Indiana Tribüne, Volume 17, Number 331, Indianapolis, Marion County, 19 August 1894 — Page 4

Jndiana Tribüne.

- Erscheint -Täglich und Sonntags, Die tägliche Xri&fise-foQtt durch den TrSge, Ll3rat per Woche, die Eonr.tagS.Trtbüne- I lentl per Ooche. Beide zusammen 18(Xcntf oder M Cent! per Monat. Per Post zugescht tn vor utbezahlung IV per Jahr. Office :No. 18 Süd Alabama Str. Zndianapoliö, 3nb.,19. August 1894. yorfirlo Tkaz und Mexiko. Von dem Augenblicke an, wo Ssau stin Jturbide das weite mexikanische Joch befreite, hat jener äußerste Westen des nordamerikanischen Kontinents im unterbrochen von blutigen Bürgerkriegen zu leiden gehabt. Jahraus, jährein wüthete der Kampf um die Herrschaft, und das einst unter spanischer Oberhoheit blühende, wenn auch ungerecht verwaltete Land war dem vollständigen Untergang nahe gebracht. Die Beamten waren bestechlich, die Staatseinnahmen auf Jahre hinaus verpfändet, die Landstraßen unsicher, die großen Haciendas von den fortwährenden Plünderungen .ausgesogen, Handel und Wandel stockten. Selbst ju der Zeit, wo der hochstnnige Kaiser Maximilian den Versuch machte, geordnete Zustände im Lande einzuführen, ging es nicht besser, und auch unter seinen Nachfolgern Juarez und Lerdo de Tejada trat keine Aenderung ein. Erst dem jetzigen Präsidenten, Porsirio Diaz, ist es gelungen, dem Lande bis zu einem gewissen Grade Nuhe und Frieden zu schenken. Gemeinsam mit seinem Kriegsminister, dem General Manuel Gonzalez, schuf Porfirio Diaz um die Mitte ter siebziger Jahre ein Heer, auf das er sich stützen tonnte. Nachdem das Heer reorganisirt war. konnte Diaz sich an die Lösung der ersten Aufgabe machen, seiner Regierung im Lande Ansehen zu verschaffen. Mit unnachsichtlicher Strenge verfolgte er Jeden, der den Versuch machte, sich gegen die Ordnung aufzulehnen. Es war dieses kein leichtes Beginnen. Zucht und Gehorsam gegen die Bundesreglerung waren seit meyr als sunrzig Jahren nicht bekannt gewesen, und nur widerwillig waren die Ehrgeizigen und Unzufriedenen, an denen es niemals im Lande mangelte, davon zu überzeuaen. dak für ihre Sonderbestre bungen kein Boden mehr vorhanden war. Es ist in jenen siebziger Jahren, wo Porfirio Diaz es unternahm, das Volk mit Gewalt auf die Bahn der Ordnung zu führen, ihm mehr als einmal der Vorwurf gemacht worden, er sauge das Land aus, nur um ein Heer zu schas fen, mit dem er einen selbstsüchtigen Zweck zu verfolaen im Stande sei nämlich den, sich selbst zu bereichern. wie es fast ausnahmslos alle seine Vorgänger gethan hatten. Es fehlt auch heute nicht an Unzufriedenen, die dieselbe Behauptung noch jetzt aufstellen. Dem unbefangenen Beobachter aber kann es nicht entgehen, daß, wenn die von Diaz angewandten Mittel auch gewaltsam erscheinen mögen, sie die einzigen gewesen sind, die dahin führen tonnten, daß dem Lande der Friede gewonnen wurde, dessen er bedürfte, um sich von den Wirren der letzten fünfzig Jahre und den Wunden, die ihm die Bürgerkriege geschlagen hatten, zu erholen. Man darf spanisch-amerika-nische Republiken nicht mit dem Maßstabe messen, den man an die alten, hochcivilisirten Länder Europas zu legen berechtigt ist. Man darf nicht ver.gessen, daß die spanische Verwaltung seit Jahrhunderten systematisch darauf hingearbeitet hat, daß sich in Mexiko Zustände entwickeln mußten, die in mancher Hinsicht mit denen der Raub ritterzeit in Deutschland Ähnlichkeit hatten; daß das Volk seit vielen Generationen im Kampf gegen Gesetz und Ordnung nicht ein Verbrechen, sondern eine patriotische Heldenthat zu sehen gewohnt war. Der Umschwung in der öffentlichen Meinung kann nicht in wenigen Jahren eintreten, am allerwenigsten aber, wenn die Schranken fortgeräumt werden, die jetzt ein Zurückfallen des Volkes in feine früheren Gewöhnheiten und Denkweise verhindern. Die Unterhaltung eines starken Heeres ist vor der Hand noch eine zwingendeNothwendigkeit. Mexiko verausgabt heute für Heer und Marine etwas über elf Millionen Pesos, das heißt genau ein Viertel seiner sämmtlichen Staatsausgaben. Es unterhält 28 Bataillone Infanterie. 13 Regimenter Cavallerie und außerdem eine Anzahl Batterien Feld- und Gebirgsartillerie, Pioniere u. s. w. Bei der ungeheuren Ausdehnung des Landes, das dem Flächeninhalte Deutschlands. Belgiens. Hollands, Frankreichs, der Schweiz, Oesterreich-Ungarns und der Donauländer gleichkommt, ist die Zahl der Truppen nicht zu groß; eine 5inschränkung könnte höchstens nach und nach das Officiercorps erfahren. Aber die plötzliche Entlassung von ho heren Officieren würde die Zahl der Unzufriedenen im Lande nur vermehren heißen und eine Gefahr für den Frieden des Landes in sich schließen. . Nachdem mit Hilfe des reorganisirten Heeres die Ordnung im Lande hergestellt worden war, konnte die Regierung sich auch an die Lösung anderer, nicht minder wichtiger Aufgaben machen. Zu einer der vornehmsten rechnete Diaz den Bau von Eisenbahnen, um die überreichen Hilfsquellen des Landes nutzba?zu machen und dadurch die wirthschaftliche Lage des Landes zu verbessern. Am 1. Januar 1873 hatte der Präsident Sebastian Lerdo de 2ejada die .meiikantsche Qtitnfobif. die

jJiusiJ nu ZttCTdl itil'mltt, ertönet; am 17. Januar des folgenden Jahres hatt: er die Conzession zum Bau einer zweiten Eisenbahn unterzeichnet, die der 36 Kilometer langen Strecke von Merida nach Progreso in Tjucatan. Nachdem Diaz im Jahre 1876 die Regierung übernommen und den Frieden im Lande hergestellt hatte, wurden durch Vermittelung seines Ministers für öffentliche Arbeiten. Kolo-

msatwn und Industrie, des Generals Carlos Pacheco, die Unterhandlungen mit in- und ausländischen Syndikaten, namentlich nordamerikanischen, erofs net, um dem Lande neue Eisenbahnen zu sichern. Sie führten dahin, daß im September 1880 die Eonzessionen für die beiden wichtigsten Bahnen er theilt wurden, nämlich die für die mexikanische Eentralbahn" (von Mexiko nach El Paso in Texas) und die mexikanische Nationalbahn" (von Mexiko nach Laiedo). Bald folgten andere. Hatte der Bau der Eisenbahn von Veracruz nach Mexiko über achtzehn Jahre gedauert, so wurden die neuen Bahnen nun mit um so viel größerer Eile gebaut. Schon im Jahre 1883 konnte die fast 2000 Kilometer lange Eentralbahn dem Betriebe übergeben werden, und bis zum 31. Denmber 1892 waren bereits über 10.000 Kilometer Eisenbahn dem Verkehr Zugang lich. Gegenden, die früher nur sehr schwer zu erreichen waren, stehen jetzt in verhältnißmäßig engem Verkehr mit einander. Für das Gebiet sudlich bis zum 19. Grad nördlicher Breite ist damit ein Hauptverkehrssystem geschaffen worden, um das sich nach und nach die Verkehrsmittel gruppiren können, die das Land braucht, um die Erzeugnisse seines Bodens dem Weltmarkte zufüh ren zu können. Welch bedeutenden Aufschwung aber schon mit dem Bau der Hauptlinien der Handel Mexikos genommen, zeigt der Bericht des Fi nanzministeriums, wonach der Werth der eingeführten Waaren von 27,300.000 Pesos im Jahre 1874 aus 40.030.000 Pesos im Jahre 1890 gestie gen ist, während der Regierung aul dieser Zunahme des Jmporthandelö eine Vermehrung der Zolleinnahmen von 11.820.000 Pesos auf 22.480. 000 Pesos erwuchs. Der Frachtverkehr auf den Bahnen betrug im Jahre 1891 über 3.2 Millionen Tonnen. Tragen so die Eisenbahnen direkt dazu bet, die wirthschaftllche Lage des Landes zu heben und der Regierung erhöhte Einnahmen zu sichern, so spie len sie indirekt auch als Kulturträger eine hochbedeutende Rolle, indem sie weite Länderstrecken, in denen bisher kaum die Anfänge einer Kultur zu finden gewesen waren, den Mittelpunkten der Civilisation! näher rücken. Die Bevölkeruna Mexikos setzte sich im Jahre 1892 aus 2,163,185 Europäern und Creolen (rn Mexiko geborenen Nachkommen europäischer Eltern), 4,900.156 Mestizen (Nachkommen von Weißen und Indianern) und anderen Mlschlinzen und 4.330,371 eingeborenen Indianern, die durchgehends civilisirt sind, zusammen. Obwohl die ersteren derZahl nach die schwächsten sind. sind sie doch ausschließlich die eigentlichen Träger der Kultur; mit dem Bau der Eisenbahnen dringen auch"sie mehr und mehr :n s Innere des Landes vor siedeln sich dauernd tn den kleinen Städten an, wo dann die nötige Be völkerung bald von ihnen Bedürfnisse kennen lernt, die ihr früher unbekannt waren. Bei dem großen Hang zum Wohlleben, der sich in allen Kreisen der Mischlinge geltend macht, ist das von weittraqender wirthscyastllcher edeu tung. da dadurch der Konsum imLande wachsen und der Zahl seiner Bewohner angemessen werden muß.. Das Beispiel der Mestnen werden allmallg auch die Indianer nachahmen, die bis- . . . w rr I her ln ihrer ländlichen Ävgejcywuenyeil mehr oder weniger völlig bedursnivios sind und nur dann arbeiten, wenn die Noth sie dazu zwingt. Die Diaz'sche Regierung hat kein Mittel unversucht gelassen,die Indianer der Bedurfnißlosigkeit zu entreißen und sie an regelmäßige Arbeit zu gewöhnen. Von den Mitteln die die Regierung anwendet, um zu diesem Ziel zu kommen. muß vor Allem die Gründung von Llckerbaukolonien erwähnt werdm, deren es zetzt schon eine ganze Reihe im Lande gibt, so namentlich in den Staaten Veracruz, Durango, Chiapas, Mexiko u. s. w. Ebenso hat die Regierung im letzten Jahrzehnt große Anstrengungen . gemacht, daß Volk daran zu gewöhnen, die Mineralschätze des Landes auszubeuten Früher war lediglich nach Gold und Silber gegraben worden; der fast unermeßliche Reichthum der Goldund Silberberawerke hat viel zur Demoralisation des Volkes beigetragen. Arbeiteten früher die Indianer und Mischlinge wohl in den Bergwerksdistrikten, so war ihre Thätigkeit doch auch da keine geregelte, systematische; denn Jene arbeiteten nur so lange, bis sie eine kleine Summe zusammenbracht hatten, die hinreichte, sie für eimge Tage oder wenn das Glück ein mal besonders hold gewesen war Wochen zu ernähren. Ehe dann nicht der letzte Heller verpraßt war, konnte sich der Bergmann Nicht entschließen. wieder zur Spitzhacke zu greifen. Dank den Bemühungen der Diaz'schen Regierung ist das heute vielfach schon anders geworden. Ueberall im Lande sind von ausländischen Kapitalisten, namentlich Nordamenkanern, Berg- und Hüttenwerke angelegt worden, in denen auch nach anderen Metallen und Mineralien gegraben wird als -nach Silber und Gold so namentlich nach Blei. Kupfer, Elfen und Kohle , und rn de nen die indianischen Arbeit:? zu strengerer Pflichterfüllung angehalten werden, als das früher der Fall gewesen ist. Der Werth der tndianischeri Bevölke-

2r. August Ikocnig's Samöurger Cropen das große deutsche BlutreinigunzSmittk! gegen Blutkrankhcitcn, Nnvcrdaulichkcit, Magenleiden, Lröerlkiden, Dyspepsie, Uebelkeit, Kopsvch, ScZvmdel, Billöse Anfalle.

rung wiro augemein unierschägl. Erst einmal an regelmäßige Arbeit, stetigen Verdienst und größere Annehmlichkeit in der Lebensführung gewöhnt, werden sie eine sehr bedeutendeRolle in der EntWickelung des Landes spielen. Diaz hat das vollständig erkannt, und die Gesetze, die unter seiner Regierung zur Förderung der Interessen der Indianer erlassen worden sind, tragen im hohen Grade zur Besserung der wirthschaft lichen Lage bei. Nachdem Diaz die beiden Grundbe dingungen für eine geregelte Staatswirthschaft geschaffen hatte, konnte er sich auch an die Lösung der letzten Aufgäbe machen, die seiner harrte, nämlich an die Regelung der financiellen Schwierigkeiten. War in den ersten Jahren seiner Regierung jeder Peso, über den der Präsident verfügen konnte, auf die Reorganisation des Heeres und die Bekämpfung der Unzufriedenen verwendet worden, hatte die Regierung sich während der zweiten Periode verpflichten müssen, bedeutende Zuschüsse zum Bau der Eisenbahnen zu leisten, so war von dem Augenblicke an, wo Diaz im Jahre 1884 zum zweiten Male zum Präsidenten gewählt worden war, sein Bemühen darauf gerichtet, die äußerte wie innere Schuld des Landes zu ordnen und Mexiko auch im Auslande eine geachtete Stellung zu er ringen. Wie ihm dies gelungen ist, braucht hier nicht ausgeführt zu wer den; die Geschichte derKonvertirung der mexikanischen äußeren Schuld ist genuaend bekannt. Aber gerade durch die Regelung der Staatsschulden wurde ein großer Theil der Geschäftsleute rn Mexiko gegen Die Regierung erbittert. Für sie waren die fortwahrenden Kampfe im Innern und der zerrütteteZustand der Finanzen eine Quelle großen Gewinnes gewesen. Die stets geldbedürstige Regierung - v ! jfl - yaue ncy meyr ai einmal an reiche Kaufleute oder Spekulanten wenden müssen. Diese fanden sich in der Reael aern bereit, dem Staat einen Bor schuk zu leisten, erhielten sie doch stets gute Deckungen für ihre Forderungen. Häufig bestanden diese in Quittungen zum doppelten Betrage, die in diesem oder jenem Hasenplatz sllr Zölle von den Behörden an Zahlungsstatt wieder angenommen wurden; oft waren es An Weisungen auf die späteren Einkünfte der Steuerkassen, zuweilen auch auf die der Postamter, stets aber war der Gewinn, der für solche Liebesdienste winkte, unverhältnißmäßig hoch. Auch den Lieferanten der Regierung wurde durch die Finger gesehen, sofern sie nur bereit waren, einen Theil ihres Berdlenstes den Ministern und Beamten abzutreten. Es bildete sich langsam elne besondere Klasse von Geschastsleu ten heran, die Palastmakler; sie hatten bei jedem Geschäft, das die Regierung abschloß, ihre Hand im Spiel und sorg ten in möglichst unauffälliger Weise da für, daß auch dke Beamten der Repu blik, bis hinauf zum Präsidenten, wcht zu kurz kamen. Der erste, der mit dem System des Palastmaklerthums imd der mit ihr in inniger Verbindung gehenden Bestech lichkeit ein Ende zu machen suchte, war der Kaiser Maximilian. Ein großer Theil der Opposition gegen ihn und seine Regierung ist nur dem Umstände zuzuschreiben, daß er bemüht war. eine ehrliche Verwaltung einzuführen. Die Mißgunst, auf die er bei der Geschäfts welt stieß, war so allgemein, daß sogar die Mehrzahl der m Mexiko ansässigen deutschen Kaufleute sich den Beamten des Kaiserreichs gegenüber sehr wenig zuvorkommend verhielt. Mit der Wiedereinführuna der Republik waren der Eorruption auch wieder Thür und Thor geossnet, wenngleich Juarez selbst ern Ehrenmann gewesen ist. Lerdo de Tejada, sein Nachfolger, hat mehr als einmal Geld von den Geschäftsleuten de? Stadt Mexiko borgen müssen, um die 'nöthigsten Ausgaben zur Bekämpfung seiner Widersacher bestreiken zu können. Auch Porfirio Diaz selbst bat im Anfang seine: Regierung sich mehrfach in die Nothwendigkeit versetzt gesehen, ähnliche Mittel wie seine Vorgänger anzuwenden, um seine Staatskasse zu füllen. Nachdem er indessen zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt worden war, beschloß er, dem Treiben Jener ein Ende zu machen und sein Vaterland von der traurigen Nothwendigkeit zu befreien, bald hier bald dort un Geld anklopfen zu müssen. Daß die dadurch gefährdeten, und geschädigten Palastmakler sich mit ganzer Krast gegen die Einführung einer neuen Ordnung sträubten, kann nicht überraschen. Sie wollen eben keine ehrliche, geordnete Regierung haben, sie wollen das alte System wieder eingeführt sehen, wo man noch offen Beutepolitik treiben konnte. Die Unzufriedenheit, die in weiten Kreisen gegen Diaz herrscht. wird zu -einem großen Theil aus der Unmöglichkeit erklärt, in dem Maß zu stehlen und zu rauben wie früher. Heute ist eö anders. Man bemüht sich.

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Einnahmen und Äusgaoen m Ein klana zu bringen, und ist damit meh rere labre erfolareick gewesen. Der Werthrückgang des Silbers macht eine bedeutend höhere Summe zur &zin sung und Amortisation der Staats schulden nöthig, als zu der Zeit ange nnrnmen werden mufrte. wo die Conso lidirung stattfand. Die finanzielle Laoe Meriko's ist dadurch äußerst schwierig geworden, aber sie berechtigt keinesweLs zu dem Schluß, vatz oas Land schon letzt vor dem staalsvanre rott steht. Es ist durckaus nicht die Absicht die ses Aussatzes, ein zu glänzendes Bild von den Zustanden in Mexiko zu ma chen. Aber man darf nicht verkennen was Vorttrio Diaz in den letzten Jah ren sür sein Vaterland gethan hat, und dan er ebruck bestrebt i t. eine wmy schaftliche Lage zu verbessern. Daß es dabei nickt immer so ganz glatt abgehen kann und manche Gewaltthätigkeiten vorgekommen sind, ist, wenn auch ter neswcgs entschuldbar, doch leicht erklär lick. Bedauerlich ist es vor Allem, daß die Regierung in der letzten Zeit gegen eine Anzahl Journalisten m einer Wen vorgegangen ist, die sich weder mit dem Sinne der Constitution des Landes noch der Aufgeklärthelt unseres Jahr bunderts vereinigen läßt. 3 den Leu ten, denen es Gewissenssache ist, der Realeruna Opposition zu machen, ae hören Männer wie Ricardo Garcia Granados, der lange Jahre Consul in Hamburg, spater Beamter im Mmlsterium des Aeilßeren war, und der jetzt als volitiscker Nlücktlina in Teras lebt. Früher ein großer Bewunderer von Diaz. hat er sich der Opposition angeschlössen, weil er mit Besorgniß die Vergewaltigung der Presse und die Wiedererstarkuna der Macht des katbolischen Klerus in Mexiko bemerkte. Die katbollsche Kirche war seit Iahrbunder ten im Lande der Azteken allmächtig gewesen. Juarez machte mit einem ein zigen Federzug der Macht der Kirche ern Ende: er conslszirte ihre löuter schloß die Klöster und strich den Grundsatz aus der Constitution, daß die t'6 misch-katboliscbe, Religion Staatsgion sei. Porfirio Diaz stand anfangs aus demselben: Standpunkt wie der Pater patriae Juarez". Mit der Zeit aber hat er der Kirche gegenüber ei nen versöhnlichen Standpunkt ernge nommen. Nl'chtsdestoweniaer muß man als Re sultat aus der Diazscken Verwaltung den Schluß ziehen, daß es ihm ernst ist, die wahren Interessen Mexikos zu fördern und seine wirthschaftliche wie i r . v rr n poiilijcye vage zu veern. vtx erfolg, den er bis jetzt erzielt hat, zeigt, daß er ein ebenso thatkräftiger wie zielbewußter Staatsmann ist. dem man Ausschweifungen nach der einen oder anderen Seite viel leichter verzeihen kann als der Mebrzabl seiner Bora'änger, die nur darauf bedacht waren, sich r . r c ri ... t c t . ciyi zu uciciucui, luuiicuu ihnen, oas Schicksal des Landes in keiner Weife am herzen lag. In Barnaboy in de r englischen Grafschaft Kina feierte iünast eine gewisse Frau Hobbs ihren 100. Geburtstag. Die Greinn batte an ihrem Jubeltage ihre Familie bis zur. oierren Generation um sich. Einer ihrer Enkel ist jetzt schon selbst Großvater, so daß Frau Hobbs Ur-Ur-Groß-mutter ist. Sie ist eine Wittwe des verstorbenen Kapitäns Thomas Hobbs. Dieser machte den Krieg gegen die Franzosen in Spanien bei den 92. Hochländern mit und focht auch bei Waterloo, wo er verwundet wurde. Frau Hobbs hat 14 Kinder aeboren. Alle ihre fünf Söhne haben in der Armee gedient und fünf lbrer Enkel sieben gegenwärtig beim Militär. Die Greiim ist woyl und munter. Nur ihr Gehör hat etwas gelitten. Der schon verloren gegebene Radfahrer Herr Vinkert. welck-r auf dem von ihm erfundenen WasserDreirad über den englischen Kanal zu fayren unternahm, ist von einer Fi. scherschmacke in höchst ersckövftem stände aufgefunden und nach Bouloane gebracht worden. , Pinkert, der von Kap Grisnez aufbrach, war nickt aar weit auf Meer hinausgekommen, als ihn die Fluthstromung an der französischen Küste ergriff und aus s:inem Kurse verschlug. Ein Anfall von Seekrankhelt machte ihn vollends hilflos. Troß seiner bitteren Erfabruna von der Gefährlichkeit seines Unternehmens soll er entschlossen sem, dleUeberfahrt noch einmal zu versuchen. Die neue GewebrfabrZk des Vicekönias Tschana Tscki Tun in Hanoana ist abgebrannt. Wabrsöeinlich liegt Brandstistusg vor. Der Verlust wird aus eme Million Taels geschätzt. Meerscbaumvfeifen. lanaedeutscke Dkeiken. Cigarrensviden c.. bei Wm.

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