Indiana Tribüne, Volume 17, Number 303, Indianapolis, Marion County, 22 July 1894 — Page 5

Warnung. DaS Publikum wird vor gewiffenlosen Händlern gewarnt, die ge wöynliches Glaubersalz, oder eine Mischung von gewöhnlichem Seidlitz Pulver als Carlsbader Salz". Spruvel.Ia", Deutsches (German) aü", ..Künstliches Carlsbav", oder J-npro. ved i5arlsbader Salt", .unter vielen anveren Bezeichnungen ;u verkamen suchen, unter der Anpreisung, aß ..die'e ebenso gut" frnn, tote die ächten Produtte von Carlsbad. welch d'.rekt aus den weltberühmten Quellen gewon nen werden. Dies beruht nur auf emer Täuschung des Publikums des größere Beroienstes wegen, den ver bet essende Händler an diesen Fälschungen macht. Ist künitttcher Weinso gut mit ä ch tr? Würde irgend Jemand wtffentlich kKnftUch We n natürliche' Saft der Reben v rziehen ? Warum denn sich von diesen Fälschungen h ntersühren lass n. speziell wenn die Ge"ndheit oadei in Fraae kömmt ? Die natürlichen Produkte der Quellen von Cartsbad enthalten Bestandtheile, die künstlich nicht hergestellt werden können Seu Jahrhunderten sind diese Wässer von Carlsbad wegen ihrer Heilwirkung bei Krankheiten der Leber, Eiteren und des Magens rühmlichst bekannt. Das ächte CarlSbader Sprudel-Salz wtrd direkt aus der Sprudelquelle unter Leitung der Stadtgemeinde Carlsbad gewonnen, und durch deren Agenten für die Vereinigteu Staaten, die Eigner & Mendetson Company, New Ä)ork, verkaust: Jede Flasche des ächt importirten Wassers und Sprudel-Salzes muß obigen Stadtsiegel, sowie die Unterschrift der Agenten Eisner & Mendelson Co., 152 und 154Fra klin Str.. New York, auf der Etikette haben. Zu haben in allen Apotheken. Man hütesich vor Fälschungen. Ttt ladtratd Earlsbad. Dr. C. R. Schaefer, jörzt und Chirurg, No. 430 Madison Äoenue. nahe MorriS Str. Gvrechftunden : -9:80 Uhr Morgen. 4 Uhr ackmtltag. 7 Nbr dend. T levdon 2H2. . H. 8. CUMINGHAH dat s'tne Wohnung nach 9 Bellefontatner. und seine Office nack 77H Oft Marketftr. vev Sprechstunden in seiner Wohnung, 78 Uhr Borm., li Uhr acdm. Sprechstunden in seiner Office: 10 11 Uh, Vorm., 23 Uhr Nachm. und 78 Uhr Abend. Sonntag nur Bormittags Svrechstunden. Tclevvone 131. Dr. Bnrckhardt, deutscher Arzt. Offtee und Wohnung: tte. A82 Süd Meridian Gtr. Office-Stunden : dt 9 Uhr Borm. 1 bt 8 Uhr ach. 7 bt 8Nhr dd. Sonntag BrmMaa. Televdu WO. Dr. I. Bühler, Wohnung : 120 Ost Mcarty Straße, Office : 77 Ost Market Straße. Evrech'Stunden in der Wohnung: 8 8 Uhi orm.i , 3 Uhr ach.: 7 t, Uhr bnd. Sprechstunden in der Office: 910 Uhr Vorm.. nd 45 Uhr achm. Tele-Ko 1. Lprechstundkn: Sonntag nur Bormittag. Dr. Wagner, Office : Zlo. 60 iVsl i?w Str Oideetunden I 010 Utzr ormtnag. - Uhr achmttt. otznung : Vr,dwtt, d t,l ve. Telephon 108. Blat tStlluna auf einer Farm, oder atz eilst oNtadtMeftven 14 et Ornament und ,u $uvwn von affer. Beziehe von Rasen. Empor ziehe voa Wafser nach oder?,, stockmerken. Sagen von Holz. Betrechen eine Dynamo für elektrische L'cht ad num Verrichten vieler anderer Arbetten. Seit ner oche bin uh em nach der jZernstellunq galvani. firter Luttmotor; vor dieser Zeu war ich nur Stahl. in! und Aluminium ohne ausgestellt ud in Tdangu zu sein, nne Dienste könne sehr fciUi erlangt lverpen, roenn jetzt, wahrend der flauen Saison bean-iotuM-Eprechtvor bei meinen Eltern, der Aermot üamtmt), 12te,Rockmell u. Fillmore Str.. Ehicago.Jtl. KÄ I B.rftadt-Arbkite ' w mm. J tmm . . ViC t. . aii mm atiktt ibra Art Wie diese, die erfreue der elt um och und irgend nn Hei nie gerlkty eure von , i comtoriaoie machen hel un auf viege.i ir lind ferner fen, werden zu Wr,(n noli. nt iiiftrrst krästiae tmili? mit Stauntata M 1 fett, bt? im Hereiihe trtber uäbaner. Wir, Aller stehe. Sypresien, itlM 'Krau Naturen imren , oo.aalvan'.flne arArrimaiti m aaitx. tret. 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Ein NeiscaVcnteur.

Bon T. 23. Spricht. i E5 war ungefähr vierzehn Tage vor Weihnachten. Nur wenige Reisende befanden sich auf dem Bahnhofe, und ich bekam deshalb ein Koupee für mich allein. Mein Bestimmungsort war Paris und ich hatte von meinem Vater den Auftrag, seinem dortigen Agenten (mein Vater war nämlich Juwelier und Goldschmied in London) einen sehr werthvollen Brillantring zu überbringen. Die Diamanten haben einen Werth von 500 Pfund." hatte mein Vater zu mir gesagt; ich hoffe also, daß Du es an der nöthigen Vorsicht nicht fehlen läßt, ?!ed, und sie weder unterwegs verlierst, noch Dir stehlen läßt." Ich lächelte etwas höhnisch, als mein Vater diese Worte sprach. Als ob es überhaupt möglich wäre, daß mir der Brillantring gestohlen werde, oder daß ich ihn verlieren könnte. Ick war gerade einundzwanzig Jahre alt geworden, und mein Vater hatte doch wahrhastig kein Recht, so mit mir zu spre chen, als ob ich noch ein Knabe wäre. Ich hatte das Etui mit dem Ring in die innere Tasche meines Ueberziehers gesteckt und überzeugte mich von Zeit zu Zeit durch die Berührung, ob er auch noch da war. Ich hatte den Ring nicht mehr gesehen, seit mein Vater ihn in das kleine Sammetewi gelegt, in dem er sich noch jetzt befand. Als ich meine erste Cigarre zu Ende geraucht und die Morgenzeitung durchlesen hatte, kam mir plötzlich der Gedanke, den Ring doch einmal zu betrachten. Dabei war doch nichts, nicht wahr? Ich nahm also das Ewi aus der Tasche und öffnete es. Meine Augen waren förmlich geblendet; da lag der kostbare Schatz vor mir auf Sammet gebettet. Wer hätte dem Wunsche wiverstehen können, ihn herauszunehmen und anzustecken? Ich gewiß nicht. Erst versuchte ich ihn auf dem einen Finger und dann auf dem andern. Als ich ihn aber auf den Mittelfinger meiner rechten Hand gesteckt hatte, da gefiel er mir am besten.Jetzt kam ich auf den Gedanken, wo tonnte der Ring wohl sicherer aufgehoben sein, als auf meinem Finger? Ich brauchte nur einen Handschuh aufzuziehen, und keine Seele wußte, was das Leder barg. Er war hier weit sicherer als in meiner Tasche. In solchem Falle wäre Zögern Thorheit gewesen. Ich steckte also den Ring an meinen Finger dasEtui in rnii Tasche. Da ich mich immer noch alln befand, so brauchte ich meinen Handschuh nicht aufzuziehen; dafür bewunderte ich lieber den herrlichen Glanz der Steine und fragte mich, für welchen großen Herrn der prachtvolle Ring wohl bestimmt sein mochte. Plötzlich erschien am Fenster eine Geftalt, aber es war nur der Schaffner, der mein Billet koupirte. Trotzdem zog ich meinen Handschuh aus, umsomehr, als der Zug schon in einer halben Stunde in Dover einlief. Vom BahnHof begab ich mich unmittelbar an Bord des Steamers, der mich nach Calais bringen sollte. Ich erblickte höchstens ein Dutzend Passagiere; von Damen dagegen sah ich nur zwei. Die eine war eine beleibte, ältere Dame, welche die ganze Fahrt hindurch fortmährend aß und trank. Die andere war na, mit einem Wort, das reizendste Geschöpf, das meine Augen je gesehen hatten. Es war mir nicht möglich, die Blicke von ihr zu wenden. Ich ging fortwährend an ihr vorüber und sah ihr dabei jedesmal in die Augen. Ach, und sie hatte so hübsche graue Augen! Und dazu prachtvolles, goldgelbes Haar. Um ihre Erscheinung gebührend zu beschreiben, müßte ick ein Dichter sein. Ein oder zweimal begegneten ihre Augen den meinen für einen Moment, und ich war betroffen von der unendlichen Traurigkeit, die in diesen holden Sternen zu lesen stand. Soweit ich es beurtheilen konnte, war sie ganz allein. Wir hatten ungefähr die halbe Retse gemacht; ich war zum etwa fünfzigsten Male an ihr vorübergegangen, oa sprach sie mich an: Würde der Herr die Liebenswürdigkeit haben und den Steward veranlassen, mir einen kleinen Cognak zu bringen?" Sie sprach französisch. JhTeStimme war hold und süß", wie es im Liede heißt. Ich war so geschmeichelt, daß ich nicht einmal zu antworten vermochte. Ich konnte mich nur verbeugen und lief so schnell wie möglich selbst nach dem Büffet, um ihr den Cognac zu holen. Ach, und sie dankte mir in so liebenswürdiger Weise! Ich möchte sagen, sie nippte wie ein KanaxienDögelchen, wenn ich nicht wüßte, daß Kanarienvögel für gewöhnlich keinen Cognac trinke. Ich hoffe, mein Fräulein, Sie haben sich jetzt etwas gestärkt," wagtz ich leise zu bemerken. J? allerdings," murmelte sie, ich danke Ihm, mein Herr, aber ich bin ' t A. '"V mmlm f.U Am W 'V - l l . V V , V CIH U1UUICIII, lUT UlU U'VV, Ui,V giVUl Wittwe. Bei diesen Worten drückte sie ihr Taschenwch an die Augen. Wie interessant nein, wie rührend war dieses einfache Bekenntniß. Jetzt wußte ich auch, warum sie so traurig aussah. Ach, wie gern hatte ich sie getröstet! Zufällig befand sich ein Feldstuhl i der Nähe. Ich wagte es, denselben ein wenig näher zu rücken und mich darauf niederzulassen; aber ich wurde blutroth ob meiner Kühnheit. Sie schien sich darüber gar nicht beleidigt zu fühlen, uftd wir waren dald m leoyas tetter Unterhaltung mit iiauOrt. Stolz war sie nicht, im Geaentte'il, sie war die Liebenswürdigkeit mdst. Wj, sie mir erzählte, war sie nur drei Tage in London gewesen. Sie hatte dort

geschäftlich zu lhun gehabt und zog sich jetzt wieder in die Einsamkeit zurück, in die kleine Villa, wo sie seit dem Tode ihres theuren Gatten stets gelebt hatte. Sie müßte, wie sie mir erzählte, erst mit dem Abendzug Weiterreisen, da sie in Calais noch eine Besorgung zu machen hatte. Das plauderte sie Alles mit einer rei zendhn Aufrichtigkeit herunter. Ich sah keinen Grund, weshalb ich nicht ebenfalls mit dem Abendzuge weiterreisen sollte. Ich machte sie also mit meiner Absicht bekannt, und sie hatte nichts dagegen einzuwenden. Sie gab mir sogar zu verstehen, sie reise sehr gern in Gesellschaft, und dabei sah sie mich an mit einem Bbick, mit einem Blick! O! Ich hatte ihr bereits erzählt, daß ich im speziellen Auftrag meines Vaters nach Paris fahre, doch hatte ich ihr von dem Ring kein Wort gesprochen, ebenso wenig hatte sie denselben gesehen. Bevor ich den Zug in Dover verließ, hatte ich meine Hand-

schuhe angezogen und trug sie noch immer. Als wir iu Calais landeten, gestand mir die Dame, daß sie hungrig sei und später gern eine Kleinigkeit zu sich nehmen möchte. Während sie nun ihre Besorgung machte, nahm ich einen Wagen und fuhr nach dem Hotel Dessin, Da der Speisesaal dort überfüllt war, so ließ ich mir ein Kabinet geben und bestellte ein Diner. In etwa einer halben Stunde kam die Dame an. Nun kann man aber nicht gut in Handschuhen an einem Diner theilnehmen. Es war also die Frage, ob ich mit dem Ring am Finger dimren. oder ob ich den kostbaren Schatz in das Etui legen oder in die Rocktasche stecken sollte. Wer einigermaßen Menschenkenner ist, wird einsehen, zu welchem Entschluß ich als 21jähriger Mensch angesichts dieses hübschen Frauchens gelangte. Die Dame nahm hier und da eine Kleinig keit, aß aber kaum mehr als ein Sperling. Wie schnell die Minuten verflogen! Ich hätte in diesem kleinen Zimmer mich ein Jahr aufhalten können. Plötzlich fragte die Dame: Rauchen Sie denn nicht, mein Herr?" 0 gewiß, bedeutend mehr, als mir gut ist," erwiderte ich. Dann rauchen Sie doch jetzt, bitte sehr, ich habe es sehr gern, wenn ein Herr raucht." Ich stand auf, um meine Cigarrentasche aus meinem Ueberzieher zu ho len. Meine Gefährtin legte ihre Hand leicht auf meinen Arm ach. eine reizende kleme-Hand und sagte: Wis sen Sie, mein Herr, ich habe Ihnen ein Geständniß zu machen. Ich rauche auch, aber Cigaretten. Ich lebte mehrere Jahre in Spanien, wo fast alle Damen rauchen. Der Gedanke, daß eine Dame raucht, ist Ihnen doch nicht unangenehm? Unangenehm? O. ich bitte." Nun ja. Sie sind eben dazu zu sehr Weltmann und über solche Vorurtheile erhaben. Nun. sie sollen eine von meinen Cigaretten rauchen." Mit diesen Worten nahm sie aus ihrer Reisetasche ein kleines Etui und bat mich, eine Cigarette herauözunehmen. Dann steckte sie mit ihren eigenen zarten Fingern ein Streichholz an und setzte ihre wie auch meine Ciaarette in Brand. Bei dieser Gelegenheit mußte sie meinen Brillantring bemerren. (& werden den Geschmack etwas eigenthümlich finden." sagte die Dame, nachdem sie einige Züge geraucht h.tte. Diese Cigaretten werden aus parfümirtem Tabak gemacht; ich rauche nie andere, hoffentlich ist Ihnen der Geschmack nicht ayzu ungngenehm. ! tm Gegentheil, gnädige ?srau. ich finde die Cigarette ganz entzückend. Der Geruch ist allerdings, wie Sie sagen, etwas eigenthümlich, aber dabei aromatisch und angenehm, sogar sehr angenehm. Wenn ich aufrichtig ein loll. jo fand ich dies durchaus nicht. aber ich hätte nicht um die Welt ein anderes Urtheil abgegeben. Wir rauchten schweigend einige Zeit. Was würde dieses reizende Geschöpf wohl sagen, fragte ich mich, wenn ich ihr gestände, daß ich mich rasend in sie verliebt hätte? Würde sie mich mit Entrüstung abweisen, oder, würde sie Plötzlich fuhr ich empor und fand zu meinem größten Entsetzen, daß ich geschlafen hatte. Das Zimmer war dunses. mein Kopf that mir furchtbar weh. Ich stano uf ur;d wankte gn's Fenster, dann blickte ich mich urq Ahn wo war die Dame? Weihalb hatte ich so ange geschlafen? Ich stürzte auf die Klingel zu. und wenige Minuten darauf erschien ein Kellner mit einem Lichte. .Mo ist Madame?" fragte ich. Madame." antwortete der Kellner, ist vor ungefähr drei Swnden ausgegangen, sie meinte, sie hätte noch einige kleine Besorgungen zu machen, und würde iu kurzer Zeit rücf sejn. Aus keinen Fall, meinte sie, söllti ihr Bruder, der schrecklich an der Seekrankheit litte, gestört werden. Bis jetzt ist Madame," fügte der dienstbare Geist hinu, itpch nicht zurück gekorqmflt. Vor drei Senden fortgegangen, seekrank ihr Bruder! WaS soll das heißen! Ich setzte mich nieder und unwillkürlich drückte mein Arm auf das kleine Etui. daS sich in meiner Tasche befand, gleichzeitig blickte ich auf meineu Finger. Waß war tzqS der Ning war verschwunden! Bjif vom Schlage gerllhrf, sprang ich auf. rannte smZimmer hin und her, dann fiel ich wieder auf den Stuhl und vervarg mein Gesicht in den Händen. Am nächsten Mysgßn uin neun Uhr stand ich pq: meinemVate': und, erzählte ihm mein Abenteuer, ' Währenh ich vor Wuth und Schgm Tvjänen perg lächelte ?r in ganz tztaenthüintich spötti Äscher Weise. Als ich aeendiat. ging er

zu seinem Schreibsekretär, öffnete ein Geheimfach in demselben und sagte: Sei nur ruhig, Ned, hier ist der Ring, ganz unversehrt." Ich konnte vor Verwunderung kein Wort herausbringen. Als die Dame Dich verließ." fuhr mein Vater fort, war es gerade Zeit, um mit dem letzten Boot nach Dover zurückzukehren. Der Ring war also schon vor zehn Uhr Abends in meinen Händen." Aber, aber," stammelte ich. ich begreife nicht. Wenn sie den Ring besaß. warum brachte sie ihn denn Dir zurück?" Weil sie dafür bezahlt wurde. Die Dame ist von Beruf keine Diebin, sondern eine Diebesfängerin. Du hast Dich neulich so großspurig benommen, mein Junge, hattest eine so hohe Meinung von Dir und Deinen Fähigkeiten, daß ich zu der Ansicht gelangte, eine kleine Lehre könne Dir gar nichts schaden; ich glaube, ich habe Dir den Beweis geliefert, daß es noch klügere Leute gibt, als cs ein gewisser Kiek-in-die-Welt von 21 Jahren ist. Ein oder zwei Stunden später sagte ich zu meinem Vater: Es war doch aber eine gewagte Sache mit einem Ring, der fünfhundert Pfund werth war." Mein Vater schlug mir auf die Schulter und erwiderte lachend: Mein guter Junge, wofür hältst Du denn Deinen alten Papa? Die Diamanten waren ja nur Simili!"

AUS Eifersucht. Die Münchener Weinwirthsaattin Frau Schöpple ist eine resolute Dame M den hohen, Vierzigern. Obwohl sie schon bald die silberne Hochzeit feiert, ist sie noch furchtbar eifersüchtig und, wie ihr Gemahl betheuert, ganz ohne Grund. Dieser Untugend wegen sind in der Küche nur solche Weiberleute beschäftigt, an welchen der Zahn der Zeit die möglichsten Verwüstungen angerichtet hat, oder auch andere, die Gott Amor schon in ihrer Blüthe floh. Anders ist es bei der weiblichen Bedienung in der Gaststube und zwar wegen des Geschäfts. Gleichwohl hatte die hübsche, rothblonde Kellnerin Fried! während einer vierwöchentlichenDienstzeit wahre Hundstage und mußte von Beleidigungen überhäuft davongehen. Im Gefühle gekränkter Unschuld stellte sie Beleidigungsklage gegen Frau Schöpple. Die Vergleichsvorschläge Wurden sowohl von der Klägerin als auch von der Beklagten schroff zurückgewiesen. Nach Verlesung des Eröff nungsveschlusses erklärteFrau Schöpple: Was war denn dös, Herr Staatsanwalt, wenn mer jetzn zu seineDienstbot'n net a mal mehr was sag'n derfet! I bin a mal a so. i will nur oanfache Mädeln und kane so z'sammadraht'n, engbrüstigen und lunglsüchtigen Kellnerina, voller Mascherl und Knöpferl; wenn's an Gast a Golasch hinstellt, daß ' Korsett kracht, und wenn's a Tröpferl Wein an ihren Fahna hinbringt, daß 's a Gesicht macht wie a Feld voll Teufel, grad als wollt's im Hochzetg'wand ihr Heirathquet verdeana. Nachher leid i aber dös Scherwenzen aa net. daß blos mit die junga Herrn oder mit dene. die viel Trinkgelder geb'n. aus lauter Gnad und Liab freundli is. Bei mir gibt's koan Unterschied, wer zehrt und zahlt, dörf net don der Kellnerin abhänga. Der g'schniggelte schwäbische Käser'hätt net a mal die Gäst grüaßt, in der Fruah wär'S zwoa Stund'n am .Spigl g'fiand'n und nur bloß Fräuln hätt' ma zu ihr sag'n soll'n. Jetz'n hab i's ihr austrieb'n, bia's me? z'die! wor'n is. Bon ihr'n Bltnseln i d Speanzeln will i gar nit red'n." Hier fiel die Klägerin ein: Aber dös ischt lauter Lug. Herr Staatsanwalt ! Versticka soll's dran " Was sagst? A Lug is? Na, aber jetz'n wenn mer dahoam in der Kuchl waarn! Da kunnst a mal a Wegerln sehg'n. Du Kreatur!" Nun fuhr aber der Herr Richter dazwischen und stellte einen leidlichen Waffenstillstand her. indem er der Klägerin das Wort ertheilte. Sehet Sie, Herr Staatsanwalt, wenn die Gäscht mit mir freundlich gewe'n sen. na' hat se g'sait, i Hans damit und hat mt den ganza Tag quälet und g'nörgelt. Han i a G'sicht g'macht, daß mi, koin Mensch hat anröda wölla, ncz hat's gesait, i wär a munkische Vchwäbin, die d' Gäscht veftreiba that, Hat der Her? mit mi? gfchwätzt. na war'S eiftrfüchtig und hat d' Schüsseln und d' Teller z'sammag'schlag'n. Aber am sella Tag, wia i fortganga bin, da warsch ganz aus. So hat mi im Leb'n koa Mensch g'schimpfet. Eifersüchtig warsch, weil der Herr guet zu mir g'sait hat: Sind Se so guet und bringet's mer mei Dosa aus der Nebaftub'n." Beklagte: Eifersüchti'? I eifersüchti'? Die waar me a wn'. ynserogner sollt krfuchti' sein auf so q malefizrotde Schwäbin, i und dös B'steck, da hört fr doch all's auf. Die möcht' i net um an Zwoaring und, $ mal trink'n, Ordnung will i haby und d' Frau bin i '5 '. gib der, .san's so guet." D' Dos'n hol'n außa! Sollst schon lang g'sehg'n hab'n. daß 's mer abgeht, so red't mer bei uns und dös is d' Fraktursprach. I spann net., daß mein Mann sagt: Unnerl Bitt' gar schön, q sque Äeber oder, NZenn'S möglich is. a Haxerl. a bratens! ' Richter: Geben Sie die beleidigenden Aeußrungen zu? Und wurden dieselben von mehreren Leuten gehört? Beklagte: Ah. Schmarrn! Beleidigung! Da gibS ka Beleidigung! Aufg' mischt hab i 's der Trawpl ufld guet san mer wiede LÜer nV3 dann ahört Harn, meine Trabanten in der uchl und die san froh, wenn's eahna nirn angeht. Richter: Wollen Sie nicht erklären, daß Sie bedauern, die Klägerm beleidigt zu baden, vielleicht

wechsel-Zahre." Es giebt im Leben der Frauen eine Periode zwischen dem 30. und 55. Jahre, welche ein bedeutendes Ereigniß in deren Existenz bildet und einen großen Einfluß auf deren Glück und Gesundheit ausübt. Dieser Zustand greift in einer ganz besonders niederschlagenden Weise das ganze Nervensystem an und da die Funktion des Magens, der Leber, Nieren und des HerzenS ausschließlich durch das sympathetische Nervensystem kontrolirt wird, so ist

es leicht erklärlich, weshalb Frauen wahrend dieser Periode soviel durch die Krankheiten dieser Organe zu leiden haben. Dr. Schoop fand, daß Leben und Kraft auf Nervenstärke beruhen und seine Arznei 3Bl?d?t)?ifUiU? ist eme neu entdeckte Medizin, welche diefe Leiden heilt durch dte Einwirkung auf die Nerven, welche diese Organe kontrollren und wo die Ursache dieser Leiden zu suchen ist. Diese Ärznei ist eine anerkannte Wohlthat für leidende Frauen und ein Versuch wird solches beweisen. Dr. S ch o o p'S W i t d e v Hersteller" tst kein .Nervine- mit wel chem Namen giftige Nervenreimittel bezeich net werden und welche gewöhnlich das Leiden nur verstarken, sondern eS ist eine Medizin die zur Kräftigung und Ernährung des geschwäcdten Nervensystems beiträgt und dadurch die eigentlichen Ursachen des Leidens entfernt. 5 uvumtiru uun iuiuui vci w(pic 'Ui l.uu. Tr. Schoop'S Weg. weiser zur Gesundheit. ein Buch, welches Mit. th eilungen über die Wechsel. Hahre enthält, nebst Proben, werden an jede leidende Frau fr versandt. Man schreibe au Dr. Schoop. Box 9. Racine. Wis. Offene Volkssprache um gesunder ten schenverftand von Dr. . ?ootk. entvälr Kapitel über Ursachen und Berhü tung von rankhett. Privat Lektüre für Männer nnd Frauen, Aufsätze für Jung und Alt über eheliches un uieoerverneuuna. t1 Seiten m i t So t t lustrrationen u 6 in prachtvollern Kardendruck au? geführten St ax ten. Nebst nhana von über 200 Rezepten. Populäie Ausgabe, PreiS ti 50 p o rt o frei versandt nach Empfang deS Betrages. In deutscher ohn engiucher Sprache. Murray Hill Publishing 6., 129 Oft V. Straße, New York. Thätige Agenten gegen hohen Rabatt gesucht. Eisen- und Stahlwaaren Telephon &8t. Werkzeuge aller Art. Gartengeräthe. La wn Mowers. Poultry Netting Clemens Bonnegut 184 & 186 Oft Washington Str. begnügt sich dieselbe damit. Beklagte: Na, meinetwegen! Eigentli' g'reut hat mi die G'schicht scho lang, i bin hat so resch und moan's net so. aber g'straft g'höret die, weil's gier an's G'richt laüfa thuat. Also Hamas? Klägerin: Na, in Gottsnama! Aber meina Lebtag klag i nimmer. Jetzt han i die Lauferei g'hät und bin g'är gert worda, dah nit zu saga ischt." San's froh, dah Sie net no g'straft toor'n san, und nehma's die G'schicht als a Warnung. sag:e die Beklagte und war zur Thür hinaus. Der Turner vierfaches K. Das Turnerkreuz als Exegese des alten WahlsprucheS der Turner: .Frisch, fromm, frölich, frei ist zu internationalen Turnersvmhhi ge worden; in autzerdeutschsy Ländern hat man ebenfalls mit Ausnahme von Holland eine?! solchen Tur ncrspru.ch angenommen, der aus vier mit F beginnenden Worten besteht und sich inhaltlich an den deutschen anlehnt. In den verschiede Sprachen ist die Behtung die, ses Zeichens folnde. Französisch: Franc, fraia, er, forU Englisch: Fragte, tek, frisk, free Jtalie aifch; Franco, fresca, fiero, fort! Spanisch: Francs, frosoo, firme, stierte! Portugiesisch: Franco, fresco fero, körte! Schwedisch: Fri&k, frow, freidip, fri! Die Hol Länder haben ftatt des auf und n den einander stehenden F vier w einandergestellte V mit de.r Bezeich nung: Voed, vrank4 vrij, vroml Auf dem schwadischen Turnfeste zu Heilbronn am 2. und 3. August 1346 wurde das deutsche Zeichen zuerst in Anwendung gebracht; von hier verbreitete sich die Sitte, wurde allmäh lig zum allgemein? ElMhol der deutsche Tu.ry und fand schließlich auch Auslande Anklang und Ver!zreituug. Der Spruch selbst ist schon uralt, (Loedeke (Elf Bucher deutscher Dichtung) juhrt ihn in folgender Fassung an: Frisch, froh, fröhlich und frumb Ist 0r Studenten Reichthumd. Meerschaumpfeisen lage deutsche Pfeifen, Cigarrensp.tzen e., bei Wm. Mucho. 193 Dft Washington Str.

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