Indiana Tribüne, Volume 17, Number 329, Indianapolis, Marion County, 17 August 1894 — Page 1
& $0 Cefen Ste'Öte '- - - Offerte der Tribune" - sü' - Unsere Weltausstellung l v m O rK rl kesen Sie die Offerte der Tribüne" w o kS-:vTl fr.svO - für - w iy W V K w i o v Unsere Weltausstellung ! Jahrgang 17. Office : No. 18 Süd Alabama Straße. No. 339 Indianapolis, Indiana Freitag, den 7. August
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Editorielles. Die Nebe, welche (?ouvernör MatthewS vor der demokratischen StaatSconvention hielt und die Plat form der Partei gleichen sich, wie ein Si dem andern, so daß auch nicht der geringste Zweifel darüber bestehen kann. daß vorher eine Vereinbarung stattge funden hat. Daß es unter den gegenwärttigen Umständen für die Demokra ten sehr schwer war, eine Platsorm zu zimmern, ist begreiflich. Ohne sich von alten Traditionen loszureißen, war daS überhaupt nicht möglich, und kein Mensch wird erwarten, daß sich die alten Parteien wirklich von alten Traditionen lossagen. Unter den Um ständen war eS daher kein Wunder, daß die Stimmung in der Convention eine solche war, daß man eher in einer Convention von Leichenbestattern, als in der Convention einer politischen von Hoffnung erfüllten Partei zu sein glaubte. Hat man doch sogar unter dem Druck dieser Kirchhofsstimmung die üblichen Beschlüsse gegen sumptnary laws" vergessen, oder sollte man gar die Temperenzfrage absichtlich unerwähnt gelassen haben ? Möglich wäre daö wohl. Die Partei stellt sich in dem Tarifstreite auf die Seite des ReprasentantenhauseS und deS Präsidenten. DaS ist so weit ganz gut, aber eS wird dadurch nur in Erinnerung gebracht, daß die demokratische Partei in Folge der Jnteressenverschiedenheit der Elemente auS denen sie zusammengesetzt ist, nicht daS auszuführen im Stande ist, wa? sie ausführen möchte. Was nützt es, sich aus Seite deS Hauses und deS Prasidenten zu stellen, wenn der Senat seinen Wjllen durchsetzt ? WaS siber dje Silberfrage gesagt ist. ist so unbestimmt, daß eö absolut gar keinen Werth hat, und daß sich Niemand einen VerS darauf machen kann. Diese Frage hat überhaupt den Werth nicht, den man ihr beilegt, und wir nehmen sie bei der Volkspartei nur deswegen mit in den Lauf, wen sie andere bedeutende Reformmaßregeln vorschlägt. WaS hat aber nun die demokratische Partei Angesichts deS Fiaskos der Corey Bewegung, deS großen verlörenen Bergarbeiterstreiks mit seinen Unruhen, des großen Eisenbahnstreiks mit seinen Begleiterscheinungen, der allgemeinen nnzusrlßdenhett unter den Arbeitern, den Farmern und am Ende ja auch unter den Geschäftsleuten zu sagen ? Daß sie sich rühmt, gegen den inzad spiril" zu sein und unter allen Umständen daö Gesetz aufrecht erhalten zu wollen, dqS wollen wir dahingehen lassen, daS versteht sich ja am Ende von selbst. Daß sie sich nicht enthalten kann, daS Wort Anarchie" zu gebrauchen, daß sie sich veranlaßt fühlt, die Versuche der angeblichen Freunde der Arbeiter deren Sache mit Verschwörungen zur Gesetzlosigfeit und der Anarchie zu verdammen, wollen wir ihrer Unwissenheit und der Mode zuschreiben, heutzutage AsteS gleich mit dem SZamen Anarchie zu bezeichnen. Wenn sie aber sonst über dje Arbeiterfrage nichts weiter zu sagen weiß, als daß die Partei in Sympathie mit allen Versuchen der Arbeiter ist, ihre Lage zu verbessern, ohne auch nur ein einzigeS Mittel anzugeben, wie dies geschehen soll, ohne auch nur einen einzigen bestimmten Vorschlag in dieser Richtung zu machen, so ist der bloß? Ausdruck deö Willens eine nichtssagende Phrase, nichts weiter als eine Bankerotterklärung. Allerdings, die Partei versucht sich dessen zu rühmen, was sie bereits für die Arbeiter gethan hat, aber sie ist darin, wie daS auch gar nicht ander? sein kann, sehr nglülich. Sie führt daS Achtftundengesetz an, von dessen Ezistenz noch kein Arbeiter je etwas verspürt hat, sie erwähnt das neue Steuergesetz, das dem Arbeiter nichts gebracht hat, als eine höhere Steuer Einschätzung seines kleinen Heimö, daö Verbot deS "pluck me res", von dessen Durchführung kein einziges Beispiel eristirt, daö meckanics Nen Gesetz, daö dem Lieferanten weit mehr nützt alö dem Arbeiter und a daö ist alleS, darauf beschrankt sich nach ihrer eigenen Angabe die ganze gesetz geberische Thätigkeit der Partei zu Gunsten der Arbeiter. . Und diese Partei wagt eS, von Sym pathie mit den Arbeitern zu sprechen, und trotzdem wird eö noch Arbeiter ge
ben, welche für diese Partei stimmen.
Man könnte darüber lachen, wenn es nicht gar zu traurig wäre. - Drahtnachrichten Inland. WelterauSsichten. Lokale Regen am Sonnabend. SchisselS Wassertemperatnr 83Erad. -.O.Di e Schnapsbrenner arbeiten mit Volldampf. Washington, IL.Aug. Nach Telegrammen, welche beim hiesigen Inland Steuerbureau eingehen, herrscht nnter allen Besitzern von Whiskey unter Zollverschluß die leb. hafteste Thätigkeit und riesige Ouan titäten Whiskey werden in allen Bren-nerei-Centren herausgenommen. Andererseits machen sich die Brenner die Vortheile der neuen Raten zu Nutzen, indem sie ihren Betrieb außer ordentlich erhöhen. Man nimmt an, daß viele Tausende von Barrels werden destillirt werden, um darauf noch die Steuern zu zahlen, ehe die neue Bill Gesetz wird. Zahlreiche Gauger werden überall verlangt und geliefert, namentlich nach Cincinnati, LouiSville, Peoria und Pekin, III. Die Steuerbeamten ärgern sich, daß während der jetzt achtjährigen BondPeriode die Spiritussen nur einmal nachgemessen werden dürfen. Wenn die Besitzer den Whiskey jetzt nachmessen lassen und nicht herausnehmen, so müssen sie sür da? jetzt festgestellte Quantum zahlen, selbst wenn sie ihn während der jetzt 4 Jahre betragenden Schwundperiode nicht herausnehmen. Hierin wird eine große Härte gesehen, da Schwund und Verdunstung oft sehr groß sind und während acht Jahre biö 9 Gallonen betragen dürsten. AuS Washington. Washington, lö. Aug. Präsident Cleveland reiste heute Morgen per Ertrazug nach Gray Gables ab, um sich zu erholen. Abschriften von der Tarifbill und der River and Harbor Bill nahm er mit. Die HauSbillS, welche verfügen, daß Zucker, Erz, Kohlen und Stacheldraht auf die Freiliste gesetzt werden, wurden vom Senate an daS Finanzcomite verwiesen. In dessen Händen werden sie wohl für lange Zeit verbleiben. Die Flüchtlinge von San Sglvqdor. W a s h i n g t o n, 16. August. DaS Staatsdepartement hat heute schließlich entschieden, daß die Flüchtlinge von San Salvador, welche sich auf dem Bennington" befinden, volle Gelegenhaen sollen, ihren Fall vor Gericht zu vertreten. Der Commandeur des ,Benqington hat Befehl erhalten, mit seinem Schisse außerhalb der Drei-meilen-Linie zu bleiben, bis die AuSieferungspapiere in San Francisco eingetroffen sind, was heute Abend oder morgen Vormittag der Fall sein ollte. ÄlSdann sollten die Flüchtlinge, also General Antonio, Czeta, der frühere Viceprästdent von Salvador, General Katcheko, General KolonoS und Obelstlieutenant Cienfugoö, einem Bundesmarschall übergeben und dem Bundesgericht vorgeführt werden. Gonzalie Nusedo und Horatio Rubens von New Fork roerden die Vertheidigung führen. "ß Die Lphne in Pullman. Chicago, 16. Aug. Die von dem Präsidenten eingesetzte Kommission zur Untersuchung der Ursachen deS Streiks hat ihre Arbeiten hegonnßn. Unter den bis jetzt verhörten Zeugen befand sich Miß Sennie CurtiS, die Präsidentin der Union der Nähmädchen, welche feit fünfzehn Jahren bei Pullman angestellt ist.' Alö ihr Vater vor Kurzem starb, war er $60 für Miethe schuldig. Die Compagnie zwang sie, die Schuld zu übernehmen und $3 wöchentlich davon abzuzahlen. Manchmal blich ihr so wenig übrig, daß sie ihr Kostgeld nicht bezahlen konnte. 3a 1893 bezahlt, die Com pagnie den Mädchen 22 Cents die Stunde, und die schlechteste Näherin verdiente $1.50 den Tag. Vor dem Streik verdiente die beste Näherin nicht mehr alö 70 biö 80 Cents per Tag und weniger geschickte bloß 40 biö 50 Cents. Theodor Rhode, ein Anstreicher und
Maler, arbeitet seit zwölf Jahren in
Pullman. Sein Lohn wurde nach und nach herabgesetzt, so daß er jetzt nicht mehr als $1.25 per Tag verdient. Er hat nicht wieder um Arbeit nachgesucht, weil die Compagnie verlangt, daß man keiner Union angehöre. R. W. CombS, ein Carpenter sagte, daß die Leute, welche vor noch nicht langer Zeit $2.25 den Tag verdienten, seit dem März dieses Jahres . nicht mehr alS 68 Cents per Tag machen können. Im Februar blieb ihm am Ende des Monats von seinem Lohne $2.50 übrig nachdem die Miethe bezahlt war. Da mit sollte er mit seiner Familie einen Monat lang leben. Volkspartei und Arbeiter i n O h i o. C o l u m b u S, O., 16. Aug. Die StaatSconvention der Volkspartei fand heute statt. Nicht weniger als 1500 Delegaten waren anwesend. Corey hielt eine anderthalbstündige Rede. Sovereign von der Knights of Labor hielt die Hauptrede am Nachmittag. DaS Comite für Resolutionen nahm sämmtliche von den Arbeitern unterbreiteten Peschlüsse an und die Delegaten der Arbeiter wurden einstimmig zugelassen. Ein küstigeö Wörtlein. Denver, Col., 16. Aug. Gouvernor Walte schrieb einen offenen Brief an die Volkspartei von Colorado, worin er sich gegen jede? Bündniß mit bey Demokraten verwahrt. Er sagt darin : Ich habe nach meinem besten Können versucht, die Geschäfte deS Staates zum Besten der Bergleute und Arbeiter, zu führen, und so weit eS mir möglich war,' die aristokratischen Diebe und Räuber niederzutreten, die den Staat arm gestohlen, und selbst die Schulkinder um eine halbe Million beraubt haben. Wenn wir, nachdenl. wir zwei Jahre in Vfacht sind und fon Staat gewonnen haben, nicht aus Grund unserer eigenen Platform ohne die Hilfe einer anderen Partei Erfolg haben können, dann ist die Volkspartei verfrüht und daS amerikanische Volk noch nicht reis für Reformen. - Ausland. D i e Hinrichtung Santo?. Lyons, 10. Aug., 3 Uhr 30 Morgenö. Die Stadt ist so mit Besuchern überfüllt, daß der Scharfrichter Deibler nach mehreren Stunden vergeblichen Suchen? nach Quartier die Behörden um Beschaffung eines solchen ersuchen mußte. Um 1 Uhr Morgen? begann die Polizei die Umgebung des Gefängnisses vom Publikum zu räumen. AlS die Truppen auf den Platz rückten, wo die Hinrichtung stattfinden sollte, waren kaum zwanzig Zuschauer anwesend. Niemand wurde gestattet, daö Trotoir vor dem Gefängniß zu betreten. Nur dem Profureur, dem Nichter Um Anwalt und dem Geistlichen war gestattet einzutreten. Um 3 Uhr ertönte von einem genster, nicht dem SantoS, ein schwerer Seufzer, dem der zweimal wiederholte Ruf "Vive rAnarchie" durch die Stille gellend folgte. Darauf TsdeSschweigen. Vielleicht war eS ein Signal, welche? Santo anzeigen sollte, daß seine letzte Stunde gekommen sei. Um 4 Uhr 50 wurde Santo von den Wächtern auö dem Gesqngniß geführt. Er zitterte, als er heraustrat und mußte bis zum Schaffst gestützt werden. Alö er festgebunden war, rief er Vive 1'A.narckie". NachBeendigung seinerVorbereitungen prüfte Deibler die Guillotine zweimal, ehe er sie für in Ordnung erklärte. Dieö war um 4 25. Dann schlössen die Truppen daö Schassott ein. Bei Tagesanbruch waren der Platz und die benachbarten Straßen gedrängt voll. Eökortirt von einer . Schwadron Genödarmen betraten der Scharsrichter und seine Eehüsen um 4 Uhr 30 das Gefängniß. Der Gefängniß - Gouvernör M. ötauz weckte Santo mit den Worten: Muth, Santo, die Stunde ist gekom men." Der Verurtheilte richtete sich mit großer Anstrengung auf, sein Gesicht leichenblaß,- Hände und Glieder con vulsisisch zitternd, die von Frost. Mit Müh-kleidete er sich an.
Aus d,e Frage, ob er frühstücken wolle, lehnte Santo Speise und Trank ab, auch verschmähte er geistlichen Zuspruch. ' Gefragt, ob er zu sprechen wünsche, erwiderte er verneinend. Auck seinen Anwalt wollte er nicht mehr sehen. Haben Sie Wünsche mitzutheilen?" wurde' er gefragt. Nein," antwortete er, nur den, daß meine Briefe meiner Mutter gesandt werden." Er zitterte mehr und mehr, während er Toilette machte, so daß Deiblerö Leute Mühe hatten, ihn festzuhalten. AlS der Gouvernör zu Santo von seiner Mutter sprach, füllten sich dessen Augen mit Thränen und er bebte vor Erregung. Bald aber gewann er seine gewohnte Ruhe wieder, obgleich noch bleich und zitternd. Von diesem Au genblick an sprach er nicht mehr. AlS er zum Wagen geführt wurde, war er ein Bild des Elends. Seme Kniee schlotterten und seine Zahne klapperten. Er schien kaum noch zu leben. Jetzt Commandorufe. Deibler und seine Gehilsen erschienen um 4 Uhr 50 vor dem Gefängniß. Neue Commando und der Wagen hält zur Linken des SchaffotS. Auf dem Schaffst angelangt rief Santo die Worte Muth Kameraden, eS lebe die Anarchie", aber die Worte waren nicht weithin vernehmbar. Jetzt wurde Santo niedergeworfen und siel fast ohne Widerstad, die GeHilfen schoben ihn unter daö Beil. Noch ein schwache? Sträuben, und Santcs Haupt lag unter der Lunette. Deibler drückte die Handhabe, und daö Messer sauste herab. Ein scharfe? kurze? Geräusch in Folge der Trennung der Wirbel, da? Blut besprengte den Wagen, und der Kopf siel in den Korb mit Sägemehl, der Körper rollte nach der anderen Seite. Bravo'? rief die Menge, die von der, Exekution weyigee ergriffen schien, lö sonst. - Chi na lnb'Äap an.' Berlin, 16. Aug. E? wird hier behauptet, die Diskonto - Gesellschaft beabsichtige eine chinesische Anleihe zu negotiiren. Man versichert, die von China geplante Anleihe betrage Z50,000,000. 2n Bezug zu der beabsichtigten Anleihe ist ein Syndikat gebildet worden, zu dem die ersten Banken und Bankiers der Stadt gehören.' Die Mitglieder desselben hatten heute Morgen eine Versammlung und diskutirten die Bedingungen der Anleihe, welche gemeinschaftlich von Londoner Bankier? und dem Syndikat übernommen werden soll. Der Betrag ist in den.letzten Tagen verdoppelt worden. Jokoham a, Japan, 16. Aug. Eö verlautet, daß in Kurzem eine Revision der Verträge Japan'S mit den auSwärigen Mächten stattfinden wird. Die bedeutendste Aenderung ist die, daß die Ausländer nicht mehr das Recht haben ollen, vor ihren eigenen Consulargerichten prozessirt zu werden. Die Regierung wird den Ausländern gewisse Privilegien hinsichtlich der Niederlassung und Besteuerung einräumen. Die Ausländer sind sehr besorgt und glauben nicht, daß die Zeit schon gekommen sei, ihre Interessen der japanischen Regierung zu überlassen. M m. HchtssSnachrichten. Angekommen in : N e w A o r k: Richmond Hill" von London; Werkendam" von Rotterdam. Southampton: Fürst Biömarck" von New öork. Philadelphi a: Carthagenia" von Glasgow. Bremen: Spree" von New Sork. Hamburg: Persia" von New Sork. , ,. General-Agentur. Feuer-Versicherug, Collektion von Miethe, Geld an- und auSzuleihen. Schissöscheine, Reisepasse, Vollmachten und ErbfchaftSerhebungen. A. M e tz g e r GrundeigenthumöAgentur. Ergründet 1863. m ,, m C7 Stadtanwalt Scott arbeitet an einer städtischen Verordnung, wo nach das städtische Fiskaljahr künftig hin am 1 Januar statt wie bisher am 1. September beginnen soll. Die Ver ordnung wird dem Stadtrathe bei sei ner näckke Sikuna sckon iur Bera , " ' 1 U U f J 'thung zugehen,
Hiesiges.
Zu Tode verbrüht. Der kleine Sohn von Albert Rear don,124 Minerva Str., Namenö Booth Reardon, starb , gestern Nacht nach die len Qualen an den Folgen einer Verbruhung durch heißen Kaffee. Der Kleine, der eben gehen konnte, spielte am Mittwoch Abend um den Küchen Herd herum, aus dem heißer Kaffee in einem Kessel brodelte. Das Dienst mädchen wollte die Kanne auf den Tisch tragen, stieß damit an einen Topf und ließ sie fallen, unglücklicherweise auf den zu ihren Füßen krabbelnden Klei nen. Die siedend heiße Flüssigkeit ergoß sich über den Kopf deö Kindes, über Gesicht und Hals und rieselte über den . f&t. p 9ir ganzen orper. an surazlvaren Dualen erlebte das Kind, ganz in kühlende Bandagen gehüllt, noch eine Nacht und einen Tag, bevor eS seinen Geist aufgab. Coroner Beck nahm von dem traurigen Vorkommniß Notiz. , Verstimmt. Für den Fall Ihr Klavier verstimmt in, bestellen Sie sich den Stimmer. Sind Sie aber selbst verstimmt, so trinken Sie ein ausreichendes Quantum Lieber? Bier. VolizekgeriHt. Jda RhodeS war heute wegen Prostitution und leichten DiebstahlS angeklagt. Sie sollte ihrer Kollegin Hattie Scott eine Parthie grobe Wäsche (Handtücher, Taschentücher, KissenÜberzüge u. s. w.) gestohlen haben. Die Anklagen konnten aber nicht gerechtfertigt wnden und ?da wurde freigeassen. Wegen Trunkenheit und Widertands gegen die Staatsgewalt wird Geo. Heitz 35 Tage im KorrektionShause zubringen. 3ameö Duffy und Ralph Cloud, die auf fahrende Bahnzüge gehüpft waren, wurden ,u $5 und 51 Buße verurheilt. ' ChaS. King, ein notorischer Bummelant, erhielt $10 Buße aufgebrannt, esp. 20 Tage im ArbeitShause. Geo. Sverett war mit seinem Geährt durch einen Leichenzug gefahren und wurde deshalb zu $1 Buße verur heilt. Cveritt, der die GesetzeSüberretung nicht wissentlich begange haven will, appellirte anö ClrcmtGericht. ChaS. Roach wurde von einer Anklage auf thätlichen Angriff und KörPerverletzung deö Guy DaviS freigesprachen. Desgleichen Hiram RogerS, der in feindseliger Absicht mit einem Revolver nach FranciS Smith gezielt haben sollte. 3aS. Gregor hatte einen Revolver, Eigenthum von Smith & Weson, ent wendet. Auf Verwenduna seiner Stiefmutter, Georgia Poude? und mit Einwilligung deö Staatsanwalt? wurde da? Verfahren jedoch eingepellt. Gregor ist au? guter Familie, und solche Leute stehlen ja nicht sondern leiden an Kleptomanie. Vier junge, arbeitslose Wanderer wurden gestern, wegen Landstreichern eingesteckt. Der Kadi ließ sie mit dem Versprechen gehen, daß sie sich mit möglichster Geschwindigkeit davonmachten. OScar Beeler wird von Frau C. B. Füller beschuldigt ihre Stubenuhr entendet zu haben. Beeler will seine Unschuld nachweisen können und verzichtete aus ein Vorverhör. Er wurde der Grand Jury überwiesen, jedoch ohne Kaution aus freien Füßen belassen. Der 15jährige Willie Ritter wurde gestern wegen Herumtreiberei festgenommen. tubb? lieh ihn mit fernern Schwager, der für ihn zu sorgen dersprach, uach Hause gehen. RachelZackson und Si?. Garnett zwei farbige Frauenzimmer die sich wegen der Gunst de? dunkelhautigen Lohn Bull auf offener Straße gezankt und mit den schönsten Namen beschimpft hatten schickteStubbS beide auf ISTage in? Arbeitshaus. Trust? und Combinationen sind unpopulär. E? giebt aber eine Art Trust," gegen die Niemand etwaö zu sagen hat. Die? ist da? Trust ode? Vertrauen daß da? Publikum hat in Hooo S Tarsapanua. H o o d's Pillen sind vegetabilisch. xein
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