Indiana Tribüne, Volume 17, Number 340, Indianapolis, Marion County, 28 August 1894 — Page 1
' . Wf) v V i Lesen Sie die Offerte der Tribüne" für Unsere Weltausstellung! -- 4 - w ' i Lesen Sie die Offerte der Tribüne" O dN V0 tl o M E -sürwizy iy w i y W V V H lnsere Weltausstellung ! Jahrgang 27. Offtee : Sko. 18 Süd Alabama Straße. No. 310 Indianapolis, Jndiana Dienstag, öen 28, August X894.
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Offizieller Bericht der
fchants National Bank.
Indianapolis, den 18. Juli 1894. Aktiva.
Anleihen Vereinigten Staaten Bonds
Stadt Indianapolis, Marion und andere Counth Bonds 584,774 62 Baar an Hand und in Banken (Gold $332,885 00) 1,252,974 58 Bond-Prämien 12,000 00 Tilgungsfond mit Bundesschatzamt, 5 Proz. der Zirkulation 9,950 00
Gewölbe, Geldschrank und Möbeln je
52,686,592 73 Passiva. Eingezahltes Kapital $ 300,000 00 Ueberschuß'Fond und Gewinne 93,475 87 NationalbankNoten im Umlauf 223,700 00 Unbezahlte Dividende 800 00 Depositen 2,069,116 86
John P. Frenzel, Präsident. O. F. Frenzel, Herbft.Waldfeft f Deutschen Park-Verein unter freundlicher Mitwirkung de? ÄndinnNpolZs PlUnnsrchor, am Sonntag, den 2. Sept'br. COUSERT Btarkknt und Nachmittag? von . Miller's Orchester. PreiS-Kegeln ! Urpreg-Wagen werden von Öle der 7. und Jlliaoi Ttr. von 10 UhrMorgen an jede hzlbe Stunde und nach 2 Udr Nachmittags alle viertel stunde nach dem Park näher Schiiyen'Park) ab fahiea. Fairview pack Jed en Abend (5onzert der Kapelle des 2. Neg'mts. Der schönste und kühlste Plah in der Nähe der Stadt. Eine lange kühle Fahrt für nur 5c. Phönix Garten Während der Sommermonate findet in diesem geräumigen schönen Vergnügungslokale jeden Donnerstag Abend ein großes Inftrumental-Konzert statt. George Hermann fcV. "TL ;.'-. -rr .'V-i.Vii Ssichenbsftatter, Lfsice : 26 Süd Delavarestr. GWUl 159, 122, 124, 12s, 12S Ost Pearlftr XtUtlutGll Tas und NaSt. ctYleinen Gönnern und dn Publikum im Allgemeinen z-.r Nachricht, daß & mein "Wein Emporiurn" im altdeutschen Style hergerichtet habe und alle? Mögliche aufbieten werde, meinen Kunden den Aufenthalt in meinem Locale so ange nebm wie möglich zu machen. Wie bisher, werden nur ecöte und reine Weine verkauft. Um freundlichen Zuspruch bittet ergebenst JuL &. Solroller, No. 106 ix. 108 N. Dler. Str. Feine alte Weine 13 nden Sie i.r bester Auswahl und jeder Sorte cü"cae12 HDöxsi. n e i n :? llcr: S?o. 33 Süd Dclaware Str. Billigsts Vrsiss. CZJ" Freie, prompte Zildliefung nach
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17,000 00 12,686,592 73 Otto N. Frenzel, Kassirer. Assistent - Kassirer. Editorielles. DaS neue Tarifgefet) ist nun rechtskräftig geworden. Der Präsident hat die zehn Tage, die ihm gegeben sind, verstreichen lassen, ohne seine Unterschrift beizufügen. Den Muth, sie mit Veto zu belegen, konnte er nicht sinken. - Die Chicagoer Arbeiterzeitung hat Pech gehabt. 3m Maschinenraum brach vorgestern Nacht Feuer aus und die Herausgeber erlitten großen Schaden, der nur theilweise gedeckt ist. Selbstverständlich ist auch der EeschäftSbetrieb zeitweilig gestört. Wir prechen der Collegln unser Bedauern über den Vorfall aus, und hoffen, daß ie mit frischem Muthe vorwärts zu gehen im Stande ist, und den Schlag überwindet. Die Jndianapoliser Gewerkschafter sind unverbesserlich. Für den Labor Day haben sie sich den demokratichen Beamten Maynard, den republikanischen Beamten Fishback und den Prohibitionisten McWhirter bestellt. Statt, wie eS sich geziemte, den Labor Day zu einer großen politischen Ar-beiter-Demonstration zu machen, stellt man sorgfältig ein solches Kleeblatt zusammen, um zu demonstriren, daß den Leutchen eine Partei so gut ist, wie die andere. Die Jndianapoliser Gewerkschaftler gehören zu den rückchrittlichsten im ganzen Lande. Die deutschrn Arbeiter, in denen noch eine Spur von Freisinn und Verständniß st, sollten sich an der Feier gar nicht betheiligen.' Herr Carroll D. Wright, der Chef deS Arbeitsdepartements in Washington bekommt seit Iahren eine Freikarte von Pullman. Herr Wright stellt daS gar nicht in Abrede, sagt vielmehr, er sei mit Pullman befreundet und die Sache sei dieselbe, als ob ihn Jemand einlade, in seinem Wagen Platz zu nehmen. Diese Entschuldigung mag Herrn Wright plausibel erscheinen, daS Publikum aber wird anders darüber denken. Herr Wright mag vou sich selber glauben, daß ihn diese Begünstigung und diese Freundschaft von Seiten deS Herrn Pullman nicht beeinflußt, daS Publikum wird darüber anderer Ansicht sein. Herr Wright hat ein Amt, daS ihm Pflichten auserlegt, welche strenge NnParteilichkeit von ihm in Beurtheilung der. Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit erheischen. Ein Beamter, der in solcher Stellung ist, darf keine per sonlichen Begünstigungen von Seiten einer reichen industriellen Korporation annehmen, denn er seht sich dadurch dem Verdachte der Parteilichkeit auö. Herr Wright hat aber außer seinem allge meinen Amte noch ein Spezialamt, er ist Mitglied der Commission, welche den Pullman- und den Eisenbahn Streik zu untersuchen hat. ES wird vielleicht die Aufgabe dieser Commis sion sein, daS Verfahren PullmanS einer strengen Kritik zu unterziehen. Viel Praktische wird bei der Untersuchung freilich nicht herauskommen, vielleicht erfährt man einige bis jeht unbekannt gebliebene Thatsachen, vielleicht auch nicht. Schließlich wird indeß alle? wieder vergessen werden. Unter allen Umständen aber ist sowohl für die Hervorziehung aller Thatsachen,
sowie zu einer Kritik derselben ein Freund Pullmans, der diesem noch obendrein für Gefälligkeiten verpflichtet ist, gänzlich untauglich. Mag er von sich selber denken, was er will, daS Volk kann kein Vertrauen zu ihm ha-
ben, und er hätte den Posten nicht annehmen dürfen. Der Vorfall aber zeigt, wie di? Korporationen, speziell solche, deren Geschäft in der Vermittlung des Verkehrs besteht, ihre Nehe überall auSbreiten und sich die Beamten und damit Negierung und Gefehgebung dienstbar machen. Wenn unsere Legislatur zusammentritt, wird eS eines der ersten Geschäfte der Eisenbahncompagnieen sein, jedem der Herren Gesehgeber eine Freikarte zuzuschicken. Wenn nachher die Gefehesvorschläge gemacht werden, welche die Eisenbahnen betreffen, so werden die Herren Gesehgeber wohl nach dem Grundsahe handeln : Eine Hand wäscht die andere". Kleine Gefälligkeiten erhalten die Freundschaft. AIS in der vorigen Session der Legiölatur von Jndiana die Eisenbahnleute ein Hastpflichtgeseh verlangten, gab man ihnen am lchten Tage der Session eineö, das von dem Anwalt der Pennsylvania Eisenbahn Co. versaßt worden war. Wenn sie damit nicht zufrieden seien, wurde ihnen gesagt, so gäbe es überhaupt kein solches Geseh. DaS von dem CorporationSanmalt verfaßte Geseh hat bis jeht noch keiner Eisenbahncompagnie den Halö gebrochen. Ob daS durch die Freikarten allein, oder auch noch durch andere Gefälligkeiten bewirkt wurde, daS wissen wir nicht, wird sich auch schwerlich feststellen lassen. Unter allen Umständen aber hat die VolkSpartei unseres CountyS Recht daran gethan, von der Legislatur die Passirung eine GeseheS zu verlangen, welches die Annahme von EisenbahnFreikarten durch Beamte zu einem Vergehen macht und mit Absehung, sowie mit Geld- und Arreststrase belegt. Bei dem Einflüsse, den die Eisenbahngesellschaften ausüben, ist eS ein heilloser Unfug, daß sich dieselben Nichter und Gesehgeber durch Verabreichung von Freikarten verpflichten können, und da die öffentliche Meinung nicht stark genug zu sein scheint, diesem Unfug ein Ende zu machen, so sollten strenge Gesehe dagegen erlassen werden. Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Schönes Wetter heute Nact und Mittwoch. SchisselS Wassertemperatur 79Grad. Wird Importeuren sehr angenehm fein. Washington, 27. August. SchahamtSsekretär Carlisle hat Ordre ertheilt, alle Waaren in RegierungSlagerhäusern, welche unter dem neuen Tarifgeseh zollfrei sind, frei eingehen zu lassen, ohne daß dieselben erst wieder zurückgeschickt und auf's Neue importirt werden müssen. ."- Interessantes Verhör. Chicago, 27. Aug. Heute fcefand sich George M. Pullman vor der Untersuchung? -Commission. Er erklärte, daß er gezwungen gewesen sei, Contrakte zu übernehmen, durch welche an jedem Wagen 5300 biS $100 verloren worden seien, trotz der bereits herabgesetzten Löhne. Er habe dies den Leuten persönlich erklärt. Haben Sie, fragte einer der Commissäre, den Leuten die Bücher gezeigt ? Nein, Sie haben eö nicht verlangt. Auf weitere Fragen stellte- sich dann heraus, daß die Compagnie mir einem Kapital von einer Million Dollars in 1867 angefangen und dasselbe auf 30 Millionen Dollars erhöht, und einen Ueberschuß von 25 Millionen erzielt habe. Hat, fragte Commissär Worthing ton, die Pullman Co. während deS JahreS Geld verloren oder gewonnen ? Sie hat Geld verdient. Sie haben Ihre reguläre Dividende bezahlt ? Ja wohl, 8 Prozent. DaS macht ungefähr $2,800,000 ? Ja, aber das schließt den letzteren Theil der Weltausstellung ein. . (Slauben Sie nicht, daß wennn eine
Compagnie $2.800,000 verdient, sie die Verluste ihrer Arbeiter, welche so lange für sie gearbeitet, tragen kann? Daö Fabrikdepartement ist getrennt
von dem Schlafwagendepartement, und ich sehe keinen Grund dafür, die Ver luste in einem Departement aus die 1200 Aktionäre deS andern Departe ments abzuwälzen, und höhere Löhne als andere Fabrikanten zu bezahlen. Hat die Pullman Co. in guten Jahren je die Löhne erhöht ? Ich weiß daS nicht, aber sie hat stets anständige Löhne bezahlt. Warum übergaben Sie die Sache keinem Schiedsgericht ? Weil ich nicht zugeben kann, daß Jemand anders etwas dreinzureden hat. In wie fern ist es besser, Contrakte zu Verlusten zu übernehmen, als den Betrieb zeitweilig einzustellen ? Weil daS besser ist, als die Fabrik zu schließen. Dann haben Sie also nicht bloß die Absicht gehabt, die Leute zu beschäftigen, sondern haben beabsichtigt, den Betrieb ausrecht zu erhalten, damit die Leute nicht abziehen ? Ja. Wurde Ihr Gebalt herubgeseht ? Nein. Wurde der Gehalt der Superintendenten und Vorleüte herabgesetzt ? Nein, daS wäre schlechte Politik. Wickes, der Vicepräsident der Compagnie wurde ebenfalls verhört und bestätigte im Ganzen die Aussagen Pullmans. U n g l ü ck ö f a l l. H a m m o n d, Ind., 27. August. Auf der Hammond, Whiting &. East Chicago Bahn stießen zwei elektrische Wagen zusammen, wodurch acht Personen verletzt wurden, davon, drei tödtlich. " - Der japanesisch englische Vertrag. Washington,. Aug. Japan hat endlich ein von seiner Bevölkerung lang erwünschtes und von seiner.Regierung lange angestrebtes Ziel erreicht. Wie hier dem diplomatischen CorpS angezeigt worden ist, ist soeben ein neuer Handelsvertrag zwischen Japan und England zustande gekommen, nach welchem letzteres den Anspruch aus exterritoriale Jurisdiktion aufgiebt. Verhandlungen behufs Abschlusses ähnlicher Verträge sind mit Amerika und anderen europäischen Nationen im Gange und man nimmt an, daß letztere jetzt bald dem englischen Beispiel folgen und anerkennen werden, daß daö Recht der Rechtsprechung in Japan diesem selbst zusteht. Die Wichtigkeit deS Vorgehens Englands, durch welches die Gerüchte über seine feindselige Stellung gegen Japan hinfällig werden, liegt daran, daß eS eine wirkliche Anerkennung der vollen civilrechtlichen Macht Japans ist. DaS Verlangen nach ezterritorialer Jurisdiktion ist stets nur an barbarische und halb zivilisirte Nationen gestellt worden, deren Untkenntniß der ersten Grundsätze von Recht und Gesetz die zivilisirten Völker zwang, sich daS Recht der Rechtsprechung über ihre Staatsangehörigen selbst in dem sremden. Lande vorzubehalten. . Daö geschieht durch die Consulargerichte noch heute in Cgypten, China, der Türkei und vielen anderen Ländern. Japan hat somit in der That ein Recht auf den neuen Vertrag mit England, der eS unter die civilisirten anerkannten Nationen stellt, stolz zu sein. Waggonfabrik in H i a -watha, KS. KansaS City, Mo., 27. August. Nach einer Spezialdepesche haben frühere Angestellte der Pullman-Ee-sellschaft in Hiawatha, KS.', eine neue Waggonfabrik begründet. Dortige Kapitalisten haben dazu $50,000 und Chicagoer $200,000 gezeichnet. Am Dienstag werden Präsident Thomas Meyer und der Sekretär C. O. Jlbe nach Hiawatha kommen, meine Lokalität für die Fabrik auszusuchen, worauf mit der Errichtung der Anlagen sofort begonnen werden soll. Die Gesellschaft wird nach dem Cooperativ - Plan arbeiten, nachdem den Kapitalisten vorab 6 Prozent jährlich bezahlt sind. Die Gesellschaft besitzt fünf Patente und wird Eisenarbeit aller Art verstellen. Au? den
Pullman'schen Werkstätten kommen
allein 800 frühere Angestellte und werden schin bei der Anlegung der Fabrik thätig sein. ! C. O. Allen ist der Erfinder der I ... . Y . n r f t c. r v. neuen Paian cylaswagen, rur oie Pullman tz65,000 und eine New Jorker Compagnie $80,000 geboten haben soll. Louis Meyer, der Präsident der neuen Gesellschaft, ist der Architekt der Pullman'schen Werkstätten und ist im Dienst der Gesellschaft seit ihrer Entstehung gewesen. CardinalGibbonS nach Rom entboten. N e w A o r k, 20. Aug. E.nePrivatdepesche der World" auS Rom meldet, daß der Papst den Cardinal GibbonS in einem eigenhändigen Schreiben zu einem Besuch in Rom aufgefordert Hai. Papst) Leo wünscht ihn insbesondere über Angelegenheiten von 3nteresse für die Katholiken in Amerika zu konsultiren. Das Schreiben ist in den herzlichsten Ausdrücken abgefaßt und bekundet die hohe Achtung, in welcher der Kardinal im Vatikan steht. Man erwartet, daß Cardinal Gibbons daS Weihnachtsfest in Rom begehen wird, sollte er irgend im Stande sein die Reise z dieser Zeit zu ermöglichen. Ausland. Die Niederländer geschlagen. Amsterdam, 27. August. Die Expedition gegen Lambok wurde von den Eingeborenen angegriffen, welche den Holländern eine Niederlage beibrachten. Amsterdam, 27. Aug. Lambok ist eine' Insel nicht weit von Java. Der Najah von Lambok steht unter hollän bischer Herrschaft, und da sein Volksstamm über seine Verwaltung Beschwerde führte, so wurde schon im Juni eine Expedition mit dem Erfolge gegen ihn auSgesandt, daß der Najah Resormen versprach. Die Expedition befand sich aus dem Rückwege, als sie angegriffen wurde und die oben gemeldete Niederlage erlitt. Cholera an Bord. Vlissingen, 27. Aug. Vier Mitglieder der Mannschaft deS deutschen SchiffeS Adelheid, welches sich auf der Fahrt von Antwerpen nach Danzig befand, sind an der Cholera erkrankt. Einer von den Erkrankten ist seither gestorben. (ZchissSnachrichten. Angekommen in : New I o r k : Saale" von Bremen; Britannia" von Marseilles. Gibraltar: Rugia" von New öork. Glasgow: Jndiana" von Montreal. M o v i l l e : Sardinian" von Montreal. Havre: Ohio" von Baltimore. General.-Agentur. Feuer-Versicherug, Collektion von Miethe, Geld an- und auözuleihen. Schifföscheine, Reisepässe, Vollmachten und Erbschastserhebungen. A. M e tz g e r GrundeigenthumSAgentur. Ergründet 1863. Hiesiges. Starb an Morydiumvergif tung. Gestern Nachmittag starb Frau Frank HugheS, 203 Dougherty Straße, an Morphiumvergiftung, doch ist eS unentschieden, ob sie daS Gist in selbstmörderischer Absicht nahm oder nicht. Sonnabend Abend ließ sich die Verstorbene das Morphium holen und nahm eS ein. Sie ward sofort von einem heftigen Unwohlsein befallen, sodaß man zwei Aerzte, Dr. Maiwell und Dr. Claylord kommen ließ. Nach Einnehmung der üblichen Gegenmittel erholte sich Frau HugheS, sodaß die Aerzte sie außer Gefahr wähnten. Doch schlug daS Besinden am Sonntag wieder zum Schlechteren um, und wieder gelang eS dem Arzte, die Patientin so weit herzustellen, daß er sie sich selber überlassen zu können glaubte. Gestern verschlimmerte sich der Zustand der nrau wieder und gegen 4 Uhr Nachmittags kam der Tod als Er loser von den Leiden. Der Coroner
lieb den Magen untersuchen und fand denselben stark entzündet, vermuthlich herbeigeführt durch daS Morphium. Die Verwandten wollen durchaus nicht zugeben, daß sie sich selber ge-
tödtet habe. Sie habe daS Gift nur zur Bekämpfung von Kopfschmerzen, von denen sie beständig geplagt wurde, eingenommen. Sie habe mit ihren Mann, namentlich in der lrtzten Zeit, sehr glücklich gelebt und erreichte ein Alter von 22 Jahren. Volizekgericht. Bernhard Geiß war wegen Trunkenheit angeklagt. Die Anklage wurde niedergeschlagen, w?gen Widerstands gegen die Polizei aber wurde ihm $1 Buße auferlegt. 3ohn Marsh soll dem Alvin Langley $1.25 gestohlen haben. Nach einem Verhör wurde er der Grand Jury überwiesen. Frank Kimball und Ben South wurden wegen Thierquälerei, dieser zu $1 und jener zu $10 Buße verurtheilt. South appellirte. Wegen Bummelei und Arbeitsscheu wird Martin O'Brien auf 65 Tage zum Onkel Andersen auf Besuch gehen John Miller wurde wegen Durch-' fahrenS eines Leichenzuges, Edward Updegraf wegen Widerstands gegen die Polizei und mehrere Hundeeigenthümer wegen NichtVersteuerung ihrer Bestien mit je $1 Ordnungsstrafe belegt. Wm. Arnold hatte im Saloon von John Reder eine Stänkerei und Schlagerei und schließlich eine Schlagerei mit dem Wirthe angefangen. Er wurde zu $10 Buße verdonnert, während Reder frei kam. : James Brown hatte seiner farbigen Geliebten Annie Carter das Auge blau geschlagen. DaS brachte ihm vom Kadi $25 Buße, 30 Tage Arbeitshaus und eine Vorlesung über ManneStugend ein. Thomas Watson, der erst kürzlich auS dem Zuchthause entlassen wurde, machte einen Einbruch in das Haus von Geo. Burnham, 208 W. Court Str., wurde dabei aber erwischt und jetzt den Großgeschworenen überwiesen. Wm. Wensler und Wm. Hill, Knaben von 1211 Jahren, hatten dem Schlosser Patterfon, 63 Lerwgton Ave., mehrere Schlösser, Riegel und Schraubenpackete entwendet. Sie gestanden den Diebstahl ein und wurden ohne Kaution auf freien Füßen belassen, um vor die Grand Jury zu kommen. -m Um die Wahrheit zu erfahren in Bezug auf Hood'S Sarfaparilla, frage man Diejenigen, die diese Medizin brauchen, oder lese die oft in diesem Blatt abgedruckten Zeugnisse; sie werben Euch überzeugen, daß Hood ö kurirt. H o o d'ö P i l l e n kuriren Ver stopfung. X7 Der Männerchor wird am 30. September eine Ezcursion nach Eincinnati veranstalten. nJLi Zum Konrektor (Assistant principal) der Jrvingtoner Bürgerschulen wurde gestern Frau Mamie Hall Wilson ernannt. DaS beste Brot in Stadt und Gau, DaS findet man bei Bernhardt Thau, Auch Pumpernickel, Straußelkuchen Braucht Ihr nur bei ihm zu suchen. Am östlichen Marktftand 123 und 124 oder Hosbrook Str. No. 81. ßCT Max Gibbs, der auf dem Markte als Eheap John aus Texas figu rirt, hatte gestern Unglück mit seinem Gefährt. An der Market Str. ward sein Pferd scheu und vor Woods Leihstall kollidirte er mit dem Wagen von Charles St. Clair. Durch den Anprall fiel John aus dem Wagen und erlitt einen 2 Zoll langen Schnitt auf der Stirn. 3n der Diöpenfary wurde er verbunden und dann nach Hause gesandt. CPT DaS Finanzeomite deS Stadtraths hielt heute Vormittag eine Sitzung mit dem Sicherheitsrath, um die Voranschläge desselben durchzugehen. DaS Finanzcomite nimmt eS dieseSmal sehr genau und ist der Ansicht, daß die Boards bis jetzt zu diel freies Spiel in der Verausgabung der bewilligten Gelder hatten. DaS Comite wünscht deShalb zuerst Einsicht in die detailirten Voranschläge zu nehmen, um ein DessereS Urtheil in der Sache zu haben oder besser gesagt, auch etwaS in der Verausgabung der Gelder mitzureden.
urrssji:j - WWDÄMAPqÜ.S. Mrewfhg (7s. X-C? AiS&Vk I ! mJffmi 5-l ' "SZ i . j. ,u i. 'Miivi il !sor iWM5MWMlZM y X :öwMw I V:-? f:KST-i vjutf' wn!(sli-s 7 IV x- XSyr"-" 4j- j-fii't? xvt "i - !- Lr. ,il K t' A -kr Jr-f. IftvM? U ' 1 vvä-Sw-mv .'V V 5 1 , T;eV- r:, lK-7rÖt3, Tir J-ÄJ fs i .: ,i , , i s;-v ti l l h Wv TV : , sSt3. 5 ir". im: -S -ä. i" 1 1 1 " YZ,' - WMMZM M?Mk YiPc ,1 lA' ) fV- ZV !?I l Ävi-sv-V tVV 7rÖtNäifc-.a Ktrr si!iSi: 5rNSiN'ä.-v.' i v -Sl s-
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