Indiana Tribüne, Volume 17, Number 346, Indianapolis, Marion County, 2 September 1894 — Page 1

rt I f U' ' h i 1 V I u " v 00 O rfC rf? V O US A A Vf 4 I l O W W W M y . Jahrgang 17. Offtee: No. 18 Süd Alabama Straße. No. 346 Indianapolis, Zndiana Sonntag, öen 2. September 18.

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27. Jahresfest

deS M& ch. p Waissn-Versins IM . , . HR I I StNNls - FNlr-PlaN Sonntag, den 9. Sept. Die Straßenbabn - Gesellschast wird auf allen Linien Transfer-Tickets geben, so daß Personen, die nach dem Feste wollen, dasselbe letcyt erregen rönnen. Für Unterhaltung und Erfrischungen ist Jtnrn I georgr. i Alle Freunde der Waisen sind sreundlichst eingeladen, sich ZU beteiligen, &tXWt SSrtlM CH 71 ' Deutschen Park -Verein ' 7 - unter freundlicher Mitwirkung deS - Ändinnnpolis Pllinnerchor, Sonntag, den 2. Sept'br. COTSEHT l'torscnl und Nachmittag? von Miller' Orchester. -Preis-Kegeln Z Eroreü-Wzgen werden von Cle der "?d JUinoi Tkr. von 10 UhrMorgens an jede halbe Stunde und nach S Uhr Nachmittags alle Viertel stunde nach dem Park (flüher Schützen-Park) ab fahren. Phönix Garten während der Sommermonate findet in diesem geräumigen schönen Vergnügungslokale jeden Donnerstag Abend A ' I ein gropes Instrumental-Konzert statt. Fairview Park Jeden Abend Konzert der Kapelle dcs 2. Reg'mts. Der schönste und kühlste Platz in der Nähe der Stadt. Eine lange kühle Fahrt für nur 5c. IlncHmm JL Conservatory of Mttsic. o 80 & 82 Nord Pennsylvania Str. Adolph H. Schellsehrnidt. Tirektor. ttründlicder Untcrtilt in allen Fächern der Pokal- und nstrumental.Musik w,rd ertheilt. JmtrukNon xm cnfenrtie. ejtei, wen .S Oi-tdnr! rhrtfpn tl Pimillfr odne und jede weitere Bkrechnung. iV IWtWV .VI. (.. W 7 - - - T ' . I NdendS bis Uhr offen. Zur gesl. Notiznahme. Meinen Kunden und dem Publikum zur tachricht, daß ich meinen Iinnrren-tl1vl!tt J I na(9 No. 76 Ost Washinaton Str. i I ' " I meinem alten Platze schräg gegenüber, verlegt habe und bitte auch ferner um geneigten Zu. spruch. W. Kicmcycr, ZZo. 76 Gst Wnshington Str. Geor &emrninin ma Seichenbeftattsr, Ossice : 26 Süd Telasarepr. eulle: 120, 122. 12. 12k, 123 Ost Pearlft, Zklephon $11. Dtfcn Tag und Nacht.

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Amerikanisches Vieh l n Belgien. Washington, 1. Sept. Se ffrv flVnrfnn rMlt Pp K?kK fcslS V j V 7 " 7 Staatsdepartement eine Kabeldepesche von dem amerikanischen Gesandten in Belaien. melcker meldet, dab die bei gische Negierung besohlen habe, alles Vieb. welckes auS den Ver. Staaten kommt, einer Quarantäne von 45 Tagen zu unterwerfen. Ausgenommen ist nur solche Vieh, welches vor dem 29. Ylast K,r,Zt8 unterweaS war. allein ' v, r ,v: h sl6 MM7 vlfcv UM nn.fc v. v g g p , ?, r.e.i es nacy oer vuuunyr in Belgien 0on lm öffentlichen Schlachthaus gelcylacyM wird. Dr. Salmon. der Cbef deS Bureaus für Viehindustrie, äußerte sich sehr indignirt über daS Vorgehen der belgischen Negierung, das besonders i"um f tf fc Kurzem erst eme Llme von Vlehtranspgrtschissen Zwischen New Ivrk Und Antwerpen eingerichtet wurde. Veranlaßt wurde die belgische Regie3 j llUf uuici einet uuuuy -yii tvuui aus Kentucky nach Belgien kam, mehrere Stücke krank waren. Dr. Salmon meint jedoch, die Krankheit wäre nicht ansteckender Natur gewesen. Sekretär Morton äußerte sich über die Angelegenheit dahin, wenn ein so dicht bestedeltes Land wie Belgien Maßregeln treffe, welche die Fleischpreise in die Höhe treiben müßten so sei daS genau so thöricht, als wenn unsere Hochzöllner dem Farmer vorredeten, das McKinleyGesetz gewähre ihnen Schutz und die Hähne würden Eier legen, well Eier mit sünf Cents per Dutzend verzollt würde. Der Prozeß gegen DebS. Chicago, 1. Sept. BundeöanDron, .Bundesanwalt Milr!.i im. f . CO t.9.Mu.si rtfcta.; pezlaz junüroaiuvm vwunu Walker und Assistenz-Anwalt Moritz Rosenthal hielten heute ein Conserenz ab bezüglich der DebS Prozesse, welche vor Nichter WoodS am 25. September beginnen. Vorkehrungen für die energischste Betreibung der Anklage wurden in Erwägung gezogen. Herr Dixon erklärt, daß die Anklage schwerwiegendeS Beweismaierial hat, und daß der Prozeß nicht länger als 3 oder i Tage währen dürfe. Sechsfacher Lynchmord. M e m p h i s, Tenn., 1. Sept. Seit w rr fv?.t.. langer als emem ayre nno ln oer hiesigen Gegend zahlreiche Brände vorgekommen und gestern wurden sechs Neger verhaftet, welche man im Verdachte der Brandstiftung hatte. Die sechs Neger wurden zusammengekettet und nach Wellington tranöportirt. Um Mitternacht wurde der Transport m m r? i von fünfzig vcwassneler Banner überfallen,, welche die sechs verhafteten Neger kaltblütig niederschössen und sich bann toiefccr entfernten. Der Beamte rr . , f-, . , , , , . i.lX.M lkl f mam 9U Af lti M lycityci vz icuic uuuvunuu, iuai neu und kannte keinen der Lyncher. f G e n. N. P. B a n k s. f Waltham, Mass., 1. Sept. General Nathaniel P. Bankö starb heute Morgen im Alter von 78 3ah ren. .Er war IN ken fünfziger wahren (X Anift.ntfiTtS iitJ Srtttw lrtiihrrirtr U tl V Ply V 44tV VHIIII XVMVV.IV von Massachusetts, und wurde 1860 Präsident der Illinois Centralbahn cm - r v l. a a . et .s.LTfi Während deS Krieges war er Befehls Haber deS 5. Corps der Potomac Armee. Levi nimmt an. Rhinecliff, N. Z., 1. Sept. Von seinem Landsitz zu EllerSlie am Hudson erließ der Ex-Vize-Präsident Levi P. Morton einen Brief, in wel chem er sich bereit erklärt, als Candi dat für daS GouvernörSamt von NewJork aufzutreten wenn die Conven tion ihn nominiren sollte. Cholera-N ach richten. L i e g e, 1. Sept. Seit dem Mittwoch Abend sind 25 Cholera-Erkran-kungen und 24 Todesfälle in Folge der Krankheit in Tilbur, einem nicht weit

svon hier belegenen Ort angemeldet

worden. Amsterdam, 1. Sept. Zwei neue holera - Erkrankungen werden auS Mastricht gemeldet. London, 1. Sept. Eine Berliner Depesche der TimeS meldet, daß amtlich der AuSbruch der Cholera in Stettin festgestellt worden ist. L o nd on, 1. Sept. Eine Depesche des Standard auS Wien meldet, daß in Galizien gestern 200 neue Cholerafälle, und 95 Todesfälle, in der Bukowina 14 neue Fälle und 10 Todesfälle vorkamen. London, 1. Sept. Der Correspondent der Dailey NewS" in Wien berichtet, die Cholera wüthe entsetzlich im russischen Polen. Stopnica, Miechow, Dzialoscyce und Pinczow seien die Hauptccntren der Krankheit. Die Einwohner dieser Städte campiren in den Wäldern. Sie weigern sich, die ärztlichen Vorschriften zu befolgen und verbergen ihre Kranken vor den Aerzten, indem sie ihre eigenen Kurmethoden befolgen. - AuS Süd-Afrika. London,!. Sept. Eine Depesche an die Times aus der Capstadt sagt, daß eine neue Revolte unter den Eingeborenen ausgebrochen ist, in der Nähe der portugiesischen Stadt Lorenzo Marquez, an der nördlichen Seite der Delagoa Bai. Tausende von Singeborenen schaaren sich unter der Führung von Moveja zusammen. Die in Lorenzo Marquez wohnenden Eingeborenen haben die Stadt verlassen und sich mit den Rebellen vereinigt. D e r Graf von Paris i m Sterben. London, 1. Sept. Die Kräfte des Grafen von Paris sind in schnellem Sinken begriffen, und die Hoffnung, hn am Leben zu erhalten, ist aufgegeben. Der Herzog von Aumale, Oheim des Grafen von Paris, befindet sich aus dem Wege von Calais nach Dover und soll im Laufe deS Nachmittags im Stowe-House eintreffen. London, 1. Sept. Der Gras von Paris empsing heute Abend in Gegenwart seiner Familie und der Dienstboten seines Hauöhalteö die Sterbesakramente der römisch-katholi-schen Kirche. .G Wollen ausverkaufen. London, 1. Sept. Die Financial News" sagt, es werde behauptet, daß die Inhaber der Konzession für den Nicaragua - Kanal sich an ein Syndikat englischer Kapitalisten wegen Verkaufs derselben gewandt haben. GeneralAgentnr. Feuer-Verficherug, Collektion von Miethe, Geld an- und auözuleihen. Schissöscheine, Reisepässe, Vollmachten und Erbschaftserhebungen. A. M e tz g e r GrundeigenthumsAgentur. Ergründet 1863. Hiesiges. Dle Wettrennen. Morgen beginnen die Herbst-Rennen deS Indianapolis Driving Club, zu welchen, wie die Veranstalter sagen so große Vorbereitungen getroffen wurden, daß sie alleö bisher hier Gebotene übertreffen werden. In der festen Zuversicht, daß ihre Rennbahn so gut ausgestattet sei als die irgend einer anderen Stadt, und daß die Bewohner der Stadt ein seines Nennen zu schätzen wissen, haben sie nicht nur 525,000 in Preisen ausgesetzt sondern auch noch die Gelegenheit ge boten die feinsten Pferde deS Landes kennen zu lernen. Dreihundertachtundneunzig Pferde sind registrirt worden. Jeden Tag finden vier Nennen statt und bei eini gen von diesen wird der Versuch gemacht werden den Rekord der Welt zu verringern. Morgen wird der hochberühmte Paßgänger Albatroß geritten von Frl. Edna IarriS, einem zwölfjährigen Mädchen, sich zum erstenmale hier zeigen. 3n Lansing, Mich., machte

er in voriger Woche eine halbe Meile in 100j; die beste Leistung für ein Reitpferd. Für Dienstag und Mittwoch sind

zwei andere berühmte Pferde, Directly und Ali; auf dem Programm und am Donnerstag werden Robert 3. und 3oe Patchin gegeneinander um einen I5000 Preis kämpfen. Die Eintrittspreise sind nicht zu hoch, nämlich 7Sc für einen Platz auf der Tribüne. Saison-Billete kosten $3. Für Dame und Herr $5. Die Monon Bahn wird Extra-Züge zu der Rennbahn laufen lassen und ebenso die Straßenbahn. Billete sind zu haben in der Big Four Ofsice, sowie im Grand Hotel. m in m (Süttt Verdienst. Deutsche Mänuer verlaugt Welche Willens find sich ein rentables Geschäft zu gründen. Wir wünschen, daß Jeder, der ohne Beschäftigung ist, oder keine zufriedenstellende Arbeit hat und die Vertretung für unsere Firma gegen gute Bezah lung zu übernehmen wünscht, vertrauensvoll an uns schreibt, und wir werden demselben unser Anerbieten nebst Proben kostenfrei übersenden. Wlr wünschen nur ernen Vertreter für jeden Distrikt, welcher noch nicht besetzt ,st. Man wende sich sofort an Dr. C. I. Schoop, No. 36 State Str. Racine, Wis. ,, 56 Geburten, 38 Todesfälle, 10 Fälle Scharlach, 3 Fälle DiphtheritiS, 2 Fälle TyphuS und 1 Fall Mafern wurden auf dem Gesundheitsamt von 27. August bis zum 1. September einschließlich gemeldet. Kaufe Mucho'S Best Havanna CigarS." tB&- DaS demokratische StaatSwahlkomite entschied gestern Nachmittag, daß der 22. September im ganzen Staate als demokratischer Tag gefeieit werden soll. In derselben Sitzung wurden die Kandidaten für den Kampagnefond besteuert. C. E. Reese, deutscher Zahnarzt, 24 Ost Ohio Str. Der Südseite Turnverein hält heute Nachmittag seine regelmäßige Versammlung und Beamtenwähl ab. Da auch sonstige wichtige Geschäfte vorliegen, sind alle Mitglieder dringend ersucht, sich recht pünktlich und zahlreich einzusinken. Joseph Connelly hat gestern seine böse Schwiegermutter, Alice Bigham, aus 55000 Schadeneisatz verklagt, weil sie durch Verleumdung und systematische Machination seine Frau und ihre Tochter, Mary, die er am 31. Januar 1893 heirathete, ihm so entfremdet, daß sie sich von ihm getrennt und gegen ihn auf Scheidung geklagt hat. Gestern Nachmittag drehte Charles Millhouse, der Maschinist der Müllen & Blackledge Co., Fabrikanten von Taselgewürzen, auS Unachtsamseit ein Dampfventil los und verbrühte sich dadurch an den Händen, Armen und am Kopfe. Er wurde per Ambulanz in daS St. Vincents Hospital befördert. Sein Besinden ist nicht bksorgnißerregend. Der Verletzte ist verheirathet. Mummeubvff ö Co. erhalten täglich frische Sendüngen in Wagonladungen von Vffrffchen, Zwetschgen, Pflaumen; in großen und kleinen Ouantitqten ervaltlich. ECJ" Wm. Maxwell, der infolge einer Depesche von Springsield, O., hier festgehaltene Mann mit den vielen verdächtigen Utensilien, ist gestern doch freigelassen worden, weil die Polizeibehörde von Springsield keine weiteren Verhaltungsmaßregeln sandte und das Festhalten eines Man neS, gegen den nicht? Bestimmtes vorliegt, immerhin eine eigene und oft kitzliche Sache ist. , Sicherlich leset Jh? die in dieser Zeitung veröffentlichten Zeugniße betreffs Hood'S Sarsaparilla. . i rLtt: . . c . v k?.:e.k Vle oeuaiigori ocr jcccn )iucici qin aus, daß Hood'S kurirt. .,,. Verstopfung und alle Leberleiden werden durch $ o o ö'S 1 1, n ge.he.lr

Frl. Mary 3. Robinson, die Zeichenlehrerin der GirlS Classical School" hat von der Weltausstellungkommission sür Prämirung ein Diplom mit ehrenvoller Anerkennung für die vortrefliche Anordnung der Kunstausstellung von Seiten 3ndianas geleisteten Dienste zugestellt erhalten. Die Zeichenklasse, die von Frl. Robinson unterricht wird, erhielt schon vor längerer Zeit für ihre Leistungen eine Medaille eben daher. Wir hatten gestern daS Vergnügen eines Besuches von Seiten deS Herrn Nix auS Neu Ulm, des neu engagirten Superiendenten deS deutschen Unterrichts in unseren öffentlichen Schulen. Herr Nix macht einen sehr angenehmen Eindruck und scheint ein äußerst charmanter Herr zu sein. Wir hoffen, daß eS ihm in seinem neuen Wirkungskreise gefällt und wenn eine einmalige Begegnung einen solchen chluß rechtfertigt, so glauben wir annehmen zu dürfen, daß er recht viele Freunde hier finden wird. Ein Vi.rrrleg vor 2 Jahren. Seit Wochen tobt in Berlins Mau ern ein heißer Kampf, der auch, wie der Anblick der Zeitungen zeigt, weit auberhalb Berlins das grokte Interesse erregt; und wenn es sich in ihm auch nicht um Blut, sondern um eine weit harmlosere Flüssigkeit hindelt, so trägt er doch das Seinige zur Verscharsung der Klassengesetze redlich bei. Es gibt nun Leute, die sich fragen, fcie sich um ein so nichtiges Qojekt, wie es das Bier ist. so viel Lärm, solch' erbitterter Streit erheben kann und sie setzen auch diese betrübsame Erscheinung auf das isundenreglster unserer bösen. krankhaften Zeit. Allein, die Berkriege sind auch schon vor uns daaewesen, nur daß ehemals in solchen Fällen nicht die Arbeiter mit Streik und Boy cott gegen ihre Brodherren vorgingen. sondern das große Publikum erhob sich wider die Brauer und protestirte geaen die hohen Bierpreise nach seiner ArU. Aus der stattlichen Reihe dieser Fehden nun möge der Nürnberger Bierkrieg im Frühling 1866 herausaeariffen werden. weil er nicht nur zeitlich in eine oer vewegtejten Epochen, der deutschen Geschichte unseres Jahrhunderts fiel, sondern auch seinem kriegerischen Namen alle Ehre machte, indem er TU lltaraufaebot und Verwundungen im Gefolge hatte und endlich, weil erSpuren ln der Lyrik jener Jahre zuruckgelassen hat. In Nürnberg war damals ein Turnfest geplant, allein der drohende Krieg ließ eine frohe Feststimmung nicht aufkommen. Die Vorarbeiten zu dem Feste stockten und als die Nürnberger am 8. April in hellen Haufen in ihre große Turnhalle strömten, geschah es nicht, um sich aus's Reck zu schwinaen, sondern um eine Protestversammjung gegen Preußens Vorgehen in der schwebenden schleswigiholsteinischen Streitfrage abzuhalten. Vater Jahn's Kunst war einst eine politische Kunst, allein wer hatte in der aufgeregten Zeit noch Sinn für Reck und Saltomortale? Auf diese allgemeine Theilnahmslosigkeit an nichtpolitischen Dingen mochten die Nürnberger Braue; rechnen, als sie die kurz vorher verfügte Freigebung der Viertaze zu ihren Gunsten ausnutzten, um eines schönen Tages ihre lieben Mitbürger mit der Erhöhung des Bierpreises von G auf 8 Kreuzer die Maaß zu überraschen. Aber wenn sie glaubten, daß in der allgemeinen Erregtheit diese Maßnahme spurlos vorübergehen würde, hatten sie sich im Charakter ihrer Landsleute getäuscht. Der Schreckensruf Krieg in Sicht!" konnte wohl den Antheil an städtischen Lustbarkeiten, nie aber das stets regi Interesse für das Bier und seine Preise ertödten. So kam es dcnn.j daß Nürnberg, während sich der. politische Horion immer mehr bewölkte, acht Tage vor der Mobilmachung der bayerischen Armee, der Schauplatz wüster Tumulte war, in denen es sich nicht um die wmeerumschlungenen" vielumstrittenen Elb-Herzogthümer, sondern einzig und allein um das heißgeliebte Nationqlge-i tränk handelte. Sechs Kuzer die Maaß, oder wir schlagen Alles zusammen!" donnerte der Pöbel und sammelte sich, am Abend des 3. Mai, in starken Haufen vor den Wirthshäusern, um eine Herabsetzung des Bierpreises zu fordern. Einzelne Wirthe ließen sich einschüchtern und willMrien diesem Wunsche, die Brauereien aber und festgebliebenen Gastwirthe wurden das ÄM wüthender Volksangriffe. Unker fürchterlichem Lärm durchzogen die. Haufen die Stadt und wandte sh besonders gegen die Brauers des FreiHerrn v. Tucher. Die Fenster dieses GebaudeS wurden zertrümmert, die eisernen Gartenzäune umgeworfen und bas Mobiliar zerstört. Auch das Tucher'sche Wobnbaus blieb nicht der-

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