Indiana Tribüne, Volume 17, Number 303, Indianapolis, Marion County, 22 July 1894 — Page 4
Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und OonntagS.
THe t&atiAe -Trittes foütt burcfi den Träge, LKJentl per oche, die 6onntauJXrtöüne" 5 lentl per Woche. Beide zusammen ttentl oder M Cent! per Monat. Per Poft ,ugeschikt ta Bor. usbezahlung per Jahr. Office : No. 18 Süd Alabama Str Indianapolis, Znd., 22 Juli 1894. Ein Hilferus! Berlin, im Juli 1891. Sehr geehrter Herr Redakteur! - Wir sind grade mitten in der Schneiderei für die Reise zwei Maschinen und vier Fräuleins! Vom ewigen Anprobiren bin ich schon ganz elend; Mama ist den ganzen langen Tag auf Besorgungen unterwegs und Papa gewöhnlich schlechter Vaune! ' Ich denke, Sie haben, jetzt die beste Zeit, meine Klage anzuhören. Denn klagen muß ich und wär's gegen etwas, auf das ich sonst -eigentlich schrecklich viel gebe, nämlich gegen die Mode! Aber ein Mädchen darf doch heutzutage nicht leichtsinnig seine Nerven ruiniren lassen, die es so nöthig für seinen zukünftigen Beruf braucht, wie ich erst gestern wieder in der Hausfrauenzeitung" las. Des halb gehen wir auch jeden Sommer irgendwohin, und meine Eltern würden nicht gestatten, daß ich da? Exa men machte, auch wenn ich in .Deutsch" jedes Mal gut" hätte und im Rechnen" ohne Mogelei durchUmt. Nun möchten Sie erfahren, war eigentlich meine Nerven schon zuS Hälfte auf dem Gewiffen hat? Nichts anderes als meine Kleidertasche. Ja, staunen Sie nur,, die simple, einzige Tasche, die ich besitze, während mein Bruder HanS ungefähr acht nachwei fen kann und sich se tjr wohl dabei be findet! Aber das ist es ja eben!Die einzige!- Und dann .wo?" Das ist nämlich das Allerschlimmste bei der Sache! Unsere Schneiderin sagt, eS ginge nicht anders und die Hauptsache sei dervChic"! Darin muß. ich ihr. ja Aecht geben, aber für die Tasche würde sich doch vielleicht noch ein an derer Platz ausdenken lassen, als z. B. n.anz hinten, in Falten versteckt, wo man erst eine halbe Stunde suchen muß, bis man sie hat und nachher wieder ebenso lange, wenn man das betreffende herausnehmen will! Und dabei weiß man ganz genau, daß sie da ist, denn alle Augenblicke setzt man sich aus einen Schlüsielbund ich kann doch meinen Schreibtisch mit der Briefmappe und dem Tagebuch nicht offen lassen! oder auf das neue Plüschportemonnaie oder auf den Ta schenkamm mit Spiegel, der dann so fort knacks'tnacks geht, daß man vor Schreck hoch in die Höhe fährt und alle 'eute einen ansehen, wenn man z. B. gerade in einem Straßenbahn Wagen sitzt. Unsere Schneiderin sagt, die ganze Tasche wäre Unsinn und hätte gar keinen Zweck! Wo solle man sie auch anbringen? Born steht sie ad und verdirbt das ganze Ansehen, d. h. wenn der Rock glatt ist. Und aus der Seite ganz dasselbe! Eine moderne Trapirung wird sich aber doch Nie mand wegen der Tasche aus den Fal ten dringen lauen wollen! Also wie gesagt, meistens hinten! Weil aber die Stelle so mühsam zu entdecken ist, steckt Fräulein immer von außen einen Zettel an: .Tasche", mit gro ßen Buchstaben geschrieben! Es giebt aber Damen, die auch damit noch nicht zufrieden sind! -Sie schicken den Rock zum Aendern zurück. Dann wäre .keine Tasche" ja ebenso gut! Gewiß! wie die Schneiderin behaup tet. Wozu auch, nachdem Kneipp den Schnupfen abgeschafft hat und die kleinen Renommirtaschentücher sich so reizend von .außen" anbringen lassen. - Für. die Renommirtaschen tücher bin ich auch besonders für die seidenen, aber den Schnupfen habe ich in diesem kalten Frühjahr doch noch in mehreren Auflagen gehabt und zwar jedes Mal nach den vor schriftsmäßigen naffen Füßen. Also, geehrter HerrIedakteur, mag die Schneiderin sagen, was sie will, die Tasche muß bleiben, wie sie ist, bis wir die Reform haben. Für die Uhr, die ich mir zur . Einsegnung wünsche, wird sie mir freilich nichts nützen ! Ueberhaupt, wo soll man heut zu Tage seine Uhr unterbringen? Haben Muß man natürlich, eine und Uhrtaschen sind unmöglich. Zu Hause lassen? Oder, wie meine Freundin, eine im Portemonnaie tragen und nachher in Grund und Boden zer sitzen ? ! Die Reparatur hat gegen 10 Mark gekostet und die Beulen sind doch noch zu sehen ! Sie hat auch einen ganzen Nachmittag geweint und und eine Ohrfeige von ihrem Papa bekommen, das heißt beinahe. Ueberhaupt die Bäter! Aber wegen der Tasche hat meiner recht. Er denkt übrigens, eS waren nur zwei Mark in dem verlorenen neuen Geldbeutel! Jawohl! Vier Mark, dreiundachtzig die ganze Monatsgelderfparniß seit Weihnachten. Er hätte eS auch garnicht erfahren, aber feit der Zeit, habe ich mir angewöhnt, immer von außen nach der Tasche zu tasten, ob such noch AUeS darin ist und nichts dorbeigefteckt. wie damals.'' Als er mich nun zur Rede stellte, waS das .wieder für eine.dumnle Angewohn heit sei, kam die Wahrheit heraus. 5s half gar nichts, daß Mama mich in Schutz nahm und die Hauptschuld auf. die gräßlichen -Taschen in den modernen Kleidern schob, von. denen ftt a.ucd ein Lied sinaen kann. firö
kurzlich siel W to& Portemonnaie mit , über hundert Mark auf die Straße, weil sie eS in der Eile in die falsche Oeffnung gesteckt hatte und nachher hat sie sich nieder die eigene Tasche von einem Ladenmädchen su chen laffen müssen, da sie sie mit Handschuhen absolut nicht finden konntel Papa hatte durchaus kein Mitge sühl für uns, sondern sagte ganz in grimmig: das wäre ganz allein un sere Schuld. Wozu brauchten die Frauenzimmer allen Modeblödsinn mitzumachen?! Und dabei wies er uns verschiedene von seinen zehn oder zwölf .praktisch und sicher" ange brachten Taschen, von denen er auch nicht eine einzige freiwillig aufgeben würde! Mein Gott, als ob mir die etwas Neues wären! Diese Fülle ist mir sehr genau bekannt, seit ich einmal die Taschen von Hans durchsucht. Was fand ich da nicht Alles! Ich weiß blos noch drei große. Hau schlüssel. alle verrostet, eine leere Tintenflasche, - einen Rasirpinsel, ein großes.' Stück Zuckerkant 'früher war es übrigens noch viel größer und lag in Mamas Speisekammer noch vom Winter her, wo wir Alle den schrecklichen Jnfluenza-Husten hatten! Skatkarten, ein dickes Bündel derknotete Stricke, eine kleine Porzellan vase mein Eigenthum! und eine ganz verknüllte braune und fleckige Photographie wahrscheinlich vom letzten Jahrmarkt, wo wir uns ja auch mehrere Planeten" für 10Psg. gekaust hatten und wo die Bilder unserer Zukünftigen genau so ab scheulich aussehen wie die .Dame- in Hansens Tasche! Und o was kann er Alles mit Be quemlichkeit unterbringen, während mir neulich der Brief mit dem Ber gikmeinnicht, den ich in meiner Angst vor Mama hineingestopft hatte, gleich mit dem Taschentuch wieder heraus flog und bei einem Haar eine schreckliche Geschichte verursacht hätte! Sehen Sie nun ein, verehrter Herr Redakteur, daß sich die Presse für die Reform der Kleidertasche oder auch für mehrere ins Mittel legen muß? Wie wäre eS mit einem großen EonkurrenzauSschreiben? Papa sagt, die Eonkurrenz brächte AlleS zu Wege, also gewiß auch eine vernünftige Klei dertasche für Damen!? Also bitte helfen Sie! Ihre dankbare Elfe. 5llte ffastengedote in Bayern.
Kulturgeschichtlich interessant ist die Art und Weise, wie in Bayern im vorigen Jahrhundert die Staatsge walt für oie Beobachtung'der kirch lichen Fastengebote eingetreten ist. Namentlich die beiden Verordnungen vom 31. Januar 1736 (unter dem 80. Juli 1745 von Neuem einge schärft) und vom 8. Hornung 1796 kommen hiefür in Betracht. ES ist dem Churfürsten hinterbrckcht worden, wasmaßen in unsern Landen zu Bayern viele Personen, welche Unserm Eatholischen Glauben nicht zugethan, bei denen Wirthen sich zu sondern Aergerniß an denen gebotenen Fast tagen mit allerhand gekochten Fleisch speisen traktirer. lassen". Der Chur fürst nimmt dieses strafmüßige Un terfangen" der Wirthe, die ihre Gäste mit denen einem Rechtgläubigen unzuläßigen Fleischspeisen ohne Scheu verpflegen", u ungnädigsten Miß fallen-, und befiehlt ernstlich: Mi hinsübre an denen von der Catholi schen Kirchen gebotenen Abstinenz, als Freit und Samstagen, ' dann auch denen gebotenen Fasttagen von denen Wirthen, auch TraitteurS und Kosthaltern keinem was Stand und Religion er sehe, auch aus den Reisen nicht, vom Fleisch gekocht, oder derlei Fleischspeisen aufgesetzt werden. Wie dann derentwillen die Uebertreter erstmals mit einer Geldstrafe von 50 Pfund Pfenning, dann Vorstellung vor denen gerichtlichen Amthäusern, daß anderemal neben 100 Psund Pfenning mit Vorstellung vor der Pfarrkirchen, das drittemal aber mit der Landesverweisung angesehen wer den solle." Zum Schlüsse solgen noch Bestim mungen, daß dieses zur Steurung der wahren, allein selig machenden Religion und dessen Gesetzten adzie lende gnädigste Mandat entspre chend .bekannt gemacht werde. So das Mandat , von 1736. In der Einleitunz alle diese Verordnun gen de vorigen Jahrhunderts zeich nen sich durch redselige Einleitungen aus des Mandats von 1796 wird beklagt, daß diesen alten landesherr lichen und kirchlichen Gesetzen fast gar nicht mehr nachgelebt" werden daß einige Gastwirthe an Fasttagen nicht nur bei der öffentlichen WirthS tafel Fleischspeisen aufsetzen, sondern selbe auch außerhalb der gewöhnli chen Tischzeiten Jedermann sowohl im Hause als über die Gasse geben." Dieser .verpoente Frevel- soll nicht länger geduldet, sondern baS dies falls bestehende Kirchengeboth mit allem andruck wieder aufrecht erhal ten" werden. So wird denn ernstgemessenst" befohlen, daß .Niemand mehr an obigen verbothenen Tage Fleisch esse", und sich kein Wirth er lauben solle, .an selben den Gästen an der öffentlichen WirtZtafel Fleisch speisen aufzusetzen, noch solche außer derselben an Unsere katholische,' Ein wohner und Unterthanen, zu gebend Dabei wird aber gnädigst gestat tet, daß .reisenden, katholischen und MilitairePersonen,dann auch Katho liken vom Civilstande, . wenn selbe mit einer DiSpensation versehen sind, auf ihr Verlangen Fleischspeisen an Fasttagen gereicht werden dürfen, jedoch sollen sie selbe nicht an der öffentlichen WirthStafel, sondern in ihren Wohnzimmern genießen." Die diese Verordnung übertretenden Per
Dr. August Königs HamTbrargep Tropfen.
Gegen DySpePsie Uebelkelt, Diese so gewöhnlicken Kränkbelten haben Saueres Ausstofzeu, u.s.W. jen Ursprung im Magen. Der Magen- ' " fast hat nicht die zur gesunden Verdauung der Speisen nothwendigen Eigenschaften und eine allgemeine Schwäche des Magens tritt ein. Dr. August König'S Hamburger Tropfen reinigen die Säfte. Gegen Leberleiden. Biliöse Beschwerden Wunden ein Trägbeit des Aus-scheidungö-OrganS der Leber und Unregelmäßigkeit in den Funktionen der Verschiedenen zur Bearbeitung der ausgesonderten Flüssigkeit bestimmten Organe. QZenn ein Uederfluß von Galle im Blute zurückbleibt, treten biliöse Beschwerden auf, welche sich durch gelbliches Aussehen der Haut, u.s. w., anzeigen. Als ein Mittel gegen diese Leiden sind Dr. August König'S Hamburger Tropfen auf'ö Wärmste zu empfehlen. t. Vakobs (M Heilt Rheumatismus, Neuralgie. Rückenschmerzen, Verletzungen.
fönen und (öallwlrtye jeder vin .wer den wir daS erstemal mit einer Geld strafe von zwölf, dann das zweitemal mit einer Geldstrafe von 24 Reichs thaler belegen, und das drittemal die ersteren mit einer noch größeren Geld oder anderweit empfindlicheren Strafe, die letzteren hingegen nebft einer Geldstrafe mit Einziehung ihrer Gerechtigkeiten oder Vergünstigungen bestrafen"; in allen drei Fällen .wer den wir dem Anzeiger mit Verschwel gung seines Namens die Hälfte der Strafe, die andere Hälfte dem Rich ter zuerkennen." Erst von 1796 ab war eö also in Bayern den Nichtkatho liken gestattet, im WirthShause, tot nigstens auf ihrem Zimmer, an katholischen Fasttagen Fleisch zu essen! Offener SHreibevrief deS Philipp Sauerampfer. Mein guter Herr. Redaktionär! ES hen mich schon soviel Lei! gefrogt, wege was ich nit emol for e Office ren ne deht. Ich wär'n ja doch schmart genug, das meint, weni ger for e Office, als wie for se zu kriege, un es mißt doch meite iefig for mich sei genug Wohts zu kriege. Usf so Frage hen ich als e Ruhl e arg korze Antwort; awer Weil Sie mich auch gefragt hen, so will ich Jhne eckspläne, warum ich nickS mehr von Palliticks wisse will. Wenn ich noch in die Kontrie war un mei Farm gerennt hen, do hen die NehberS arig viel von mich gedenkt. Alle Owend sin die scheenste Leit, wo all gut ausgemacht hen zu mich gekommen un do hen mer dann allemol iwwer sell un jenes getahkt, ich hen daS Päper vorgelese un die Leiet ben ordentlich Rispect vor mich kriegt, bikohs ich hen die deitfche Sprach so gut tackeln gekennt. Getrunke hen mer of Kors nickst bikohs mir hen all unser Geld gesehft un hen liewer als emol eens aus die Well geholt, wann mer Durst gehatt hen. Mei Nehbers hen all den selwe Weg gefiehlt wie ich un so hen mir auch nie nit keen Truwel nit gehatt. Ein Obend hen mir auch emol for e Eckzepschen von Palliticks getahkt. .Say Phil" Hot do der Christ Kuhmann gesagt, warum rennst D u nit emol for e Office? Es dauert nit mehr lang, do hen mer Elekschen un ich sm schuhr. dah Du e Mätschoritee von des Wohdumm kriege dehst. Du Host e gute Edjukehschen un Du dehst en forst Klaß Marschall mache Der Joe Stoppelmiller, wo auch in die Nehierhutt lebt, sagt: Deß U e gute ünvic; ich kann nit sehe, warum nit auch emol en deitscher Mann so t Office hawwe kann, mir brauche mt immer en Eirische. Die hen plenti Tschän ses an die Polies-Fors. Du dehst en splendid Marschall mache un ich denke die Eirische hen lang genug die Taun geronnt." Well, des Ding Hot mich doch keinder geticjelt. Ich hen nie nick um Palliticks gewwe; ich hen immer geschafft wie en Brunnehutzex, hen keen Cent gkspend un hen alles Geld, wo ich gemacht hen, hibsch uf die Bank getrage. Mein eenzige Truwes war immer, recht viel zu sehfe und gar nicks zu kaufe und nicks zu spende! und Wenn's Jeder so mache deht, dann ginge all die Geschäfte besser un mer hätte jetzt kee harte Zeit nit. Well, ds darbei do kriegt mer gar nit die Zeit, sich um Palliticks zu kümmern; wer .wie mei Nehbers den Weg zu mich gesproche hen, do, ich muß sage, war'n ich gar nit so abgeneigt. Um ebbes zu sage,. hen ich gesagt: Fremde", hen ich gesagt Jdl so e Office sin ich diller zu dumm." Ach was", sagt der Mister. Kuhmann, zu :dumm, so e Office kann der alleedummste Esel, fille, un Du .bist grad wie gemacht oerzu." Ich muß sage, wie mich mei Nehbors so geehrt hen, das Hot mich arig gut fiehle mache, pn dann hen ich gedenkj, was erst mei Lizzie, wo mej Altie is, so gut fiehle deht, wenn ich den Schapp kriegt sollt. "Ja. wenn Ihr denkt hen ich gesagt, daß ich Tschäns hätt f Schur Ding, sagt der Mister Stoppelmiller do is gar kee Daut nit. Of Kors durft e uf e paar Dahler nit gucke, dann es kost immer ziemlich, bis Du all die Wohteis gesehe Host. Awer was duhts. Du hast jo plenti Geld und des kemmmt auch Alles wieder m de erste drei 'Monat eräus. Wei. waö Du alleens vor Budel. einstichst, do kannste e reicher. Mann dervon werdc. ' Gasch. wie ich das all gehört hen, do is.mer'sch ganz dissi Morde un es Hot nit lang genomme, do.hat ich mei gut Suht an wo. ich drjn zeheirath sin worde un warn mit' meme Freinde uf dem Wege nach de Saluhn. Es warn noch sechs annere Männer do un die sin gleich aetgckelt morde. Der Saluhn-
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kleper yok micy geprammist, daß er eint
ges for mich duhn wollt un ich hen gleich emol getnetet. Zehn Drinks! Das warn schon füfzig Cents! Nochher hen ich noch emol triete misse, aber mesmal hen ich nicks genomme, denn ich hen ged:" ' den Weg kannste en Nickel su .er oo geht der Sonnofegonn von Saluhnkieper her un Nimmt t gute Slgahr un do hen ich doch nicks gespart gehatt! De annere Dag war sch grad so, awer lwwerall hen sich die Leit arig gefreit, daß ich Kandidat war. Of Kors Hot's wie der en Peil Geld gekost, awer - die Lizzie Hot immer gesagt, Phil, Hot se gesagt, geb nms-um e paar Dahler, im schlimmsteFall kenne mir je ebbs von die Bänk ziehe". ' Off Kors. der Lizzie Hot der Marschall in die Nas gesto che. Zwee Dag später hat e Miewng stattgefunne. Die -Hallrent hen ich of Kors auch bezahle misse. Es war e große Kraut do un der Mmer Kuh mann Hot als Scheermann die Mietung geöffnet un gesagt: Meine Herren. Freinde und Mitbürger, ich hen die Ehre. Jhne unsern zukinftige Marschall Mister Phil. Sauerämper Eskweier zu interduse." Do hen se all Hurrah" gehallert (die Drinks hen ich of Kors auch bezahle misse) un all hen se gewollt, daß ich en Spietsch mache sollte. Herrschaste noch enn, do war'n ich awer m e scheene Sitmaschen! Well, ich hen mich gestellt, hen erscht noch emol e Pries getäckelt, hen mei Nas geweipt, daß mer gedenkt Hot, e Fahkhorn deht bloose un dann hen ich gesagt: Fremde un Mltberger! Es muß annersch wern. Ich wees gut genug, was Ihr wollt un was I h r wollt, daß will ich ganz ecksäktly auch. Was is also deJuhs hier viel Worte zu mache, wann mer wisse was mer wolle; un wann mer wisse waS mer wolle, dann wolle mer auch was mer wisse. Ich sage nor so viel, es muß annerscht wern. Ich sage Jhne, Herr Redaktionär, wie ich so gesproche hen, do war alles so still, wie in e Kirch, awer uf emol do hen se All Hurrah gerufe un gefreit hen se ch. daß se so en gute Mann for Marschall kriege sollte, daß se gelacht hen wie krehsig. Uf emol Hot Eener gefrogt, zu was for a Pahrhe ich denn eigentlich belange deht. Gasch, daß hen ich eigentlich selbst nit gewußt un ich hätt' den Kuhmann kille könne, for daß er mich daß mt gesagt Hot. Well, ich hen gesagt: Freinde un Mitbergcr, was is die Differenz; die Ripoblikens sin allrecht, un die Demokrats sin auch allrecht, aer es muß annerscht wern. Damit war die Mietung aus. Es iZ noch plenti Bier getrunke worde un wie ich die Rechnung bezahlt hen, do Hots grad siwwezey Dahler gemacht, Awer mit die Mietung ho hen ich schon e Matschorttee gehatt. Of ors eS war noch en annerer Kandidat do, awer der bot aar kee Schob nit aebatt. Wn. die Leit hen sich so iwwer mich gefreit. dag se schon gelacht hen. wann se mich pon Weitem aesebn . ben. Sa aina'S noch vergeh Daz fort un es. Hot mich en ganz? Pell gesyfl, Ich Yen awer nicks drum gewwe, denn ich wußt jo, daß es sich gut zahle deht. Schließ lich kam dieElelschen un wie die Wohts gelaunt sind worde, do hen ich eine Stimm' gehatt un der annere Kandidät war elektef. Sehn Sie, das is mei Eckspirienz jn. Pagitjcks. womit ich verbleiwe Jhne Ihr siewer Philip Sqljesämpfer. BiSmarck mit der yerrüSs, In .den Gesprächen zwischen Crtöpi und Bismarck, von denen daS Reise Tagebuch deS Italieners Mayor be richtet, daS demnächst von der Deut schen VerlagSanstalt herausgegeben wird.' kam fast naturgemäß auch, die KahlkövNgkeit auf'S- Tapet. Bis markS Schwiegersohn,- Graf Ranßau, schon seit seinem achtzehnten Lebens jähr im Besi einer vollkommen aus gewachsenen Glatze, konnte unterHin roeiS auf die glatten Schädel Bis marcks, Crispis und deS Botschafter? de Launey sagen, dse Kqhlföpsißkeit sei sehr chic.; : . . , . Fürst Bismarck rühmte sich, daß er wenigstens dreimal jo viel Haare als General Moltke trage. . .Der große Stratege trägt eine Perrücke. ' aber eine solche, die Niemand zu täuschen vermag. Wenn ich eine Perrücke trüge, so würde ich allen meinen Lau nen freien Lauf lassen, Perrücken von jeder Gattung tragen, . lange. kurze, mittelgrobe.... Ich möchte einen Tag blond und dann wieder braun sein....' Eine Perrücke ist in mein:n Augen nicht eine Fiktion, sondern einfach eine Haube.... eine Haube aus Haaren, statt aus Schafs wolle. Eeide oder Baumwolle.. Ich würde die Perröcke also, als Haube tragen.,.' Nun,, denn, man kann Hauben ' verschiedener ' Art ' haben, wärmere, leichtere . .. Fragen Sie nur die Damen....
fi ) h'jkte: fJLd'zy t''&'h WMMH tmfe m-5 5'mii3B.ci Säfflitmk&ä A -zP !Äi!Jv ' vJMf-"'K'!i!Wi ; j iu viW G 'Z :? H k5"V v , V0iJ j MwHMMZKWM, jg .W ÄUW'ÄM!WÄöWWMWMW MäSMM? 4&r2 is 4IS?W 'chWM ' -stzLü, - HhM3 W MH6MHWßM-ÄGMMM?' 32ttv.'h 56'!' --vsift fci ii--'-invSSlr m A vjTVi' Pii " 'Utr'tiLmry 12 &l''r -vCSvk i -lii'X s" ,2iVV,t ! I ' r--fMM f-w....,s, äBäi ' 'S ÄMMM W h n 3(5 43. y ,sL r Ir7?FtrTVt ji5rj' 4 C, tfi M, 11 I I IfT m, iibH tHilü ' . t " Wivi
, .... Unsere Biere, hergestellt aus den besten Stoffen, mit Verwendung der besten Sorten Hopfen sind sämmtlich rrast.ge, gesunde Getränke, abgelagert und gut vergohren. Von unseren besten Marken, wie : Lager Wiener, Pilsener, Budweiser und Spccial Brew, geht keines aus. der Brauerei, daS nicht fünf bis sechs Monate gelagert hat. . . . Wir können, auf das Urtheil Sachverständiger gestützt, dreist behaupten, daß unsere Biere zu den besten zählen, die ,n Amerika gebraut werden, und zeder vorurtheilslos Urtheilende wird die? anerkennen müssen. Indianapolis Brewing Company.
Hier unterbrach ibn GräfinRantzau: Lieber Vater, möchten Sie unS nicht erzählen, was Sie eines Tags vor dem Prinzregenten mit Ihrer Per rücke machten." Der Fürst , lächelte bei dieser Er innerung. Meine Tochter," sagt er. zwingt mich zu einem Bekenntniß; eö gab eine Zeit, da ich eine Perrücke tragen wollte.DaS war inPetersburg. Ich hatte eine Entschuldigung, die Kälte.... Ich mußte manchmal bar Haupt bleiben bei 25 bis 30 Grad Kälte und ich hatte damals kaum mehr Haare als jetzt Dieser Uebelstand wiederholte sich besonders alljährlich bet der Einsegnung der Newa. Meiner Treu! Andere, nlcht wahr, hatten eS schon vor mir ge than: ich schaffte mir eine Perrücke an.... Die Anekdote aber, aus die meine Tochter anspielt, ist folgende. Bei emer HeereSmusterung, die in War schau Kaiser Alexander II. und der Vrinzregent von Preußen, später Kaiser Wilhelm, abhielten, mußte ich reiten und die militärische Uni form tragen. Der Helm schützt schlecht gegen die Kälte wie gegen die Hitze: ich beschloß also, meine Per rücke aufzusetzen Wir galopir ten im Gefolge der Fürsten, als ein General, an dessen Seite ich mich be fand, mich ansteht und mir in etwas spöttischem Tone sagte: .Wie, Sie tragen eme Perrücke?" .Sieht man's denn?" .Der Teufel! ob man' sieht. Sie rutscht auf die ?elte- So war es; sie rutschte. In einiger Entfernung stand meine Kaleschke, die mich zur Rückfahrt er wartete. Ich lasse den Generalstab an seinem Platz. Mein Gexeral be gleitet mich. Wir geben unseren Pferden die Sporen Beim Wa gen angekommen, bringe ich mein Pferd zum Stehen, was nicht ganz leicht war, denn es 'ar ein Raffe pferd Und da, in Gegenwart deö Kaisers, der Prinzen, der General stäbe und des Heeres nehme ich mei Helm ab. reiße meine Perrücke her unter und schleudere sie in den-Wa gen. Nachher sagte mir der Prinz regent, der viel auf die Formen hielt. in ziemlich übler Laune: Was für fri4.tiCsi tn)AHk.. t. c. ir tlll UtlltUCilC9 ilUllUUCl IJUUCil KZSIZ denn mit Ihrer Perrücke gemacht? 1fr. Geo. TT, CooU ttl Ct. J,hIdH. tu Großes Leiden nachher Grippe YrchA Serlnsch t os. vchr e t Magen. ,9t Jarea hcm lch einen heftige sI do Vripp. tee mich iq ine schrecklich schwach nd habekomee Zustand urüSliei, vri,e Zhattt hatte ich ew wettere nfall nd xa wieder herktgekomme. ew esundlzeit fast ruinin. Mei ppeti wa? an, verschwunde, ich hau kei straft war ftet milde, hatt ma& thm donunähnliche Snäusch i Sods. gleich ine Oassersall. Nuch hatt ch hfti, Keps ZchleH . Heftige drückende Schmerzen ta eme a,ea. Ich ah Medicinen, ohn daß ßi,iitzte. bis ich. nachdem ich s, diel fibe? Ho,d's Sttsaparilla ,ehkn hatte, wich emschioß. , versuchen, nd da esnltat ist sehr lebe werth. All angenehmen Folge de? Vrivv nd d?Ldr. ichdi ll Schmer, nd Leide lo. nd land, daß Hood'S (Zarsaparilla ei a,ar?h sicherlich heilt. Ich fehl ti i.- e. P. o,r. 6t. Zohalbnr, Ku Si?&SSS" ""
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