Opfer hat hier der Sport gefordert. Bei einem großen. wohlthätigen Zwecken gewidmeten Wettschwimmen sprang im Angesicht seiner Eltern Joh. Hin'tze. Mitglied des Bremer - Schwlmmvereins von 1885, zum Hechttauchen in's Wasser. Während viele noch seine Ausdauer bewunderten, hatte er einen Schlaganfall bekommen. Man holte ihn alsbald aus dem Wasser, aber alle Bemühungen der Aerzte waren, vergeblich. Das andere Opfer forderte der Segelsport. Ein Herr Ernst H. Rennwagen, Mitglied des Segelvereins Weser", kenterte mit seinem Segelschiff in einer Regenböe und ertrank trotz aller Rettungsversuche seitens der Sportsfreunde. Gldebura. Oldenburg. Bon dem hiesigen Verein Oldenburger Geflügelfreunde" wurde eine Anzahl Brieftauben nach Metz gesandt. Morgens 7 Uhr lieb man sie dort auf, und schon um 1 Uhr 59 Minuten trafen die ersten davon hier ein. Da die Luftlinie zwischen Metz und hier 490 Kilometer beträgt, so ist dies gewiß eine vorzügliche Leistung. Anlialt. Ballenstedt. Die Amtsentse. tzung des Bürgermusters Kiel in dem Bergstädtchen Günthersberge erfolgte auf Anzeige des Vormundes de? 15 1-2jährigen Tochter einer armen Wittwe, zu der Keil, ein verheiratheter Mann und Vater mehrerer Kinder, in einem unerlaubten Verhältnisse' stand. Ein Brief, den er dem Mädchen geschrieben hatte und der sehr unsittlichen Inhalts sein soll, war dem Vormunde des Mädchens in die Hände gefallen und veranlaßte ihn zur Anzeige. Zerbst. Hier war seit mehreren Tagen ein 13jähriges Mädchen Namens Zimmermann spurlos verschwunden. Jetzt ist die. Leiche des Kindeö gefunden worden. Die Vermuthung, daß an dem Kinde ein gemeines Verbrechen verübt sei, hat sich bestätigt. Die Gerichtskommission hat festgestellt, daß das bedauernswertheKind von dem. Unhold durch einen Schnitt von der Gurgel bis zur Wirbelsäule getödtet worden ist. Vkürkngen. Alten bürg. In Gesell ist de? von dort gebürtige Dienstknecht Otto von seinem Mitknecht Pfau aus M?erane erstochen worden. Die beiden waren auf demHeimweg in heftigen Streit gerathen. Gera. Dieser Tage ist der 64 Jahre alte Weichensteller Loßmann auf dem hiesigen Bahnhof vomUebergangszug überfahren und sofort getödtet worden. Saalfeld a. S. Der unlängst vom Schwurgericht in Rudolstadt zum Tode verurteilte Brudermörder I. Gerhardt sollte dieser Tage hingerichtet werden. Alle Vorbereitungen waren getroffen, da traf in der Nacht die Nachricht ein, daß Herzog Georg doch noch von seinem Begnadigungsrechte Gebrauch gemacht habe. Scizsen. Dresden. Daß die Errichtung städtischer Elektricitätswerke ein dringendes Zeitbedürfniß ist, erkennt man an der Masse von Anmeldungen, die beim Stadtrathe eingehen. Der Königl. Hof hat allein etwa 15.000 Lampen. angemeldet. Die Hypothekenschulden in Sachsen haben sich während der Jahre 1885 bis Ende 1892 von 2204 Millionen auf 3299 Millionen Mark, somit um nahezu die Hälfte, vermehrt; das schnelle Anwachsen dieser Summe erklärt sich mit aus den vielen Neubauten in diesen Jahren. F r e i b e r g. In Niederbobritzsch brannte die sog. Schubertmühle (Besitzer Fritzsche) nebst einem gegenüberliegenden Hausgrundstücke ab. Die G!bände waren schon alt und sehr baufällig. Gro ßen ha in. Auf der Flur des Dorfes Niegerode stieß man auf einem Ackergrundstück auf verschiedene Graburnen aus der germanischen Vorzeit. Von diesen Urnen, die mit Ascheund Knochenüberresten gefüllt waren, wurden zehn wohlerhalten zu Tage gefördert. Auch verschiedene. Nadeln und Pfeilspitzen aus Bronze wurden vorgefunden. Columbia Malle! VSe NcCnty & Delavne Str. Die schönste, größte und am bequemsten ein gerich'ete Halle der Südseite. Sie steht zur Verfügung für Abhaltung von CorizsrtSn, ZnnZ'Viränzclistt, ZZnrties etc. Besonders ist fit Vereinen zu cmpseh.'en. Die schönste Wirtschaft in der Stadt. Nur die besten Getränke werdsn ver abreicht. ., Zu zahlreichem Besuche ladet ein ' . OTTO sohmodt:
Verdauungsbefchwcrden, Magen-und Nierenbcfch werden. Ebenso gegen die Leiden des weiblichen Geschlechts. Unstreitig das teste Mittel. Vreis, 60 Cents oder fünf Flaschen $2.00; in allen Apotheken zuhaben. Für $5.00 werden zwölf Flaschen kostenfrei versandt. ZUZ CHARLES A. VOGELER CO.. Bittlrnon, HL
Marktbericht. Wholesale,Preise. GroeerieS. Zuckn: Harter $5.91. Guter gelber 54.52. Gewöbnl. selber 53.97. Kaffee: geröst. Banner, Lion und Java WZ, 7oC (t 6Ü Pjd AS) Capital 22c Pilot 21c Dakota 21c Brazil 21c Getr. Aepfel 6c Pfirsiche 14)5c Corinthen5c Pflaumen Aprikosen 16c Früchte und Gemüse. Aepfel per Faß $3.00 Citronen perMte $4 50 Orangen per Kiste $5.0 Kraut per Faß 75c Zwiebeln per Faß $2.00 Rüben per Faß $1.50 Bohnen per Bushel $1.50 Kartoffeln per Faß $1.75 Süß'Kartoffeln per Faß $3.25 Mehl. Winter-Weizen pat. $4.00 Frühjahr-Weizen pat. $4.00 Winter extra $2.50 Gewöhnliches $1.75 ' Roggenmehl $3 10 Hafergrütze $5.75 Butter. Eier und Geflügel. , Butter, frische Country 14c. Eier, frisch, per Du?. 13c Leb. Geflügel: Hühner 8c per Pfund Vpnng EhlckcnZ 8c; Hähne 3c ; Turkey enncn ; ?n,en 5c; Gänse $4.00 per Dutz Dr. C. N. SHaefer, DrLt und Chirurg, No. 430 Madison Avenue. nahe Mcrriö Str. eprechftunden: Uhrrk0i,kkn.A-4Uhr achmtttazl, 7- Uhr Ad end S. Teilt bou 28. Dr. BurShardt, Jeulschcc Arzj. Oskiee und WoZ,nun: Sto. 382 Süd Meridian Str. OscelFzundsn: b!S Nhr Vor. , dlt 8 '.Zhr NeSm. 7 fc'.t UlTttib. nnZzg,s-9 Borm'ttzstz. ?elevdi 280." Dr. I. A. Sutclisse, IftöafHtlt f. fltfiTf mit tnit.tfcriri - J J " j """ t V t V ft 5 l t V4f V Hauen und rait ifdfclefct d Urtarranrttten. s. 03 Oft ElAtXtt kratze. Olftce.Stuvden : 9 bil 10 llix Herrn, 1 dis 8 nie vcaam. fcosiiti! calsrp;na.ca. Xcle n v-u. Dr. Wühler, Wohnung : 120 Oft MeCarty Straße, Ofslce : 7 7 Ost Market Straße. Evrech'Stunden in der Wohnung: 8 9 Uhr Vorm.; 8 Uhrachm.z 7 9Udrded. Sprechstunden in der Office: 910 Uhr Vorm uno a uyr scam. xtlCfcBOH 14. Sprechstunden: Sonntag nur Bormittag. . II. 8. CIIMTNOILOI hat (Ine Wohnuna noch .102 ?klekntain?r. und seine Osnce nach 77H Oft Marketftr. ver. legt. Sprechstunden in seiner Wohnung, 7-8 Uhr Vorm., 1-3 Uhr Nachm. Sprechstur.de in seiner Office: 10 11 Uhr roirn., z a uqr scacvm. unv 78 uyr oeno. Sonntag? nur BormittagS Svrechftunden. Teleddoue 1319. Dr. THEO. A. WAGNER hat feine Office nach Vko. 94 Nord Delaware Str. verlegt, und wird sich freuen feine Patienten und Freunde dort zu emvsangen. Sprechstunden: 9 ia Uhr Vorm : i 4 Uhr sta,m.; onnrags: 55lv uyr Borm. Ttlrphon 848. G. G. Sports, Deutscher Zahn -Arzt No. S Nord Pennsylvania Str. a wird aus Wunsch kaenistzt. AN IDEAL FAMILY MEDICINE For iBdlcestloa lUlloniDcsa. iicmucic, von.upBuoitf i;aa Cmplexln, OUnlve Krth. and aOl duorders rf be fctoinx h. Uverand Beweis, RIPANS TABULES Ast irentlT vet nrornutiv Firtart 1 diffestioa follow tbeir nso Sold hy drurcrisU or ent by nmiL hox O TLU1H, IOC I-UKlWe(i Doxee), 2. BW NW IfJIOD-CUiUJTSS KIPANi t'IIKMICAI. CO., NcwTtrk. Sach-Material. T. F. SMITHER. Händler in Liekdach'Material. 2 und s vi Readi, -Ro-ftng, wasserdichte Sheetin. .'er. enem nit'tfti. troypappe. Dach und Vtt Uau'Sar&cn :c. :c. Office: 169 Weft iTarü lmd Ltxake. Telephon 8SI. Dach deck er ei. Fähige nnd verantwortliche Dachdecker, fttel dächer, Trinidad und Silsontte pdalk.äcdrr. lle rten Sempifttio, f Fächer mit bestem Via terial. Office: Sko. 169, Sard : 180 23. Marylsndsir. Telephon 661. Indianapolis, Ind. EkS! Eis! Eis! vnr fcflfeen fco TuvonLvstern für blies ininA tinn IfiS an unsere stunhen. siaufrn ?,! Ihre Soupon, bevor da StS geliefert wird. 2? nnr einen fluicn vrri von ui ven?en, so ffnbtoir i der Laae tu kolaenden Qrettm zu verkaufe: loobi? 00 Pfd in einer teferung ?5c perlVSPfd Wirt Ml iftrtrt fd in einer Piefernna tt nrr i(Wilii5slslslfh In einer fliefern l7Ur 1000 uufc mehr in einer Lieferung 16c ; m ' CDütt H3 CDai,
r Jl
ry&z
K -fMW
Office : o. 1U West Walnutftr. Tel, 1W3,
- Die -
Sndiana nbime 4S ist daS einzige Blatt in Jndiana, totU SeS die Interessen des Volkes gegenüber der Macht ber Plutokratie dertritt. - Alk Organ des Bottes und nicht einer Partei oder Parteiinteressen kämpft sie unentwegt für Freiheit .Recht auf allen Stblelen des Lebens. Die Akbeit deS Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes und darum wirken wir für fslche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freudebringenden Lust, statt zur niederdrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte eS als moralische Pflicht empsinder Leser der Jndiana Tribüne zu sein DaS reichhaltige Sonntags - 33latt bietet eine Fülle unterhaltenden Lesestoffes. Der Abonnements Preis der täglichen Tribüne ist 12c, oeö SonntagöblattS Jc, beider zusammen 13 Cts., per Woche oder F ?ts. per Monat. Durch die Post versandt, kostet dol Tageblatt SA, daS Sonntagöölatt $2 per Jahr, beide zusammen SS in Vorausbezahlung. ruMfKchmil aller Art werden rasch und billig auSgeführt. Eintrittskarten, Quittungen, Gvnüittxtivtua, ZltCnaiitzu GtschSstSkarten, OrksLöpfe, Zirkuläre, Vrograu:s . s. für Geschäftsleute und vereine werdu geschmackvoll ausgeführt. iZ.SU.lZ- EShi 3t?3cli3 j
