Indiana Tribüne, Volume 17, Number 310, Indianapolis, Marion County, 29 July 1894 — Page 5
Warnnng. Da? Publikum wird vor gewissenlosen Händlern gewarnt, die ge wöynttches 'Glaubersalz, oder eine Mischung von gewöhnlichem SeidliZ' Pulver als Carlsbader
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Salz", Sprudel-Sal;", Deutsches (German) Sal;", Künstliches Carlsbao", oder I rprovsd Carlsba?er 5al:", u.unter tUUt anderen Bezeichnungen zu v.-rkaufen suchen, unter der Anpreisung, aß dnse ebenso qut" seten, w e die ächten Produ! von Karlsbad, welch d rekt aus den weltbüb..nte.'. Quellen gewon. nen werden. Dies beruht nur auf e ner Täuschung deö Publikums des größeren Perlenstes wegen, den cer bet efscnde Händler an di.'sen Fälschunzen nuöt. I it k ü n st l i H e r i'J eins r gut w i c ächter? Würde irgend jemand wissentlicö künstli ben We n m natürliche aftfe' eden v rziehen? 23 mim denn si von ciescn Fälschungen h ntcrfübre lass n. speziell wen die G ndyeit . atui n n? kömmt ? Die natürlichen 'rontfte der Que'len vonEarsbad entdl e Bestandteil , d?e künstlich nicht tjeraestellt werden können itl Jahrbunderiennd diese2Läss r von Carl?bad we.en ihrer Heilwirkung bei Krankheiten der Leber, Nieren und des Äiazcns rühmlichst bekannt. Das ächte C?rlSbadcr.Sprudel-Salz Wird direkt - auö der Cvrudelquelle .untir Zeitung der Stadtgemeinde Carlsbad gewonnen, und durch deren Agenten für die Vereinizteu Staaten, die Ei?ner &. Mendelso Company. New York. verk,uft: Sefee Flasche des ächt importirten Wassers und Sprudel-Salz s muh obiam Stadtsi'gel, .. sowie die Unterschrift der Agenten Eisner & Mendelscn Co., 152 und 154 Sca klin Str.. New York, auf der Etikette haben. Zu haben in allen Apotheken. Man hüte sich vor Fälschungen. Te? Ltadtratb : Karlsbad. Offene Polkssp''akt,e und gesunder 2,'ien skt,enverftand von lr. . B Tkoote. entizUr Kapttel üier Ursachen und Berhü xung von ra:lkh'?t, Pr-var Lektüre für Männer nnd Frauen, Aufsöge für Juna unk -Ult über edelicdes OHücf, gcschlechsliche Erschörfunzund reren Wle0krher,:el1una.8(i Seiten mit 20O t i lu st Trationen u 6 in v r a ch t v o l l em Farbendruck au geführten Kar ten. Nebst Anh:no onüberZWRez'pten. lCDt'li e usobe. 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Dicin guter-Herr NedaüionZr! Wenn heit mein Schreibebrief nit so ganz eckstra sei so it'-r-Dann miffe Se mich ecksjuse: ich w?iö soviel, daö wann Jhne Ihr Fingers in so e Schchp wäre wie meine, dann kennte Sie schuhr noch fee Lettpen 5?X "SfjfjfwS tänLM&tt ß&ss'ma V, iMi M irtcui 'iliJ sei handele, gar nit zu re)de von Penn. Umjeden Fwaer h:n ich t e Näck. zwei Vard lang, geteid un mein Domb kann ich gar nit juhse. Sitz: kann iÄ auch nit, bekohs. do ich will . nit vorgreife. Wie Se mehbie noch rimembere kenne, hen mer e paar Dag zerick de forte Tschulei zelebräted un See? Schon seit lana zeriu hen sich mei Kids all ihr Pennies gesehft. Jeden Tag hen se mich um en Penny gebattert, manchmal auch um zwei, wo se awer mehrschtens nit kriegt hen. Se hen immer gesagt, se dehte das Geld nit for Kandy spende, sondern se dehte 's all sehfe for de forte Tchulei. Well, ich hen nicks drum gewe, denn die Kinner gleiche immer e bissi Fonn zu hawwe. , Wie der forte Tschulei kommen is, do hen se zusaMmie gelegt und da hen se drei Dahler un siwwezeh Cent gehabt. Ich sm schuhr, daß se von dasGeld manchen Deim aus mei Pahnts getackelt hen, wann ich Mittags uff die Launsch gelege, un geschlofe hen; denn manchmal war ich korz an Tschänsch. Kinner," hen ich gesagt, wann ihr mich Geld aus mei Paäet genommen habt, dann muß Eich der Deiwel reite. No Pa hen se gesagt, mir wer'n doch kee Geld von Dich stehle, daß war zo t Sinn." No. no. so ebbes duhn mir nit, duhn mer, Frank?" Hot der Karlie gesagt, un der Frank Hot uff Kors no" gesagt. Well, ich hen's besser gewißt, awer uff Kors hen . ich Zeen Pruhf nit gehabt, un do hen ich gedenkt, wann mer mit die Buwe fette duht, do kann mer nicks ziehe, wie de Kerzere. Jetzt sin se all fort, for ihr Feierwerk zu kaufe un Se hätte nor emol . sehe solle, was se vor e Lohd heimgebracht hen! Pinwiels, Skeirackets. Rohmen Kendels, Flauerpatts, Sticker zehn Päcketsches Feierkräckers un so fort; ich weiß gar nit. wie se's all gerufe hen. Biseids daß hen se auch noch puttimehr e .Pund Ponk gehabt, for den Stoff zu leite. Den Ponk hen se vom Storekeeper for natting kriegt, ich denke weil ich n guter Kostemer zu ihm sm.- Ich kaufe mich nämlich alle verzeh Dag for en Nickel werth Schnuff bei ihm un alle vier, fünf, sechs Woche e Kleepeifche.- Die Luwe hen des ganze Feierwerk unner hes Fornltscher geheid, for daß Niemand nit dran gehe sollt. Nach deß Dinner sin ich in de Parlor un hen mich e bissi uff die Launsch gelegt. Wisse Se, in de Parlor hen mer immer die Schehds erunner un das machts arig kühl in das Ruhm un biseids deß. lasse ei'm im Dunkeln auch die Flei's hibsch allein. Ich hen mei Peifche angesteckt un hen mich arig komfortebbel gemacht. Schließlich sin ich auch e bissi eingeduselt. Uff emol gehis krach, bum. bum, bum! Ich war zu Doht geschkehrt un tschumpe von die Launsch. un sinne aus. daß mich mei Peifche gefalle war un grad uff die Feierkräckers. wo owwe unter die Launsch gelege hen! Ich sin wie en Bullfrohk uff de Flohr erumgejschumpt, immer die Kräckers noch, awer helfe konnt ich nit: s e ch s h u nh e t und vierzig Kräckers in lo s ga nge n'ün ich bati' c arig Harte Zeit, all die Funke zu 'lösche. Wie ich durch war, do war'n auch dte Kräckers durch un in de Parlor do war en SchmoHk, als wenn t Paudermihl ecksploded wär. Mein Gesicht war schwarz wie en Nigger un mei Finger war'n alliwwer sohr; Blistersch hen ich gehabt, als wenn ich mit die Händ in en Lahnmoher grgr'isfe hätt'.- Gasch,' ün was hht mich deß weh'gedqhn! Ich hätt' kreische kenne vor Pähns. De Karpet Hot geguckt wie t Sief un ich sin schuhr. wann mei Lizzie Widder kommt, dann hen ich noch eböes zu eckspeckte. Die Kids hen gegreint wie alles, bikohs se konnte jetzt kee Feierkräckers schuhte. Ich hen en awer ge prammist, daß ich se mit EiskriemSoda triet? deh!. un do Ware fe satis feit. Wenn ich awer 'gedenk hen, mein Truwel wär' jetzt all iwwer, do war'n ich awer schief gewickelt. Ka'im is es Dunkel worre, do hen se mit deß Feierwerk gestart. Es sin noch we nigstens siwwezeh Kinner aus die Nachbarschaft komme, wo all d? Schoh sehe wollte. Jede! Hot e Stick Poiik krieht, for daß es helfe konnt, denStoff leihte. Es sin auch noch e paar LehdlZ mit ihre Männer komme. Mt-in John war guch da, aw,e? mtiaus sei junge Frau, die Hot sich schenirt zu komme, weil se eckspeckt Hot, dqß v'le fremde Leit do Ware.. 'FNr hen uss die Steps gesesse un hen deß Fsierwttt Z.Zgcguckl. Es is alles. arig gut gange; nor mit die Schkeirackets hen die Buwe Truwel gehatt, blkohs die wollte .mt. stiye bleiwe un sin immer urngefalle. Wart, hen ich' gesagt, ich halte die Dinger for'eich'daß se'nit umfalle."' Der Karlie Hot grad eenz beigebracht, wo 25 Cent gekostet Hot. "Ich hen de Stick fest gehalte un eins von die Kids Hot se geleit! Uss mol mW schschsch! UN ob schie goh5! Wisse Se was. mein halber Daume is auch mitgange! Jesses, Jesses, was hen ich, en' Schrei gelasse, Wei, so was is mich jy'in mei ganz Lewe noch nit - gehäppend
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No, no. n?, was ich do gesosseri tyn. das kann ich gar nit sage. Ich sin schnell in de Drugstore gerennt un hen mich de Daume dresse geloss', awer die Schmerze hen ich heit noch un ich sin efrehd, ich kann mein Daume nie nit mehr juhse. Wie ich retur, komme sin, do wäre se grad an die Pinwiehls; well, ich hen alles gehabt, was ich wollt un hen mich Widder usf die Steps gesetzt. Uff emol hen ich so en sonnig; Schnell genohtist.' Der Mister Stuwerauch sagt: Mer mehnt, do dehte alte Lumpe brenne." Di: Lehdis hen sich for e Minnit ecksjuhst un hen ihr Dresses un ihr Stockins un so fort inwestigäjet, sin aw:r bald wieder gekomme un hen gesagt, sie wäre allrecht. Mi? is es uff emol so warm wore. daß mich der Schweiß hinne un v?rne, de Buckel erunner gelaufe is. ck b?n aw?r gedenkt, do wär mei'i V'trerlu't dran scbuld, denn ich kien sulr ?we- Gille Blut v?rlor; aedati. Uff emol kr:i'cht die M?, Besenstiel: vct Hewwens Sehk, Miste? Saueräper. S ' e b ? e n n e n j rm Wo?" hen ich gelrische. un do sagise: Hinne, ganz unne." Da do hatte mer die Bescheerung! Hot so en verdollter Laus-, bub e Stick .Ponk uff die' Steps gelegt un ich 'hen mich in meiner Unschuld druff gesetzt! Gasch, in mei Hose war e Hohl gebrannt so groß wie mein Parlor-Täbel, awer auch nit e Fädenche war mehr do. Ich hen mich gleich in das Gras erumgerohlt, wo ich erst kurz zurück gesprenkelt hat, for daß ich das Feier gelöscht hen. Ich denke, ,ich hen auch noch dabei e garstig Kalt geketscht! Die Lehdis hcn schnell de annere Weg geguckt, un hen in eem fort geschnickert. Ich sin inseit, un hen noch des Väselin geguckt, un in die Mien teim is die Kommpenie fort. . Uff Kors war'n ich arig froh driwwer. An d e n forte Tschulei will ich denke, so lang wie ich lewe. Mei Händs un mei Sitzgelegenheit is gespoilt, womit ich verbleiwe . , Jhne Ihr liewer PH ilipp Sauerampfer.
Marie und Mariette. . Hurnoreöke von W. Savatllac. Der Herr Baron hatte erst aehei rathet, als er die Freuden des LebenS so zicmlich ausgekostet hatte und die ersten Jahre in den Vierzigern" vorüber waren. Nun fand er selbst es an der Zeit, solid" zu werden und daran zu den ken, dasselbe für die Weiterentwicke lung des Stammba'.'.mes derer von ölltenkirk zu thnn. was seine 22 Ahnen vor ihm gethan hatten. Und der gute Baron hatte ein Nie senglück, . wie stets im Leben: die junge Frau, die er heimsührte. war gut liebevoll und verständig. Und zu alledem lieble sie ihren &ai ten wahr und wahrhaftig. Die .Freunde des Barons vo: Altevkirk. beneideten ihn un den Haupttreffer, den er in der Elassen lotterieder . Ehe. gezogen hatte und seine. Freundinnen ja so! Bier Jahre waren in's Leben qezogen, und ein knapp dreijähriger Bube schien für die fernere gedeihliche Fortpflanzung deö alten Altenkirt' schen Stammes die besten Garantien geben zu wollen.' Der Baron hatte mit Frau' Marie den größten Theil i)er verflossenen Zeit auf dem Gute des Herrn von' Altenlirk zugebracht. Jetzt kam der Winter und mit ihm eine starke ' Sehnsucht deS Barons nach der Residenz und ihren Freuden. Und auch Baronin Marie hatte es sich ganz schön gedacht, einmal wieder an der Seite ihres Gatten Concerte und Theater. Bälle und Roats zu besu chen. Und so hatte sie denn gern zu gestimmt, für einige Monate ihren Aufenthalt in der Pesidenz zu neh snen. Aber schon in den ersten Tagen, als da Wörtlein Club- in ihrer vor nehm bequemen Häuslichkeit auf tauchte, empfand Frau Marie eine leise Ahnung, daß in die trauliche Harmonie ihrer Ehe die Residenz mit ihren Erinnerungen für ihren Eat ten leicht disharnionisqe Töne hin Einträgen könnte" und sie.' beschloß beßhalb doppelt auf der Hut zu sein und das zu bleiben, was sie war. eine liebende, aber trotz aller Liebe der nünftige und praktische Frau. . . Es waren denn auch keine acht Tage, vergangen, als der.Aaroli. der recht stark uud behäbig als glücklicher QjU und Familienvater ersorde'li .war; eines Taaz mit zlemUch'. verlegener Miene zum'iner kam und' während desselben etwas 'unbehaglich auf fe,; nem Stuhle herumrückte '- . Bolkmer. lächelte Marie nur. heraus damitN... Aber, -was denn, meiüe entgegnete pe.r!ger Baron. . i Du hast etwas auf. dem Herzen. Tu möchtest irgend etwas und glaubst zugleich, daß Dein Wunsch nicht mein Wohlgefallen haben werde, ; Hab' ich $ir je Grund gegeben, mir etwas verschweigen z'-. mttssen . . Sie hielt ihm. die Hand' entgegen. die er ergriff und mit zärtlicher Ga lantcrie küßte. .Tu bist die beste und klügsteArari. unter der Sonne, liebe Marie'," fügte' er aufathmend. JE denn der Club rZ'rnirt mich. Meine Freunde wittern deinen Pamossel'.-. ! !,Tas sollen' sie nicht,- enkkegnete Frau Mar'te, wMen.d sie doch etwaö zusaLlmenzucte.' Nein, das nicht. Du gehst natürlich in den Club. Aber eines, bester Volkmer -ich fürchte da? am meisten,- und schon stand,.sie neben ihm '.nicht hoch spielen gelt?-.-.- - . ,. ' . . . . Gcwiß nicht! Ich fchwöc ,.D(r Und der Clb hafÄ wieder, ge fange?.' Vr. : uti v gefangen-, das mußte sich Marie traurig 'gestehen: Die Tbecabeude. wo waren sie geblie
oenf-Jeyt Holle er ste aiS gaianrer Ehemann, denn das blieb er immer noch, Abends aus dem Concert, dem Theater ab, aber er ging dann noch ein Stündchen in den Club. Marie seufzte tief auf, 05s Stündchen dauerte bis drei und vler Uhr in der Frühe. Die Spatzen aus den Dächern einer großen Stadt wissen ganz andere Lie der zu pfeifen, wie ihre College auf dem flachen Lande. Sie scheu mehr und in ihrer, bekannten Geschwätzig keit plaudern sie es noch mehr aus. Und so sahen sie denn, wie die kleine Mariitte, dieser Kobold und Satan in einer Person, die mit ihren graciö sen Pas und Pirouetten auf der Bühne die Männer heiß und warm machte und von deren galanten Aden teuern die Spanen auf den Dächern laute Lieoer pfiffen, die schönsten Bouquets, in denen hie und da auch ein kleines Bijou sich befand von einem gewissen nicht mehr ganz jun gen, aber döchst,.soliden" Baron Bolk mer von Altentirt bekam und daß die hübsche Tänzerin drauf und dran war, mit ,dem soUden . Baron ein neues Abenteuer einzuleiten. Zu den geflügelten Spatzen der Re sidenz kommen menschliche Spatzen, die nicht weniger geschwätzig sind als Jene. Und so erfuhr denn eines Ta ges Frau Marie die ganze Geschichte. Aber seltsam, sie weinte nickt, sie klagte nicht, sie machte auch ihrem Gatten leine Scene Gott bewahre, sie war zärtlich, vertrauend und !ie bevoll wie immer, vielleicht noch um ein paar Grade mehr. Allein von nun an wachte, forschte, arbeitete sie. Ihr Volkmer sollte einer Abenteurin nicht in's Netz fallen, aber er sollte auch nicht eine andere Lehre empfangen, als eine solche, die den Fortbestand ihres Glückes sicherte. Eines Tages redete sich Baron Boltmer ein, der Glücklichste der Sterblichen zu. sein. Fräulein Mariette wollte ihn empfangen. Er konnte seine glückliche Aufregung nicht genug verbergen und die ah nungsvolle Gattin errieth mit dem geheimen'Jnstinkt der liebenden Frau alles. Und während noch ihr Gatte in. heißen Erwartungen schwelgte, handelte sie. Der treue Christian, der alte Kutscher, mußte anspannen und sich bereit halten und als in der Dämmerung Baron Volkmer in den .Club", ging, bekam Christian seine Weisung und fuhr los Die Wohnung der -Tänzerin lag in einer abgelegenen Straße. Torthin lenkte der Baron dett Schritt. Er wollte sich keines Wagens bedienen und ging deshalb zu Fuß. Ihm . war doch etwas wunderlich zu Muthe. Woher. kam daSk Aehnliche Abenteuer hatte er früher zu Hunderten bestän den. Aber das war früher vielleicht war's darum. - Er bog in die kleine Straße ein und' blieb wie versteinert stehen. Denn. hier, vor dem Hause der Tän zerin hielt seine Equipage, mit dem alten, ehrlichen Christian auf dem ocke.' .Um Go hm Was machst Tu hier? Ich erwarte hier den Herrn Ba"!,'ilnd'wer hat Dich - , Nun, der Herr Baron haben mir doch sagen lassen, daß ich den Herrn Äaron hier erwarten soll " Volkmer blieb mit offenem Munde stehen. War seine geheime Leide? schast für Mariette bereits verry then?Jhm bangte plötzlich um etwas, er wußte selbst nicht was. Die Lust zum Abenteuer aber war ihm plötzlich vergangen und er stieg ein, Wohin!" fragte Christian, In den Club," Als, Christian eine halbe Stunde päijex gusst)annte und seiner jungen perrin Bericht erstatte, lächelte diese. So wae's in Ordnung.' , Die Freunde des Barons wunderten' sich, daß dieser am heutigen Abende so zeitig schon den Club, ver ließ. Aber er lie.ß sich nicht, halten. Um elf lhr war er daheim. Frau Marie lächelte nur'still in sich hinein. Ja..ja das böse Gewissen treibt, ' lM paar Taae. roa.;. Baron Volk mer baheun völlig gedrückt. Aber pichts von dem Erwarteten geschah. Frau- Marie war - heiter, liebe voll, zärtlich wie immer.. Sie konnte nichts wissen. .. Er nahm. Christian
in's Gebet, aber der blied dabei.' Er fragte die J?Ie.dl'e" sagte ihm,' sie habV es so verstanden.' Der Baron öäbe selbst die Adrette anaeaebku. I Dem guten' Kollme.?. wari"ganz wirr. . Ader schwül war'jhm. m nun Fräulein Mariette. die den rei .chen Liebhaber gern in ihrem Netz ge abt hätte, v'.;n ihrerseits warm wurde. u,nfc ihn mit kleinen BilletS .ie natürlich in den Club addressirt ! waren, bombardirte. Schließlich er ( klärte sie ihm kategorisch, daß sie am kommenden Abend in einem Mieth wagen in der Nähe des CludS halten Werde, um ihn zu . entführen-, l Tas-reiztedenn doch! Aber-nur ? S hiH4.&' i 4x V Al (lUllUU luvutciiu . vci ijutc,:uiiuis entfuhren lasten, dann .nimmer ;e der. Und -mit diesen '. Ärsa lind dem Billet 'der TuyzeriNitt der We stentasH.z 'm-er'nach Hause. Riitürtich faub. däS . Billetchen, din Weg iy Frau Marien'S HynZ. Und die zitterte stark, Äb'er-start blieb auch die Frau, Lin;n. Augenblick Nebe? hguug'hann wußte sie, was sie zu tyüii hatte. . Der Abend kam. In 'einem"Mic'th. wagen an der Ecke der Clubstraße harrte 'Mariette ihres ' Selado. Aber die Stunde des YZzude,'zvous war' verstrichen uu,d uiemand kam. Uny wü.tWd sprang die Schöne end lich gü dem Wagen, eilt, alles an öere vergessend. vor den Elub und beauftragt den Portier, Herr Baron von Altkirch herunter zu senden Nach einigen Minuten kam der Livrirte zurück mit der Me.lduncz:
,leber Nerven."
Hier ist etas Vernünftiges und sollte uns alle intercssircn. Dr. S ch o o p 'S Un tersuchungen haben gezeigt, daß wenn der Hauptnerv eines Armes oder Beines durch schnitten fcrnd, oder wenn ein beständiger Druck auf diese Ncrvcn ausgeübt wird, die Muskeln gelähmt werden. " Er fand, daß Leben und jlraft auf NervenstSrke beruhen und dieses ist die Ursache, brß sogenannte Blutreinizungsmittel nur Vorübergeh7"de Linderung gewähren. Er fand ebenfalls, daß gewisse Nerv? die Thätigkeit deS Magens, der Lcbcr, Nieren und anderen inneren Organe lontrolliren. Dr. Schoop's Wlederhersteller ist ein Heilmittel für Magen-, Leber- und Nieren Krankheiten, indem derselbe zur Stärkung und Ernährung dieser Nerven beitragt. Diese Medizin ist kein Nervwe oder giftiges Nervcnrkizmlttcl. Brod, Fleisch, Marios, feln u. s. w.. erzeugen Blut und wenn die Berdauungs - Organe geschwächt sind, sz nuß als natürliche Folge der Umgang von Speisen in Blut ein schwacher fein und aus demselben Grunde hört die Thätigkeit der VerdauungZ Orqane auf, wenn die Nerven geschwächt sind. - Ist dieses nicht einleuchtend? Dr. Schoop's Wieder Hersteller verhindert und heilt diese Krankheiten, indem derselbe : die nöthige Nervenkraft schafft und erhält und ein Versuch wird dich hiervon überzeugen. In potheken oder franco rer Exvreb für Zk.00. Der deutsche .Weg weiser zur Gesundheit, welcher die Behandlung .. mit dieserMedizin genau hdrexM. ttphft NrnK - V 1 - f ... . .WV.B, täfx&k' werden an irgend eine v r:s. oiv !?. t "... . Ti-'K "vrene srei ver'anor. Man schreibe an Dr. Schoop, Box 9. Meine. Ws. Ter Herr Baron hat bereits vor einer halben Stunde den Elub ver lassen." Das war auch richtig. . Genau zur bezeichneten Stunde hatte der Baron den Elub verlassen und war wenige Schritte vom Elub auf eine tiefver schleierte Dame gestoßen die auf ihn zutrat. .Mariette. sind Sie's? Wo hält Ihr Wagen?" Die Dame wies auf einen Mietb wagen, der auf des Barons Winke eilig herankam. Es war dunkel und regnerisch und die Aufregung des Barons kam hinzu sonst hätte er entdecken müffen, daß auf dem Bock Christian saß. Beide saßen in der Droschke und der Baron faßte ihre Hand. . Seien Sie mir nicht böse. Ma riette, daß ich bisher nicht kam aber ein Gefühl wie ein Unrecht Fühlst Tu das wirtlich, daß Du ein großes unheilvolles Unrecht bege hen wolltest," sagte plötzlich eine Stimme, die ihn zu Eis erstarren machte. Er sah sich entsetzt um und sah Marie neben sich. .Marie! Halt -kein Wort der Entschuld digung. Das alte Leben lockt Dich wieder und eine gewistenlose Sirene dazu. Ich aber halte Dich an mei ner Seite, Volkmer, zu Teinera und meines Sohnes Besten." Marie, Du kannst verzeihen. - Wann fahre wir heraus nach Altenkirkp Morgen wenn Tu willst!" .Gut und nun küsse mich. Und kein Wort weiter." Der Baron schwört, daß er die klügste und beste' Frau unter der Sonne sein Eigen nennt. -3 TislZs stürzte ein drei Etagen hoher Flügel des dem Fürsten Orbeliani gehörigen Schlosses, welcher an den Fluß Kura gebaut war, ein. . Als die Schuttwolke sich verzogen hatte, sah man den Flußarm auf mehreren Sashen weit durch Trümmer versperrt, aus denen verschiedene Betten und Hausgeräthe. hervorragten. Mehrere schu verletzte Personen, vier Mänuer und eine Frau, wurden aus Trümmern hervorgezogen, yisr Personen wurden vermißt. Dc, Einsturz erfolgte infolge schlechter baulicher Beschoenheit des Gebäudes; die Polizei hatte schon m vergangenen Jahze das Haus sür gefahrdrohend erklärt, hatte jedoch nach leichter Au besseruikg dem Verwalter Kassaroff die Erlaubniß- ertheilt, wiedee "Einwohner aufzunehmen. Der hamhuyger Dampfer Lissabon.". Capitän Holm, von Kcnhagen, stieß auf der Außenreede mit dem der dortigen vereinigten Dampfschiffs.Gefellschaft ' gehörigen Dampfer Castow" zusammen. Der .Castow" wurde schwer beschädigt und mußte aus Grund gesetzt werden. Auch der Kämpfer .Lissabon" wurde dsM digt; er erhielt mehrere . Löcher, am Lug an der Steuerbordseite in der Nähe der Wasserlinie, und muß repariren. schreckliches Un, glück ereignete sich dieser Tage in dem lothringischen Orte Gunstett. Mehrere junge Leute vertrieben sich in der Wirthschaft Laugel die Zeit mit Kegelspielen. Eben rssZie der unaeMr 22 Jahre alt Sorg den letzten Wurt thll. als ihm die Kugel aus de? Hani entglitt und semem Kameraden Mt chael Schon derart an den Kopf ffo$, daß derselbe sofort eine Leiche wär. .De,r Fall ist um so mehr zu bedauern, als die Beiden die besten Freunde wa ren und als brave, -friedliebende Bur? scben bekannt sind. kekae di echten. cM'fA ... ölÄ8 Hfnm's S rhvßiTor03. UU1IHU1Z.UI I I . nni.- yfai-X&i WM r K . Dlutroinigoiid. i Befördern die YenJaimng. .Bestes Mittel gegen Leber- u. Gallenletden. Za Laben In allen Apotheiea.
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