Indiana Tribüne, Volume 17, Number 296, Indianapolis, Marion County, 15 July 1894 — Page 6

Im: rjaHünröcitcH.

! )er Fleiß und bie Schaffenskraft des größten Theiles der Frauenwelt kann die Handarb.'it nicht entbehren. Selbst in den Stunden, die der Erholung gewidmet sein sollen, muß die rastlose, nimmermüde Hand eine Veschäftigung haben, und spielend schafft sie jene reizvollen Erzeugnisse, die zum .Euck des Hauses dienen. Teppiche, Läufer, Vorhänge, Stuhlbordüren. Decken u. dergl. mehr werden 'mit Vorliebe in nordischer Stickerei, in Smyrnaknüpfarbeit, in Gobelin, sowie in Knötchenstickerei" ausgeführt. Recht eigenartig für diese Arbeiten muthen uns die prächtigen Variationen stilooster, altnordischer, sowie auch persischer und arabischer Musier an. Auch für die englischen Schreibtischstühle und niedrigen -Kaminstühle werden diese Art Stickereien gern verwendet, l Sehr viel Beachtung findet äugenblicklich neben der nordischen Stickerei die Gobelinstickerei zu Wandbehängen, Windschirmen u. s. w.. in der man vorzugsweise die alten, figurenreichen, niederländischen Wandbehänge mit ihren gschichtlichen und mythologischen Darstellungen nachahmt. Bedeutende Künstler entwerfen für diesen Zweig der Frauenarbeit treffliche Muster, die, gut ausgeführt, mit ihren weichen und feinen Farbentönen herrlichen Gemälden gleichen und noch spätere Generationen ebenso entzücken können, wie uns die prächtigenGobelins einer entschwundenen Zeit 'noch in Schlössern und Museen anmuthen. Ueberaus reizvoll erscheinen auch Delfter Stickereien", zu deren Herfielling der Pinsel und die Nadel erforderlich sind. Nach Art der blau bemalten Delfter Kacheln und Platten ist hier auf Leder oder eigens dafür präpariertem Damast ein holländisches Motiv gemalt, denen dunkelste Schatten und hellste Lichter durch flotte Seidenstiche in weißer und dunkelblauer Kordonnetseide umrändert werden, wodurch sich die Arbeit leicht reliefartig von dem bemalten Untergrund abhebt. Auch für Paravents. Mappen u. dergl. ist diese Delfter Stickerei" gut zu verwerthen. j Eine allerliebste Neuheit, die sich auf dem Balkon, der Veranda, im Garten, selbst beim offenen Fenster im Zimmer Freunde erwerben wird, sind Fliegenschützer für Kuchen und Süßigkeiten. Man fertigt für diesen Zweck Gestelle aus Draht in den verschiedensten Größen und Formen und bezieht sie mit feinem, weißem Mull, der in beleibiger Weise mit leichter Stickerei und farbigen Bandschleifen oder Pompons verziert wird. ! Den Mahlzeiten im Freien entsprechrnd sind allerlei wunderhübsche Theetische aus Nohr, Bast und Hanfgeflecht vorhanden. Sie erhalten Decken aus grauem oder weißem Leinen, die mit farbiger Stickerei geschmückt werden. Die Arbeit an diesen Decken ist leicht und gefällig. Recht vornehm erscheinen die verschiedenen Eisdeckchen, die in immer neuen Eompositionen geschaffen werden. Sie werden nicht allein aus Leinen, Kolöert-Kanevas. Tüll u. s. w., sondern auch aus weißer Seide gefertigt. Oft bilden sie eine Blume, eine Blattform oder auch ein Kleeblatt, die, mit Seide und Gold ausgestickt werd'en, oft sind sie im Qudrat mit Durchbruch gearbeit und zeigen in der Mitte nur eine einzelne gestickte Blume. Für Milieux und Läufer, die ebenfalls auf den verschiedensten Stoffen gearbeitet werden, verwendet man die mannigfaltigsten Sticharten, wie Flecht-, Damast-,' Janinastich u. s. w. Der letztere namentlich ist unendlich weich in seiner Wirkung. und es 'werden besonders gern mit ihm die Blüthen gearbeitet. Hübsch und neu sind auch verschiedene Figuren in guipüreartiger Maschinenstickerei, aus denen sich in Verbindung mit Häkelarbeit reizvolle Muster in irischer Weise herstellen lassen. 1 Eine Technik früherer Zeit, die auf Tüll über Mullauflage ausgeführten Stickereien, an denen nach ihrer "Fertigstellung der Mull fortgeschnitten wurde, wird neuerdings in hervorragender Weise bevorzugt, nur daß man in unserer farbenliebenden Zeit sich nicht mit 'dem monotonen Weiß begnügt. Man stickt vielmehr diese Decken höchst feinsinnig in bunten Farben in Wolle und Seide aus, und die Wirkung, welche die glänzenden Blumen und Figuren auf dem feinen Tüllgrllnde hervorbringen, ist ebenso überraschend wie anmuthend. Eine andere, ebenfalls seit kurzem wieder aufgenommene Handarbeit ist die Anfertigung von Frivolitäten. Auch hierin wird insofern Neues geleistet, als man sie vielfach in farbiger Seide ausführt und zu Besätzen an Kleidern. Umhängen u. s. w. verwendet. Es las'sen sich dadurch höchst elegante Garnituren anfertigen, und der Bazar" brachte in letzter Zeit verschiedene hübsche Vorlagen dafür. Mit Weißem vder gelblichem Garn ausgeführt werden die Frivolitäten zu geschmackvollen Scheibengardinen, Toilettenkissen usw. verwendet, und wir sind gewiß, daß diese graziöse Handarbeit sich, wie schon früher einmal, viele Freundinnen er-' werben wjrd. Sehr praktisch ist eine Art neuer ,Sommer-Wagendecken aus gestreiftem Stoff oder auch aus grauem, Wasserdichtem, ganz leichtem Leinen. Sie sind mit hellem Lederstreifen umsteppt und zeigen in einer Ecke eine zierliche Handarbeit, die in einem schönen Monogramm oder auch in Sportemblemen besteht. Häufig schmücken gemalte oder 'auch gestickte Applikationen .diese De cken. Neu stnd auch Decken au grauer Leinwand, die über die Badewannen gebreitet werden. Man 'versieht sie mit Vorliebe mit Kreuzstich-

siickereien in rothem ode? anderem waschechtem Stickgarn. Zum Schluß wollei wir noch die gehäkelten Pessementeriebesätze erwähnen, die mit cremefarbenemGarn oder Seide gearbeitet werden. Vielfach und in der mannigfachsten Weise wird der Wickelstich bei ihnen verwendet; sie bestehen meist aus zusammensetzten Sternen, Rosetten u. s. w. Die verbindenden und begrenzenden Touren werden mit Picots, kleinen Ringen u. dergl. geschmückt. Margarethe Würbe r. Die Toilette der ZZömcrinncn. Einer der wichtigsten Bestandtheile des römischen Hauses war das Ankleidezimmer der Herrin desselben. Mit dem kostbarsten Luxus ausgestattet, glich es doch einigermaßen einem chemischen Laboratorium, so sehr war es mit Phiolen. Töpfen, Tiegeln und Vasen angefüllt. Die Römerin betrachtete die Pflege ihrer Schönheit als ihre Lebensaufgabe, und widmete derselben einen großen Theil des TageS. Hatte sie sich vom Lager erhoben, so begab sie sich an ihren Toilettetisch, und musterte mit kritischem Blicke die Batterie kosmetischer Behelfe, die vor ihr aufgestellt war. Ihr Gesickt trug noch die Spuren einer Maske, die aus Eselmilch und weißem Brod bereitet Nachts über aufgelegt war. Langsam sorgfältig wurden nun diese Spuren mittelst parsürmirtem Wasser abgespült, darauf das Gesicht mit Fett gesalbt, mit einem zarten, weichem Leinengewebe trocken gerieben, und endlich aufs Genaueste im Spiegel geprüft. Nicht die kleinste Unebenheit der Haut entging dieser Eontrole; das geringste Pünktchen, die unbedeutendste Nöthe oder Erhöhung wurde mit geeigneten Salben, mit Messerchen Bimssteinstiften oder anderen Instrumenten behandelt. Die Hände wurden mit Seife gereinigt, und dann in frische Eselsmilch getaucht und sanft abgerieben. Darnach begab sich die Dame in ihr Vadegemach dessenEinrichtung mit dem größten Raffinement ausgeführt war. Bei den Reichsten war das Badebecken aus massivem Silber, und so groß, daß man darin schwimmen konnte, der Boden dessGemaches war mit schönster Mosaik belegt, die Decke schmückten Fresco-Gemälde und die Wände waren mit edelstem Holz und Marmor verkleidct. Das Wasser des Bades war stark parfümirt, und zuweilen mit Eselsmilch gemischt. Nachdem die Dame eine halbe Stunde im Bade verbracht, läßt sie sich abtrocknen, massiren und zuletzt mit einer Metallbürste, abreiben. Nachdem sie sich in eineir Bademantel gekleidet übergibt sie ihre Füße jenem Sklaven, der für diese Arbeit herangebildet wurde, läßt sich die Nacel schneiden, glätten und feilen. Nun verspürt sie Appetit, winkt, und es erscheine!? schöngeschmückte Sklaven mit dem Frühmal, welches aus starkem Wein besteht, der mit heißem Wasser gemischt wird, ferner aus Brod und Obst. Die Sklaven entfernen sich, und es beginnt eine neue Procedur. Die Arme, die Füße, der Hals werden mit Bimsstein geglättet, mit Oel gesalbt, und, wenn nothwendig an einzelnen Stellen mit dem Rasirmesser behandelt. Dann folgt noch die Reinigung des Mundes und der Zähne. Es gab zu jener Zeit sckon zahlreiche Zahnärzte in Rom, welche sich nicht nur mit Ausziehen derZähnen befaßten.sondern auch verschiedenartige Plomben anfertigten. Auch künstliche Zähne wurden erzeugt, und ganze Gebisse mit goldenen Häckchen im Munde befestigt. Haarwuchsmittel gab es die Menge, eines davon .aus Bärensett.soll vonder Dame Cleopatra erfunden worden sein, ebenso eine Pasta, die unserer heutigen Eoldcream entsprach. Die alten Römer excellirten aber besonders in der Erzeugung von Haarfärbemitteln; es eristiren noch jetzt zahlreiche derartige Recepte. Man färbte die Haare oft in grellen, unnatürlichen Farben, ja man trug auch eine Zeit lang blaue Haare. Die meisten dieser Färbemittel waren aber schädlich, so daß man nach deren Anwendung sehr oft zur Perrücke greifen mußte, deren Herstellung von den Römerinnen mit Virtuosität betrieben wurde. Juvenal sagt darüber: Die Kunst macht die Natur zur Lügnerin". Wenn Messalina einen Grund hatte, sich unkenntlich zu machen, setzte sie eine gelöe Perrücke auf ihr dunkles Haar. Ovid theilt uns mit. daß zu seiner Zeit die Damen ihr Haar in der verschiedenartigsten Weise ordneten. Es sei ebenso leicht die Bienen in einem Bienenkorbe zu zählen, als die verschiedencn Arten der Frisuren." Jeder Tag brachte eine neue Mode. Zu den Frisuren wurden große Haarnadeln verwendet, ähnlich denen, welche die' Bäuerinneu in der römischen Campagna beute, noch tragen. Sie waren aus Holz geschnitzt oder auch aus Gold geschmiedet und stellten meist eine Gottheit dar, Venus. Psyche oder Cupido. Auf das Bad folgte das Ordnen des Haares, was von zahlreichen Sklavinnen bewerkstelligt wurde. Eine stand bereit mit einem silbenen Becken, während die andere den Krug mit parfumirtem Wasser hielt; eine dritte präsentirte Kämme und Bürsten, eine vierte war damit beschäftigt, das Eisen zum Haarbrennen zu Hitzen. Die Lieblingssklavin hielt den Spiegel vor das Antlitz ihrer Herrin, doch war dies eine Art Ehrenamt, welches, wenn ein Besucher erschien, diesem zugewiesen wurde. (Die Römerinnen liebten es, während ihrer Toilettestunden Besuche zu empfangen.) Nach beendeter Frisur schmückte und bemalte die Römerin sich das Gesicht in auffallender Weise; gewohnlich wurden Wangen. Lippen und Ohren grell roth und die Augenbrauen und Wimpern möglichst dunkel gefärb!

und Pulver oder Essenzen, deren jlaluz wir nicht genau kennen, in die Augen geträufelt, um diesen einen tiefen Glanz zu verleihen. Auch wurden mittelst PintH und schwarzer Farbe Pünktchen in's Gesicht gemalt Vorläufer der Schönheitspslaster der Rccocozeit. Das Anlegen des Kleides erforderte die Hilfe ebenso vieler Sklavinnen wie die Frisur. Da damals die Glocke noch nicht in Gebrauch war, klatschte die Herrin in die Hände, um ihre Dienerinnen zu rufen. Die Toiletten der edlen Römerin wurden in Schreinin aus Ebenholz aufbewahrt und vor und nach dem Gebrauch mittelst Thierschwänzen gereinigt. Die Stoffe waren wie heute aus Seide, Schaf- oder Baumwolle; die assyrisch: Seide, die indische Schafwolle waren am höchsten geschätzt. Bei Tag legten die Damen grüne, blaue und gelbe Gewänder an, der Purpur wurde für festlich: Gelegenheiten aufgespart. Die Toilette der Römerin bestand aus der Stola einer langen, weißen mit weiten Aermeln versehenen Blouse, die bis zur Erd: reichte, in der Taille von einem Gürtel gehalten war und in reichen, prächtigen Falten über die Hüften floß. Darüber wurde eine mehr oder weniger reich mit Gold und Purpur verzierte Tunika drapirt; zu der Toilette der Römerin gehörte ferner die Palla". eine Art Ueberwurf, welcher an der Schulter mit einer Camee festgehalten wurde. Die Palla oder das Pallium hatte eine gewisse Aehnlichkeit mit den modernen Manteln und war für beide Geschlechter gleich. Außer diesen Grundformen gab es aber noch viele Abarten; und wenn auch das Costume der antiken Römerinnen in seiner Gestaltung nicht so sehr variirte. wie das unserer Damen, so fanden die -Bewohnerinnen des alten Rom doch Gelegenheit, die Hülle ihrer Schönheit stets neu erscheinen zu lassen; wechselten auch die Formen wenig, Schmuck und Zierrat wurden häufig erneuert. Das halbe Leben der Römerin gehörte ihrer Toilette, und wenn die Geschichte auch von einzelnen heroischen Frauen und Müttern berichtet die meisten Römerinnen aus edlem Geschlechte lebten ausschließlich dem Cultus ihrer Schönheit, und ihrem Vergnügen. das nicht immer vornehmsten Styles war.

Eine Hochzeits-ZIeise. Von O. Wohlbrück. Riekchen, da herein, hier sind nicht so viel Leute!" Er stieg in den Abtheil und reichte dann seiner Frau die Hand, damit sie sich beim Einsteigen auf dieselbe stütze. Die Stufen .waren hoch und steil; das Aufsteigen wurde ihr sauer. Endlich stand sie neben ihrem Mann, hochroth im Gesicht, einen weißen mit einem silbernen Band umwundenen Blumenstrauß ängstlich an die Brust drückend. Sie mochte etwa fünfzig Jahre alt sein; ihr Haar war stark ergraut, und unzählige kleine Fältchen waren in ihr freundliches Antlitz eingedrückt. Sie war nach guter bürgerlicher Art gekleidet. einfach in Schnitt und Stoff des Kleides, dessen Farbe allein allzu juendlich gewählt schien. Der Mann machte einen fast greisenhaften Eindruck mit seinem langen, schlicht zurückgekämmten, weißen Haar, der bebeugten. hageren Gestalt und dem runzeligen Gesicht, aus dem ein paar kleine araue Augen unter buschigen weißen Augenbrauen freundlich hervorstachen. ' Setz' dich in's Eckchen, Riekchen, da siehst du besser." wandte er sich zärtlich an ine etwas umfangreichere Gattin und räumte sorglich ein paar Schachteln fort, die er beim Einsteigen aus den Ecksitz geworfen. Rieke nahm Platz. Sie griff in ihre Tasche, holte ein säuberlich zusammenaelegtes Taschentuch hervor und fuhr sich mit demselben über das Gesicht, dann zupfte sie ihren Mann beim Aermel: Setze dich nur zu mir 'ran!" Nein. Riekchen, vis-a-vis... so schickt es sich." Damit ließ er sich seiner Frau geaenüber in der anderen Fensterecke nieder. Eine Weile blickten die Beiden zum Fenster hinaus auf das buntbewcgte Treiben des Bahnsteigs. Ob wohl jeden Tag so viel Menschen reisen?" fragte Rieke. Ihr Gatte fuhr sich mit der Hand hinter das Ohr. Es muß wohl so sein; denn heute ist ja Wochentag." Warum das Reisen dann aber noch immer so theuer ist?" setzte Rieke unzuTrieben fort. Nun, wir können es uns ja leisten... brauchen uns von der Eisen-babn-Gesellschaft nichts schenken zu lassen," entgegnete der Mann würdevoll. Rieke seufzte befriedigt auf. Ach ia!" Dann machte sie sich's recht bequem, lehnte den Kovf an die mit' hellem Stoff ausgepolsterte Rückwand und schielte über ihre weißen Blumen zartlich zu ihrem Mann hinüber. Endlich wurde das Zeichen zur Abfahrt geqeben. Jetzt wird's Ernst!" sagte er. Gib mir die Hand!" flüsterte Frau Rieke. mir wird ganz bang bei dem Gedanken, daß wir die Heimath verlassen, um in die Fremde zu ziehen . . . Wer weiß, wie. es uns dort ergehen wird!" Das dauert ja nicht so lange, Riekchen. vierzehn Tage höchstens. Aber diese vierzehn Tag? sind wir uns schuldia. Bedenke, seit wie lange wir uns diese Reise schon vorgenommen haben." ' Ia ... ja Frau Rieke lächelte leise vor sich hin, .aber. dennoch stiegen

Thränen in ihren Augen auf, als der Zug sich in Bewegung setzte. Sie führte ihr Taschentuch zum Gesicht. Es ist doch schrecklich, wenn man denkt, daß man nun ganz auf sich .anaewiesen ist . . . was kann Einem nicht alles unterwegs passiren ... ach sei nur recht gut zu mir, Fritz!" Bin ich's denn nicht immer gewesen, Riekchen?" O ja, aber jetzt mußt du's doppelt sein; denn ich fühle mich so verlas sen..'. am liebsten würde ich umkehren. Geh' Riekchen. sei k-:in Kind." Der alte Herr setzte sich hinüber an die Seite seiner Frau, nahm ihre Hand in die seine und drückte sie zärtlich, indem er leise, . beruhigende Worte flllsterte. Schließlich mußte er ihr wohl was Scherzhaftes gesagt haben, denn sie hörte zu weinen auf, lächelte über das a.anze Gesicht und gab ihrem Manne einen Klaps auf die Hand. Du bist ungezogen!" sagte sie mit erheuchelter Strenge. Der Alte lachte leise und vergnügt vor sich hin. Na, na, Riekchen, auf derHochzeitsreise wird man doch wohl ein Bißchen ungezogen sein dürfen. So viel weiß ich doch auch, was Brauch ist." Frau Rieke wehrte mit der Hand. Nein, Fritz, das schickt sich nicht; was soll auch der Herr dort drüben in der Ecke von uns denken?" Der Herr dort drüben schielte schon seit längerer Zeit über seine Zeitung hinweg zu dem seltsamen Pärchen; er verstand trotz des Eisenbahnlärmens die letzten Worte, ließ die Zeitung fallen und sagte mit vergnüglichem Lächeln: Ich bitte sich meinetwegen gar nicht zu geniren, thun Sie, als ob ich aar nicht da wäre!" Siehst du, Riekchen!" wendete sich der Alte an seine Frau und dann zum' Fremden. Ich danke Ihnen, mein Herr, für Ihre Freundlichkeit; ich wollte nämlich meiner Rieke einen Kuß aeben." Damit näherte er sich der Wange snner Frau und drückte einen leisen Kuß auf dieselbe. Frau Rieke meinte diesen Kuß dem Fremden gegenüber entschuldigen zu müssen: Zu Hause haben wir nie Zeit gehabt für solchen Unsinn, lieber Herr, aber jetzt ... da machen wir unsere Hochzeitsreise, und da glaubt mein Fritz eben, daß ihm alles erlaubt ist." Der Fremde blickte verblüfft auf das alte Paar. Ihre Hochzeitsreise?fragte er gedehnt. Der Alte zwinkerte seiner Frau-ver-ständnißvoll zu und nickte dann bestätiaend. Ja wohl, lieber Herr, und heute ist unser Hochzeitstag." Frau Rieke hielt dem Fremden ihren weißen Blumenstrauß hin. Es kommt mir wirklich vor, als wären wir noch ganz jung und im Beginn unserer Liebe," sagte sie gerührt. Dem Fremden wurde unheimlich zu Muth. Er dachte, er hätte es mit einer Geistesgestörten zu thun. Um sie nicht zu reizen, ging er auf ihren Ton ein. Sie haben sich wohl schon lange früher gekannt?" fragte er, und wendete sich dabei mehr an den Mann, als an die Frau. Der Alte dachte eine Weile nach. Ia, jetzt mögen es an dreißig Jahr: sein, da wir uns kennen lernten, lieber Herr. Die Rieke war damals ein bildhübsches Mädel." Frau Rieke seufzte. Bist jetzt auch noch eine schöneFrau, Riekchen," beruhigte der Mann. Aber damals, lieber Herr, da war sie ein feines. gebildetes Mädchen. Den ganzen Taa las sie in Büchern und am Abend spielte sie Elavicr." Ach. nur ganz wenig." wehrte Rieke bescheiden ab. Der Fremde lächelte. Sie haben sich wohl am Clavier kennen und lieben aelernt?" fragte er. Er war Musiker und batte sich vor einigen Monaten mit, einer seiner Schülerinnen verlobt. Der Alte nickte lebhaft. Ja. lieber Herr, durch das Clavier kam das Ganze. Es war ein alter Flllael. ein baufälliger Kasten, lahm und blind. Dem sollte ich wieder auf die Beine helfen und ihn poliren." Der Fremde lachte leise: Ach so!" Ja... und da ich das Ungethüm nicht zu' mir schleppen wollte, so arbeitete ich denn im Hause und da beim Tischlern und Poliren da lernte ich die Ricke kennen, und als der Flügel so blank geworden war, daß wir uns Beide in ihm spiegeln konnten, da schworen wir uns ewige Liebe und Treue, die Rieke nämlich und ich." Und Beide haben wir den Schwur gehalten!" bekräftigte Frau Rieke. Ja. die Treue haben wir gehalten," widerholte der Alte, aber die Liebe, die hat uns gehalten und ist mit uns älter geworden, fester und unwandelbarer. Sie hat sich allmälig gereimgt von allen Scblacken des Argwohns, von Manael an Vertrauen und der Eifersucht. Denn eifersüchtig war ich wie so ein Neger, lieber Herr. Aber das wir ganz natürlich, die Rieke war viel feine? und gebildeter als ich, und da m'ißte ich denn erst viel lesen, bis ich so über alles mit ihr sprechen konnte, wie sie's qern haben wollte und wie es Andere wohl auch thaten. Gelt. Rieke?Endlich kamen wir überein zu heiraten. Rieke hatte ein. klein Bißchen Geld, und mit dem. was ich erspart, konnten wir eine Wirthschaft schon gründen. Aber Rreke hatte sich in den Kopf gesetzt, eine Hochzeitsreise zu macken. Dazu langte denn das Geld nicht, und wir wollten daher noch ein Jäbrcken warten. Doch das Jahr war schlecht, und ich mußte das Ersparte ananisen. dann kamen Krankheit, Pech.

unser Geld schwand, statt u wachsen, und wir sahen ein Jahr nach dem andern vergeben, bevor wir heiralen kannten." Und an die Hochzeitsreise war schon gar nicht mehr zu denken," fügte Frau Rieke traurig hinzu. Die mußten wir immer wieder ausschieben, bis auf den heutigen Tag." Ja, ja, lieber Herr, heute vor fünsnndzwanzig Jahren da konnten wir's nicht so nobel geben. Getraut wurden wir ganz in der Stille, und als wir in unsere zwei kleinen Zimmer zogen, da nahmen wir uns vor. fleißig zu arbeiten und unsere Hochzeitsreise, die meine Frau am meisten entbehrte, im nächsten Jahr zu machen. Aber im nächsten Jahre kam unser Junge und mit dem vermehrten sich unsere Ausgaben. Der Verdienst war freilich besser, aber nin mußte auch mehr Geld in's Geschäft gesteckt werden. Die Rieke hatte schon längst alle Bücher hinausgeworfen und hantirte wacker in der Küchenschürze herum; aber auf die Hochzeitsreise hatte sie darum doch nicht verzichtet. Ich muß um die Zeit schon ein recht brummiger, unliebenswürdige.? Ehekrüppel geworden sein. Die Arbeit nahm meine ganze Zeit in Anspruch. Ihren geheimen Wunkch sprach sie nie mehr aus. aber ich hatte ihn nicht vergessen. Eines Tages brachte ich ihr eine hübsche runde Summe: Rieke. sagte ich. hier ist Geld, das will ich gern entbehren; nun können wir auch unsere Hochzeitsreise nachholen! Aber da fiel sie mir in die Arme und meinti. sie wollte nun gern die Reise entbehren, wie ich das sauer verdiente Geld, und wir sollten es doch lieber anlegen und weiter sparen für unsern Jungen, der würde uns Dank dafür wissen. Wie ich das nun höre, rufe ich den Bengel herein er war schon ein strammer zwölfjähriger Bursche zeige ihm das Geld und sage ihm. wie die Mutter zu seinen Gunsten auf dasselbe verzichtet und wie er ihr zeitlebens dafür dankbar sein müsse, daß sie sich ihm zu Liebe ihren größten Wunsch versagt. Darauf schlagt der Bengel mit der. Hand auf den Tisch und ruft: So wahr ich hier stehe, ich zahle der Mutter die Reise, wenn ich erst groß bin und verdiene, und dann braucht hr nicht dritter Klasse zu fahren. w:e Ihr es jetzt ethan hättet, sondern Ihr fahrt zweiter. wie die feinen Leute!" Der Alte hielt inne. Frau Rieke wischte sich die Augen ab. Er war immer ein Prachtjunge." .Und er hat Wort gehalten?" fragte der Fremde. Na. ja. freilich, lieber Herr!" erwiderte der Alte mit strahlendem Lächeln. Da siken wir ja in der zweiten Klasse, wie die feinen Leute, und meine Rieke hat ein wirkliches Vrautbouquet das hatte sie nicht vor fünfundzwanzig Jahren! Und sie macht eine wirkliche Hoöneitsreise. denn es ist h?ute unsere silberne Hochzeit! Nun, lieber Herr, wo Sie wissen, wie es steht, darf ich auch alles Uebrige nachbolen. was ich versäumt, und meiner Alten hier und da einen Kuß geben, den sie sich in den fünfundzwanzig Jahren redlich verdient und nicht bekommen M. weil wir keine Zeit hatten zu solcher Tändelei." Der Fremde lächelte und zeichte den reisen Hockzeitsreisenden in aufwallender Herzlichkeit die Hand. Möge die Beaeqnunq mit Ihnen für mich von guter Vorbedeutung sein. Auch mir steht in acht Taaen meine Hochzeitsreise bevor... meine Frau wird freilich, denke ich. alle Küsse sckon im voraus erhalten. die sich die Ihrige so wacker verdient hat." Ealcercnstrafe in Deutschland. Es mag wohl weiteren Kreisen es was unwahrscheinlich klingen, daß Deutschland lange schon, bevor es Millionen für die Schaffung einer Flotte auszugeben begann,das schöne(!) Jnstitut der Galeerenstrafe besessen hat. Und doch ist dem ist. Als die Wildschützen in Bayern vor hundert Jahren wieder einmal allzu üppig wurden es war die Zeit des berühmten bayerischen Hiesels da ließ sich der Kurfürst von seinem Oberst-Jägermeister-Amt Gutachten erstatten wegen Ausrottung dieser Missethäter. Und darauf erging dann unter dem 24. December 1770 an den kurfürstlichen Hosrath ein Reskript wo es heißt: Durchlaucht gedenken keineswegs die Statuta wegen derer Wildschützen zu mildern, vielmehr zu verschärfen und mit allem Rigor ad executionem" bringen zu lassen; deshalb hat der Vorschlag, daß die habituirt oder gefährlichen Wildschützen auf die Galeere condemnirt werden sollen, nicht mißfallen, sind auch zu dem Ende mit der Republik Venedig wirklich zu correspondiren im Begriff." Was hier erst eingerichtet werden sollte, bestand dagegen schon lange vorher in Franken, wie Dr. Julius Meyer in seinen Erinnerungen an die Hohenzollernherrschaft in Franken" gelegentlich mittheilt. In Franken ist aus dem Jahre 1583 ein Fall überliefert, daß' ein Dieb, der eigentlich mit Ruthen ausgestrichen" werden sollte, in Wirklichkeit nach Venedig geschickt wurde, wo derlei Veruriheilte auf der Galeere an die Ruderbänke angeschlossen die harte Ruderarbeit zu leisten hatten, zu der sich wenig Freiwillige meldeten. Ein weiterer Fall ist dann aus dem JahZe 1712 bekannt, wo in.Ansbach der früher einflußreiche Hofjude Fränkel wegen Wuchers und Lästerung des Christenthums verurthejlt wurde, auf öffentlichem Markte mit Ruthen gestri.chen und. dann entweder .den .Venezianern zur Arbeit auf die Galeere übergeben oder im Lande in ewige. Gesanges schaft gesetzt zu werden. -

Die Turnst, sich m kleiden. Z?on Paul Tobcrt. -

Jede Dame will begreiflicher Weise nicht nur angezogen sein." sond:rn auch durch die Art der Bekleidung Gefallen erregen. Die Schlanken sowohl wie die Dicken, die Großen wie die Kleinen, Alle glauben Anspruch auf unsere Bewunderung zu besitzen. Wenn sie aber gewisse Grundsätze der Optik zu . befolgen verschmähen und ihre Schneiderin, sofern diese selbst nicht jene Zauberformeln kennt, nach Belieben schalten und walten lassen, so wird der ersehnte Erfolg sich nicht einstellen trotz allen Aufwandes von Geld und Mühe. Also: eine senkrechte Linie erscheint größer als eine wagrechte Linie von gleicher Länge, und: eine gerade Linie, an deren Endpunkten zwei spitze Winkel sich befinden, erscheint kleiner als die gerade Linie von gleicher Lange, an deren Endpunkten stumpfe Winkel vorhanden ' sind. Der Augenschein lehrt dies ganz deutlich und ich bitte die Leserinnen, sich mit Hilse des mathematisch gebildeten Gatten, Sohnes oder Bruders von der Wahrheit des Gesagten zu überführen. Für große D ame n. ' , Aus diesen optischen Gesetzen geht hervor, daß senkrecht gestreifte Kleider die Figur der Trägerin größer, also schlanker, erscheinen lassen, während die Benutzung des gestreiften Stoffes in wagerechten Linien die Figur verkleinert. Ein Bnck auf -die beiden Damen, die unser Bild aufweist, wird die Richtigkeit ergeben. Daß der Eindruck, den die senkrechten Streifen hervorzaubern, auch derselbe bleibt, wenn statt des streisenfarbigen Gewandcs ein einfarbiges gewählt wird, sofern nur dann der Rock in langen senkrechten Falten herunterfällt, dürfte für die Damen wichtig sein, die kein Zebra-Kostüm" lieben. Das NichtVorhandensein der Falten, die ja fast jeder Rock zeigt, ist auch der Grund, weshalb eine Dame in Mannskleidern kleiner aussieht, als in ihrem eigenen Gewände. Für zu groß gewachsene Damen viele wollen allerdings nicht zugeben, daß in der zu großen Länge ein Fehler liegt, und ohne Kenntniß der übrigen Proportionen ist ein Urtheil nicht denkbar wird der Schneider so arbeiten müssen, daß drei horizontale Kreise die Eintönigkeit des FaltenWurfs aufheben: am Hälfe alsKrazen, am Taillenfchluß als breiterer Gürtel und am Rocksaum als Besatz. Die zu lange Taille kann hierbei noch durch Auslaufen des Kragens und Gürtels in spitz verlaufende, auf der Brust sich nähernde Mittelstücke cachirt werden. Für kleine Damen. Ein großer Theil der Damenwelt ist insofern von der Natur chiefmütterlich ausgestattet worden, als der Mangel jeglicher Büste der Gestalt etwas Steifes gibt. Runde, schwellende Formen verleihen der Frau ganz besonderen Liebreiz, und mit vollem Recht spötteln wir über die Eckigkeit englischer Misses. Wie nun diesem Mangel an Büste abhelfen, ohne' zur handgreiflichen Fälschung unsere Zuflucht zu nehmen. Nun, auch hierfür weiß ich ein Mittel. Man betrachte unsere kleine geometrische Zeichnung; sie zeigt uns, daß die beiden parallelen wagerechten Linien durch die Anbringung der seitlichen Linien in derMitte breiter, d. h. gewölbt erscheinen. Man arrangire also den Besatz auf der Taille nach diesem Princip, wie is bei der jungen Dame in unserer Figur-ge-schehen ist, und ''man wird den gewünschten Effekt erzielen. Da natürlich nicht alle Kleider einer Dame dieselbe Taillenausschmückung aufweisen dürscn, so haben unsere Modisten noch ein anderes, gleichfalls unschuldiges Mittel zur Hand, um dem Mangel der Büste" abzuhelfen. Es werden bauschige Einsätze gemacht, oder man arrangirt eine Fülle von Spitzen so geschickt, daß eine anmuthige Form zu Tage tritt. Hier ist es natürlich, der Kunstfertigkeit des Arrangirenden anheimgegeben,, den Eindruck, den eine solche Taille auf den .Beschauer macht so liebenswürdig als 'möglich zu gestaltend ' 1 .! ..'. "', .. V" ; Selbst offenbare Verunstaltungen des Körpers kann man durch oieKunst des Schneiders verdecken. Wer z. B.

eine zu hohe Schulter besitzt, brauch?' deshalb nicht gleich zum BanÄa:;isten zu eilen, sondern kann sich dadurch helfen, daß auf dem einfarbigenStoffe der Taille ein schräglaufender Besatz angebracht wird, wie es unser Bild zeigt.

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Büsten-Aufbesserung. Sehr wichtig ist die Wahl derFarbe des Stoffes für die Wirkung er persönlichen Erscheinung. Es ist bekannt, daß Weiß korpulent macht", und Grau steht im selben Rufe. Starke Damen werden daher diese Farben vermeiden und zu den beliebten Mitteltönen greifen, während für junge Mädchen das weiße Kleid die naturgemäße Sommertracht ist, nicht nur als Symbol der Unschuld, sondern auch als dem praktischen Grunde, daß es die der Jugend eigenthümlichen eckigen, unschönen Körperformen rundet. Wohl zu beachten ist aber bei Weiß seine Einwirkung auf dem Teint.den es durch den matten Schimmer. den es verbreitet, verschlechtert. Nun, die Jugend hat meist rothe Backen und kann den Reflex der weißen Farbe schon vertragen. Matte Stoffe machen schlanker, glänzende Stoffe stärker. Auch dieser Grundsatz will beachtet sein. Nicht Zeder Dame steht ein Atlas- idet ein Satin Duchesse-Kleid. Ferner halte jede Dame, die über die erste Jugend hinweg ist, darauf, daß der Kleiderrock eine solche Länge hat, daß nur die Spitze des Fußes zu erblicken ist. Zu kurze Kleider wirken emanzipirt". Die hohe Schulter. Schultern und Arme sollen ?uch be rücksichtigt werden. Damen mit hängenden Schultern können sich viel eher eine kokette Gestaltung des Puffärmels erlauben, als solche mit geraden oder hochstehenden Schultern. Bei starken Armen soll der Puffärmel nicht über den Ellbogen hinausgehen; dieser muß vielmehr in dem anliegenden Unterärmel zu sehen sein, da sonst der Arm zu unförmlich wird. Eine Mode-Verirrung, die auch unser Auge verletzt, ist die Wahl von Perlenborten etc. als Besatz eines Trauerkleides. Selbst in sogenannten hochstehenden Kreisen huldigt man oft dem Grundsatze: je mehr Perlen, desto tiefer die Trauer. Aber Perlen sind kein Trauerschmuck; ihr Glanz hebt die düstere Wirkung des Schwarz auf. W!e der Czar reist. Wenn der russische Kaiser sich auf Reisen begibt, sind besondere Vorsichtsmaßregeln nothwendig. Schadhafte Eisenbahnünlagen und verbrecherische Anschläge konnten, in gleicher Weise dem Leben des Monarchen gefährlich werden. So wird ein großer Apparat in Bewegung gesetzt, um die ganze zu durchfahrende Strecke sorglich untersuchen und stetig überwachen zu lassen. Es ist bekannt, daß die gesammte Bahnstrecke von einer Reihe von Soldaten besetzt und von'dicsen streng darauf geachtet wird, daß kein Unberufener' sich dem ' Bahndamm na Hern kann. Alle. Brücken werden wiederholt auf das . Peinlichste . inspicirt. Zum Schluß 'fahren höhere Officiere mit einem sinnreich konstruirten Eisen-bahn-Belociped die Strecke ab.um noch einmal die Schienen genau zu 5ontrolom t v : . er . vv.. w. iiren. uaurcno mz -nagiuuci ic Velocipeds auf der einen Schiene, gleiten, läuft ein kleines Seitenrad auf der andern; eine' schadhafte .Stelle der Schienen würde sofort entdeckt werden. Ahnung los. Junge Frau: Stth Mann beim Anblick dieses Frühjahrshütchens geht mir das Herz auf! Run?! Weißt Du jetzt niKt, was Du zu .thun hast!" Gelehrter (trocken): Nein wirklich nicht, mein Kind! Was könnte man auch mit so einem aufgegangenen Herzen anfangen!" Ach so! A.: Unser Freund Emil hat neulich in einer Nacht ganz weiße Haare bekommen." B.: Nicht möglich, wie so denn?" A.: Neulich . ging, er betrunken nach Hause und fiel in eine Mehlkiste." . , l Noch sind die Tage'der : R o se.n. Mutter: Wie,' Sie wagen es,- in meinem Beisein meine Tochter zu küssen?" Herr: -'Ruhig, noch sind Sie nicht meine Schwiegermut-M"