Indiana Tribüne, Volume 17, Number 316, Indianapolis, Marion County, 5 August 1894 — Page 4
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Inbiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntags. Die tägliche Trtb2ne"kost?t drch d?n Träge, 'Ler.ti per 2?oche. die Son?.tLzS.Trtbcne" k n l t - mw Til w CittS pcr5üJ02)e. Cioe juisirnncn Tkntt xerMonat. PevPo?,agks!i'.s:wW?r. auSbezahlung kver Jahr. Office : 5!o. 18 Süd Alabarza Str Zndwnapoli,. 3nb, 5 Augu 1894. Zlm Ehre und Leben. Gin, sschicht, au der Vbrpfal,. Bon Nikolaus Krauß. t-N- rv Lf Ofnytr" Tke Wirthin um arumn zager k r-,.; V,f rrmssinft?. av2 f 'l- Vr ;I s . Äft, petitlste , vielleicht uS da.esch d- ' ,, z c r-i,.VN tTTt 1Trn:U ffleift aus zwe S tunb n tm Um lreis. Warum sie den ziundurrm i r a iitAr i v i rr i tiitiiiii iiii n in Jäg"wir.h zum Manne genommen. Ä UÄfcÄ ffli& 7 1 ' r i 7 ' e in Mkb?t 3Ä ätte sie nicht nach dem Wirthe gegrif. fen, wäre dieser e visl e Tapp gewer ss scklon aan, s:n. Das schlaue Weib schlon ganz richtig, daß sie als Jägerwirthin, und mit einem Manne, wie der ihre es war. bald die erste Rolle unter allen Frauen ces Ortes spielen würde. (5s kam auch nicht anders. Schon vom ersten Laib Brod an, wie die Bayern sagen, hatte sie ihren Mann Mkomm in der Ta che. Nach vierrrnn nft, ,T m.iä seine srtcr: s, sst. r mit vsllcht war und erfüllte ic inu o.r Z-rtZ cn...f2t:.M .. stt.wnn, W. IWMIfc " iuctt ircurlttuci'. uuu vtvuim-ii-losigkeit eines Dienstboten. Sie hatte ihn nach der großen Schankstube ver wiesen. Unter den Fulz- !euten, ttnechr. r...u- .. . r,Sh,Sr(. uu, Vauyiücuicuic u.iw " durschen füh e er sich behaqlich. r iifiK m,tns .V?f stuf, mußte den Mund nicht o ter austhun, als ihm genebm war; und knurrte einer über das Bier oder die harten Semmeln, so knurrte er ganz diensteifrig zurück und oie Geschichte l?ar abgethan. s-Zaina 0T .trn 1 rT f Y 1 rft f ftn CPT titftüM öerr chk? Gan, im Lor ihrer blllhweiben prall ausladen ren Latzenschürze neigten sich Alle in 2muth. ewem jeden der anspruchZ. llen Herrn hatte sie den Ring durch :ie Naß gezogen, und ließ ihn tanzen r; nTv;r s. iiiiui v. vk uik. Willen Freude, ihr zum Vergnügen und linkenden Aortheil. Bei den gräu. tichsten Lugen des Försters verzog sie ihr Eesicht zu einem zustimmend Lä 4.s hm iTsf ritfTT fJrtnfnr fsünrf n. f.; ßV,?,?- v-: ;.2 tt vbiiit .vwa ivu va mniv fnen- Cs7t W Osir. Ser Slt. sicijtei bekam sein Beefsteak mit Spiezeler, sein Bier gewärmt und den Wein mir iCroStVn.-rrTijt'. wil Vi9m $rrrt fli.ir. Hit vvvuivu v, tu wu v ter erging sich die Frau Wirthin über die Gottlosigkeit der heutigen Jugend. Oie jungen Herren neckte sie mit dieser ,W tr.r rrnnft-t Srt,2 Unh sie Alle' wußten ihr Dank dafür, wie ,u einer gütigen Fee blickten sie zu ihr empor, und Nachts, auf dem Seimcoege. stieß so mancher Ehekrüppel unter ihnen tiefe Seufzer aus über die so zewaltige Verschiedenheit der weiblichen .7,'.. mUiUmU I l?Zn wft-ns tnnr pi im cztäUrKk w w w v v y i Im Herrenstübel beim Jägerwirth ging's diesmal nicht so laut her wie In den übrigen Sonntagen des Iah. r.Z. Nittm?isi-r hnU ,Zn?n tnnnitr, niiä h,r ßbht rntfn-ftrtrftt iwiv v v uvm und der vergällte den anwesenden Großbauern die Disputirfreude. Nicht ttwa. daß der Fremde ein Grießgram. . ' y . . u . Strelthansel oder vtechtyader gewesen Trorn ,7- fin fn.-rrTT r-rfrt V p V - VVJM V kV w häbiges, daseinsfrohes Aeußere, aber kr war - ein Fremder. Und diese fi.ifrtA-. Tib hi Sprr(.nffiifiT1rPT7i schaft in zwei Theile. Die j&reri" plauderten und lachten, die Bauern rauchten, schielten ab und zu nach dem Zrtmhtn frn.-rnf nS fvnnnntn -in, y VMb iimm ftVHWiiiii v' ander auf mehr oder weniger derbe Qeife zu foppen und zu hänseln. Gar laut wurden sie dabei nicht, es hatt sogar den Anschein, als würden die Ihrmihn mnZhrihrt nur fr. UrUn slüstert. Desto stärker hob sich dann zber das aufprasselnde Lachen ab. WH ,?nTTT WnU tnnr ,z ruf? nrn v w v y v ganzen Tische, eilfertig kam die Wirthin herbei. Aber schon hatte sich ein alter Bauer auf die Füße gestellt und h'niß ;;w rr ,k -a v .. --f WHH.., IWUllr?nh d? AnTihfMf- in wir 3?f. terte: Na, schön! Du lachst auch. Heinphnmr2 ßirnft uz n'frif m? Hab' denkt.Dir sei's Lachen vergangen im Kriminal. Na. wie Du kalt denkst. Lack nur zu llebtt das vertrocknete Gesicht des Heigelbauers kroch's herauf wie Ne cenwürmer. Seine Finger umkrallten ven Matzkrug, mit bösen Augen blin. - y" j ..... .ivn ""MV zelte er zu seinem Gegner hinüber. Wtt it hntosnit fi. ßrrtf mif v-m Kruge xu weisen, that er einen tiefen. tithn inn. Dann fttnh -r nF U - ging. Man hörte, wie er draußen in dn grotzen Schankstube die Zeche bec T. ' Die Zurückbleibenden rührten sich eine Weile gar nicht. Dann wurde ein Stuhl gerückt. Einer räusperte sich, ' . - . . i i' der Kantor Verriß am Zündstein und hin her ihnt rrnrf hi TOtTfnn Stt nims ns shmA. .War net nothwendig, Cenz, daß D' ihm die alte G'schicht vorgerieben hast, Eristiä? ir""fvor drei Jahren.- . Der alte Bauer neb sich seine rasirte Oberlippe mit der Pfeifenspitze. .Stimmt. Ja. Warum . K.nt. -.1 i DClUl stCI. Frei g'sprochen kann Jeder werden, ?esweaen braucht man nock ka thrli&L 2esweaen
ü,jwer,iii mawtjwwn
Leui z'sein. We man nichts beinisen kann, den rauf man lausen latn. Muh. sag' ich. Hab' ich Recht oder net?" Reöi hast D'schon. entgegnete die Wirthin und legte ihm von rückwärts die Hand ÜNs die Schulter. Abö' fmftlirf) ist' net. einem Andern Bö vioer s?z nachz reden. Tut iocu;r, Herr Pfarer?" Sobald die Wirthin den Pfarrer zum Zeugen anrief, wußten die Lauern r -w - 3 f 3 . tr; rVintyou jcucsina., juu ivuiuuu wmvt. tz 'AüZdüngttche tejg Wink und begannen von der alten bockbeinigen Kuh des nicht anwesenden Huberbauers m reden, welch: sie mit bebaalickein Sckmunzeln nur die GamZ" nannten. Nur einem war die allaemeine Be ruhiauna unerwünscht gekommen, dem mcUUlC l.es yiCUlIIlCl ICl. yicuyit.uj, u . A tt,.:k v - w.a 1 i . : r . 3 ?..iv, yic uuc cxiwijh ein konnte er kaum den Augenblick erwar. m tx Qm mi bem icn, III lUeiUJCJH et UUCUl um . Nteister von diesem Auskunft ü ,,', ;ir,,' 5 . j. über Der t aut ie maueVt; schn wi. über elf 4,B er sich den der W r hm verabschiedete und vom Erster, der bnj der Led.e sein . ..z. !" 0anc getreten, sin waren kaum auf mg der Städter ' - Du, höre mal, weißt Du etwas vom Heigelbauer?" Ja. Natürlich." Also?....Nun? Warte. ". Schranke und stöberte daraus ne dickr?. cn i ! n . : i oauajigc tfiaicnc unu jiDciyiiucii r . , ciff3 c. . : . c . rrt.. i...r. eroor. vns oic atuug;iüc vivaiucu t - . . . . fT. - . ' Kopf aus d e l Nie Seite, Men den r fr: ,-.1',,. Vtrri Rauch , kmer C garette behaglich durch die Nase und begann. i;ic uc uuujic i i v cui uu tj . rc: je; i . :n r- . : r . -r. ti Ka 0.ft.n Ä -Vs. ir ,r. vufct. V 17 ., zahlen, wie die Sache vor sich gegans . . i .V I. . V M t Wenn Du von der Stadt nach Geraersheim hereinkommst, so siehst Du zu Deiner Rechten oben, auf dem Hange ein Gehöfte. Bäume umstehen dZ Haus, ein weiter Gras- und Obst. ten zieht sich bis zur Dkftb h,b und schließt knapp am Wege mit "er Zerbröckelnden Mauer ab. 2, Ganze ,st daZ Anwesen deZ He.ge . buer 8.3 i toi jm jatro aetoite e seinem Oheim, einem alten, kln . p vrt , i i. ?e'ksen Manne b . hm d.en, der ,unge He:gel lZ Erogknecht. M.l ihm i .e "8 Mgd und em Hutbub als Dienstboten aus dem .Vor drei Jahren am 17. Februar r . , rv l 1t t . C fwt) um sechs und ein halb Uhr wurde nun diese Magd, man hieß sie die Lach' ner-Lenr, vor der Gartenmauer des Heigelbauer als Leiche aufgefunden. u e ' rn( .1' Die Todte lag m einer großen Blut, neben ihr -me ganze und erne Zerbrochene Zaunlatte. An den Latten klebten Haare und geronnenes Blut, der Schädel der Leiche war oben S"' ... .Am Nachmittage erschien die Ge richtscommi,ilon am yatorte. am ök Tage darauf wurde der mnge Hegel verhaftet und nach der Stadt aebrackt: aanz Gemersheim memte 9 und sagte, er wäre der Mörder. w ri r Im Mai wurde ich als Geschwore- ; ausgeloocs kam auch be3 lungcxi Heigelbauer Sache zur Verhandlung. Ich hatte Mich bl daom mcht elngehende? dslinit beschäftigt: geredet war , rrr , p c -r :m Wirthshause m den Hausern über. all genug worden aber du meine Gute, was schwatzt denn das Volk nicht ff inUmrnan . vllk -t ? rfi nllr s,"...... ekt aus der ' Anklage horte, das - - , - fXkl mir ganz - und gar nicht & den jungen Bauer 3u sprechen. Die Obduktion der Leiche ergab, daß das Madchen seit sechs Monaten sich m andern Umstanden befand. Diese Thatsache, zuiammengehalten mit an. deiLN Vorl0MMNtNeN bildete NUN dtN . . TS Untergrund der ganzen Anklage. - Der Angeklagte war der einzige mannliche erwachsene Dienstbote auf dem Fofe und hat e natürlich vielfache. Geleenheit. Mit D Magd, D LachNe?Lnr, zusammenzukommen. Ob er ein regelrechtes Llebesverhaltniß mit ihr unterhielt, konnte man ihm aller- ' Y L m dmgs Nicht nachweisen. Zugetraut hat man s lhmz der zunge Heigel gehorte zu denMannern. welche kem Madel m Rübe lassen können. Von I , , ' ÜS der Leni hatte man darüber nichts er fahn, sie leugnete selbst dann noch. clS aewisse,volaen sich bemerkbar machten, und Alt und Jung auf sie mit dem Fmger wies und den Heigel als den Vater des zu erwartenden indes aus rief. .All' das mußte natürlich auch dem jungen Bau zu Ohren kommen und es mußte ihm um so unangenehmer ... - . . - 1 , . . , -. r t ' y l . r- , n,. da die Geschichte, wenn sie ,hre Bestätigung fand, ihm leicht seinen Lanzen Lebensplan vernichten konnte tel hatte em festes Verhältniß mit einer wohlhabenden Vauerntochier aus .m nayen e.. .z des caoazens wouren ein tanaeres I f-' oitr-t-ri . mauzn viu,. ur dulde l und dranaen ,in : ben Hcigjl, doch einmal ernste Anstalten zu tressen. uw ,.. ti.tv .4 , .. überlassen. Die Alten traten zusam ..-w f.Li- v: c-...: c:: uu" ?l?4 vi kommenden Mar fest. . .So standen die Sachen, als der WL? cl1" r .L"- 7Tt " fOT I UCll. JuX. wfc i.i.uuw vuiiM I cm r-t mit.,:f r cinem I m Egid Heigel. Lebte die Lachn
drei Zündhölzchen ij"- 17 "' pfiff leise bor sich Ota und dieser krllarte sich
auaz oereii, czm ytcyicn 1 einen cor zu
s
iele agnliche
..ssil? 3trtl Zaire litt ich an einem Magenleiden. ich gebraucbte ..iiu. mme Aerzte, ater ohne Erfelg, wurde ji.eä durch den Gebrauch von r. Äugust König's Hamburger Tropfen wieder vok.stSndig herze llellt. Bertha Woslfe. Stockten, Eal.
Wtttfrnttffirttn Meine jüngste Tochter Elfe litt an Hautausschlag, die Oiiiutuunjvuv. Clrc Clge tpn Blutunreinigkeiten iraren, ich probirte rerschiedencS ebne Erfolg. Als das erfolgreichste Heilmittel erwies sich Dr. August König'S Hamburger Tropfen. G. F. Engelhardk, Jcffersonrille, Ind. Itntirrhoitf irtif rit Seit längerer Seit litt ich an Nnrerdaulichkeit, seine. UUUVOWlWUjUU. Uj aändten Mittel wollte mir belfen. bis ich Dr. August König'S Hamburger Trcvfen nafcrn. Tiefe Tropfen stellten mich in kurzer Zeit wieder her. Christian Leyhe, 201G OrleanS-Straße, Baltimore, Md.
pfrrlpiilrit Längere Zeit litt ich an einem Leberleiden und gebrauchtevie -vVIv wuunt. Ui cl)ne Erfolg, bis mir schließlich Dr. August König'S Ham burger Tropfen vollständige Heilung drachttn, Frau CarvttNk Weise, 127 Lake Ctraße. Clcveland. Ohio.
tveiter, so standen für jenen Braut, Mitzift und Hofaut auf dem Spiele, er konnte Dienstknecht bleiben, wohl für sein ganzes Leben. Der Tod der Lachner aber machte den Heigel zum reichen Mann. War es nun nicht möglich, daß dieser zur Hinwegräu muna der ihm so im Wege stehenden Personen wesentlich beitrug? Die An klage bemhte diese Frage und führte folgende Gründe an: .Der Mord mutzte am Abend vorher zwischen sechs und sieben Uhr geschehen sem. Um diese Zeit hatte die Lachner den Hof verlassen. Sie sagte, sie wolle sich von ihrerMutterStrumpfgarn holen. ElNlge Zelt früher hatte sich der junge Heigel entfernt. Es hat nun ganz den Anschein, als hätte es sich da um eine verabredete Zusammen-. kunft gehandelt. Hergel leugnet die und sagt, er wäre zur angegebenen Zeit bereits im Schenkzimmer des arunen Jägers beim Alere gesessen. Der Wirth sagte in der Voruntersuchung aus, daß der Angeklagte unernähr um diese Zeit" ber ihm gewesen wäre. Er setzt aber hinzu: Genau kann ich es nicht sagen. Meine Uhr geht einmal so, einmal so. Es kann früher, es kann spater gewesen sein.Der Zeuge Stephan Schmidt erklärt: Ich stand unter der Thür meines Hauses. Ich wollte in's Wirthsbaus gehen und hatte zuvor auf meine Uhr gesehen; es war dreiviertel aus sieben. Ich horte aus mcht grotzer Entfernung einen kurz abbrechenden Schrei und fallende Schläge. Ich achtete nicht welter darauf, es war zmlich finster. .Die That geschah an der Gartenmauer des Heigelbauers, dort, wo der Weg nach dem .grünen Jäger" abbiegt. Am andern Tage fand man nun in dem Schnee Fußspuren, welche vom Hofe über den ganzen Garten herab gerade nach der Stelle führten, an welcher die Todte gelegen. Der, welcher dieser Spuren verursacht hatte, trug Holzschuhe, er mußte überdies weite Sprünge gemacht haben und war über die Mauer gestiegen; das zeigte der abgebröckelte Kalkbewurf. Unter den Sachen des Helgel fund man em paar wollene Fußsocken und Holz schuhe, welche mit Blut bespritzt waren. Die Probe aus die Futzsocken konnte man nicht machen, weil mittlerweile Thauwetter eingetreten war. Die Blutsprltzen erklärte der Angeklagte damit, daß si: von emem Schweine herrühren, welches er im Austrage seines Oheims einige Tage vor dem Morde geschlachtet. Eigenthümlich ist, daß keines seiner übrigen Kleidungsstücke.welche er beim Schlachten getragen haben will.auch die gering sie Blutspur ausweist. Die Socken und Schuhe wurden dem Gerichtschemiker eingesandt, und dieser erklärte, die Blutspuren rührten von keinem Thiere her. Doch könne auch nicht mit voller Bestimmtheit bewiesen werden, daß eö Menschenblut sei. .Der Angeklagte leugnete rn allen Stücken. Es ist erwiesen, daß er an dem Abend, 'an welchem der Mord geschah, bis Mitternacht im grünen Ja ger" gesessen und Karten gespielt hatte. Die Mitspieler erklärten, er habe durch seine Unachtsamkeit das' schönste Spiel" verdorben. Der nächste Tag war ein Sonntag. ' Vor der Messe ver breitete sich unter den Kirchengängern das Gerücht, drunten an der Garten mauer des Helgel liege ein todtes Bet telweib. Alle liefen zu der Mauer, nur Egid Heigel drückte sich seitwärts und machte einen weiten Umwea, um nach dem Hose seines Oheims zu gelangen. Dies bemerkten die Leute so gleich, und als man die Todte erkannte, schrieen Alle: Das kann nur der Hei gel gethan haben!" Hält man alle diese Umstände und Thatsachen zusammen, so muß die Anklage für gerechtfertigt erklart werden. .Das halbe Geigersheim war als Zeuge vorgeladen worden. Viele be schuldigten den Angeklagten offen in's Gesicht, er sei der Mörder. Heigel wies nach, daß wenige Zeugen ihm nicht wohlaesinnt seien. Dem Einen hatte er sein Mädel weggefangen". emem Zweiten bei emer Tanzmusik or dentlich den Buckel zerbläut. Er selbst leugnete Alles. Sein Vertheidiger legte sich für lhn warm ln's Zeug, wlr zo gen uns zur Berathung zurück; mit neuen gegen drei Stimmen wurde Eaid Heigel des Mordes an Leni Lachner freigesprochen. Im Herbst darauf heirathete er. Die Leute meiden noch immer, soweit sie können, seinen Umgang. Thut das Bier seine Wirkung, dann tn.t iedes mal eine solche Scene ein, wie Du si: heule gesehen hast. Der früher so blü hende junge Mann hat sich seit seiner Haft gewaltig verändert. Die Haut hängt ihm nur. noch an den Knochen. 'scheint einzudorren wie ein kranker Baum. ... . . .Und hieltest Du ihn für schuldig? fewk der Arnund. . ..
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Falle.
.Ms Geschworener habe ich ihn freigesprochen, als Mensch doch das ist eine andere Frage. Es ist schon spät. Wir wollen in's Nest krie. chen". Geigersheim, 15. Juni. 1885. Lieber Freund! .Als Du im vorigen Herbst mein. Einladung annahmst und zu mir herauskamst, da boffte ick. Deinen Umgang wenigstens acht Tage genießen zu i" cvc t.n. : TY.-s: it .c. roiiiieii. jiv ijuiic um. uuciici ueuet3 raschunaen für Dich ausgedacht, eine Hühnerjagd war schon angesagt, und es wurde mir unbändigen spatz verursacht haben. Dick reckt oft daneben schienen zu seben. Was Dick au so schnellem Aufbruche getrieben, ich weiß es nlcht. Xu sagtest zwar. Deine Akten wären Dir im Traume erschienen. und alle Tintenkleckse hätten Dich r.Xi . r.LC ! r.tr..jti3i..ff r.ttjtt juuucuauujig, ju;nucqiaoou angruuui, alle Beistriche und Ausrufungszeichen Dir drohend zuaenickt: .Komm' zurück zu uns, Jacoble, komme, eile, wir harren Deiner, ck alaub' das nickt. Die Ursache wird wohl meine harmlose Chartreuse gewesen sein. Du machtest ia am andern Morgen, es war zwölf Uhr. als Du Dich aus den Federn hobest, ein Gesicht wie ein verliebter Truthahn. Die alten Benedictiner, die dieses goldene Feuerwasser erfanden und tranken, hatten freilich keine Ahnung, datz lange, lange nach ihnen e'n Geschlecht kommen würde, das. zusammengepfercht in rußigen Städten und enaen Gassen, fick nä'brt von ssleisck. Gemüse und Akten, und Mägen hat, hart und wehleidig, daß Sott erbarm. Lieber Jacob, unsere Kultur wachst slch immer mehr zu emer Maaenkranr heit heraus. Genug davon. Ich hatte Dir da mals die Geschichte deZ wnaen öeiael bauer erzählt, der im Verdachte stand, seinen ehemaligen Schatz mit einer Zaunlatte erschlagen zu haben. Jetzt pqje einmal aus. Dieser junge Bauer ist vor unaefäbr einem Monat aessorben und bis dahin und noch länger haftete der Verdacht an ihm, ja die Gründe für seine Schuld wurden immer überzeugender. Seit jener Scene im Grünen Jäger", welcher Du beigewohnt hast, mied er ieden Umaana mit den andern Bauern, er kam nie mehr m em Wirthshaus, selbst m der Kirche sah man ihn nicht; er wurde gänzlich menschenscheu. Dabei ging es mit ferne? Gesundheit immer mehr adwärts. Z?rüizer batte er weniastenL noch klare Augen, jetzt begann darin ein fteuer aufzuklimmen wie ein verhaltener Fieberkranz; seine Hand, die er zum stummen Gruß an die Mutze legte, zitterte wie die eineS SäuferS. Allmälig verbreitete sich auch das Genicht in Geigersheim, der Heigelbauer lebe mit seinem Weibe in beständigem Unfrieden und Hader. Die Dienstboten erzählten, daß die Frau ihren Mann bei der geringsten MeinungsVerschiedenheit mit einer Fluth von Schimpfworten überschütte. mit Schimpfworten, unter welchen das Wort .Eriminalbruder" immer wieder kehrte. Die Dienstboten nahmen trotz dem die Partei ihres Serrn: es sei ae radezu schändlich, wie das Weib ihn behandle. Andere wieder wußten nock Eiaen thllmlicheres über den Eaid 5eiael zu erzäh&n. Auf dem Platze, wo man die Lachner Leni ermordet aufaewnden, hatten sie einen Bildstock errichtet. Es behaupteten nun viele Leute, sie hätten, wenn sie Nachts aus dem Wirthshaus gegangen wären, gar oft den Heigelbauer vor dem .Marter knieend angetroffen, er habe gebetet und geweint, als stiene es ibm das Herz ab. Die Bauern sagten sich nun: . Was hat der Heigel bei dem .Marterl" zu kmeen, wenn er sich un schuldig weiß? Es ist doch nicht anders er muß der Thäter sein." Als der Pfarrer von dem eheliche! Zerwurfniß unter den Seia:lleuten ver nahm, lud er die Bäuerin eines Tages zu flch und ermähnte sie Mit eindringlichen Worten, von ibrer Bosbeit und Halsstarrigkeit abzulassen. Das Weib schüttelte den Kopf: Herr Pfarrer, es geht nicht. Was war er denn, als ich ihn nahm? EinKnecht weiter nickts. Aber wenn das nur daö Einzige wäre. Herr. Pfarrer, es ist nicht mehr auszuhalten mit dem Heigelbauer. In der m . jf L n ? r r . - y.acgi II0YNI er uno feufzr. Äuch re den thut er im Schlafe, und das is schon nimmer anzuhören. Alle Nack träumt er von dem Gericht und von den Gendarmen; man wolle ihn aufhängen, weil er die Lachner-Leni erschlagen, schreit er oft auf. Unser Bub traut sich gar nicht mehr zu ihm hin. so d)iid liche Aua?n mackt er oft die Dierrstfcokn zittern v.?r ihm, und im aai:jea Ort w'.ll keiner mit ii;m et aas i t'j.iri !uirt. O, die andern 'ci::; t-f c, it. r;? tiinnen ihm dem -ytei at .::. bleii? v.rjd-aut vo kluz üJfjcN'.rt. hören seine Stimme nicht, fcr-ttujcii ihn nicht cnrjfefien. Aber ick' Taa und Nackt rzih ick um
-WaniS. SWRUSSM. ' , 'Iäöi.v V'VW-5;i; $i 4$ MMV'. D I - 7-. rVTf A-r mXw? ji-fv .i.. t , r -i-!ii5T! k? Wzpf Vr-- - -- ä'--v- - - -- "... '7. . " . ' ?.z! A.-:?-xs?'tj; vnl 'WiSSy- ri''tfrA i '--i-.' -.:. i 1 ; KMMMMWMMM MjWWAMKZKR r 'J-ZiäzZ j -,u rrV-' m 'V7 - ' märnm 7 '.t?"- " 1 - iTiWi.Ri 'si n ttrtt'rv-i z&räJjä i Tif-- ' & laiUV, M7S!-KSMiDuWÄ Kwz -S5?iisfl Sif ÄlT?S1 Vvf'.: ÄD'ÄSMÄMÄchMWSHGWtzMUZW WcMMKtWMMMNMmM mwf MMWMWRsstI
im mmwmswwmm - MMWsMMM MMÄMWMW, WWWS i 'r jäIT iär,$! MMfft. ' WWMk MM -Wr ' M, tr- , n , - - i ' Unsere Biere, hergestellt auö den besten Stoffen, mit Verwendung der besten Sorten Hopsen sind sämmtlich kräftige, gesunde Getränke, abgelagert und gut vergohren. Von unseren besten Marken, wie :
Lager, Wiener,
geht keines aus der Brauerei, das nicht süns bis sechs Monate gelagert hat. Wir können, auf das Urtheil Sachverständiger gestützt, dreist behaupten, Ki. ! OTiH.f 9. .(.. w. ..V ...V 2.i. .....it .:rcf . nit r t . . c
vmv.nu ycvium ivtivcu, uuv jeuet uuruug cue.)t ungcucnoc wiro oicö
Indiaaapoli
ihn lern, muR ihm noch gute Worte oeben, wenn ich etwas von ihm erreichen will. Herr Pfarrer, ich kann nicht mehr." Der Priester schüttelte trauria sein weißes Haupt und entließ die Frau mit einigen Trostworten. Es widerstrebte ihm. bei solcher Sacklaae in daZ Familienleben einzugreifen. Am nächften Sonntage nach der Predigt betete er laut und öffentlich fünf Vaterunser für einen verstockten, unbußfertigen Sünder, damit er in sich gehe, sich be kehre und leve. Alle Anwesenden fühlten es allsogleich. dak damit der Heigelbauer gemeint sei. Das gab . , . dem unglücklichen Manne den Rest. Als die Frau sich am andern Morgen erhob und die Fensterläden zurückstieß. grinste ihr das entstellte Gesicht ihres todt: Mannes entgegen. Du wirst Dich erinnern, daß bei der Gericktsverhandluna aeaen den MatU bauer ein Zeuge vorkam Namens Ste phan Schmlot. de:ne Aussage war oamalZ nicht unwesentlich, aber doch nicht überführend. Dieser Schmidt krfreute sich im Dorfe keines besonderen Leumundes; er galt allgemein für keck und vermögen. Bei der Bewirthsckas. tung seines kleinen Anwesens ging .hm m m m M fttne aueste, fast vollstanvlg erwachsene Tochter kräftig an die Hand; sein Weib war fchon seit langen Jahren geKorben. In den letzten Jahren hieß eS öfters: der Schmidt heirathet die, der Schmidt heirathet jene. Es kam nie dazu. Vierzehn Tage nach dem Tode des Heigelbauer brachte man den Stephan Schmidt auf einem Bauernwagen nach Hause gefshren; er hatte in einem nahen Dorfe bei einer Tanzrauserei einen Stich in die Brust bekommen. An. fangs schien die Wunde wenig gesährlich, nach einigen Tagen verschlechterte sich der Zustand des Mannes so sehr, daß man jede Stunde sem Ende erwarten konnte. Als der Bauerndoktor ihm reinen Wein einschenkte, veränderte sich das Gesicht des mit dem Tode Ringenden zu einer scheußlichen Fratze; der Angstschweiß trat ihm auf die Stirn, seine Augen starrten weit ausgerissen in's Leere. Holt mir den Pfarrer und Rentmeister," stieß er keuchend hervor: Ich hab's gethan, ich will meine Schuld bekennen...." Als wir bei ihm eintraten, lebte er nur noch wenige Minuten. Die kurze Zeit genügte, um sein Verbrechen voll und ganz zu bekennen. Schmidt war es, der mit Lachner-Leni ein Verhältniß" hatte, in seinem Gemüthe keimte der Verdacht auf, daß feine Geliebte es zu gleicher Zeit auch mit dem Heigel halte. Als nun der junge Bauer mit der Magd wirklich in's Geschrei kam, da bestellte er, gepeinigt von wüthendster Eifersucht, die Lachner z einer Zusammenkunft, .hi.lt ihr ihre Schlechtigkeit vor, und als sie leugnete, schlug er sie in seinem Zorn mit der Zaunlatte über den Kopf, daß sie todt zu Boden sank. Das war der Sachverhalt, der sich mit Blitzesschnelle im ganzen Orte verbreitete. Und wie man früher den Heigelbauer nicht ge. nug schänden und beschimpfen konnte, ebensosehr gab man sich jetzt Mühe, alle die guten.freundlichen Züge, welche man in früheren Jahren an dem Ge schiedenen wahrgenommen, zu preisen und unter die Leute zu bringen. D Wittwe des Heigel war ganz gebrochen, sie ließ eme Messe nach der andern für sem Seelenheil lesen kniete stundenlang an seinem Grabe und hätte ihn jetzt gern mit ihren zitternden Händen auö der Erde gescharrt, wenn dadurch ihr Jammer und ihr Elend zu bannen geWesen wäre. Und nun, mein lieber Freund und Aktenmensch, betrachte Dir einmal den Lebenslauf dieses unglückseligen Men. schenkindes! Ja, mein Jacob, es giebt Menschen, die den Fetzen gleichen, an welchen sich die anderen, Glücklicheren oder Frecheren bewußt oder unbewußt ihre schmutzigen Schuhe abreiben ueoe rooDir - Verlangt Mucho'S Best Havanna Cigarß."
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