Indiana Tribüne, Volume 17, Number 316, Indianapolis, Marion County, 5 August 1894 — Page 5
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mim .iLuLJiiMJtJi Warnung. DaS Publikum wird tirr kmiiiel!?sen ans , , , Q , , . , " v i lern gew iwt, ixt geXCO nitqie "Uauoeijaij o?er et i'c Mifchunz vo gewö-n'ichem seirlitz i'ulvcral .Fa lsdader Salz", Svrusel-Zalz". Deutsch s(Ger.nan) Salz", Künstliches Clsba-, cdcr I pr'vev Carlsözoer ialt", u. unter vi-U aneecen Bezeich münzen zu verkaufen suchen, unter ocr Anpreisung, aß ebenso qut" se'.n. ro e die ächten iMrefcu'te v.'n Elsd',d, rcei$ v rett aus den tt5eit&rüntM Quellen gewon, nen werden. DieS beruht nur aus e'ncr Tlsch 'ng des Publikums deS größeren BectenfteS wegen, den oer bet essende Händler an di.sen Fälschunen muckt. I st t ü n st l i ch e r Äe i n i ,,' gut wie ächter? Ä,ürde icaeno Jemand Wissentlich künstlichen We n rnnatu'iidie Sft der Reben v rziehen ? Wirum oenn sich von riefen Fälschungen h nterführe lass n, speziell wenn dieGe' ndyett a?ei in Flaae kömmt ? Die natürlichen -Vroukte der Que'len von Carlsbad enthal e Bestandtheil , die künstlich nicht herqestellr werden können -et ahrhunderren sind diese Wass r von cr'bad wezen ihrer Öeilmrrkuna bei Krankhei en der Leber, Nlcren und des Magens rühmlichst bekannt. TaS ächte CarlZbader Sprudel.Sal, vird direkt aus der Svrudelquelle unter Leitung der Stadtgemeinde Carlsbad gewonnen, und durrb deren Agenten für die Vereinuteu Staaten, die Ei'ner & Mendelsoi Company. N.w Aork, verk 'st: Aede Flasche de? ächt importirten W ssers und Sprudel-Salz s muh obiam Stadtsi gel, sowie die Umerschrist der Agenten Msner & Mcndels n Co , 152 und 154 Fra klin ctr., Nw York, auf der Et'kette haben. Zu baben in anen Aoottzek.n. Äan hüte sich vor Fälschungen Der Ltadtratd : (?ari?bad. Offene Volkösv ache an gesunder jlNrn ,rt,env"slnv voTr. ö. B Zoou. eiunUc Kav t?' u e Ursachen und Vrbü t-fl von ran'H i. ßr va' CettuTe fstr ",'ä' ner nn' Frurn, 21 ss V- sürJuna uns lr über ekrlicb.s Glück. ncfcbtetMhte ?,sckrfungund teren sini.x.vWf sin wiO ?. ;l slkiini mM3 mfadsül 3 ! . l . aY . . . v e i r e n in n iw i tutr"ttien u 6 in prachtvoll em .tfnjiuctau -esüh'-ren JIot t 'jfrb"t T b v vai übe 200 2flc p't P'v l' f S 'bP ei $1 50 o r o frei vrsa bt nortt kkkuv Ornvfaufl deS Betrage?. Ja deutscher vd-r f etlicher Sprache. Murray ill Publishing Co.. 129 Oft 21 St 0Q4 New Bork. THZti,egenlenaeaen h-hen NZb tt ßt'ut. Dr. C. R. Schaefer, Krzt und Chirurg, 9lo, 430 Madison Avenue. nahe ÄorriZ SK. evrecdftunden : 8 V:R) Udr Morgen. 2-4 Ud' JRcrntttaa' Udr Abend. elevdon 2. Dr. Burtthardl, Deutscher Arzt. OsNee kd Wohnung: Nv. S82 Süd Meridian Str. OfceStunden : Mit Uhr Bsrm. i bt t Udr Nach. 7di LKr Udds. Sonntag 8 k ormtttaz. TelevKan 2H0. Dr. I. Bühler, Wohnung : I2tt OS WcCarty Straße, Ofsice: ??z Ost Market Straße. Vorej'luavea in der Wohnung: - Uhr or.. Udr och.: 1 9 Mir bfb. Sprechstunden in der Otn: 10 Uhr Borm., und4 SUor Nachm. Teldo i. Sprechstunden: Sonntag nur LormittagS. Sr. Wagner, Office: ZZo. 69 Sttl Shik? ötr. Offtee.Gtnndea : V-!S Vir Bs?2:ir:ss. -i Ufer WaitmtttCttl. Doca: Vckersain vd Uctol Ät. jfjjp Teleeis ki. DU. n. 8. CÜXINGnAM hat s,ne fsifuna r4 392 Vellefontainettx. und seine Ojnce nach V7K Cf S.'!arkeistr. ver jßt. Tprecknunden in feiarr Wchsuu?, 7 S Uh, Lorm . li Uhr 9iam. Spreckstu d?n in (einer Cffic: 10 11 Uor IZorm 3 Uhr a5m. nnn 78 Uhr brndZ. Lsnntaa nur ormiktogZ rechstuneen. Televvone 1319. Dr. I. A. Sutelisse, ßeschanar ftch aulschltetzlich mit VundZrzttiche Ordacn und ant Qttiltiti' uvb Urinkrankdeite. No. 95 Cft Ctarfet Ctrafjf. CXntttnbr : ttl 10 tlir vor. 1 bi 8 Bit ackm. Sonntag aucensjnnftn. Xtltpl 941. . Betf Bit i etiBdna auf einet Farm, oder uahe ein Lorstaüt'Restöe alt ein Ornament uno zum umve on Wasser. kiiiLßen vou Rasen. Emvor iehei, Waffer nach oberrn Stockmei ken. Sage:,V0N Dolz. vetrelden ein Ty'iamv für elekNlheS Licht und iu? verrichten vieler anderer Ardnttu. . Lkit nntx Lösche Im ,ch ein nach dr ffernguellung aalva,.', kitter Lustmotor: vor dieser ö-ir mar ich nur Ä tahl. Kjnl und luvlimum ohne auigestellt uus in Thang kett n fein, lnue Tieuite tSinlka sehr brllig erlangt wöe.wennt'vt. wähieuo der flauen Kanon bean Ixrucht. Oprechtvor bei meinen Sltein, d.rermolor nifmn . ISinrnor Str.. Clbicais JlL Ry Ulf uuyf "U w - 0 -"v " . .a-näbtaUrUütbeitS virt-rr.jhfMrfiMf rn fitjta. Unsere Öamtlt ist ivi' L: . 'ü. J it.. ui Mi. Mf k, rfrrura ,i orBt ihrer tun . mie ririr, cie cnnuc und ttaens ein Heim d Welt und noch megkttktiz nnttvo 4 auf Abwege. FAi finb ferner cfljriTsiionjf ZfsH mache hek - pH in flufaerfl fräftine vv , treuen ene Varntli mit naunrnS len. oirim toereiazi werther Auddauer. Wir rWrm ature inuer liegen, unsren en. 'Ulcvren,oo.gaioamiiri, S.tslfifrrfrBO!rl ni fljl. (reip. ßäö lerne) find aber Ikor erreuvar. laarm uci Staql'llntireautrn eine !nfijltfät. Wir liefern Ittchteste iisincaaua nn demegt. und qoaj . thend. baten großen gaioan. laDireiervotii it. Vjtcq, Die nicht teuern. 0Hnfin8Xft könnxn pas iDiuigeraUQOijerne xtc Caann twegfn,tBi werrnont uo. onerin 500 Saar feit Und tott n habtne tu eben, in liiUIilCC ztnge, tnoe ant von Kl TvecZa:Lrei5? ix nieta cyopsern ,w, fctea finmel nn Den oeten von on trxDe dlarirt toatften. Cnfer ta6I tonroe .ffran.dem Soünceet letloitiereintlüanbi raon an manazem rorrthf der Bin tu muhlen Beuger 66 ttflff hinweg oeicnnrcenea ; fflttifel. der taaenöea thnirne hewahrk. Bit find nlrrororntltdi in ßrifil rnnm rn4 die rage be antwortet: pupnv,',11" tt Ekundk per Zag loUtiitt ..vuiuui ' BBD siei e VK Zagt tot aqrarbtu lta K3tc sind ton einen nit. ?a i ran ender KBaQ tat Äffirarffleni' lanietr, tnoent mir .lag b. cauji von Für lepfcjrnunjU. CUi VkhN.' 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e etz! h2t auch scho.i daZ z:i!e KZ serreich seine Mc.or'.en. Der lang- ' la.'llze kaiserliä) Mazor'osmuS von S-ittit-Cloud, d:r (5o!U!zndzntSchnei:r. hzt foe&fn ein Buch erscheinen lasse.i, in welchen er auf Grund von Ta .7cuch-Aufz.'i.nnnZ5n die Schicksale 2'.nt-CIoudZ und süncr Bewohner schildert. Der Herzu-geözr will mit f::n:Ti W:rl: fccn Ueö:rtr:ibunZ:n von Freunden und Feinden des Hauses Napoleon entzezentreten und Alles so darstellen, wie es war. Sein Buch liesert dein tIeschichtschre'.ber nur wenig wenig n:ues oder w'ch izeZ Material, dagegen führt es uns mit tausend Einze:'nh:iten in ein Milieu ein, aus dem heraus man Manches von dem, was geschehen ist, besser begreifen kann. Da das Anekdotenhafte in der Erzählung vorwiegt, so wird auch das UnterhaltunzZbedürfniß des Lesers befriedigt. Llus dem Werke, das nächstens eine Fortsetzung haben soll, geben wir nachstehend einige Stichproben. Als im Januar 1870 Ollivier an die Spitze der Negierung berufen wurde, hatte der Hof das Gefühl, daß der Boden unter seinen Füßen wanke und der Anfang vom Ende beginne. Dazu kam, daß der Kaiser ernstlich krank wurde; er bekam mehrere Ohnmachts anfälle und einmal verbreitete sich so gar die Nachricht von seinem Tode. Von dieser Zeit an", erzählt der Verfafser. war der Kaiser sehr schwach und stets niedergeschlagen. Sehr ost, wenn der Dienst mich in seht Schlafzimmer führte, traf ich ihn apathisch und schläfrig in seinem Sessel sitzend; kaum drehte er den Kopf herum, um zu fehen, wer das Zimmer betrat, und dann, schloß er die Augen wieder, wie von großer Müdigkeit überwältigt. Diese Krankheit des Kaisers verschaffte der Jeuness: doree", die sich um die IZaiscrin drängte, freles Sp:el. Diese iungen Leute, die vor Ihrer Majestät sich nicht setzten, nicht aus Respekt, sondern wett sie keine Kniefalten in den Hosen haben wollten, rechneten auf die Zukunft. Die Kaiserin, umschmeichelt von dieser Umgebung, die sich nur mit ihren Vergnügungen und ihren Hofin triguen beschäftigte, hielt sich für eine neue Katharina; man redete ihr ein, sie müsse die Regentschaft führen und die Zügel der Regierung in die Hand nehmen, da der Kaiser zu elend sei, um sich wieder erholen und den Staatsgeschäften widmen zu können. Sl: allem. durch ihre hohe Intelligenz und sonstige außerordentliche Eigenschasten, sowie durch die aufopfernde Ergebenheit, die man ihr widme, könne die Dynastie, deren Ansein erschüttert sei, noch n! ten und dem Kaiserreich neue Lebenskrast verleihen. Das waren die jungen Höflinge, die Alles um sich schwanken und nur noch aus den Vortheil sahen. den eine Regentschaft derKaiserin ihnen bringen mußte. Die Kaiserin selbst war ein Weib im vollen Sinne des Wortes; die Schmeicheleien gefielen ihr und sie sog behaglich den Weihrauch ein. den man ihr spendete. Ach, das Erwachen aus diesem Traume war entsetzlich!" Dzzu kam, da der Kaiser seine Frau wirklich liebte und ihr nichts abschlagen konnte. Der Verfasser erzählt, General Rolm sei einmal zum Kaiser gekommen und habe ihn in sebr gedrückter Stimmung gefunden. Auf die Frage, was ihm fehle, erwiderte der Kaiser, der vor dem General kein Geheimniß hatte: Ich habe eine Scene mit der Kaiserin gehabt, und das macht fnlch jedesmal ganz krank." Der General bemerkte dann, daß die Kaiserin in ihren Aeußerungen nicht immer Recht habe, und doch gebe ihr der Kaiser in Allem nach; er zeige sich eben ihr gegenüber zu schwach, und das würde erst dann sich zum Besseren wenden, wmn er einmal einen festen Willen zcige. Dos ist wahr. Rolin." erwiderte der Kaiser lächelnd, Sie haben Recht; aber was wollen Sie! ' Ich kann die Kaise rin nicht weinen sehens das bringt mich ganz außer mir, und ich hin wcchl gezwungen, ihr Alles, was sie verlangt, zu gewähren, um ihre Thränen zu trocknen." Der Verfasser deutet dann an, vah der Kaiser noch einen andern Grund hatte, nachziehig ' gegen si; zu sein und ihr den Willen zu thun. Die Frauen," schreibt er, kennen recht gut die Gewalt.-die sie über Denjenigen haben, den seine Liebe ihnen an Händen und Füßen gebunden überliefert. Zeit und Urnstände können die Leidenschaft der ersten Tage ändern, aber die Frau, die auf dem rechten' Weg: bleibt, wird um so starker, je weniger der Mann gewissen Verführungen nicht zu wider stehen weiß. Er braucht Verzeihung, und das benützt hje Frau. Gekrönte Häupter machen von diese? menschlichen Regel keine Ausnahme. Das ist viel leicht der Grund, warum die Kaiserin stets sicher war. Alles zu erhalten, was !sie von ihrem kaiserl.chen Güten ver langte. Das gewahrt einen hub schen Einblick in die Werkstatt der Ge schichte. Der Verfasser erzählt folgendes Beispiel vom Muthe der Kaiserin. Im Jahre 1863 spazierte da Kaiserpaar mit dem Hunde Rero im Park von Siint'Cloud und gerieth in die Farm Villeneuve.auf deren Wiesen daS Hornvieh des Pächters weidete. Der Hund stürzte sich bellend auf dir Heerde, aus dieser löste sich der Stier los und wandte sich gegen Nero, der den Schwanz zwischen die Beine klemmte und schleunigst sich hinter den Kaiser retirirte. Der Stie? wandte sich jetzt mit gesenkten Hörnern gegen das Kaiserpaar; eine Flucht war" unmöglich. Da stellte sich die Kaiserin, rasch ent schlössen, vor den Kaiser, in der Harft nur einen Bambusstock mit $olfc?n?in Knopf, und' erwartete so das Thier. Als der Stier herankam, sprang sie geschickt wie ein spanischer Torero auk
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v;e Seite und führte einen lo wucyl:gen Schlag auf den Kopf des Stieres, daß der Stock zerbrach. Der Stier blieb überrascht stehen; in diesem Augenblick kam der Pächter herbeigesprungen und faßte den Stier, der sich ruhig von seinem Herrn fortführen ließ. Von da an wurde Nero zu den Spaziergängen im Park nicht mehr mitgenommen. Sehr viel weiß der Verfasser zu berichten, wie die Güte des Kaisers von unverschämten Leuten mißbraucht wurde. Auch läßt er uns einen Einblick thun in die Art und Weise, wie der Kaiser sich Popularität verschaffte. Wenn er eine Reise unternahm, wurde ihm ein Register übergeben, in dem alle ersonen, mit denen cr in Verührung kommen sollte, genau beschrieben wren. Da hieß es z. B. von einem Departement Präftct M.. 49 Jahre alt. geistig eine vollständige Null, aber von erprobter Ergebenheit für die !ai t'erliche Familie. Aerheirathet mit Fräul. N.. Tochter von N.. erster Pfcr dezllchter des Departements; hat zwei Kinder, einen Knaben und ein Mädchen1 Unterwegs studirte der Ztaiiei das Register, und die Leute fühlten sick dann sehr geschmeichelt, wenn der Kaiser sie alle kannte und sogar in ihren Familienverhältnissen' Bescheid wußte. Lin ähnliches Register bekam auch die Kaiserin in Bezug auf die Damen, mit venen sie in Berührung kam. Auch in die Bedientenstube läßt uns )er Verfasser einen Blick werfen. Wenn in Saint-Eloud Ministerrath war, fuhren alle Minister hinaus und blieben beim Dejeuner im Schlosse; ihre Wagen standen in einem der Höfe und die Rutscher trieben sich in den Ställen und .a der nahen Wirthschaft herum. Dabei a?ar es-drollig, zu hören, mit welchen tfamen sie sich riefen. Sie nannten sich einfach nach ihren Herren. Also: .Sage doch, Palikao, weißt Du nicht, vo Ollivier ist?- Er spielt in der Kneipe mit Grammont Piquet!" .Lavallette, sage Rouher, er soll an.Pannen!" Einmal, es war im Juni i.870, herrschte große Aufregung. Als )ie Minister vom Dejeuner aufstanden nd die Kutscher anspannten, stieß der 'ine einen furchtbaren Schrei aus. Al les lief herbei, und siehe da, auf einem zer schön lakirten Landauer war mit einem scharfen Instrument ganz deutlich in großen Zügen der Name Gambetta" eingeritzt. Jetzt sahen auch sie anderen Kutscher nach, und auch ihre Wagen waren in der gleichen Weise gezeichnet. Das Wort, gleich dem Mwe Tekel" Belsazar's. erregte ungeheures Aufsehen, die Minister und der Kaiser wurden sofort benachrichtigt und es gab e'ne eingehende Untersuchung.' Das Ergehniß derselben war, daß der elfjährigeJunge eineZSchloßbediensteten, zu dem bereits der Wiederhall der Kämpfe im gesetzgebenden Kör per gedrungen war, den Streich ausgeführt hatte. Der Vater wurde, geholt, stark gerüfselt und mit Entlassung be droht, wenn er seinen Jungen nicht besser überwache. Künftig wurde, wenn Ministerrath war, den Kindern das Betreten des HofeZ verboten und neben die Wagen zur Ueberwachung eine Schildwache gestellt. Den Kutschern geschah nichts, obschon cZ eigentlich ihre Sache gewes:n wäre, ihr Fuhrwerk zu hüten, wozu sie auch vollauf Zeit gehabt bätten.. Der Verfasser übernimmt eö schließlich nachzuweisen, daß nicht die Iranzosen. sondern die Deutschen amBrand von Saint-Cloud schuld seien. Er derchert hoch und heilig, daß dem so sei. Mit den Beweisen steht es freilich sebr windig. Der Verfasser selbst erzählt, daß e? am 1. Oktober mit' andern Schloßbeamten und ihrenFamilien nach Versailles transportirt wurde, daß am 7. Oktober die erste .Bombe vom Mont-Valerien in daS Schloß geflogen sei und daß er am 13. Oktober Nachmittags in Versailles die Nachricht erhalten habe, daß das Schloß in Flammen stehe. Er ist also gar nicht dabei gewesen, und seine Behauptungen 'können kein Gewicht 'beanspruchen, um so weniger, als er auch in. andern Punkten nicht besonders zuverläsifg'zu sein scheint. So behauptet er einmal.' nach der Katastrophe von Sedan habe sich Alles aus dem kaiserlicken Schlosse geflüchtet und sie Kaiserin sei schon am 4. September so verlassen gewesen, daß sie dem sie besuchenden österreichischen Botschafter Fürsten Metternich eigenhändig die Thüre habe aufmachen müfsen. Eine Palastame der Kaiserin hat bereits gegen diese Darstellung energisch protestirt; die Kaiserin sei bis zu ihre Flucht von ihrem ganzes Hofstaat umgeben gewesen. Richtig mag dagegen eine andere Erzählung des' Verfassers fein. Es handelt sich um 5000 Fla, schen feine Weine, die der Vezfa.sse.r vor der Ankunft der Preussiens- m Keller deZ Schlosses hatte einmauern lassen; die Preußen fanden sie dennoch und ließen sie sich gut schmecken. General Kirchbach soll später zu dem Verfasser gesagt haben: Herr Palastmeister, der Wein war sehr gut!- Der Verfasse? weiß sich für den Affront, daß die kai serlichen Weine von Deutschen gö trunken wurden, nicht biffer'zu rächen a!Z daß er liefen Theil seine? Erzählung mit den Worten schließt: Wann werden wir einmal so Rheinwein irin-ken?-y Q;urncn im Schlafzimmer. ES ist gewiß nicht angezeigt, im Schlafzimmer duslende Blumen zu pflegen. JliSbesondere bei nervösen Menichen erweckt der ' Blumenduft.' ebenso wie gewisse künstliche ParZums'oft unbehagliche Gefühle und sogar vorübergehendes Unwohlsein,. Interessant ist aber; eine neuere Ent, Deckung, daß dez Vlumenduft bei manchen Menschen die stimme beeinflußt. wenn sie den Geruch von Veilchen, Moschus u. A.. einathmen. Dr. Gououenhein. Professor am Va-
riser (öoniervatortum, warnt datier auch seine Elevinnen insbesondere vor dem lieblichen Veilchen. daS eine der gefährlichsten Blumen sei. Gleicher Ansicht sind die Daincu Richard und Krauß von der Pariser Oper. EZ ist conttatirt worden, daß eine Anzahl von Sängerinnen plötzlich ibre Slim me fi:r einen Abend verlor in folgt des Duftes von Beiläzcn. Mimofa. Maiblumen. Nelken n.s.f. Ein fran ösiscker Artt. Dr. Ioal. hat Untersnchlingen ilder diese Sache angestellt und weiß von vielen solcher Falle zu erzählen. Ein Bariton von der Oper schlaft neben einem Nie'endoliquet von Flieder ein und wacht mit solcher Heiserkeit auf. daß er nicht auftreten
staun. Ein Fräulein, das keine Freundin von Parfums ist, athmet an der Tafel Vlumenduft ein. Der Tame wird übel, man bringt sie zu Bette und wie tte nach einem langen Schlafe, erwacht, ist sie vollständig stimmlos. Allerdings die Blumendufte üben solch' unangenebme Wirlung doch nur hauptsächlich auf sehr nervöse Personen aus. Osfcner Sckzreibebries des Philipp Sauerampfer. Mein guter Herr Redaktion! E paar Dag zerick hen ich grad en Dorscht gehatt, daß ich schuhr gedenkt hen, mei ganz Jnnseit deht ver brenre. Was soll mer bei so e Hit) nor anfange? Deß Ding Hot mich geposselt. Drinkt mer Bier, dann werd mer noch heißer, un drinkt mer Wasser brrrr nosorrie, mit Wasser will ich mein Stommeck gar nit insolte. Well. well, was soll ich nor duhn, hen ich gedenkt, un uff emol hen ich e Eidi? kriegt. Wie wärfch. hen ich g?denkt. wenn Du emol en saft Drink nemme dehst. Ich weiß, daß viele Leit so t arig Wese mit die Eiskriehm - Soda mache wei, mei Kids sin jo puttiniehr krehsig defor un ich hen mein Meind uffgemacht, daß ich emol mein Dorscht mit Eiskriehm Soda kille wollt. Ich sin in de Drogstore gange, wo derStoff verzappt werd, un hen mich e Glas Eiskriehm - Soda geordert. Ich hen nie befo? das Zeig getehst. awer ich kann's nit annersch leigne. ich hen's gliche. Es war so scheen kalt un besonnersch des Flehwer war arig gut. Es war, wenn ich nit mißstehke bin. Strohberrie. Wie ich des GlaS leer gehatt hen, do hen ich mich noch eens geordert, diesmol hen ich mich awer e different Flehwer gewe gelobt. ES Ware Peineppel. Des war auch nit unschlecht, awer ich hen doch nit so diel drum gewe, als wie um die Strohberrie. Mas hen Se dann sonst noch for e Flehwer?" hen ich den junge Mann gefrogt. O, mir hen einiges Flehwer sagt er, un do hm ich tschost for e Tschäng emol Schockled geordert. Well, ich muß sage, das war nit mein Tehst. Es Hot h:nn.e nqch so sonnig geschmeckt un ich h:n zu den, junge Mann gesagt: .Ich gleiche nicks so gut. als wie Strohberrie. Gewe Se mich liewer jetzt wieder emol Strohberrie." Der hinge Mann Hot in ttm fort geschmeilt, wie ich mein yttö gewe Hen. Wei. ich Hen gidenkt, mer deht den Stoff drinkt, wie mer Lagerbier drinkt, daZ io i lang, bi mer keen forscht nit mehr Hot. Wie ich auch d ! e Portion drunne hatt', do Hot mein Leib gefiehlt wie t Eiszickel von zwanzig Pund Gasch, hen ich gedenkt, wie kann deZ rwr passibel sein, ich kann doch mei zeh. zwölf Schovps Bier packe un fiehle nit so mien un des bische Zeig soll nich'so fonni fiehle mache? ES geht doch nickZ. iwwer Lagerbier, hen ich gedenkt, un sin Uirry Wedesweiler in de, Ealuhn un hen mich en Schuhmr Bier gewe lasse, bikohs ich wollt das fonni Fiehle los sein. Wie ich drei Schöpft gepackt gehatt hen, och herrjesses. wie iö es mich do geworde. Mein Leib der war Ihm so dick wie e Behsdromm, un es is mich ganz grien un gehl vor die Auz: ge worde. Was is di? Mätte? mit Dich?" Hot dr Saluhnkieper gefroat, .Du Um gehst emol autseit." Ich hen auch sein Edweis gefolgt und sin auch autseit, un wenn Ihne die Wahrheit sae fcJ, Herr Redaktionär, Ich sin noch siewezehn ' mol autseit zänge,awer ich hen doch nit, Hesse? gesiehlt.' Uff emol hoj mich e Eidie ge strecke. JessZ hen ich gedenkt. Du perft doch nit die Koller h:n? Mei Gesicht Hot so pehl geguckt, als wenn's frisch geweitwascht worde wär un ich hen geschimmert wie alles. Es warn noch t paar in de Saluhn un eener von cene Hot gesagt: Der Mann Hai mitaus Daut die KollerJ, muß m's Hospital UN U:r voA mache, daß me; :xi !omme."b'.koh5 die Kollera. ketscht." fld; rvle ich äwer qzheert hen, da hen ich aenua aebatt. cb hm geballert !5?t krehsig sor en Dakter. un der Satuhnkieper war so m'ahd wie alles, betohs wett ich ihm jetzt sei ganz Lißnes ZZschPöllt hätt'! Well, ich konnt nit helfe. Se hen e Ambulanz erhsizöbo. un hen mich eneizedM. äwei'm Hospital hen, iiy mich' nit. bringe losse. do hen, ich gek!ckt.'wie der. Dickens un.' diüff. hen se mich nach mei'HauS,' zedriwwe. Es is auch - gleich uns?; Doeter komme. Der Hot Kapp ge-, schittelt un Kyt Fewunneit, wie ich zu. Die ffrankhel: komme' war. Er ho! mein Leih Fefiehli un Hot schuhr gedenkt, ich hatt' t fufzehnpindige Watermellon mit Haut und Haar verschluckt. Off Kors. ich hen ihm nicks son di: Drinks gesagt, wo, ich gehabt hen. Ich denk, ich war'n ganz . n mein Kost). bikobL ich ben immer, ant
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Sm Ausruf, den wir so oft hören, ist Ach, ich Vm so nervös" und gerade dieser Klasse von Leidenden wird es fast niemals klar, was ihnen eigentlich fehlt und was die Ursache ihrer Leiden ist. Dr. Schonp fand nach einem langjährigen Studium von chronischen Kränkhclien, daß gewisse Ncrocn dem Körper Stärke und ilrast vcrltihen. Tirsc Nerven kontrollircn vollständig den Magen, die Leder und 5!icren. Wenn diese Nerden geschwächt sind, werden die Speisen nicht verdaut und als eine natürliche Folge entstehen dadurcy Dqspepsia und Nervosität, denn zur Herstellung von Blut, ttnochen und Muskeln ist ein? vollständige Verdauung der Speisen absolut nothwendig. Dr. Schoop's' Wiederhersteller heilt Magen-. Leber- und Nieren Krank, heiten durch Kräftigung und Stärkung dieser Nerven. Diese Arznei ist kein Nervine oder giftiges Nervenreizmittel, sondern dient zur Ernährung des geschwächten Nerven-Systems. Diese Medizin reinigt das Geblüt und stellt die Kräfte wieder her. Es ist eine Arznei, welche die Ursache des Leidens entfernt.
LN Arotveren over sranco per Exprek far $1.00. Der deutsche .Wegweiser xur Gesundbeit" f welcher die Behandlung iJ rntf ht e STl4rA s. 'iu . " " " ( J v beschreibt, nebst Proben. f .Jk:Z vt'Wiu im uycuu eine JMJCTsfe. -liesse frei velsandt. $&ttM:S Man schreibe an Dr. Schoop, Box 9. Nacine. Wis. Ifff?v'i trnil-lln v. seit gemißt. Der Dokter Hot einiges in mich browirt, awer es Hot mich nit ziel gut gedahn. Es Hot mich inseit zebrennt un gebohrt, als wenn e redhatt Schkruh mitaus zu stappe drinn ?rum gedreht werre deht. Der Dakter .ot mich drei heiße Brickstein aus mein Stommeck .gelegt un Hot mich ebaut zrei Galle Kamillethee drinke mache, iwe? es is doch nit besser geworde. Schließlich mußt ich e Peintche Witzkie zrinke; ah. des Hot awer gut gefiehlt! fa, das loß ich mer gefalle! Ach, wie zot sich do mein Zustand gebessert! Ich hen nach deß noch e Petntch: qedrunke in dann sin ich eingeschlofe. Ich enke, ich hen wenigstens siwwezkhn Stund: geschlafe, awer wie ich wach 'in worde, da hen ich wieder so gut befiehlt wie befor. Jekt wunner ich lur, was for mei Krankheit, zu blehm: s. dtzs Eiskriehm Soda oder das lier? Ennihau sieht mer. daß mer all vird. un nicks mehr stände im. Es iar kee Kollera. awer. wie mer auf Deitsch sagt, en verdollt klohser Schehf, vomit ich verbl?iwe. Ihn: Ihr li'.we? Philipp Sauerampfer. n norden macht der Konkurs des inHaft genommenen Recklungsstellers B. H. Müller großes Aufsehen. Derselbe bekleidete mehrere gut bezahlte Aemter, u. a. war er Rendant der Norder Fehn-Gesellschaft. Nendant der Norder großen Sielachj u. s. w. Man spricht von großen Unterschlagungen von Mündelgeldern, welche ihm anvertraut waren, und sonfn Md:rn, tvclche er für andeik auf Hypotheken anleqen sollte. Sehr Viele kleine GeschästZleute sind durch Müller geschädkgt und noch in den letz ten Tagen hat er verschiedene seiner Mitbürger durch Unterschreiben von Wechseln geprellt. -.Thespiskarren und Walfischtbeater. Man schreibt aus Paris; Die hiesigen Tbeater schlössen nach und nach ihre Pforten, szikdem die b'ltze sich dauernd einzestellt hat. Die so frei gewordenen Schauspieler, welch; ihre Ferien ausnützen woll.), öerfallen aus die sonderbarstenJdeen. um sich Neklam "' machen. So bat der Operette: r Bauthier eine ans sizben wonen bestehende Zr,u5vs zusammengestellt, welche den Thespiskarren wieder zu Ehren dringen soll. Die Truppe reist per Achse durch die Normandie und die Bre tagne und führt eine pollständige Scene mit, welche, binnen einer Stunde in einer Saale, aber nie un ter freiem Himmel es wäre denn M Schloßgärten aufgestellt werden soll. Noch schlauer hat e? der Schauspieler SimonMax. der Gatte der reizenden Operettendiva SimonGira,r.d. angestellt. Er leitet an der ormännischen Küste ein EasinoTheater und läßt nun durch die Presse die Meldung verbreiten, er ha,b,e e'men im Borjahre daselbst ge fangenen Walfisch erlegen und ad häuten lassen. In der wieder zusammengenäüten Haut hat er nun em Walsl!ch.Theater, das LPersop nen faßt, errichten lasier worin JonaS bei den Sirenen, Lustspiel in zwei Acte, zur Aufführung gelangen soll.' Wenn der Walsisch nur' keine Ente ist.', Dih Wtißsäule' ist ein Pilz auf den Kämmen und Beerenstielchen, die fahl werden und in Fäulniß übergehen; die Beeren nehmen eine graue Farbe an. Anderthalbprocentige Zuy5?rkalkbrühe wirkt auch tziefcA FaI' avnstig. Bioii. Ssaiiiiss dlekln?i hvt Ji echten. FH w Pillen. Blutroljritjeiid. Befördern (Hi VöWAJung. Bestes Mittel gegen iebtr-n. CaUenleiden. MST Zu h&bea In Uea Apotheken. "C3
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Indianapolis, den 18. Juli 1891,
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